[0:45] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf joelmedia.tv.de oder wenn ihr später das Video anschaut.
[0:55] Wir wollen heute mit einem neuen Abschnitt in Offenbarung 19 beginnen. Ab Vers 11 wird die Wiederkunft Jesu beschrieben, und zwar auf eine ganz großartige und dramatische Art und Weise. Wir wollen uns in den nächsten Wochen diesen Abschnitt sehr genau anschauen. Wir glauben, dass Jesus bald wiederkommt. Wir können gar nicht genug über die Wiederkunft Jesu reden.
[1:18] Bevor wir das tun, wollen wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir jetzt heute hier sein dürfen, um über dein Wort nachzudenken und dass du durch dein Wort zu uns sprechen möchtest. Wir haben uns die Offenbarung vorgenommen und dort den 11. Vers in Kapitel 19. Wir wollen beginnen, uns erneut Gedanken zu machen über die Wiederkunft, von der wir glauben, dass sie sehr bald sein wird. Und wir möchten dich bitten, dass du unsere Herzen beeindruckst, damit wir erkennen, wie wir uns vorbereiten können auf jenen großen Tag und dass wir die Schönheit und die Macht Jesu erkennen, wie sie sich in diesen Versen zeigt. Sei du bei uns und unterrichte uns durch deinen Heiligen Geist nach deiner Verheißung im Namen Jesu. Amen.
[2:08] Offenbarung 19 und dort Vers 11, wie ich gerade gesagt habe, beginnt dort ein ganz neuer Abschnitt. Wir haben ja gelernt, dass die Offenbarung in größeren Blöcken so zusammengefasst ist. Und ein Block haben wir immer gelernt, ist der Block Offenbarung 15 bis 19, wo die sieben letzten Plagen in Kapitel 16 und der Fall Babylons in 17, 18 beschrieben sind. Und jetzt im Vers 11 ist das sozusagen hier der Höhepunkt, die Wiederkunft. Dieser ganze Abschnitt von Kapitel 15 an, von den Plagen, das führt alles hier zur Wiederkunft.
[2:58] Weiß jemand von euch, welche andere Stelle in der Offenbarung ebenfalls die Wiederkunft ganz ausführlich beschreibt oder sehr detailliert? Welche andere Stelle? Ja, da haben wir einen Vers in Offenbarung 1 bis 7. Da heißt es, jedes Auge wird ihn sehen, nicht wahr? Auch die, die ihn durchstochen haben, genau, sie erkommen mit den Wolken. Aber gibt es noch eine Stelle, wo ein bisschen ausführlicher über die Wiederkunft gesprochen wird, außer Offenbarung 19? Ja, da haben wir ein bisschen, aber in Offenbarung 22 gibt es noch ein paar Verse, ich komme, wenn mein Lohn ist, mit mir. Es gibt noch eine andere große Passage in Offenbarung, die ebenfalls die Wiederkunft beschreibt, wie er kommen wird, auf den Wolken des Himmels, mit einer Sichel in seiner Hand, einer Krone auf seinem Haupt. Das ist in Offenbarung 14. Offenbarung 14, ab Vers 14, genau, da haben wir ebenfalls die Wiederkunft beschrieben.
[4:03] Die beiden ganz großen Wiederkunftszenen. Offenbarung 14, ab Vers 14, wo die Wiederkunft als eine Ernte dargestellt wird. Da werden die Gläubigen geerntet und da werden die Ungläubigen geerntet. Wir werden am Sabbat noch mehr darüber sprechen, in der Predigt über Joel. Und das beendet einen großen Block von Offenbarung 12 bis 14. 12 bis 14 ist so eine große Einheit mit dem Drachen und dem Tier und dem Tier aus der Erde und den falschen Propheten und der dreifachen Engelsbotschaft. Und das führt bis zur Wiederkunft. Und dann geht es nochmal von vorne los. Es gibt einen neuen Anfang mit den Plagen. Da werden die Plagenengel eingeführt in Kapitel 15. Dann die Plagen 16, Fall Babylons 18, Trauer über den Fall Babylons 18. Dann die Hochzeitseinladung 19 und dann wieder die Wiederkunft. Da sieht man also, dass man jetzt wieder an derselben Stelle angelangt ist, wo man schon mal in Offenbarung 14 war. Sozusagen, dass ihr das so ein bisschen im Kopf habt, wo wir uns so im großen Ablauf der Offenbarung befinden.
[5:00] Wir sind erneut bei der Wiederkunft. Gut, jetzt schauen wir uns mal das ein bisschen genauer an, was hier steht in Vers 11. Und ich sah den Himmel geöffnet, oder griechisch kann man auch sagen, ich sah den Himmel offen stehen, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt der Treue und der Wahrhaftige, und in Gerechtigkeit richtet er.
