[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de oder später das Video anschaut. Wir möchten heute weiterstudieren, Offenbarung 21. Wir haben letztes Mal dieses neue Kapitel begonnen, das im Wesentlichen auch eine Fortführung ist von Offenbarung 20, wie wir gleich sehen werden. Und bevor wir heute den zweiten Vers uns anschauen, wollen wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet.
[1:13] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du heute den ganzen Tag bei uns gewesen bist, dass du uns geholfen hast, dass du uns gestärkt hast durch deinen Heiligen Geist und dass deine Gnade und Güte uns umgeben hat. Und wir danken dir jetzt, dass wir noch einmal zu dir kommen dürfen, um von dir Weisheit zu erbitten, um dein Wort so zu verstehen, wie es für uns jetzt notwendig ist. Gib, dass wir in diesem Vers kostbare Dinge erkennen können, die uns helfen, in unserer Beziehung zu dir mehr noch zu wachsen und tiefer gegründet zu werden. Wir möchten dich bitten, dass du alle Störende fernhältst und dass du zu unseren Herzen sprichst durch deinen Heiligen Geist. Nimm alles hinweg aus unserem Herzen, was dich irgendwie hindern könnte, uns zu segnen. Und verherrliche du dich dadurch, dass du unser Lehrer bist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:21] Offenbarung 21 und dort Vers 2. Wir beginnen ganz einfach damit, dass wir den Text lesen. Offenbarung 21 und dort Vers 2. Wer mag den mal lesen?
[2:46] Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem von Gott her aus dem Himmel herabkommen, gerüstet wie eine Braut, die für ihren Mann geschmückt ist.
[3:00] Die Stadt Jerusalem kommt vom Himmel herab. Wer ist das, der hier sagt, ich sah sie? Johannes. Johannes macht ganz deutlich, dass er sie mit eigenen Augen gesehen hat. Und das werden wir uns gleich noch ein bisschen genauer anschauen. Zunächst einmal die Frage bei einem Vers in der Offenbarung ist das nämlich nicht selbstverständlich. Wann spielt dieser Vers auf der chronologischen Zeitleiste? Verse und Offenbarung sind ja nicht von Kapitel 1 bis Offenbarung 22 chronologisch durchorganisiert. Also die Frage ist, wir haben ja in Vers 1 was gesehen? Neuen Himmel, neue Erde, die Neuschöpfung, die wann stattfindet? Nach den tausend Jahren. Und wann genau platzieren wir jetzt den Vers 2? Kommt der jetzt nach Vers 1? Also man könnte ja denken, jetzt ist eine neue Himmel, neue Erde, jetzt haben wir alles hinter uns gelassen. Die ganze Katastrophe von den letzten 6000 Jahren oder so, 7000 Jahre und jetzt ist nur noch neue Erde, neue Himmel. Aber schon in Vers 2 werden wir offensichtlich noch einmal zurückkatapultiert. Woher wissen wir, dass dieser Vers vor der Schöpfung von Himmel, der Neuschöpfung von Himmel und Erde sein wird? Woher wissen wir das? Oder wie kommt ihr darauf? Gibt es da irgendeinen biblischen Hinweis darauf? Man könnte doch, also das sieht doch, wenn man es auf den ersten Blick liest, könnte man auch denken, naja, da wird eine neue Himmel, eine neue Erde geschaffen und dann kommt die Stadt Jerusalem herab oder auf die neue Erde. So liest es sich doch ganz offensichtlich. Warum sagt ihr nein? Ja, das wissen wir. Wir wissen, dass es auf die neue Erde, aber das könnte auch die neu geschaffene Erde sein. Woher wissen wir, dass es noch vor der Schöpfung von Himmel, der Neuschöpfung von Himmel und Erde sein wird? Woher wissen wir das? Also Ellen White sagt das im Großen Kampf, aber können wir das vielleicht auch aus der Bibel belegen? Wir können ja nicht einfach die Offenbarungsverse durcheinander schieben, wie wir wollen. Also du hast natürlich vollkommen recht und wir wissen das, aber warum wissen wir das, ist vielleicht die noch entscheidendere Frage. Warum springen wir von Vers 1 in Vers 2 wieder zurück in eine Zeit vor Vers 1? Also wenn ihr gut aufgepasst habt in den letzten Monaten, dann solltet ihr dazu eine Antwort irgendwo finden. Im Kapitel zuvor gibt es einen Schlüssel. Welcher Vers? Genau, Offenbarung 20 Vers 9. Magst du den mal lesen?
