[0:30] Heute hier seid und schön, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Heute beginnen wir mit einem neuen Kapitel in der Offenbarung, und zwar dem vorletzten. Wir können so am Horizont schon das Ziel sehen. Wird noch etliche Monate dauern, bestimmt mindestens noch ein Jahr oder so. Aber wir sind jetzt so auf der Schlussgeraden, wollen heute beginnen mit Offenbarung Kapitel 21. Und das heißt jetzt, ab jetzt an wird es vor allem um viel Schönes gehen. Keine Tiere und Hörner und Huren und Erdbeben und Katastrophen mehr, sondern der neue Himmel und die neue Erde. Und ich glaube, wenn wir so ausführlich uns mit Offenbarung 14 und 13 und 17 und 18 beschäftigt haben, dann können wir uns auch sehr ausführlich mit Offenbarung 21 und 22 beschäftigen. Und das mal ganz genau unter die Lupe nehmen, was wir tun. Und bevor wir jetzt das anfangen, wollen wir natürlich mit einem Gebet starten. Ich lade euch ein, dazu niederzuknien.
[2:03] Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir, weil wir von dir lernen möchten. Wir brauchen deine Gnade, deine Güte, die Kraft deines Heiligen Geistes. Wir brauchen Weisheit und wir wissen, weil du es uns verheißt hast, dass wir all das bei dir bekommen dürfen. Und wir wissen auch, dass wir dich nicht erst überzeugen müssen, sondern dass unsere Bedürftigkeit das beste Argument ist. Und so bitten wir dich, dass du durch deinen Heiligen Geist jetzt zu uns redest. Bitte erfülle uns mit ihm und gib, dass wir dein Wort so verstehen, wie du es gemeint hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:54] Offenbarung Kapitel 21 Vers 1. Wer mag uns mal diesen Vers lesen? Offenbarung 21 und dort Vers 1. Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen und das Meer ist nicht mehr. Genau, eigentlich ein unglaublich schöner, ziemlich dramatischer Vers. Johannes sagt, ich habe es gesehen, einen neuen Himmel, eine neue Erde. Jetzt, wenn ihr an Himmel und Erde denkt, was ist so der erste Bibelfers, der einem so in den Sinn kommt, wenn man an Himmel und Erde denkt? Erste Mose 1, Vers 1, dort steht eben, Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Mit Himmel und Erde geht die Bibel los, also mit Gott natürlich. Gott schafft Himmel und Erde in Erste Mose 1, Vers 1 haben wir diese Aussage. Und dann in den folgenden Versen wird genau beschrieben, wie er das gemacht hat. In sechs Tagen. Was hat er am ersten Tag geschaffen? Das Licht, nicht wahr? Er sprach, es werde Licht und es wurde Licht. Und er hat das Licht von der Finsternis geschrieben. Was hat er am zweiten Tag geschaffen? Ja, die Ausdehnung zwischen den Wassern. Er schiebt das Wasser unter der Ausdehnung, von den Wassern über der Ausdehnung und er nannte die Ausdehnung Himmel. Er nannte die Ausdehnung Himmel. Und dann am dritten Tag. Genau, er hat gesagt, das Wasser sollte sich sammeln an einen Ort. Er nannte das Wasser wie? Das Trockene nannte er Erde. Aber die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und dann was hat er geschaffen noch am dritten Tag? Das ist gut zu wiederholen. Die Pflanzen, genau. Das Gras, nicht wahr, die Erde, das Gras sprießen und gewächst, das Samen hervorbringt, fruchttragende Bäume auf der Erde, von denen jeder seine Früchte bringt, nach ihrer Art, in denen ihr Samen isst, sagt es dort. Und dann am vierten Tag. Sonne, Mond und Sterne. Das große Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht. Dazu die Sterne, damit sie die Erde beleuchten und den Tag und die Nacht beherrschen und Licht und Finsternis scheiden. Fünfter Tag. Die Vögel, genau. Die Tiere, die fliegen, genau. Die großen Meerestiere. Und alle lebenden Wesen, die sich regen, von denen das Wasser wimmelt. Dazu die Vögel mit Flügeln, ganz genau. Und was hat er mit ihnen gemacht? Mit den Vögeln und den... Er hat sie Namen gegeben auch, ja, aber er hat sie gesegnet. Er hat sie gesegnet. Seid fruchtbar und mehrt euch. Sechster Tag. Die Landtiere, also die Tiere des Feldes, das Vieh, alles Gewürm wird dort beschrieben. Genau, des Erdbodens. Und den Menschen, das Besondere daran war, im Bilde Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie. Genau, und was hat er noch geschaffen, außer den Tieren und dem Menschen am sechsten Tag? Nicht am sechsten Tag. Am sechsten Tag, ja. Adam und Eva. Die Tiere, Adam und Eva. Und was ist noch am sechsten Tag entstanden? Steht nicht in 1. Mose 1. Der Garten Eden. Er hat den Garten Eden speziell gepflanzt für Adam und Eva. Also mal