[5:26] Wo hatte Johannes schon mal den Himmel offen gesehen? Oder ist das hier zum ersten Mal? Hat Johannes irgendwo schon mal den Himmel offen gesehen, wo sich der Himmel öffnet? Nur Johannes, in der Offenbarung, nur in der Offenbarung. Ja, genau, Offenbarung 4, und zwar ganz am Anfang. Genau, da heißt es Offenbarung 4, Vers 1. Nach diesem schaute ich und siehe, eine Tür war geöffnet im Himmel. Und die erste Stimme, die gleich an der Posaune mit mir reden gehört hatte, die ich gleich an der Posaune mit mir reden gehört hatte, sprach, komm hier rauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen muss. Das heißt, das ist also eine Idee, die wir bei Johannes öfter finden, dass der Himmel geöffnet ist und dass er einen Blick bekommt in die Dinge, die wir sonst normalerweise nicht sehen. Und hier in Offenbarung 4 geht es natürlich um die Himmelfahrt Jesu und seine Intronisation als Hoher Priester. Und hier in Offenbarung 19 geht es jetzt um seine Rückkehr, um seine Wiederkunft.
[6:35] Das erste, was Johannes sieht in Offenbarung 19 ist was? Was ist das allererste, was ihm in dieser Vision jetzt hier begegnet? Was sieht er als allererstes? Er sieht ein weißes Pferd. Nun, was können wir wohl zu diesem weißen Pferd sagen? Warum sieht er hier ein weißes Pferd? Hat er schon mal ein weißes Pferd gesehen? Genau, da gibt es diese vier Pferde, die vier apokalyptischen Reiter. Wo finden wir die denn? In der Offenbarung, genau. Wo in der Offenbarung sind die vier apokalyptischen Reiter mit den vier verschiedenen farbigen Pferden? Kapitel 6, genau. Und das weiße Pferd ist das erste Pferd. Vers 2, genau. Das erste Pferd ist das weiße Pferd. Und ich sah und siehe ein weißes Pferd und er darauf saß, hatte einen Bogen und es wurde ihm eine Krone gegeben und er zog aus als ein Sieger und um zu siegen.
[7:38] Weiß jemand noch von euch, wofür steht dieses weiße Pferd hier in Offenbarung 6 in den Siegeln? Was sollte dadurch symbolisiert werden? Gemeinde, genau. Und wie ist die Gemeinde hier am Anfang der Siegel? Siegreich. Das Evangelium zieht in die ganze Welt. Das Evangelium verbreitet sich. Die Gemeinde ist vergleichsweise rein, ohne Irrlehren. Das Evangelium geht voran. Und dann haben wir also eine Parallele zu Offenbarung 6. Das Evangelium geht mit Vollmacht in die Welt.
[8:18] Warum war es möglich, dass das Evangelium sich mit Vollmacht in der Welt verbreitet hat? Was hat das möglich gemacht? Warum hat sich plötzlich in einer Generation unter Petrus und Johannes und Paulus das Evangelium verbreitet? Er hatte sie gesandt, genau. Was war eigentlich der Motor? Der Heilige Geist, genau. Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Das hat das Evangelium wirklich vorangebracht und die Menschen haben sich bekehrt zu Tausenden. Wie nennt man dieses Ereignis, wenn der Heilige Geist kam? Das war der Frühregen. Und der Frühregen hat die Gemeinde befähigt, das Evangelium in die Welt zu tragen. Das war am Anfang der christlichen Ära. Die Wiederkunft ist am Anfang oder am Ende der christlichen Ära? Am Ende gibt es da auch eine besondere Ausgießung des Heiligen Geistes. Den Spätregen. Das heißt hier finden wir, das ist quasi jetzt der Höhepunkt, nachdem der Spätregen ausgegossen ist und das Evangelium jetzt die ganze, nicht nur bekannte Welt, sondern die ganze tatsächliche Welt erreicht. Denn Jesus sagt, dieses Evangelium vom Reich soll in der ganzen Welt verkündigt werden und dann wird das Ende kommen.
[9:31] Hier sehen wir sozusagen, wie die Wiederkunft zurückgreift auf den Anfang. Wie Anfang und Ende der christlichen Ära verbunden sind. Das ist ein besonderes Werk, eine reine Gemeinde, ein siegreiches Evangelium am Anfang und am Ende ist ein besonderes Werk des Heiligen Geistes, eine reine Gemeinde und ein siegreiches Evangelium. Also deswegen spricht die Bibel auch von der Wiederherstellung aller Dinge. Am Ende wird es wieder eine Erweckung geben zu einer Reinheit in der Gemeinde, wie es sie nur in apostolischen Zeiten gegeben hat. Wenn wir um Erweckung beten, beten wir darum, dass wir die Erfahrung haben der Urgemeinde und auch dieselbe Missionseifer und den selben Einsatz für das Evangelium.
