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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


 

In dieser Predigt analysiert Christopher Kramp Offenbarung 19, Vers 13 und beleuchtet die tiefere Bedeutung des blutgetränkten Gewandes Jesu. Er erklärt, dass dieses Bild nicht primär auf seinen Tod am Kreuz verweist, sondern auf das gewaltige Blutvergießen bei seiner Wiederkunft. Anhand von Texten aus Jesaja wird die Verbindung zwischen dem Gericht über die Gottlosen und dem Opfer Jesu am Kreuz herausgearbeitet. Die Predigt zeigt auf, wie Jesu Leiden und Tod als stellvertretendes Schlachtopfer die Grundlage dafür bilden, dass Gläubige vor dem endzeitlichen Gericht bewahrt bleiben.

In dieser ersten Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ taucht Christopher Kramp tief in Offenbarung 19, Vers 13 ein. Er beleuchtet die symbolische Sprache des „in Blut getauchten Gewandes“ und erklärt, dass diese Darstellung nicht primär auf Jesu Tod am Kreuz hinweist, sondern auf das gewaltige Blutvergießen bei seiner Wiederkunft. Anhand von Passagen aus Jesaja 34 und 63 wird die Bedeutung dieses Ereignisses als Tag der Rache und des Gerichts über die Gottlosen verdeutlicht, wobei Parallelen zum Keltertreten und zur Ernte gezogen werden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:45] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid, schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.tv.de oder wenn ihr später dieses Video anschaut.

[0:54] Wir haben heute ein wirklich interessantes Bibelstudium vor uns und ich freue mich sehr darauf. Wir wollen heute beginnen, Offenbarung 19, Vers 13 anzuschauen. Einer von den Versen in der Bibel und der Offenbarung, die auf den ersten Blick total klar sind und wo man sich fragt, was soll man jetzt so eine lange Zeit studieren und auf den zweiten Blick einen unglaublichen Schatz beherbergen. Und das werden wir jetzt anschauen.

[1:18] Bevor wir das tun, wollen wir natürlich Gott um seinen Beistand bitten und um den Heiligen Geist. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen. Danke, dass du uns lieb hast. Danke, dass du für uns da bist, dass du so viel Großes für uns tust und dass du immer wieder und immer wieder zu uns sprichst und uns ermutigst und stärkst, uns ermahnst, weil du so ein Interesse an uns hast. Und jetzt möchten wir dich bitten, wenn wir in Offenbarung 19, Vers 13 diese Worte lesen, dass du zu unseren Herzen sprichst. Du hast dort eine Botschaft für uns vorbereitet, die wir so dringend brauchen, jeder Einzelne von uns. Wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist an unseren Herzen wirkst und wir Freude beim Studium haben und vor allem aber auch sehen, was das praktisch für unser Leben bedeutet. Erfülle uns mit deinem Heiligen Geist. Sei du unser Lehrer. Das beten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:11] Offenbarung 19 und dort Vers 13. Wir sind hier mittendrin in der Beschreibung der Wiederkunft Jesu und wir haben gelernt, Jesus wird hier beschrieben als der wiederkommende König. Er wird auf einem Pferd gezeigt, das ist ein Symbol. Er kommt natürlich eigentlich buchstäblich auf den Wolken des Himmels. Aber hier in Offenbarung 19 wird nicht so sehr seine Menschlichkeit als Überwinder fokussiert wie in Offenbarung 14, sondern vielmehr seine, nicht seine Menschlichkeit, sondern seine Göttlichkeit. Genau, als der siegreiche König der Könige. Und Offenbarung 19 nimmt sich Zeit für eine ganze Reihe von verschiedenen Titeln und Namen und Attributen, die das alles veranschaulichen sollen. Wir haben gesprochen über seinen Namen der Treue und der Wahrhaftigen, seine Gerechtigkeit, die Feuerflammen letzte Woche, die vielen Kronen, sein unbekannter Name und jetzt heißt es in Vers 13 und er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist und sein Name heißt das Wort Gottes.

[3:19] Das klingt jetzt zum Beispiel im Vergleich mit dem Vers vorher eher relativ klar, oder? Oder hattet ihr beim Lesen vielleicht auch schon im Vorfeld den Eindruck, das ist ein großes Geheimnis, was hier steht? Was würdet ihr sagen, was bedeutet das, dass in Vers 13 steht, er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist? Was bedeutet das? Er hat sein Blut vergossen am Kreuz, oder? Habt ihr das alle gedacht? Erste Assoziation? Dass er die Sünde auf sich genommen hat, nicht wahr? Genau, also wir haben das reine Gewand, das glänzende Gewand, das leinende Gewand, Offenbarung 19 vorher nicht wahr, das Brautkleid und er hat quasi das blutbefleckte Kleid. Okay, ja, sehr gut. Das ist aber quasi letztendlich dieselbe Assoziation. Ich war Jesus am Kreuz von Golgatha. Das heißt, wir lesen das und sehen hier Jesus wiederkommen und wir haben die sofortige Assoziation, der, der da kommt, ist der, der von uns am Kreuz gestorben ist. Frage.

[4:21] Kennt ihr noch irgendeine Stelle in der Bibel oder in der Offenbarung, wo Jesus als der Gekreuzigte oder als der, der uns die Sünden auf sich genommen hat, beschrieben wird und es wird gesagt, er habe ein Gewand, das mit Blut bekleidet ist. Das klingt ja wie eine ganz bekannte, ganz bekanntes Wortbild, nicht wahr? Gibt es da noch eine andere Stelle, wo, wenn Jesus, wenn über seinen Kreuzestod gesprochen wird, gesagt wird, er hat ein Blut an, er hat ein Gewand an, das mit Blut befleckt ist. Gibt es das nochmal? Ja, da wird gesagt, dass er uns in seinem Blut gewaschen hat, aber gibt es dieses Bild, also stellt euch vor, Jesus hat ein Gewand an und das Blut am Gewand. Kennt ihr das irgendwo anders her? Gibt es das irgendwo nochmal? Ja, es kommt aber, kommen wir gleich hin, aber ist es bei Jesaja ein Bild, wo Jesus, also wir reden jetzt, ich frage nach Bildern, wo Jesus tatsächlich als der Gekreuzigte dargestellt wird, als der, der die Sünden auf sich genommen hat. Wenn in der Offenbarung Jesus als der Gekreuzigte dargestellt wird, als der, der für uns gestorben ist, welches Bild verwendet Johannes eher normalerweise? Also wenn Johannes sagen will, das Lamm, das geschlachtet ist, oder? Selbst dann, wenn es heißt, ich wandte mich um, um zu sehen, den Löwen vom Stamm Juda, nicht wahr? Dann steht dort ein Lamm, geschlachtet. Aber hier wird, ich meine, Johannes hätte auch schreiben können, ich sah jemanden auf dem weißen Pferd und er sah aus wie ein geschlachtetes Lamm. Dann hätten wir genau die Assoziation, die wir auch gerade hatten und es wäre eindeutig.

