[0:00] Herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir sind im vierten Quartal 2018 und Lektion Nummer 5 ist heute: Wie die erste Gemeinde Einheit erlebte. Es ist ganz interessant, dass wir uns gerade in diesen Tagen über Einheit austauschen, wo doch so viel auch in unserer Gemeinde gerade los ist, wo es wirklich um Einheit geht.
Nun, der Merkvers, um den es geht, den finden wir in Apostelgeschichte 2, Vers 42. Als es da heißt: „Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten.“ Da wird wirklich Gemeinschaft gezeigt, wie die erste Gemeinschaft entstand und wie sie zusammenhielt und was sie gemacht haben. Und das ist ein schönes Bild für Gemeinde, wie Gemeinde sein soll.
Und heute wollen wir uns damit beschäftigen, und es wäre schön, wenn wir gemeinsam mit einem Gebet anfangen können. Unser lieber Vater im Himmel, wir sind dir dankbar dafür, dass wir gemeinsam dieses Thema studieren dürfen. Und wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist bei uns ist, damit du unser Lehrer bist und du uns hilfst, alles in rechter Weise zu verstehen und dein Name verherrlicht wird. Hab Dank dafür. Im Namen Jesu. Amen.
Und wir wollen anfangen mit unserem Sonntagsthema, war es ja in unserer Lektion. Wir beginnen Apostelgeschichte, Kapitel 1 und lesen die Verse 12 bis 14. Apostelgeschichte 1, 12 bis 14. Hier heißt es: „Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berg, welcher Ölberg heißt, der nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg entfernt. Und als sie hineinkamen, gingen sie hinauf in das Obergemach, wo sie sich aufzuhalten pflegten, nämlich Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus und Simon der Zelot und Judas, der Sohn des Jakobus. Diese alle blieben beständig und einmütig im Gebet und Pflegen, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu und mit seinen Brüdern.“
Nun, vom Ölberg zurück kamen sie jetzt. Christus war gerade in den Himmel aufgefahren, und die Jünger kommen jetzt zurück und gehen wieder nach Jerusalem und treffen sich in diesem Obergemach, wo sie auch schon vorher waren, auch schon mit Christus. Und diesmal ohne ihren Meister, ohne ihren Lehrer und den Herrn, den sie so sehr geliebt haben. Dort treffen sie sich jetzt, sind die Jünger, ihre Frauen sind dabei und auch die Brüder von Jesus sowie seine Mutter Maria. Die alle sitzen jetzt also in diesem Obergemach und sie tauschen sich aus, unterhalten sich über das, was vorgefallen ist und wie es weitergehen wird.
Es ist interessant beschrieben, wenn wir in „Gute Nachricht für alle“ von Ellen White auf Seite 27, Abschnitt 1 bis 3 lesen. Ich möchte mal vorlesen. Ellen White schreibt hier über diesen Austausch der ersten Geschwister: „Oh, könnten sie doch die vergangenen drei Jahre noch einmal durchleben. Wie anders würden sie handeln. Könnten sie doch Jesus noch einmal sehen, wie sehr würden sie sich bemühen, ihm ihre innige Liebe zu zeigen. Wie aufrichtig bereuten sie, ihn je durch ein Wort oder eine Tat des Unglaubens betrübt zu haben. Doch sie trösteten sich mit dem Gedanken, dass ihnen vergeben war. Und sie waren entschlossen, ihren Unglauben so weit wie möglich durch ein mutiges Bekenntnis vor der Welt wiedergutzumachen. Ernsthaft beteten die Jünger um die Befähigung, Menschen aufzusuchen und in ihrem täglichen Umgang Worte aussprechen zu können, die Sünder zu Christus führten. Alle Meinungsverschiedenheiten und alle Streben nach Vorrangstellung gaben sie auf und schlossen sich zu einer wahrhaft christlichen Gemeinschaft zusammen. Sie kamen Gott immer näher und dadurch wurde ihnen deutlich, welch ein Vorrecht sie genossen hatten, mit Christus einen so engen Umgang zu haben. Trauer überkamen sie, als sie darüber nachdachten, wie oft sie ihn betrübt hatten, weil sie so schwer von Begriff gewesen waren und weil sie seine Lehren so schlecht verstanden hatten, die er ihnen zu ihrem Besten erteilen wollte. Diese Tage der Vorbereitung waren Tage gründlicher Selbstprüfung. Die Jünger spürten ihre geistliche Not und baten den Herrn um die Salbung von dem, der heilig ist, und für das Werk der Seelenrettung tauglich zu werden. Sie erbaten den Segen nicht nur für sich selbst, denn sie verspürten die Dringlichkeit der Aufgabe, Menschen zu retten. Sie erkannten, dass das Evangelium in die Welt getragen werden musste. Deshalb sehnten sie sich nach der Kraft, die Christus verheißen hatte.“
Was Schwester White hier beschreibt, was sie gesehen hat, diese erste Gemeinschaft, wie sie in diesem Obergemach zusammenkam, ist ein gutes Bild dafür, was passieren muss, damit der Frühregen kommt. Sie kamen in dieser Gemeinschaft zusammen und sie bereiteten sich vor. Es war die Vorbereitungszeit auf den Frühregen. Sie waren eine Gemeinschaft, und als sie das waren, gab es keine Vorrangstellung mehr bei ihnen. Als sie so zusammenkamen, dann kurze Zeit später fiel der Frühregen. Sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und auf diese Art und Weise konnte das Evangelium mächtig vorangebracht werden.
Nun, auch heute können wir so ein Wunder erleben, denn wenn wir in Psalm 133 lesen, da gehen wir mal zusammen hinein. Psalm 133, dieser berühmte Psalm, der über die Ausgießung des Frühregens spricht. David hat es damals geschrieben und es heißt hier: „Siehe, wie fein und wie lieblich ist es, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind.“ Im ersten Vers schon heißt es hier: „Fein und lieblich, wie schön ist es, wenn Brüder zusammenkommen. Wie das feine Öl auf dem Haupt, das herabfließt in den Bart, den Bart Aarons, das herabfließt bis zum Saum seiner Kleider, wie der Tau des Hermon, der herabfließt auf die Berge Zions, denn dort hat der Herr den Segen verheißen, Leben bis in Ewigkeit.“
Also hier wird verglichen, wie schön ist es, wenn Brüder so zusammenkommen, wenn sie in Einheit sind, wenn sie in Liebe zusammenkommen, wenn sie eins sind. Einträchtig heißt es hier. Es ist so, wie wenn das Öl ausgegossen wird. Das Öl ist ja ein Symbol, was hier steht, dieses Ausgießen dieses Öles ist ein Symbol für das Ausgießen des Geistes. Und hier damals war die Salbung Christi beschrieben und wie der Frühregen, also am Pfingsttag der Geist auf die Jünger fiel. Und dennoch können wir hier sehen, es hängt zusammen. Also die Gemeinschaft, dann dieses Ausgießen des Geistes und dann der große Segen. Und genau das, was damals passiert ist im Frühregen, das können wir auch im Spätregen erwarten.
Damit der Spätregen kommt, also die nochmalige große Ausgießung des Geistes, wie damals zu Pfingsten, aber eben nicht der Früh-, sondern der Spätregen, damit das passiert, muss vorher diese Gemeinschaft bestehen. Vorher muss die Gemeinde eins sein. Es gibt so eine schöne Version von Ellen White in „Christus kommt bald“ auf Seite 42 und 43. Da hat sie das beschrieben, wie es zu ihrer Zeit hätte sein können. Und ich möchte es mal vorlesen. Sie hatte das damals an die Generalkonferenz, auf der Sitzung der Generalkonferenz 1913 hatte sie das vorgetragen und sie hatte ein Bild gehabt von der Generalkonferenz von 1901.
