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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt über Offenbarung 19, Verse 2 und 3, beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung von Gottes gerechten und wahrhaftigen Gerichten. Er erklärt, wie diese Verse mit den sieben Plagen und dem Jubel im Himmel zusammenhängen. Weiterhin wird die Parallele zum fünften Siegel gezogen, wo die Seelen der Märtyrer nach Gerechtigkeit rufen. Ein zentraler Aspekt ist die Erklärung des „weißen Kleides“ als Symbol der Gerechtigkeit der Heiligen, das sowohl Vergebung als auch innere Veränderung durch den Glauben an Jesus Christus bedeutet.

In dieser Predigt über Offenbarung 19, Verse 2 und 3, taucht Christopher Kramp tief in die Bedeutung von Gottes gerechten und wahrhaftigen Gerichten ein. Er beleuchtet die Verbindungen zu früheren Kapiteln der Offenbarung, insbesondere zu den sieben Plagen und dem fünften Siegel, und erklärt, wie diese Gerichte Teil von Gottes übergeordnetem Erlösungsplan sind. Ein zentrales Thema ist das „Kleid der Gerechtigkeit“, das die Erlösung durch Glauben und die daraus resultierende Veränderung des Lebens beleuchtet.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:45] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar, zu unserem Offenbarungsseminar Vers für Vers. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Schön, dass ihr da seid und dass wir gemeinsam heute weiter studieren können. Offenbarung 19, Verse 2 und 3 haben wir uns heute vorgenommen. Und wir wollen mit einem Gebet starten und dazu dadurch eine Niederknien, wo es möglich ist.

[1:08] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für dein Wort, für deine Treue, deine Güte und dass wir wissen dürfen, dass dein Wort große Kraft hat. Wenn wir uns jetzt deinem Wort zuwenden, wenn wir lesen und nachdenken, dann möchten wir dich bitten, dass dein guter Geist an unseren Herzen wirkt, dass wir erfüllt werden mit deinem Heiligen Geist und dass wir lernen, dir zu folgen, Schritt für Schritt. Wir bitten dich, dass du alle Störende fernhältst und dass du zu unseren Herzen sprichst. Im Namen Jesu, Amen.

[1:42] Lass uns aufschlagen, Offenbarung 19 und dort Vers 2 und 3. Letzte Woche haben wir angefangen, oder vor zwei Wochen vielmehr gesagt, in Offenbarung 19 mit dem Kapitel und haben festgestellt, dass dort gejubelt wird. Vers 1, da hört man diese Volksmenge im Himmel, die spricht: Halleluja. Heil und Herrlichkeit und die Ehre und die Macht gehören dem Herrn, unserem Gott. Das quasi Gegenstück zu dem Trauergesang der verschiedenen Volksgruppen über Babylon im Kapitel 18, jetzt Kapitel 19, der Jubel.

[2:23] Vers 2, hier kommt jetzt die Begründung für diesen Jubel, denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte. Denn er hat die große Hure gerichtet, welche die Erde verderbte mit ihrer Unzucht und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert. Und dann in Vers 3 und nochmal sprachen sie: Halleluja, und ihr Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit.

[2:52] Nun, die beiden Verse präsentieren eigentlich gar nicht so viel Neues, sondern wir haben die Gelegenheit auch manches noch zu wiederholen, was wir in früheren Wochen, Monaten oder Jahren mal angesprochen haben. Das meiste von dem, was hier steht in Vers 3, ist irgendwo anders in der Offenbarung schon mal so genannt worden. Das ist eigentlich ein bisschen auch Zusammenfassung hier. Aber gehen wir nochmal ganz kurz durch diese Verse durch. Da heißt es: denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte. Ja, das ist die Begründung für Vers 1. In Vers 1 heißt es: Gott sei das Heil und die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht. Alles gehört ihm. Warum? Weil sein Gericht ist gerecht und wahrhaftig.

[3:32] Wo haben wir schon mal diese Idee, dass Gottes Gericht wahrhaftig und gerecht ist, in Bezug auf die Offenbarung? Gibt es das irgendwo schon mal in der Offenbarung? Lassen wir nochmal so ein bisschen die Brücke herstellen, wo das eigentlich herkommt. Wo in der Offenbarung wird gesagt, dass Gottes Gericht gerecht und wahrhaftig ist? Genau, in Offenbarung 15, da haben wir diese Stelle in Vers 3. Und sie singen das Lied Moses, des Knechtes Gottes und das Lied des Lammes, und sprechen: Groß und wunderbar sind deine Werke, o Herr, Gott, du Allmächtiger! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Heiligen.