[6:08] Ich möchte euch vorschlagen, dass das einer der Verse ist, wo man beim Lesen sofort eine Assoziation hat und die auch für richtig hält, weil sie theologisch richtig ist, aber möglicherweise gar nicht das ist, was der Text eigentlich sagen will, oder nicht zuerst sagen will. Das ist eine Abkürzung, die wir im Kopf machen. Aber jetzt mal anders gefragt. Wenn ihr nichts wüsstet von der Bibel und ihr würdet nur diesen Abschnitt kennen, nichts anderes, und ihr malt euch dieses Bild vor, vor Augen, da kommt ein Reiter mit einer Krone auf einem weißen Pferd und es heißt, er kämpft und er richtet. Und hinter ihm kommt eine gewaltige Armee von anderen Reitern und die kämpfen und besiegen die Feinde. Und dann seht ihr an seinem Gewand Blut. Wenn ihr nichts sonst wüsstet von der Bibel, was würdet ihr denken, woher kommt das Blut? Vom Kampf, oder? Man würde doch denken, das Blut, man hätte nicht automatisch die Assoziation, das ist, weil der gestorben ist, sondern die Assoziation wäre, der kommt gerade aus der Schlacht oder der ist gerade in der Schlacht und das blutet halt in der Schlacht.

[7:18] Und das kommt aus dem Alten Testament. Wir wollen uns heute zwei Stellen anschauen, eigentlich drei Stellen ganz kurz, die aus dem Alten Testament kommen, alle aus Jesaja. Wir fangen mal an in Jesaja 9. Jesaja 9 und dort Vers 4. Dieses in Blut getauchte Gewand hat etwas mehr zu sagen, als wir das vielleicht sofort vermuten. Jesaja 9 und dort Vers 4. Das ist nur ein Vers, die anderen beiden Stellen sind längere Abschnitte, die wir dann studieren wollen. Jesaja 9 und dort Vers 4. Dort heißt es.

[8:11] Also hier haben wir mal ein Kleidungsstück, das irgendwie mit Blut bedeckt ist. Also Kleidung und Blut. Und in welchem Kontext wird das hier verwendet bei Jesaja? Dieser Mantel, der durchs Blut gestreift ist. Aus welchem Setting, aus welchem Kontext kommt das hier? Kampf, Schlachtgetümmel, oder? Das ist ein Bild aus der Schlacht. Der Johannes verwendet hier eigentlich, das kann ich euch jetzt schon mal sagen, ein Bild aus Jesaja 63. Das werden wir uns gleich genauer anschauen. Aber bevor wir zu Jesaja 63 kommen, wollen wir zunächst einmal Jesaja, ja genau, in den Versen. Aber bevor wir das anschauen, müssen wir noch, um das besser zu verstehen, Jesaja 34 anschauen. Jesaja 34 ist quasi die Folie, oder der erste Teil, zu dem Jesaja 63 dann den zweiten Teil bildet. Schaut mal Jesaja. Wir lesen das Ganze mal erst so im Zusammenhang, weil das ist manchmal bei diesen alttestamentlichen Propheten gut, wenn man so erstmal so eine Gesamtidee hat. Und dann gucken wir uns die Verse ein bisschen genauer an. Jesaja 34, und wir lesen mal ab Vers 1.

[9:25] Kommt herzu, ihr Heiden, um zu hören, und ihr Völker, hört auf! Es höre die Erde, und was sie erfüllt, der Erdkreis und alles, was ihm entsprost. Denn der Herr ist zornig über alle Heidenvölker, und er grimmt über ihr ganzes Heer. Er hat über ihnen den Bann verhängt und sie zur Schlachtung dahin gegeben. Ihre Erschlagenen sollen hingeworfen werden, und der Gestank ihrer Leichname aufsteigen. Und die Berge werden von ihrem Blut triefen. Das gesamte Heer des Himmels wird vergehen, und die Himmel werden zusammengerollt wie eine Buchrolle, und all ihr Heer wird herabfallen, wie das Laub am Weinstock herabfällt und wie die verdorrte Frucht des Feigenbaums. Denn mein Schwert ist trunken geworden im Himmel, siehe, es wird herabfahren auf Edom, zum Gericht über das Volk, das ich mit dem Bann belegt habe. Das Schwert des Herrn ist voll Blut. Es trieft von Fett, vom Blut der Lämmer und Blöcke, vom Nierenfett der Witter. Denn der Herr hält ein Schlachtopfer in Bozra und ein großes Schlachten im Land Edom. Da werden die Büffel mit ihnen fallen und die Jungstiere mit den starken Stieren. Ihr Land wird mit Blut getränkt und ihr Boden mit Fett gedüngt. Denn es ist ein Tag der Rache des Herrn, ein Jahr der Vergeltung für die Sache Zions. Da sollen Edoms Bäche in Pech verwandelt werden und ihr Staub in Schwefel. Ja, ihr Land wird zu brennendem Pech, Tag und Nacht erlischt es nicht, ewig wird sein Rauch aufsteigen, es wird öde liegen von Geschlecht zu Geschlecht und niemand wird mehr hindurchziehen, ewiglich.

[10:49] Was für ein Abschnitt. Wenn ihr das lest, welche Assoziationen, welche Gedanken sind euch gekommen? Habt ihr irgendwelche Stellen gelesen, wo ihr gesagt habt, kenne ich. Welche Elemente hier kommen euch bekannt vor? Dass wir das mal ein bisschen sortieren. Also der Himmel, der sich zusammenrollt wie eine Schriftrolle, das kommt aus Offenbarung. Offenbarung Kapitel... Weiß jemand von euch? Der Himmel rollt sich zusammen wie eine Buchrolle. Offenbarung 6 des Siegels, nicht wahr? Offenbarung 6, Vers 14. Wo der Himmel entwich wie eine Buchrolle und dann kommt als nächstes in Offenbarung 6 die Wiederkunft. Das ist da, wo die dann rufen, gefallt auf uns, nicht wahr? Das ist ein Vers, der in Offenbarung eindeutig mit der Wiederkunft verknüpft wird. Was ist euch noch aufgefallen hier? Welche anderen Verbindungen? Versöhnungstag. Wieso Versöhnungstag? Weil... Das Schwert auch, weil alles voll Blut ist. Alles ist schon voll mit dem Blut. Gibt es da irgendein Vers in der Offenbarung, der mit diesem Schlachten da irgendwie zusammenhängen könnte? In Offenbarung 19, da kommen wir nachher noch die Wochen später hin, nicht wahr?