ein extra Geschenk, sozusagen. Den Himmel auf Erden, das ist ein extra Geschenk der Eden. Und all das zusammengenommen, dann am Sabbat, am siebten Tag, ruhte er von seinem ganzen Werk, das er schuf, als er es machte. Das ist 1. Mose 1, so geht die Bibel los. Und jetzt, ganz am Ende der Bibel, heißt es eine neue Erde und einen neuen Himmel. Das ist ein riesiger Bogen von 1. Mose 1 zu Offenbarung 21. Natürlich dann 21 noch dazu. Wie eine gewaltige Klammer, die die ganze Bibel umschließt. Eine Welt ohne Sünde. Dazwischen, der große Kampf. Denn in 1. Mose, wir haben 1 und 2 und hier 21 und 22, nicht wahr? Ihr wisst, die Kapitel-Einteilung hat es eigentlich nicht gegeben, aber man hat so eine Idee. Und was ist das nächste Kapitel? Der Sündenfall, das ist die Sünde. Und was ist das Kapitel direkt vor Kapitel 21? Die Vernichtung der Sünde. Das heißt, man kann eigentlich die ganze Bibel erzählen mit, es war mal eine sündlose Welt, dann kam die Sünde, das ist der große Kampf zwischen Licht und Finsternis, mit Jesus im Zentrum, der am Kreuz von uns stirbt, das alles führt zur Vernichtung der Sünde und dann ist wieder eine wunderschöne Welt. Das ist eigentlich so der ganz, ganz, ganz, also wenn man alle großen Bogen, alle roten Linien der Bibel zusammen nimmt, ist das so der größte rote Bogen, die ganz große Linie. Eigentlich eine sehr einfach zu überschauende Sache. Er sagt, ich sah einen neuen Himmel, eine neue Erde. Denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen. Das heißt, wird Gott einen neuen Planeten schaffen? Wird Gott diesen Planeten hier einfach wegwerfen und einen neuen Planeten machen? Ja, genau, aber hier steht ja, er sah eine neue Erde, denn die erste Erde war vergangen. Wie würdet ihr das erklären? Du sagst, die Erde wird erneuert. Also, wenn man das jetzt liest, könnt ihr sehen, dass man auch denken könnte, erste Himmel, erste Erde sind weg, Gott macht einen neuen Himmel, eine neue Erde. Es wird gereinigt, also gereinigt mit Feuer wird. Petrus, glaube ich, schreibt etwas auch in Bezug auf die Reinigung, etwas mit Feuer. So wie früher mit Wasser sind Flut und so jetzt mit dem Feuer wird gereinigt. Also keine neue Planet, aber die gleiche, aber dann wird Gott auf dieser Planet neues Leben machen. Genau, das griechische Wort für neu ist hier kainos und kainos ist, es gibt auch ein anderes Wort, das kennen wir vielleicht, das ist neos. Und neo oder neos ist neu im Sinne von, das hat es noch nie gegeben, also neu, neo. Aber kainos ist nicht so sehr in Bezug auf, das hat es noch nie gegeben, sondern kainos ist quasi, wenn etwas im Gegensatz zu etwas altem, etwas das schon verbraucht ist. Es ist also keine verbrauchte Erde, sondern eine quasi erneuerte Erde. Das heißt, vom griechischen ist es relativ deutlich, dass die Erde quasi wieder neu gemacht ist. Wir sagen zum Beispiel, wenn man jetzt irgendwie sein Auto putzt, es ist fast wie neu. Man hat es erneuert sozusagen und das ist so ein bisschen auch da in der Sprache drin. Aber wir wollen uns mal ein paar Bibelferse anschauen. Du hast es schon angedeutet, der Petrus sagt auch, es wird einen neuen Himmel, eine neue Erde geben. Weiß jemand von euch, wo der Petrus das sagt? Zweite Petrus Kapitel 3. Zweite Kapitel, dritte Kapitel von Zweite Petrus, genau. Zweite Petrus 3, wir lesen das mal. Zweite Petrus 3 und dort Vers 13, wir kommen später darauf zurück, aber lesen wir Vers 13, da haben wir erstmal diese grundsätzliche Aussage. Ja, Vers 13. Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. Genau, also Petrus sagt, Petrus sagt nicht, ich habe Himmel und Erde gesehen, einen neuen Himmel, eine neue Erde, sondern das sagt Johannes. Johannes sagt, in der Vision habe ich es gesehen. Aber Petrus sagt, wir erwarten das, obwohl er es nicht gesehen hat. Warum erwartet er einen neuen Himmel, eine neue Erde? Warum sagt Petrus, wir warten auf einen neuen Himmel, auf eine neue Erde? In diesem Vers, in diesem Vers, warum wartet Petrus auf einen neuen Himmel, eine neue Erde? Nach seiner Verheißung, nach seiner Verheißung. Ein Versprechen, das heißt irgendwo muss Gott versprochen haben, ich schaffe einen neuen Himmel, eine neue Erde. Deswegen sagt Petrus, weil Gott es schon versprochen hat, warten wir darauf und erklärt es dann. Also müssen wir erstmal die Frage stellen, wo hat denn Gott versprochen, dass er einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird? Weil Petrus sagt, also für Petrus ist das schon eine Selbstverständlichkeit. Petrus sagt, Gott hat es ja versprochen, oder? Gott hat gesagt, es wird eine neue Erde, einen neuen Himmel geben und deswegen warten wir darauf und deswegen müssen wir so und so leben, wie wir gleich anschauen werden. Aber woher kommt diese Verheißung, woher kommt das Versprechen, es wird einen neuen Himmel, eine neue Erde geben? Also, da werden wir befinden, aber ich kann Ihnen den Jesaja in Kapitel 65 oder 65 erklären. Jesaja 65, schauen wir uns das mal genauer an. Jesaja Kapitel 65. Jesaja 65 und dort Vers 17, 18 und 19. Jesaja 65 Vers 17 bis 19. Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird. Freut euch und seid fröhlich, immer da, über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich will Jerusalem zur Wohne machen und sein Volk zur Freude. Und ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören, die Stimme des Weinens, noch die Stimme des Klagens. Also hier haben wir Jesaja, der eine Verheißung Gottes aufzeichnet. An wen schreibt denn Jesaja ursprünglich dieses Versprechen? An wen richtet er sich denn hier in seinem Buch Jesaja? Sein Volk, also konkret gesprochen zu Israel. Und an Jerusalem. Gibt es denn hier in diesem Abschnitt, wenn wir ein bisschen weiter gucken, Hinweise darauf, dass er auch durchaus eigentlich das Volk Israel und die Stadt Jerusalem mit im Blick gehabt hat? Also wenn ihr ein bisschen weiter lest, gibt es da Verse, die vielleicht mehr von dieser Welt sprechen, als von der neuen Erde. In Jesaja 65. Da gibt es mindestens ein Vers, mit dem hätten wir echt Mühe, wenn wir den auf die neue Erde beziehen. In Jesaja 65. Welcher Vers ist das? Na? Schaut mal in Vers 20. Was sagt Jesaja 65, Vers 20? Es soll dann nicht mehr Kinder geben, die nur ein paar Tage leben, noch Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern wer hundertjährig stirbt, wird noch als junger Mann gelten. Und wer nur hundert Jahre alt wird, soll als ein vom Fluch getroffener Sünder gelten. Werden auf der neuen Erde Hundertjährige sterben? Nein. Das heißt, dieser Abschnitt bezieht sich nicht allein nur ausschließlich auf die neue Erde nach dem Millennium. Offensichtlich. Sondern Jesaja hat auch teilweise das Volk Israel, Jerusalem vor Augen. Nun, wie bringt man das zusammen? Ich denke, dass wir schon mal, vor gar nicht so langer Zeit, eine Prophezeiung studiert haben, wo es um Jerusalem ging, um das Volk Israel, wo aber wesentliche Elemente dieser Prophezeiung sich am Ende der Zeit erfüllen werden. Also wo man sozusagen Jerusalem hat, das irdische Jerusalem und Israel. Und da gibt es jetzt eine Prophezeiung und die trifft vielleicht nicht mal richtig ein, aus bestimmten Gründen, die wir gleich noch studieren können oder erörtern können. Und dann trifft aber Teile der Prophezeiung, beziehen sich auf das Ende sozusagen. Okay, Matthäus 24 ist so ein Beispiel. Ja, in Bezug auf die Zerstörung Jerusalems und Bezug auf die Wiederkunft. Fällt euch noch irgendwo eine Stelle ein, wo da Prophezeiungen gegeben werden? Und zwar positive Prophezeiungen, eigentlich schon positive Prophezeiungen, Bezug auf Jerusalem, die sich zum Teil nicht mal ganz völlig erfüllen, weil die Umstände für die Prophezeiung nie eintreten. Und so ein Großteil der Prophezeiungen sich dann nicht für Jerusalem erfüllt, sondern für das Ende. Hesekiel 38, danke schön, und 39. Worum ging es denn in Hesekiel 38 und 39? Gok und Magok, das haben wir lang und breit studiert. Könnt ihr euch erinnern, Gok und Magok? Wir haben damals studiert, dass es Gottes Plan gewesen wäre, dass wenn die Israeliten wirklich den Messias angenommen hätten, dass dort Jerusalem wirklich zur Hauptstadt des jüdischen Weltreichs geworden wäre und dass viele Völker tatsächlich in das buchstäbliche Jerusalem gekommen wären, um dort Gott anzubeten und dass die Feinde Gottes sich dann in einer echten Schlacht von Gok und Magok sozusagen hätten zusammengefunden, unter Leitung des Güten, das haben wir uns angeschaut, und es hätte eine echte Endzeitschlacht um Jerusalem gegeben. Das alles hat es aber nie gegeben, warum? Weil die Juden Jesus nicht angenommen haben. Und alle Prophezeiungen und alle Erfüllung findet immer ihre Erfüllung in wem? In Jesus, nicht wahr? Lasst euren Finger ganz kurz hier drin. Geht mit mir zu 2. Korinther, dass ihr es mal seht. 2. Korinther, Kapitel 1 und dort Vers 20. 