Diese Predigt thematisiert das siebte Gebot: „Du sollst nicht ehebrechen“. Anhand der Geschichte von König David und Bathseba wird beleuchtet, wie es zu Ehebruch kommen kann und welche Warnsignale es gibt. Die Predigt zeigt auf, dass Ehebruch im Herzen beginnt und betont die Bedeutung von reinen Gedanken und einem reinen Herzen. Abschließend wird die Lösung durch Vergebung und die Annahme des Geschenks der Erlösung durch Jesus Christus vorgestellt.
Die Zehn Worte: 8. Achtung! Ehe in Bruch (2. Mo 20,14)
Chiara Castoro · Die Zehn Worte ·Themen: 2. Mose, Bibel, Bibelstudium, GesetzWeitere Aufnahmen
Serie: Die Zehn Worte
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Transkript
[0:00] Es ist sehr schön hier bei euch zu sein und ich möchte mich erstmals sehr bedanken, dass ich heute großzügig mit Segenswünschen begrüßt worden bin und das ist genau das, was wir heute brauchen. Wir brauchen den Heiligen Geist, dass er unsere Herzen öffnet und dass er mir die richtigen Worte schenkt, denn wir werden heute über ein ernstes Thema sprechen.
[0:27] Achtung, Ehe in Bruch. Wie schön wäre es, wenn wir in unserem Eheleben solche Warnungsschilder hätten. Achtung, Ehe in Bruch. Wir würden sofort erkennen, wenn wir diese Warnungsschilder sehen, dass es eine Gefahr gibt und wir würden versuchen, von diesen Gefahren wegzukommen. So wie auf der Straße, wenn wir diese Warnungsschilder sehen, würden wir vielleicht dann versuchen, langsamer zu fahren. Und wenn wir dieses Schild Achtung, Ehe in Bruch sehen, würden wir vielleicht uns anders verhalten oder dementsprechend verhalten. Wir würden vielleicht unserem Ehepartner die Vorfahrt geben, wir würden vielleicht langsamer fahren und die Situation näher betrachten. Denn Ehebruch ist kein Unfall, sondern wie viele auch Psychologen meinen, Ehebruch beginnt schon davor und meistens schon in den Gedanken. Nun, ihr habt gemerkt, über welches Gebot wir heute sprechen werden. Es ist das Gebot, du sollst nicht Ehe brechen. Und wir haben heute schon gehört, wie viel Gebot es ist. Könnt ihr mir helfen? Siebte, genau, siebte. Und wenn wir darüber nachdenken, über dieses Gebot, werden wir sehen, dass es wirklich diese Warnungsschilder gibt. Gott schenkt sie uns und wir können jetzt auch durch eine Geschichte in der Bibel sehen, wie wir diese Warnungsschilder erkennen können.
[2:29] Denn jeder von uns hat vielleicht den Wunsch zu heiraten oder ist verheiratet und möchte eine glückliche und liebevolle Ehe führen. Und um diese Ehe intakt und liebevoll zu führen, braucht es oft etwas, um es zu schützen. Und Gott hat uns was ganz Besonderes gegeben und geschenkt, damit wir unsere Ehen, unsere Beziehungen schützen können. Und das sind die zehn Gebote. Ihr habt sie hier repräsentiert und es sind diese zwei Tafeln. Die erste Tafel, in der wir die Beziehung zu Gott schützen können, diese vier Regeln. Und die zweite Tafel, hier können wir sehen, wie wir die Beziehung zu unserem Nächsten auch schützen können. Es gibt verschiedene Beziehungen, Beziehungen mit unseren Eltern und Beziehungen mit unseren Kindern, Beziehungen zu unseren Geschwistern in der Gemeinde, in der Nachbarschaft und auch die Ehebeziehung. Und oft ist es leider so, dass wir auch in diesen Beziehungen ganz viele Herausforderungen haben und ganz viele Störfaktoren. Es kann Respektlosigkeit sein, Ärger, es können Sachen sein wie Neid. In ehelichen Leben kann es sein, dass Missverständnisse, kleine wie große passieren, finanzielle Probleme, die zu einer Ehekrise führen können. Und das siebte Gebot möchte uns eine ganz besondere Beziehung schützen, die Beziehung zu unserem Ehepartner. Und das ist schön, denn es ist zu erkennen, in diesem Gebot, wie sehr sich Gott für unsere Ehen interessiert und dass er im Herzen hat, dass wir eine gute Partnerschaft führen mit unserem Ehepartner.