[12:37] Also halten wir mal fest, bevor wir jetzt systematisch durchgehen, dieser Abschnitt ist irgendwie apokalyptisch, könnt ihr das sehen? Hier werden einige Sachen erwähnt, die später von der Offenbarung aufgegriffen werden. In der Offenbarung kennen wir sie ganz gut, aber den Jesaja kennen wir nicht ganz gut. Also lasst uns mal Vers zu Vers nochmal kurz durchgehen und die Hauptgedanken verstehen. Vers 1. Wer ist hier angesprochen? Die Heiden, die Völker weltweit, oder? Es geht nicht nur um Edom, es geht erstmal um alle Völker. Kommt her, ihr Heiden, um zu hören, und ihr Völker hört auf, es höre die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und alles, was ihm entsprost. Als eine Botschaft für die ganze Welt.

[13:17] Vers 2. Denn der Herr ist was? Er ist zornig über alle Heidenvölker und er grimmt über ganzes Heer. Er hat über ihnen den Bann verhängt und sie zur Schlachtung hingegeben. Wo finden wir in der Offenbarung die Idee, dass Gott zornig sein wird über die Völker? Offenbarung 14. Der Zorn Gottes in der 3. Engelsbotschaft. Und worin zeigt sich dann der Zorn Gottes? In den Plagen. Und die Plagen sind direkt vor der Wiederkunft, oder? Also es geht hier um die Plagen. Das ist ein Vers über die Plagen, oder ein Kapitel über die Plagen und die Wiederkunft. Er hat über ihnen den Bann verhängt. Die Völker in der Bibel, über die Gott den Bann verhängt hat. Die Völker in der Bibel, über die Gott den Bann verhängt hat. Ja, sie waren nicht gebannt. Es war eine Gerichtsbotschaft, aber sie wurden noch gerettet. Über wen ist der Bann gesprochen worden? Kanaaniter, Hewiter, Jebusiter, Perisiter, die ganzen Iter, die in Palästina gelebt haben. Im Land Kanaan. Und was ist mit denen passiert, als Gott den Bann über sie verhängt hat? Die wurden getötet. Das war ein Gerichtsgottes, oder? Das war ein typologisches Gericht für das Gericht am Ende, wenn die Sünder vernichtet werden. Also es geht um diesen Bann, sie sind zur Schlachtung dahin gegeben.

[14:45] Vers 3. Ihre Erschlagenen sollen hingeworfen werden, der Gestank ihrer Leichname aufsteigen, die Berge werden von Blut zriefen. Ist da irgendwo eine Aussage, dass da viel Blut sein wird? Ja, genau. Und zwar nicht nur stadionweit, sondern, wo ist diese Aussage? Das ist nicht in Offenbarung 19, sondern in dem anderen großen Kapitel, wo es auch um die Wiederkunft geht. Wenn ihr bei der Predigt aufgepasst habt, vor anderthalb Wochen. Offenbarung 14, genau, im Fest 20, oder? Da ist die andere Wiederkunft, und da wird dann die Kelter getreten, die Ernte, und dann heißt es, dass Blut gegen, was sind das, 1.200 Stadien oder so? 1.600 Stadien. Und zwar wie hoch? Bis an die Zäume der Pferde. Also nicht nur quasi 1.600 Stadien irgendwie flach, sondern auch noch, also das Volumen ist gigantisch, wenn man sich das ausrechnet. Also das ist die Idee, das Blut fließt in Strömen, sozusagen.

[15:45] Vers 4, der ist sehr interessant. Das gesamte Heer des Himmels wird vergehen, die Himmel werden zusammengerollt wie eine Buchrolle, da klickt es, nicht wahr, 6. Siegel, kurz vor der Wiederkunft. Interessant ist auch, schaut mal, und all ihr Heer wird herabfallen, wie das Laub am Weinstock herabfällt, und wie die verdorrte Frucht des Feigenbaums. Gibt es das auch in der Offenbarung? Wenn ein Feigenbaum, dass die Sterne vom Himmel fallen, wie ein Feigenbaum, der seine Frucht ab... Auch in der Offenbarung 6, auch im 6. Siegel, das ist dieses Zeichen am Himmel, nicht wahr, der Sternenfall. Also die Offenbarung, ihr seht, die Offenbarung greift eigentlich ständig auf diese alttestamentlichen Propheten zurück. Das ist alles schon versteckt und verstreut, und die Offenbarung sammelt das alles so schön in feine Abschnitte, dass man das gut verstehen kann.

[16:33] Vers 5, denn mein Schwert ist trunken geworden im Himmel, siehe, es wird herabfallen auf Edom zum Gericht über das Volk, das ich mit dem Band belegt habe. Jetzt ist was Interessantes. Wer soll laut Vers 1 oder Vers 2, wer soll laut Vers 2 gerichtet werden? Die Völker. Und jetzt aber laut Vers 5 ist es Edom. Jetzt eine Frage an Bibelexperten. Wenn ihr das wisst, seid ihr gut. Also ich meine, ihr seid sowieso gut, aber gibt es irgendeine Stelle in der Bibel, wo Edom zum Symbol für alle Völker wird? Eine Stelle, und zwar interessanterweise, hat das was mit dem Neuen Testament zu tun. Ja, das steht erstmal im Malachi, nicht wahr? Paulus zitiert das, genau. Ja, das stimmt, das stimmt. Es gibt auch eine Stelle, wo ein Apostel im Neuen Testament eine Prophezeiung auf Edom nimmt und sagt, schaut her, damit sind alle Heiden gemeint. Ein Apostel, der eine, ich muss mich korrigieren, es war kein Apostel, es war eine leitende Figur im Neuen Testament in der Gemeinde, die eine Prophezeiung über Edom nimmt und dann sagt, ihr seht, alle Heiden sind damit gemeint. Gibt es irgendjemanden, der irgendwann mal einen Spruch fällt und sagt, alle Heiden dürfen das und jenes oder nicht mehr das und jenes, oder, wann hat die Urgemeinde über das Thema der Heiden diskutiert? Beim Konzil, genau, schaut mal im Konzil, eine ganz interessante Stelle, Apostelgeschichte 15 und dort Vers 16.

