In dieser Folge von „Höre Israel“ beginnt Christopher Kramp das systematische Studium des Buches 5. Mose mit dem ersten Kapitel, das den Titel „Das Drama von Kadesch-Barnea“ trägt. Er beleuchtet die Bedeutung dieses Buches und erklärt, warum eine kurze Reise zum verheißenen Land schließlich 40 Jahre dauerte. Die Lektionen über Organisation, Führung und Gerechtigkeit, die Gott dem Volk Israel gab, sind auch heute noch relevant.
Höre Israel – 2. Das Drama von Kadesch-Barnea (5. Mose 1)
Christopher Kramp · Höre Israel (Ein ausführliches Studium von 5. Mose) ·Themen: 5. Mose, Altes Testament, Bibel, BibelstudiumWeitere Aufnahmen
Serie: Höre Israel (Ein ausführliches Studium von 5. Mose)
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Transkript
[0:16] Herzlich willkommen zu Höre Israel. Nachdem wir in der vergangenen Folge uns damit beschäftigt haben, warum das Buch 5. Mose so eine große Bedeutung hat für jeden gläubigen Menschen, wollen wir heute beginnen mit dem systematischen Studium dieses so wichtigen Buches. Wir schauen uns heute das erste Kapitel aus 5. Mose genauer an unter dem Titel: Das Drama von Kadesch-Barnea. Bevor wir damit beginnen, wollen wir allerdings Gott einladen, dass er durch den Heiligen Geist uns führt und möchten dazu ein Gebet sprechen.
[1:48] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt aus deinem Wort etwas lernen dürfen. Bitte sprich du zu uns, zu unserem Herzen und gib, dass wir das erkennen, was uns persönlich und als Gemeinde als Gläubige hilft, den Weg mit dir so zu gehen, wie du es eigentlich geplant hast. Sei bei uns und erfülle uns mit dem Heiligen Geist. Im Namen Jesu. Amen.
[2:16] Wir haben in dem Prolog uns angeschaut, warum dieses Buch so wichtig ist. Wir haben gesehen, dass das Grundanliegen des Buches unter anderem darin besteht, zu erklären, warum eine elf Tage Reise fast 40 Jahre gedauert hat. Eine unerhörte Verzögerung der Einnahme des Landes Kanaan. Und wir haben in den ersten fünf Versen damals schon einige wesentliche Eckdaten dieses Buches benannt. Und wir haben damals festgestellt, dass Mose kurz vor seinem Tod an der Grenze zum verheißenen Land noch einmal die gesamte Geschichte Revue passieren lassen, ausgewählte Episoden aneinandergereiht hat, um aus der Geschichte der Folge lernen zu lassen, jetzt etwas besser zu machen, was sie vorher verkehrt gemacht hatten.
[3:10] Und nicht ohne Grund geht es gleich am Anfang dieses Buches um vielleicht das Schlüsselereignis, das wie kein anderes gezeigt hat, warum die erste Generation eben nicht nach Kanaan hineingehen konnte. In diesem Buch beginnt es jetzt in Vers 6 mit dem, was Mose damals dem Volk gesagt hat. Wir lesen gemeinsam in Vers 5 und 6: „Auf der anderen Seite des Jordan im Land Moab fing Mose an, dieses Gesetz auszulegen. Und er sprach: Der Herr, unser Gott, redete zu uns am Berg Horeb und sprach: Ihr seid lange genug an diesem Berg gewesen.“ Mose beginnt seine Predigt mit der Tatsache oder mit der Erinnerung daran, dass Gott schon am Berg Horeb – das ist der Berg Sinai – dem Volk gesagt hatte, dass eigentlich man nicht mehr viel Zeit bräuchte. Sie wären lange genug an dem Berg gewesen, mit anderen Worten, lange genug in der Wüste gewesen. An dem Berg Horeb da hatte Gott den Bund geschlossen mit dem Volk, wie wir hier lesen.
[4:14] Der Herr, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns geschlossen. Gemeint ist der Bund der zehn Gebote, denn dort gab Gott die zehn Gebote dort am Sinai. Und das ist die Ausgangsposition jetzt für diese Predigt. Wir haben schon gelernt, dass von diesem Horeb nur elf Tage bis zum gelobten Land Tagesreise ab zu absolvieren waren. Und Gott hatte gesagt: „Ihr seid lange genug an diesem Berg gewesen.“ Dieses diese Formulierung lohnt es sich im Hinterkopf zu behalten, während wir jetzt in den nächsten Kapiteln von 5. Mose weitergehen werden.
[4:52] Vers 7: „Wendet euch nun und zieht weiter, dass wir zu dem Bergland der Amoriter kommt und zu allen ihren Nachbarn in der Araba, im Bergland und in der Schefela – das sind so die mittelhohen Abhänge in Palästina – zum Negev, das ist die südliche Wüste, und zum Ufer des Meeres, zum Jordan und zum Libanon, also im Norden das große Gebirge bis an den großen Strom, den Fluss Euphrat, weit, weit im Norden.“ Das Land Kanaan wird hier geografisch abgesteckt. Und wir finden, dass das eine ziemlich gute Beschreibung dessen ist, was Gott schon dem Abram verheißen hatte.
[5:31] Erst am 15. Sivan sollen in der vierten Generation wieder herkommen, denn das Maß der Sünden der Amoriter ist noch nicht voll. Zur Zeit Abrahams, an jenem Tag machte der Herr einen Bund mit Abraham und sprach: „Deinem Samen werde ich dieses Land geben, vom Strom Ägyptens bis zum großen Strom, den Euphrat.“ Die Kinder sind die Kanaaniter, die Hethiter, die Perisiter, die Refaiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter und die Jebusiter. Auf diese Verheißung bezog sich Gott, als er dieses Land noch einmal hier beschrieben hat.
[6:03] Und deswegen bezieht er sich auch in Vers 8 auf die Verheißung an die Patriarchen. Wir lesen: „Siehe, ich habe euch das Land gegeben, das vor euch liegt. Geht hinein und nehmt das Land in Besitz, von dem der Herr euren Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, dass er es ihnen und ihrem Samen nach ihnen geben will.“
[6:27] Halten wir fest: Die Grundlage, warum das Volk Israel siegreich nach Kanaan einziehen sollte, war nicht ihr eigenes Tun, nicht ihre Qualifikation oder ihre große Klugheit, sondern die Grundlage ihres Sieges war die Verheißung an Abraham, Isaak und Jakob. Eine Verheißung, die schon Jahrhunderte alt war, sie schon gegeben worden war, bevor der erste von ihnen überhaupt nur geboren worden war. Gott hatte dem Abram hier in 1. Mose 12, Vers 7 gesagt: „Da erschien der Herr dem Abraham und sprach: Deinem Samen werde ich dieses Land geben.“
[7:08] Die Grundlage des Sieges war nicht das Können oder Wissen des Volkes. Die Grundlage des Sieges sollte die Verheißung Gottes sein, die unabhängig war, erst einmal von dem Tun und Lassen des Volkes, weil Gott es vor Zeiten hatte und er treu und gerecht ist und er niemals lügen kann. Deswegen würden die Israeliten das Land einnehmen. Und er sagt nicht: „Ich gehe dorthin, ich werde es euch geben“ oder „Ich habe vor zu geben“ oder „Wenn ihr euch dann gut benimmt, könnte ich mir vorstellen, es euch zu geben.“ Nein, er sagt: „Ich habe euch das Land gegeben.“ So lesen wir deutlich etwas in Vers 8: „Ich habe es gegeben.“ Mit anderen Worten, der Sieg ist eigentlich schon den Israeliten gegeben worden. Alles, was noch fehlte, war, dass sie diesen bereits erhaltenen Sieg praktisch durch ihr Tun den Anspruch genommen hatten. Gott sagt: „Ich habe euch den Sieg gegeben, also geht hin und nehmt diesen Sieg in Anspruch.“
[8:04] Das ist so ein wichtiger Punkt, denn er passt hundertprozentig auch auf das Evangelium. Gott schenkt uns den Sieg nicht aufgrund dessen, was wir können oder was wir wissen, was wir getan haben, sondern aufgrund der uralten Prophezeiung und Verheißungen Gottes, die so alt sind wie – viel älter als jeder einzelne von uns. Und er hat uns den Sieg schon gegeben. Alles, was von uns gebraucht wird, ist der Glaube, der sich darin zeigt, dass wir entsprechend handeln.