[4:59] Aber wie ist es eigentlich heute in unserer Gesellschaft? Ist es wirklich dringend, dass wir auch über dieses Gebot reden und darüber nachdenken? Wir haben in unserer Gesellschaft ganz viele Arten von Lebenspartnerschaften und ganz viele Vorstellungen, wie Partnerschaften zu sein mögen. Aber noch heute gibt es in unserer Gesellschaft den Wunsch nach Liebe, den Wunsch nach Nähe, den Wunsch nach Harmonie in der Beziehung und den Wunsch, eine lebenslange Partnerschaft mit den Liebenden zu halten. Wir hatten zum Beispiel im letzten Jahr, in 2018, um die ca. 450.000 Eheschließungen. Das ist eine ganze Menge. Was aber dramatisch ist, ist die Zahl der Scheidungsquoten. Wenn wir das vergleichen mit den Zahlen von vor 50 Jahren, dann können wir sehen, dass vor 50 Jahren unter 13 Eheschließungen es eine Scheidungsquote gab. Und wenn wir uns aber heute die Zahlen anschauen, dann ist es erschreckend zu sehen, dass mit ungefähr zwei oder drei Eheschließungen, ein bisschen mehr über zwei Eheschließungen, es schon eine Scheidung gibt. Und diese Zahlen und Fakten bringen uns zum Nachdenken, wo wir denn Hilfe haben können. Und wir haben einen ganz besonderen Eheberater, das ist unser lieber Gott, der uns ganz gute Ratschläge geben möchte und an dem wir uns festklammern können, damit unsere Beziehungen mit unserem Ehepartner, damit sie einfach gut gelingt. Und was ist einer der Gründe, warum man sich zur Scheidung dann entscheidet? Oftmals ist der Seitensprung wirklich ein Grund dazu, denn es zerstört Vertrauen und man hat Schwierigkeiten, einen Neuanfang zu wagen.
[7:43] Wir möchten jetzt zu einer Geschichte in der Bibel kommen, die finden wir in 2. Samuel und wir können sie alle gemeinsam öffnen, diesen Kapitel 2. Samuel Kapitel 11. Und anhand der Geschichte von König David wollen wir uns zwei Fragen stellen. Die erste Frage lautet, wie kann es dazu kommen, dass ein gottesfürchtiger Mann, so wie zum Beispiel David, die Ehe bricht? Und die zweite Frage, was ist die Lösung für dieses Problem? Das heißt, wir haben also zwei Fragen und die erste Frage, die schauen wir uns jetzt an und die Frage ist, wie kann es möglich sein, dass man die Ehe bricht? Welche sind die Gefahren? Und während wir diesen Text lesen, könnt ihr euch gerne gemeinsam mit mir euch Gedanken darüber machen. 2. Samuel Kapitel 11 und dort Vers 1. 2. Samuel 11 und dort Vers 1. Und es geschah im folgenden Jahr zu der Zeit, da die Könige zum Kampf ausziehen, da sandte David Joab und seine Knechte mit ihm und ganz Israel und sie schlugen die Ammoniten nieder und belagerten Rabbah. David aber blieb in Jerusalem.