[4:18] Das ist ganz interessant, wenn man sich das mal anguckt, auf einer Zeittafel. Offenbarung 15 beginnt ja mit den sieben Plagen, oder? Und das haben wir damals mal relativ ausführlich behandelt. Diese Verse 2 bis 4 hier, also Vers 2, 3 und 4. Spielen die jetzt eigentlich vor den Plagen, während der Plagen oder nach den Plagen? Von Offenbarung 15. Vers 2, 3 und 4, stimmt, hätte ich sagen sollen. Also in Offenbarung 15, was wir gerade gelesen haben. Vers 2, 3 und 4, das ist ja Offenbarung 15. Das ist die Einladung zu den sieben Plagen, die in Offenbarung 16 dann beschrieben werden. Ist jetzt Offenbarung 15, 2 bis 4, ist das jetzt vor den sieben Plagen, während der sieben Plagen oder nach den sieben Plagen? Oder gegen Ende der Plagen, oder gegen Anfang der Plagen, oder so richtig mittendrin? Was würdet ihr sagen? Drei Möglichkeiten: davor, währenddessen, danach. Gegen Ende, ja. Was würden die anderen sagen?

[5:46] Also Vers 1 ist auf jeden Fall vorher. Und ab Vers 2, genau da sieht man die Überwinder, die haben jetzt schon überwunden. Wo stehen die? Am gläsernen Meer und hatten Hafen Gottes. Das ist nach der Wiederkunft, oder? Das heißt, wir hatten damals gelernt, wenn ihr euch erinnern könnt, dass in Offenbarung 15 in der Einleitung zu den Plagen schon mal quasi wie so eine Vorschau ist auf den Sieg. Also bevor die Plagen überhaupt beschrieben werden, bevor das alles losgeht mit den Zorneschalen, wird schon mal gezeigt, wer am Ende gewinnt. Die Gläubigen werden am gläsernen Meer sein. Das heißt, Offenbarung 15, Vers 2 bis 4, ist nach den Plagen, also nachdem die Plagen ausgegossen worden sind, werden am Ende Menschen übrig bleiben, die Gläubigen, die dann am Ende in den Himmel genommen werden und die singen werden als Überwinder.

[6:42] Und das ist interessant, weil Offenbarung 19, Vers 2 und 3, wo ja quasi der gleiche Inhalt ist: gerecht und wahrhaftig sind deine Gerichte. Spielt das vor den Plagen, während der Plagen oder nach den Plagen? Offenbarung 19, was wir jetzt studieren. Wir wollen ja nie den großen Zusammenhang verlieren. Offenbarung 19 ist auch danach, weil wir haben ja dann Offenbarung 16 die Plagen, Offenbarung 17 nochmal ein bisschen Beschreibung Babylon und Offenbarung 18 ist ja dann schon eigentlich die Klage über das gerichtete Babylon. Da wird geklagt: An einem Tag, an einer Stunde sind deine Plagen gekommen. Und die Klage auf der Erde wird verbunden mit dem Jubel im Himmel.

[7:24] Das heißt, beides spielt eigentlich mehr oder weniger zu einer ähnlichen Zeit. Hier vielleicht eher noch kurz vor der Wiederkunft, da dann nach der Wiederkunft, aber sehr ineinander verknüpft. Es gibt eine weitere Aussage, wo ebenfalls steht, dass Gottes Gerichte wahrhaftig und gerecht sind, die ebenfalls direkt mit den sieben Plagen verknüpft ist. Und die steht wo? Wir haben jetzt Offenbarung 19, Offenbarung 15 und? In der dritten Plage, genau, das ist Offenbarung 16, Vers, genau. Es geht eigentlich schon in Vers 5 los. Und ich hörte den Engel der Gewässer sagen: Gerecht bist du, o Herr, der du bist und warst und der Heilige bist, dass du so gerichtet hast. Also haben wir schon diese Gerechtigkeit in seinem Gericht. Denn, Begründung: Das Blut der Heiligen und Propheten haben sie vergossen. Und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben, denn sie verdienen es. Und ich hörte einen anderen vom Altar her sagen: Ja, o Herr, Gott, du Allmächtiger, wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte.

[8:22] Das heißt, diese Aussage, wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte, finden wir dreimal in der Offenbarung und dreimal verknüpft mit den sieben Plagen. Einmal mittendrin in den sieben Plagen, das ist Offenbarung 16, Vers, was haben wir gesagt? Ja, fünf bis sieben, genau. Da haben wir es also einmal, dann haben wir es quasi nach den sieben Plagen, vor der Wiederkunft in Offenbarung 19 und dann nach den sieben Plagen, nach der Wiederkunft am gläsernen Meer. Aber jedes Mal ist der Bezug zu den sieben Plagen ganz eindeutig. Dieses Gericht bezieht sich auf die sieben Plagen. Mehrmals betont die Bibel, dass Gottes Ausgießung der Plagen gerecht und wahrhaftig ist.

[9:07] Also das haben wir damals auch lang und breit ausdiskutiert und studiert, warum die Plagen wichtig sind und richtig sind und dass sie keine Drohbotschaft sind. Und die Bibel betont das immer wieder, an jeder Stelle wird das immer wieder betont, damit wir uns immer wieder bewusst machen: Wenn Gott Gericht hält, ist das richtig so. Das muss er, das ist wahrhaftig, das ist gerecht.