[8:37] Nicht nur Abraham hatte die Verheißungen bekommen. Wir lesen auch hier von Jakob: „Sei ein Fremdling in diesem Land, und ich will mit dir sein und dich segnen, denn dir und deinem Samen will ich all diese Länder geben und dir den Eid bestätigen, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe.“ Oder auch dann Jakob in 1. Mose 28: „Und siehe, der Herr stand über ihr und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks. Das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinem Samen geben. Und dein Same soll werden wie der Staub der Erde, und nach Westen, Osten, Norden und Süden soll sich ausbreiten, und in dir und deinem Samen sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.“
[9:13] Hier haben wir diese Evangeliumsverheißung, die nicht nur einmal gegeben worden, sondern von Generation zu Generation weitergegeben worden ist. Die Israeliten sollten also einfach dem folgen, was Gott seit Generationen verheißen hatte. Das war die Grundlage, das Evangelium für ihren Einzug in das Land Kanaan. Deswegen die gesamte Geschichte des Volkes Israel, die 5. Mose wirklich ein gutes Beispiel ist dann für unsere persönliche Erfahrungen mit dem Evangelium. Denn diese Einzug nach Kanaan, diese Verheißung Abrahams, verknüpft mit der Verheißung des Evangeliums, der Segen, der alle Geschlechter auf Erden erreichen sollte.
[9:59] An dieser Stelle soll ein kurzer Einschub über eine kurze Erklärung zur Struktur folgen. Die ersten vier Verse, das erste Kapitel 5. Mose 1, sind, wie wir letztes Mal gesehen haben, eine Einleitung. Dann haben wir diese Aufforderung Gottes, das Land einzunehmen. Und dann folgt zunächst ein thematischer Einschub. Für die nächsten 10 Verse geht es jetzt um ein Thema, das später immer wieder auch wichtig wird, das aber hier eingeschoben wird, um einen Punkt zu machen, wie wir jetzt gleich feststellen werden. Schauen wir mal, worum es geht.
[10:31] Vers 9: „Ich aber sprach zu jener Zeit und sagte: Das ist zur Zeit, als sie noch am Sinai sind. Ich kann euch nicht alleine tragen.“ Wir haben tatsächlich auch dann kurz nach dem Abmarsch vom Sinai solche Worte beim Mose, 4. Mose 11, Vers 11: „Und Mose sprach zu dem Herrn: Warum handelst du so übel an deinem Knecht, und warum finde ich nicht Gnade vor deinen Augen, dass du die Last dieses ganzen Volkes auf mich legst?“ Mose hat immer wieder auch die Führung des Volkes Gottes als enorme Bürde, als große Last empfunden.
[11:06] Schon einige Zeit vorher, Monate vorher, war ihm das von Jethro, seinem Schwiegervater, vorgehalten worden. Er hatte hier gesagt, 2. Mose 18, Vers 18: „Du wirst müde und kraftlos, sowohl du als auch das Volk, das bei dir ist. Denn diese Sache ist zu schwer für dich, du kannst sie allein nicht ausrichten.“ Zu der Zeit kamen alle Israeliten, und das waren viele, hunderttausende, wenn ich vielleicht als 1, 2 Millionen. Sie kamen und mit all ihren Sorgen, den kleinen und den großen, immer zu Mose. Und tagein, tagaus nur damit beschäftigt, Richter zu spielen und war kurz vor dem Burnout, wie Jethro das vorausschauend schon ahnte. Und deswegen den Tipp gab, das Ganze etwas organisierter zu strukturieren.
[11:51] Vers 10, 5. Mose 1: „Denn der Herr, euer Gott, hat euch gemehrt, und siehe, ihr seid heute so zahlreich wie die Sterne des Himmels.“ Das war die Verheißung Gottes gewesen, das Volk so zahlreich zu machen wie die Sterne am Himmel. Schon gegeben dem Abraham, 1. Mose 10: „Und er führt ihn hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst.“ Und sprach zu ihm: „So soll dein Same sein.“ Diese Verheißung hatte sich schon erfüllt.
[12:20] Und das zeigt, wie sehr man den Verheißungen vertrauen kann. Die Verheißung, dass das Land ihres sein würde, der könnte man genauso vertrauen, wie dieser Verheißung, die sich schon vor ihren Augen erfüllt hatte. Das ist kein Zufall. Wenn wir Verheißungen in Anspruch nehmen wollen, deren Erfüllung wir noch nicht praktisch gesehen haben, sollten uns an die Verheißungen erinnern, die schon in unserem Leben sich erfüllt haben.
[12:41] Vers 11: „Der Herr, euer Gott, mache euch noch viele tausendmal zahlreicher, als ihr seid, und segne euch, wie er euch verheißen hat!“ Der Segen Gottes ist grundsätzlich von einer solchen Natur, dass er vermehrt, dass er größer macht, dass er ja eine Fülle schafft.
[13:05] 4. Mose 6, Vers 27: „Und so sollen sie meinen Namen auf die Kinder Israels legen, und ich will sie segnen.“ Gottes Anliegen, Gottes Ziel für Israel war schon immer der Segen. Sie sollten Siege erleben und sie sollten ein Segen sein, so wie Abraham, zu dem Gott gesagt hatte: „Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein.“
[13:30] Vers 12: „Wie kann ich aber allein eure Würde, eure Last oder Streitigkeiten ertragen?“ Niemand ist als Mensch allein in der Lage, die Last einer ganzen Gemeinde zu tragen. Paulus selbst hat mal über die Gemeindearbeit, das Wirken für die Gläubigen, so geurteilt: „Wer ist hierzu tüchtig?“ Und das sind Paulus und Mose, zwei der beeindruckendsten Menschen überhaupt in der Bibel, in der Geschichte der Menschheit. Finden, wenn sie nicht alleine das schaffen konnten, dann kann niemand von uns alleine eine Gemeinde führen, alleine nur Verantwortung haben, alleine alles bewerkstelligen können.
[14:15] Wann immer Menschen glauben, dass alles nur von ihnen abhängig ist, dann ist Gefahr im Verzug. Eine der ersten und großen Lektionen für das Volk sein 5. Mose besteht darin, dass niemand selbst. Mose, der demütigste und geduldigste Mensch war, neben Jesus, der auf der Erde existiert hat. Wenn es für Mose unmöglich war und eine zu große Last, dann kann niemand alleine im Alleingang das Volk Gottes zur Vollendung des Werkes führen. Man braucht Organisation, Struktur.
[14:45] Und genau das sollte geschaffen werden. Vers 13: „Nehmt euch weise, verständige und erfahrene Männer aus euren Stämmen, damit ich sie als heute über euch setze.“ Diese Idee ist auch im Neuen Testament immer wieder angewandt worden. Wir denken zum Beispiel an die Diakone in der Apostelgeschichte, die gewählt worden sind, als sich herausstellte, dass die Apostel selbst nicht ausreichten, um die verschiedenen administrativen und sozialen, karitativen Aufgaben in der Gemeindeleitung zu übernehmen.
[15:15] In der Apostelgeschichte 6 lesen wir darum: „Die Brüder, seht euch nach sieben Männern aus eurer Mitte um, die ein gutes Zeugnis haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind. Die wollen wir für diesen Dienst einsetzen.“ Hier finden wir ganz ähnliche Qualifikationen: erfahren, weise, verständig, erfüllt vom Heiligen Geist, ein gutes Zeugnis. Solche Männer sollen der Gemeinde vorangehen.
[15:41] Vers 14 und 15: „Und ihr habt mir geantwortet und gesprochen: Das ist eine gute Sache, von der du sagst, dass du sie tun willst. Dann nahm ich die Holzstämme, weise und erfahrene Männer, und setzte sie zu Oberhäuptern über euch, zu Obersten über Tausend, zu Obersten über Hundert, zu Obersten über Fünfzig und zu Obersten über Zehn und als Vorsteher für eure Stellen.“
[16:00] Wir sehen hier eine äußerst strukturierte Organisation. Nicht nur einfach so ein bisschen jeder macht mal, was er will, sondern eine regelrechte Hierarchie. Mose, der früher in der Armee des Pharao gedient hatte, der wusste ganz genau, wie man große Menschenmassen strukturiert, damit man sie besser und effektiver führen kann. Hierarchische Organisation ist also durchaus im Sinne Gottes. Ja, die Engel im Himmel sind so organisiert.
[16:24] Schauen wir mal, was Allen White zu dieser Organisation zu sagen hat. Am Sinai wurde die Vorkehrung für die Organisation von ... die Ordnung, die sich so deutlich in allen Werken Gottes zeigt. Also sie betont hier, dass in der Schöpfung überall sich Ordnung zeigt. War im hebräischen System offenbar Gott war das Zentrum der Autorität und Regierung. Das ist sehr wichtig. Organisationen sollen niemals die Autorität und die Regierung Gottes wegnehmen. Mose als sein Stellvertreter sollte die Gesetze in seinem Namen handhaben. Dann kam der Rat der 70, dann die Priester und die Fürsten, oder diese Oberste über 1000, Oberste über 100, Oberste über 50 und Oberste über 10, und zuletzt Beamte für spezielle Aufgaben.
