Veröffentlicht am
585 Klicks

In dieser Folge von „Fundament des Glaubens“ beleuchtet Boris Bernhard die Bedeutung und Praxis der Taufe. Er erklärt, warum die Taufe ein wesentlicher Schritt im christlichen Glauben ist und wie sie biblisch korrekt durchgeführt wird. Die Lektion thematisiert die Symbolik der Taufe als Tod und Auferstehung mit Christus sowie die damit verbundenen Verpflichtungen zu einem neuen Leben in Gerechtigkeit und guten Werken.


Weitere Aufnahmen

Serie: Fundament des Glaubens

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[5:00] Er hat hier gesagt, die Buße ist nötig und die Taufe ist nötig, die ihr machen solltet. Das heißt, hier hat er eine besondere Betonung auch auf die Taufe gelegt. Wir sehen also, die Taufe ist ein wichtiger Teil in der Wertung der Religion. Wenn ich Christ werden möchte, dann gehört die Taufe dazu.

[5:23] Lasst uns mal schauen, wie wichtig die Taufe für die Erlösung ist. Und da bleiben wir in der Apostelgeschichte, gehen nur ein paar Kapitel weiter, in die Apostelgeschichte, Kapitel 22 und dann Vers 16. Apostelgeschichte, Kapitel 22, Vers 16. Und nun, was zögerst du? Steh auf und lass dich taufen und lass deine Sünden abwaschen, indem du den Namen des Herrn aufrufst. Hier wird die Taufe durch die Bibel mit dem Abwaschen der Sünden verglichen.

[6:02] Und wir finden in der Offenbarung, Kapitel 1, Vers 5, finden wir auch einen Hinweis, was unsere Sünden abwäscht, und das ist das Blut von Jesus. Das heißt, wenn ich die vergebende Gnade von Jesus annehmen möchte, gehört die Taufe dazu. Das sagt diese Stelle aus. Wenn wir Textstelle mit Textstelle vergleichen und sehen, dass die Taufe die Abwaschung der Sünden bewirkt und dass Jesu Blut die Abwaschung der Sünden bewirkt, werden die zwei Dinge in dieser Sache gleichgesetzt. Und jeder wird sagen, ja, Jesu Blut ist notwendig für die Vergebung und für die Errettung.

[6:47] Hier sehen wir, wie wichtig die Taufe ist, um Mitglied im Leib Christi zu werden und im Leib Christi zu sein. Wir dürfen allerdings nicht vergessen, auch hier gibt es Ausnahmen, wie den Schächer am Kreuz. Das heißt, wenn die Möglichkeit dazu besteht.

[7:12] Und jetzt ist die Frage, wie wurde die Taufe vollzogen? Wir haben jetzt gelernt, die Taufe ist wichtig. Deshalb wird sie auch in allen christlichen Denominationen gemacht. Sie wird bei den Katholiken gemacht, sie wird bei den Evangelischen gemacht, sie wird bei den Baptisten gemacht, sie wird auch bei uns Adventisten gemacht. Und die Frage ist, wie soll sie denn durchgeführt werden? Was ist denn die Taufe? Und dazu gibt die Bibel tolle Antworten.

[7:38] Die erste finden wir in Johannes 3, Vers 23, nämlich wie in den Tagen von Jesus getauft worden ist. Johannes Kapitel 3, Vers 23. Aber auch Johannes taufte im Änon, nahe bei Salim, weil viel Wasser dort war. Und sie kamen dorthin und ließen sich taufen. Das heißt, weil dort viel Wasser war, hat er getauft an dieser Stelle. Das heißt, für die Taufe ist viel Wasser nötig.