[9:30] Jetzt schauen wir mal noch zwei andere Texte an, über Gottes Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit. In 5. Mose, 5. Mose 32, 5. Mose 32 und dort Vers 4. 5. Mose 32, Vers 4, dort heißt es, es geht um Gott, da heißt es: Er ist der Fels, vollkommen ist sein Tun, ja alle seine Wege sind gerecht. Ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und aufrechtlich eigentlich wörtlich und gerade ist er. Also Gott biegt nicht ab, weder zur Linken noch zur Rechten. Was er macht, ist immer konsequent, es ist immer richtig, es ist geradeaus sozusagen. Und das ist also ein Grundsatz, der natürlich nicht nur auf die sieben letzten Plagen zutrifft, sondern von dem Mose hier sagt: So ist Gott grundsätzlich, er ist absolut gerecht und ohne Falsch. Er heuchelt nicht, er heuchelt auch nicht den Engeln vor, dass wir seine Nachfolger sind, wenn wir es gar nicht sind. Gott ist absolut gerecht.

[10:44] Und dann haben wir noch eine Aussage, die ist sehr interessant, in Jesaja 25 und dort Vers 1. Da wird etwas über diese Wahrhaftigkeit Gottes gesagt, was noch interessant ist. Jesaja 25, Vers 1. Deine Ratschlüsse von wann? Von Alters her sind zuverlässig und wahrhaftig. Also, was heißt das von Alters her? Deine Ratschlüsse von Alters her. Was würde er damit sagen? Schon immer, alles, was du geplant hast, alles, was du gedacht hast, dein Rat, die Ratschlüsse sind ja quasi die Pläne Gottes. Ein Ratschluss ist, wenn man sich quasi berät und dann einen Ratschluss fasst. Also, man könnte auch sagen, die Pläne Gottes sind immer schon wahrhaftig und gerecht gewesen. Das heißt übrigens, dass die Plagen auch ein Plan Gottes gewesen sind. Er hat das geplant. Also nicht am Ende irgendwie, dass er dann doch die Beherrschung verliert oder so. Teil des Erlösungsplanes sind auch die sieben letzten Plagen.

[12:03] Es gibt ja heute manchmal Menschen, einige Christen, leider auch ganz wenige, aber doch vertreten auch Adventisten, die der Meinung sind, Gott straft gar nicht. Er kann gar nicht strafen. Und alle Strafe ist am Ende nur das, was die Menschen, die bestrafen sich immer selbst und Gott straft nie. Das ist zwar zu einem Teil richtig, dass Sünde am Ende auch immer quasi selbst auf einen zurückfällt, aber die Bibel sagt auch, dass Gott am Ende gerecht richten wird. Er wird Feuer vom Himmel fallen lassen nach den tausend Jahren. Er wird sieben Plagen ausgießen. Gott richtet gerecht. Das ist Teil seines Planes und das gehört dazu.

[12:39] Jetzt gehen wir zurück zur Offenbarung und wir wollen auf jeden Fall noch etwas ganz Interessantes hier entdecken in Offenbarung 19. Aber erst noch ganz kurz natürlich wiederholen, was hier in Vers 2 gesagt wird von der großen Hure. Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte. Interessanterweise, ja. Also bei den anderen heißt es: Wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte. Die Engel. Der Engel sagt zu Gott: Deine Gerichte. Dann die Erlösten sagen das. Aber hier heißt es: Seine Gerichte. Dann heißt es: Denn er hat die große Hure gerichtet. Das ist nicht schwer. Die große Hure ist wer? Babylon. Die große Hure Babylon. Die abgefallene Kirche, die römische Kirche und alle, die mit ihr im Zusammenhang stehen.

[13:25] Denn er hat die große Hure gerichtet, welche die Erde verderbte mit ihrer Unzucht und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert. Jetzt, mit welchem anderen Offenbarungsvers könnte möglicherweise dieser Vers 2 in Verbindung stehen? Wenn es hier heißt: Er hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert. Gibt es da irgendeine andere Stelle, wo quasi auch von dem Blut der Gläubigen gesprochen wird, das vergossen worden ist und das sozusagen nach Rache schreit? Also, die Idee ist ja hier sozusagen, Gott rächt das vergossene Blut der Märtyrer, oder? Die Märtyrer sind gestorben, das Blut ist vergossen worden und Gott rächt es. Gibt es da irgendeine andere Stelle in der Offenbarung, wo schon mal von dem Blut der Märtyrer gesprochen wird und irgendwie diese Idee von Vergeltung und Rache, die irgendwie gefordert wird?

[14:50] Ja, genau. Genau, da gibt es diese Stelle, wo gerufen wird: Herr, wie lange richtest du nicht und rächst nicht unser Blut? Wo steht das? Das ist jetzt die nächste Frage, was meint ihr, wo steht das? Könnt ihr euch daran erinnern, Offenbarung? Ja, genau. Irgendwo war das doch, oder? Wo haben wir diesen Vers? Wie lange, oh Herr, du Heiliger, richtest du nichts? Der Vers ist in den Siegeln. In Offenbarung 6 und dort Vers 9 und 10. Offenbarung 6, Vers 9 und 10.