[17:05] Das Lager war ein exakt ordnungsorganisiert und mit der Stifter, dem Wohnort Gottes in der Stifter und um sie die Zelte der Priester und Leviten. Dahinter lagerte jeder Stamm neben seiner eigenen Standarte. Und weiter hier in Kadesch-Barnea die Regierung war durch die äußerst gründliche Organisation gekennzeichnet. Wunderbar, sowohl wegen ihrer Vollständigkeit als auch wegen ihrer Einfachheit.
[17:32] Also halten wir fest: Gottes Plan für das Volk Gottes auf dem Weg nach Kanaan war eine gründliche Organisation. Heute gibt es einige, die immer wieder glauben, man bräuchte nur genügend vom Heiligen Geist und dann wäre Organisationen eigentlich nicht notwendig und nebensächlich und eigentlich vernachlässigbar. Aber Gott sah die ganze Sache anders. Je gründlicher und je sorgfältiger das Volk organisiert war, desto effektiver konnte es voranschreiten.
[18:00] Interessant, diese zwei Aspekte: Vollständigkeit – das war nichts, was unordentlich und unorganisiert war, aber auch Einfachheit. Es gab nichts Künstliches an der Organisation. Die Organisation war dem Zweck dienlich. Es gab keinen aufgeblähten Beamtenapparat, der eigentlich für nichts nützte war. Also sehr schlank und sehr effektiv und sehr strukturiert. Das sind also Dinge, die wir unbedingt lernen sollten von dem Volk Gottes auf unserem Weg zum gelobten Land.
[18:28] Vers 16 bis 18: „Und ich gebot Richtern zu jener Zeit und sprach: Hört eure Brüder an und richtet recht zwischen einem Mann und seinem Bruder oder dem Fremden bei ihm. Im Gericht soll es kein Ansehen der Person geben, sondern ihr sollt den Geringen anhören wie den Großen und euch vor niemand scheuen, denn das Gericht steht bei Gott. Die Sache aber, die zu schwer für euch ist, die tretet an mich heran, dass ich sie höre.“ So gebot ich zu jener Zeit alles, was ihr tun solltet.
[18:56] Die beste Organisation funktioniert nicht, oder nützt nichts, wenn es keine klaren Standards gibt, wonach gerichtet und wonach gehandhabt werden soll. Wir lesen hier in 2. Mose 23, ebenfalls im Kontext des Volkes Gottes am Sinai: „Du sollst nicht der Menge folgen zum Bösen und sollst vor Gericht seine Aussagen nicht nach der Menge richten, um das Recht zu beugen. Du sollst auch den Armen nicht begünstigen in seinem Rechtsstreit.“ Also ganz interessante Anweisungen, die Gott gegeben hat. Niemals sollte ein Führer des Volkes sich dem Druck der Menge, der Mehrheit beugen. Führer, die einfach nur der Mehrheit nach dem Mund reden, sind keine echten Führer.
[19:40] Führer sollten auch nicht aus lauter Sympathie das Recht beugen, um schlechter gestellten irgendwie eine Hilfe zu geben. Sie sollten gerecht sein in allem, was sie tun. Und das ist auch ein sehr, sehr interessanter, wichtiger Punkt. Weiter heißt es im selben Kapitel: „Und nehmt kein Bestechungsgeschenk an, denn das Bestechungsgeschenk macht die Sehenden blind und verkehrt die Sache der Gerechten und bedrücke den Fremdling nicht, denn ihr wisst, wie es den Fremdlingen zumute ist, denn ihr seid Fremdlinge gewesen im Land Ägypten.“
[20:12] Also Gott sorgte sich von Anfang an sehr darum, dass es einen echten Gerechtigkeitssinn im Volk Gottes gab und dass niemand bevorteilt wird aufgrund seiner Herkunft und aufgrund seines Reichtums oder aufgrund seines Wissens oder irgendwelche andere Dinge. Und wie sehr wünscht sich Gott, dass es auch in unserer Gemeinde oder den Gläubigen der Christenheit heute praktiziert wird, dass alle Menschen als gleich behandelt werden, dass man keine Unterschiede macht zwischen dem Reichen und dem Armen, dem Einheimischen und dem Fremden, dem Klugen oder dem weniger Gebildeten.
[20:48] Gott möchte, dass wir allen Menschen mit dem selben Level an Gerechtigkeit und Freundlichkeit und Ehrerbietung begegnen. Entsprechend heißt es hier: Der Auftrag des großen Anführers an diese auserwählten Männer könnte sehr gut als Vorbild rechtlicher Integrität für die Richter und Gesetzgeber unserer modernen Zeiten dienen. Also das Buch 5. Mose ist nicht nur eine Handlungsanweisung für Gläubige auf dem Weg nach Jerusalem. Das Buch 5. Mose ist in solchen Aspekten auch durchaus ein wirklich wichtiges Vorbild für ganz weltliche Rechtsprechungen. Diese Prinzipien sollten eigentlich in jedem guten Gericht und bei allen guten Politikern gelten.
[21:38] Nun, also nochmal zu unserer Struktur. Wir haben also diese Einleitung gehabt. Wir haben dann die Aufforderung Gottes, das Land Kanaan an einzelnen am Sinai, und jetzt diesen Einschub, der also bevor jetzt die Geschichte weitergeht und man sieht, wie ist es gelaufen mit dieser Eroberung Kanaans, zu der Gott...
[21:53] eroberung. Gott hat aufgefordert, diesen wichtigen Einschub, der suggerieren soll, dass ohne effektive Organisation der Gemeinde das Unternehmen nicht gelingen kann. Das Unternehmen, das gelobte Land, wird nur erfolgreich sein können, wenn die Gemeinde organisiert ist und wenn auch wirklich gute Grundsätze gelten.
[22:13] Von nun an geht es jetzt weiter mit der Geschichte ab Kapitel 19 und mit diesem Drama von Kadesch, das heute hier im Vordergrund stehen soll. Vers 19: "Wir zogen weg vom Horeb und wanderten durch jene große und schreckliche Wüste, ihr gesehen habt, auf dem Weg zum Bergland der Ammoniter, wie es uns der Herr, unser Gott, geboten hatte. Und wir kamen bis Kadesch-Barnea."
[22:45] Es war nur elf Tage. Sie wussten, sie sind bald da und sie waren voller Freude. Aber das, was sie dann erlebten, waren mit das Schlimmste seit dem Auszug aus Ägypten überhaupt. Eine besonders dramatisch heiße und schreckliche und gefährliche Wüste auf den letzten Metern vor dem gelobten Land, wo das noch einmal wirklich kritisch. Wie oft haben wir das vielleicht auch in unserem Leben erlebt, wenn man gerade aufgetankt hat, wenn man gerade merkt, es läuft, dass plötzlich große Konflikte, Schwierigkeiten, Versuchung, Anfechtung uns ereilen.
[23:20] Nun, diese elf Tage in der schrecklichen Wüste, die kann man aber überleben, wenn man weiß, es sind nur elf Tage, danach will ich im gelobten Land. Dann lässt es sich eigentlich ganz gut aushalten. Interessant ist, dass wenn man das in 4. Mose nachliest, in diesen wenigen Tagen eine Rebellion nach der anderen folgte. Kaum ein Tag verging, wo nicht irgendjemand, das Volk oder dann die Israeliten selbst, dann sogar Mirjam und Aaron irgendwie unzufrieden waren mit irgendetwas und sich beschwerten.
[23:58] Und Mose hat immer weiter das Volk geführt, immer weiter durch die Wüsten, durch ganz geduldig sie an die Grenze zum gelobten Land bringen wollen. Dass diese Wüste nicht einfach war, wird auch später immer wieder betont. Sie haben ja 2, 46: "Und sie haben nicht gefragt: Wo ist der Herr, der uns aus dem Land herausgeführt und uns durch die Wüste geleitet hat, durch ein wildes und zerklüftetes Land, durch ein dürres und Todesland, durch ein Land, das niemand durchwandert und kein Mensch bewohnt?"
[24:29] Gott führt manchmal Wege, die unverständlich scheinen, aber er führt sie nach seinem Willen. Soll man nicht 40 Jahre in dieser schrecklichen Wüste sein, sondern nur elf Tage. Und wer Gott glaubt und ihm folgt, der wird auch nur elf Tage dort sein und nicht sein ganzes Leben. Das ist eine der großen Aussagen dieses ersten Kapitels, Vers 20.