[8:12] Das griechische Wort Taufe ist das Wort "baptizo" oder "baptiazo" oder "baptizein", was bedeutet ein- oder untertauchen. Unser Wort Taufe kommt auch aus dem althochdeutschen Wort "Taufan", also T-U-U-F-A-N, was auch ein- oder untertauchen bedeutet. Das heißt, die eigentliche Taufhandlung ist eine Sache durch Untertauchen im Wasser. Und das sehen wir auch in den Geschichten. Immer, wo viel Wasser da war, wurde die Taufe gemacht, weil sie ein Ein- oder Untertauchen gemacht werden musste.

[8:59] Und deshalb müssen wir verstehen, was die Taufe überhaupt bedeutet, damit wir sagen können, warum muss die Taufe so stattfinden. Gott hat oft Bilder gegeben, wie er sein Volk lehren wollte. So haben wir das zum Beispiel in der Heiligtumslehre in einem unserer vorigen Studien gelernt, dass Gott ein Bild genommen hat, um seinem Volk etwas beizubringen. Und genauso ist es auch bei der Taufe.

[9:26] Deshalb lasst uns gemeinsam anschauen, was die Taufe symbolisiert und bedeutet. Und dazu gehen wir in Römer Kapitel 6, die Verse 3 bis 5. Römer Kapitel 6, die Verse 3 bis 5.

[10:05] Die Taufe ist eine Beerdigung im Wasser, die auf den Tod hinweist. Es ist nicht der körperliche Tod, von dem hier gesprochen wird, sondern vom Tod der Sünde. Luther hat gesagt, ich wünschte, ich könnte diesen Lump, als er über seinen alten Menschen gesprochen hat, ersäufen, doch er kann schwimmen. Das ist genau dieses Bild, das bei der Taufe gemacht werden soll, dass der alte Mensch stirbt.

[10:42] Ihr kennt schon ein bisschen meine Geschichte. Im Anschluss dieser Reihe werdet ihr auch nochmal mein Zeugnis hören können, wenn euch das interessiert. Und ihr werdet ein bisschen hören, wie ich früher war. Und als ich Jesus kennengelernt habe, habe ich gesagt, ich muss mein Leben ändern. Und ich konnte mein Leben nicht ändern. Ich konnte gewisse Verhaltensweisen ändern und akzeptieren, aber die inneren Zwänge und Dränge, die konnte nur Jesus ändern. Und als er das gemacht hat, habe ich gesagt, der alte Mensch muss sterben, der alte Mensch muss begraben werden.

[11:20] Das heißt, das Bild, das Jesus hier machen will, ist, dass wir begraben werden unter Wasser. Der alte Mensch stirbt und in einem Augenblick kommt er wieder hoch in ein neues Leben, umringt von seinen Freunden in Christus. Das ist das Bild, das Gott geben wollte auf die Auferstehung.

[11:43] Denn wie wir im Zustand der Toten bereits gelernt haben, ist der Tod ein Schlaf. Das heißt, ich bin in einem bewusstlosen Zustand, sobald ich tot bin, wie vor meiner Geburt. Und in einem Schlag, in einem Wimpernschlag danach, egal wie viel Zeit vergeht, das Nächste, was ich mitbekomme, ist, Jesus kommt wieder. Ich werde ihm entgegengehoben werden und alle meine Freunde mit mir. Das ist das, was die Taufe symbolisieren soll. Das ist das, woran wir immer wieder erinnert werden sollen, wenn wir uns taufen lassen. Dass wir auf dieses neue Leben hinzielen, was sein wird, wenn Jesus wiederkommt.

[12:24] Jetzt ist die Frage, was bedeutet das überhaupt, den Sünden zu sterben? Paulus hat das auch im Römerbrief geschrieben, gerade in den Versen davor. Römer Kapitel 6, die Verse 1 und 2. Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde? Das sei ferne. Wie sollten wir, wer der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben?

[12:58] Gott zeigt uns durch seinen Heiligen Geist, was Sünde ist. Und er sagt uns, wir müssen sie bekämpfen. Wir sollen nicht in ihr verharren. Und er möchte uns von der Sünde befreien, indem er sagt, ihr müsst sterben und danach wieder aufstehen.