2. Korinther 1 und dort Vers 20. Was heißt es? Wer mag das lesen? Ganz genau, alle Verheißungen Gottes erfüllen sich nur in Jesus und was wäre also passiert, wenn die Juden den Messias, wird in Jesaja der Messias angekündigt? Wird in Jesaja der Messias angekündigt? Ja, wo? Gib mal ein paar Beispiele, wo wird der Messias angekündigt, Jesaja? In Jesaja 53, hier kurz vorher sozusagen. Und zwar eigentlich die ganze Zeit in Jesaja 53, nicht wahr? Und in Jesaja 61, der Geist des Herrn ist auf mir. In Jesaja 63, überall kommt der Messias vor. Das geht schon los in Kapitel 7 und 8 und 9 und 11 und überall kommt der Messias vor. Und die Idee ist jetzt sozusagen, so wie in Hesekel, könnt ihr euch erinnern? In Hesekel war auch die Vorhersage, dass der gute Hirte kommen wird, sein Volk weiden wird und dann wird der Heilige Geist ausgegossen werden und dann kommt die Endzeitschlacht. Und dann kommt in Hesekel auch das neue Jerusalem, das in Hesekel gebaut werden soll, der Tempel, besser gesagt der neue Tempel, der nie gebaut worden ist, weil die Israeliten den neuen Hirten, den guten Hirten nie angenommen haben. Das gleiche Prinzip ist jetzt hier auch. Es ist sehr wichtig, dass wir das verstehen, weil das ganz oft sonst zu Missverständnissen im Alten des Dement kommt. Was Gottes Plan war, war ja, dass die Juden Jesus annehmen, oder? Das war sein Wunsch. Und wenn die Juden, das Volk Israel, den Messias angenommen hätte, wäre Jerusalem tatsächlich zu, also das irdische Jerusalem, zu diesem Zentrum der Weltmission geworden. Und alle Völker werden dorthin gekommen und natürlich jetzt am Ende schon irgendwo eine Vernichtung der Sünden und eine neue Erde und einen neuen Himmel gegeben, aber schon vorher wäre das neue Jerusalem sozusagen, oder das alte Jerusalem fast wie der Himmel auf Erden gewesen. Es hätte sich das buchstäblich erfüllen können. Leute wären wieder älter geworden, sie hätten Häuser gebaut, Weinberge gepflanzt, nicht wahr? Und all die Dinge, die hier stehen, vieles von dem hätte sich schon auf dieser Erde in Jerusalem, in Israel erfüllen können. Ja, aber Jesus müsste trotzdem sterben. Wahrscheinlich hätte Jesus auf irgendeine Weise sterben müssen, wenn auch nicht die Juden, aber auch andere Menschen. Ich würde sogar sagen, Jesus hätte sehr wohl sterben müssen, wahrscheinlich durch den Hohen Priester. Es scheint mir so zu sein, die Bibel ist da nicht explizit und Ellenweid sagt auch, glaube ich, nichts explizites dazu, aber die Tatsache, dass die Priester über Jahrhunderte ausgebildet worden waren, diese Aufgabe zu übernehmen, deutet darauf hin, dass vielleicht ein Hohepriester die Aufgabe hätte übernehmen müssen, aber das wissen wir nicht genau. Aber Jesus wäre auf jeden Fall gestorben, nicht, dass wir uns missverstehen, denn nur durch den Tod Jesu hätte überhaupt das Volk Israel dann völlig diesen Segen empfangen können. Das heißt, was wir eigentlich haben, die Verheißung von der neuen Erde, von der Petrus hier spricht, ist eigentlich eingebettet in eine Verheißung, die schon für diese Welt gilt. Gott hat sich gewünscht, dass schon das irdische Jerusalem zur Zeit von Jesaja und dann in den nächsten Jahrhunderten, dass das gesegnet wird und als endgültiges Resultat hätte es dann einen neuen Himmel und eine neue Erde gegeben. Das war Gottes Plan. Ich glaube, es ist sehr wichtig zu sehen, dass die Verheißung, das ist jetzt ein wichtiger Punkt für uns, die Verheißung des neuen Himmels und der neuen Erde ist nicht exklusiv auf die Zukunft beschränkt. Das heißt, wenn Gott sagt, ich möchte einen neuen Himmel, eine neue Erde machen, sagt er nicht, in dieser Welt hat der Gläubige es nur schlecht. Alles ist dramatisch, alles geht den Bach runter, deswegen müsst ihr einzig und allein auf die Zukunft hoffen. Sondern was er sagt ist, weil ich einen neuen Himmel und eine neue Erde mache, soll es dem Gläubigen schon in dieser Welt ansatzweise gut gehen. So als wenn quasi schon die Strahlen der Ewigkeit so ein bisschen in unser Leben hineinscheinen. Man kann schon auf dieser Erde den Himmel im Herzen haben sozusagen und einen ganzen Teil des Segens empfangen. Natürlich nicht den vollständigen Segen, weil solange es Sünde gibt, gibt es Kampf und Auseinandersetzungen und Versuchungen. Aber Gott wünscht sich nicht, dass alle Freude und aller Segen und alles Glück nur in die Zukunft verlagert wird. Es gibt immer so Christen, die den Eindruck erwecken, als ob alles Glück und alle Freude und aller Segen in der Zukunft sind. Irgendwann. Wir müssen hier durch die Hölle, aber irgendwann gibt es ja dann