[24:51] Hier in dieser Abhandlung von 5. Mose, für diese Wüste nur ein Vers gegeben, obwohl man so viel mehr hätte sagen können zu allen Rebellionen, Revolutionen, all dem Unmut, der sich im Volk breitmachte, wäre dieser wenigen Tage. Aber Mose geht überall das ihn über und sagt in Vers 20: "Das sprach ich zu euch: Ihr seid zum Bergland der Amoriter gekommen, dass uns der Herr, unser Gott, geben will. Ihr seid an der Grenze. Wir sind da. Jetzt geht's hinein."
[25:18] Vers 21: "Siehe, der Herr, dein Gott, hat dir das Land gegeben, das vor dir liegt. Zieh hinauf, nimm es in Besitz, so wie der Herr, der Gott deiner Väter, es verheißen hat. Fürchte dich nicht und sei nicht verzagt."
[25:30] Habe genau das, dass wir vorhin in Vers 7 und 8 gesehen haben, auf der Grundlage der Verheißungen Abrahams, Isaaks und Jakobs, sagt Mose: Gott hat es uns gegeben. Und weil wir den Sieg schon sicher haben, sollen wir uns jetzt aufmachen, da sollen aktiv werden. Wir sollen im Glauben dann die Verheißung, die vor Jahrhunderten gegeben wurde, ist den Sieg in Anspruch nehmen und dadurch das zeigen, indem wir vorwärts gehen.
[25:52] Es wäre nichts passiert, wenn wir gesagt hätten: Da wussten wir, glauben, dass gerade das Land gehen wird. Wir bleiben einfach hier. Sie mussten aktiv werden. Sie mussten mit Gott kooperieren. Sie mussten vorwärts gehen.
[26:07] Genauso wird der Sieg, den Gott uns schenken möchte, in unserem persönlichen Leben nur dann Realität, wenn wir ihn auch annehmen, wenn wir im Glauben vorangehen, wenn wir so handeln, als ob es wahr ist. Wer immer nur vom Sieg redet, aber nie vorangeht, der wird ihn auch nie erleben.
[26:23] Dabei halten wir fest: Der Sieg war Gottes Sache. Gott hatte ihn ihnen gegeben. Er war nicht erst in der Zukunft, irgendwann im Nebel zu erkennen. Gott hatte ihnen den Sieg schon gegeben. Wie wichtig ist dieses Thema für uns, die wir heute kurz vor der Wiederkunft mit dem Thema ringen, ob wir den Sieg in unserem Leben über Sünde und Versuchung haben können?
[26:46] Viele Menschen glauben, dass es völlig unmöglich ist und vielleicht die Idee haben, dass Gott irgendwann vielleicht uns die geben könnte. Aber die Bibel offenbart uns: Gott hat uns den Sieg schon geschenkt. Es ist Gottes Verheißung. Final macht seine Kraft auf dieser Grundlage dürfen wir vertrauensvoll vorangehen und glauben, indem wir mit ihm kooperieren, dass er uns den Sieg schenken will.
[27:16] Auch Josua ist dann später gesagt worden: "Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt, denn der Herr, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst."
[27:28] Auf Josua war genau das Gleiche gesagt worden: Sei mutig, geh voran. Gott wird dir jeden all das Land geben, worauf dein Fuß tritt.
[27:39] Erst 22 und 23: "Sie hätten vorangehen können, aber sie kamen zunächst mal auf eine andere Idee. Da kommt ihr alle her zu mir und sprecht: Lasst uns Männer vor uns hersenden, die für uns das Land erkunden und uns Bericht bringen über den Weg, den wir ziehen, und die Städte, in die wir kommen werden." Und die Sache war gut in meinen Augen. Und ich nahm von euch zwölf Männer aus jedem Stamm einen Mann.
[28:03] Was wäre passiert, wenn sie einfach im Glauben vorangegangen wären? Es war ja keine verkehrte Idee, es war ja keine Sünde, Spione auszusenden. Gott hat das Ganze sogar bestätigt. Als diese Idee dann vorgeschlagen worden ist, hat das sei erlaubt. Aber hatte Gott nicht schon vorher das Land durchforstet? Hatte Gott nicht vorher schon ausgekundschaftet? Wusste nicht Gott schon längst, wie groß die Städte sein würden, wie das Land aussehen würde? Wusste Gott das nicht alles schon, als sie ihm versprochen hatte: "Ich werde euch den Sieg geben"?
[28:37] Irgendwie wollten sie doch noch mal eine menschliche Absicherung. Sie wollten noch mal mit aus menschlichem und das hören, was Gott ihnen schon selbst gesagt hatte.
[28:48] Hier wurde vom Volk vorgeschlagen, dass Spione ausgesandt werden, um das Land auszukundschaften. Die Angelegenheit wurde durch Mose dem Herrn vorgelegt. Also die Initiative kam eindeutig vom Volk, nicht von Gott. Und die Erlaubnis wurde gegeben mit der Anordnung, dass für diesen Zweck je einer der Herrscher aus jedem Stamm ausgewählt werden sollte. Nicht irgendjemand sollte diese Aufgabe übernehmen, sondern die Führer des Volkes, die ja besonders weise und einsichtig, verständig und voll heiligen Geistes sein sollten, die weitesten und erfahrensten, die mit Gott schon manches erlebt hatten, die sollten jetzt diese Aufgabe übernehmen.
[29:23] Vers 24 und 25: "Sie wandten sich und zogen ins Bergland hinauf und sie kamen bis in das Tal Eschkol und kundschafteten es aus. Und sie nahmen von den Früchten des Landes mit sich und brachten sie herab zu uns und sie berichteten uns und sprachen: Das Land ist gut, denn der Herr, unser Gott..."
[29:42] Hier ist der Höhepunkt, eigentlich auch fast, wenn man die ersten Verse, die ersten Werke rechnet, fast der Höhepunkt eigentlich auch numerisch des ganzen Kapitels. Die Spione kommen zurück und sagen: Wir können die Früchte kaum tragen. Wenn 4. Mose kann das ja genauer lesen, wie sie dann mit mehreren diese Trauben tragen müssen, die so gewaltig sind, dass den Israeliten, dass sich Paare verschlägt.
[30:07] Das Land ist groß, das Land ist toll. Das Land fließt von Milch und Honig. Die Früchte sind gigantisch. Es ist ein wunderbares Land. Jeder würde sich wünschen, dort hinein zu gehen. Der Bericht ist fantastisch, das Land ist super.
[30:26] Vers 24 und 25: "Sie wandten sich und zogen ins Bergland hinauf und sie kamen bis in das Tal Eschkol und kundschafteten es aus. Und sie nahmen von den Früchten des Landes mit sich und brachten sie herab zu uns und sie berichteten uns und sprachen: Das Land ist gut, dass der Herr, unser Gott..."
[30:39] "...uns gibt. Sie waren völlig begeistert von den Früchten, so groß, dass mehrere Männer gebraucht wurden, die Trauben überhaupt tragen zu können. Wir lesen in 4. Mose 13: Sie kamen das Tal Eschkol und schon dort eine Weinrebe mit einer Weintraube und ließen die zu zweit an einer Stange tragen. Dazu auch Granatapfel und Feigen. Jeden Ort nannte man das Tal Eschkol, wegen der Weintraube, die die Kinder Israels dort abgeschnitten haben."
[31:04] Jeder, der sah, wusste: Das Land ist wirklich begehrenswert. Es ist keine Wüste, sondern ein Land, in dem Milch und Honig fließt. Der Bericht der Spione war eindeutig. Die Qualität des Landes ist unbestritten, ein wahrhaftiges Paradies auf Erden.
[31:26] Wenn wir die ersten vier Verse von 5, 21 eingerechnet, sind wir hier am numerischen Mittelpunkt und auch genau an dem Umschlagspunkt, um den es jetzt sich dreht.
[31:39] Vers 26: "Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen, sondern lehnt euch auf gegen den Befehl des Herrn, eures Gottes." Es war alles da: Gott war da, seine Siege, seine Verheißungen, seine Führung, seine Geduld. Er hatte all die Rebellion vorher, all die Aufstände vergeben, vergessen. Er hatte das Volk weitergeführt. Alles war bereitet.
[32:10] Aber eins fehlte, und das konnte Gott nicht bereitstellen: Das war der Wille des Volkes. Sie wollten nicht.
[32:19] Sie rebellierten. Die Rebellion von Kadesch-Barnea. Sie rebellierten gegen Gottes Befehl, gegen sein Gesetz. Und Psalm 104 lesen wir: Sie verachteten das liebliche Land, sie glaubten seinem Wort nicht, und sie motivierten sich, sie gehorchten nicht der Stimme.
[32:37] Das hätten wir das schön wieder: Glauben, Gehorsam, zusammenhängen. Es fehlte ihnen an rettendem Glauben. Es fehlt ihnen an Glaubensgehorsam. Das liebliche Land, von dem sie sogar sehen konnten, wie toll es ist, verachteten sie. Und die Frage ist: Warum?