[13:22] Das heißt, der Tod der Sünde ist gleichbedeutend mit Buße. Das heißt, wenn Jesus sagt, tut Buße, oder Johannes das sagt, dann bedeutet das, sterbt der Sünde. Buße ist letztendlich nur eine Umkehr, eine Gedankenumkehr. Ich habe bisher gesündigt und soll jetzt nicht mehr sündigen. Ich soll der Sünde gestorben sein. Das ist Buße tun. Und das ist täglich neu.

[13:58] Wir sollen täglich neu sterben, weil es ist ein Kampf. Jeder Einzelne, der schon mal versucht hat, gegen die Sünde anzukämpfen, weiß, dass das nicht leicht ist. Sünde kann man am besten vergleichen mit einer Sucht. Ich habe früher viel geraucht und ich habe zig Mal versucht aufzuhören und es nie geschafft, weil das so stark gezogen hat und ich dem nicht mehr widerstehen konnte und dann wieder geraucht habe. Und so ähnlich ist die Sünde.

[14:27] Und wir merken erst, wie stark die Sünde ist, wenn wir uns gegen sie stellen. Wenn wir in einem Fluss schwimmen mit der Stromrichtung, dann merken wir nicht, wie reißend der Strom ist. Erst wenn wir versuchen, gegen den Strom zu schwimmen und anzuschwimmen, merken wir, wie stark dieser Strom ist. Genau das sollten wir verinnerlichen, wenn es darum geht, die Taufe zu besprechen.

[14:53] Und was sind jetzt die Folgen davon, der Sünde abzusterben? Auch hier gibt Paulus wieder Ausfluss in den nächsten Versen, in den Versen 6 und 7. Römer, Kapitel 6, die Verse 6 und 7. Wir wissen ja dieses, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodass wir der Sünde nicht mehr dienen. Denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen.

[15:25] Und ich möchte dazu noch 1. Petrus, Kapitel 2, Vers 24 lesen. 1. Petrus, Kapitel 2, Vers 24. Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen, auf dem Holz, damit wir den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben müssen. Durch seine Wunden sind wir heil geworden.

[15:47] Und ich möchte mit euch noch einen Text lesen in der Apostelgeschichte. Apostelgeschichte, Kapitel 26, die Verse 19 und 20. Daher, König Agrippa, bin ich der himmlischen Erscheinung nicht ungehorsam gewesen, sondern ich verkündige zuerst denen in Damaskus und in Jerusalem und dann im ganzen Gebiet von Judäa und auch den Heiden, sie sollten Buße tun und sich zu Gott bekehren, indem sie Werke tun, der der Buße würdig sind.

[16:21] Das heißt, der Sünde sterben bedeutet nicht mehr Knecht der Sünde zu sein. Wir wissen aus der Bibel, dem, dem ihr euch unterwerft, dessen Knecht seid ihr. Sei es der Sünde zum Ungehorsam oder Gott zur Gerechtigkeit oder zum Gehorsam.

[16:39] Das heißt, der Sünde sterben ist mit Gehorsam verbunden. Und es ist mit noch etwas verbunden. Das heißt, wir sollen ein rechtschaffendes Leben führen. Wir sollen nicht für unser Recht einfach durchdrücken und durchkämpfen, so wie es aktuell in Deutschland der Fall ist. Jeder Einzelne klagt sein Recht durch, anstatt zu sagen, wir finden einfach eine Lösung gemeinsam. Nein, jeder pocht auf sein Recht und will das durchsetzen und die Zwischenmenschlichkeit bleibt auf der Strecke.

[17:14] Buße und den Sünden abzusterben hat dieselbe Folge. Deshalb ist es dasselbe Ereignis und die Folge ist, gute Werke zu tun. Jakobus sagt, der Glaube ist tot, wenn er keine Werke hat. Das bedeutet, sich zu Christus zu bekennen, bedeutet gleichzeitig, sich aufzuopfern, so wie er das getan hat.