In „Christus kommt bald“, Seite 42, 43 lesen wir, es ist überschrieben: „So hätte es sein können.“ Sie schreibt: „Einmal saß ich gegen Mittag da und schrieb auf, was auf der letzten Generalkonferenz, also 1901, hätte erreicht werden können, wenn die Männer in den Vertrauensstellungen Gottes Willen und Weg befolgt hätten. Die, die großes Licht hatten, sind nicht in diesem Licht gewandelt. Die Versammlung war zu Ende und der Durchbruch war nicht geschehen. Männer demütigten sich nicht vor dem Herrn, wie sie es hätten tun sollen, und der Heilige Geist wurde nicht ausgegossen.“
„Als ich soweit geschrieben hatte, verlor ich das Bewusstsein und mir schien, als erlebe ich die Vorgänge in Battle Creek. Wir waren im großen Saal des Tabernacles versammelt. Ein Gebet wurde gesprochen, ein Lied gesungen, dann kam noch ein Gebet. Es war ein tief ernstes Flehen zu Gott. Die Versammlung stand ganz klar unter der Gegenwart des Heiligen Geistes. Keiner schien zu stolz zu sein, um aus vollem Herzen ein Bekenntnis abzulegen, und die einflussreichen Männer gingen hier mit gutem Beispiel voran, obwohl sie vorher nicht den Mut gehabt hatten, ihre Sünden zu bekennen. Es herrschte eine große Freude, wie man sie nie zuvor in diesem Gebetshaus erlebt hatte. Dann kam ich wieder zu Bewusstsein und eine ganze Zeit lang konnte ich mich nicht erinnern, wo ich war. Mein Schreibzeug hatte ich immer noch in der Hand. Dann hörte ich die Worte: ‚So hätte es sein können. Der Herr wartete darauf, all dies für sein Volk zu tun. Der ganze Himmel wartete darauf, sich seinem Volk gnädig zu zeigen. Ich musste daran denken, wo wir hätten sein können, wenn auf der letzten Generalkonferenz gründliche Arbeit geleistet worden wäre. Tief beeindruckt war ich von Zehn, die ich neulich während der Nacht sah. Eine große Bewegung, ein Werk der Erweckung schien an vielen Orten stattzufinden. Unsere Leute fanden sich einmütig zusammen und antworteten so auf Gottes Ruf.“
Was Schwester White gesehen hat in dieser Vision, war die Generalkonferenz damals von 1901. Damals schreibt sie, die Männer, die dort versammelt waren, sie demütigten sich nicht vor Gott. Sie machten ihre Arbeit, wie man sie als Gemeinde halt macht, diskutierten die theologischen und religiösen Themen, die Gemeindeanliegen, vielleicht auch die Gemeindepolitik. Aber es war keine Demütigung im Herzen. Sie demütigten sich nicht vor Gott. Hätten sie das getan, schreibt Ellen White, wäre der Heilige Geist ausgegossen worden und dann wäre Großes geschehen.
Und in ihrer Vision beschreibt sie es so ein bisschen. Sie mussten, damit der Geist ausgegossen wird, mussten sie in Einheit zusammenkommen. Das heißt, sie mussten einander die Sünden vergeben. Sie mussten zusammengeschweißt werden als eine Einheit, als eine Gemeinde. Und hätten sie das gemacht, wäre 1901 der Geist ausgegossen worden. Aber so kam es nicht. Aber noch heute warten wir darauf. Wenn wir wollen, dass der Spätregen ausgegossen wird, müssen wir genau das tun. Wir müssen in Einheit zusammenkommen.
Und deswegen auch diese Lektion, die wir jetzt gemeinsam miteinander betrachten, in diesem ganzen Quartal, also die Einheit der Gemeinde, die Einheit in Christus. Wir gehen mal weiter in unsere Lektion zum Montagsthema, das da heißt: „Von Babel nach Pfingsten.“ Und wir lesen hierzu mal Apostelgeschichte 2 und hier die ersten fünf Verse. Apostelgeschichte 2, 1 bis 5. „Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen. Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden, gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, aus allen Heidenvölkern unter dem Himmel.“
Es ist interessant, was hier passierte. Als die Gemeinde einträchtig, einmütig zusammenkam, entstand plötzlich dieses Brausen und plötzlich fiel dieser Frühregen. Und was passierte dann? Es war jede Menge Volks anwesend dort in Jerusalem und es waren gottesfürchtige Männer aus allen Heidenvölkern. Projizieren wir das mal in den Spätregen. Die Gemeinschaft kommt zusammen in Einheit und was dann passiert? Der Spätregen wird ausgegossen und das Wort geht an alle gottestreuen Menschen in der ganzen Welt, in allen Gemeinden, in allen Kirchen, über alle Konfessionen, und die Menschen werden zur Umkehr gerufen zu Christus. Eine Riesenbewegung beginnt.
Das ist das, was wir den lauten Ruf nennen. Den lauten Ruf kennen wir ja aus der Bibel, aus Offenbarung 18. Wir lesen mal Vers 1 und Vers 4. Offenbarung 18, Vers 1 und Vers 4. „Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.“ Nun, dieser Engel hier, das ist die Bewegung im Spätregen. Das ist der laute Ruf, was jetzt passiert. Was sagt denn der? Wir gehen mal zu Vers 4. „Ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt.“
Nun, hier werden die Menschen rausgerufen aus Babylon, also aus dem gefallenen religiösen System. Sie werden zur Umkehr und in die Nachfolge Jesu gerufen, und das passiert, wenn der Geist ausgegossen ist. Dann gibt es eine riesige Erweckungsbewegung, so wie damals im Frühregen. Noch größer wird die Bewegung sein, die uns im Spätregen erwartet. Aber um dahin zu kommen, muss die Gemeinde eins werden. Wir müssen in Einheit zusammenkommen.
Das ist auch das, was der Teufel um jeden Preis verhindern will, dass Einheit in der Gemeinde herrscht. Er versucht in jeder Gemeinde, ob in der kleinen Ortsgruppe oder einer großen Generalkonferenz, er versucht dort Zwietracht zu säen, damit die Geschwister gegeneinander arbeiten. Wenn das passiert, ist er sich sicher, der Geist wird nicht ausgegossen. Hier werden die Leute aus Babylon herausgerufen, also aus dem gefallenen System.
Wenn wir uns aber Babylon mal genauer betrachten und wir gehen zu dem alten Turmbau zu Babel zurück, und zwar im 1. Mose finden wir das und dort im 11. Kapitel, das lesen wir mal. 1. Mose 11, können wir ein bisschen was erkennen, was Babel so auszeichnete. 1. Mose 11, Vers 1 bis 4. Es heißt hier: „Und die ganze Erde hatte eine einzige Sprache und dieselben Worte. Und es geschah, als sie nach Osten zogen, da fanden sie eine Ebene im Land Sinear, und sie ließen sich dort nieder. Und sie sprachen zueinander: Wohl an, lasst uns Ziegel streichen und sie feuerfest brennen. Und sie verwendeten Ziegel statt Steine und Asphalt statt Mörtel. Und sie sprachen: Wohl an, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden.“
Nun, die Idee damals in Babel war, also Gott hatte ja gesagt, dass der Mensch sich ausbreiten soll auf der ganzen Erde und diese Erde in Besitz nehmen soll. Jetzt nach der Sintflut, als die Völker sich anfingen auszubreiten, da kam einer, das war der Nimrod, auf die Idee: Ich baue eine große Stadt. Also, dass die Leute sich nicht ausbreiten, dass die Leute zusammengezogen werden. Also er zog das Volk zusammen. Und dann war die Idee, da kommt ein Turm, wird da reingestellt und dieser Turm sozusagen ist wie so der Regierungsturm in der Stadt. Hier wollen wir uns einen Namen machen, der soll so groß sein, bis zum Himmel. Also wir wollen uns erheben, wir wollen uns einen großen Namen machen.
Erinnert ein bisschen an das, was Luzifer damals im Himmel machte, denn er wollte sich auch erheben, nämlich über die Sterne des Himmels. Sein Name sollte höher sein als der Name aller anderen Engel. Er wollte sich gottgleich machen. Die gleiche Idee hier. Also die Völker werden zusammengezogen, anstatt sich auszubreiten, werden sie zusammengezogen in eine Stadt. Das Leben in der Stadt war ja nicht für Menschen gemacht. Menschen sollten ja in der Natur frei sein. Das Leben in der Stadt, dieser Turm wurde gebaut, dieser Regierungsturm. Diese Rebellion war da und jetzt, damit Gott den Menschen helfen kann, verwirrt er die Sprachen. Also er kommt runter, er stoppt dieses Vorhaben, diesen Bau, sodass sich die Menschen ausbreiten können. Durch die Sprachverwirrung fangen jetzt die Menschen an, sich überall zu verbreiten auf dem Planeten.