[18:37] Schaut mal auf Apostelgeschichte 15 und dort Vers 16 und 17. Nach diesem will ich zurückkehren und die zerfallene Hütte Davids wieder aufbauen und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten, der Menschen, den Herrn suchen und alle Heiden, über die mein Name ausgerufen worden ist, spricht der Herr, der all dies tut. Das ist ein Zitat, oder? Woher zitiert er? Er zitiert von Amos und jetzt gilt natürlich, was man immer tun sollte, man schaut zurück, was hat Amos gesagt und was hat Amos gesagt? Lasst euren Finger in Apostelgeschichte. Was hat Amos gesagt? Der gute Hirte und Maulbeer Feigenzüchter. Amos 9 sagt in Vers 11 und 12 ihr könnt es fast miteinander vergleichen, da sagt er, an jenem Tag will ich die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten und ihre Risse vermauern und ihre Trümmer wiederherstellen und sie wieder bauen, wie in den Tagen der Vorzeit, sodass sie den Überrest Edom. Was sagt der Jakobus hier? Den Überrest der Menschen und der Jakobus zitiert aus der griechischen Übersetzung der Septuaginta und da steht Menschen und nicht Edom. Hat jemand von euch einen blassen Schimmer, wie man das hinkriegt, dass hier möglicherweise Menschen.

[20:05] Ja genau, der Rest der Menschen und die übrigen Edoms, also geht es nicht um die übrigen so sehr hier, sondern jetzt geht es hier gerade um die Frage, dass dort wo im hebräischen Edom steht, übersetzt die griechische Bibel Menschen und das bedeutet, dass Edom quasi ein Typus ist für alle Heidenvölker. Das ist ganz kurios. Weiß jemand von euch, was Mensch auf hebräisch heißt? Adam. Genau. Und Adam, wenn ihr jetzt die Buche, ihr wisst ja im hebräischen gibt es die Konsonanten und die Vokale, die wurden eigentlich nicht aufgeschrieben, die wurden erst später hinzugefügt, wenn man die Vokale wegnimmt, also man hat quasi am Anfang, das ist auch ein Konsonant, also Adam und Edom, dann hat man also dieses Ö und hat man D und M und wenn man jetzt ein E und ein O entfügt, liest man Edom, aber wenn man zwei As entfügt, liest man Adam, das heißt die beiden sind sprachlich extrem verwandt miteinander, Edom und Adam und man vermutet, dass daher wahrscheinlich dieser Wechsel von der griechischen Übersetzung dann von Adam zu Edom gekommen ist oder möglicherweise vielleicht sogar am Anfang immer schon Adam, dort stand Menschen, wie auch immer.

[21:19] Der Punkt, den ich machen will, ist, man sieht, Edom ist ein Typus für alle Menschen. Das ist hier in der Apostelgeschichte so, die Prophezeiung von Amos sagt letztendlich Jakobus sagt, was Amos sagen wollte ist, alle Menschen, über alle Menschen kann der Name des Herrn ausgerufen werden, wenn sie zu den übrigen gehören, das ist nicht nur Israeliten, sondern alle Menschen können zu Gottes Volk gehören. Das bedeutet wiederum, wenn Jesaja 34 jetzt ein Gericht über Edom angekündigt wird, ist es ein Gericht über alle Heidenvölker, nur dass wir diese Idee haben, das ist deswegen wichtig, weil in Jesaja 63 geht es auch um Edom.

[21:53] Also zurück zu Jesaja 34, wir sind immer noch bei diesem dieser Prophezeiung über das Ende, Jesaja 34 und dort fährst jetzt fährst du weg. Das Schwert des Herrn ist voll Blut. Das ist diese Idee, also Gott kämpft und er selbst wird vom Blut befleckt, aber nicht, weil er hier für sie stirbt sozusagen, sondern weil er schlachtet. Das ist die Idee, er tötet sie und zwar so viel Blut, dass sogar das Schwert des Herrn voll Blut ist und interessant ist die Art und Weise, wie das beschrieben wird, es trieft von Fett, Blut, Nierenfett, wenn ihr an Fett und Blut denkt und dann hier Lämmer, Böcke, Widder, was ist die allererste Assoziation, die man hat als Bibelleser? Heiligtum, Opfer oder? das Fett und das Blut, die Böcke und die Stiere und deswegen heißt es auch ein Schlachtopfer. Das ist ein ganz interessanter Punkt, denn wenn der Tod der Gottlosen als Schlachtopfer bezeichnet wird, also wir haben hier den Tod der Gottlosen am Ende durch die Plagen oder? Der Tod der Gottlosen wird geschrieben als ein Schlachtopfer.

[23:21] Aber bevor wir das klären, gibt es in der Offenbarung auch so ein Vers, wo das Ende für die Völker so als ein Schlachten dargestellt wird, dass Gott sagt, dass er sein Schlachtopfer hält, dass er sein Schlachtmal hält, dass ein großes Schlachten. Genau, Offenbarung 19, das kommt dann später genau, wo es heißt, dass der Engel in der Sonne steht, zu den Vögeln ruft, kommt und versammelt euch zum Mal des großen Gottes, das Fleisch der Starken, das Fleisch der Pferde und so weiter. Diese Idee, dass er für sie quasi ein Mal bereitet und an die ganzen Gottlosen schlachtet, ok.

[23:59] Frage. Worauf zielten die Schlachtopfer im Alten Testament? Was war deren Sinn? Die sollten auf Jesus hinweisen und zwar auf seinen Tod. Und jetzt wird der Tod der Gottlosen als ein Schlachtopfer dargestellt. Das ist interessant, oder? Schlachtopfer haben eigentlich eine Funktion, sie weisen auf das Kreuz. Aber hier ist das Kreuz lange passé und jetzt bluten hier Menschen, nicht weil sie Jesus angenommen haben und es ist auch nicht das Blut Jesus, sondern das Blut der Sünder und trotzdem wird es als ein Schlachtopfer bezeichnet, das muss man im Hinterkopf behalten, das ist sehr interessant, kommen wir gleich noch mehr dazu.

[24:43] Wie wird dieser Tag genannt, wenn das hier passiert? Wie wird diese Zeit beschrieben? Tag des Herrn und ja genau, also eigentlich genau genommen ist es der Tag der Rache des Herrn und, zwei Begriffe, Tag der Rache und Tag der Rache und ein Jahr der Vergeltung, ist es aufgefallen, ein Tag der Rache und ein Jahr der Vergeltung? Ja genau, wir sind schon in Jesaja, aber das kommt nochmal vor in Jesaja. Sehr gut, ein Jahr der Vergeltung, für wen ist die Vergeltung? Lest genau, es ist ein Tag der Rache und ein Jahr der Vergeltung für wen? Was steht im Text? Wir machen ein bisschen richtig Vers zu Vers Studium, was steht im Text? Jahr der Vergeltung für? Für die Sache Zions, also wer ist Zion? Die Gemeinde Gottes, also damals Jerusalem, oder? Für die Sache Jerusalem, erinnert euch in Joel und in anderen Prophezeiungen, da ist der Endkampf immer um Jerusalem, ja und da kämpft Gott für Zion, es gibt den Tag der Rache und das Jahr der Vergeltung.