[10:12] Nun, aber wofür stehen Pferde allgemein in der Bibel? Wir sehen jetzt hier schon mal diesen Bezug zur Urchristenheit. Aber gehen wir ein bisschen weiter. Wofür stehen Pferde normalerweise in der Bibel? Womit sind Pferde assoziiert? Hatte jeder Mensch damals ein Pferd? Nee, die meisten hatten eher so Esel und Maultiere und Schafe und Rinder, aber Pferde waren eher was Besonderes. Wofür wurden die Pferde vor allem eingesetzt? Krieg! Pferde waren Kriegstiere und deswegen waren sie vor allem beliebt bei welchen Menschen? Wer hatte großes Interesse an Pferden? Könige! Könige hatten großes Interesse an Pferden. So sehr, dass Gott sogar in der Bibel im Königsgesetz in 5. Mose explizit gesagt hat, dass ein König in Israel sich nicht viele Pferde anschaffen sollte, weil man dachte, je mehr Pferde, desto stärker ist man. Die Pferde kamen meistens aus Ägypten, Ägypten war militärische Weltmacht und da gibt es einen tollen Vers in der Bibel, wo es heißt, die Ägypter sind nur Fleisch und die Pferde sind nicht irgendwas Besonderes. Aber man dachte, dass Pferde etwas Besonderes sind, sie haben mit Krieg zu tun. Das passt natürlich, weil hier in Offenbarung 19, werden wir sehen, kommt Jesus um Krieg zu führen. Er kommt um zu kämpfen, das haben wir schon gelesen im Vers 11. Es heißt ja, der Treue und der Wahrhaftige und in Gerechtigkeit richtet und kämpft er.
[11:51] Also halten wir das Wort, in Offenbarung 14 haben wir die Wiederkunft als eine Ernte. Das Bild von einer Ernte, da kommt Jesus mit einer Sichel in der Hand, da wird geerntet, da wird die Weinkelter des Zornes Gottes getreten. In Offenbarung 19 ist die Wiederkunft eine Schlacht. Also zwei verschiedene Bilder für dasselbe Ereignis. Hier wird quasi dieser kämpferische Aspekt, die Auseinandersetzung mit den bösen Mächten betont. Hier haben wir jetzt eine Schlacht und deswegen ein Pferd und keine Sichel. Sichel braucht man für die Ernte, Pferd für den Krieg.
[12:27] In Sprüche Kapitel 21 Vers 31 steht etwas wegen Pferden. Rosse werden zum Streittag bereitet, aber der Sieg kommt vom Herrn. Rosse, also Pferde werden für den Tageskampf vorbereitet, aber der Sieg kommt vom Herrn, ganz genau. Sprüche 21 Vers 31. Pferde hatten etwas mit Krieg zu tun, wir finden das auch zum Beispiel in 2. Mose 15. Da haben wir das Lied des Mose, da geht es auch darum, wie die Armee des Pharao besiegt wird. Und da heißt es in 2. Mose 15 und dann Vers 21. Und Miriam antwortet ihnen im Wechselgesang, singt dem Herrn, denn hoch erhaben ist er, Rosse und Reiter hat er ins Meer gestürzt. Die Ägypter kamen mit Pferden, das war die Ausrüstung sozusagen, die Bewaffnung. Die Armee konnte man sich ohne Pferde nicht vorstellen.
[13:37] Interessant ist, dass es noch eine andere Symbolik oder eine andere Nuance gibt von Pferden. Schaut mal mit mir in Sacharja 10 Vers 3. Das ist sehr interessant, weil wir würden uns jetzt fragen, wie führt denn Jesus Krieg? Auf welche Art und Weise führt Jesus hier in der Endzeit Krieg? Sprüche 10, nicht Sprüche, so ein Quatsch, Sacharja. Dankeschön. Sacharja 10 und dort Vers 21. Und dort lesen wir, ne Quatsch, was habe ich gesagt? 3. Entschuldigung, 3, so jetzt. Sacharja 10 Vers 3. Sacharja 10 Vers 3. Sacharja 10 Vers 3 sagt, mein Zorn ist entbrannt über die Hirten und die Böcke werde ich strafen, denn der Herr, der Herrscher hat sich seiner Herde des Hauses Juda angenommen und hat sie hergerichtet wie sein Prachtross im Kampf. Hier spricht es von Gott, der ein symbolisches Prachtross hat, also ein Prachtpferd, das er für die Schlacht hat. Die Könige hatten damals immer ein besonderes Pferd für die Schlacht, der Alexander der Große, der hatte verschiedene Pferde, aber ein Pferd war immer für die Schlacht, das hat er nur bestiegen für die Schlacht, das war sein Prachtross.
[15:12] Wer in Sacharja 10 Vers 3, wer ist das Prachtross Gottes? Schaut mal in den Vers. Wer ist das Prachtross, das Haus Juda, seine Herde, gibt man ein anderes Wort für das, wie könnte man das noch benennen, das Haus Juda, seine Herde. Wer ist das? Sein Volk, Gottes Volk. Also hier sagt Gott, wir den falschen Hirten, die sich nicht um das Volk Gottes gekümmert haben, Gott sagt, ich werde mich selbst meiner Herde annehmen. Er ist ja auch der Hirte, der Hirte für seine Herde. Gott sagt, ich werde mich um meine Gemeinde kümmern und ich mache meine Gemeinde zu was? Zu einem Prachtross, und zwar genauso wie die Urchristenheit, die als weißes Pferd das Evangelium verbreitet hat. Das heißt, Gott möchte, dass seine Gemeinde seine Armee ist.