[6:34] Und es fiel Feuer von Gott. Genau, da ist die geliebte Stadt, das neue Jerusalem bereits in Sichtweite sozusagen, die ist sichtbar auf der Erde. Die Leute, die nach den tausend Jahren auferstehen werden, aus den Gräbern, können das neue Jerusalem schon sehen. Es ist bereits herabgekommen und das muss man ein bisschen vor Augen haben. Das heißt, wir erinnern uns, wir haben gesagt, Offenbarung 20 ist nicht einmal chronologisch komplett durch, sondern hat so verschiedene Linien. Könnt ihr euch noch erinnern? Ganz kurz Wiederholung. Welche Verse sind die erste Linie? Könnt ihr euch noch erinnern? Von Vers 1 bis, da haben wir gesagt, da werden die tausend Jahre einmal aus der Perspektive des Satans dargestellt, oder? Vers 1 bis 3. Da wird beschrieben, wie der Satan geworfen wird auf die Erde, die ein Abgrund ist. Da wird beschrieben, wie die Erde wüst und leer und finster ist und der Abgrund natürlich, wie er dort gebunden ist, weil er niemanden hat, den er verführen kann und dass er nach den tausend Jahren wieder losgelassen wird. Da ist also schon eine Andeutung der zweiten Auferstehung. Und dann haben wir Vers 4, noch einmal die tausend Jahre, genau bis wohin? Diesmal geht es hier nämlich noch ein bisschen weiter, nämlich nicht nur die tausend Jahre auf der Erde und auf dem Himmel, sondern hier haben wir jetzt nach der Auferstehung noch ein bisschen mehr, sozusagen. Wir haben jetzt nämlich noch nach der Auferstehung, was haben wir noch? Wir haben die zweite Auferstehung, wir haben die Schlacht von Gog und Magog, das Umzingeln der Stadt. Das heißt, wir haben automatisch auch das Herabkommen der Stadt. Die Stadt kommt herab und dann fällt das Feuer. Und dann haben wir gesagt, das geht also von Vers 4 bis 8, 9 bis 10. In Vers 10 ist das Feuer, das Sünde und Sünder verzehrt, der Teufel wird hineingeworfen. Und dann kommt Vers 11 und in Vers 11 haben wir gesagt, Wiederholung, nicht wahr, dass wir uns gut erinnern, Vers 11 springen wir noch einmal zurück. Genau, denn Vers 11 präsentiert uns was? Damit ihr erinnern könnt, Vers 11 präsentiert uns konkret, welchen Zeitpunkt. Primär, also es bezieht sich auch auf die Zeit nach den tausend Jahren, aber primär bezieht es sich nicht auf das Jüngste Gericht, sondern auf das Ereignis der Wiederkunft. Ganz genau, die Wiederkunft, der große weiße Thron, wenn die Menschen sehen werden, denn der Himmel entrollt und die Berge fliehen und sie sagen werden, in Offenbarung 6, können wir doch mal vielleicht nachschlagen, wenn ihr es vergessen habt, Vers 16, und sie sprachen zu den Bergen, zu den Felsen, fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt und vor dem Zorn des Lammes. Das ist die Wiederkunft noch einmal. Und dann kommt noch mal tausend Jahre, diesmal wird was beschrieben während dieser tausend Jahre? Das Gericht, und zwar das Gericht an den Ungläubigen, also das, was wir ab Vers 4 schon mal angedeutet haben, wird noch mal jetzt juristisch vertieft, da findet ein Gericht statt und dann haben wir die zweite Auferstehung in welchem Vers? Vers 11, Wiederkunft, Vers 12, tausend Jahre, Vers 13, zweite Auferstehung, da kommen die Toten hervor, die werden gerichtet, das heißt, da haben wir hier die Parallele, also nur, dass ihr seht, es ist so ein bisschen diese Idee, Linie auf Linie, Satzung auf Satzung, das ist so die Idee, wie auch in Daniel auch hier die Offenbarung aufgebaut ist und auch dort fällt wieder das Feuer, ja, alle werden in den Feuersee geworfen, deren Name nicht im Buch des Lebens geschrieben steht und diese Linie geht weiter als alle anderen, diese Linie geht nämlich bis wohin? Also diese erste Linie ging nur bis zur zweiten Auferstehung, ja, dann springt es zurück ab Vers 4, die zweite Linie geht bis zum Feuer, das alles vernichtet und springt dann zurück, die dritte Linie geht bis wohin? Bis zur neuen Erde, das heißt, das Kuriose ist eigentlich, dass Offenbarung 21, Vers 1, mit der neuen Erde noch Teil von diesem Abschnitt ist, das heißt, die Kapitelanteilung ist hier wirklich ziemlich verwirrend, eigentlich von Vers 11 bis Offenbarung 21, Vers 1 haben wir eine durchgehende