einen neuen Himmel, eine neue Erde. Aber im alten Testament sind diese beiden Dinge, das was jetzt gerade wir schon erleben können auf der Erde und die endgültige neue Himmel und Erde, das ist so miteinander verknüpft. Man kriegt es gar nicht richtig auseinander. Man könnte jetzt nicht sagen, dieser Pferd spricht nur von dem und der nur von dem. Das ist wie so miteinander verbunden, ineinander geschoben sozusagen. Kennt ihr noch andere Bibelstellen, die deutlich machen, dass Gott sich wünscht, dass wir schon hier, schon vor der Wiederkunft, schon vor dem Millennium so ein Stück weit den Himmel auf Erden haben können? So ansatzweise zumindest, teilweise. Ja, das Reich Gottes ist schon mitten unter euch. Das Reich Gottes ist nicht nur Zukunft. Es ist zwar Zukunft, aber es ist auch schon da. Jesus hat immer so gepredigt. Das Reich Gottes ist schon mitten unter euch, auch wenn es dann noch in der Zukunft vollständig kommt. Er sagt, ich bin gekommen, dass wir das Leben haben. Ein Leben im Überfluss bietet er uns an. Und zwar jetzt schon. Ihr kennt vielleicht die Stelle, wo die Jünger mal fragen, Herr, wir haben doch alles aufgegeben. Was wird uns zuteil? Und dann sagt Jesus, ja, dann am Ende bekommt ihr das und das und das. Aber jetzt schon, sagt er einem der Evangelien, jetzt schon könnt ihr, niemand gibt etwas auf, der nicht schon in diesem Leben hundertfältig empfängt und dann auf der neuen Erde sozusagen erst recht. Was ich damit sagen will, ist, ich glaube, es ist wichtig, wenn wir uns damit beschäftigen, mit dem neuen Himmel und der neuen Erde, dass wir das nicht allein nur als ein zukünftiges Ding betrachten. Von dem wir sagen, naja, das dauert noch mehr als tausend Jahre bis dahin, weil rechnerisch dauert es mehr als tausend Jahre bis zur neuen Erde. Es wird noch mindestens tausend Jahre dauern, bis zu dem, was wir heute besprechen. Also das ist ganz interessant. Das ist etwas in weiter Zukunft. Aber es ist doch nicht in weiter Zukunft, weil wir es teilweise jetzt schon hier ansatzweise miterleben sollen, miterleben können. Gott möchte schon uns vom Segen geben. Gottes Wesen ist immer schon gewesen, dass er vom Himmel zur Erde uns Dinge gibt. Schon in der ersten Schöpfung hat er den Garten Eden gegeben. Das war ja eigentlich Eden. Kommt woher? Wo war der Garten Eden zuerst? Warum heißt der Garten Eden, den Adam und Eva hatten, Garten Eden? Hesekiel sagt uns, dass es im Himmel einen Garten Eden gab, in dem Luzifer war. Direkt am Thron Gottes, der Garten Eden. Da war der Luzifer. Und Gott sagt quasi, als er Adam und Eva einen Garten Eden macht, ich bringe den Himmel auf die Erde. Heiligtum. Es gibt ein himmlisches Heiligtum. Gott sagt durch Mose, ich bringe den Himmel auf die Erde. Und am deutlichsten zeigt sich diese Idee, dass Gott das, was fern und himmlisch ist, uns nahe bringt. Wo zeigt sich das am deutlichsten? Jesus. Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott. Und das Wort war Gott. Und das Wort wurde Fleisch. Und wir sahen seine Herrlichkeit. Auf den ersten Blick denkt man, meine Güte, der Jesaja, das ist ja verwirrend. Spricht er jetzt von Jerusalem hier auf der Erde, oder spricht er vom neuen Jerusalem? Aber es ist ein Grund, warum es nicht so klar getrennt ist, weil nämlich die Verheißung auf den neuen Himmel und die neue Erde schon für die jetzige Zeit eine Veränderung bewirken soll. Deswegen wird es in der Bibel oft miteinander verknickt. Und natürlich wusste auch Jesaja, dass solange Jesus gekommen ist und wiedergekommen ist, es keinen neuen Himmel und keine neue Erde geben wird, im physischen Sinne. Ja.
[28:27] Ganz genau. Das schauen wir uns jetzt gleich sofort an. Nur ganz kurz hier in Vers 17. Was sagt denn der Jesaja über diesen neuen Himmel und die neue Erde? In Vers 1, in Vers 17. Jesaja 65, Vers 17. Was sagt er da? Wie werden die sein, dieser neue Himmel und die neue Erde? Die werden so besonders sein, dass man alle Erinnerungen an die alte Erde vergessen wird. Und dann sagt er, ihr werdet euch alle Zeit freuen und frohlocken über das, was ich erschaffe. Ständige Freude. Was hat die Engel gemacht, als sie die Schöpfung Gottes sahen? Am Anfang? Gejubelt, sagt Hiob. Hiob 38. Die Morgensterne jauchzten, als sie das gesehen haben. Und dann heißt es sogar in Vers 19. Und ich selbst werde frohlocken über Jerusalem und mich freuen über mein Volk. Es soll kein Klagelaut und kein Wegeschrei mehr darin vernommen werden. Die Idee haben wir