[16:22] Heute heißt es ja oft, die Gemeinde ist ein Krankenhaus. Habt ihr schon mal gehört? Die Gemeinde ist ein Krankenhaus und dann ist so die Idee, jeder muss irgendeine Krankheit haben und alle liegen irgendwie halb sich dahin und naja, wir sind halt ein Krankenhaus. Nun das stimmt, Gottes Haus ist offen für jeden und jeder soll Heilung finden, aber Gott hat eine höhere Idee als nur, dass alle nur ständig krank da liegen mit irgendwelcher geistlichen Krankheit. Gott möchte eine Armee haben, die vorwärts geht. Er möchte eine Armee haben, die nicht sein lahmer Esel ist, nicht sein Maultier, das sich störrisch weigert, sondern sein Prachtross. So wie die alten Könige stolz waren auf ihr weißes Pferd, mit dem sie in die Schlacht gezogen sind, möchte Jesus stolz sein auf seine Gemeinde.
[17:09] Und jetzt ist die Frage, die wir uns stellen müssen, ist seine Gemeinde weltweit, deutschlandweit, hier in Stuttgart-Wagenburg, wo immer ihr seid und zuschaut, ist seine Gemeinde so, dass Gott sagen kann, das ist mein bestes Pferd, damit ziehe ich in die große Schlacht gegen den Satan und gegen das Tier, gegen den falschen Propheten und all das, ich brauche in einem Schlachthaus. Und das ist die Frage, was müsste geschehen, damit die Gemeinde so ein, in Anführungsstrichen, Kriegspferd wird, auf das Gott stolz ist. Die Ausgießung des Heiligen Geistes, genau.
[17:47] Und interessant ist natürlich, das Pferd ist weiß, wir hatten in den Versen vorher, vor Offenbarung 19, Vers 11, ein anderes Bild, das aber auch von weiß und rein und glänzend gesprochen hat. Das weiße Kleid, die Kleider der Gerechtigkeit, die der Gemeinde gegeben sind, die weiße Leinwand, die gerechten Taten der Heiligen. Also zwei verschiedene Bilder, einmal Hochzeit, einmal Schlacht. Also Gott benutzt ganz verschiedene Bilder. Einige Menschen können sich das besser mit einer Hochzeit vorstellen, mit einem Brautkleid. Andere können sich das besser vorstellen mit einer Schlacht, je nachdem, was jeder so denkt. Der Nächste denkt lieber mehr ins Essen und der braucht eine Ernte. Gott benutzt eine ganze Reihe von verschiedenen Bildern, um dieselbe Idee auszudrücken.
[18:34] Wenn Gott wiederkommt, wird seine Gemeinde fertig sein. Die Braut hat ein reines Kleid an, die Ernte ist reif, die Frucht lässt es zu, das Pferd ist bereit für die Schlacht. Ein weißes Pferd, das siegreich vorangeht. In allen Bildern ist eines deutlich, wenn Jesus wiederkommt, ist die Gemeinde vom Heiligen Geist erfüllt und siegreich. Das sollten wir bedenken. Ich denke, wenn wir gemeinsam studieren und beten, sollten wir das immer vor Augen haben, wie können wir so ein weißes Pferd werden, das Jesus in die Welt hinaus trägt. Das ist es, worum es geht. Wir wollen Jesus in die Welt tragen.
[19:17] Nun, gehen wir zurück zur Offenbarung 19 und schauen uns dort Vers 11 nochmal an. Er sieht neben dem Pferd noch etwas. Was sieht er neben dem Pferd, also außer dem Pferd? Er sagt, er sieht ein Pferd und? Jemand, der auf dem Pferd sitzt. Was würde man normalerweise, wenn ihr das gesehen hättet, was hättet ihr zuerst beschrieben? Den Reiter oder das Pferd? Eher den Reiter, oder? Aber Johannes sagt nicht, ich sah den König der Könige, wie er kam, wie er aussah und er ritt auf einem weißen Pferd. Sondern Johannes sagt, ich sah ein weißes Pferd und er darauf saß.
[19:59] Das haben wir öfter in der Offenbarung schon gelesen. Ich weiß nicht, ob ihr euch erinnern könnt. Fällt euch noch irgendeine spontane Stelle ein, wo Johannes nicht sofort erst Jesus oder Gott sieht, sondern immer erst etwas in seiner Nähe? Geben wir mal ein Beispiel. Schaut mal in Offenbarung 4. Offenbarung 4 haben wir gerade erst gelesen. In Vers 2, also als der Himmel da geöffnet ist, da sagt Johannes in Offenbarung 4 Vers 2 und sogleich war ich im Geist und siehe, was sieht er als allererstes? In Offenbarung 4 Vers 2 und siehe ein ein ein Thron. Und dann sagt er, nachdem er den Thron sieht und und auf dem sitzt einer drauf. Er sieht erst den Thron und dann jemand, der auf dem Thron drauf sitzt. Oder noch ein Beispiel. In Offenbarung 1. Schaut mal in Offenbarung 1 Vers 12 und 13. Die Leuchter, genau. Ich wandte mich um und wollte mich nach der Stimme sehen, die mit mir redete und als ich mich umwandte, da sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den goldenen Leuchtern einen, der einem Sohn des Menschen liegt. Das ist beim Johannes ganz kurios. Er sieht immer zuerst den Leuchter und dann Jesus inmitten des Leuchters. Und dann den Thron und dann Gott auf dem Thron. Und jetzt sieht er das Pferd und dann Jesus auf dem Pferd.