Und was wir hier erkennen in dieser Geschichte: Die Idee, Selbsterhöhung, also einen Turm zu bauen, führt nie zum Segen Gottes. Selbsterhöhung führt immer zu Trennung, zu Spaltung. In Babel wollte man sich selbst erhöhen und es führte zu Spaltung, zu Trennung. Das ist genau das Gegenteil von dem, was Gott eigentlich möchte. Selbsterhöhung führt zu Spaltung. Wie soll das denn in Gottes Gemeinde sein? Denn diese Selbsterhöhung kann Gott ja nie segnen. Aber Gott möchte ja seine Gemeinde segnen. Wie soll es da sein? Dazu lesen wir mal Matthäus 20, Verse 26 bis 28. Wobei wir können schon in Vers 25 anfangen. Matthäus 20 ab Vers 25.
„Aber Jesus rief sie zu sich an seine Jünger und sprach: Ihr wisst, dass die Fürsten der Heidenvölker sie unterdrücken und dass die Großen Gewalt über sie ausüben. Unter euch aber soll es nicht so sein, sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener. Und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht. Gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“
Unter dem Volk Gottes soll es nicht so sein, sagt Christus, dass sich die Menschen einander erhöhen und andere zu ihren Dienern machen, sondern es soll so sein, dass sich die Menschen erniedrigen, sich demütigen vor Gott und einander dienen. Also wer der Größte sein will, soll aller Diener sein. Das hatte Christus selber vorgelebt. Er kam vom Himmel, er war der Höchste. Ihm gehörte der Thron im Himmel und er kam auf die Erde und er war der Diener aller Menschen. Daraufhin hatte Gott ihm einen Namen gegeben, der über allen Namen ist. Und so soll es im Volk Gottes sein. Also die Streitigkeiten sollen beendet werden. Keiner soll versuchen höher zu sein als der andere. Wir sollen uns sogar gegenseitig erniedrigen, also untereinander demütigen. Einer sollte des anderen Diener sein. Das ist die Idee.
Wenn das zur Gemeinschaft kommt, dann kann auch der Spätregen kommen. Wir gehen mal in Jeremia 5 und schauen, warum der Spätregen aufgehalten wird. Jeremia 5, 24 bis 26. Wir lesen schon ab Vers 23, damit wir nicht mit einem Satz anfangen. Jeremia 5, ab Vers 23. „Aber dieses Volk hat ein halsstarriges, aufrührerisches Herz. Sie haben sich abgewandt und sind davongelaufen. Und sie haben in ihrem Herzen nicht gedacht: Wir wollen doch den Herrn, unserem Gott fürchten, der den Regen gibt, Früh- und Spätregen zu seiner Zeit, der die bestimmten Wochen der Ernte für uns einhält. Eure Missetaten haben dies verhindert. Und eure Sünden haben das Gute von euch zurückgehalten. Denn unter meinem Volk finden sich Gottlose. Sie liegen auf der Lauer, ducken sich wie Vogelställer. Sie stellen Pfeilen, um Menschen zu fangen.“
Nun, hier spricht es von dieser Zeit des Früh- und des Spätregens. Aber es heißt auch, Gott hat zurückgehalten. Genau wie er den Spätregen oder den Regen damals auf der Generalkonferenz 1901 zurückgehalten hat, wie damals der Regen zurückgehalten wurde auf der Generalkonferenz 1901, genauso wird auch der Spätregen zurückgehalten. Warum? Weil es im Gottesvolk Gottlose gibt. Also in der Gemeinschaft sind Menschen, die die Einheit verhindern, Gottlose.
Jetzt, wir selbst müssen für uns persönlich den Früh- und den Spätregen empfangen, aber die Gemeinde muss das auch. Bei uns selbst ist es so, solange wir an Sünden festhalten, werden wir den Spätregen nicht empfangen. In der Gemeinde ist es so, solange wir sozusagen Gottlose im Volk haben, in der Gemeinde, werden wir den Spätregen nicht empfangen. Das heißt, solange das keine echte innige Gemeinschaft ist, so wie bei den ersten Christen, wird der Regen auch nicht ausgegossen werden.
Werden wir den Regen denn überhaupt empfangen? Ich meine, wird es nicht immer Gottlose im Volk Gottes geben? Naja, wenn wir ganz ans Ende der Offenbarung gehen, also ans Ende der Bibel, wir schauen uns die Offenbarung an, da waren diese 144.000, an denen kein Fehl gefunden wurde. Das war die Gemeinde Gottes in den letzten Tagen. Und kurz davor wird es irgendwie eine Veränderung geben in der Gemeinde. Ja, die gibt es. Wir nennen es die Sichtung. Also in der Gemeinde wird ein Aussichtungs-, ein Siebprozess stattfinden, dass die Treuen von den Gottlosen getrennt werden. Bevor Christus wiederkommt, wird es eine Trennung geben.
Wir lesen das mal in Amos 9, Verse 9 bis 12. Amos 9, 9 bis 12. Hier heißt es: „Denn siehe, ich lasse das Haus Israel durch alle Heidenvölker sichten, wie Getreide mit einem Sieb gesichtet wird, und es sollen nicht ein Körnlein auf die Erde fallen. Durch Schwert sollen alle Sünder meines Volkes sterben, die sagen: Kein Unglück wird uns erreichen, noch überfallen. An jenem Tag würde ich die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten und ihre Risse vermauern und ihre Trümmer wiederherstellen und sie wieder bauen, wie in den Tagen der Vorzeit, sodass sie den Überrest Edoms in Besitz nehmen werden und alle Heidenvölker, über die mein Name ausgerufen worden ist, spricht der Herr, der dies tut.“
Und Gott sagt hier: Es wird eine Zeit kommen, da werde ich das Haus Israel, also meine Gemeinde, sichten. Also ich werde sie aussieben, aber es wird nicht ein Körnlein zu Boden fallen. Also das Bild ist hier von der Sichtung, wie man Spreu von Weizen trennt. Wenn Spreu und Weizen noch zusammenhängen und man fängt jetzt an, das Ganze zu sieben, zu sichten, kommt der Wind und bläst, also während sich die Körner von der Spreu trennen, wird der Wind, bläst jetzt die Spreu weg, raus aus dem Sieb. Und die Körner bleiben drin. Und so wird gesichtet. Es wird nicht ein Körnlein zu Boden fallen. Also niemand, der zu Gott gehört, der eine echte, persönliche, tiefe, innige Beziehung zu Christus hat, wird ausgesichtet werden. Aber alle diejenigen, die das Unheil in der Gemeinde herbeibringen, sie werden ausgesiebt werden. Und es sind ganz viele, die da ausgesiebt werden, aber die Sichtung ist ein eigenes Thema.
Es ist interessant, jeder, der keine echte, innige Beziehung zu Christus hat, wird in der Sichtung ausgesiebt. So reinigt Gott seine Gemeinde. Und was wird dann passieren? Nach dieser Sichtung heißt es hier im Vers 11 und 12: „An jenem Tag wird sich die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten. Er wird die Mauern wieder aufbauen, die Risse vermauern.“ Also die Gemeinde wird wieder stehen, wie die Gemeinde sein sollte. Sie werden in inniger Einheit zusammen sein. Sie werden die Lehren wieder richtig aufgerichtet haben und keine Kompromisse mehr machen im Wort Gottes. Und es heißt, sie werden auch die anderen Völker übernehmen. Also sie werden das Wort herausbringen und der laute Ruf wird stattfinden. Das ist die Geschichte hier in Amos, ganz am Ende. So wird Gott sein Werk vollenden auf Erden. Diese letzte Gruppe wird dann am Ende das Missionswerk zum Abschluss bringen.
Und wir kennen diese letzte Gruppe. Wie sie das machen werden, Offenbarung 14, Vers 12. Das sind die, die erhalten die Gebote. Also ganz am Ende der Zeiten wird es ein Volk geben, aus dem die 144.000 herausgehen. Und das ist das Volk, das die Gebote Gottes hält. Sie haben eine persönliche Beziehung zu Christus und empfangen die Kraft durch den Heiligen Geist. Sie halten die Gebote. Der Spätregen wird auf dieses Volk fallen, denn die ersten Früchte sind schon da. Und der Spätregen bringt die Früchte zur vollen Reife.
Nun, wann wird das passieren? Wir gehen mal, wir hatten gerade Amos gelesen, wir gehen jetzt mal in Hosea, also zwei Bücher davor, und lesen mal Hosea 6, Vers 3. Hosea 6, Vers 3. „So lasst uns erkennen, ja, eifrig trachten nach der Erkenntnis des Herrn. Sein Hervorgehen ist so sicher wie das Licht des Morgens, und er wird zu uns kommen wie ein Regenguss, wie ein Spätregen, der das Land benetzt.“ Lasst uns erkennen, lasst uns eifrig trachten nach der Erkenntnis des Herrn. Also kommt dem Herrn ganz nah, habt eine Beziehung zu ihm. Sein Hervorgehen ist so sicher, heißt es hier. Er wird kommen wie ein Früh- und wie ein Spätregen.