[25:57] Und dann übrigens, das ist auch interessant, was passiert dann mit Edom hier? Was passiert mit dem Land? In Vers 9 und 10, das ist auch noch eine Parallele dann zur Wiederkunft. Was passiert mit es verbrannt und zwar mit was für einem Feuer wird es verbrannt? Mit unauslöschlichem Feuer, es erlischt nicht Tag und Nacht, ewig wird sein Rauch aufsteigen, kommt euch das bekannt vor? Woher kennen wir das? Ewig wird der Rauch aufsteigen, Tag und Nacht. Offenbarung 14, nämlich genau wo? Ja 10, 11 genau, das dritte Engelsbotschaft, ja und dann auch später Offenbarung 20, da geht es einmal um die Plagen, es geht um die Plagen und um die endgültige Vernichtung der Plagen. Ganz genau.

[26:59] Da geht es um die Frage mit dem ewigen Feuer und ihr erinnert euch vielleicht, als wir darüber gesprochen haben, sind wir hierher gekommen zu der Stelle und haben gezeigt, das ewige Feuer, das Edom verbrennt, ist so ewig, dass danach die Pelikane und Igel da wohnen, schaut mal Vers 11, und der Pelikan und der Igel werden es einnehmen, das heißt, das ewige Feuer brennt nicht die ganze Zeit, das ist ein ganz toller Text zu zeigen, ewiges Feuer meint nicht ewiges Feuer, nicht tatsächlich immer brennendes Feuer, weil kein Pelikan und kein Igel hält es in einem Feuerinferno aus.

[27:29] Soweit so gut, ihr seht also, Jesaja spricht hier bei diesem Schlachten von Edom eigentlich von der Plagenzeit und von der Wiederkunft, von den Ereignissen vor der Wiederkunft, der Sternenfall, dann auch die Plagen, der Himmel weicht zurück, dann der Kampf Gottes, die Gottlosen werden alle vernichtet und dann sogar von dem Feuer das alles vernichtet und kurioserweise oder interessanterweise nennt er das Ganze ein Schlachtopfer. Ich habe früher mal gefragt, wieso nennt er das ein Schlachtopfer, das klingt ein bisschen grausam, oder? Wir wollen ja den Leuten beibringen, dass Gott auch den Gottlosen gegenüber noch liebevoll ist, oder? Da passt diese Idee von Gott hält ein Schlachtopfer jetzt nicht so oberflächlich betrachtet nicht sofort hinein, oder? Ich denke, weil eigentlich wäre das ja zu viel mehr. Wenn der Adam gesündigt hat, müsste das ihm passieren. Jesus hat nur das übernommen, aber das ist es eigentlich, und weil sie das von Jesus nicht angenommen haben, müssen sie alle selber dieses Schlachtopfer bringen. Das ist schon ein interessanter Hinweis, weil Jesus das, also alle, die Jesus' Opfer nicht angenommen haben, müssen das erleben, weil das eigentlich das ist, was sowieso jeden Sünder erwartet. Jesus hat ja nicht einfach erfunden, auch ich habe erfunden, zu sterben. Und dann Ja, genau, genau, genau.

[28:49] Wir sehen ja schon, hier gibt es einen Hinweis auf das Blut Jesu. Das ist also gar nicht falsch, was ihr am Anfang gesagt habt, nur das geht noch in eine andere Ecke, genau?

[29:11] Gut, jetzt sind wir bereit für Jesaja 63 und das ist wirklich eine nicht ganz so einfache Stelle, aber irgendwie auch sehr beeindruckend, ehrlich gesagt. Auch die Art und Weise, wie das geschrieben ist, gehört zu den ganz großen poetischen Stellen der Bibel, auch wenn es nicht immer gleich sofort ersichtlich ist, was gemeint ist. Schaut mal, wir lesen wieder die sechs Verse und dann schauen wir uns kurz das Einzelne an. Ab Vers 1.

[29:35] Wer ist dieser, der dort von Edom herkommt, Achtung, Edom, von Bosra mit hochroten Kleidern? Er, der prächtig aussieht, in seinem Gewand stolz auftritt in der Fülle seiner Kraft. Jetzt antwortet er und sagt, Ich bin es, der ich von Gerechtigkeit rede und mächtig bin zum Retten. Jetzt wird er gefragt, Warum ist denn dein Gewand so rot und deine Kleider sehen aus, wie die eines Keltertreters? Das könnt ihr sehen, die Parallele zu Offenbarung 19? Jetzt antwortet er, Ich habe die Kelter allein getreten und von den Völkern war kein Mensch mit mir und so habe ich sie zertreten in meinem Zorn und zerstampfte meinem Grimm, dass ihr Saft an meine Kleider spritzte und ich mein ganzes Gewand besudelte, denn ich hatte mir einen Tag der Rache vorgenommen, dass ja meine Erlösen war gekommen und ich sah mich um, aber da war kein Helfer und ich war verwundert, aber niemand unterstützte mich, da haltte mein eigener Arm und mein Grimm, der unterstützte mich und so zertrat ich die Völker in meinem Zorn und machte sie trunken mit meinem Grimm und ich ließ ihren Saft zur Erde fließen. Wow!

[30:37] Frage, also ihr seht auf jeden Fall die Parallele zu Jesaja 34, oder? Da kommt jemand von Edom, das ist quasi wie der zweite Teil, also man sieht in Jesaja 34, sieht man das Gericht an Edom als Typus für das Endzeitgericht und jetzt kommt er quasi von daher und jetzt sieht ihn jemand, jemand sieht ihn und sagt, Hey, wo kommst du her? Er sagt, Ich komme aus Edom. Warum bist du so rot? Das habe ich gemacht. Also wer ist das in Vers 1? Was würdet ihr sagen? Wer ist derjenige, der sagen kann, Ich bin es, der ich von Gerechtigkeit rede und mächtig bin zum Retten? Das kann nur Jesus sagen. Interessant, Ich bin es. Ich bin. Ich bin, der ich bin. Der ich von Gerechtigkeit rede, wenn ich das aufschreiben wollte, es gibt in Jesaja, in Psalm 40 diese Stelle, wo Jesus sagt, Ich habe Gerechtigkeit verkündet in der Gemeinde. Jesus redet von Gerechtigkeit und Jesus ist mächtig zum Retten, oder? Also er beschreibt sich als der Retter, nicht nur als derjenige, der jetzt hier irgendwie Gericht ausübt. Er ist der mächtige Retter und er kommt mit, was für Kleidern? Was sind die Kleider, die er anhat? Was, was, ja genau, was ist die Farbe dieses Kleides? Nicht nur rot, sondern prächtig, ja prächtig auch, aber wie rot? Hochrot. Also wirklich durchtränkt, also tiefes Rot, ja. Er sieht prächtig aus, nicht wahr? Stolz auftritt.