[21:26] Ich sehe hier eine Verbindung. Das heißt, Gott identifiziert sich mit seiner Gemeinde. Ja, ganz genau. Also, Jesus kommt mit dem weißen Pferd, soll ausdrücken, Jesus identifiziert sich mit seiner Gemeinde. Ganz genau wie mit dem goldenen Leuchter. Ellen White sagt übrigens, wenn es irgendetwas gibt, dass man aus dem Studium der Offenbarung definitiv erkennen wird, dann, dass die Verbindung zwischen Himmel und Erde sehr eng ist. Das ist eine der Hauptbotschaften der Offenbarung, dass Himmel und Gemeinde eng zusammenarbeiten. Zumindest von Gottes Seite aus ist das sein Wunsch. Enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Identifikation.
[22:10] Ja, ganz genau. Bei Paulus, nicht wahr? Also, Saulus, als er sich dann bekehrt, wo Jesus sich mit der Gemeinde der Verfolgten identifiziert. Also, jetzt schauen wir uns aber natürlich Jesus genau an. Weil, trotz des weißen Pferdes, das weiße Pferd wird einmal erwähnt, aber der Rest der Passage ist jetzt nur noch über Jesus. Er steht im Zentrum. Genauso, wie es um Gott natürlich geht in der Offenbarung 4 und nicht nur um den Thron.
[22:32] Also, Jesus wird hier beschrieben als der Treue und der Wahrhaftige. Was heißt das, dass Jesus der Treue und der Wahrhaftige ist? Wir werden jetzt finden, in diesen Versen, die jetzt kommen, wird Jesus mit einer ganzen Reihe von verschiedenen Namen benannt. Und alle haben ihre besondere Bedeutung, auch für die Wiederkunft. Und heute wollen wir darüber sprechen, warum ist er der Treue und der Wahrhaftige. Was meint ihr? Warum wird das hier zuerst genannt? Was steckt dahinter? Ja, er sagt in Johannes 14, Vers 6, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Ja, okay, sehr gut. Was meint ihr noch? Was könnte dahinter stecken, dass er hier der Treue und der Wahrhaftige genannt wird? Der treue Zeuge, genau.
[23:20] Lass uns das ganz interessant, mal drei Stellen aus der Offenbarung anschauen, also, die hier alle eine Rolle spielen. Wir fangen mal an in Offenbarung 1, Vers 5. Offenbarung 1, Vers 5. Dort heißt es, Offenbarung 1, Vers 5, und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde. Also, Jesus ist, sagt Offenbarung 1, Vers 5, der treue Zeuge. Genau, der treue Zeuge.
[23:54] Jetzt bleiben wir in Offenbarung und gehen zu Offenbarung 3. Offenbarung 3 und dort Vers. Bevor wir zu Vers 14 gehen, gehen wir noch zu Vers 7. Und dann kommen wir zu Vers 14, aber erst Vers 7. Offenbarung 3, Vers 7, da heißt es nämlich, und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe, das sagt der Heilige, der Wahrhaftige. Okay, Offenbarung 3, Vers 7, da ist er, der Wahrhaftige.
[24:35] Also, wir haben Offenbarung 1, Vers 5, der treue Zeuge. Offenbarung 3, Vers 7, der Wahrhaftige. Und jetzt heißt es in Offenbarung 3, Vers 14, kurioserweise, was sagt Offenbarung 3, Vers 14? Und dem Engel der Gemeinde von Laodicea schreibe, das sagt der Arme, der treue und wahrhaftige Zeuge. Ja, der Ursprung der Schöpfung Gottes. Also, hier heißt es der treue Zeuge, dort der Wahrhaftige. Und jetzt haben wir treu und wahrhaftig. Und genau das haben wir dann auch in Offenbarung 19, ganz genau.
[25:14] Genau, wie lange bist du her, du Heiliger und Wahrhaftiger? Ganz genau haben wir Offenbarung 6, Vers 10 ebenfalls. Also, das ist ein ganz wichtiger Titel Jesu. Nun, die Frage ist, warum wird er der Treue genannt, an dieser Stelle bei der Wiederkunft? Jesus kommt wieder, oder er kommt wieder als der Treue und Wahrhaftige. Wem gegenüber ist er denn treu, hier jetzt bei der Wiederkunft? Seinem Volk, genau. Hat er dem Volk denn irgendetwas versprochen? Er hat ihm versprochen, dass er wiederkommen wird. Wo hat er dieses Versprechen gegeben, dass er wiederkommen wird? Genau, da haben die Engel gesagt, er wird auf dieselbe Art und Weise wiederkommen. Sogar vorher schon, in Johannes hat er ihm gesagt, in Johannes 14, 1-3, wo er sagt, erschreckt nicht, euer Herz erschreckt ja nicht, nicht wahr? Glaubt an Gott und glaubt an mich. Und dann sagt er, so komme ich wieder, sagt er. In dem Haus meines Vaters sind viele Wohnungen und so weiter. Und dann sagt er, wenn ich hingehe, euch eine Stätte zu bereiten, so komme ich wieder. Das war sein Versprechen.