[17:43] Ich habe ein schönes Zitat einmal gelesen, was Jesus Dienst auf der Erde symbolisiert und charakterisiert und beschreibt. Jesus hat ein Leben für andere geführt. Das heißt, er war sich selber nicht wichtig. Er hat für uns gelebt. Und das ist das, was er in uns bewerkstelligen möchte, dass ich für euch lebe.

[18:11] Und ich muss euch sagen, Jesus hat angefangen. Er ist noch lange nicht fertig. Ich habe noch viel von dem Ich in mir, aber ich führe täglich diesen Kampf, damit das weniger wird. Und ich kämpfe aktiv dagegen und sage nicht, okay, das wird schon irgendwie funktionieren.

[18:32] Das ist eine Sache, die äußerst wichtig ist, der Sünde abzusterben und wirklich die guten Werke zu tun. Warum? Weil jeder, der von außen gesehen hat, der Boris, der hat sich jetzt als Christ bekannt. Mal gucken, wie er jetzt ist. Sie haben ganz genau hingeschaut und sie haben gesagt, der Boris ist authentisch. Er war früher so und ist jetzt plötzlich ganz anders. In was für einer Sekte ist er denn da gelandet? Und sie haben geguckt und geguckt und geguckt und merken, das bin ich, meine innere Motivation hat sich geändert. Und dadurch wurden sie zu Christus gezogen.

[19:14] Es ist wunderschön, das zu beobachten. Und es wäre nicht möglich, wenn ich weiterhin für mich gelebt hätte. Dass wenn Freunde mich anschreiben und sagen, du, Boris, ich brauche Hilfe und ich schreibe, du, keine Zeit, ich muss Videos machen oder ich muss von Tür zu Tür gehen oder ich muss dahin und dorthin. Nein, auch wenn ich müde bin, ich nehme mir die Zeit, um Menschen zu helfen. Warum? Weil Gott mir die Kraft gibt und weil ich diese Menschen zu Christus führen möchte. Das ist mein innerer Wunsch.

[19:50] Das bedeutet nicht, dass ich das verlange von ihnen, dass ich nur nett zu ihnen bin, damit sie das tun. Aber ich bin nett zu ihnen, damit sie die Einladung bekommen. Und ob sie sie annehmen oder nicht, das liegt nicht an mir.

[20:07] Und Jesus gab uns immer ein Beispiel, ihm nachzufolgen. So auch bei der Taufe. Lasst uns gemeinsam Matthäus Kapitel 3 Vers 13 aufschlagen. Matthäus Kapitel 3 Vers 13. Da kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Jesus gibt uns ein Beispiel, indem er sich hat taufen lassen und wir sollen ihm allen nachfolgen.

[20:32] Und wenn jemand stirbt, dann ist es das Beste, sich begraben zu lassen. Das heißt, die Taufe ist das Beste, was ein reumütiger Sünder tun kann. Und lasst uns gemeinsam die Erfahrung anschauen, die bei dieser Begrabung in Christus stattfindet, bei dieser Taufe stattfindet.

[20:57] Das Erlebnis finden wir in Römer Kapitel 6, die Verse 6-8 noch mal. Das ist das, was wir vorhin gelesen haben. Wir lesen es aber noch mal. Wir wissen ja dieses, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodass wir der Sünde nicht mehr dienen. Denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen. Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.

[21:25] Und den nächsten Text, den finden wir in Kolosser Kapitel 2, Vers 12. Kolosser Kapitel 2, Vers 12. Da ihr mit ihm begraben seid in der Taufe, in ihm seid ihr auch mit auferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten erweckt hat.