später in Offenbarung 21 auch. Der Schmerz und die Tränen, all das wird dann nicht mehr sein. Also die Idee vom neuen Himmel und der neuen Erde ist eine Idee der Freude. Da war grenzenlose Freude vor der Sünde und da ist grenzenlose Freude nach der Sünde. Was uns also zu dem Punkt bringt, das Einzige, was wirklich in dieser Welt Freude trübt, ist Sünde. Sünde trübt echte Freude. Und das ist so merkwürdig, dass viele Menschen denken, dass sie sündigen müssen, um Freude zu haben. Im Gegenteil, die Bibel sagt das genau andersrum. Schau bei Jesaja 66, das, was du schon erwähnt hast. In Jesaja 66 und dort Vers 22 und Vers 23. Vers 22 und Vers 23. Vers 23 noch. Genau, der berühmte Vers über den Sabbat. Aber schaut mal den Vers 22 an. Was sagt der eigentlich? Was ist so der Kerngedanke von Vers 22? Der neue Himmel und die neue Erde werden nicht mehr durch Sünde verdorben. Die werden dauerhaft rein sein. Die werden bestehen bleiben. Und das ist ein Gleichnis. Er sagt, so wie der neue Himmel und die neue Erde bestehen bleiben. So werdet auch wer? Unser Name. Das Volk Gottes wird bestehen bleiben. Es wird nicht mehr abfallen. Es wird sozusagen eine Verbindung, eine Parallele zwischen dem neuen Himmel und der neuen Erde und dem erlösten Volk. Und Gott sagt, wenn ihr euch fragt, werden wir dann immer treu bleiben. Dann sagt er, dann schaut so wie der neue Himmel und die neue Erde ohne Leid und ohne Klage geschreit sein werden, so wird das erlöste Volk Gottes ohne Sünde sein. Das heißt, der neue Himmel und die neue Erde sind auch eine Lehre für uns. So wie Gott diese neue Erde und den neuen Himmel bestehen lassen wird, so werden auch wir bestehen. Jetzt gehen wir zurück zu Petrus und schauen mal, was er uns noch sagt in Bezug auf diese Verheißung. 1. Petrus, 2. Petrus, Kapitel 3. Und wir haben es schon erwähnt, Connel, dass es ja vorher schon ein bisschen losgeht, nicht wahr? Wir lesen mal ab Vers 7. Da heißt es, die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen. Wann wird das sein? Wann werden die gottlosen Menschen verdorben werden durchs Feuer? Auf dem Morgen 20, nicht wahr? 1000 Jahre nach den 1000 Jahren. Er sagt, dafür sind der Himmel und die Erde aufbewahrt, für das Feuer. Vers 8, das ist jetzt sehr interessant. Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, dass ein Tag bei dem Herrn ist wie 1000 Jahre und 1000 Jahre wie ein Tag. Und die Bibel spricht immer von dem Tag des Herrn, dem Tag des Gerichtes. Und der Tag des Gerichtes dauert wie lange? 1000 Jahre. Das heißt, da geht es eigentlich um das Millennium, 1000 Jahre. Okay, gehen wir weiter. Vers 9, der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliches für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. Und jetzt kommt es, vers 10, es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht. Das ist der Beginn oder das Ende des Tags des Herrn? Das heißt, es wird der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht. Ist das der Anfang oder das Ende? Der Anfang. Und welches Ereignis markiert den Anfang vom Tag des Herrn? Die Wiederkunft. Deswegen, die Wiederkunft wird sein wie ein Dieb in der Nacht, überraschend. Die Menschen werden nicht damit rechnen. Die werden überrascht sein, dass Jesus kommt. Genau, das Ende kann nämlich nicht überraschend sein wie ein Dieb in der Nacht, weil die einen wissen, dass er dann hinunter geht und die anderen sind tot. Die können auch nicht überrascht sein, die stehen erst auf. Also es ist die Wiederkunft hier, die wir haben. Und dann heißt es weiter, also der Tag beginnt, er kommt wie ein Dieb in der Nacht. Dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen. Welche Werke sind hier gemeint, die verbrennen werden? Ja, was Mensch geschaffen hat. Also allgemein gesprochen, was wird verbrannt durchs Feuer? Sünde. Die Sünde, das heißt die Erde und die Sünde auf der Erde werden verbrannt. Wann geschieht das? Wann wird die Erde verbrannt? Nach den tausend Jahren. Nur, dass ihr das mal klar vor Augen seht, in diesem Vers geht es von der Wiederkunft tausend Jahre lang durch. Am Anfang des Verses ist die Wiederkunft, am Ende des Verses sind die tausend Jahre zu Ende. Und dann heißt es weiter in Vers 11 und jetzt kommt es. Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch Heiligenwandel und Gottesfurcht? Also Petrus, was ist Petrus Argument? Wenn jetzt die Verse so durchgeht, was ist sein Argument? Wir müssen uns vorbereiten, ja genau, er sagt ja da dies. Ja genau, also was ist seine Aufforderung an uns? Er sagt, wir sollen heilig sein, oder? Heilig sein und Gottesfurcht haben. Warum? Warum brauchen wir Heiligkeit und Gottesfurcht? Ja genau, also nach seiner Argumentation hier. Warum brauchen wir sie? Da nun dies alles, wodurch wird es aufgelöst? Das Feuer, was verbrennt das Feuer? Sünde. Sein Punkt ist, wenn nach den tausend Jahren das Feuer fällt, verbrennt es alle Sünde. Deswegen müssen Menschen, die auf der neuen Erde leben wollen, nach den tausend Jahren sündlos sein. Das ist sein Argument. Sein Argument ist, weil diese Erde mit ihrer Sünde verbrennt, müssen wir die Sünde loswerden. Er sagt, da nun dies alles aufgelöst wird, deswegen solltet ihr euch, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen? Er sagt nicht, das wird alles aufgelöst werden und naja, was mit euch ist, egal, macht euch keine Gedanken, wird schon irgendwie passen. Er sagt, weil Gott die Sünde ausrotten wird durch Feuer und zwar so sehr, dass die Erde selbst verbrennt. Überlegt euch, ob es eine gute Idee ist, die Sünde mit in den Himmel nehmen zu wollen. Keine gute Idee, oder? Wenn Gott die Sünde so sehr hasst, dass am Ende sogar die Erde, die Felsen haben ja nichts Böses getan, weil sie sind der Ort der Sünde, die Erde selbst wird verbrennt. Er sagt, was meint ihr wohl passiert mit euren Herzen, wenn ihr die Sünde festhaltet? Das ist ein Argument, könnt ihr das sehen? Das ist ein Argument, das ist interessant, weil wir denken meistens nicht so, wir denken vielleicht nur an die Wiederkunft, wenn es um Charaktervollendung geht und das Überwinden von Sünden, aber der Petrus sagt hier ganz deutlich, es hat auch was mit dem nach den tausend Jahren zu tun und dann sagt er weiter, was sollen wir jetzt also machen? Wie können wir uns auszeichnen durch Heiligkeit und durch Gottes Furcht? Vers zwölf, wer mag das mal lesen? Indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegen eilt, an welchem die Blumen sich in Blut auflösen und die Elemente vor Hitze verschmelzen werden. Genau, dieser Tag, der Tag Gottes sind wir die tausend Jahre, von der Wiederkunft bis ans Ende. Und was sollen die Gläubigen machen? Was sollen sie machen? Hm? Ja? Ja, genau, also was sollen sie erwarten und? Ja, genau, hineilen, entgegen eilen oder auch nach manchen Übersetzungen beschleunigen. Kann man den Tag Gottes beschleunigen? Ja, selbstverständlich. Petrus sagt es sehr deutlich, wäre jetzt ein anderes Thema für sich, aber wann die tausend Jahre beginnen ist, Gott weiß, wann die tausend Jahre beginnen, aber sie hätten schon beginnen können, oder? Die hätten schon beginnen können. Es war nie Gottes Plan, dass wir das Jahr 2019 erleben. Ellen White sagt das sehr, sehr deutlich. Schon kurz nach 1844 hätten die tausend Jahre beginnen können, mit der Wiederkunft. Das haben sie nicht getan. Und das heißt, wir haben das Element von Verzögerung und Beschleunigung, das möglich ist. Nun, es steht natürlich, der Herr verzögert die Verheißung nicht, aber wichtig ist, der Herr verzögert nicht. Jesus verzögert nicht. Was ist die entscheidende Bedingung, damit Jesus wiederkommen kann? Das Evangelium in der ganzen Welt gepredigt werden, Stand heute 2019 ist das geschehen. Nein, noch immer nicht. Der Herr verzögert die Verheißung nicht. Er verzögert sie nicht, aber seine Nachfolger, seine Kinder sind etwas langsam. Um es mal so zu sagen, nach 2000 Jahren haben sie immer noch nicht den ganzen Erdball erreicht. Wäre eine interessante Frage, sich zu fragen, was ich tun kann. Im Entgegenallt, man kann die Wiederkunft beschleunigen, und zwar nicht einfach dadurch, dass ich mich jetzt irgendwie von der ganzen Zivilisation zurückziehe, in den Wald ziehe und Karotten esse, und einfach jetzt so heilig leben möchte, dass die Wiederkunft kommt, gibt es auch die Idee, sondern indem ich das Evangelium anderen weitergebe, an der Verbreitung des Evangeliums teilnehme und dadurch lerne, andere Menschen so zu lieben, wie Jesus sie liebt, und dadurch tatsächliche, echte Charakterheiligung erlebe. Man kann nämlich im Charakter nur geheiligt werden, wenn man für andere Menschen arbeitet. Und dann heißt es jetzt in Vers 13, wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. Und jetzt kommt Vers 14, wie geht Vers 14 los? Deshalb oder darum steht bei mir, also was sagt darum oder deshalb? Begründung, oder? Weil auf der neuen Erde Gerechtigkeit herrscht, was sollen wir dann jetzt tun? Ihr seht wieder