Linie, nämlich die Wiederkunft, die 1000 Jahre, diesmal unter der Berücksichtigung, dass die Bücher aufgetan werden, ich war das Gericht gehalten mit an den Ungläubigen, dann wieder die zweite Auferstehung, dann wieder das Feuer und dann sogar die Schöpfung von Himmel und Erde, also die Neuschöpfung von Himmel und Erde und dann springt es nochmal zurück, aber diesmal springt es nicht zurück wieder zur Wiederkunft, oder? Wohin springt es jetzt nochmal quasi für eine finale Runde nochmal zurück? Wohin springt es auf unsere Zeitleiste sozusagen? Ja, noch genauer nicht, nicht der Angriff, sondern noch vor dem Angriff, genau, es springt zurück auf das Herabkommen der Stadt. Also eigentlich ist sozusagen Offenbarung 21, Vers 2 parallel mit Offenbarung 20, Vers 9, ja, das ist sozusagen nochmal für das letzte Finale noch einmal eine andere Perspektive und das ist einfach nur, dass wir das gut im Hinterkopf haben, wir können also nicht einfach Offenbarung 21 so als Kapitel von A nach Z lesen und denken, das ist alles so nacheinander, sondern wir springen jetzt nochmal zurück in die Zeit kurz vor dem Feuer und die nächsten Verse fokussieren eigentlich nochmal diese letzte Zeit, wenn alles entschieden wird. Das sollten wir also im Hinterkopf haben, das werden wir nicht die nächsten Wochen jedes Mal wiederholen, nur dass ihr das wisst, also ab Vers 2 bis Vers, wie lange geht diese Linie? Bis wo kommt nochmal der zweite Tod, das Feuer und der Schwefel, in welchem Vers kommt das nochmal? Wenn du jetzt weiterliest auf Offenbarung 21 bis Vers 8, das heißt von Vers 21, Vers 2 bis 8 haben wir nochmal diese Linie und danach ist dann wirklich nur noch neues Jerusalem und ein neuer Himmel und neue Erde und dann ist eigentlich die Zeit ohne Sünde. Nur, dass wir das noch ein bisschen im Hinterkopf haben, da ist nochmal ein letzter Fokus auf diese Zeit direkt bevor das Feuer fällt und der Grund, den werden wir jetzt im Laufe der Wochen herausfinden, da gibt es nochmal eine besondere Botschaft, die für diese Zeit ganz wichtig sein wird. Heute geht es aber erst einmal um die Stadt selbst. Johannes sagt, ich habe sie gesehen, oder? Wolltest du was sagen? Magst du das Mikrofon nehmen? Das Mikro, damit... Ich hätte eine Frage und zwar zu der Offenbarung 20, da bin ich mir nicht ganz klar, in Vers 11 steht, und ich sah einen großen weißen Thron. Ist das verbunden mit der Wiederkunft Jesu oder mit dem Gericht Gottes, weil in Vers 12 steht, und ich sah, die Toten vor dem Thron stehen. Das heißt, wenn das so wäre, dann wäre die Wiederkunft Jesu dann tausend Jahre nach tausend Jahren. Aber ich sehe hier eine Verbindung, der Thron mit dem Gericht.
[15:05] Ja, vielleicht kannst du nochmal zurückgehen und dir die Aufnahmen anschauen, die wir damals gemacht haben zu den Versen. Wir haben das relativ ausführlich gemacht. Vers 11 ist primär die Wiederkunft und Vers 12 ist das Gericht an den Toten. Genau. Das heißt, Vers 11 ist dann vor den vor den tausend Jahren, weil der große weiße Thron spielt zweimal eine Rolle bei Ellen White. Einmal bei der Wiederkunft und einmal nach den tausend Jahren. Aber wenn Vers 11 nach den tausend Jahren primär spielt, dann gibt es danach kein Gericht mehr an den Toten, weil es gibt dann keine Toten, die gerichtet werden. Das ist sozusagen die Begründung. Aber es stimmt schon, Vers 11 wird auch verwendet bei Ellen White sekundär sozusagen, weil auch hier, wenn die auferstanden sind, der große weiße Thron ist, aber dann werden Lebende gerichtet, keine Toten, weil die sind dann lebendig. Das ist sozusagen nur die Idee. Okay, aber danke schön für die Nachfrage. Jetzt aber zu Vers 2 und dem neuen Jerusalem. Hatte Johannes vorher schon mal in der Offenbarung irgendwo über das neue Jerusalem gesprochen? Hat er irgendwo schon mal über das neue Jerusalem gesprochen, der Johannes in der Offenbarung? Da müssen wir relativ weit nach vorne gehen. Da gibt es in den Sendschreiben eine Verheißung, wo auch das Herabkommen der Stadt Neu-Jerusalem mit inbegriffen ist. In Philadelphia, genau, Offenbarung 3, Vers 12. Mag dir mal jemand lesen, Offenbarung 3, Vers 12.