[9:23] Diese Geschichte beginnt mit einer Vorgeschichte. Wir wissen nicht warum, aber der König David, der eigentlich mit ins Kampf hätte gehen sollen, entscheidet sich, in Jerusalem zu bleiben. Er war der König, eigentlich ist es seine Aufgabe gewesen, mit ins Krieg zu gehen, mit seinen Soldaten, aber vielleicht war er erschöpft aus den Kämpfen davor, vielleicht hatte er Vertrauen an seinen Soldaten und er blieb zu Hause. Wir wissen nicht den Grund von König David, das steht hier nicht geschrieben. Wir können uns nur es denken, aber was wir wissen ist, wäre er an diesem Abend nicht in Jerusalem geblieben, sondern wäre er mit im Kampf gewesen, dann gäbe es 2. Samuel 11 nicht. Und kann es sein, dass wir auch oftmals zu Versuchungen oder an Versuchungen geraten, weil wir gerade nicht das tun, was wir tun sollten. Denn ich denke, jeder von uns hat von Gott eine ganz besondere Aufgabe gegeben. Es kann die Aufgaben sein, die jemand hier vielleicht in der Gemeinde hat, es kann Diakonie sein, es kann Kindersabbatschule sein. Jeder von uns hat eine besondere Aufgabe, aber jeder von uns hat auch eine besondere Aufgabe in unserer Gesellschaft, in unserer Familie. Vielleicht sind wir Mütter, Väter und diese Aufgaben sind ernst zu nehmen. Wenn wir sie nicht tun, dann sind wir viel näher an den Versuchungen dran und beziehungsweise die Versuchung kann uns finden.
[11:39] Lasst uns weiterlesen in der Geschichte und lasst uns sehen, wie es im Vers 2 weitergeht. Und es geschah, als David zur Abendzeit von seinem Lager aufstand und auf dem Dach des königlichen Hauses umher wandelte, da sah er vom Dach aus eine Frau sich baden und die Frau war von sehr schönem Aussehen. Was passiert hier? König David ist zu Hause geblieben und es scheint wirklich so, dass er nichts zu tun hat oder er hatte eine schlaflose Nacht. Wir wissen das nicht. Auf jeden Fall ist ihm langweilig und er geht in seinem Dach auf seinem königlichen Haus und er wandelte herum und er beobachtete und er sah diese Frau. Wie beschäftigen wir uns, wenn wir Langeweile haben? Vielleicht wandeln wir nicht herum in einem Palast, aber vielleicht wandeln wir herum in irgendwelchen Internetseiten, in irgendwelchen Fernsehprogrammen, in irgendwelchen sozialen Netzwerken und vielleicht sehen wir auch da Sachen, die wir nicht hätten sehen sollen.
[13:18] Wir haben die Geschichte erst angefangen und wir wollen sehen, wie Vers 3 uns die Geschichte noch was zu sagen hat. Und David sandte hin und erkundigte sich nach der Frau und man sprach, ist das nicht Bathsheba, die Tochter Elias, die Frau Urias des Setiters? Das heißt, der König David sieht diese Frau an und das, was er hier tut, ist sich weiterhin Gedanken über diese Frau zu machen. Er interessiert sich für diese Frau und holt sich Informationen und eigentlich hätten wir hier schon ein ganz großes Warnungsschild. Achtung, diese Frau ist verheiratet, sie darf dir nicht gehören, sie gehört einem anderen Mann. Und ein weiteres Warnungsschild, David, diese Frau gehört einem besonderen Mann und zwar dem Uria, einer deiner besten Soldaten. Schon da hätte David die Möglichkeit gehabt, einen Schritt zurück zu gehen. Aber er entscheidet sich für Vers 4. Lassen wir weiter. Und David sandte Boten hin und ließ sie holen und sie kam zu ihm und er lag bei ihr. Sie aber hatte sich gerade von ihrer Unreinheit gereinigt und sie kehrte wieder in ihr Haus zurück. Als ich diese Geschichte wieder für mich gelesen habe, habe ich mir gedacht, David, warum, warum entscheidest du dich, die Frau von deinen besten Soldaten zu nehmen für eine Nacht? Und ich habe von einer anderen Geschichte gelesen von dem US-Präsidenten Bill Clinton. Vielleicht kennt ihr auch diese Geschichte. Bill Clinton hatte eine Affäre mit einer Frau, die Monika Lewinsky hieß. Er hatte zuerst die ganze Zeit sich dafür entschieden, nicht zu erzählen oder nicht zuzugeben, dass er diese Affäre hatte. Aber er schreibt dann in einer seiner Autobiografie, warum er sich entschlossen hat, diese Affäre einzugehen. Und seine Antwort ist sehr kurz. Er sagte oder er schreibt, ich tat es, weil ich es konnte. Also er war der Präsident, er hatte die Macht, er hatte die Position und er hatte die Gelegenheit dazu und er hatte diese genutzt. Und wer war David? David hatte auch eine ganz wichtige Position, die des Königs und er hatte die Macht dazu, sich diese Frau zu nehmen und auch die Gelegenheit dazu, denn sie kam zu ihm.