Wenn wir heute, und wir als Christen, den Frühregen schon empfangen haben, den Heiligen Geist schon im Herzen aufgenommen haben, wenn wir auf die Vollendung warten, wir wollen ja auch zum Abschluss gebracht werden. Das Werk in uns muss ja auch abgeschlossen werden. Dann muss ich heute, so wie damals vor der Zeit des Frühregens, wie ich Gott gesucht habe und wie er sich hat finden lassen, so muss ich auch jetzt als Glied der Gemeinde Gott suchen von Herzen. Und dann kann das Werk in mir zum Abschluss kommen. Und der Spätregen kann fallen auf die Gemeinde.
Da hatten wir in unserer Betrachtung, was interessant ist, uns angeguckt, da wollen wir mal hineingehen, diese Einheit in Gemeinschaft, das Dienstagsthema. Wir gehen noch mal zurück zur Apostelgeschichte 2 und wir lesen da mal ein paar Verse. Apostelgeschichte 2, wir lesen Verse 42 bis 47. Hier heißt es: „Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten. Es kam aber Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. Alle Gläubigen waren aber beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften die Güter und Besitztümer und verteilten sie unter alle, je nachdem einer bedürftig war. Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und dem Einfall des Herzens. Sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.“
Nun, im Frühregen können wir sehen, was passiert war. Also zunächst mal heißt es hier, sie hatten vier Dinge, die sie ausgezeichnet haben. Das eine, sie blieben in der Lehre der Apostel. Sie blieben in der Gemeinschaft. Also sie verließen ihre Versammlung nicht, sondern sie kamen zusammen. Sie hatten Gemeinschaft miteinander. Sie waren im Brotbrechen zusammen. Also hier ist entweder gemeint, dass sie das Abendmahl miteinander hielten oder aber, dass sie zusammen die Speisen nahmen, zum Beispiel in den Häusern, wie es da auch später heißt. Sie nahmen das Brot in den Häusern. Entweder sie hatten da wirklich eine Art Abendmahl gefeiert, also das Gedächtnismahl an den Herrn, von dem Christus ja auch sagte: „Tu dies zu meinem Gedächtnis.“ Oder aber sie kamen wirklich auch in Gemeinschaft hier zusammen. Oder eben beides. Und in den Gebeten. Sie kamen zusammen und beteten.
Also diese Gebetstreffen, die sind auch für uns heute ganz wichtig, die zeichnen auch die Gemeinde Gottes aus. Habt ihr in eurer Gemeinde einen Gebetskreis, zu dem du gehörst, dass ihr euch regelmäßig trefft und gemeinsam die Anliegen der Gemeinde und auch persönliche Dinge und vor allem auch die Dinge für die Mission zu Gott bringt? Betet ihr für die Gemeinschaft und für die Menschen, die ihr erreichen wollt? Das ist auch ein Kennzeichen der ersten Gemeinde. Die Lehre, in der Lehre treu sein. Die Lehre hat sich auch nie verändert. Es ist ein ewiges Evangelium. Was die Apostel gepredigt haben, was unsere Pioniere gepredigt haben und was wir heute predigen, ist immer noch das gleiche Evangelium. Darin treu sein, diese Gebetskreise wichtig und eben die Gemeinschaft auch im Brotbrechen, also auch im Abendmahl.
Interessanterweise im Brotbrechen, wenn wir an das Abendmahl denken, ist es hier beim Abendmahl ist diese Fußwaschung. Einer demütigt sich unter den anderen. Ist ja ein Zeichen für die Gemeinschaft, die wir haben sollen. „Unter euch soll es nicht so sein“, sagt Christus, „wie bei den Fürsten, sondern wer der Höchste sein will, soll aller Diener sein.“ Das zeigen wir ja im Abendmahl, im Mahl des Herrn.
Und wenn wir uns das hier angucken, was hier passiert ist, als wir diese Gemeinschaft hatten, hier in Vers 42, heißt es hier in Vers 43, dass viele Zeichen und Wunder geschahen sind. Ja, das passierte damals im Frühregen. Der Geist wurde ausgegossen und viele Zeichen und Wunder geschahen. Aber im Spätregen wird das auch passieren. Wenn der Geist ausgegossen wird, werden wieder viele Zeichen und Wunder geschehen.
Wenn wir das erleben wollen, wenn wir den Spätregen erleben wollen, die Zeichen und Wunder sehen wollen, dann müssen wir das tun, was in Vers 42 beschrieben ist. Wir müssen in der Lehre treu bleiben, Gemeinschaft haben, die Gemeinschaft pflegen. Wir müssen im Brotbrechen zusammenkommen, einander demütigen, miteinander zusammen sein, Gemeinschaft haben und wir müssen das Gebet haben, also das gemeinsame Gebet. Dafür kamen die Jünger zusammen. Das hatte sie damals zusammengeschweißt. Und dann kam der Frühregen und dann sahen sie die Zeichen und Wunder und die Missionsarbeit ging gewaltig voran. Das Gleiche können wir auch haben, aber wir müssen bei uns anfangen, in der Gemeinde. Wenn die Gemeinde zusammenkommt, innig im Gebet, dann die anderen Schritte, das kann Gott alles segnen. Das hat sein Heiliger Geist damals gemacht.
Es war interessant, dass diese Gemeinde täglich zusammen war und dass diese Gemeinde sich umeinander kümmerte, je nachdem einer bedürftig war. Der eine hatte mehr, der andere weniger. Wer mehr hatte, gab dem, der weniger hatte. Und wer weniger hatte, hat in dem Geber die Gnade Christi gesehen. Durch das Geben dem Armen gegenüber wurde der Glaube in ihm gestärkt. Also dadurch, dass ich Gaben gebe, die Gott mir gegeben hat, wird nicht nur der Glaube in mir gestärkt, weil ich weiß, ich empfange was von Gott, was ich weitergeben darf, sondern auch in dem anderen, weil er in dem, was ich gebe, Christus sieht. Und das ist eine Gnade. Das waren die Opfer, die sie damals gebracht haben. Wenn Gott dir viel gegeben hat, ist es eine Gnade, dass du damit auch anderen Menschen helfen darfst, insbesondere in der Gemeinde, damit die Menschen sehen können, wie Christus ist.
Und wenn wir in Apostelgeschichte 5 gehen, da sehen wir mal, was damals passiert ist im Frühling. Apostelgeschichte 5 und wir lesen Verse 12 bis 14. „Durch die Hände der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volk. Und sie waren alle einmütig beisammen in der Halle Salomos, also im Tempel. Von den übrigen aber wagte keiner, sich ihnen anzuschließen, doch das Volk schätzte sie hoch. Und immer mehr wurden hinzugetan, die an den Herrn glaubten, eine Menge von Männern und Frauen.“
Nun, das Volk sah, was da passiert ist. Und es konnte nicht verborgen bleiben. Eine Stadt, die auf den Bergen ist, kann nicht verborgen bleiben. Diese innige Einheit, die die Geschwister hatten, das haben alle gesehen. Und das Wort breitete sich mächtig aus. Und sogar die Leute, die gesagt haben: „Wir trauen uns aber nicht, uns dieser Sekte des Nazareners anzuschließen“, die so ein bisschen Abstand gewahrt hatten, weil ja die Juden dagegen waren und die römische Staatsmacht darauf geguckt hatten. Es hatten sich ja die Juden, also die religiösen Führer und das römische Reich, die Staatsmacht zusammengeschlossen, hatten so eine Art Staatskirche da in Jerusalem. Jetzt konnte man entweder dazugehören und man war relativ sicher vor allen Dingen. Oder man konnte sich Christus anschließen und sofort hatte man sich die Juden und die Römer zum Feind gemacht. Und deswegen wagten viele sich nicht, dieser neuen Gemeinschaft anzuschließen. Aber alle hatten sie in hohem Ansehen.