[16:56] Wer überwindet, den will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird nie mehr hinausgehen. Und ich will auf ihn den Namen meines Gottes schreiben, und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das vom Himmel herabkommt, von meinem Gott aus, und meinen neuen Namen.
[17:23] Genau, hier mal ein Hinweis auf das neue Jerusalem, das von Gott herabkommen wird. Und das bezieht er jetzt quasi in Offenbarung 21, nimmt er den Faden dann wieder da auf. Nun, wenn man ein bisschen was verstehen will, oder verstehen will, warum diese Stadt Jerusalem heißt, warum sie so eine Bedeutung hat, dann hat Gott uns eine Illustration gegeben. Was ist die biblische Illustration für Neu-Jerusalem? Was ist die die irdische Illustration, mit der Gott versucht hat, uns zu erklären, wie Neu-Jerusalem sein wird? Vielleicht ist die Frage zu einfach. Als Gott, der in einer riesigen Stadt wohnt, die herrlich über alle Maßen ist, versucht hat, den Menschen irgendwie begreiflich zu machen, was dort im Himmel ist, was hat er ihnen als Anschauungsobjekt gegeben auf der Erde? Eine Stadt. Und wie hieß die Stadt? Jerusalem, genau. Das irdische Jerusalem war eine Illustration für das himmlische Jerusalem. Ja, das heißt, all das, was die Bibel über Alt-Jerusalem sagt, gerade in den Psalmen zum Beispiel, hat auch die Funktion, immer auch so ein bisschen schon auf Neu-Jerusalem zu verweisen. Denn die Stadt des Königs David, die Stadt des Gesalbten des Herrn, war ja sozusagen schon ein Typus auf die Stadt des wahren Messias. Ich gebe mal zwei Beispiele in den Psalmen. Psalm 48, und da gibt es viel über Jerusalem. Psalm 48, Vers 2 und 3.
[19:07] Groß ist der Herr und hoch zu loben, in der Stadt unseres Gottes auf seinem heiligen Berg. Was ist der heilige Berg? Zion, der Berg Zion. Und dort ist die Stadt unseres Gottes. Vers 3. Schön erhebt sich die Freude der ganzen Erde, der Berg Zion auf der Seite des Nordens, die Stadt des großen Königs.
[19:54] Wenn man das liest, da weiß man gar nicht so genau, ist jetzt hier eigentlich das irdische Jerusalem gemeint, oder vielleicht schon auch so ein bisschen das himmlische Jerusalem. Was sind denn die Verbindungen zwischen dem irdischen und dem himmlischen Jerusalem hier in diesem Text? Oder was in diesem Text könnte man sowohl auf das irdische als auch auf das himmlische beziehen? Wenn ihr das jetzt lest. Also gibt es auf, ist die himmlische Stadt auch auf einem, gibt es auch einen Berg Zion, einen himmlischen Berg? Da kommen wir gleich zu, nehmen wir zu den Berg Zion im Himmel. Gibt es noch Parallelen hier? Die Stadt Gottes, ja unseres Gottes, ist ja oft die Sache, dass Gott sagt, ich will euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein, also die Beziehung. Es ist die Stadt, die Gott erwählt hat, um dort zu wohnen. Das war die Idee, dass Gott schon in 5. Mose sagt, ich werde mir einen Ort aussuchen, dort werde ich meinen Namen wohnen lassen. Und deswegen sollten die Israeliten auch nach Jerusalem kommen. Die konnten nicht ihre Opfer in Hebron bringen oder in Bethlehem oder in Samaria, die mussten nach Jerusalem kommen, weil dort Gott symbolisch seinen Namen hat wohnen lassen, weil der wahre Gott tatsächlich auch in Neu-Jerusalem, in seiner Stadt wohnt. Nun ist euch in Vers 3 aufgefallen, welche Himmelsrichtung der Berg Zion anpeilt. Norden, weiß jemand von euch warum? Ihr seid alles schon genau bei der Prophetie. Also erstmal ist es geografisch so, wenn man jetzt Jerusalem anschaut, Jerusalem liegt wo eigentlich, also topografisch. Ist das mehr an einer Ebene, in einem Tal, auf einem Berg, ziemlich bergig, schwer einzunehmen. Das ist das ganze Hügelland, da gibt es das Tal Kidron und so daneben, aber es ist auf einem Berg. Und wenn ihr das mal auf einer Karte anschaut, da gibt es die Davidstadt, die geht so nach Süden, bisschen bergab. Und wenn man die dann Richtung Norden hinauf geht, dann kommt man irgendwann zu dem Berg Moria. Dem Berg Moria war der Tempel und im äußersten Norden sozusagen war das Allerheiligste. Und das ist so ein bisschen die Idee auch, ihr habt schon gesagt, in der Prophetie gibt es einen Text über den Versammlungsberg im äußersten Norden. Welcher Prophet spricht davon? Nein? Jesaja, genau. Jesaja sagt, du wolltest, wo sagt es Jesaja? Genau, das ist Jesaja, wo Jesaja? 14, genau. Schaut mal, Jesaja 14.