[32:50] Warum? 27: "Und ihr mit euren Heeren und sprecht: Weil der Herr uns hasst, hat er uns auf dem Land lebend geführt und mussten die Ägypter in die Hände der Amerikaner geben, um uns zu vertilgen?"
[33:08] Eine der ersten Lektionen, die jeder Mensch lernt, wenn er sich mit der Bibel beschäftigt, eine der grundlegenden Wahrheiten der Bibel ist: Gott ist die Liebe. Erst jüngst, erst 14, Vers 16: "Mehrmals wird es für uns, weil so sei, die Gott die Welt liebt." Man würde sagen, ist das die grundlegendste Wahrheit, ist wie ein Mensch überhaupt erfahren kann aus dem Wort Gottes.
[33:30] Und hier ist das Volk Gottes. Es hat monatelang mit Gott direkt am Sinai in Kontakt gestanden, hat dann an dem das Heiligtum gebaut. Sie haben erlebt, wie er sie aus der Gefangenschaft befreit hat, über Wunder gesehen, Vergebung erfahren. Oder all dem stehen sie an der Grenze des gelobten Landes.
[33:54] Und was sie sagen ist: Gott liebt uns nicht. Sie haben jetzt die erste und einfachste Lektion nicht gelernt. Und deswegen konnte Gott sie nicht hineinlassen. Gott sagt nicht: Ihr kommt nicht hinein, weil er noch nicht genau wissen, wie die Städte heißen. Mag nicht er kommt nicht hinein, weil er vergessen habe, wie alt irgendein Patriarch geworden ist. Ein geschwächtes, denn es ging nicht um fehlendes Wissen. Es ging um fehlendes Vertrauen in die grundlegende Wahrheit der Bibel, dass Gott die Liebe ist.
[34:27] Sie glaubten, dass Gott sie hasst. Und keine der Aufgaben, die man stellen werden im Laufe dieses Studiums ist herauszufinden, warum kamen Menschen, die erlebt hatten, wie der Pharao ertrunken war, ertrunken ist im Roten Meer, die jeden Tag Manna vom Himmel hatten regnen sehen, die, dass die Wasser aus dem Felsen getrunken haben. Wie kommen Menschen auf die Idee zu glauben, dass Gott sie nicht liebt?
[34:53] Gott hatte ihnen immer vergeben, immer vergeben. Sie weitergeführt bis an die Grenze. Aber jetzt konnte er sie nicht reinlassen, denn sie waren nicht einmal davon überzeugt, dass er die Liebe ist.
[35:05] Diese einfache und simple Wahrheit, dass Gott nur das Beste für unsere, dass er die Liebe ist und das immer und zu allen Zeiten, dass alle Dinge, die Gott lieben, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen. Diese simple und grundlegende Wahrheit, die ganze Basis des Glaubens, endlich ist die fehlt ihm.
[35:28] Interessant ist, dass auch eine Endzeit genau dasselbe Phänomen auftreten wird. Wir lesen hier von Menschen, die von Gott Gaben und Talente bekommen haben, die am Ende aber nicht gerettet werden, weil sie Gott für hart und lieblos gehalten haben. Das trat auch der uns so der, der ein Talent empfangen hatte und sprach: "Herr, ich kannte dich, dass du ein harter Mann bist." Du eher, dass es wurde nicht gesehen und sammelt, wohl nicht ausgestreut hast.
[35:47] Das Problem am Ende wird sein, dass Menschen, die Gaben, Fähigkeiten von Gott bekommen haben, nicht gerettet werden, weil sie nicht glauben, dass Gott wirklich die Liebe ist.
[35:58] Vers 28: "Wohin sollen wir ziehen?" Und so, Brüder, haben unser Herz verzag gemacht, indem sie sagten: "Das Volk ist größer und höher gewachsen als wir. Die Städte sind groß und an den Himmel befestigt. So haben wir die Söhne Anak's dort gesehen."
[36:12] Mit anderen Worten: Das Land mag ja schön sein, aber es kann nicht erreicht werden. Die Hindernisse sind zu groß. Wir können nicht überwinden. Es wäre ja schön, die zehn Gebote zu halten. Wäre ja schön, nicht mehr zu sehen. Wir können es nicht schaffen. Die Hindernisse sind zu groß.
[36:35] Woher hatten sie diese Idee? Zehn der zwölf Spione hatten genau das gesagt. Wir hätten gezeigt, wie toll das Land ist, aber auch gesagt: Wir kommen leider nicht drin. Schön, das Land ist wunderbar. Gott hat ja recht in dem, was er sagt, aber es ist unmöglich für uns.
[36:50] Und diese Idee, dass das, was Gott sagt, möglich sei, in Wirklichkeit unmöglich sei. Sei. Diese Idee hat allen Glauben und alle Liebe zu Gott aufgefressen.
[37:02] Eigentlich sollten die Heiden sich fürchten. In 20, 15, beim Lied des Mose, als Israel, als die toten Ägypter anders an das Ufer des Roten Meeres geschwemmt wurden, da heißt es: "Haben sie noch gesungen: Wenn das die Völker hören, so erzählten sie feucht da greift die Bewohner des Landes zu. Erschrecken die Fürsten Elams. Fällt die Gewaltigen. Alle Einwohner Kanaan's werden verjagt. Die Kanaaniter sind vertagt."
[37:25] Aber die Israeliten glauben, dass die Hindernisse so groß sind, dass sie selbst anfangen, ängstlich zu werden und verzagt zu werden, so als ob sie Heiden sind.
[37:43] Die sahen übrigens allen weit sagt, dass dann 40 Jahre später tatsächlich die zweite Generation manches bestätigen konnte, was in Bezug auf die Details über das Land gesagt worden, dass sie sahen, dass der Bericht der Spione in vielerlei Hinsicht korrekt gewesen war. Die Städte waren sehr groß und von Riesen bewohnt, verglichen mit denen die Hebräer lediglich Pygmäen waren. Aber nun konnten sie sehen, dass der fatale Fehler ihrer Väter darin bestanden hatte, der Macht Gottes nicht zu vertrauen. Dies allein hatte sie davon abgehalten, das gute Land sofort zu erobern.
[38:21] Es gab nur eine einzige Sache zwischen der ersten Generation des Volkes Israel und dem gelobten Land, und das war ihr Vertrauen in die Liebe Gottes, dass er das tun kann, was er gesagt hat. Sie haben es einfach nicht für möglich gehalten, dass das, was Gottes Wort sagt, er auch tun kann. Sie glaubten, dass sich die Staaten auf die Umstände. Sie schauten auf die größeren Riesen, auf die Berichte von erfahrenen, auf die Berichte der Leiter. Sie verfügten, sie glaubten er den Leitern als Gott.
[38:49] Wer war schuld, dass Israel nicht in das gelobte Land eingezogen ist zu dem Zeitpunkt, wo es möglich gewesen wäre? Wir könnten leicht sagen, das waren die Leute. Aber persönlich glaube ich, dass Gott das Volk nicht wegen zehn Reitern durch die Wüste hätte laufen lassen, weitere 40 Jahre. Er hatte schon vor haben sie gezeigt, dass er mit Rebellen auch anders umgehen kann und trotzdem das Volk weiterführen kann.
[39:18] Das Volk entschied sich, das zu glauben, was einige der Leiter verbreiteten, über die Unmöglichkeit, Überwindung von Mauern und Riesen. Und das gab den Ausschlag. Das war das Problem.
[39:36] Und vielleicht lässt sich an dieser Stelle schon erinnern, sollten und einmal zu überlegen, was das praktisch für uns bedeutet.
[39:45] Vers 29 und 30: "Also Mose aber sprach: Entsetzt euch nicht und fürchtet euch nicht für ihn, denn der Herr, euer Gott, sieht für euch her und wird für euch kämpfen, ganz so, wie es für euch in Ägypten getan hat, vor euren Augen." Gott hatte doch schon immer sich eingesetzt für das Volk. Hatte die Erstgeburt Ägyptens geschlagen. Sie alle waren dabei gewesen, als das Blut des Lammes an die Pfosten gestrichen worden war. Gott hatte immer wieder bewiesen, dass keiner zu groß, wenn jetzt kein Problem zu gewaltig. Gott hatte für alles bisher eine Lösung gehabt. Und sie waren es sicher aus Ägypten rausgekommen. Warum sollte Gott jetzt am Ende der Reise plötzlich aufhören, für sie zu kämpfen?
[40:22] Übrigens, in solchen Situationen auch in unserer Zeit, lohnt sich immer wieder zurückzuschauen und zu sehen, was hat Gott schon alles getan in meinem Leben, was hat Gott schon getan in der Gemeinde. Wenn er schon so viel getan hat, wird er nicht auch das Letzte auch noch gerne tun?