Und dennoch, obwohl das die Situation war, obwohl hier Staat und Kirche sozusagen gegen die Gemeinde Jesu arbeiteten, kamen trotzdem jeden Tag eine Menge Männer und Frauen dazu. Also die Gemeinde wuchs jetzt gewaltig. Wir wissen es von der ersten Predigt von Petrus, es kamen schon 3000 Männer dazu, Männer und Frauen, die sich taufen ließen. Und es ging Tag für Tag so weiter. Es war eine gewaltige Erweckungsbewegung, wie es sich vorher noch nie gegeben hat. Das war der Frühregen, der Spätregen wird noch größer sein.
Nun, diese Gemeinschaft konnte nicht verborgen sein vor der Welt. Was haben die Menschen denn gesehen? Naja, das Zeichen, das Christus ihnen auch gegeben hatte. Wir gehen mal in Johannes 13 und lesen Vers 35. Johannes 13, Vers 35. Woran erkennt die Welt die Christen? Johannes 13, Vers 35. „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“
Zerstrittene Gemeinden gibt es ganz viele auf der Welt und alle behaupten: „Wir gehören zu Christus, wir gehören zu Christus.“ Die Menschen werden nicht erkennen die Gemeinde Christi, wenn die Menschen da drin nicht wie die Gemeinde Christi leben. Wenn wir wollen, dass die Menschen uns erkennen als Gemeinde Christi, dann ist es eine Sache, dass wir unsere Lehren präsentieren und zeigen, was wir aus der Bibel gelernt haben und wie wir sozusagen die Überlieferung schon vom Alten Testament über das Neue Testament über die Reformatoren über die Pioniere bis zu uns heute durchgehalten haben. Das ist gut, dass wir das haben, aber erkennen werden sie uns daran nicht. Nicht an unserer guten Auslegung des Buches Daniel, nicht an unserer guten Auslegung der Offenbarung, auch nicht an unserer Heiligtumslehre. Sie werden uns auch nicht erkennen daran, dass wir den Tempel des Ezechiel auslegen können. Sie werden uns daran erkennen, dass wir innige Liebe untereinander haben. Das wird das Zeichen sein in dieser Welt, denn diese Welt ist im Gegensatz zu Gottes Reich, kennt diese Liebe nicht. Sie hat eine Ahnung davon, aber sie kennt diese Liebe nicht, die in Gottes Reich Wirklichkeit ist und das muss die Welt sehen.
Wir hatten noch ein interessantes Thema behandelt in der ersten Gemeinde. Das war dieses Thema mit Ananias und Saphira. Das gucken wir uns mal kurz an, denn da war noch einer, der war viel spannender als die beiden. Das war der Barnabas. Wir gehen in Apostelgeschichte 4 und lesen mal Vers 32. Wir lesen gleich 32 bis 37. Da heißt es: „Und die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele und auch nicht einer sagte, dass etwas von seinen Gütern sein eigen sei, sondern alle Dinge waren ihnen gemeinsam.“ Also das Vers 32. Sie waren ein Herz und eine Seele.
Nun, um ein Herz und eine Seele zu sein, was müssen wir da haben? Wir müssen den gleichen Leib haben. Der Leib aber ist die Gemeinde. Christus das Haupt und sein Leib ist die Gemeinde. Wenn wir ein Herz und eine Seele sind, dann müssen wir eins sein. Wir müssen ein Leib sein. Wir müssen in Christus eins sein. Wenn jeder eine enge Verbindung mit Christus hat, haben wir automatisch diese enge Verbindung auch mit den Geschwistern. Das heißt, es kommt hier drauf an, wie sehr demütige ich mich vor Gott. Wie viel Zeit verbringe ich mit Christus? Das wird Auswirkungen haben auf die Art und Weise, wie ich mit meinen Geschwistern umgehe.
Sie waren ein Herz und eine Seele. Alle Dinge hatten sie gemeinsam. Vers 33: „Und mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn Jesus und große Gnade war auf ihnen allen.“ Vers 34: „Es wird auch niemand unter ihnen mangeln, denn die, welche Besitzer von Äckern oder Häuser waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften.“ Vers 35: „Und legten ihn den Aposteln zu Füßen und man teilte jeden aus, so wie jemand bedürftig war.“
Was hier passierte, die Apostel, die predigten von der Auferstehung und sie predigten, dass es nach diesem Leben hier weitergeht. Christus ruft uns aus den Gräbern hervor. Es erwartet uns eine Ewigkeit in Herrlichkeit. Mit diesem Hintergrund leben die ersten Christen jetzt in so einer Gemeinschaft, dass sich einer um den anderen kümmert. Denn sie sagen: Was ist das Leben auf dieser Welt denn wert? Vielleicht hatten einige Luxusgegenstände, vielleicht hatten einige besonders schöne Vasen, besonders schöne Grundstücke, vielleicht eine Kutsche oder was auch immer. Sie hatten vielleicht Luxus, aber sie sagen: Was ist das wert, wenn wir während die Apostel von der Auferstehung predigen? Das Himmelreich ist so viel mehr wert und bei ihnen war die Relation richtig. Das Himmelreich und das Irdische. Und so benutzten sie das Irdische, mit dem Gott sie gesegnet hatte, um anderen ein Segen zu werden. Und es war mächtig in der Gemeinde.
Das Wort wurde ausgeteilt und dann lesen wir hier in Vers 35 und 36 von diesem Joses oder Barnabas. Vers 36: „Joses aber, der von den Aposteln den Beinamen Barnabas erhalten hatte, das heißt übersetzt Sohn des Trostes, ein Levit aus Zypern gebürtig, besaß einen Acker und verkaufte ihn, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.“ Und hier lesen wir von diesem Joses, den die Apostel genannt hatte, den Sohn des Trostes, also Barnabas. Interessante Geschichte über ihn. Ich will ganz kurz ein bisschen Zeit verwenden, um mal in diese Geschichte von Barnabas hineinzugucken.
Also, was hatte Barnabas gemacht? Zunächst mal, er besaß ein Stück Land, das hat er verkauft und hat den Besitz zu den Aposteln gebracht, um die Gemeinde zu versorgen. Das ist schon die erste Idee, die wir hier von diesem Barnabas finden. Und es ist ja auch etwas Besonderes, wenn wir Haggai 1 lesen. Und wir gucken uns mal die ersten paar Verse hier an. Und wir lesen mal ab Vers 3. Haggai 1, ab Vers 3. „Da ging das Wort des Herrn durch den Propheten Haggai folgendermaßen: Es ist aber für euch an der Zeit, in euren getäfelten Häusern zu wohnen, während dieses Haus in Trümmern liegt. Und nun, so spricht der Herr der Herrschern: Achtet doch aufmerksam auf eure Wege. Ihr seht viel und bringt wenig ein. Ihr esst und werdet doch nicht satt. Ihr trinkt und habt doch nicht genug. Ihr kleidet euch und werdet doch nicht warm. Und wer einen Lohn verdient, der legt ihn in einen durchlöcherten Beutel. So spricht der Herr der Herrschern: Achtet doch aufmerksam auf eure Wege. Geht auf das Bergland und holt Holz und baut das Haus. Dann werde ich Wohlgefallen daran haben und verherrlicht werden, spricht der Herr. Ihr habt viel erwartet, doch siehe, es wurde wenig daraus. Und brachtet ihr es heim, so bließe ich es weg. Warum das? So spricht der Herr der Herrschern: Um meines Hauses willen, das in Trümmern liegt, während jeder von euch eilt, um für sein eigenes Haus zu sorgen. Darum hat der Himmel über euch sein Tau zurückgehalten und die Erde hat ihren Ertrag zurückgehalten. Und ich habe die Dürre gerufen über das Land und über die Berge, über Korn, Most und Öl und über alles, was der Erdboden hervorbringt, auch über Menschen und Vieh und über alle Arbeit der Hände.“
Nun, Gott sagt hier durch den Propheten Haggai, warum habt ihr Mangel in allem? Warum arbeitet ihr und habt doch keinen Ertrag? Warum spart ihr in einem durchlöcherten Beutel und es bleibt nichts von über? Immer wieder werdet ihr Ausgaben haben und ihr werdet niemals Geld behalten. Warum? Weil ihr euch um euch selbst kümmert. Ihr baut eure Häuser, ihr macht es schön da, wo ihr seid, aber ihr kümmert euch nicht um die Gemeinde, um mein Haus. Mein Haus liegt brach. Und er sagt, solange das so ist, kann ich euch nicht segnen. Interessant, oder?