[22:50] Hesekiel steht natürlich auch, genau. Hesekiel spricht natürlich von dem heiligen Berg Gottes, in der Kapitel 28 von dem heiligen Berg Gottes. Aber Jesaja spricht, dass dieser Berg im äußersten Norden ist. In Jesaja 14 und dort Vers 13, 14.
[23:16] Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen, ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden.
[23:26] Ist ganz interessant, dass sozusagen der Ort, wo man sich versammelt, übrigens kennt ihr an den Stellen der Bibel, wo alle sich versammeln um den Thron Gottes herum? Hiob, ja. Die versammeln sich alle bei Gott, da wo Gott ist und der Thron Gottes ist im Allerheiligsten. Und es ist interessant, dass im irdischen Heiligtum sozusagen das Allerheiligste geografisch nach Norden ausgerichtet war. Da sieht man diese Parallele, denn im Allerheiligsten war der was? Der Thron Gottes. Da sieht man also, Gott hatte diese Stadt Jerusalem, das war nicht einfach Zufall, dass das jetzt Jerusalem ist, sondern das hatte schon auch selbst von der Topografie, von der Geografie, hatte das eine gewisse Symbolik. Und die Psalmschreiber, die spielen damit, die preisen das irdische Jerusalem. Aber man hat den Eindruck, als ob der Heilige Geist da schon auch immer wieder das himmlische Jerusalem im Blick hat. Ihr wisst ja, dass Jerusalem, das wisst ihr vielleicht, ist eine besondere grammatische Form. Es gibt im Hebräischen, gibt es eigentlich den Singular und den Plural. Es gibt aber in einzelnen Fällen auch eine andere Form, den sogenannten Dual. Hat jemand vorher eine Ahnung, was ein Dual sein könnte? Singular ist eins und Plural ist viele und Dual ist zwei. Das hat man früher in alten Sprachen ganz oft gehabt, auch im Arkadischen und so. Das ist eigentlich ganz praktisch, weil es gibt viele Dinge, die sind zwei. Zwei Hände, zwei Ohren, zwei Augen, eine Nase nur, aber es gibt viele Dinge, wo man zwei gebrauchen kann. Das ist mit der Zeit aus der Mode gekommen, auch im Hebräischen gibt es das nur noch vereinzelt, aber das gibt es manchmal. Und Jerusalem, also Jerusalem wäre sozusagen Plural, aber Jerusalem ist Dual und das scheint anzudeuten, als ob die schon damals verstanden haben, dass es irgendwie zwei gibt. Eins auf der Erde und eins im Himmel. Das ist so eine Verbindung. Es ist immer wieder auch im Judentum diese Idee aufgetreten, dass quasi das irdische Jerusalem und das himmlische Jerusalem in einer gewissen Korrespondenz stehen. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter. Seit wann glauben denn Menschen, dass es ein neues Jerusalem auf dieser Erde geben wird? Kennt ihr Leute, die schon recht früh daran geglaubt haben? Abraham zum Beispiel. Woher wissen wir, dass Abraham auf die Stadt gewartet hat? Hebräer 11. Nun, jetzt habe ich eine interessante Frage an euch. Wusste Abraham, dass die Stadt Jerusalem heißen wird? Warum sagst du nein? Die Stadt gab es schon, aber sie hieß nicht Jerusalem, sondern sie hieß wie? Sie hieß auch nicht Jebus, sondern sie hieß wie? Jebus hieß sie später, aber sie hieß eigentlich wie? Salem. Genau, Abraham war ja derjenige, der mit Melchisedek dort Kontakt hatte. Er war der Priesterkönig von Salem. Sie hieß noch nicht Jerusalem, aber sie war schon damals ein Symbol sozusagen. Also Abraham konnte nicht sagen, ich warte auf das neue Jerusalem wahrscheinlich, weil diesen Namen gab es noch gar nicht, aber er wartete auf die Stadt Gottes. Und so wird das auch gesagt in Hebräer. In Hebräer Kapitel 11 und dort in Vers 10. Wer mag den mal lesen? Hebräer 11 Vers 10.