nicht, oder? Dann, in der Zukunft, jetzt schon. Weil auf der neuen Erde, im neuen Himmel, da wird Gerechtigkeit sein und keine Sünde. Was sollen wir also jetzt schon tun? Weil er dies erwartet, so seid eifrig darum bemüht, dass ihr als unbefleckt und tadellos vermehrt gefunden werdet in Frieden. Also was sollen die Gläubigen tun? Sie sollen ihr Augenmerk darauf richten, dass sie durch das Blut Jesu, durch die Gnade Gottes, durch das Wirken des Heiligen Geistes an und in ihnen, tadellos vor Gott erfunden werden. Das Thema vom neuen Himmel und der neuen Erde ist nicht einfach nur so ein Thema, wo man sagt, ach, jetzt ist die Offenbarung fast ans Ende gekommen, jetzt können wir uns ein bisschen entspannen. Jetzt lesen wir was über den Löwen und das Lamm und den Wolf, wie schön. Ist auch schön. Aber der Petrus sagt uns, diese Verheißung birgt eine Aufforderung oder einen Auftrag an uns sozusagen, nämlich dass wir uns bewusst machen, auf dieser neuen Erde werden gerechte Menschen leben. Und gerecht werden wir allein, wodurch? Wenn wir uns jetzt anstrengen, gerecht zu werden? Nein, durch die Gerechtigkeit Jesu. Und wenn wir alle unser Sinnen, unser Denken darauf richten, näher zu Jesus, näher zu Jesus, mehr mit Jesus, dann kann er uns vorbereiten auf den neuen Himmel und die neue Erde. Ja? Ja, ganz genau.
[43:51] Lesen wir weiter, eifrig bemühen. Eifrig bemühen bedeutet nicht, ich rackere mich ab, um Gott zu überzeugen, sondern eifrig bemühen bedeutet, ich stelle Gott an die erste Stelle und das bedeutet mitunter einen Kampf gegen mein eigenes Ich. Ich möchte Gott an die erste Stelle meines Lebens setzen, weil er so gut ist zu mir, habe ich ihn gern. Und ich werde mich bemühen, immer wieder meinen wandernden Fokus auf ihn zurückrichten, damit er mich verwandeln kann, verändern kann, vorbereiten kann, sodass in meinem Herzen die Sünde durch den Heiligen Geist, nicht durch meine eigenen Anstrengungen, sondern durch den Heiligen Geist, mit dem ich kooperiere, die Sünde weggenommen wird, sodass wenn dann die Sünde vernichtet wird, ich keine Angst haben muss, da wird nichts von mir vernichtet, weil Gott die Sünde vorher weggenommen hat. Und deswegen, wenn jetzt Johannes sagt, jetzt könnte jemand sagen, ach na ja, vielleicht ist das alles ja nur ein schöner Wunschtraum, aber Johannes sagt, das ist nicht nur eine Verheißung, ich habe es gesehen. Ich habe den neuen Himmel und die neue Erde gesehen, das wird kommen, das ist real. Denn glaube ich, es ist auch eine Verheißung für uns, wenn Gott diese Erde neu schaffen kann, dann kann er auch mein Herz neu schaffen. Denn ihr wisst ja, der Paulus sagt, dass der Gott, der dem Licht geboten hat, aus der Finsternis zu leuchten, er hat es auch in unserem Herzen Licht werden lassen, durch die Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. Schöpfung oder Erlösung ist eigentlich auch wieder neue Schöpfung. Und der Fokus auf den neuen Himmel und die neue Erde sollte uns heute hier, die wir jetzt hier sitzen, studieren, anschauen, später das anschauen, daran erinnern, dass Jesus in meinem Herzen und in deinem Herzen etwas tun will. Er will uns heute verändern, er will uns heute näher zu ihm bringen, damit, wenn er kommt, wir tadellos und unbefleckt vor ihm stehen können. Wollen wir uns vornehmen, uns eifrig darum zu bemühen, jeden Tag die Gnade Gottes in unserem Herzen hineinzulassen und zur Anwendung zu bringen? Amen. Dann lasst uns noch gemeinsam niederklingeln und beten.
[46:08] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir wirklich von ganzem Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns sprichst und dass du uns Gedanken schenkst, die von deinem Thron kommen. Herr, wir haben heute gesehen, dass du dir wünschst, dass wir nicht nur über die neue Erde und den neuen Himmel reden, sondern dass unsere Herzen auch vorbereitet werden darauf. Und Herr, wir alle haben Dinge in unserem Herzen, die nicht gefallen können. Und wir möchten sie dir geben. Wir möchten dich bitten, dass du uns immer mehr veränderst, dass das Blut, das du, Herr Jesus, für uns vergossen hast, uns reinigt von aller Sünde, dass wenn du kommst, wir rein und unbefleckt erfunden werden vor dir. Lass uns den Gedanken an die Zukunft vor Augen haben, damit jetzt schon unsere Gegenwart ein Himmel auf Erden sein kann, soweit es auf dieser sündigen Welt möglich ist. So bitten wir dich, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Im Namen Jesu. Amen. Amen.