[15:52] Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um das Wort des Gotteswillen und das Zeugnis des Willen, das sie hatten, und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Wie lange, oh Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen. Also im fünften Siegel haben wir diese Frage: Unser Blut ist vergossen worden, wann rächst du das? Und die Antwort ist dann in Offenbarung 19. Was ist die Antwort? Jetzt hat er es getan. Genau, das ist ein erhörtes Gebet. Das ist allerdings ein erhöhtes, hypothetisches Gebet, weil das Gebet ist nie gesprochen worden. Warum ist das Gebet nie gesprochen worden, das da steht? Hier in Offenbarung im fünften Siegel, warum ist das Gebet nie gesprochen worden? Die Toten können nicht sprechen, das ist ein symbolisches Gebet, ein metaphorisches Gebet. Aber Gott erhört sogar metaphorische Gebete sozusagen. Ein Gebet, das nie buchstäblich ausgesprochen worden ist, weil die Toten natürlich tot sind, aber das Blut schreit zum Himmel sozusagen. Und er fordert Rache.

[17:04] Und hier sieht man sozusagen, wie bestimmte Themen auch durch die ganzen Kapitel der Offenbarung sich durchziehen. Wie also jetzt in Offenbarung 19 eine Idee aufgegriffen wird, die im fünften Siegel angesprochen wird. Also, wenn man jetzt das Offenbarung 6 studieren würde, würde man nur wissen, dass hier das gefordert wird, aber das Problem wird in Offenbarung 6 nicht gelöst. Und auch nicht in Offenbarung 7 und auch nicht in Offenbarung 8. Das braucht bis Offenbarung 19, bis das hier kommt. Das zeigt also, dass obwohl die Offenbarung diese ganzen sieben Reihen hat, die sieben Gemeinden, die sieben Siegel, die sieben Posaunen usw., dass das viel aufeinander verknüpft ist.

[17:38] Gibt es noch Parallelen zwischen dem fünften Siegel hier und Offenbarung 19, da dieser Stelle, die wir jetzt studieren? Gibt es da noch mehr Parallelen, die deutlich machen, dass hier tatsächlich dieser Gedanke von dem fünften Siegel aufgegriffen wird? Vom fünften Siegel wird gesagt: Wann ist das Gericht, weil wir hingeschlachtet worden sind, unser Blut.

[18:03] Noch mehr Parallelen. Außer die Tatsache, dass es hier um das Blut der Märtyrer geht und um das Gericht, die Vergeltung. Ich sage mal so, was ist denn die kurzfristige Lösung im fünften Siegel, die das Problem noch nicht völlig löst, aber die sozusagen erstmal, was ist die erste Antwort Gottes im fünften Siegel? Was ist die Antwort Gottes auf die Frage: Wie lange richtest du nicht? Wann richtest du? Wann, so viele Märtyrer sind gestorben. Wann sorgst du für Gerechtigkeit? Was ist die Antwort Gottes? Das sind zwei Dinge. Das erste ist, sie bekommen was? Ein weißes Kleid. Und das andere ist, es braucht noch Zeit. Er sagt: Eine kleine Zeit. Und was soll in dieser kleinen Zeit geschehen? Genau, sie sollen noch ruhen, aber die sollen verendet werden. Wodurch? Also, es wird noch mehr Märtyrer geben, oder? Übrigens, das ist so die Idee. Gott richtet hier noch nicht, sondern er richtet hier.

[19:30] Könnte ich noch erinnern, auf Markus 18. Warum richtet Gott irgendwann Babylon? Warum sagt er jetzt? Jetzt und nicht später. Das Maß ist voll, genau. Welche andere biblische Geschichte kennt diese Idee von dem, das Maß ist voll? Oder kennt ihr eine andere Begebenheit im Alten Testament, wo auch diese Idee rauskommt? Noch ist das Maß nicht voll und dann später ist das Maß voll und dann richtet Gott. Sodom und Gomorra, ja, in gewisser Weise schon. Und wenn man sowieso schon in Kanaan ist, dann noch viel deutlicher ist das eigentlich bei den Kanaanitern als solches. Da sagt nämlich Gott dem Abraham: Das Maß der Schuld der Amoriter ist noch nicht voll. Die sind zwar schon sündig, aber sie sind noch nicht so sündig, dass ich sie aus ihrem Land vertreiben kann und sie nicht reinlassen kann. Das wird erst, wie lange dauern? Wie viele Jahre hat es noch gedauert, bis das Maß der Amoriter voll war? Von Abrahams Zeit? Was sagt er? Wie viele Jahre wird es noch dauern bis zum Einmarsch der Israeliten? 1. Mose 15? Schauen wir kurz nach. Ganz bekannte Stelle, 1. Mose 15.