[40:36] Römer 38, 37: Was wollen wir noch hier zu sagen? "Ist Gott für uns, wer kann gegen uns einen Riesen, Bögen bis zum Himmel, groß seien die Mauern bis zum Himmel gehen? Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat, egal wie schlimm die Umstände sind, egal wie stark die Versuchungen sind, egal wie stark das Verlangen nach Sünde in uns drin ist oder von außen herangetragen wird. In all dem überwinden wir nicht, weil wir so klug sind oder weil wir so stark sind oder weil wir so geeignet sind. Nein, weil Gott für uns kämpft und weil Gott Macht hat und weil Gott das Werk vollenden wird und will, dass er in uns angefangen hat."
[41:12] Fast 31: "Und in der Wüste, wo du gesehen hast, wie der Herr, dein Gott, dich getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trägt, auf dem ganzen Weg zurückgelegt habe, bis sie an diesen Ort gekommen sei."
[41:26] Gott war mit seinem Volk in der Wüste gewesen, hätte die Stift zu bauen lassen, damit sie wussten, dass er immer bei ihnen ist. Und zwar nicht irgendwo am Rande, sondern mittendrin. Er war das Zentrum des ganzen Lagers.
[41:40] In 20, 10 hatte er ihnen sagen lassen: "Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und mich zu euch und euch zu mir gebracht habe."
[41:53] Wenn Mose hier sagt 1, 31: "Wie ein Mann seinen Sohn trägt", dann sagt er nichts weiter, als dass Gott unser Vater ist. Diese Wahrheit, die Jesus auch in der Bergpredigt immer und immer wieder versucht hat, den Menschen beizubringen.
[42:01] versucht hat, den Menschen beizubringen: Gott ist unser Vater. Er hasst uns nicht. Gott ist unser Vater. Er hasst uns nicht. Er liebt uns. Er will doch nur das Beste. Auch wenn wir die Schwierigkeiten sehen, wenn wir glauben, etwas nicht überwinden zu können, wenn wir glauben, scheitern zu müssen, sagt: Nein, ich bin dein Vater und ich habe alle Macht. Ich möchte dich ans Ziel bringen. Einen persönlichen Glauben. Ich möchte diese Gemeinde ans Ziel bringen. Er kann es und er will es tun.
[42:26] Aber in dieser Sache wolltet ihr dem Herrn, eurem Gott, nicht glauben. Hier beschreibt Mose auf den Punkt gebracht, mit schmerzhafter Gründlichkeit, was das eine Hauptproblem war, das Israeliten hatten. Ihnen fehlte es an Glauben. Und ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Glaube ist die eine Bedingung, die uns ewiges Leben geben kann. Und wenn wir Gott nicht glauben, dass er das tun kann, was er gesagt hat, dann können wir noch so viel wissen, da kann man noch so lange Gemeinde gewesen sein, da können wir noch so viele Missionen gemacht haben. Wir eben nicht glauben, dass er das tun kann, weil wir ständig darauf schauen, wie wir bisher gescheitert sind und wie unmöglich uns etwas erscheint. Wenn wir nicht glauben, dass er das tun kann, dann fehlt es uns an rettendem Glauben. Gott kann niemand in das Land Kanaan lassen, der ihm nicht glaubt.
[43:23] Glaubst du ihm auch dann, wenn die Riesen groß sind, wenn die Mauern hoch sind und der Kampf gegen Sünde und Versuchung, gegen schlechte Gewohnheiten ausweglos erscheint? Glaubst du ihm, dass er dir den Sieg geben möchte und ihm schon gegeben hat durch das, was Jesus am Kreuz auf Golgatha getan hat, aufgrund der Verheißungen, die fest bestehen und aufgrund dessen, was er alles schon in der Vergangenheit in deinem Leben getan hat? Glaubst du ihm? Das ist der entscheidende Punkt, wenn es darum geht, das Werk zu beschließen und nach Kanaan zu gehen.
[44:11] Vertraut auf den Herrn und eurem Gott, so könnt ihr getrost sein und glaubt seinen Propheten, so werdet ihr gelingen haben. Im Grunde genommen ist es eigentlich so einfach. Das Problem war, sie glaubten nicht Gott und sie vertrauten nicht auf seine Rettung. Sie glaubten nicht, hatten kein Vertrauen, dass er sie retten kann. So sagt es jetzt 78, Vers 22: Wenn wir Gott nicht vertrauen, dass er uns retten kann, dann können wir diesen Glauben nicht haben. Hier in der Brief 3 heißt es: In welchem Schweiz aber, dass sie nicht um seine Ruhe eingehen sollten, wenn ich denen, die sich weigerten zu glauben. Und wir sehen, dass sie nicht eingehen konnten wegen des Unglaubens.
[44:51] Wenn wir nicht glauben, dass das Blut Jesu von Golgatha mächtig genug ist, uns von der Sünde zu erretten, dann fehlt uns der Glaube, um nach Thailand gehen zu können. Es ist Gottes Sieg, es ist seine Verheißung, sein Tun und Wirken. Alles, was wir tun müssen, ist, wir müssen ihm glauben und entsprechend unseres Glaubens ihm nachfolgen und handeln, mit ihm kooperieren. Das ist alles. Aber daran hängt es und darum geht es und daran scheiterte es hier bei Kadesch-Barnea.
[45:27] Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben. Es gibt nur eine Bedingung, um gerettet zu werden. Das ist echter, rettender Glaube, aber nicht als für wahr halten, nicht ein "Ich weiß schon" oder "Ich habe keine Gegenargumente", sondern ein Vertrauen darauf, dass Gott uns retten wird, dass er das Beste für mich will, dass er mich liebt und ein entsprechendes Handeln und Gehen, das ausdrückt, dass ich wirklich glaube.
[45:54] Erst 33: Der da vor sich her ging auf dem Weg, um euch die Lagerstätten auszusuchen, bei Nacht im Feuer, damit den Weg sehen konntet, auf dem er gehen sollte, und bei Tag in einer Wolke. Gott hatte nicht ab und zu eingegriffen. Er war die ganze Zeit bei ihm gewesen, jeden Tag, jede Nacht, Stunde um Stunde. Waren Israeliten umgeben von Beweisen, dass Gott bei ihnen ist, dass er sie liebt? Und trotzdem glaubten sie nichts.
[46:23] Diese Beweise der Liebe Gottes. Tust du in deinem Leben schon gesehen? Wie oft hast du erlebt, wie er in einem dem eingriff, dich begleitet hat, dich beschützt, sich bewahrt, dir den Weg gewiesen hat? Gott tut das alles, Tag für Tag und Nacht für Nacht.
[46:41] 30 und 35: Daher das Geschrei hörte, Worte hörte, da wurde er zornig und schwor und sprach: Keiner von den Männern dieser bösen Generation soll das gute Land sehen, das ich euren Vätern zu geben geschworen habe. Jetzt war es zu spät.
[47:01] Psalm 95 sagt: So dass ich war in meinem Zorn. Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen. Ohne Glauben konnte man nicht sehen oder ein Vertrauen, Liebe Gottes war ein Sieg unmöglich.
[47:15] Vers 96: Nur Kaleb, der Sohn von Jefunne, er soll es sehen. Und ihm und seinen Kindern will ich das Land geben, das er betreten hat, weil er dem Herrn völlig nachgefolgt ist. Er hatte geglaubt. Er war überzeugt, dass Gottes Liebe ist. Und das zeigt sich in völliger Nachfolge. War ein Jünger, ein echter Jünger.
[47:36] Wir lesen, dass der Filter muss 13. Kaleb aber beschwichtigt das Volk gegenüber Mose und sprach: Lasst uns doch hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir werden es gewiss bezwingen. Die völlige Nachfolge Gottes zeigt sich daran, dass man an den Sieg glaubt. Nicht, weil Kaleb sich selbst für stark erachtet, nicht, weil er Gott was beweisen wollte, sondern weil er den Verheißungen vertraute und glaubte, dass Gott das tun, was er sagt.
[47:59] Wahre Nachfolge zeigt sich daran, dass man an den Sieg glaubt, selbst wenn andere nur Niederlage sehen wollen. Aber meinem Knecht Kaleb, in dem ein anderer Geist ist und er mir völlig nachgefolgt ist, in welchen das Land bringen, dass er gegangen ist und sein Name soll es als Erbe besitzen. Das war der Unterschied. Alle Israeliten hatten die Werke Gottes gesehen. Alle hatten die zehn Gebote gehört. Alle hatten die Schriften Mose, alle hatten das Heiligtum. Aber Kaleb hat einen anderen Geist, erfüllt vom Heiligen Geist. Und deswegen hat er auch in der größten Krise an den Sieg geglaubt, an die Liebe Gottes geglaubt.
