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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird der biblische Vers Offenbarung 20:5 im Detail beleuchtet, der die erste Auferstehung erwähnt. Christopher Kramp erklärt die Bedeutung dieses Verses im Kontext des Millenniums und geht auf die verschiedenen biblischen Stellen ein, die die Auferstehung der Toten thematisieren, von den Anfängen in 1. Mose bis zu den Ausführungen im Neuen Testament. Die Predigt betont, dass die Auferstehung nicht nur eine theologische Notwendigkeit ist, sondern auch Ausdruck von Gottes Sehnsucht nach seinen Kindern und ein Zeichen der Hoffnung für Gläubige.

In dieser Predigt über Offenbarung 20, Vers 5, taucht Christopher Kramp tief in das Konzept der ersten Auferstehung ein. Er beleuchtet, wie die Idee der Auferstehung bereits im Alten Testament angelegt ist und sich durch biblische Texte zieht. Die Predigt erklärt die Bedeutung der Auferstehung als Ausdruck von Gottes Sehnsucht nach seinen Kindern und als Quelle der Hoffnung, die uns von der Todesfurcht befreit.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:47] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr jetzt live zugeschaltet seid auf www.joelmedia.de.

[0:57] Heute haben wir einen der wahrscheinlich einfachsten Offenbarungsverse überhaupt vor uns. Nicht schwer zu verstehen, aber doch von großer Bedeutung. Und bevor wir beginnen, wollen wir gemeinsam ein Gebet sprechen und ich lade euch ein, dazu näher zu knien.

[1:20] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt zu dir kommen können und dass wir dein Wort studieren können. Bitte schenk uns deinen Heiligen Geist und gib, dass wir verstehen, was du uns sagen möchtest. Bitte hilf uns, dass wir die Botschaft für unser persönliches Leben erkennen und dass wir die Wahrheit verstehen, wie sie in dir ist. Bitte erfüll uns mit deinem Heiligen Geist und halte alle Störende fern. Im Namen Jesu, Amen.

[1:45] Wir wollen uns gemeinsam Offenbarung 20 und dort Vers 5 anschauen. Offenbarung 20 und dort Vers 5. Und wie gesagt, unter all den Offenbarungsversen, wenn man eine Rangliste machen würde, was die Schwierigkeit des Verständnisses angeht, würde der wohl unter den aller einfachsten Versen rangehen. Also da gibt es nicht viel Mist zu verstehen. In Vers 5 heißt es: „Die Übrigen der Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung.“ Keine Symbole, keine Zeitprophezeiung, einfachste Sprache. Und die Frage ist, was sollen wir daraus lernen?

[2:46] Also halten wir mal fest, das Ganze ist ja im Kontext des Millenniums. Wir haben ja in der letzten Woche uns den Vers 4 angeschaut. Und was haben wir gelernt, worum geht es in Vers 4? Was war so die Kernidee von Vers 4? Die Gerechten, die am Gericht beteiligt werden, genau. Was haben wir noch gelernt? Die Gerechten sind beteiligt am Gericht, genau. Was noch? Sie regieren, ihnen wird Herrschaft verliehen, Throne werden aufgestellt. Und wir haben gesehen, alle die an Jesus geglaubt haben, sind lebendig. Und viele von ihnen werden lebendig, wenn ihr das am Ende von Vers 4 anschaut. Da heißt es ja am Ende: „und sie wurden lebendig und regierten die tausend Jahre mit Christus.“ Sie wurden lebendig und regierten die tausend Jahre mit Christus. Und jetzt quasi als Gegensatz dazu heißt es: „die Übrigen der Toten wurden nicht wieder lebendig.“ Also wenn man irgendwo noch einen Vers gesucht hätte, der deutlich macht, die Ungläubigen sind tot und nicht lebendig, da ist der Vers. Eindeutiger geht es nicht, die Ungläubigen sind nicht lebendig, tausend Jahre tot.

[4:05] Aber dann kommt der interessante Satz: „Dies ist die erste Auferstehung.“ Und das bezieht sich natürlich eigentlich auf welchen Vers, also diese erste Auferstehung. Wenn es heißt, dies ist die erste Auferstehung, auf welche Phrase bezieht sich das? Jetzt so im direkten Kontext, das bezieht sich auf das Ende von Vers 4. Also man könnte sich das so vorstellen, dass er sagt: „und sie wurden lebendig und regierten die tausend Jahre mit Christus, die Übrigen der Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet sind, dies ist die erste Auferstehung.“ Das Ende von Vers 4 beschreibt die erste Auferstehung. Und das gibt uns die Gelegenheit, ein bisschen über diese Idee der Auferstehung und vor allem der ersten Auferstehung nachzudenken.

[4:52] Man würde ja denken, das ist klassische adventistische Grundlehre, nicht wahr? Die Auferstehung der Toten gibt es ja auch bei vielen anderen Christen und wir kennen die erste und die zweite Auferstehung. Frage an euch, wo taucht zum Er oder anders gefragt, wenn ihr jemandem erklären solltet anhand der Bibel, abgesehen von Offenbarung 20 Vers 5, dass es eine Auferstehung der Gläubigen geben wird. Welche Bibelverse fallen euch so spontan ein, die man so benutzen könnte? Wir sammeln erstmal ein paar. Ihr müsst jetzt noch nicht gleich alle lesen, wir lesen die wichtigsten. Welche Bibelverse würden euch so einfallen?

[5:31] Erste Thessalonicher 4, da um Vers 16 herum, das geht schon ein bisschen früher los. Okay, sehr gut. Was würde euch noch einfallen? Johannes 5, 25 schon und 28 und 29, als Jesus von der Auferstehung der Toten spricht vor dem Sanhedrin. Welche Verse noch? Also wir haben jetzt erste Thessalonicher 4, Johannes 5. In der Apostelgeschichte? Ja, was wollen wir noch? Ja, genau, Apostelgeschichte 24. Genau, sehr gut, also Apostelgeschichte 24, Paulus sagt das ja mehrmals auch so in Verhandlungen, dass er sagt: „während der Hoffnung auf die Auferstehung werde ich gerichtet.“ Gut, sehr gut. Was haben wir noch für Texte? Erste Korinther 15, den werden wir nachher auch noch genau anschauen. Erste Korinther 15 ist so ein ganz klassischer Abschnitt über die Auferstehung.