[32:05] Und jetzt stellt er die Frage, warum ist denn dein Gewand so rot? Und Achtung, das Kleid wie das eines Keltertreters. Keltertreter? Keltertreten? Hat das irgendwas mit Offenbarung zu tun? Keltertreten? Offenbarung 14, nicht wahr? In der zweiten Ernte, die erste Ernte, ist was für ein, jetzt hätte ich mal gesagt, also was für eine Vegetation? Das Getreide, ja, das Weizen. Die zweite ist die Trauben. Die werden die Kelter getreten. Da spritzt das Blut an die Zäune der Pferde. Warum ist sein Gewand so rot? Weil er die Kelter tritt. Weil er Gericht hält. Das heißt, die Idee, die primäre Idee von Offenbarung 19, Vers 13, ist überhaupt gar nicht, Jesus wird als Lamm gezeichnet, dass er am Kreuz gestorben ist, sondern die primäre Idee ist, es wird so ein Blut vergießen, dass er mit Blut besudelt ist. Das ist die eigentliche Idee. Eigentlich ist ein guter Punkt dafür, wenn alle der Lösung annehmen würden, dann müsste Jesus nicht noch einmal mit Blut besudelt werden. Ja, ganz genau. Ganz genau.

[33:09] Wenn alle das annehmen würden, wäre das nicht nötig. Aber genau, wir kommen jetzt dazu. Vers 3. Ich habe die Kelter allein getreten und von den Völkern war kein Mensch mit mir und so habe ich sie zertreten meinem Zorn und zerstampfte meinem Grimm, dass ihr Saft an meine Kleider spritzt und ich mein ganzes Gewand besudelte. Also die Idee ist, es ist das Blut der Gottlosen.

[33:31] Frage. Es wird ja hier geschrieben von dem Saft, dass ihr Saft an meinen Kleidern spritzt. Was für ein Saft ist hier gemeint? Welcher Saft? Ja, genau. Aber erstmal im Bild gesprochen. Welcher Saft? Traumsaft. Gibt es irgendeine Stelle in der Bibel, wo Traumsaft und Blut miteinander verbinden? Das Abendmahl, oder? Beim Abendmahl hat Jesus sein Blut mit dem Bild von Traumsaft gegeben. Er hätte ja auch Orangensaft nehmen können. Es gab andere Früchte, die er nehmen könnte, oder? Aber er nimmt Traumsaft. Die Idee mit dem Blut in der Traube, die gibt es schon aus 1. Mose 49. 1. Mose 49. Das ist eine ganz typische hebräische Denkweise, dass die Trauben quasi bluten, wenn man sie zertritt. Schaut man 1. Mose 49. Und dort Vers 11. Das ist ein ganz schöner Vers. 1. Mose 49. Vers 11. Er wird sein Füllen an den Weinstock binden, und das Junge seiner Esel an die Edelrebe. Er wird sein Kleid im Wein waschen, und seinen Mantel in Traubenblut. Könnt ihr das sehen? Wein oder Traumsaft wird hier bezeichnet als das Blut der Trauben. Und deswegen ist diese Assoziation so stark, dass dieses Zertreten von Trauben ein Bild ist für das Zertreten von Menschen. Das spritzt Blut.

[35:17] Nun, zurück zu Jesaja 63. Und dort Vers 4. Warum macht er das? Warum zertritt er die Kelter? Warum zerstampft er die Gottlosen? Es geht um den Tag der Rache und ja, genau, aber hier steht nicht der Erlösten. Also die Vergeltung hat was mit Erlösung zu tun, weil der Tag der Rache die Rache ist, weil das im Hinterkopf ist. Tag der Rache, Rache, Jahr der Vergeltung ist das Jahr der Erlösung, das Jahr der Erlösten.

[35:55] Nun, und dann dieser interessante Satz, Vers 5, ich sah mich um, aber da war kein Helfer. Und so weiter und so fort. Und dann zertrate ich sie nicht wahr und machte sie trunken mit meinem Grimm, das ist diese Idee nicht wahr, ihr solltet trinken vom Zorn, Wein Gottes. Mit Achso, da rufen die Seelen, die rufen, wann ist der Tag deiner Rache? Schon lange hat das Universum gesagt, wann wird Gott Rache halten. Und der Tag ist jetzt gekommen.

[36:31] Jetzt habe ich eine Frage an euch. Kommt dieser Begriff, Tag der Rache und Jahr der Erlösung oder Jahr der Vergeltung, die Idee nochmal vor bei Jesaja. Tag der Rache und Jahr der Vergeltung oder Jahr der Erlösung, also irgendwie ein... Jesus hat gesagt, genau, und woraus hat er da zitiert? Da hat man ihm ja auch die Jesaja-Schriftrolle gegeben, oder? Ja, genau, steht im Evangelium, steht in Lukas 4. Ab Vers 16. Ja, genau, genau, aber erstmal, was hat er zitiert? Was hat er zitiert? Da kommt genau das nämlich auch. Aber was hat er zitiert? Die Lieblingsstelle von Jesus. Fast. Die eine Stelle, die von allen anderen Stellen die wichtigste Stelle im Alttestament für Jesus war, das war seine Dreiverengelsbotschaft quasi sozusagen. Seine Offenbarung 14. Das hat er ständig zitiert. Jesaja 61.

[37:27] Der Geist des Herrn ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat. Messias, nicht wahr? Vorbotschaft, das ist das Evangelium. Er hat mich gesalbt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzen sind, den Gefangenen befangen, zu verkünden und Öffnung des Kerkers dem Gebundenen. Bis hierhin, warte. Was verkündigt, also worum geht es hier in diesem Vers? Geht es hier um die Endzeit? Geht es hier um die Wiederkunft? Es geht um... Das erste Kommen Jesu, oder? Es geht darum, dass er kommen würde, predigen würde, heilen würde, das Evangelium erklären würde, Evangelium predigen würde, die Bergpredigt halten würde.

[38:01] Vers 2. Und? Den Tag der Rache. Das heißt, wir haben jetzt Textstellen, die vom Ende sprechen, von dem Zertreten der Gottlosen, und das heißt, es ist der Tag der Rache und das Jahr der Erlösen. Und jetzt haben wir eine Textstelle bei Jesaja, wo das erste Kommen Jesu beschrieben wird, und wieder heißt es, um es zu verkündigen, das angenehme Ja, also das Ja, das positive Ja, und den Tag der Rache. Und jetzt kommt es, als Jesus das zitiert, in Lukas 4, bis wohin zitiert er? Bis zu das angenehme Ja. Und dann, weiß er nicht mehr weiter, oder hat keine Lust weiterzulesen, oder warum? Warum stoppt er vor dem Tag des Herrn? Vor dem Tag der Rache?