[26:24] Es hat jetzt schon fast 2000 Jahre gedauert. Genau, da sagt er auch, dass Gottes Worte wahrhaftig sind. Es hat jetzt schon 2000 Jahre gedauert, aber wenn er dann wiederkommt, wird sichtbar werden, seine Verheißung ist wahr, er ist treu und wahrhaftig. Er hat die Wahrheit gesagt und er hat sein Versprechen gehalten. Also diese Idee bezieht sich unter anderem darauf, dass er etwas versprochen hat, was die Wiederkunft einlöst.
[27:02] Schaut mal mit mir in Jesaja 25. Jesaja 25 und dort Vers 9. Da haben wir unter anderem die Reaktion der Gläubigen, wenn sie Jesus wiederkommen sehen. Jesaja 25, Vers 9. Dort heißt es, warum haben die gehofft, dass Jesus sie retten wird? Was meint ihr, warum haben die gehofft, dass Jesus sie retten wird? Vielleicht ist die Frage zu einfach. Warum haben die gehofft, dass Jesus sie retten wird? Er hat es versprochen, genau. Sie haben sie auf die Verheißung berufen. Und wenn Jesus wiederkommt, werden die Gläubigen nicht sagen, ah, es ist doch wahr, sondern sie werden sagen, ja, das haben wir geglaubt, wir haben uns auch verlassen, wir konnten es bisher nicht sehen. Wir haben erlebt, dass du viele andere Verheißungen wahrgemacht hast. Und jetzt sehen wir auch die Erfüllung dieser Verheißung. Genau, in 2. Korinther 1, Vers 21. In ihm ist das Ja und das Amen.
[28:28] Jetzt heißt es hier, Jesus richtet und kämpft in Gerechtigkeit. Aus welchen Gründen werden normalerweise Kriege geführt in der Weltgeschichte? Warum führen Könige Kriege normalerweise? Anderen zu erobern, genau, was sind noch Gründe? Eroberungskriege, was gibt es noch für Gründe für Krieg? Rache, was noch? Besitz zu nehmen, nicht wahr, etwas zu rauben. Krieg hat eigentlich immer egoistische Gründe. Aber der Krieg ist anders. Der Krieg ist nicht, weil Gott irgendwie etwas haben will. Gott führt Krieg für sein Volk.
[29:11] Schaut mal mit mir in Psalm 45, das ist eine ganz tolle Beschreibung. Psalm 45 und dort lesen wir Vers 4 bis 8. Und das ist eine Beschreibung von Jesus, wie man sie jetzt nicht so oft liest, aber sehr gut passt hier zur Offenbarung 19 Vers 11. Psalm 45 ab Vers 4. Dort heißt es, gürte dein Schwert an die Seite, du Held. Deine Majestät und deine Pracht. In deiner Pracht fahre siegreich einher. Für die Sache der Wahrheit, der Sanftmut und Gerechtigkeit und deine Rechte lehre dich furchterregende Taten. Da spricht jemand zu einem Helden und sagt, tu dein Schwert, nicht wahr, einstecken. Nimm dein Schwert und zieh voran und kämpfe für die Sanftmut. Das ist jetzt nicht so die Verbindung, die wir normalerweise sehen würden, nicht wahr, wenn jemand sagt, ich stecke mein Schwert ein und gehe jetzt voran, um zu kämpfen. Wofür kämpfe ich? Ich kämpfe für die Sache der Sanftmut und der Gerechtigkeit.
[30:16] Wie geht es weiter? Vers 6. Deine Pfeile sind scharf, sie unterwerfen dir die Völker. Sie dringen ins Herz der Feinde des Königs. Dein Thron, oh Gott, bleibt immer und ewig. Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts. Du liebst die Gerechtigkeit und hasst die Gesetzlosigkeit. Darum hat dich, oh Gott, dein Gott gesandt. Von welchem Helden ist hier die Rede, der seine scharfen Pfeile und sein Schwert einsteckt? Jesus, warum? Hebräer 1, genau. Hebräer 1, Vers 8-10 zitiert diese Verse, Vers 7 und 8 und sagt, das ist Jesus. Jesus kommt wieder, um für die Gerechtigkeit und die Sanftmut zu kämpfen, und zwar mit scharfen Pfeilen und mit einem eingesteckten Schwert, nicht wahr. Geh unter dein Schwert an die Seite, du Held.