[6:44] Es sind bisher sehr viele im Neuen Testament gewesen. Gibt es die Idee auch schon im Alten Testament? Ja, Jesaja sagt, die Toten werden wieder auferstehen, Jesaja 24. Kommen wir gleich noch zu? Zweite Korinther, ja, okay, sehr gut. Haben wir im Alten Testament noch so Stellen von der Auferstehung? Daniel 12, Vers 2, genau. Da geht es zwar, wenn man jetzt ganz genau sein will, um die spezielle Auferstehung, zumindest ist da auch die Idee angedeutet, dass Tote wieder auferstehen werden.

[7:25] Oder mal anders gefragt, wo kommt denn zum ersten Mal so ganz vage angedeutet die Idee von der Auferstehung vor? Wo wird die so zum allerersten Mal, so ein bisschen zumindest mal angedeutet? Was solltet ihr sagen? Mose, ja. Hiob, ja, Hiob. Da werden wir gleich zu kommen. Hiob spricht von der Auferstehung der Toten sogar mehrfach. Können wir noch weiter zurück als Hiob? Noch früher, ja genau, noch früher.

[8:12] Ab wann wäre denn sozusagen die Botschaft von der Auferstehung der Toten interessant gewesen? Ab wann hätte man die denn gebraucht? Ab dem Sündenfall, oder? Denn vor dem Sündenfall war eine Lehre von der Auferstehung hinfällig, weil da war ja kein Tod geplant. Der Mensch sollte ewig leben, also braucht es keine Auferstehung, weder eine erste noch eine zweite noch irgendeine.

[8:33] Schauen wir mal in 1. Mose und 1. Mose Kapitel 2. Ihr kennt das natürlich sehr gut. 1. Mose 2 und dort Vers 17. Da sagt Gott in 1. Mose 2 Vers 17 zu Adam: „Aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen, denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben.“ Adam wusste und dann auch Eva, wenn sie von dem Baum essen, sind sie des Todes. Sie müssen sterben. Nun, ihr kennt die Geschichte. Sie essen von dem Baum und ihr kennt auch, wie es dann weitergeht. Gott kommt zu ihnen, er fragt sie und wir können das jetzt aus Zeitgründen natürlich nicht alles behandeln, aber gibt es irgendwo in der Geschichte in 1. Mose 3 einen Hinweis darauf, dass der Tod nicht das Ende sein wird oder nicht das Ende sein muss?

[9:30] Gibt es da irgendwo einen? In Vers 15 haben wir das Evangelium. Was sagt das Evangelium? Das Evangelium sagt, die gute Botschaft, da heißt es: Gott, Jesus will Feindschaft setzen und er wird der Schlange in den Kopf zertreten, er wird die Schlange besiegen, ja. Also es gibt Hoffnung, aber was heißt das jetzt in Bezug auf den Tod? Gibt es da irgendeinen Hinweis, dass es da wieder Leben geben wird? Denn Vers 15 an sich sagt erstmal nur, dass Gott den Satan besiegt und es gibt Hoffnung.

[10:01] Ja, aber gibt es irgendwo einen Hinweis darauf, dass quasi den Menschen das Leben zurückgegeben wird, das sie ja jetzt de facto verloren haben? Das ist der wahrscheinlich am wenigsten studierte Vers in dem ganzen Abschnitt. Vers 20. Denn Vers 21 ist gut bekannt, denn dort in Vers 21 bekommen die beiden Menschen die Kleider, nicht wahr, die Kleider der Gerechtigkeit. Aber in Vers 20, nachdem Gott jetzt dieses Evangelium predigt und ihm erklärt, was jetzt die Folgen sein werden und was alles passieren wird, sagt Adam etwas unglaublich Interessantes. Er sagt in Vers 20: „Und der Mensch gab seiner Frau den Namen Eva, denn sie wurde die Mutter der Lebendigen.“

[10:48] Frage: Hieß sie nicht vorher schon Eva? Nee, hieß sie schon vorher Eva, vor Vers 20? Hieß sie vorher Eva? Ich meine, wir nennen sie immer Eva und das ist auch ganz okay, ja, auch Ellen White sagt vorher schon, Adam und Eva gingen durch den Garten Eden. Aber das ist quasi so ein bisschen, wie wenn wir sagen, Abraham zog aus Ur. Der hieß doch gar nicht Abraham, der hieß Abram. Ja, das war Abram und wir nennen manchmal einfach Abraham ihn, obwohl er damals noch Abram hieß. Oder wenn wir zum Beispiel sagen, in dem und dem Jahr ist New York gegründet worden. Aber damals hieß die Stadt gar nicht New York, sondern New Amsterdam. Also mit anderen Worten, man verwendet manchmal den späteren Namen rückwirkend, aber streng chronologisch wird sie erst in Vers 20 auf Hebräisch Hawa genannt, Eva.

[11:42] Wie hieß sie denn vorher? Hat sie vorher keinen Namen gehabt? Mennen, sie hieß Ischa, genau, sie hieß Ischa, Ischa Mennen. Und wir denken immer, naja, das ist so ein Wortspiel, irgendwie so lustig, ja. Ich glaube mittlerweile, dass es eigentlich ihr tatsächlicher echter Name war. Sie hieß Mennen, denn sie war vom Mann genommen, so sollte sie heißen. Und das Interessante ist, sie wird jetzt zur ersten Person der Bibel, wo der Name sich ändert. Und ihr wisst ja, wenn Namen sich ändern in der Bibel, ist das immer sehr bedeutsam. Aus Jakob wird Israel, aus Abram wird Abraham und so weiter. Und aus Hosea wird Joshua, aus Joshua wird Joshua, aus Ischa wird Hawa.

[12:35] Und Hawa heißt tatsächlich buchstäblich Lebensgeberin, weil sie jetzt doch Kinder bekommen kann. Das heißt, sie wurde die Mutter aller Lebendigen. Nun, das hat zwei Ebenen. Die eine Ebene ist natürlich, alle Menschen, die noch gelebt haben, kamen von ihr her. Aber, was hatte Gott in 1. Mose 3, Vers 15 gesagt? „Ich will Feindschaft setzen zwischen dir, Schlange, und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen.“ Und ihrem Samen bezieht sich nicht auf alle Menschen, sondern auf wen? Erstmal auf Jesus und dann? Auf alle Gläubigen, oder? Alle, die Jesus folgen. Denn es gibt die Kinder des Teufels, sagt die Bibel, und es gibt die Kinder Gottes. Und in diesem Sinne ist Eva, oder die Benennung von Eva, sie ist die Mutter all derer, die das wahre Leben wieder ergreifen.