Barnabas muss das gekannt haben, muss gewusst haben, dass es so ist. Und er verhielt sich richtig. Er nahm das Material von seinem Haus, das Geld von seinem Land und brachte es zu den Aposteln, fing an, die Gemeinde Gottes zu bauen. Also wir sehen hier eine große Glaubenstat von ihm. Hier fängt so die Geschichte von Barnabas an. Wir gehen jetzt mal durch und lesen mal ein paar Stellen über Barnabas. Mal gucken, was wir über ihn rausfinden. Dazu gehen wir mal in Apostelgeschichte. Also wir hatten es gerade gelesen. Apostelgeschichte 4 taucht das erste Mal auf und wir wissen, er handelt hier gut. Er verkauft Land und bringt das Geld, die Gemeinde versorgt wird.
Dann Apostelgeschichte 9 taucht er wieder auf. Apostelgeschichte 9, 26 und 27. „Als Saulus nach Jerusalem kam, versuchte er, sich den Jüngern anzuschließen. Aber sie fürchteten ihn alle, weil sie nicht glaubten, dass er ein Jünger sei. Barnabas aber nahm ihn auf, führte ihn zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie er auf dem Weg den Herrn gesehen und dass dieser zu ihm geredet habe und wie er in Damaskus freimütig in dem Namen Jesu verkündet habe.“
Es war damals, als Saulus von Tarsus auf der Straße nach Damaskus Christus begegnete, wurde er aufgenommen in Damaskus. Später kam er nach Jerusalem, aber niemand wollte ihn aufnehmen, keiner glaubte ihm. Und da kam Barnabas. Und Barnabas nahm ihn auf und Barnabas stellte ihn den Aposteln vor. Barnabas war derjenige, der sich um Paulus gekümmert hat. Oder um Saulus von Tarsus damals noch, der später Paulus wurde. Barnabas kümmerte sich um Paulus und er war derjenige, der ihn zu den Aposteln brachte. Barnabas hatte nicht diese Angst, dass er ein Spion ist, ein Verräter, er wird mich bestimmt umbringen, er wird mich bestimmt ausliefern. Barnabas hatte Gottvertrauen und er kümmert sich darum, dass Paulus zu den Aposteln kommt. Barnabas hat etwas Großes getan für Paulus. Er war bestimmt auch derjenige, der ihm zuerst etwas unterrichtete über die Gemeinde, über das, was in Jerusalem passiert ist. Saulus lernte bestimmt seine ersten Dinge in Jerusalem von Barnabas.
Wenn wir jetzt Apostelgeschichte 11 gehen, da geht es dann weiter. Apostelgeschichte 11, Verse 19 bis 26. Hier lesen wir jetzt gleich die Geschichte von Antiochia. Hier heißt es: „Die nun, welche sich zerstreut hatten seit der Verfolgung, die sich wegen Stephanus erhoben hatte, zogen bis nach Phönizien und Zypern und Antiochia und redeten das Wort zu niemand als nur zu Juden. Unter ihnen gab es aber einige Männer aus Zypern und Kyrene, die, als sie nach Antiochia kamen, zu den Griechisch Sprechenden redeten und ihnen das Evangelium von den Herrn Jesus verkündeten. Und die Hand des Herrn war mit ihnen, und eine große Zahl wurde gläubig und bekehrte sich zum Herrn. Es kam aber die Kunde von ihnen zu den Ohren der Gemeinde in Jerusalem, und sie sandten Barnabas, dass er hingehe nach Antiochia. Und als er ankam und die Gnade Gottes sah, freute er sich und ermahnte alle mit festem Herzen, bei dem Herrn zu bleiben. Denn er war ein guter Mann und voll heiligen Geistes und Glaubens, und es wurde dem Herrn eine beträchtliche Menge hinzugetan. Und Barnabas zog aus nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen. Und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. Es begab sich aber, dass sie ein ganzes Jahr zusammen in der Gemeinde blieben und eine beträchtliche Menge lehrten. Und in Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt.“
Da, wo die Jünger zuerst Christen genannt wurden, das war aufgrund des Werkes, dass Barnabas dort begonnen hatte. Oder begonnen nicht. Begonnen hatten das welche, die zerstreut wurden, damals als Stephanus verfolgt wurde. Die haben die Arbeit dort begonnen. Aber Barnabas, er kam ja auch von da. Es war ja seine Heimat, da wo er jetzt ist. Und da auf Zypern, dort waren die Leute verstreut und dort fing es an, dass es losging und das Evangelium verkündet wurde. Und jetzt kommt er nach Antiochia. Und in Antiochia, da fängt er jetzt an, den Menschen den Weg Jesu genau auszulegen. Er erklärt ihnen das Evangelium. Und viele Menschen nehmen es an. Und irgendwann merkt er, dass die Arbeit zu groß ist und er braucht Hilfe. Und er sendet jetzt zu Paulus, zu Saulus von Tarsus, der unweit von ihm entfernt war und dort im Gebiet von Syrien und Sizilien Missionsarbeit machte. Und dort holt er ihn jetzt und sagt: „Hilf mit, hier ist ein gewaltiges Erntefeld.“ Und Paulus oder Saulus von Tarsus und Barnabas arbeiten jetzt beide zusammen. Und eine Menge Leute werden da unterwiesen. Das Werk, das Barnabas da gemacht hat, wurde reich gesegnet.
Wir lesen in Ellen White in „Gute Nachricht für alle“, Seite 97, ersten und zweiten Absatz. Da schreibt sie: „Barnabas Arbeit in Antiochia wurde reich gesegnet und die Anzahl der dortigen Gläubigen nahm zu. Als sich das Werk entwickelte, erkannte Barnabas, dass er Hilfe brauchte, um die Möglichkeiten, die sich ihnen durch Gott eröffneten, effektiver nutzen zu können. Er reiste deshalb nach Tarsus und suchte Paulus. Dieser hatte nach seinem Weggang aus Jerusalem seit einiger Zeit im Gebiet von Syrien und Sizilien gearbeitet und dort den Glauben gepredigt, den er früher zu zerstören suchte. Barnabas fand Paulus und konnte ihn dazu gewinnen, als sein Mitarbeiter im Predigtdienst mit ihm nach Antiochia zurückzukehren. In dieser bevölkerungsreichen Stadt bot sich Paulus ein vorzügliches Arbeitsfeld. Seine Gelehrsamkeit, seine Weisheit und sein Eifer übten einen mächtigen Einfluss auf Einwohner und Besucher dieses Kulturzentrums aus. Er erwies sich als genau den Helfer, den Barnabas benötigte. Ein Jahr lang arbeiteten die beiden Jünger zusammen und brachten durch ihren treuen Dienst viele Menschen die heilbringende Erkenntnis über Jesu von Nazareth, den Erlöser der Welt.“
Also die Geschichte von Barnabas geht hier weiter. Er war nicht nur die erste Gemeinde so reich gesegnet hatte, dann ging er ins Missionsfeld, arbeitet da, hat ein gewaltiges Werk aufgebrochen und merkt, das Werk wird einfach zu groß für einen Mann alleine. Jetzt geht er zu Saulus von Tarsus und sagt: „Willst du nicht mein Mitarbeiter sein? Willst du mir nicht helfen?“ Und jetzt arbeitet Barnabas zusammen mit Saulus von Tarsus. Saulus von Tarsus, dieser mächtige Pharisäer, fängt jetzt an das Wort gewaltig zu verkündigen und sie machen eine gewaltige Ernte dort in diesem Gebiet.
Dann lesen wir weiter die Geschichte. Wir gehen mal in Galater 2 und lesen die Verse 11 bis 14. Galater 2, 11 bis 14. Jetzt heißt es hier, das ist eine interessante Geschichte, die waren jetzt in Antiochia und machten da diese Missionsarbeit. Galater 2, 11 bis 14. „Als aber Petrus nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, schreibt Paulus, denn er war im Unrecht. Bevor nämlich etliche von Jakobus kam, aß er mit den Heiden. Als sie aber kam, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus der Beschneidung fürchtete. Und auch die übrigen Juden heuchelten mit ihm, so dass selbst Barnabas von ihrer Heuchelei mit fortgerissen wurde. Als ich aber sah, dass sie nicht richtig wandelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor allen: Wenn du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, was zwingst du die Heiden jüdisch zu leben?“
Als Barnabas und Saulus von Tarsus waren in diesem Missionsfeld in Antiochia und sie machten da ein gewaltiges Werk. Irgendwann kam Petrus dazu und Petrus wickelte sich dort um, sah dieses Missionsfeld und plötzlich kamen Juden. Und Petrus war jetzt hin und her gerissen, was sollte er machen? Er fürchtete sich vor den Juden und fing an, wieder sozusagen sich abzusondern mit den Juden, die Heidenchristen von den Judenchristen zu trennen. Und auch Barnabas, der sah das, wie Petrus handelt und wie die anderen Juden mit Petrus miteifern. Und Barnabas war bewegt, Petrus zu folgen. Barnabas war bewegt, Petrus zu folgen und er driftet fast in diese falsche Lehre ab und jetzt steht Paulus auf und sagt: „Das ist falsch!“ und er tadelt Petrus dort. Und so wird Barnabas wieder auf die richtige Seite gezogen. Aber Barnabas kam da in diese Versuchung, dem Petrus auf diese Abwege zu folgen.