[20:39] In Vers 13, da sprach er zu Abraham: Du sollst mit Gewissheit wissen, dass dein Same ein Fremdling sein wird in einem Land, das ihm nicht gehört, und man wird sie dort zu Knechten machen und demütigen. 400 Jahre lang. Die Idee ist also, und dann in Vers 16: Sie aber sollen in der vierten Generation wieder herkommen, denn das Maß der Söhne der Amoriter ist noch nicht voll. Da haben wir also genau diese Idee: Die Schuld ist noch nicht voll, es braucht noch Zeit. Und was geschieht in dieser Zeit? In dieser Zeit wird das Volk Gottes gedemütigt. Bis irgendwann das Maß voll ist. Also, das ist so eine typische Idee in der Bibel insgesamt, dass Gott erst dann eingreift, wenn sozusagen ein gewisses Maß erreicht ist. Dann greift er ein und dann greift er vollständig ein und gerecht.

[21:26] In Offenbarung 18 wird diese Idee ausgedrückt: Das Maß ist voll für Babylon. Da gibt es eine ganz eindeutige Aussage, nach der man wissen kann: Jetzt ist es vorbei. Also, über Jahrhunderte hat Babylon Schuld aufgehäuft durch die ganzen Verfolgungen, die sie gemacht haben. Und irgendwann gibt es so eine Aussage in Offenbarung 18, wo Gott deutlich macht: Jetzt ist Sense, jetzt greife ich ein, jetzt werden die Plagen ausgegossen. Weiß jemand, welcher Vers in Offenbarung 18 das sagt? Offenbarung 18, welcher Vers macht deutlich, dass die Sünden quasi ein Vollmaß erreicht haben? Vers 7, genau: In dem Maß, wie sie sich verherrlichte und lebte in Qual. Es gibt ein Vers, das spricht genau über die Sünde Babylons und quasi eine Maßangabe, wie weit die Sünde... Vers 5? Ja, genau: Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel. Das ist von Babylon, der Turmbau zu Babylon, ich weiß es nicht, vollendet worden, aber das ist jetzt vollendet. Die Sünden von Babylon reichen bis zum Himmel, man kann nicht mehr ertragen, es ist kein Platz mehr für mehr Sünden. Gott greift ein.

[22:53] Und genau das ist sozusagen die Idee, dass in dem Mittelalter und in der Zeit nach dem Mittelalter, als schon Tausende und Abertausende gestorben sind durch die römische Kirche, war Gottes Geduld noch immer nicht aufgebraucht. Man würde ja denken, wenn man die Kanaaniter anschaut, die zur Zeit von Abraham gelebt haben, Gott muss eingreifen, aber Gott sagt: Nein, das Maß ist noch nicht voll. Also, Gottes Uhren gehen anders als unser menschliches Empfinden, meine ich mal. Aber wenn das Maß dann voll ist, dann ist es wirklich voll und dann greift Gott ein.

[23:29] Das ist genau diese Idee, dass jetzt das, was man hier immer gefordert hat, dass Gott eingreift und dass das Blut gerecht wird. Es wird jetzt gerecht, weil die Sünden sind bis an den Himmel. Und was macht es am Ende voll? Diese letzte Zeit der Endzeit, wo es dann nochmal mehr Märtyrer geben wird in der kleinen Zeit der Trübsal. Und dann in der großen Zeit der Trübsal der Todesbefehl, der ausgeht aufgrund des Sonntagsgesetzes, der zwar nicht mehr ausgeführt wird, aber der geplant wird, wo man versucht, alle Sabbathalter auszurotten. Das ist sozusagen dann der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Und deswegen ist diese Periode in der Geschichte auch so entscheidend.

[24:12] Das heißt ja nicht, dass deswegen die Menschen zu der Zeit noch schlimmer sind und noch böser sind als alle Generationen, die es vorgegeben hat. Sondern es heißt einfach nur, genauso wie die Israeliten zur Zeit von Jesus das Fass zum Überlaufen gebracht haben mit ihrer Ablehnung Jesu, so wird Babylon in der Endzeit das Fass zum Überlaufen bringen mit dem, was sie dann den Gläubigen antun werden.

[24:36] Aber interessant sind auch diese weißen Kleider. Auf die wollte ich noch hineingehen. Das weiße Kleid wird denen gegeben, die hier im fünften Siegel sind. Gibt es irgendeine Parallele zur Offenbarung 19? Gibt es da auch irgendwie was mit weißen Kleidern oder so?

[25:01] Gibt es in Offenbarung 19 irgendwann irgendwo irgendwie auch Kleider? Kleider für die Gläubigen. Wenn ich so eine Frage, dann wird es die wahrscheinlich irgendwo geben, oder? Die Kleider für die Gläubigen in Offenbarung 19. Vers 11? Ja, genau, Vers 8. Und es wurde ihr gegeben, sich in feine... Sie ist natürlich die Frau, die Frau des Lammes, nicht wahr? Die Hochzeit des Lammes, die Frau. Es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend. Denn die feine Leinwand ist die was? Die Gerechtigkeit der Heiligen.

[25:40] Das heißt, hier in Offenbarung 19 haben wir auch dieses Kleid der Gerechtigkeit. Hier wird zwar nicht gesagt: weißes Kleid, aber hier wird gesagt: Wie wird es gesagt? Glänzend, rein. Und es ist ungefähr das gleiche. Rein und glänzend. Das Kleid der Gerechtigkeit.