[38:49] Weil das zwei verschiedene Ereignisse sind. Das Ja der Vergeltung für Zion, das Ja der Erlösen, das Ja, das angenehme Ja, das ist Jesu erstes Kommen, weil dort stirbt er für die Sünden. Der Tag der Rache ist, wenn die Gottlosen vernichtet werden. Aber jetzt kommt es. Diese beiden Dinge sind zwar zeitlich getrennt, aber inhaltlich untrennbar verbunden. Deswegen werden die in Jesaja so zusammengeschoben. Denn das Schlachtopfer, das Jesus bringt, und das Schlachtopfer am Ende, haben unglaublich viel gemeinsam. Denn Jesus bringt auf Golgatha das Schlachtopfer, das auch am Ende gebracht wird. Mit anderen Worten, er trägt die Sünden, oder er erleidet das, was eigentlich alle Menschen am Ende erleiden müssten. Mit anderen Worten, Gott führt Krieg gegen seine Feinde. Wer sind seine Feinde? Wir alle. Wir sind seine Feinde. Das heißt ganz eindeutig, wir waren seine Feinde. Wir stehen auf der anderen Seite. Er führt Krieg gegen seine Feinde, und alle seine Feinde werden am Ende vernichtet werden. Aber jetzt möchte Gott natürlich mich retten. Was macht er? Er führt den Krieg, den er eigentlich gegen mich am Ende führen müsste, wenn er kommt, führt er gegen sich selbst.

[40:25] Schaut man Sacharja. In Sacharja Kapitel 13. Sacharja Kapitel 13. Eine ganz erstaunliche Stelle. Sacharja 13, und dort Vers 7. Dort heißt es, Schwert, erwache gegen wen? Gegen meinen Hirten, gegen den Mann, der mein Gefährte ist, spricht der Herr, der Herr Zebaoth. Wenn der Herr, der Herr Zebaoth von einem Mann spricht, der sein Gefährte ist, der sein Hirte ist, von wem spricht er dann? Schlage den Hirten, und die Schafe werden sich zerstreuen. Jesus hat gesagt, das erfüllt sich jetzt nicht. Da spricht Gott, der Vater von seinem Sohn. Schwert, erwache gegen meinen Hirten, gegen den Mann, der mein Gefährte ist. Da kämpft Gott quasi gegen sich selbst.

[41:25] Das heißt, Jesus identifiziert sich quasi mit den Feinden, um all das abzubekommen, was am Ende die Gottlosen abbekommen. Damit jeder, der sich mit Jesus identifiziert, der es glaubt, vor diesem Schlachten bewahrt wird. Und insofern ist also der Tod der Gottlosen eine Erinnerung eigentlich an das Kreuz. Ihr wisst ja, jedes Schlachtopfer war eine Vorschattung auf das Kreuz, oder? Jedes Mal, wenn ein Lamm geschlachtet worden ist als Schlachtopfer, war das ein Hinweis auf das, was Jesus erleiden würde. Wenn am Ende die Gottlosen sterben, ist das eine Erinnerung an das, was Jesus durchgemacht hat, denn er hat genau das durchgemacht für sie. Und jetzt kommt das Merkwürdige. Warum wird das das Merkwürdige Werk Gottes genannt? Weil er hatte schon durchgemacht und er musste es doch an ihnen vollstrecken. Das ist merkwürdig, oder? Wenn man für jemanden eine Million Euro schuld... Stell dir vor, ihr seid ein Steuereintreiber und ihr müsst eine Million Euro Steuern eintreiben. Und ihr habt solch ein Mitleid mit der Person, dass ihr selbst eine Million Euro auf das Konto überweist. Aber die Person nimmt das nicht an und sagt, ich will lieber selbst die Schuld bezahlen. Jetzt müsst ihr, obwohl ihr schon eine Million Euro für die Person bezahlt habt, trotzdem noch die eine Million von der Person eintreiben. Von Rechts wegen. Und das ist das Merkwürdige an der Sache. Das, was eigentlich so seltsam ist, das müsste nicht geschehen. Das war gar nicht vorgesehen. Und deswegen ist das am Ende nicht einfach nur ein erbarmungsloses Niedermetzeln, selbst obwohl es keine Gnade mehr gibt. Zu diesem Zeitpunkt wird das, was geschieht, jeden im Universum daran erinnern, was Jesus am Kreuz getan hat. Selbst nach der Gnadenzeit im blutigen Abschlachten der Gottlosen sieht man quasi wieder eigentlich das Kreuz. Nur von einer anderen Perspektive.

[43:29] Ja, ganz genau. Und das heißt, wenn das stimmt, dann kann man insbesondere Jesaja 63 auch wiederum lesen auf Golgatha. Denn dort hat Jesus denselben Kampf gekämpft, oder? Seit wann kämpft Jesus? Seit wann ist er im Krieg? Seit dem Himmel. Ja, es entstand ein Kampf im Himmel, Michael 6, und Golgatha war eine Schlacht, oder? Das war die Schlacht. Genauso wie am Ende die Wiederkunft eine Schlacht ist. Da kämpfen noch einmal Licht und Finsternis miteinander. Aber die Hauptschlacht war zwischen Jesus und Satan auf Golgatha, im Garten Gethsemane. Das ist da, wo 1. Mose 3, Vers 15 sagt, er wird dir den Kopf zertreten. In dieser Schlacht hat Jesus genau wie am Ende ebenfalls die Kelter getreten.

[44:27] Und wie sagt es hier? Niemand war bei ihm. Habt ihr das gelesen, Jesaja? Jesaja 63, wo es heißt, ich habe die Kelter allein getreten und von den Völkern war kein Mensch bei mir. Ellenweit verwendet die, wenn ihr mal danach sucht in ihren Schriften, verwendet diese Phrase immer und immer wieder, um Jesu Leiden in Gethsemane zu beschreiben, am Kreuz in der Wüste. Ich habe euch mal hier noch ein Beispiel mitgebracht, es gibt ganz viele. Da sagt sie, als Adam und Eva aus Eden entfernt wurden wegen Übertretung des Gesetzes Gottes, so musste Christus außerhalb des Heiligen leiden. Er starb außerhalb des Lagers, wo die Mörder exekutiert wurden. Er trat die Kelter allein und trug die Strafe, die auf den Sünder hätte fallen sollen. Oder hier, nachdem er die Entscheidung gefällt hatte und die finale Krise erreicht hatte, fiel er in sterbendem Zustand auf die Erde, von der er gerade nur teilweise sich empor gehoben hatte. Wo waren jetzt seine Jünger, die um ihre Hände ganz zärtlich auf den Kopf ihres dahinschwindenden Meisters zu legen? Und so weiter und so fort. Dann sagt sie wieder, der Erlöser trat die Kelter allein. Also in anderen Worten, als Jesus im Garten Gethsemane kämpft mit dem Satan, da verwendet sie dieses Bild von dieser Kelterpresse, das die Bibel auch verwendet, von der letzten Schlacht, wenn Jesus wiederkommt, um dort dann die Sünder äußerlich zu besiegen. Das ist ganz interessant.