[17:16] Lesen wir weiter in der Geschichte im Vers 5. Im Vers 5 lesen wir, und die Frau wurde schwanger und sandte hin und ließ es David ausrichten und sagen, ich bin schwanger geworden. Und schon sind die Folgen dieser Entscheidung sichtbar. Die Frau Bathsheba wird schwanger und jetzt scheint, dass König David ein Problem hat, in dem er nicht so leicht wieder herauskommt. Und wenn wir ehrlich sind, Ehebruch hat gravierende Folgen und meistens sind es, so wie wir später in dieser Geschichte lesen können zu Hause, sind es die Kinder, die diese Folgen mittragen. Wir möchten jetzt den Absatz lesen, ab Vers 6 bis Vers 13. Da sandte David zu Joab und ließ ihm sagen, sende mir Uriah, den Hethiter, und Joab sandte Uriah zu David. Und als Uriah zu ihm kam, fragte David nach dem Wohlergehen Joabs und nach dem Wohlergehen des Volkes und ob es mit dem Kampf gut stehe. Und David sprach zu Uriah, geh in dein Haus hinab und wasche deine Füße. Und als Uriah das Haus des Königs verließ, folgte ihm ein Geschenk des Königs. Aber Uriah legte sich vor der Tür des königlichen Hauses bei allen Knechten seines Herrn schlafen und ging nicht in sein Haus hinab. Als man nun David berichtete, Uriah ist nicht in sein Haus hinab gegangen, da sprach David zu ihm, bist du nicht von der Reise gekommen? Warum bist du nicht in dein Haus hinab gegangen? Uriah aber sprach zu David, die Lade und Israel und Judah halten sich in Hütten auf und mein Herr Joab und die Knechte meines Herrn lagern auf freiem Feld und ich sollte in mein Haus gehen, essen und trinken und bei meiner Frau liegen? So wahr du lebst und deine Seele lebt, ich tue dies nicht. Und David sprach zu Uriah, so bleibe heute auch hier, morgen will ich dir einen Auftrag geben. So blieb Uriah an jedem und am folgenden Tag in Jerusalem und David lud ihn ein, vor ihm zu essen und zu trinken und er machte ihn trunken. Er ging aber am Abend gleich wohl hin, um sich auf einem Lager bei den Knechten seines Herrn schlafen zu legen und ging nicht in sein Haus hinab.