[25:59] Nein, das ist sehr gut. Das wäre meine nächste Frage gewesen. Denn das ist genau die Übersetzungsvariante, die uns zeigt, was Gerechtigkeit ja eigentlich bedeutet. Gerechtigkeit bedeutet ja... Fangen wir mal so. Was ist eigentlich Gerechtigkeit? So ganz simpel gesagt. Da werden wir später nochmal bei dem Vers genauer sprechen. Aber ganz kurz mal: Was ist Gerechtigkeit? Ja, genau. 5. Mose sagt ganz deutlich: Wenn ihr diese Gebote haltet, dann wird es euch zur Gerechtigkeit dienen. Und demzufolge ist Sünde, Gesetzlosigkeit, Ungerechtigkeit. Und wenn also Gott, wenn Jesus uns das Kleid der Gerechtigkeit gibt, dann sind damit erstmal zwei Dinge gemeint.

[26:41] Erstens bedeutet das, also was bedeutet das primär, wenn Jesus mir das Kleid seiner Gerechtigkeit gibt? Genau, das wäre was? Genau, also Gerechtigkeit ist was nochmal? Ja, Gehorsam. Das heißt, sein Gehorsam wird mir angerechnet. Ja, genau, da kommen wir jetzt dazu. Also, wird mir sein Gehorsam angerechnet, weil ich gehorsam gewesen bin. Genau, also sein Gehorsam wird mir angerechnet, obwohl ich ungehorsam gewesen bin. Warum wird er mir angerechnet? Unter welcher Bedingung? Unter welcher Bedingung? Ja, genau. Wie drückt das die Bibel aus, dieses in Anspruch nehmen? Ja, genau. Wie kommt die Gerechtigkeit zu mir? Durch den Glauben. Wenn ich das glaube, wenn ich glaube, dass Jesus gerecht gewesen ist, wenn ich glaube, dass er mir das schenken möchte, wenn ich glaube, dass er gut zu mir ist, wenn ich ihn als mein Erlöser annehme, dann schenkt Gott mir den Gehorsam von Jesus und jetzt schaut mich Gott an, als ob ich so gelebt hätte, wie Jesus gelebt hat.

[27:48] Aber, das ist nur die eine Seite der Medaille. Die zweite Seite der Medaille ist, und da kommt es jetzt genau darauf hin: Wenn ich jetzt Jesu Kleid der Gerechtigkeit angezogen habe, wird es mich auch verwandeln. Es wird also nicht, ich werde nicht weiterhin an meine Sünden festhalten und nicht aufgeben wollen, sondern ich werde gern verwandelt. Wenn wir uns das anschauen, werden wir verwandelt. Das heißt, Christus, unsere Gerechtigkeit, ist nicht nur etwas, was uns äußerlich bedeckt, sondern auch innerlich verändert. Der Geist, also das, was Jesus am Kreuz getan hat, vergibt mir alle meine Schuld und gleichzeitig verändert der Geist Gottes mein Herz und schreibt sein Gesetz auf mein Herz, sodass ich durch den Gehorsam Jesu auch selbst gehorsam sein kann. Aber ich kann niemals gehorsam sein ohne Jesus, um Jesus zu beeindrucken. Ich kann Jesus nur gehorsam sein, indem ich seinen Fußspuren folge. Ich folge Jesus nach. Und wenn er gehorsam ist, werde ich auch gehorsam sein. Das ist die Idee.

[28:40] Und deswegen ist also das Kleid der Gerechtigkeit und die gerechten Taten der Heiligen eigentlich ein und dasselbe oder drückt quasi nur zwei verschiedene Ideen aus, die eigentlich alle aus der gleichen Grundidee kommen.

[28:56] Das ist deswegen interessant, weil im fünften Siegel, was bedeutet es da, dass die Gläubigen ein weißes Kleid bekommen haben? Bedeutet das hier, dass die jetzt gehorsam sind? Die sind schon tot. Jetzt, was bedeutet das, dass die jetzt, nachdem sie schon tot sind, ein weißes Kleid bekommen? Das ist doch merkwürdig, oder? Ja, genau, aber sie können ja nicht nach ihrem Tod erlöst werden. Die müssten ja schon erlöst sein, oder? Genau, also das ist ja kurios. Das sind also Gläubige, die sind sogar für den Glauben gestorben und jetzt bekommen sie, jetzt rufen sie: Wie lange willst du nicht Gericht halten? Und dann sagt Gott: Naja, über die Ungläubigen werde ich später Gericht halten, aber ihr kriegt jetzt ein weißes Gewand. Was bedeutet das? Interessante Idee, nicht wahr?