[13:40] Gott deutet an durch das Evangelium, und Adam versteht, dass alle, die jetzt diese Verheißung annehmen, die quasi Same der Frau werden, auch Offenbarung 12, dass die Leben haben werden. Sie werden wieder leben.

[13:59] Nun, in 1. Mose gibt es dann noch eine Geschichte, wo die Idee von der Auferstehung der Toten, zumindest so zwischen den Zeilen, Abraham und Isaak, ja, das steht zwar in 1. Mose nicht, aber die Geschichte steht in 1. Mose. Und wer sagt, dass Abraham überzeugt war, dass Gott von den Toten auferwecken könnte? Hebräer, nicht wahr, Hebräer Kapitel? 11, genau, 17 bis 19. Und warum kommt der Paulus zu dem Schluss, warum weiß der, dass Abraham überzeugt war, dass Gott notfalls von den Toten auferwecken kann? Ja, genau, das sind wahre, genau, können wir gleich noch lesen, aber schauen wir in Hebräer 11. Und dort Vers 17 bis 19.

[14:56] Hebräer 11, Vers 17 bis 19. „Er zählte darauf, dass Gott imstande ist, auch aus den Toten aufzuerwecken, weshalb er ihn auch als ein Gleichnis wieder erhielt.“ Also warum hat er darauf gezählt? Wie kam er darauf? Weil er die Verheißung geglaubt hat. Er hat die Verheißung geglaubt. Und das ist genau diese Idee hier bei Adam und Eva. Gott hat etwas verheißen, Gott hat verheißen, ihr werdet leben, sozusagen, ja. Und wenn er das verheißen hat, dann hat er das verheißen.

[15:21] Er hat die Verheißung geglaubt. Und das ist genau diese Idee hier bei Adam und Eva. Gott hat etwas verheißen, Gott hat verheißen, ihr werdet leben, sozusagen, ja. Und wenn die Menschen dann trotzdem gestorben sind und die Verheißung sie noch nicht erlangt haben, sozusagen, ja, dann gibt es nur die Möglichkeit, dann muss Gott aus den Toten wieder auferwecken können. In dem Fall bei Abraham war das natürlich nur im Gleichnis, weil er ja den Isaak nie wirklich getötet hat. Aber Abraham war sich sicher, dass die Verheißung so beständig ist, so fest steht, dass selbst der Tod die Verheißung Gottes nicht aufhalten kann.

[15:55] Nun, ihr habt Hiob erwähnt. Schauen wir mal Hiob an. In Hiob gibt es mehrere interessante Stellen. Weiß jemand von euch, wo in Hiob der Hiob über die Auferstehung der Toten spricht? In Hiob 19, genau.

[16:20] Genau bevor wir zu Hiob 19 kommen, gibt es noch eine Stelle in Hiob 14, die gehört eigentlich auch zu den ganz Klassischen, sehr schön, auch poetisch beschrieben. Hiob 14 und da lesen wir mal ab Vers 10. Hiob 14 ab Vers 10.

[17:03] Da kommt die Idee nicht weiter, der Tod ist ein Schlaf. Das ist die Frage: Wenn er stirbt, wird er wieder leben? Und die Antwort kommt: „Die ganze Zeit meines Frohndienstes würde ich harren, bis meine Ablösung käme.“ Und jetzt kommt es, Vers 15: „Dann würdest du rufen und ich würde dir antworten, nach dem Werk deiner Hände würdest du dich sehnen.“

[17:36] Wie lange stehen die Menschen nicht auf nach Vers 12? Bis die Himmel nicht mehr sind. Wann wird dieser Tag sein, dass die Himmel nicht mehr sind? Bei der Wiederkunft Jesu heißt es, dass der Himmel zusammenrollen wird wie eine Buchrolle. Dann werden die Toten auferstehen, und zwar die, die Jesus ruft, als die, die auf ihn gewartet haben. Die im Glauben an ihn gestorben sind. Und er sagt dann: „Du wirst rufen, ich würde dir antworten.“ Er sagt: „Ich warte quasi wie ein Soldat, der auf seine Wachablösung wartet, aber ich höre nichts, ich sehe nichts, ich schlafe quasi. Aber wenn Jesus ruft, werde ich antworten und sagen: Da bin ich. Ich habe mich so darauf gefreut.“ „Nach dem Werk deiner Hände würdest du dich sehnen.“ Das ist ein interessanter Gedanke. Die erste Auferstehung ist nicht nur etwas Technisches, sondern Gott sehnt sich danach, Menschen wieder auferwecken zu können. Denk mal drüber nach.

[18:29] Hat Gott Menschen lieb, ja oder nein? Das ist eine Frage. Und insbesondere hat er auch eine besondere Beziehung zu denen, die ihn zurücklieben. Ich meine, er liebt alle Menschen, aber die, die ihn zurücklieben, seine Freunde, wie Abraham zum Beispiel, oder Isaak, oder Jakob, oder Daniel, oder Johannes. Leute, die ihn wirklich geliebt haben. Zu denen hat er auch eine besondere Liebesbeziehung. Und wie lange hat er sie schon nicht mehr gesehen, sozusagen? Wenn ihr jetzt mal euch in Gott hineinversetzt. Wie lange hat er den Abraham schon nicht mehr gesehen, seitdem er das letzte Mal mit ihm sprechen konnte? Sechs Tage? Ja, das stimmt schon. Aber die Idee ist sozusagen, Gott hat einen Wunsch, eigentlich so schnell wie möglich wieder die Gläubigen bei sich zu haben.