[21:47] Das ist die Erfahrung, die wir machen, als begraben werden. Das heißt, ein neues Leben beginnt. Der, der vor der Taufe da war, den gibt es nicht mehr. Es ist ein neuer Mensch geworden. Das ist oftmals die Tauformel, siehe eine neue Kreatur. Alles ist neu geworden. Und das ist die Erfahrung, die man macht bei der Taufe. Nicht, weil die Taufe irgendwie einen magischen Moment hat, sondern weil das vorher schon passiert ist im Herzen und die Taufe einfach diesen Neuanfang symbolisiert.

[22:25] Deshalb ist es auch wichtig, dass nicht jeder einfach so getauft werden darf. Es gibt Kriterien, es gibt Punkte. Denn wenn jemand weiter sündigen möchte und sagt, die Sünde ist doch so schön und sich dann taufen lässt, dann haben wir keinen wiedergeborenen oder neugeborenen Christen, sondern wir haben nur nassen Sünder. Deshalb ist es so wichtig, sich selber zu prüfen, ob man sich taufen lassen möchte.

[23:08] Und was bedeutet es jetzt, ein neues Leben zu führen? Das werden wir uns wieder zwei Texte anschauen, beide im Galaterbrief. Galater, Kapitel 3, den Vers 27. Galater, Kapitel 3, Vers 27. Denn ihr alle, die ihr in Christus hineingetauft worden seid, ihr habt Christus angezogen. Und in Galater, Kapitel 2, Vers 20.

[23:52] Was bedeutet das jetzt? Was bedeutet es, Christus anzuziehen? Was bedeutet es, wenn wir sagen, nicht mehr ich selbst lebe, sondern Jesus lebt in mir?

[24:04] Als ich noch in die Schule gegangen bin, das ist gut 15 Jahre her, dort gab es so Gummiarmbänder. Da stand drauf WWJD. Ich bin kein großer Fan davon, auch heute noch nicht. Aber der Sinn dahinter, der ist faszinierend. Was würde Jesus tun? Das ist die Fragestellung eines Christen.

[24:35] Das heißt, wenn ich mich irgendwie entscheide, was ich esse, wann ich ins Bett gehe, was ich mir anschaue, mit wem ich spreche, wie ich spreche, jedwede Entscheidung, wie würde Jesus entscheiden? Und indem ich ihm nachahme, treffe ich seine Entscheidungen. Das ist ganz natürlich. Das bedeutet, die Entscheidung, die er treffen würde, werde ich treffen. Das ist die Idee dahinter. Das ist die Folge der Taufe. Das bedeutet es, ein neues Leben zu führen.

[25:19] Und so können wir uns auch vorstellen, wie bei Popstars zum Beispiel. Fans hängen sich ihre Popstars überall an die Wand. Und sie fangen an, so zu reden wie sie, sich so anzusehen wie sie, die Frisuren zu machen wie sie. Sie wollen möglichst so sein. Und so sollte es eigentlich bei uns Christen sein.

[25:44] Das ist die Frage, auf welchen Namen sollen wir getauft werden? Die Taufformel ist auch wichtig. Und das finden wir in Matthäus, Kapitel 28, Vers 19. Matthäus, Kapitel 28, und dann den Vers 19. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes.

[26:10] Warum sind die drei angesprochen? Weil jeder Einzelne eine Rolle im Erlösungsplan spielt. Der Vater spielt eine Rolle im Erlösungsplan. Der Sohn spielt eine Rolle im Erlösungsplan. Und der Heilige Geist spielt auch eine Rolle im Erlösungsplan. Diese drei arbeiten zusammen, damit ich gerettet werden kann. Deshalb soll ich auf ihren Namen getauft werden.

[26:34] Und wir wissen, was der Name bedeutet, nämlich den Charakter. Das werden wir noch mal tiefer studieren. Aber wenn ich den Charakter von Gott immer mehr widerspiegele, das ist die wahre Folge der Taufe. Das ist das, was Gott in uns erreichen möchte.