[29:56] Ja, das ist sowieso die Idee, dass quasi die Bücher, die Bücher der Gläubigen, die schreit zum Himmel. Sie rufen ja nicht buchstäblich, sondern es ist ein Bild. Ja. Also fragen wir nochmal, was fragen sie nochmal? Sie fragen, was wollen sie erleben, oder was wollen sie, also sie, in Anführungsstrichen, was wünschen sie sich? Ja, genau, sie sagen: Wie lange, welches Verb verwenden sie? Richten. Also, wenn Gott richtet, dann ist das ein... Sie wünschen sich ein Gericht, oder? Sie wünschen sich das Gericht Gottes. Also, mit anderen Worten, wenn man in die Bücher schaut, der Gläubigen, der Märtyrer, die im Mittelalter gestorben sind, jetzt mal ganz platt gesagt, ja, dann wünscht man sich, dass Gott Gericht hält. Das ist eigentlich, was der Vers sagen will. Wenn man sich anschaut, wie die Waldenser gestorben sind, und wenn man sich anschaut, wie die Protestanten auf dem Scheiterhaufen verbrannt sind, dann fragt man sich: Wann wird Gott das richten? Wann wird Gott diesbezüglich Gerechtigkeit schaffen? Wann ist das Gericht Gottes? Und Gott sagt: Ich werde Gericht halten, über die, die es verursacht haben, über die Kirche und über das Papsttum und Babylon und so weiter, aber erst später, weil es werden noch mehr und mehr Märtyrer dazukommen, und wenn ich Gericht halte, dann über alles gleich komplett, nicht so Schritt für Schritt. Aber, obwohl das Gericht an den Gottlosen erst später sein wird, nämlich zur Zeit der Offenbarung 19, kann ich euch jetzt schon ein weißes Gewand geben.

[31:29] Also, dieses weiße Gewand ist Teil von was? Es muss dann Teil, was ist ihre Bitte? Sie wollen ein Gericht. Jetzt gibt es auch ein Gericht, das nicht an den Gottlosen stattfindet. Wie nennt man das Gericht, das nicht an den Gottlosen stattfindet? Genau, das Untersuchungsgericht. Was geschieht im Untersuchungsgericht? Da werden die Fälle untersucht. Wie werden die Fälle untersucht? Die Bücher werden aufgetan. Was sieht man in den Büchern? Da sieht man die Taten. Also, sieht man nur die Taten, oder sieht man noch was anderes? Also, es geht um Gläubige, wenn die Bücher von Gläubigen aufgetan werden. Das Blut Jesu. Das heißt, man sieht die Taten, man sieht das Blut Jesu daneben.

[32:28] Und was macht Gott eigentlich im Untersuchungsgericht? Wenn er jetzt anschaut, also nehmen wir an, nimmt sich den Fall von irgendeinem Waldenser, der für seinen Glauben gestorben ist. Dieser Waldenser, obwohl er gläubig gestorben ist, hat trotzdem viele Sünden begangen. Der hat aber im Glauben Jesus angenommen. Und hinter jeder Sünde steht Blut. Was macht er jetzt? Er reinigt, er tilgt die Sünden. Er tilgt die Sünden. Vorher sind sie vergeben worden, durch das Blut Jesu sind sie vergeben worden, aber sie sind noch da, weil im Gericht ja festgestellt wird, wer dann so gelebt hat, Stichwort, nicht mal Gerechtigkeit, dass auch tatsächlich die Vergebung angenommen worden ist. Und jetzt prüft das Gericht mit anderen Worten: Haben die Menschen so gelebt, dass sie bis ans Ende Jesus festgehalten haben? Dann kann Gott diese Sünden nicht nur vergeben, er kann sie tilgen. Und wenn er sie tilgt, dann sind sie weg. Dann sind sie nicht vergeben, sondern weg. Und dann hat man was für ein Blatt? Ein weißes Blatt, ein weißes Kleid.

[33:32] Und das ist diese Idee, dieses weiße Kleid, das ihm gegeben wird, ist hier an der Stelle nicht ein Symbol für die Erlösung durch den Glauben, den sie schon auf der Erde gehabt haben, sondern ein Symbol dafür, dass obwohl Gott quasi die Strafe, also das Strafgericht erst später tun wird, das Gericht an den Gläubigen, dass sie von den Sünden komplett dann reinigt, also dass alle Sünden sozusagen aus den Archiven verschwinden, das schon während des Untersuchungsgerichts beginnt, das beginnt ziemlich dann bald sofort. Das ist dann quasi ab 1844 hier. Und das ist deswegen interessant. Das ist also die Zeit hier dann ab dem Untersuchungsgericht und das endet dann in Offenbarung 19 mit den sieben letzten Plagen. Das ist ja dann direkt nach dem Ende der Gnadenzeit.

[34:16] Die Gnadenzeit endet wann? Wann endet die Gnadenzeit? Den Gedanken noch zu Ende machen und dann nächstes Mal weitermachen. Wann endet die Gnadenzeit? Unabhängig jetzt von Sabbath-Sonntagsfrage, also aus Sicht des himmlischen Heiligtums, wann kann Gott, genau, wann kann er austreten? Wenn alle Fälle abgeschlossen sind, oder? Jetzt die meisten Fälle statistisch gesehen sind Fälle von Toten. Die allermeisten Gläubigen über die letzten 6000 Jahre sind tot. Und in jedem Fall ist es nichts weiter, als das Buch wird aufgeschlagen, da kommen keine neuen Taten mehr dazu, richtig? Und dann wird entweder ein weißes Kleid gegeben, in dem Sinne, ja, die Sünden werden getilgt, oder aber es wird gezeigt, warum trotz Bekenntnis diese Person in Wirklichkeit ein sehr böses Leben gelebt hat und deswegen nicht dabei sein kann.