Dann lesen wir weiter von Barnabas, wenn wir Apostelgeschichte 13 uns angucken. Apostelgeschichte 13, Vers 2. „Als sie nun dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe. Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen.“ Und Barnabas und Paulus, nun beginnt ihre erste Missionsreise. Sie waren ja in Antiochia, hatten da zusammen gearbeitet, aber jetzt gehen sie auf eine gewaltige Reise. Sie gehen jetzt nämlich durch Kleinasien und noch Richtung Europa und wollen das Evangelium verbreiten. Barnabas und Paulus, die ja schon zusammen in Antiochia gearbeitet hatten, die beiden ziehen jetzt los. Sie starten da von Antiochia, also von ihrer Gemeinde, wo sie waren und beginnen diese große Reise, über die wir dann später in den ganzen Briefen lesen können.
Wir gehen mal weiter in Kapitel 15, was dann passiert ist. Apostelgeschichte 15, 36 bis 41. „Nach etlichen Tagen aber sprach Paulus zu Barnabas: Lass uns wieder umkehren und in allen Städten, in denen wir das Wort des Herrn verkündigt haben, nach unseren Brüdern sehen, wie es um sie steht. Barnabas aber riet dazu, den Johannes, der Markus genannt wird, mitzunehmen. Paulus jedoch hielt es für richtig, dass der, welcher in Pamphylien von ihnen weggegangen und nicht mit ihnen zu dem Werk gekommen war, nicht mitgenommen werden sollte. Deshalb entstand eine heftige Auseinandersetzung, sodass sie sich voneinander trennten. Und Barnabas nahm Markus zu sich und fuhr mit dem Schiff nach Zypern. Paulus aber wählte sich Silas und zog aus von den Brüdern, der Gnade Gottes anbefohlen. Und er durchzog Syrien und Sizilien und stärkte die Gemeinden.“
Und jetzt, Paulus und Barnabas, beide auf dieser Missionsreise, sie hatten sich irgendwann entschlossen, den Neffen von Barnabas mitzunehmen, diesen Johannes Markus, der sie in Pamphylien dann verließ, weil er Angst hatte in diesem Missionsfeld. Und irgendwann kam Barnabas auf die Idee und sagte: „Lass uns doch den Johannes Markus wieder mitnehmen.“ Er wollte ihn wohl weiter ausbilden. Aber Paulus war dagegen. Und die Bibel sagt, es gab eine heftige Auseinandersetzung zwischen diesen beiden. Also sie stritten sich. Das heißt, auch dort war Streit. Es gab auch mal Streit, Auseinandersetzung über bestimmte Themen. Aber nun, die beiden trennen sich und sie arbeiten jetzt weiter im Werk. Sie reiben sich nicht auf, sie reden nicht böse übereinander, sondern sie sagen: „Okay, arbeite du auf dem Platz, ich arbeite auf dem Platz.“ Und sie arbeiten weiter in den Missionsfeldern.
Nun, Apostelgeschichte. Das können wir mal lesen. Ach so, übrigens. Johannes Markus und Barnabas, die beiden zogen jetzt fort, gingen nach Zypern, also zu dem Heimatort, wo Barnabas herkam. Dort machten sie Missionsarbeit. Und dort ist auch wahrscheinlich um 61 n. Chr. Barnabas als Märtyrer gestorben. Das war die Geschichte von Barnabas. Also er hat sein Leben der Mission gegeben. Er verkaufte erst diesen Acker, hat dann den Saulus von Tarsus aufgenommen, hat ihn zu den Aposteln gebracht, wurde später der große Missionar in Antiochien. Paulus hatte ihn dann unterstützt. Die beiden arbeiten zusammen. Dann gingen die beiden auf die große erste Missionsreise und später trennten sie sich. Barnabas ging dann nach Zypern und arbeitete dort fleißig weiter, bis er als Märtyrer starb. Das ist die Geschichte von diesem Barnabas.
Der Barnabas wurde dann in Apostelgeschichte 5 oder 4 am Ende kurz erwähnt. Jetzt direkt nach der Geschichte, als wir lesen in der ersten Gemeinde, dass Barnabas sein Land verkaufte und es den Aposteln zu Füßen legte, lesen wir direkt hinterher die Geschichte, Apostelgeschichte 5, Verse 1 bis 5, die Geschichte von Hananias und Saphira. Schauen wir uns das mal an. Apostelgeschichte 5, 1-5. „Ein Mann aber mit Namen Hananias verkaufte ein Grundstück zusammen mit seiner Frau Saphira und schaffte etwas von dem Erlös für sich beiseite mit Wissen seiner Frau und er brachte einen Teil davon und legte ihn den Aposteln zu Füßen. Petrus aber sprach: Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, sodass du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Gutes etwas für dich auf die Seite geschafft hast? Hättest du es nicht als dein Eigentum behalten können, und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt, warum hast du denn in deinem Herzen diese Tat beschlossen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott. Als aber Hananias diese Worte hörte, fiel er nieder und verschied, und es kam große Furcht über alle, die dies hörten.“
Nun, im Gegensatz zu dem frommen Barnabas, von dem wir gerade gelesen haben, waren Hananias und Saphira nicht so fromm. Ihnen ging es mehr darum, sich selbst einen guten Namen zu machen. Sie hatten bei einer großen Erweckung einmal gesagt: „Wir wollen was spenden, wir wollen was machen“ und kamen dann irgendwann im Zweifel darüber, ob sie es wirklich tun wollen. Und nachher verwarfen sie diesen Gedanken und sie hatten etwas, was sie Gott bereits geheiligt hatten, das haben sie wieder zurückgenommen. Sie haben also Gott bestohlen, den Heiligen Geist belogen. Die Schwierigkeit daran war nicht, dass sie nur einen Teil der Sachen gegeben haben, sondern die Schwierigkeit war, dass sie versprochen hatten, sie geben das Gott und dann aber sagen: „Wir haben alles Gott gegeben, aber davon einen Teil geklaut haben.“ Sie haben die Gemeinde also beraubt. Hätten sie am Anfang gesagt: „Kein Problem, wir behalten unseren Acker“, wäre das auch okay gewesen. Oder: „Wir geben einen Teil des Ackers an die Gemeinde“, wäre das auch okay gewesen. Aber sie haben alles gegeben und wollten den hohen Namen haben, dass die Gemeinde sagt: „Die haben viel Schätze im Himmel gesammelt, sehr angesehene Leute.“ Sie wollten das haben, wollten aber gleichzeitig das Irdische behalten. Also sie wollten einen hohen Namen im Himmelreich haben, also in der Gemeinde. Und gleichzeitig wollten sie aber in der Welt leben. Und das kam zusammen. Sie waren also vom Teufel betrogen. Sie waren so was wie Heuchler.
Damals hatte ja Gott gesagt über den Samen der Schlange, der von dem Samen der Frau zertreten wird. Also der Kopf der Schlange wird zertreten von dem Nachkommen aus Eva, von Jesus Christus. Die Schlange, die Nachkommen der Schlange. Wer waren diese Nachkommen der Schlange? Johannes der Täufer hatte später mal gesagt, als er im Jordan die Leute taufte, als die Pharisäer und Schriftgelehrten kamen, da sagte er: „Schlangenbrut, ihr Heuchler, ändert erst euer Leben, geht weg.“ Schlangenbrut waren also diese Heuchler. Und auch hier sagt Petrus zu Hananias: „Der Satan hat dein Herz erfüllt.“ Also du bist Schlangenbrut, du bist ein Heuchler. Und das war er.