[27:04] Denn er wartete auf die Stadt, welche die Grundfesten hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist.
[27:14] Genau, da heißt es von Abraham, er wartete auf eine Stadt, die Gott selbst erbaut hat, ja, deren Schöpfer, dessen Erbauer, Baumeister Gott ist. Das erinnert ein bisschen an auch das himmlische Heiligtum, wo es auch heißt, nicht wahr, dass es nicht von Menschenhand gemacht ist, ja, dass Gott selbst geschaffen hat. Es ist interessant, er sagt, Abraham wartete auf eine Stadt, die Grundfesten hat. Hat jemand eine andere Übersetzung als Grundfeste oder eine Übersetzungsvariante unten in den Anmerkungen? Ein festes Fundament oder feste Fundamente. Also Paulus sagt, Abraham wartet auf eine Stadt, die feste Fundamente hat. Warum braucht man ein festes Fundament? Warum braucht man ein festes Fundament? Damit es lange besteht, ja. Und jetzt sagt er in Vers 10, denn er wartete. Ist euch das aufgefallen? Denn er wartete auf die Stadt, die feste Fundamente hatte. Was ist denn die Argumentation von Paulus? Was steht im Vers vorher? Er wohnte in Zelten. Also was soll Paulus sagen, wenn er sagt, Abraham wohnte in Zelten, denn er wartete auf eine Stadt, die feste Fundamente hat. Was soll er damit sagen? Gab es keine Städte zu seiner Zeit? Doch. Warum hat er also in Zelten gelebt, weil er gewartet hat, dass auf die Stadt die feste Fundamente hat? Was ist so der Gedanke dabei? Ja, die Vorbereitung. Paulus begründet, er sagt, Abraham lebte in Zelten, weil denn er wartete auf eine Stadt, die feste Fundamente hat. Was ist der Gedanke?
[29:08] Genau, die Städte zu seiner Zeit waren nicht fest genug. Die waren nicht vertrauenswürdig. Es gab schon Städte, groß und herrlich und gebaut. Ich war auch in Uruk und Ur und Babylon und was weiß ich was. Ja, die ganzen großen Städte. Aber Abraham verstand, diese großen bedeutenden Städte sind nicht von ihrem Fundament her fest genug. Es reicht nicht aus für ein dauerhaftes Leben. Diese Städte sind vielleicht luxuriös, sie bieten Wohlstand, sie bieten was weiß ich was. Aber das reicht nicht aus. Ich warte auf eine Stadt mit einem sicheren Fundament und weil ich darauf warte, kann ich jetzt auch in Zelten leben. Und dahinter steckt die Idee, dass Abraham bereit war, auf Annehmlichkeiten zu verzichten, weil er sich sicher war, dass Gott etwas Großartiges vorbereitet hat. Und das ist eine ganz tiefe Idee im Glauben, denn auch wir als Gläubige sind bereit, auf Annehmlichkeiten zu verzichten vielleicht, weil wir davon überzeugt sind, dass etwas kommt, was diese Welt uns sowieso nicht bieten kann. Deswegen sagt Herr Paulus, wenn wir nicht mehr glauben, dass Jesus auferstanden ist und wenn wir nicht glauben an die zukünftige Herrlichkeit und wir trotzdem hier ein christliches Leben leben, dann sind wir quasi elend, weil wir verzichten auf etwas Gutes und es kommt nichts Besseres. Der Grund, warum wir auf etwas Gutes verzichten oder in Anführungsstrichen Gutes, also materiellen Wohlstand vielleicht oder Dinge, die diese Welt uns bieten könnte, warum wir darauf verzichten, ist, weil wir glauben, dass etwas Besseres kommt. Und Johannes sagt in der Offenbarung, ich habe sie gesehen, die Stadt. Das ist nicht nur ein Märchen, nicht nur eine Fabel, nicht nur eine Theorie. Ich habe sie mit eigenen Augen gesehen, sie existiert. Und Paulus sagt uns auch in Hebräer, dass wir selbst diese, dass wir so wie Abraham sein sollen. Schaut mal in Hebräer 13 und dort Vers 14, Hebräer 13 und dort Vers 14.
[31:17] Hebräer 13 und dort Vers 14. Wer mag den mal lesen?
[31:24] Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.