[20:30] Was für einen treuen Soldaten! David schmiedet seinen Plan, er hat einen ganz genauen Plan. Dieser Soldat Uriah soll sich zu seiner Frau legen. Man soll denken, es ist sein Kind und wir haben gelesen, was David, wie er sich bemüht, damit dieser Mann zu seiner Frau geht. Eigentlich keine schwere Aufgabe hätte er sich wahrscheinlich gedacht, aber Uriah hatte die gleichen Eigenschaften, als David ein junger Knabe war. Er ist treu gewesen, er ist treu und solidarisch mit seinem Volk und seinen Mitsoldaten. Eigentlich auch hier hätten wir nochmal eine Möglichkeit für David, dass er erkennt, was er für eine schlimme Tat gemacht hat und anstatt diese aufzudecken, tut er sie zudecken, indem er weiterhin einen weiteren Plan schmiedet und ihn trunken macht. Aber dieser Soldat ist so loyal und so treu, dass auch in einem trunkenen Stadion er sich für das Gute einsetzt. Und König David scheint nicht mehr der zu sein, den er war, als er ein Jugendlicher war. Er scheint viel mehr so zu sein, wie König Saul früher. Selbstsüchtig. Und ein letzter Vers möchte ich mit euch noch lesen. Vers 14. Und es geschah am Morgen, da schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch Uriah. Und wer diese Geschichte kennt, weiß, was in diesem Brief stand. Uriah trägt sein Todesurteil zu Joab. Er soll getötet werden. Und Uriah stirbt. Für David war das die einzige Lösung, damit er aus dieser Situation gerettet wird und opfert dafür seinen besten Soldaten.
[23:08] Ich möchte mit euch den allerletzten Vers lesen in diesem Kapitel. Der befindet sich in Vers 25. Das hat mir sehr zum Nachdenken gegeben. Vers 25. Da sprach David zu dem Boden, sage zu Joab, lass diese Sache nicht böse sein in deinen Augen, denn das Schwert tötet bald diesen, bald jenen. Verstärke deinen Kampf gegen die Stadt und zerstöre sie. So sollst du ihn ermutigen. Was für ermutigende Worte. Es soll ihm egal sein, dass Uriah gestorben sind. Es ist das Normalste in einem Krieg. Es scheint so, wie wenn König David versucht, diesen Mord zu rechtfertigen. Und wer weiß, vielleicht in seinem Herzen hat er auch den Ehebruch gerechtfertigt. Wie können wir aber gerettet werden und wie kann König David gerettet werden, wenn er in der Sünde bleibt und es nicht mal erkennt? Nun, wir hatten die zweite Frage für diese Predigt noch und das ist die Lösung. Und diese Lösung schreibt uns König David selbst. Aber davor, als König David diesen Psalm geschrieben hat, gab es eine besondere Begegnung und zwar mit dem Prophet Nathan. Das könnt ihr gerne in Kapitel 12 für euch durchlesen. Der Prophet Nathan spricht mit ihm mit einem Gleichnis und erzählt mit einem Gleichnis eine ähnliche Geschichte, wie die von König David. Und König David darf den Urteil fällen für diesen Mann von diesem Gleichnis. Und der Urteil heißt, dieser Mann soll bestraft werden durch den Tod. Was er hier eigentlich macht, ist sich selbst den Todesurteil auch auszusprechen. Denn Nathan sagt ihm, dass er dieser Mann sei. Und nach dieser Geschichte schreibt König David Psalm 51. Und wir können das gerne gemeinsam aufschlagen. Psalm 51. Und wir lesen vorerst die Verse 1 bis 6, beziehungsweise 3 bis 6. Psalm 51, Vers 3. O Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, tilge meine Übertretungen nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich völlig rein von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde, denn ich erkenne meine Übertretungen und meine Sünde ist allezeit vor mir. An dir allein habe ich gesündigt. David erkennt nach dieser Begegnung mit Nathan, was er für eine große Sünde getan hat. Er hat nicht nur gegen Menschen gesündigt, er hat gegen Gott selbst gesündigt. Und nun möchte ich gerne mit euch Vers 12 lesen aus diesem Psalm. Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz und gib mir von neuem einen festen Geist in meinen Innern. Und Vers 19. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist, ein zerbrochenes, unzerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten. In diesem Kapitel Psalm 51 können wir erkennen, dass König David die Lösung für sein Problem erkannt hat. Und sein Problem lag in seinem Herzen. Deswegen bittet er Gott um ein reines Herz und er weiß, er kann von Gott vergeben werden. Denn er sagt in Vers 19, dass Gott niemanden verachtet, der zu ihm geht und sich demütig vor ihm zeigt und erkennt, dass er gesündigt hat. Das hatte David für sich erkannt und Vergebung war für ihn möglich. Und meine Lieben, Psalm 51 kann eures und meines Gebet sein, wenn wir in Ehebruch zum Beispiel gefallen sind oder in einer Sünde gefallen sind, sei es mit den Gedanken oder mit den Taten.