[19:32] Gott sagt nicht: „Naja, ich habe jetzt eigentlich noch keine Lust auf die Wiederkunft und jetzt warten wir mal noch ein bisschen.“ Nicht nur möchte er, dass das Böse in dieser Welt zu Ende geht, er hat eine Sehnsucht, sagt die Bibel. Das denken wir vielleicht oft nicht drüber nach, oder? Er hat eine Sehnsucht nach den toten Menschen, die ja gerade nicht an ihn denken können, die nicht ihn lieben können, weil sie tot sind. Also das zeigt mir auch, warum die Bibel sagt, dass Gott die Wiederkunft nicht hinauszögern möchte, sondern dass er eigentlich sie so schnell wie möglich haben möchte. Nicht nur ist dadurch das Leid in dieser Welt eher zu Ende, sondern all die Gläubigen aller Zeiten können ihn dann wieder sehen und hören und mit ihm sprechen. Er sehnt sich nach all den tausenden Millionen Gläubigen. Und der Gedanke, dass wir vielleicht ein bisschen dazu beitragen könnten, nicht nur, dass Jesus wiederkommt, sondern dass Jesus auch all diese wieder aufwecken kann, sollte vielleicht nochmal so ein zusätzlicher Aspekt sein, über den man nachdenken kann.

[20:32] Ja, genau, das meine ich ja, die Beschleunigung der Wiederkunft. Und zwar nicht nur wegen uns, sondern Gott sehnt sich den hier abzusehen. Und ja, natürlich, 1000 Jahre sind bei ihm wie ein Tag, aber Jesus lebt auch als Mensch im Himmel. Und für ihn ist er auch jedes Jahr wie ein Jahr, weil er für uns auch eintritt. Gott ist ja nicht fernab von Zeit und Raum. Und er sieht zwar die Zukunft, aber trotzdem leidet er ja auch in der Gegenwart mit. Und das ist ein interessanter Gedanke.

[21:06] Jetzt schaut man in Hiob 19 und da sagt der Hiob was Interessantes. Außer abgesehen von der Tatsache, dass in Vers 23 sagt: „Oh, dass meine Worte aufgeschrieben würden.“ Wenn der geahnt hätte, dass Moses später alles aufschreibt und wir es heute noch lesen können. Aber dann in Vers 25 sagt er diese berühmten Worte, wo quasi so der Höhepunkt seines Glaubens sich ausdrückt: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und zuletzt wird er sich über den Staub erheben.“ Da geht es jetzt um das Ende. Und jetzt schaut man, was er sagt: „Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, dann werde ich von meinem Fleisch los, so sagt es die Schlachter, Gott schauen.“ Ja, ich selbst werde ihn schauen und meine Augen werden ihn sehen, ohne ihm fremd zu sein. Danach sehnt sich mein Herr zu mir.

[21:58] Erst sagt dann Hiob 14, Gott sehnt sich danach, die Toten aufzuwecken. Und jetzt sagt er, ich sehne mich danach, dann irgendwann, wenn ich tot bin, ihn wieder zu sehen. Also die Auferstehung der Toten ist nicht einfach nur irgendwie so eine technische Sache, das muss halt geschehen, damit der Übergang von der Wiederkunft zum Millennium ist und so weiter. Sondern das ist eine Herzenssehnsucht zwischen Gott und den Gläubigen. Weil auch wenn der Tod nur ein Schlaf ist und wenn wir keine Höllenqualen leiden und keine Schmerzen haben, ist es trotzdem eine Trennung von Gott sozusagen. Denn wir können nichts sehen, wir können nichts hören, wir haben keine Beziehung zu ihm.

[22:29] Und interessant ist hier, was steht in eurer Übersetzung in Vers 26? Also bei mir stand ja hier: „dann werde ich von meinem Fleisch los.“ Steht das bei euch auch? „Zerschlagen aus meinem Fleisch.“ Und das ist eigentlich das, was wörtlich im Hebräischen steht. Ich betone das deswegen, weil es gibt manche Christen, die aufgrund dieses Verses sagen, dass Menschen außerhalb des Körpers sein können. Auch die Schlachter, das ist hier schlecht übersetzt, die Schlachter sagt: „von meinem Fleisch los.“ So quasi als wäre Hiob von seinem Körper getrennt. Und das kommt von dieser hebräischen Formulierung: „aus meinem Fleisch werde ich ihn sehen.“ Und das könnte man so verstehen, dass er quasi aus seinem eigenen Körper herausgetreten ist. Aus seinem Fleisch heraus. Oder, und so ist es natürlich richtig, dass er aus seinem Fleisch heraus Gott sieht. Also er ist in seinem Fleisch, er ist in seinem Körper. Und aus seinem Körper heraus sieht er Gott sozusagen. Nicht getrennt, sondern er ist im Körper. Und aus seinem Körper heraus sieht er ihn, weil er vom Körper aus blickt. Und das ist eigentlich die Idee.

[23:40] Also damit ist eigentlich zu betonen, dass Hiob die körperliche Auferstehung predigt. Wer war der Erste, der auferstanden ist? Der tatsächlich von den Toten wieder auferstanden ist? Mose, oder? Mose war der Erste. Das Alte Testament deutet es nur an, denn es heißt in 5. Mose, dass sein Grab nie gefunden worden ist. Woher wissen wir, dass Mose auferstanden ist? Judas sagt es, dass da ein Streit gewesen ist zwischen Michael und dem Satan über den Leichnam. Und wir wissen, dass Michael stärker ist als der Satan. Also wissen wir, dass er gewonnen hat. Und wir haben Mose live, auf dem Berg der Verklärung können wir ihn sehen, wie er dort ist. Also Mose war der Erste, der auferstanden ist.

[24:34] Schauen wir uns noch ganz schnell ein paar Texte an in Jesaja 26. Jesaja 26, Vers 19.

[24:57] Da heißt es: „Aber deine Toten werden leben, auch mein Leichnam. Sie werden auferstehen, wacht auf und jubelt, ihr Bewohner des Staubes. Denn dein Tau ist ein Morgentau, und die Erde wird die Toten wiedergeben.“ Das ist eine dieser alttestamentlichen Vorhersagen. Die Toten werden leben. Und Jesaja sagt: „Auch mein Leichnam.“ Er weiß, er wird sterben, aber er wird wieder leben. Die Hoffnung des ewigen Lebens. Daniel 12, haben wir schon erwähnt.

[25:29] Ihr kennt vielleicht die Vision in Hesekiel 37. Das ist zwar eigentlich ein Bild, ein Symbol für das Volk Israel, aber natürlich spielte auch die Frage rein, nämlich: Können die leben? Ist Gott in der Lage, tote Gebeine wieder zum Leben zu wecken? Das wird ja betont, dass sie so besonders tot sind, so besonders trocken die Gebeine. Und dann sieht man durch den Geist die Möglichkeit Gottes, zwar symbolisch, aber trotzdem ja immerhin sichtbar, dass Gott alles wieder zusammenfügen kann, dass Gott aus toten Gebeinen wieder eine Armee machen kann. Symbol natürlich für die Wiederherstellung Israels, aber auch ein Hinweis, dass Gott für Gott der Tod kein Problem ist.