[31:32] Genau. Keine bleibende Stadt heißt mit anderen Worten, hier gibt es keine Stadt, die uns die Ewigkeit sichert. Keine Grundlage, wo wir sagen können, wenn wir da sind, wenn wir uns auf diese weltliche Sache einlassen, dann haben wir ein sicheres Fundament für unser Leben. Gibt es nicht. Deswegen sagt Paulus, suchen wir die zukünftige. Wir suchen die himmlische Stadt. Und die Frage ist, wie oft denken wir eigentlich als Christen darüber nach, dass wir auf das neue Jerusalem warten? Wie oft denken wir eigentlich darüber nach, dass wir, wie Paulus sagt, ja Bürger sind, nicht wahr, von Neu-Jerusalem. Weil wenn ich mir bewusst bin, dass ich bin Bürger dort und ich bin noch gar nicht da, dann habe ich was. Also wenn ich weiß, ich bin ein Bürger, ich gehöre eigentlich zur Stadt von Neu-Jerusalem, aber ich lebe in dieser dunklen, traurigen Welt, was kreiert das in mir? Heimweh, Sehnsucht. Und vielleicht fehlt uns mal ein bisschen Sehnsucht nach dem Himmel. Sehnsucht nach dieser Stadt. Und Paulus sagt, wir sollten uns sehr viel mehr mit dieser Stadt beschäftigen. Schaut man Hebräer 12, das ist hier immer wieder. Also Hebräer 11 sagt er, dass Abram schon auf diese Stadt gewartet hat. Hebräer 13 sagt er uns, dass wir diese Stadt suchen sollen. Und Hebräer 12 spricht er wieder von dieser Stadt. In Hebräer 12 Vers 22, da heißt es,
[33:07] sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem.
[33:15] Wenn er sagt, sondern ihr, dann verbindet das er wieder mit dem vorher, oder? Was sind denn die Verse vorher? Worum geht es in den Versen vorher? Also in Verse 21 und 20 und 19 und 18. Worum geht es an den Versen? Da geht es darum, dass das Volk Israel zum Sinai gekommen war. Ja, Gott hatte sie geführt und sie waren gekommen zum Berg Sinai. Wer hatte sich denn dort offenbart? Gott. Was war das für ein Erlebnis? Das war jetzt ein Gebot, aber was war das für ein Erlebnis für die Israeliten? Das werden die nie wieder im Leben vergessen haben. Die Erde hat gebebt, der Berg hat gebebt, das Feuer brannte bis in den Himmel, sagt 5. Mose. Der Berg war in Rauch gehüllt und da hörten die die Stimme Gottes, die Schofe hören. Die haben gezittert. Selbst Mose sagt uns Hebräer, selbst Mose hat so ein bisschen gezittert. Und jetzt sagt Paulus, naja wir als Christen haben damit nichts mehr zu tun, oder? Nein, nein, er sagt, sondern ihr seid gekommen, ihr seid nicht zum Berg Sinai gekommen, sondern zu wem seid ihr gekommen? Ihr seid zu dem Berg Zion gekommen im Himmel. Also wenn die Israeliten sich extra heiligen sollten, weil sie zum Berg Sinai gekommen waren, weil Gott zu ihnen reden wollte am Berg Sinai, wie viel mehr, sagt Paulus, stehen wir vor einer feierlichen Begegnung mit Gott. Als Christen stehen wir nicht am Sinai, wir stehen vor dem himmlischen Berg Zion. Und dann sagt er, zu zehntausenden von Engeln, übrigens ihr wisst ja, beim Sinai waren auch Engel dabei, das heißt ja, dass sie das Gesetz durch den Dienst von Engeln bekommen haben, Fest 23, zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind. Das sind die Bücher, wo die Namen, das Buch des Lebens, wo die Namen aufgeschrieben sind. Und zu Gott, dem Richter über alle und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als das Blut Abels. Was der Paulus sagt ist, die Israeliten, deren Glaube war immer an den Berg Sinai gebunden, denn am Berg Sinai hatte Gott zu ihnen gesprochen, am Berg Sinai hatten sie einen Bund mit Gott gemacht, am Berg Sinai hatten sie die zehn Gebote bekommen, das war das Gesetz, an dem alles andere sich orientiert hat. Aber er sagt, ihr als Christen habt euren Fokus nicht zuerst auf dem Berg Sinai, sondern euren Fokus direkt auf dem Berg Zion, denn durch Jesus haben wir direkten Zugang zur Zentrale des Himmels. Eigentlich sind wir im Glauben jetzt schon verbunden mit der himmlischen Stadt. Und