[28:37] Wir können aber das Thema Ehebruch nicht einfach so beenden, denn auch Jesus hatte etwas zu sagen und wir wollen diese beiden Versen lesen in Matthäus Kapitel 5. Matthäus Kapitel 5, Vers 27 und 28, Matthäus 5, Vers 27 und 28. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist, du sollst nicht Ehe brechen. Ich aber sage euch, wer eine Frau anzieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Und in einem Vers beschreibt eigentlich Jesus hier die Geschichte auch von König David. Er hat eine Frau angesehen, er hat sie begehrt und im Herzen hat er sich für Ehebruch entschieden. Was sagt also Jesus zu uns? Ehebruch entsteht im Herzen. Was finden wir für weiße Worte in dem Talmud und wie gut, dass auch Ellen White in einer ihrer Bücher zitiert hat. Und ihr kennt ganz gut diese Worte, deswegen brauche ich eure Hilfe. Die beginnen so. Achte auf deine Gedanken, denn sie werden, kennt ihr das? Worte, genau. Achte auf deine Worte, denn sie werden Taten, genau. Achte auf deine Taten oder Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden deinen Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird Schicksal.
[30:59] Nun haben wir uns zwei Fragen vorgenommen. Die erste Frage war, wie kann es dazu kommen, dass man die Ehe bricht? Und das haben wir sehr ausführlich gesehen. Es gibt ganz viele Gefahren und auch wir gläubige Männer und Frauen können vor diesen Gefahren, können diese Gefahren antreffen und es können sein, dass diese Selbstsucht, die Leidenschaft und andere Dinge eine Gefahr für uns sind. Aber ganz wichtig ist unser Herz, unser Herz, der gereinigt werden soll von bösen Gedanken. Und wir haben gesehen, dass wir vielleicht uns nicht mit dem beschäftigen, mit dem wir uns beschäftigen sollten und mit dem Sachen uns beschäftigen, die wir nicht sollten. Und das kann auch uns zu einer Gefahr bringen. Und die zweite Frage war aber die Lösung. Wie können wir, welche ist die Lösung für dieses Problem? Und wir haben gesehen aus dieser Geschichte von König David, dass welche Warnungsschilder wir erkennen können, damit wir nicht wie König David in dieser Sünde fallen. Aber ganz wichtig, wir sollen von Gott ein reines Herz uns schenken lassen und wenn wir fallen, dann können wir Vergebung von Gott bekommen. Es ist nicht einfach, denn im Vers 29 lesen wir in Matthäus 5, Vers 29, wenn dir aber dein rechtes Auge ein Anstoß zur Sünde wird, so reiß es aus und wirf es von dir, denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Es kann zu einem inneren Kampf kommen, den Kampf gegen das eigene Ich, aber es lohnt sich ihn zu gewinnen, denn es geht hier um unsere Ehen und um unsere Familien.