[26:12] Und damit gehen wir jetzt mal ins Neue Testament. Man wird sterben, aber der Weicheleist, wie Jesus, der nun ist, soll unterwegen, weil er tot ist. Ja, genau. Kommen wir gleich noch zum Paulus. Gehen wir ganz kurz zu Johannes 5. Da steht Jesus vor dem Sanhedrin, vor dem Hohen Rat und muss sich rechtfertigen dafür, dass er am Sabbat geheilt hat. Und dann sagt er in Vers 25 etwas sehr Bemerkenswertes. Er sagt in Vers 25: „Wahrlich, wahrlich.“ Und ihr wisst, wenn Jesus redet, ist es immer wichtig. Aber wenn er sagt: „Wahrlich, wahrlich“, dann größte Aufmerksamkeit. „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden und die sie hören werden leben.“ Durch seine Stimme, sagt Jesus, er wird die Toten auferwecken. Und er sagt zu ihnen: „Ihr werdet es sehen, die Stunde ist schon da.“

[27:27] Hatte Jesus zu dem Zeitpunkt schon Tote aufgeweckt? In Johannes 5. Er hatte noch, Lazarus ist sowieso einer der letzten, er hat davor auch einige aufgeweckt, aber zu dem Zeitpunkt, wenn die Chronologie ein bisschen verfolgt habt, in der er sehnte, zu dem Zeitpunkt hat er noch niemanden von den Toten aufgeweckt. Er kündigt das erst an, bevor er es macht. Er sagt: „Ob ihr es glaubt oder nicht, die Stunde ist schon da, wo Tote die Stimme Gottes hören werden und die sie hören werden leben.“ Und die Idee ist natürlich, dass Jesus hier auf dieser Erde das schon ein paar Mal gemacht hat, um zu beweisen, dass er die Kraft hat, ganz am Ende für all die vielen Gläubigen zu tun.

[28:05] Ja, aber ich glaube, dass hier ist auch die Bedeutung, dass die Toten, die im Geist der Toten sind, wenn Jesus spricht, die werden dann verstehen und verstehen. Ja, das stimmt natürlich auch. Da haben wir die Idee, dass wir auch geistlich tot sein können. Da haben wir den Epheserbrief, wo Paulus sagt: „Ich war dir tot in Sünden und so weiter.“ Aber hier in Johannes 5 geht es natürlich vor allem um die buchstäbliche Auferstehung.

[28:34] Hervor geht es um das Gericht. Es geht darum, dass diejenigen, die an Jesus glauben, ewiges Leben haben werden und nicht ins Gerichtsurteil kommen, dass er den Tod besiegt. Und schaut mal in Vers 28 und 29. „Wundert euch nicht darüber, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden. Und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens.“ Ja, erste Auferstehung. „Und die das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.“ Wir werden nächste Woche dann über die Bedingungen der ersten Auferstehung sprechen, weil da gibt es eine Seligpreisung in Offenbarung 20, Vers 6. Da werden wir dann darauf zurückkommen.

[29:11] Also Jesus kündigt an: Ich bin derjenige, von dem das Alte Testament immer sagt, dass der Tod gelöst werden kann, dass Tote wieder auferweckt werden können. Er war es ja auch, der Mose auferweckt hat. Und bei Implikation dann auch hinter all den anderen Auferstehungen stand, die es im Alten Testament gab. Da gab es ja ein paar. Elias hat jemanden aufgeweckt, Elisa hat jemanden aufgeweckt. Ihr kennt natürlich die berühmte Geschichte, wo im Alten Testament ein toter Mann auf die Gebeine von Elisa geworfen wird und dann wieder aufersteht. Ein Bild dafür, dass der Tod Jesu uns selbst wieder Leben gibt.

[29:45] Aber was war jetzt die erste Totenauferstehung, die erste Totenauferweckung, die Jesus selbst getan hat, also die Jesus bewirkt hat? Was war die erste im Evangelium, die erste Gelegenheit, in der Jesus einen Toten auferweckt hat? Könnt ihr euch erinnern? Ja, genau, der Jüngling von der Witwe von Nain in Lukas 7. Schauen wir uns das kurz an. In Lukas 7.

[30:21] Lukas 7 und dort fährt es ab Vers 11. „Und es begab sich am folgenden Tag, dass er in eine Stadt namens Nain ging und mit ihm zogen viele seiner Jünger und eine große Volksmenge. Wie er sich aber dem Stadttor näherte. Siehe, da wurde ein Toter herausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter, und sie war eine Witwe und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie. Und als der Herr sie sah, erbarmte er sich über sie und sprach zu ihr: „Weine nicht.“ Und er trat hinzu und rührte den Sarg an. Die Träger aber standen still.“ Ihr wisst ja, das war eine ganz gewaltige Sache, denn wer eigentlich da einen Toten anrührt oder mit dem Toten in Kontakt kommt, das macht ja unrein. Und er sprach: „Junger Mann, ich sage dir, steh auf.“ Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter. Da wurden sie alle von Furcht ergriffen und priesen Gott und sprachen: „Ein großer Prophet ist unter uns aufgestanden und Gott hat sein Volk heimgesucht.“ Die haben verstanden, natürlich, Totenauferstehung ist keine Kleinigkeit.

[31:22] Und wir wissen, es ist eine gewaltige Sache. Die vielleicht spektakulärste Sache war natürlich die Auferstehung von Lazarus. Weil hier, im Vergleich zu den anderen, etwas Zeit vergangen war. Und wir wissen auch von Ellen White, dass einige der Pharisäer behauptet haben, naja, vielleicht waren die anderen Totenauferstehungen nicht wirklich echt, weil vielleicht waren die nicht wirklich tot. Vielleicht wusste man auch schon, dass die Leute mal im Koma sein können. Man denkt, sie sind tot und dann kommen sie wieder vielleicht zum Leben oder so. Aber das war nicht der Fall.