[26:51] Das heißt, was ist die ganz selbstverständliche Folge der Taufe? Das ist das, was Gott in uns erreichen möchte. Das heißt, was ist die ganz selbstverständliche Folge der Taufe?

[27:03] Lass uns dazu 1. Korinther, Kapitel 12, die Verse 12 und 13 aufschlagen. 1. Korinther, Kapitel 12, die Verse 12 und 13. Denn gleich wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des einen Leibes aber, obwohl es viele sind, als Leib eins sind, so auch der Christus. Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hineingetauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie. Wir sind alle getränkt worden in einem Geist.

[27:43] Das heißt, der Heilige Geist spielt eine wichtige Rolle bei der Taufe, weil wir in einen Geist hineingetauft worden sind. Paulus drückt sich hier am Anfang wieder ein bisschen komplizierter aus. Das heißt, der kleine Finger ist kein Daumen und der Daumen ist kein Auge. Und das Auge ist kein Knie. Das heißt, obwohl die Dinge völlig unterschiedlich sind, im Aussehen und in der Funktion und in der Empfindlichkeit, gehören sie doch alle zu einem Leib.

[28:20] Und so ist es auch bei uns in der Gemeinde, dass zu Christus Kirche wirklich viele Menschen gehören, die völlig unterschiedlich sind, die völlig unterschiedliche Aufgaben haben, die unterschiedlich robust sind und trotzdem gehören wir alle zu einem Leib. Und wenn wir ein Leib in Christus sind, bedeutet das, wir sind eine Familie in Christus. Wir gehören alle zu ihm.

[28:48] Und das hilft uns beim Richten über unsere Geschwister oder über andere Menschen. Vielleicht haben sie eine ganz andere Aufgabe. Wenn jeder treu Gott so nachfolgt, wie Gott ihm das zeigt und wir den anderen dann machen lassen, wenn wir sehen, er verstößt gegen nichts, was die Bibel sagt, dann sollten wir ihn, wenn wir ihn nicht unterstützen können, aber zumindest gewähren lassen.

[29:21] Warum sage ich das? Ich habe eine Schwester, die ist momentan auf einer Missionsschule. Und sie und ich, wir passen charakterlich überhaupt nicht zusammen. Sobald wir uns sehen, weint einer. Und das bin meist nicht ich. Ich bin so ein bisschen ein Grobschlächtiger. Wer sich mit mir unterhält, der merkt das schnell, dass ich einfach manche Dinge ein bisschen direkter sage. Sage ich, das fand ich jetzt nicht so gut, aus dem und dem Grund. Und diese Schwester ist so zart beseitet. Sie sieht dann, dass sie was falsch gemacht hat, sie will nichts falsch machen und ist dann tief traurig und fängt an zu weinen. Und das belastet mich wieder, weil ich denke, was habe ich denn getan?

[30:10] Das heißt, unser Typ ist so unterschiedlich und unsere Kommunikation funktioniert nicht. Und deshalb könnten wir niemals zusammenarbeiten, also eng zusammenarbeiten über einen längeren Zeitraum. Aber ich schätze sie sehr als Schwester und finde toll, was sie macht. Und so ist es auch hoffentlich umgekehrt. Sie hat es mir noch nie gesagt, aber die Hoffnung stirbt zuletzt an der Stelle.

[30:39] Die Taufe deutet den Tod an. Und das finden wir nochmal in Kolosser 3, die Verse 1 und 2. Kolosser Kapitel 3, die Verse 1 und 2. Dort steht, wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.

[31:08] Die Taufe ist eine öffentliche Entscheidung. Es geht darum, für Christus aufzustehen. Und es geht darum, nach dem zu trachten, was oben ist. Das heißt, ich möchte nicht Reichtümer auf dieser Welt sammeln, sondern Reichtümer im Himmel sammeln. Was das genau bedeutet, werden wir noch gemeinsam studieren, in drei oder vier Studien. Aber das ist das, was die Taufe symbolisiert. Dass ich sage, diesen weltlichen Lüsten, den bin ich gestorben. Und ich möchte ein neues Leben anfangen. Ein Leben in Reinheit. Ein Leben mit neuen Aufgaben.