In Ellen White, das lesen wir nochmal eben, in „Gute Nachricht für Alle“, Seite 47, Absatz 1 und 2. Sie schreibt: „Im schroffen Gegensatz zur Wohltätigkeit der Gläubigen stand das Verhalten von Ananias und Saphira, deren Erfahrung durch den inspirierten Verfasser aufgezeichnet wurde. Sie bleibt ein dunkler Fleck in der Geschichte der Urgemeinde. Zusammen mit anderen hatten diese vorgeblichen Jünger das Evangelium aus dem Mund der Apostel vernehmen dürfen. Sie hatten gemeinsam mit anderen Gläubigen erlebt, wie nach dem Gebet der Apostel die Städte, wo sie versammelt waren, erbebte und sie alle vom Heiligen Geist erfüllt wurden. Das hatte alle Versammelten zutiefst beeindruckt und unter dem direkten Einfluss von Gottes Geist hatten Ananias und Saphira gelobt, den Erlös vom Verkauf eines bestimmten Grundstücks dem Herrn zu geben. Später gaben sie Regung der Habsucht nach und betrübten dadurch den Heiligen Geist. Sie begannen ihr Versprechen zu bedauern und verloren bald den wohltuenden Einfluss des Segens, der ihre Herzen mit dem Wunsch erfüllt hatte, etwas Großzügiges für die Sache Christi zu tun. Sie meinten zu voreilig gewesen zu sein und ihren Entschluss noch einmal überlegen zu müssen. Also besprachen sie die Angelegenheiten miteinander und entschlossen sich, ihr Gelübde nicht zu erfüllen. Sie sahen aber, wie die Spender, die sich von ihren Besitztümern trennten und dem Mangel ihrer ärmeren Mitbrüder abzuhelfen, unter den Gläubigen hoch angesehen waren. Sie schämten sich jedoch, ihre Mitbrüder wissen zu lassen, dass sie in ihrer Selbstsucht nicht bereit waren, das herzugeben, was sie feierlich Gott geweiht hatten. So beschlossen sie ganz bewusst ihren Besitz zu verkaufen und so zu tun, als ob der gesamte Erlös in den gemeinsamen Fonds flöße. In Wirklichkeit aber hielten sie einen großen Teil des Geldes für sich zurück. Auf diese Weise würden sie ihren Lebensunterhalt auf Kosten der Gemeindekasse sichern und gleichzeitig die Hochachtung ihrer Geschwister gewinnen.“
Interessant, oder? Ananias und Saphira werden hier verglichen mit Leuten, die auf Gemeindekosten leben und gleichzeitig hoch angesehen sind in der Gemeinde. Sie haben den Heiligen Geist betrogen. Vielleicht so viel zu den beiden.
Jetzt möchte ich noch abschließen mit zwei Bibelstellen. Denn es hieß ja in unserem Donnerstagsthema, es wird geschrieben: „Bedenkt an die Armen.“ Wir gucken mal hinein in 2. Korinther 9, Verse 10 bis 14. 2. Korinther 9, 10 bis 14. Es wird geschrieben, dass wir auch diesen Liebesdienst tun sollen. 2. Korinther 9, 10 bis 14. Paulus schreibt: „Er aber, der dem Sämann Samen darreicht und Brot zur Speise, er möge euch die Saat darreichen und mehren und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen, so dass ihr in allem reich werdet zur Eierfreigebigkeit, die durch uns Gott gegenüber Dank bewirkt. Denn die Besorgung dieses Dienstes füllt nicht nur den Mangel der Heiligen aus, sondern ist auch überreich durch die vielen Dankgebete zu Gott, indem sie durch den Beweis dieses Dienstes zum Lob Gottes veranlasst werden, für den Gehorsam eures Bekenntnisses zum Evangelium von Christus und für die Freigiebigkeit der Unterstützung für sie und für alle. Und in ihrem Flehen für euch werden sie eine herzliche Zuneigung zu euch haben, wegen der überschwänglichen Gnade Gottes euch gegenüber.“
Es ist interessant, er beschreibt hier, dass wenn Gott uns segnet, uns was gibt und wir geben das den Armen, also wir teilen es mit anderen, dass Gott uns weiter segnet, also er gibt uns dann gerne, wir geben es den anderen und die anderen sehen in unserer Freigebigkeit die Gnade Gottes. Also segnet Gott den Geber weiter, damit der Geber weiter austeilen kann, damit der andere, der das sieht, zu Christus geführt wird. Das ist eine Art Missionsarbeit. Also das Geben von Gaben zu den ärmeren Geschwistern oder zu den Gemeindegliedern, das ist eine Gnade, damit der andere zu Gott geführt wird. Auch das Geben der Gaben an die Armen draußen. Selbst wenn wir die unterstützen, sollen wir, dadurch dass wir dafür beten, dass wir mit ihnen beten und zeigen, dass Gott uns gegeben hat, damit wir es anderen geben, sollen wir die Dankbarkeit zu Christus in ihnen erwecken. Das ist eine Art Missionsarbeit. Dieses Geben, dieses Füreinander-Dasein.
Und abschließend möchte ich mit dem Vers Matthäus 25, ein paar Verse Matthäus 25, Verse 37 bis 40. Matthäus 25, 37 bis 40. Christus sagt: „Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich beherbergt oder ohne Kleidung und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis und sind zu dir gekommen? Und der König wird ihnen antworten und sagen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, was ihr einem“
[1:01:13] dieser meinen geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Christus sagt, was immer ihr an Liebesbeweisen, an Liebesgaben, an guten Dingen den anderen getan habt, dem Geringsten in meinem Volk, das habt ihr mir getan. Das ist so, als wenn wir das Christus geben. Wir empfangen also zum Beispiel Gaben von Christus, geben sie einem Geringeren, also irgendjemandem, der vielleicht Not hat, der im Gefängnis ist, der krank ist, der arm ist. Wir geben ihm was und Christus sagt, das habt ihr mir gegeben. Also ihr habt es mir zurückgegeben. So geben wir Christus von seinem eigenen. Gott gibt uns was und wir sollen es ihm wiedergeben. Wie geben wir ihm das? Also zum einen, wir leben davon, von dem, was Gott uns gibt und dann sollen wir ihm zurückgeben. Wie tun wir das? Indem wir unserem Nächsten, dem Armen, der vielleicht nicht so viel hat, indem wir ihm einen Segen sind. Das ist Gottes Werk in uns und er rechnete es uns so zu, als ob wir das Gute Christus getan hätten. Seine große Gnade und die erste Gemeinde, die lebte so und sie waren froh darin und ich wünsche und ich hoffe, dass wir als Gemeinde das auch wieder aufbauen können. Dieses Zusammensein, diese Gemeinschaft, damit wir endlich soweit sind, damit der Spätregen fallen kann und das Werk auf dieser Erde abgeschlossen wird. Amen. Lasst uns gemeinsam mit einem Gebet enden.
[1:02:33] Unser lieber Vater im Himmel, wir sind dir so dankbar dafür, dass wir gemeinsam dieses Thema studieren dürfen und dass wir sehen können, Herr, was du Großes getan hast für deine Gemeinde damals und dass du auch heute noch Großes tun willst. Wir möchten dich bitten, Herr, für unsere Gemeinde, dass du deinen Segen auf sie ausgießt, dass wir in Einheit, in Gemeinschaft zusammenkommen, damit dein Werk abgeschlossen werden kann auf dieser Welt, Herr, und viele Menschen gerettet werden können. Der Spätregen soll ausgegossen werden, der laute Ruf soll erklingen, Herr, und das Werk soll zum Ende kommen, damit die Sünde von dieser Welt endlich entfernt wird, damit wir dich sehen können, Herr, in deinem Angesicht, damit wir deine Herrlichkeit bestaunen können und die neue Welt sehen, die du vorbereitet hast. Lieber Vater, hab Dank dafür, dass du das tun willst. Im Namen Jesu. Amen.
[1:03:15] Vielen Dank, dass wir gemeinsam studieren durften und es ist ein spannendes Thema, die Gemeinschaft, gerade heutzutage bei dem, was alles in unserer Gemeinde los ist, international in allen Divisionen. Und ich wünsche und bete, dass wir diese Gemeinschaft erfahren können in unseren kleinen Kreisen. Fangt bei euch zu Hause an mit den Geschwistern um euch herum und versucht, diese kleinen Gebetsgruppen, diese kleinen Gemeinschaften zu gründen, damit der Spätregen vorbereitet werden kann. Gottes Segen euch dabei und bis zum nächsten Mal.