[48:33] Und Vertrauen gab ihm Gottes Rettung. Der Heilige Geist in ihm, der mehr Raum gemacht hat, bewirkte, dass er treu blieb, als alle anderen fielen. Wir brauchen den Heiligen Geist.
[48:44] Das Wissen reicht er sich aus. Die Erfahrung der Vergangenheit reichen nicht aus. Wir brauchen diesen Geist, den Charakter hat. Gott hat vorgesehen, dass das Licht der Gemeinde zu nehmen und immer heller leuchten soll bis zum vollkommenen Tag. Kostbare Verheißungen sind dem Volk Gottes unter der Bedingung des Gehorsams gegeben. Wenn ihr wie Kaleb und Josua dem Herrn ganz nachgefolgt werdet, hätte er seine Macht in eurer Mitte groß gemacht. Sünder wären durch euren Einfluss bekehrt und Abgefallene zurückgewonnen worden. Gott sucht noch heute Menschen wie Kaleb und Josua.
[49:24] In Zusammenhang ist es interessant, dass hier in Vers 37 Mose einen Vers 1 schrieb, der thematisch gut passt, obwohl er chronologisch nicht dazu passt. Denn ich hier in 437 erwähnt Mose, dass auch er selbst nicht das Land sehen wird, obwohl das ja chronologisch vom Ereignis sehr, sehr viel später erst passiert ist. Also den Punkt, den Mose machen will vom Volk ist: Niemand wird niemand das Land sehen, weder die meisten Spione, noch das gesamte Volk, nicht einmal Mose selbst.
[49:55] Vers 37 lesen wir auch: Über mich wurde der Herr zornig um euren Willen und sprach: Auch du sollst nicht hineinkommen. Die Geschichte hier natürlich ist dann, was später passierte im HD Voice Apps.
[50:04] 106: Und sie erzählten ihn am Harder Wasser und es ging los. Ist schlecht um ihren Willen, denn sie erbitterten sein Gemüt. So ist er unbedacht redete mit seinen Lippen. Eine Geschichte für sich selbst, die wir hier kurz kommentiert finden. In der Zeit der größten Schwäche attackiert Satan die Seelen mit den heftigsten Versuchungen. So hofft er auch den Sohn Gottes zu überwinden, denn durch diese Taktik hatte er viele Siege über Menschen errungen. Wenn die Willenskraft geschwächt war und der Glaube versagte, dann gaben auch die der Versuchung nach, die lange und tapfer für das Richtige gestanden hatten. Mose ermüdet von den 40 Jahren der Wanderung und dem Unglauben, verlor für einen Moment seinen Halt in der unendlichen Macht. Er versagte ausgerechnet an den Grenzen des verheißenen Landes.
[50:49] Wer nachdenkt, wer die Worte, die uns vor Augen führen, welche große Verantwortung jeder einzelne von uns hat. Aber neben Kaleb sollte es noch einen geben aus der ersten Generation, der das gelobte Land sehen würde.
[51:07] Vers 38: Aber Josua, der Sohn von Nun, der vorher steht, der sollte hineinkommen. Ihnen soll zu stärken, denn er soll es Israel als Erbe auszahlen.
[51:17] Er war der Diener von Mose gewesen, hatte viel mit ihm erlebt und auch er hatte einen anderen Geist, sowie Kaleb. Diese beiden waren die Spione gewesen, die Kundschafter, die tatsächlich an den Sieg geglaubt hatten. Und sie sollten den Sieg auch sehen. Sie mussten aber doch auch die gesamte Zeit mit dem Volk weiterreisen. Gott gründete nicht eine neue kleine Abspaltung, die jetzt zu zwei das Land erobern würde. Das hätte ja Gott auch theoretisch tun können, aber er wollte nicht, dass zwei Glaubenshelden alleine ins Land kamen. Er wollte das gesamte Volk hineinbringen. Und das bedeutete auch, dass die, die schon richtig waren, Johann Kaleb mit dem ungläubigen Volk weiterziehen mussten, geduldig und langmütig, bis die Zeit gekommen war für den Sieg.
[52:10] Vers 39: Und eure Kinder, von denen ihr sagte, dass sie zum Raub werden müssten, und eure Söhne, die heute noch nicht wissen, was gut und böse, sie sollen hineinkommen, ihnen welches geben und sie sollen es in Besitz nehmen. Es ist interessant, dass die Israeliten nicht einmal so sehr gegen eigenen Unglauben bekannten, sondern sich hinter ihren Kindern und den Schwachen versteckten und noch vorgaben, sehr mitfühlend und einfühlsam zu sein, dass man das in den Kindern nicht antun könnte. Wie viel Rebellion heute auch in der Gemeinde wird begründet damit, dass man ja die Gäste schonen will, dass man die Jugendlichen in der Gemeinde halten will. Und man übersieht manchmal, wie Gott an gerade die Jugendlichen und die Gäste benutzt, um die Wahrheiten zu verkündigen, die man so gerne etwas beiseite schieben möchte.
[53:01] Ganz interessant ist das Prinzip, dass wir auch hier in der Bibel finden. Entweder Mose 14 war zu lesen: Und warum führt uns der Herr dieses Land, dass wir durch das Schwert fallen, dass unsere Kinder, unsere kleinen Kinder zum Raub werden? Ist es nicht besser für uns, wenn wir wieder nach Ägypten zurückkehren? Auf diese Geschichte bezieht sich Mose hier in Vers 39.
[53:20] Vers 40: Ihr aber wendet euch und reitet auf zur Wüste, auf dem Weg zum Roten Meer. Diese Formulierung haben wir schon einmal gefunden in Vers 7, da der Gott den Israeliten am Horeb abgesagt: Wendet euch nun und zieht weiter, dass wir zum Bergland der Amoriter kommen. Jetzt heißt es wieder: Wendet euch doch jetzt in die andere Richtung. Jetzt hieß es wieder: Zurück, zurück in die Wüste, zurück Richtung Rotes Meer.
[53:46] Und da haben die Söhne Panik bekommen. Jetzt war ein deutlich: Wir haben die Chance unseres Lebens verspielt. Jetzt, weil bewusst geworden, was ihr Unglaube wirklich bedeutet.
[53:57] Vers 41: Da antwortet er und sprach zu mir: Wir haben gegen den Herrn gesündigt. Ich möchte aus und ein. Halleluja! Sie bekennen ihre Sünde. Der Geist scheint doch noch zu wirken.
[54:08] Was wäre wohl das nächste, was man hätte tun sollen nach dem Bekenntnis: Wir haben gesündigt? Wäre es nicht ein Ausdruck gewesen, dass es nicht an der Zeit gewesen, Ausdruck zum Ausdruck bringen, dass man jetzt Gott gehorchen möchte? Erst gerade gesagt: Zieht in die Wüste zurück. Und so sagen sie hier: Wir haben gegen den Herrn gesündigt. Wir wollen hinaufziehen und kämpfen.
[54:28] Mit anderen Worten, sie bekennen gerade, dass sie Gottes Befehle missachtet haben, um im nächsten Atemzug, im nächsten Satz schon wieder gegen Gott zu regulieren. Es war eine zweifache Rebellion. Als Gott sagte: Geht hinein, wollten sie nicht hinein. Als Gott sagte: Geht zurück, wollten plötzlich hinein. Als Gott sagte: Ja, wollten sie nein. Alles gut, sagt sie nein.
[54:44] Ja, ihr Herz war voll der Rebellion. Auch wir leiden heute unter dieser doppelten Rebellion. Wenn Gott sagt: Tue dies, dann sagen wir: Das können wir nicht, so schwer, das schaffen wir eh nicht. Und wenn Gott sagt: Aber in der Mission, tue dies und dies nicht, ich verbiete das zu tun, da sagen wir: Wir machen es trotzdem. Einfach Gott ist ja nicht so kleinlich, oder?
[55:10] Es gibt eine zweite Rebellion. Rebellion ist, wenn man Gottes klaren Willen nicht tut, oder aber, wenn man gegen Gottes ausdrückliches Verbot trotzdem Dinge tut, vielleicht aus sich selbst heraus. Ja, das kann sehr, übrigens sehr oft auch bei konservativen, bibeltreuen Christen stattfinden, die meinen, etwas tun zu müssen, etwa für den Herrn, was Gott ihnen eigentlich nicht rät, ihnen davon abrät, ihn vielleicht sogar. Und sie glauben, sie müssen die Helden spielen, so wie diese Israeliten.
[55:40] Der Menschen Torheit führt in die Irre. Führt in die Irre und doch tobt sein Herz wieder den Herrn. Genau das sehen wir hier bei den Israeliten.
[55:46] Sie tobten wie den Herrn. Sie beklagten die Folgen der Sünde, nicht die Sünde selbst. Ihr Herz war nicht verändert.