[31:49] Und ich möchte mit euch noch einen letzten Text für heute lesen. In Apostelgeschichte, Kapitel 8, die Verse 35 bis 39. Apostelgeschichte, Kapitel 8, die Verse 35 bis 39. Da tat Philippus seinen Mund auf und begann mit dieser Schriftstelle und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus. Als sie aber auf dem Weg weiterzogen, kamen sie zu einem Wasser. Und der Kämmerer sprach, siehe, hier ist Wasser. Was hindert mich getauft zu werden? Da sprach Philippus, wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt. Er antwortete und sprach, ich glaube, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Und er ließ den Wagen anhalten und sie stiegen beide in das Wasser hinab. Philippus und der Kämmerer. Und er taufte ihn. Als sie aber aus dem Wasser heraufgestiegen waren, entrückte der Geist des Herrn den Philippus und der Kämmerer sah ihn nicht mehr. Dann zog er voll Freude seines Weges.

[32:51] Jesus anzugehören bedeutet, seine Prioritäten ändern zu lassen. Wer der Sünde gestorben ist, sollte sich begraben lassen und in Christus wieder auferstehen.

[33:04] Das Kriterium, was damals war, nämlich dass man glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, ist heute nicht mehr ausreichend. Das war das Kriterium der Zeit. Das Kriterium der Zeit war, Jesus anzuerkennen als den Erlöser. Manche Theologen bezeichnen das als aktuelle Wahrheit oder als momentane Wahrheit. Das bedeutet, dass sie nicht jetzt wahr ist und an anderen Stellen falsch ist, sondern dass sie jetzt ein Prüfstein ist. So wie bei der Mahlzeichen des Tieres Krise, der Sabbat seine wirkliche Wichtigkeit erhält. Weil wenn man dann sich gegen den Sabbat entscheidet, man das Mahlzeichen des Tieres annimmt und keine Rettung mehr hat. Das wird dann die Wahrheit werden für diese Zeit. Dann bedeutet es, das anzunehmen. So war für die Zeit von damals, Jesus als den Messias anzunehmen und zu erkennen. Weil die christliche Gemeinde langsam wachsen sollte und Gott etwas mit dieser Gemeinde vorhatte und geplant hatte. Das haben wir im Laufe der Studien auch gemeinsam geklärt.

[34:21] Meine Frage ist, hast du gemerkt, wie sich deine Prioritäten geändert haben? Im Laufe dieser Bibelstudien hast du gemerkt, was in den Augen Gottes von dir verlangt ist? Hast du gemerkt, wie eine Sehnsucht in deinem Herzen größer geworden ist? Und hast du beschlossen, der Sünde zukünftig Nein zu sagen und ein neues Leben in Christus zu führen?

[34:49] Vielleicht gehörst du einer der Landeskirchen an und sagst, ich bin doch schon getauft, als Baby. Dann muss ich dich fragen, wurde es durch Untertauchen gemacht? Dass diese kräftige Symbolik da war? Und hast du damals die Entscheidung getroffen, dass der alte Mensch nicht mehr existieren soll und du jetzt ein neues Leben in Christus führen möchtest?

[35:25] Die Taufe sollte freiwillig sein, weil das das Wesen Gottes ist. Das heißt, es braucht eine eigenständige Entscheidung. Und wenn du in einer Landeskirche getauft wurdest, hattest du nie die freie Entscheidung, das zu tun oder zu lassen. Du hast dein Leben danach nicht geändert. Wir auch. Du hattest kein Bewusstsein dafür. Und diese Taufe wurde nicht durch Untertauchen gemacht. Sie ist daher keine Taufe oder Taufahn, sondern sie ist lediglich ein Kind nass machen.