[46:07] Das heißt, da gibt es eine ganz, ganz enge Verbindung zwischen dem, was Jesus am Ende tut, um die Gottlosen zu bestrafen, und dem, was er auf Golgatha getan hat. Und wenn man sich das mal vor Augen führt, dann wird deutlich, dass Jesus sich wirklich mit den Feinden identifiziert hat. Ja, wenn es heißt, er ist für uns gestorben, als wir noch, also Jesus ist für uns gestorben, als wir noch Gottes Feinde waren, dann ist die Idee, dass Jesus gewusst hat, wenn ich jetzt diesen Weg gehe, dann werde ich als Gottes Feind angesehen werden. Und das ist der Grund, warum er am Kreuz geöffnet hat. Mein Vater, mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und weil er wusste, ich werde als Feind Gottes angesehen und am Ende werden die Feinde Gottes wie Trauben zertreten, sagt er seinen Jüngern beim Abendmahl, das ist mein, er reicht ihnen Traubensaft und sagt, das ist mein Blut. Er hat das nicht gemacht, weil er der Meinung war, dass Traubensaft der leckerste Saft ist, den man beim Abendmahl verwenden kann. Sondern dahinter steckt eigentlich die Bedeutung, das ist das, was mit Gottlosen passiert. Und jedes Mal, wenn wir den Traubensaft trinken, sollten wir darüber nachdenken eigentlich, Jesus hat schon die Kelter getreten für mich, so dass er nicht mich treten muss. Sein Blut ist schon vergossen worden, damit am Ende, beim großen Schlachten der Völker, mein Blut nicht vergossen werden muss. Ich weiß nicht, ich glaube in der Regel denken wir da nicht dran beim Abendmahl. Aber das ist eigentlich sehr interessant, wenn man darüber mal nachdenkt. Wir haben ja demnächst wieder Abendmahl, könnt ihr euch vielleicht mal gedanklich schon darauf vorbereiten, dass ihr den Gedanken mal mit im Kopf behaltet, dass hier eigentlich Jesus auch Bezug nimmt auf Offenbarung 14, Offenbarung 19, auf diese ganzen Stellen.

[50:01] Ja. Ganz genau. Ganz genau. Und übrigens, diese Idee von dem Blut, das ist ja ganz toll, das haben wir in der Predigt ja auch versucht daraus zu arbeiten. Es ist nicht nur eine Schlacht, es ist auch eine Ernte. Jesus kommt wieder als der, der erntet, er kommt wieder als der, der kämpft. Und diese Kelter ist eigentlich weniger Schlacht, sondern eigentlich Ernte. Das heißt, wir sehen schlechte Dinge in unserem Leben, ja. Wir sehen die Saat der Sünde und wir ernten deswegen, was man sieht, erntet man, oder? Das Naturgesetz sagt, wenn ich Sünde sehe, werde ich Verderben ernten. Aber im Evangelium erntet Jesus das, was ich gesät habe und dafür kann ich ernten, was er gesät hat. Und wenn man sich das vor Augen hält, dass Jesus am Kreuz das geerntet hat, die ganzen Folgen von dem, was ich so gesät habe in meinem Leben, dann ist das dieser gewaltige Tausch, den man mit Worten eigentlich gar nicht fassen kann, den aber der Jesaja versucht irgendwie so bildlich und deswegen stritzt es auch an seinem Gewand und deswegen war der am Anfang gar nicht falsch, als er gesagt hat, das steht für das Blut von Golgatha. Das ist auch die Bedeutung, aber eben in diesem Kontext, in dem Kontext, dass es eigentlich das Blut der Gottlosen ist, aber Jesus, um uns davor zu bewahren, hat er selbst schon die Weinkelder getreten, damit wir eben nicht verloren gehen müssen, damit, wie heißt es denn so, sei Gott die Welt geliebt, dass es einen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der ihn glaubt, nicht verloren geht. Das Wort heißt eigentlich, zerstört wird, zertrampelt wird, dass er nicht zerstört wird, dass er nicht kaputt gemacht wird, sondern ewiges Leben hat. Gerechtigkeit und Liebe und Gnade und Wahrheit, ja. Ihr Lieben, lohnt sich mal drüber nachzudenken beim nächsten Abendmahl, wenn wir den Traumsaft bekommen, was da eigentlich auch von der Endzeitprophetie da mit drin steckt und das zeigt auch, wie sehr der Tod Jesu und sein erstes Kommen mit der Endzeitprophetie, mit den Plagen, mit der Wiederkunft zusammenhängt, so sehr, dass im Alten Testament das oft nicht voneinander getrennt wird, weil das ein großes Ganzes ist, das hat zwar zeitliche Abfolgen, aber ist als ein Ganzes zu verstehen. Wollen wir Jesus danken, von Herzen danken, dass er für uns die Kelter getreten hat, dass er sich mit uns identifiziert hat, obwohl wir Feinde waren, damit durch sein Blut wir Gottes Freunde werden. Lass uns noch gemeinsam niederknien und beten.

[50:51] Lieber Vater im Himmel, danke so sehr, dass wir in der Offenbarung und in Jesaja und in so vielen Stellen der Bibeln immer wieder neue Bilder und neue Perspektiven auf deine Liebe sehen. Herr, im Grunde genommen müssen wir bekennen, dass wir gar nicht wirklich richtig verstehen, wovon wir gerade gesprochen haben. Wir sehen das so vage, wir können die Verse lesen, wir können auch ungefähr die Worte begreifen, aber was da wirklich dahinter steckt, die Schmerzen und das Leid, das Jesus ertragen hat, die Trennung von dir, den Schmerz, den du darüber gehabt hast, das können wir gar nicht in Worte fassen. Aber Herr, das ist eine Realität, die du dort für uns getan hast. Das ist etwas, was wirklich real ist, was du für uns möglich gemacht hast, denn du liebst uns so sehr. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich um Vergebung bitten, dass wir so oft das gar nicht richtig durchdenken. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, mehr über dieses große Opfer nachzudenken und was das für uns bedeutet, dass Jesus bereit war, sich mit uns zu identifizieren, obwohl wir noch Feinde waren und dass durch sein Blut wir völlig reingewaschen werden können und dass wenn er wiederkommt, wir ihn als einen Freund und Helfer und Sieger empfangen dürfen und nicht als den, der die gerechte Strafe uns gibt. Wir möchten dich heute bitten, dass du durch deinen Heiligen Geist unsere Herzen reinigst, durch das Blut Jesu, der jetzt für uns eintritt und danken dir von ganzem Herzen dafür. Amen.


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