[31:50] Aber bei Lazarus, ihr kennt die Geschichte, wartet Jesus bewusst. Nicht, weil er Lazarus nicht gern hat, sondern weil er möchte, dass Lazarus so tot ist, so mausetot, dass man nichts mehr dagegen sagen kann. Also manchmal muss Gott uns nicht nur leiden lassen, sondern er muss uns sozusagen sterben lassen und eine längere Zeit tot sein lassen, damit er sich erst wirklich an uns verherrlichen kann. Nicht, weil wir das unbedingt nötig haben, aber weil dadurch Gottes Herrlichkeit noch größer wird. Das sind die Ideen Johannes 11.

[32:16] Interessant ist jetzt ab Vers 21. Da kommt jetzt die Martha zu Jesus. Und sie rennt zu ihm und sagt: „Herr, wenn du hier gewesen wärst, mein Bruder wäre nicht gestorben.“ Implikation ist, Jesus hätte sie heilen können. Interessanter Gedanke. „Doch auch jetzt weiß ich, was immer du mir sagst, doch jetzt weiß ich, was immer du von Gott erbitten wirst, das wird Gott dir geben.“ So ein Hoffnungsstimme, den sie hat.

[32:52] Vers 13. Jesus spricht zu ihr: „Dein Bruder wird auferstehen.“ Und was ist ihre Reaktion, als Jesus zu ihr sagt: „Lazarus wird auferstehen?“ Sie glaubt an die Auferstehung. Aber wann denkt sie, dass die Auferstehung kommt? Am Jüngsten Tag. „Ja, ich weiß, ich bin ja kein Weltmensch, ich habe am Grab von Lazarus geweint, aber ich weiß ja, wir haben ja gesungen, dass der Jüngste Tag kommt und die Toten wieder auferstehen werden. Wir haben ja diese Hoffnung. Ich weiß, danke Jesus, dass du mich daran erinnerst.“

[33:30] Und jetzt sagt Jesus etwas sehr Bemerkenswertes. Er sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Was er sagt ist: Alles, was du für die Endzeit erwartest, steht vor dir. Alles, was du denkst: „Oh, am Ende, da werden die Toten auferstehen und Gott wird seine Macht gewaltig zeigen.“ Ich stehe vor dir. Da ist nicht weniger Macht bei mir jetzt als in der Endzeit. Also wenn du wolltest, könnte es auch jetzt geschehen. Und das ist eine interessante Idee, weil wir oft sozusagen die Kraft Gottes, unabhängig von der Totenauferstehung, die Kraft Gottes oft in die Zukunft schieben und sagen: „In der Zukunft wird Gott Gewaltiges tun. In der Zukunft wird es große Erweckungen geben. In der Zukunft wird Gott seinen Geist ausgießen. In der Zukunft wird er dies und jenes tun.“ Und derselbe Jesus, der das in der Zukunft auch wirklich tun wird, der sagt aber: „Hey, ich bin doch heute schon dein Freund. Ich bin doch immer noch derselbe Jesus.“

[34:34] Und dann sagt er: Jesus spricht zu dir: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ Das ist interessant, weil sie hat gedacht: Jesus, du hättest mir helfen können in der Vergangenheit und in der Zukunft wirst du mir helfen können, aber jetzt gerade sehe ich es nicht. Wie oft haben wir auch vielleicht das Gefühl, dass Jesus uns hätte helfen können in der Vergangenheit, er wird uns bestimmt auch in der Zukunft helfen, aber jetzt gerade, dass er uns jetzt hilft, das ist uns nicht so klar. Und Jesus macht das natürlich klar.

[35:04] Und er kennt dann die Geschichte, wie er den Stein wegrollen lässt und sie versuchen ihn noch zu hindern, weil sie sagen: „Das wird jetzt aber wirklich skurril, nicht wahr, er riecht schon.“ Und er ruft: „Lazarus, komm heraus.“ Und Lazarus kommt heraus. Und das ist eines der großen Wunder, die nachher sozusagen sein Schicksal besiegen, weil die Pharisäer merken also, mit solchen Wundern, das ist nicht zu handeln. Und sie beschließen, ihn zu töten.

[35:50] Aber wir sehen hier wirklich, Johannes 11 ist ein Musterbeispiel über den Zustand der Toten und die Auferstehung und es ist kein Wunder, dass Jesus, und jetzt Achtung, das Paradebeispiel für die erste Auferstehung ausgerechnet bei einem seiner besten Freunde gemacht hat. Denn diese Geschichte ist, wie wir gesehen haben, Jesus sagt ja: „Ich bin die Auferstehung.“ Also was du glaubst über die erste Auferstehung, das zeige ich dir jetzt, wie es funktioniert. Es ist quasi die erste Auferstehung in klein, in einer Nussschale und er macht diese Geschichte ausgerechnet mit einem seiner besten Freunde, um zu illustrieren: Gott führt ja nicht nur eine technische Sache durch, sondern er weckt seine Freunde auf. Was wir bei Hiob gesehen haben, er sehnt sich danach. Und wie im Fall von Hiob, im Fall von Lazarus, muss er zwar aus bestimmten Gründen warten, er muss warten, er muss Zeit verstreichen, das tut ihm ja auch weh. Er muss Zeit verstreichen lassen, aber wenn die Zeit gekommen ist, freut er sich endlich seine Freunde wieder aufzuwecken.

[36:58] Und so muss Gott auch jetzt aufgrund vieler Dinge, aufgrund von Zeitprophezeiungen und dem himmlischen Heiligtumsdienst und dem Evangelium, das in die ganze Welt muss und die Menschen sind irgendwie so langsam damit, er muss Zeit verstreichen lassen mit der Auferstehung. Es dauert und dauert und dauert. Denn Abraham, der riecht nicht mehr, der ist schon völlig weg. Alle in Moleküle aufgelöst. Er muss warten und warten und warten und warten und warten und warten und warten und warten. Aber er wird ihn rufen. Er wird sagen: „Abraham, komm hervor.“ Er wird sagen: „Isaak, komm hervor.“ Er wird sagen: „Jakob, komm hervor.“ Er wird sagen: „Daniel, komm hervor.“ Und er wird all seine Freunde wieder von den Toten auferwecken.

[37:34] Nun, schaut mal mit mir in Matthäus 22 und dort Vers 32. Matthäus 22 und dort Vers 32.