[55:58] Sprich 19:15. Mose 1, Vers 42.
[56:10] Ja, genau. Ich mache es im nächsten Fenster.
[56:18] 41 heißt es dann auch: Und ihr habt alle eure Kriegswaffen umgegürtet und seid leichtfertig in das Bergland hinaufgezogen. Leichtfertig, also ohne Überlegung. Sie wollten jetzt einfach auf eigene aus eigener Kraft das tun, was sie vorher mit Gottes Kraft für unmöglich hielten.
[56:34] Und so lesen wir 14, 42: Aber der Herr sprach zu mir: Sage ihnen, ihr sollt nicht hinaufziehen und nicht kämpfen, denn ich bin nicht in eurer Mitte, damit ihr nicht vor ihren Feinden geschlagen werdet. Gott warnt uns davor, aus eigener Kraft Siege erringen zu wollen, die man nur mit ihm reden kann. Er warnt uns davor.
[56:59] 643: Da sagte Tier: Das sage ich euch, aber ihr gehorcht nicht, sondern lediglich auf gegen den Befehl des Herrn. Schon wieder so, wie es vorher in Vers 26 gelesen haben.
[57:20] Den Befehl des Herrn und wartet vermessen und zuckt in das Bergland hinauf. Die Rebellion bei Kanaan war eine doppelte. Es war die der Unglaube, dass Gott das tun kann, was er sagt, dass Gott Verbindung schenken kann. Und dann war es auch der Versuch, ohne Gott und ohne seine Fassung, aus eigener Kraft diese Überwindung zu schaffen.
[57:40] Könnte es sein, dass auch heute während einer doppelten Rebellion leiden? Das ist doch die einen gibt, die den klaren Verheißungen Gottes, dass die Sünden überwunden werden kann, nicht glauben wollen und es für unmöglich halten. Und es ist dann die anderen gibt, die Fanatiker, die aus eigener Kraft leichtfertig ihr Leben verändern wollen, ohne Gott dabei die Ehre zu geben, die durch eigene Kraft, durch eigene Werke, durch ihre eigenen Club hat sich selbst erheben wollen. Da der gigantischen Schiffbruch erleiden und ebenfalls der Gemeinde großen Schaden beibringen.
[58:14] Die zogen hinauf in das Bergland und wird berichtet, dass es ein Tafel-Land war. Oben standen die Kanaaniter und die Eliten machten sich jetzt auf den Weg hinaufzusteigen. Jeder, der neun wenig Ahnung von militärischer Taktik hat, weiß, wenn der Feind oben auf dem Tafel-Land steht, dann ist ein Angriff von unten der sichere Tod.
[58:34] Die aber waren widerspenstig und betrübten seinen Heiligen Geist. Was wir hier sehen, ist im Grunde genommen ein Beispiel für die Sünde gegen den Heiligen Geist. Egal, was kurz wachsen sie, taten das Gegenteil und fuhren damit völlig gegen die Wand. Denn fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das Fleisch sich dem Gesetz Gottes nicht unterschreibt. Auch nicht die bei fleischlich sind, können Gott nicht gefallen. Und das waren sie.
[58:57] Israeliten mit all dem, was erlebt hatten. Die waren fleischlich und sie konnten einfach nicht akzeptieren, das, was Gott sagte. Sie konnten es im Glauben nicht annehmen. Ihnen fehlte der Geist, von dem Römer 8 noch sehr viel spricht und den Kaleb gehabt hatte. Ihnen fehlt der Geist.
[59:16] Diejenigen, die sich weigern, die Verheißungen Gottes in Anspruch zu nehmen, den fehlt es am Geist. Und diejenigen, die aus eigener Kraft, um sich selbst irgendwie groß darzustellen, versuchen, in eigener Kraft Siege zu erringen über die Sünden und dem Teufel, denn fehlt es an Heiligem Geist. Und all das ist Rebellion in den Augen Gottes.
[59:39] 44: Da rückten die Amoriter aus, die auf jenem Bergland wohnten, euch entgegen und sie jagten euch, wie es die Bienen tun, und sprengten euch ins Ziel bis nach Horner. Es war eine katastrophale Niederlage.
[59:55] Es wird berichtet, die Kanaaniter hatten vor der geheimnisvollen Kraft dieses Volkes zu bewahren schien, nämlich Gott und von den Wundern gehört, die um seinen Willen getan. Darum bauten sie nun eine große Streitmacht auf, um die Eindringlinge zurückzuschlagen. Die Kanaaniter hatten Angst, aber die angreifenden Israeliten waren führerlos, ohne Organisation. Niemand betete, dass Gott ihnen Sieg verleihen möge. Zogen aus mit der verzweifelten Absicht ihres Schicksals zu wenden oder im Kampf zu sterben, aus eigener Kraft, ohne Gottes Hilfe.
[1:00:29] Obwohl kriegs ungewohnt waren, sie doch eine riesige Menge bewaffneter Männer und sie hofften, den Gegner mit einem plötzlichen, ungestümen Angriff zu bewältigen. Vermessen forderten sie den Feind heraus, der es nicht gewagt hatte, sie anzugreifen. So stark war das war die Einschüchterung der Kanaaniter gewesen, wegen der Taten Gottes.
[1:00:53] Weil das war jetzt hinfällig, denn Gott war nicht mit ihnen, als sie einsam, einzeln in Kolonnen versucht, diesen Berg zu erklimmen, während oben die Feinde standen und nur darauf warteten, mit Pfeilen und mit mit mit Felsbrocken zu werfen.
[1:01:06] Die Kanaaniter hatten auf einer auf einer felsigen Hochebene Aufstellung genommen, die man nur in steilem, gefährlichem Aufstieg über beschwerliche Pässe erreichen konnte. Die ungeheure Zahl der Hebräer musste ihre Niederlage nur umso kostbarer machen. Langsam fanden sie sich durch die Bergpfade und setzten sich dabei der den tödlichen Wurfgeschossen ihrer Feinde über ihnen aus.
[1:01:29] In schwere Felsblöcke donnerten herab und bezeichneten den Weg mit dem Blut der Erschlagenen, die den Gipfel erreichen, noch vom Aufstieg erschöpft, wurden unbestimmt angegriffen und unter großen Verlusten zurückgeworfen. Der Kampfplatz war von den Leichen der Toten übersät. Israels er war vollständig geschlagen. Vernichtung und Tod waren die Folgen jenes aufrührerischen Versuchs. Es endete in der totalen Katastrophe.
[1:02:05] 145: Er kehrte Tier wieder um und wartet vor dem Herrn. Aber der Gott, der Herr, wollte eure Stimme nicht führen und neigte sein Ohr nicht zu euch. Sie weinten, aber nicht wegen der Sünde, sondern wegen der Folgen der Sünde.
[1:02:21] So wie Esau, der weint, aber nicht, weil er gesagt hatte, sondern weil er jetzt negative Konsequenzen deswegen hatte. Ihr wisst ja, dass er hernach, also den wegen erben wollte, verworfen wurde, denn er fand keinen Raum zur Buße, obwohl er sie mit Tränen suchte. Gemeint ist eigentlich von der Grammatik Kanaan und der der Segen, den er suchte und nicht die Buße so sehr.
[1:02:37] Die Buße, so sehr er fand keinen Raum zur Buße. Sie wollten sich nicht bekehren. Sie wollten jetzt schon die großen Trauben, aber keine Herzensbekehrung. Und so endet das Kapitel sehr traurig in 4:46.
[1:02:52] So blieb den Kadesch eine lange Zeit, so lange, wie ihr dort bleiben musstet. Das Volk bleibt am Ort, denn die Lage noch lange und lange in Kadesch, wo sich dieses gigantische Drama abspielte, als das Volk Gottes wegen Unglauben, weil es nicht für möglich hielt, dass Gott auch in der Krise noch die Liebe ist, das gelobte Land nicht einnehmen konnte. Gegen diese Rebellion.
[1:03:23] Und dann verschwinden die Spuren des Volkes Israels in der Wüste. Es ist fast so, als ob der Sand der Wüste, der Staub sie einhüllt und für fast 38 Jahre, 39 Jahre hört man fast nichts von ihnen in den Büchern Mose.
[1:03:50] Eine ganze Generation würde zugrunde gehen in der Wüste. Was für eine traurige Botschaft. Doch Gott war mit seinem Volk nicht am Ende. Diese Generation konnte nicht hinein, aber es würde eine nächste Generation geben, die zweite Generation, von der werden wir das nächste Mal hören.
[1:04:11] Denn der Kapitel zwei Studien werden bis dahin. Wünschen wir euch Gottes reichen Segen und wünschen uns, dass wir alle den Glauben des Josua, des Kaleb und darauf vertrauen, dass Gott wirklich bewegt.
[1:04:28] [Musik]
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