[31:02] Psalm 96. Schaut mal, Psalm 96. Und dort Vers 13, das ist auch so ein ganz toller Vers. Da Vers Psalm 96 und dort Vers 13. Vor dem Herrn, denn er kommt. Denn er kommt, um die Erde zu richten. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker in seiner Treue. Hier haben wir die Wiederkunft. Gott kommt. Jesus ist Gott. Er kommt wieder, um Gerechtigkeit zu bringen. Er kommt, um die ganze Erde zu richten. Und dann sagen die Psalmisten etwas ganz Interessantes. Und zwar in Psalm 72. Schaut mal, Psalm 72. Und dort Vers 2 und 4. Wie sieht das praktisch aus, wenn Gott mit Gerechtigkeit kämpft und richtet? Psalm 72, Vers 2 und 4. Damit er dein Volk richte mit Gerechtigkeit und deine Elenden nach dem Recht. Vers 4. Er schaffe den Elenden des Volkes Recht. Er helfe den Kindern der Armen und zertrete den Gewalttätigen.
[32:09] Also wenn Jesus kommt als König der Könige mit seinem Schwert und seinen Pfeilen, um Gericht zu halten. Wen zertritt er? Wen besiegt er? Wen bekämpft er? Die Feinde den Gewalttätigen. In Offenbarung 19. Wer ist der Gewalttätige? Wer ist der Feind? Also hier in der Endzeit. Die mit einem Todesbefehl das Volk Gottes angreifen. Die Gewalttätigen, die das Volk unterdrücken. Die Feinde. Die bekämpft er. Was macht er mit den Elenden? Er hilft den Kindern. Er hilft den Elenden. Wenn Jesus kommt als Kriege am Ende sozusagen, dann kommt er, um sein Volk zu retten.
[33:00] Jesaja Kapitel 11. Auch ein ganz bekanntes Kapitel. Ihr kennt wahrscheinlich vor allem die ersten Verse, nicht wahr? Vers 1 und 2. Der Zweig aus dem Stumpf. Ich sei es nicht wahr und auf ihm bedrohender Geist des Herrn und so weiter. Schaut mal ab Vers 3. Jesaja 11 ab Vers 3. Das heißt es. Und er wird sein Wohlgefallen haben. Das geht über den Messias. Er wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht des Herrn. Er wird nicht nach dem Augenschein richten, noch nach dem höheren Sagenrecht sprechen. Also mit anderen Worten, wenn Jesus Gericht hält, dann ist das nicht nur etwas, was vor Augen ist oder was man so gehört hat, sondern Jesus kennt das Herz. Wenn Jesus wieder kommt, dann ist sein Gericht gerecht.
[33:44] Vers 4. Er wird die Armen mit Gerechtigkeit richten und den Elenden im Land ein unparteiisches Urteil sprechen. Er wird die Erde mit dem Stab seines Mundes schlagen und den Gesetzlosen mit dem Hauch seiner Lippen töten. Das sagt der Paulus später, nicht wahr? In den Briefen, dass Jesus den Gesetzlosen mit dem Hauch seiner Lippen töten wird. Das ist das Papsttum natürlich hier.
[34:09] Vers 5. Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und Wahrheit der Gurt seiner Hüften. Und bei der Verheißung des kommenden Messias wird die Wiederkunft mitgedacht. Könnt ihr das sehen? Da wird schon gesagt, dieser Messias aus dem Stumpf Isaias, auf dem der Geist Gottes ruhen wird, der wird einmal den Gesetzlosen töten und der wird einmal für immer Gerechtigkeit schaffen.
[34:31] Ganz zum Schluss noch in Jeremia. Vers 23. Das ist auch eine schöne Stelle. Und dort Vers 5 und 6. Der künftige König. Jeremia 23, Vers 5 und 6. Sieh, es kommen Tage, spricht der Herr, da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken. Der wird als König regieren und weise handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden. Das hat er zwar als Lehrer schon gelehrt, als er das erste Mal auf der Erde war. Er hat die Prinzipien der Gerechtigkeit gelehrt, aber er konnte sie nicht durchsetzen, weil er keine politische Macht hatte. Er war ja kein König. Aber wenn er kommt als König bei der Wiederkunft, dann wird er genau die Prinzipien, der Bergpredigt und die Prinzipien der See predigt und die Prinzipien seiner Gleichnisse, das Reich Gottes wird er dann durchsetzen mit seiner gesamten Heeresmacht, den Engeln.
[35:30] Und dann schaut man weiter in Vers 6. In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen. Und das ist der Name, den man ihm geben wird. Der Herr ist unsere Gerechtigkeit.