[35:17] Es gibt aber eine Gruppe von Menschen, mit denen es nicht so einfach ist, weil sie nämlich nicht tot sind, wenn ihr Fall entschieden wird. Und das ist nämlich die letzte Gruppe der Gläubigen. Die sind noch lebendig. Mit denen muss aber genau das Gleiche passieren, was auch mit denen passiert ist. Das ist sozusagen die Idee, dass jetzt die Frau sich bereit gemacht hat und ihnen quasi das gleiche weiße Kleid gegeben werden konnte, wie es auch schon all die Toten vorbekommen haben. Richtig, das ist das Thema Versiegelung, das Thema Spätregen, wie durch die Kraft des Heiligen Geistes Menschen so verändert werden, dass Gott auch ihren Fall abschließen kann, ohne dass er Angst haben muss, dass, wenn er jetzt die Bücher zumacht, in zwei Tagen sie schon wieder an der Himmelstür anklopfen und sagen: Oh, ich habe doch noch mal gesündigt. Das ist sozusagen die Idee.

[36:05] Und deswegen ist diese Verbindung vom Fünften Siegel mit dem Untersuchungsgericht und Offenbarung 19, durch dieses gleiche Parallel mit dem Kleid der Gerechtigkeit, sehr interessant. Wir werden dann später nochmal über das Kleid der Gerechtigkeit noch mehr sprechen. Aber ich hoffe, ihr konntet heute sehen, dass Offenbarung 19 hier diesen Punkt aufgreift und dass es bestimmte Themen gibt, die durch die ganze Bibel hindurchgehen und auch durch die ganze Offenbarung. Und dann, wenn man sie miteinander vergleicht, erkennt man wieder neue interessante Dinge.

[36:30] Gut, also was lernen wir für heute? Wir müssen Jesus vertrauen, wir müssen ihm glauben. Und er wünscht sich, dass wir ihm so sehr vertrauen, dass er uns heiraten kann, dass wir uns bereit machen, die Gerechtigkeit Jesu anzunehmen, seinen Gehorsam, nicht unseren Gehorsam, seinen Gehorsam, der uns verändert, der uns dann gehorsam machen werden lässt. Und weil dann kann Jesus wiederkommen. Und dann kann er auch die Ungläubigen richten. Er kann die Ungläubigen nicht richten, solange sein Volk nicht bereit ist. Auch das ist eine interessante Idee. Weil wenn er die Ungläubigen richtet und sein Volk ist noch nicht bereit, dann hat er ein Problem. Deswegen hält er die Winde ja zurück, der Plagen. Er hält sie noch zurück. Wenn man Offenbarung 7 jetzt noch dazu nimmt, hat man den Eindruck, Gott wäre schon eher fertig. Er wäre schon mit dem Teil der Toten fertig. Die Winde können losgelassen werden, aber dann heißt es: Stopp, Halt. Ein anderer Engel kommt und sagt: Die gerade lebendig sind, die sind noch gar nicht so weit. Denen fehlt hier das noch eigentlich, diese Versiegelung. Da sieht man, wie diese Offenbarungskapitel alle ineinander greifen und ein gesamtes Bild ergeben.

[37:46] Nächstes Mal machen wir an der Stelle weiter mit Vers 3 und 4 und wollen Gott jetzt bitten, dass er uns Kraft schenkt, jeden Tag so zu leben, erfüllt vom Heiligen Geist, dass dieses Kleid der Gerechtigkeit uns wirklich bekleidet und immer mehr zu unserem Eigenen wird. Lasst uns doch gemeinsam beten.

[38:10] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für dieses Studium, das wir haben durften aus deinem Wort. Dass wir sehen konnten, wie sehr die Botschaft der sieben letzten Plagen verknüpft ist eigentlich mit dem Evangelium, mit dem Gericht, von dem wir jetzt schon glauben und wissen, dass es begonnen hat, und mit deinem Wunsch, eine wirklich gerechte Beurteilung aus jedem Menschen von dem Universum vorzunehmen. Du kennst unsere Herzen, du weißt um unsere Fehler und unsere Schwächen. Wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass du uns von Herzen lieb hast und dass du alles gegeben hast und alles gibst, damit wir ein Leben leben können, das dir wohlgefällig ist und das uns selbst glücklich macht. So möchten wir dich bitten Tag für Tag, dass du uns bewusst machst, wie sehr wir das Kleid der Gerechtigkeit Jesu brauchen, dass wir nicht wagen, einen Tag ohne es zu leben, dass wir verwandelt werden und dass auch wir die gerechten Taten Jesu widerspiegeln in unserem Denken und Handeln. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.


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