[33:37] Nun die letzte Frage, was wenn man die Ehe gebrochen hat, was dann? Es gibt eine sehr schöne Geschichte im Neuen Testament in Johannes 8 und diese Geschichte beschreibt, wie eine Ehebrecherin von den Schriftgelehrten zu Jesus gebracht wird. Diese Geschichte beschreibt, wie Jesus auch mit dieser Ehebrecherin umgeht. Er schaut erst mal zu den Schriftgelehrten und sagt zu ihnen, wenn ihr ohne Sünde seid, dann werft den Stein auf sie. Aber sie sehen, was Jesus auf dem Sand schreibt und entscheiden dann zu gehen. Jesus stellt dann die Ehebrecherin eine Frage und sagt, hat dich jemand verurteilt? Dann werde ich das auch nicht tun. Geh und sündige nicht mehr. In wenigen Worten mit, ich verurteile dich nicht, hat eigentlich Jesus zu ihr gesagt, ich vergebe dir. Die Strafe werde ich für dich bezahlen am Kreuz und du, du darfst das annehmen. Das ist mein besonderer Geschenk an dich. Du kannst diese Vergebung annehmen und ein neues Leben anfangen. Ein Geschenk für dich und dieser Geschenk steht auch uns zur Verfügung, wenn wir fallen, sei es in Gedanken oder in Taten, sei es in Ehebrüche oder alle anderen Sünden. Wir bekommen Vergebung geschenkt und wir können es annehmen. Und liebe Geschwister, Jesus sagte zu den Schriftgelehrten, wenn ihr ohne Sünde seid, dann werft den Stein nicht auf sie. Oder wenn ihr ohne Sünde seid, dann werft den Stein auf sie. Und keiner von ihnen hat den Stein geworfen, weil sie wussten, jeder von ihnen hatte eine Sünde. Und Jesus, der keine Sünde kannte, hat auch den Stein nicht geworfen. Wie viel mehr sollten wir dann auch wissen oder erkennen, oder ja, dass wir als Geschwister nicht diesen Steine auf unseren anderen Geschwistern werfen sollten, wenn sie eine schlimme Tat begangen haben, wie zum Beispiel Ehebruch.
[36:46] Wir haben heute sehr viel über dieses Thema Ehebruch nachgedacht, vielleicht wie keine andere Predigt zuvor. Und es ist gut, dass wir diese Möglichkeit haben, über diese Predigt nicht darüber nur nachzudenken, sondern eine Entscheidung für uns zu treffen. Und eine Entscheidung können Verheiratete nehmen, aber auch Unverheiratete. Jeder von uns befindet sich in einer anderen Situation und jeder von uns weiß, was er in seinem Leben verändern muss oder optimieren muss. Und es kann vielleicht so sein, dass man die Entscheidung nimmt, vielleicht irgendwelche Bilder auf irgendwelchen Seiten nicht mehr zu sehen. Vielleicht mit Männern oder Frauen, die jemand anderen gehören oder der nicht unser Ehepartner ist, mit ihnen nicht auf eine besondere Art zu schreiben. Vielleicht auch diese Kontakte zu löschen, wenn sie zu unserer Versuchung, wenn es unsere Versuchung ist. Und es sollte für uns ein Fokus sein, unsere Ehe, ob sie uns wichtig ist. Denn für Gott ist unsere Ehe sehr wichtig und er gibt uns alles, damit wir sie schön und liebevoll gestalten können, damit wir ein schönes Leben hier auf Erden haben, mit seinen großen Segen der Ehe und der Familie. Lasst uns aber auch entscheiden, sein Geschenk anzunehmen, der Vergebung, wenn wir fallen in Gedanken oder in Taten. Wie David sagte, Gott nimmt jede Reue gerne an und vergibt gerne. Gott lässt uns nicht allein, er liebt uns und vergibt uns und schenkt uns ein neues Leben. Amen.
[39:14] Herr, ich möchte dir danken für diese Botschaft der Vergebung und ich möchte dir danken, dass du uns durch dein Wort heute gesprochen hast. Ich möchte dir danken, dass du dich sehr um unsere Beziehung zu dir, aber auch um unsere Beziehungen zu unseren Mitmenschen interessierst, vor allem für unseren Ehen, Familien, Herr. Und ich möchte dich bitten, dass du jeden Einzelnen hier segnest, Herr, in seinem Leben, in seinem Eheleben, in der Familie, Herr. Da, wo Probleme sind, Herr, schaffe sie weg und schenke Kraft. Und ich möchte dich, Herr, auch für jeden Einzelnen hier, der um einen Partner vielleicht nachdenkt, schenke du, Herr, Weisheit, schenke du, Herr, ein reines Herz uns allen. Ich danke dir dafür. Amen.
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