[37:50] Matthäus 22 und dort Vers 32. „Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.“ Und dann sagt Jesus: „Gott ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen.“ Wie wird Eva genannt? Sie wurde die Mutter aller Lebendigen. Die Mutter aller Lebendigen. Und alle, die quasi an diese Verheißung glauben, gelten bei Gott schon als die Lebenden. Sie bekommen ja nicht nur ewiges Leben dann, sondern die Bibel sagt eigentlich, dass wir jetzt schon das ewige Leben haben können, auch wenn es dann quasi für eine kurze Zeit durch den ersten Tod unterbrochen wird. Deswegen sagt die Bibel in einem ganz berühmten Satz: „Wer den Sohn hat, hat das Leben und wer den Sohn nicht hat, hat das Leben nicht.“

[38:42] Schaut mal mit mir in 1. Korinther 15. 1. Korinther 15.

[38:50] 1. Korinther 15 und dort Vers 21 und 22. „Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen. Denn gleich wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.“

[39:16] Warum schreibt der Paulus eigentlich diese Sachen hier in 1. Korinther 15? Was war der Anlass, warum er hier so ausführlich mit den Toten aufersteht? Er sagt: „Etliche. Etliche von euch sagen, es gäbe keine Auferstehung der Toten.“ Und dann sagt er: „Moment mal, wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist Jesus nicht auferstanden und wenn Jesus nicht auferstanden ist, dann seid ihr noch in euren Sünden.“ Denn die Sünde wird nicht nur durch den Tod Jesu, sondern auch die Auferstehung besiegt. Ohne Auferstehung kein Evangelium.

[39:46] Und ich sage das jetzt einfach nochmal sehr deutlich, weil es natürlich einige Christen gibt, die an der Auferstehung zweifeln. Und eigentlich würde man denken, unter Adventisten gibt es das nicht. Aber es hat es auch schon gegeben. Dass einzelne Kirchenleiter mal solche Dinge von sich gegeben haben. Also nicht in Deutschland, aber in anderen europäischen Feldern. Und deswegen glaube ich, es ist sehr entscheidend, dass der Paulus uns hier daran erinnert: Die Totenauferstehung ist zwar ein gigantisches Wunder, aber sie ist absolut notwendig für den christlichen Glauben.

[40:24] Und interessant ist jetzt in Vers 35, schaut mal, was er da sagt: „Aber jemand könnte einwenden: Wie sollen die Toten aufstehen? Und mit was für einem Leib sollen sie kommen?“ Das ist so menschlich gedacht. Wenn wir jetzt sterben, was für einen Körper sollen die dann haben? Wie soll das denn sein? Und was ist deine Antwort? „Du Gedankenloser, was du siehst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt.“ Er sagt: „Denk doch mal an den Ackermann.“ Da stirbt auch was und dann kommt es wieder. Und dann sagt er interessanterweise: „Und was du siehst, das ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn.“ Du siehst ein Korn, das Korn stirbt, aber dann kommt etwas anderes heraus, nämlich der Weizen zum Beispiel. Und das sieht zwar anders aus, ist aber genauso real, genauso echt. Nur man kann ja nicht sagen: „Oh, das Korn stirbt, dann wird es ja nichts anderes geben.“

[41:10] Und dann sagt er, schaut mal in Vers 38: „Gott gibt ihm einen Leib, wie er es gewollt hat, und zwar jedem Samen seinen besonderen Leib.“ Und dann sagt er nicht: „Alles Fleisch ist von gleicher Art, sondern alles ist das Fleisch der Menschen.“ Anders ist das Fleisch des Menschen, anders das Fleisch des Viehs, anders das der Fische, anders das der Vögel. Es gibt himmlische Körper und irdische Körper, anders ist der Glanz der Himmelskörper, anders der irdischen. Und dann sagt er so weiter und sagt: „Gott hat viele Dinge geschaffen und die Sonne ist ein bisschen anders als der Mond und die Sterne sind alle ein bisschen anders und die Tiere sind alle ein bisschen anders.“ Und dann sagt er in Vers 42: „So ist es auch mit der Auferstehung der Toten. Es wird gesät in Verweslichkeit und auferweckt in Unverweslichkeit.“ Wir haben einen verweslichen Körper und dann haben wir einen unverweslichen Körper. Der ist zwar ein bisschen anders, aber hey, wenn es verschiedene Arten von Tieren gibt und verschiedene Arten von Himmelskörpern und verschiedene Arten von Pflanzen, warum sollte es sich auch verschiedene Arten, einen verweslichen und einen unverweslichen geben? Das ist, was Paulus sagt.

[42:10] Denkt doch mal nach, in der Schöpfung gibt es schon so viele Verschiedenheiten. Warum soll es nur den verweslichen, menschlichen Körper geben, den wir jetzt kennen? Warum kann Gott nicht auch etwas sehr ähnliches, aber doch ein bisschen anderes schaffen? Und das beantwortet vielleicht auch die Frage, die wir manchmal haben: Wie genau werden wir denn sein? Paulus sagt: „Es ist doch ganz logisch, Gott wird uns einfach einen ähnlichen, aber doch ein bisschen anders gearteten Körper geben.“

[42:34] Und genau. Zum Schluss, 1. Thessalonicher 4, Vers 13 bis 18.

[42:46] 1. Thessalonicher 4, Vers 13 bis 18. „Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen, über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid, wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen.“

[43:24] Weiß jemand von euch, warum Paulus das an die Thessalonicher schreibt? Was war so der Hintergrund hier? Also bei den Korinthern war es, Verfolgung, ja. Sie haben nicht richtig gewusst, dass es eine Auferstehung gibt, sozusagen. Sie waren noch relativ frisch im Glauben. Sie waren ja die erste Gemeinde, die Paulus, eine der ersten Gemeinden, die er in Europa gegründet hat. Das ist einer der frühesten Briefe, die er schreibt. Relativ am Anfang seines missionarischen Dienstes. Sie hatten die Idee, dass Jesus quasi sehr bald wiederkommen wird. Sie hatten noch nicht so wirklich Daniel ausgerechnet. Und sie hatten so die Idee, man muss lebendig sein, wenn man in den Himmel kommen will. Und jeder, der stirbt, der hat es verpasst. Und dann waren sie so unsagbar traurig, dass die halt nicht im Himmel dabei sein werden. Die waren zwar gläubig, aber sie haben halt nicht lange genug gelebt, weil Jesus kommt ja bald und nimmt uns mit. Und dann sind die jetzt leider schon tot. Und Paulus weiß das jetzt und er sagt: „Wir müssen die Lehre ablassen, weil sie sind noch in Unwissenheit.“ Bei den Korinthern gab es einige, die haben die Lehre abgelehnt. Da schreibt er anders. Merkt ihr das? Er schreibt den Korinthern ein bisschen so: „Wieso sagt ihr das? Ja, wisst ihr nicht. Ihr Gedankenlosen.“ Hier schreibt er sehr pastoral, weil die es noch gar nicht richtig wissen. Man sieht also, wie Paulus auch unterschiedlich umgeht mit Leuten, die eine Wahrheit nicht wissen und Leuten, die eine Wahrheit ablehnen. Das ist wichtig, weil wir auch manchmal diese Differenzierung machen müssen.