[35:45] In der Ausschreibung unseres Schrifttextes in Apostel 17 sagt er, wie er den Tag versierst, an dem er erkreist und die Gerechtigkeit. Ganz genau. Das Gericht Gottes schon das, das seit 1844 tagt, basiert auf der Gerechtigkeit Gottes, die durch das Gesetz Gottes ausgedrückt wird und die sich am Kreuz Gottes offenbart hat. Und das ist die Grundlage auch der Wiederkunft. Wenn Jesus wiederkommt, ist er kein anderer, als er am Kreuz starb. Ist derselbe Jesus. Auch wenn er jetzt mit Macht und Herrlichkeit kommt, hat er sich kein bisschen geändert in seinem Charakter. Am Kreuz von Golgatha ist Jesus der Herr unserer Gerechtigkeit. Denn dort bekommen wir die Gerechtigkeit, die wir dringend brauchen. Und auch wenn Jesus wiederkommt, ist er der Herr unserer Gerechtigkeit, denn dann wird er uns Recht verschaffen gegenüber all den Feinden, die uns bedrängen. Und das ist jetzt sehr schön zu sehen.
[36:40] Letzter Vers in Jeremia 33, 10 Verse weiter, gibt es einen Vers, der fast genauso klingt, mit einem kleinen Detail anders. Und das bringt uns dann wieder an den Anfang unseres Studiums heute. Jeremia 33 und dort Vers 15 und 16. Jeremia 33, Vers 15 und 16, schaut mal. In jenen Tagen und zu jener Zeit will ich dem David einen Spross der Gerechtigkeit hervorsprießen lassen und er wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden. In jenen Tagen wird Juda gerettet werden und Jerusalem sicher wohnen und mit diesem Namen wird man sie benennen, der Herr ist unsere Gerechtigkeit.
[37:17] Klingt fast identisch, aber es gibt einen Unterschied. Was steht hier anders als in Jeremia 23? Hast du dir das aufgefallen? Was ist in diesem Vers anders als in Jeremia 23? Das ist total entscheidend. Vergleich nochmal, Jeremia 23, Vers 6 und Jeremia 33, Vers 16. Es gibt einen entscheidenden kleinen Unterschied. Was ist der Unterschied? Kein Unterschied? Ich lese es nochmal vor. Jeremia 23, Vers 6, in seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen und das ist der Name, den man ihm geben wird. Der Herr ist unsere Gerechtigkeit. Und Jeremia 33, Vers 16, in jenen Tagen wird Juda gerettet werden und Jerusalem sicher wohnen und mit diesem Namen wird man sie benennen.
[38:16] Was ist der Unterschied? In Jeremia 23 bedeutet der Name, der Herr ist unsere Gerechtigkeit. Da geht es um Jesus, aber in Jeremia 33 geht es um uns. Mit anderen Worten, derselbe Name, der Jesus gegeben wird in Jeremia 23, wird dem Volk Gottes gegeben in Jeremia 33. Der Herr ist unsere Gerechtigkeit, ist der Name Gottes in Kapitel 23 und derselbe Name wird dem Volk gegeben, das ihm folgt. So sehr identifiziert sich Gott mit seinem Volk, dass sie den selben Titel tragen.
[38:57] Und das bringt uns wieder zu dieser Idee mit dem Pferd und dem Reiter. Das heißt, der Herr ist unsere Gerechtigkeit, ist nicht nur etwas, was außerhalb von uns ist, sondern diese Idee, dass Jesus wiederkommt und die Welt mit Gerechtigkeit regieren wird, ist etwas, was auch uns selbst persönlich prägen sollte. Unser Leben sollte ein Bild von Gott sein. Aufmarsch 14.1, der Name Gottes an ihrer Stirn, ganz genau, die Versiegelung. Unser Leben sollte ein Bild Gottes sein.
[39:29] Wenn wir jetzt hier schließen, nächste Woche werden wir den nächsten Vers anschauen. Lass uns doch vornehmen, dass wir gemeinsam uns fragen, wie können wir in unserem Leben noch mehr erleben, dass die Gerechtigkeit Jesu von uns gezeigt wird und reflektiert wird, dass sie uns bedeckt und innerlich verwandelt, sodass es nicht nur ein Name ist, der Jesus gegeben wird, sondern ein Name ist sogar, der auf uns zutrifft, dass wir so zu einem weißen Pferd werden, einem Schlachtross für Gott sozusagen, auf das er stolz sein kann, mit dem er in den Krieg ziehen wird.
[40:07] Wollen wir noch gemeinsam beten? Dazu in die Knie. Lieber Vater im Himmel, danke so sehr für dein Wort und danke, dass wir etwas lernen durften über die Wiederkunft. Bitte schenkt uns Weisheit, dass wir erkennen, wie sehr der Himmel und die Erde miteinander verbunden sind und wie sehr du dein Volk schätzt und wie sehr du in es hinein investierst und wie sehr du dir wünschst, dass dein Volk in dieser letzten Zeit rein und strahlend vorangeht als Armee des Herrn, so wie wir es heute studiert haben, hergibt, dass diese Erfahrung der Gerechtigkeit durch den Glauben nicht nur eine Momentaufnahme in unserem Leben ist, sondern dass wir täglich vom Heiligen Geist erfüllt werden, täglich diese Taufe mit dem Heiligen Geist erleben und immer mehr in dein Ebenbild verwandelt werden. Das bitten wir im Namen unseres Erlösers und bald wiederkommenden Königs, Jesus Christus. Amen.