[36:01] Es ist ein Ritual, das keinerlei Bedeutung hat vor Gott. Das ist wie die Pharisäer, die gesagt haben, Gott hat gesagt, du sollst nichts Unreines essen, aber wir sagen, du musst dir die Hände rituell reinigen. Ansonsten wird das, was du isst, unrein. Sie haben also gesagt, wir werden im Kampf gegen die Sünde die Latte noch höher setzen, um ja nichts falsch zu machen und haben damit genau dem entgegen gehandelt, was Gott wollte.

[36:29] Und so haben es auch die Kirchen gemacht, dass sie gesagt haben, wir machen keine Taufe mehr durch Untertauchen, sondern wir machen eine Taufe durch Besprengen. Und wer in Pisa war, kennt jeder den schiefen Turm, aber direkt daneben ist ein Gebäude mit einem großen Taufbecken, was noch mit Untertauchen war, einer der ganz alten Kirchen. Erst so um das Jahr 1000 bis 1200 herum wurde die Taufe ersetzt von Untertauchen zu Besprengen.

[37:02] Einfach aus Bequemlichkeitsgründen heraus. Und es hat angefangen, nicht mehr Erwachsene zu taufen, sondern Babys zu taufen, aufgrund der Angst der Vorhölle oder der Hölle und der Himmelsqualen, diese Folge der Theologie der unsterblichen Seele. Denn wenn ein Baby stirbt, was passiert dann, wenn es nicht getauft wurde, nicht in Christus ist? Dann ist es ja verloren. Deshalb müssen wir es in Christus taufen, damit es errettet werden kann. Das zeigt ein falsches Bild von Gott.

[37:34] Und dieses Bild nehmen die Kirchen heute noch. Warum? Weil es Tradition ist. Daher, lieber Zuschauer, wenn du erkannt hast, dass du noch nicht getauft worden bist und dass du dein Leben ändern möchtest und du glaubst, dass Jesus Christus dich erretten möchte, dass die Charakteränderung wichtig ist für unsere heutige Zeit, bitte ich dich, dort wo du bist, aufzustehen und einem Versprechen Gott gegenüber zu machen, dass du dich taufen lassen möchtest.

[38:14] Lass uns dieses Versprechen gemeinsam mit einem Gebet abschließen. Lieber Vater im Himmel, vielen Dank, dass du uns gezeigt hast, wie wichtig die Taufe ist, wie sie durchgeführt wird und wozu sie in unserem Leben wichtig ist. Welche Entscheidung wir bei dieser Taufentscheidung tragen und welche Folgen das hat. Herr Land, wir danken dir, dass du uns darüber nicht im Unklaren lässt. Wir bitten dich, dass du uns hilfst auf unserem Lebensweg und dass du unsere Entscheidung gnädig annimmst, dass wir uns taufen lassen möchten. Herr Land, dass du uns die Möglichkeit gibst, das durchzuführen. Herr Land, wir möchten zu dir gehören und wir danken dir für deine Geduld und deine Liebe und deine Gnade. So bitten wir im kostbaren Namen von Jesus. Amen.

[39:15] Ich verabschiede mich für diese Woche und lade euch ein, beim nächsten Studium wieder dabei zu sein. Es geht um das Thema Nummer 24, die Gesundheit. Wir werden uns anschauen, wie im Alten Testament und im Neuen Testament mit Krankheiten umgegangen worden ist und was Gott dazu meint über Krankheit und Tod usw. Wir sagen, naja, es muss halt so sein. Und wir werden uns anschauen, welche geistliche Komponente unser körperliches Wohlbefinden hat. Deshalb bleibt gespannt. Ich wünsche euch eine gesegnete Woche und eine gute Zeit. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


Lizenz

Copyright ©2018 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.