[44:54] Und er sagt ihnen dann: „Das sagen wir euch in einem Wort des Herrn.“ Nicht meine Meinung, sondern was Gott sagt. „Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrig bleiben, also die wir lebendig sind, dann noch, wenn Jesus wiederkommt, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen. Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.“ Er sagt sogar: „Nicht werden wir zuerst verwandelt, sondern erst wenn die auferstehen und dann werden wir verwandelt werden.“ Also die Gestorbenen haben quasi sogar die Pole Position. Die werden auferweckt werden und dann werden wir auch noch verwandelt werden, gemeinsam mit ihnen und dann werden wir entrückt werden in Wolken zur Begegnung mit dem Herrn in die Luft. So werden wir bei dem Herrn sein alle Zeit.“

[45:48] Und andere waren interessiert. Als er auf dem Aeropag über die Auferstehung der Toten sprach, genau. Also es war etwas, was für viele Griechen damals völlig neuartig war, weil die natürlich immer nur an die unsterbliche Seele gedacht haben. Die dachten, der Körper ist tot und dann schwebt da irgendwas weiter, vielleicht im Kosmos oder so. Aber diese Lehre, dass der Körper nochmal wiederkommen wird, da haben die irgendwie mit zu kämpfen gehabt. Und Paulus sagt hier sehr deutlich und er sagt, diese Lehre ist ein Trost für die Gemeinde. Er sagt im Vers 18: „Er tröstet nun einander mit diesen Worten.“

[46:24] Und es ist sehr wichtig, die Botschaft der ersten Auferstehung ist nicht nur eine technische Notwendigkeit, damit das alles irgendwie funktioniert und wir sehen, ah, Millennium, dies, jenes und so weiter. Sondern wir sehen, es ist für Gott eine sehr emotionale Sache und sollte auch für uns eine emotionale Sache sein, dass Gott sich danach sehnt, uns wieder zum Leben zu erwecken. Wir können uns das buchstäblich gar nicht richtig vorstellen, aber Gott hat schöpferische Kraft. Er kann zur Finsternis sagen: „Es werde Licht“ und es wird Licht. Er kann, er ruft die Dinge, die nichts sind, als ob sie seien. Und die erste Auferstehung ist eine Botschaft, die uns buchstäblich Hoffnung geben soll.

[47:18] Ah, das ist 1. Korinther 15. Aber Tod, wo es deinen Sieg, das ist 1. Korinther 15.

[47:32] Ah, ja, genau. Ah, danke. Ja, genau, Vers 15. Und alle diejenigen befreite, die durch Gottes Todes, also 1. Hebräer 2, Vers 15. Alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben durch die Knechtschaft gehalten wurden. Genau. Wichtiger Punkt. Paulus sagt ja, wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, wenn wir nicht wissen, dass es ein ewiges Leben gibt, dann sind wir die edelsten Menschen, dann sagt er: „Dann lass uns lieber essen und trinken, denn morgen sind wir tot.“ Wenn der Tod, wenn ich keine Antwort auf die Frage nach dem Tod habe, dann führt das zu Furcht, dann führt das zu Panik, ja, weil dann er sagt: „Durch Todesfurcht wurden sie ihr ganzes Leben durch in Knechtschaft gehalten.“ Jesus befreit uns also nicht nur von der Knechtschaft der Sünde, die wir getan haben oder der wir gefangen sind, sondern er befreit uns auch von dieser Todesfurcht, ja. Deswegen sagt er: „In der Liebe ist keine Furcht.“ Gut.

[48:24] Nächste Woche werden wir weiter studieren in der ersten Auferstehung, denn dann kommt die Seligpreisung, eine der nächsten Seligpreisungen der Offenbarung und die ist sehr interessant, weil die zeigt uns etwas darüber, wer sich qualifiziert für die erste Auferstehung und das wollen wir dann genauer anschauen. Was wir heute sehen ist, Gott sehnt sich nach den Verstorbenen. Und die Propheten haben sich danach gesehnt, nach dem Moment der Auferstehung. Und wir wissen nicht, ob wir Jesus lebendig sehen werden, das wäre so schön, aber vielleicht werden wir auch vorher sterben, aber was wir wissen dürfen ist, dass wenn er uns auferweckt, werden wir unseren Freund sehen. Die erste und wichtigste Bedingung ist also, dass Jesus unser echter Freund ist, nach dem wir uns sehnen, jeden Tag aufs Neue, denn er sehnt sich, jeden Tag mit uns Zeit zu verbringen, also sollten auch wir uns danach sehnen, jeden Tag Zeit mit uns verbringen. Amen.

[49:12] Und auch gemeinsam in die Knie und beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir auch in gut bekannten Lehren der Bibel immer wieder neue Aspekte und Nuancen sehen können, immer wieder neues Licht auch über deinen Charakter und die Schönheit deines Wesens und wie sehr du deine Liebe und deine Sehnsucht nach uns in alles hineingewoben hast, was in der Bibel steht, dass keine Lehre, keine Prophezeiung, keine Geschichte, in der nicht Strahlen von deinem Charakter zu uns leuchten. Und Herr, wir danken dir, dass du die Macht hast und die Kraft hast, den Tod zu besiegen und dass wir wissen dürfen, dass wir einmal, wenn wir fest an dir halten und uns nach dir sehnen, dass wir einmal für immer bei dir sein können. Und danke, dass du uns diese Hoffnung gibst, dass auch wenn wir nicht alles in unserem Leben verstehen und auch mit Tod und Leid konfrontiert sind, dass wir wissen dürfen, dass du den Tod besiegt hast und wir, wenn wir auf deine Verheißung bauen, deine Kinder sind und das Leben schon haben. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Amen.


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