ganz ehrlich, ich glaube, wir denken zu wenig darüber nach. Ich glaube, wir denken zu wenig darüber nach, dass ich heute und morgen und übermorgen Bürger einer Stadt bin, die ich noch nicht sehen kann. Aber Paulus sagt, als Gläubige seid ihr eigentlich zu dem Berg, ihr seid zu der Stadt gekommen, ihr seid jetzt verbunden mit der Stadt, ihr solltet viel mehr darüber nachdenken. Dann glaubt ihr, die Israeliten, als sie am Berg Sinai standen, glaubt ihr, die haben über den Berg Sinai nachgedacht? Ihr Denken erfüllt, die standen vor dem Berg Sinai, die haben das alles gehört und gesehen, die konnten gar nicht anders, als darüber nachzudenken. Das wünscht sich Gott mit Neu-Jerusalem. Neu-Jerusalem ist nicht einfach nur dieses romantische Ding, dass nach den tausend Jahren kommt diese schöne Stadt mit Perlen und Gold und ach wie schön, endlich mal dann Frieden, sondern Neu-Jerusalem sollte jetzt schon in unserem Leben eine Realität sein. Paulus sagt, ihr seid gekommen zu dem Berg Zion, zu der Stadt des lebendigen Gottes. Wir sollten mehr darüber nachdenken, dass wir jetzt schon durch das Blut Jesu Bürger von Neu-Jerusalem sind und dass Elia und Henoch und Mose uns als ihre Mitbewohner betrachten, die gerade nur halt irgendwie noch nicht da wohnen, wenn man mal von all den Engeln absieht. Schauen wir mal in Galater 4, gleich am Ende angekommen, in Galater 4 und dort Vers 26.
[37:56] Galater 4 und dort Vers 26, da spricht es nämlich auch davon, da heißt es,
[37:56] das obere Jerusalem aber ist frei und dieses ist die Mutter von uns allen.
[38:20] Das ist der Vers, den du vorhin gemeint hast, Cornel, nicht wahr? Auch das ist wieder im Kontrast. Schaut mal in Vers 25, denn Hagar bedeutet im Berg Sinai in Arabien und entspricht dem jetzigen Jerusalem und es ist in Knechtschaft samt seinen Kindern. Ihr wisst vielleicht, das ist jetzt zu lange auszuführen, aber dort in Galater 4, da stellt Paulus zwei Dinge nebeneinander. Was stellt er nebeneinander in Galater 4, was kontrastiert er? Alten und neuen Bund und er nimmt die Geschichte von Abram und seinen beiden Frauen, Hagar und Sarah. Und die Hagar ist eine ägyptische Markt, eine Sklavin sozusagen und die Sarah ist eine Freie und die eine gebiert den Ismail, den Sohn des Fleisches und die andere gebiert den Isaac, den Sohn des Glaubens, der Verheißung. Und das sagt Paulus in diesen beiden Ideen. Das eine ist, was Fleisch ist, was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, was aus dem Geist geboren ist, ist Geist. Das ist der alte Bund. Im alten Bund kennt man zwar Gottes Gebote, hält sie aber aus eigener Kraft und das scheitert immer. Im neuen Bund werden wir vom Heiligen Geist Gottes erfüllt, weil Gott uns vergibt und wir mit seiner Gnade kooperieren. Und jetzt, eher sein Gesetz unser Herz schreibt, jetzt ist das Gesetz nicht mehr außerhalb von uns, wir müssen es halten, sondern es ist in uns. Gott hält es in uns, weil wir mit ihm verbunden sind. Und er sagt, das sind zwei Berge sozusagen. Der Berg Sinai, das ist sozusagen der alte Bund, weil das Volk Israel dort am Berg Sinai den alten Bund mit Gott geschlossen hat und der Berg Zion im Himmel ist der neue Bund. Und das jetzige Jerusalem zu seiner Zeit, das waren die Juden, die Jesus abgelehnt hatten, die hatten immer noch die fünf Bücher Mose und die Propheten, das alte Testament, aber sie hatten nicht Jesus. Und wenn man die Bibel hat ohne Jesus, versucht man etwas zu halten, was man nicht halten kann. Und deswegen ist es Knechtschaft. Und er sagt, ihr seid aber gekommen zu dem neuen Jerusalem, ihr seid mit Jesus und es ist der neue Bund. Also da sehen wir dieses, er sagt, es ist eure Mutter. Wir sind alle sozusagen von neuem Jerusalem gezeugt sozusagen. Jetzt noch ein letzter Gedanke. Es wird ja gesagt, das neue Jerusalem kommt geschmückt wie eine Braut. Ja, und es gibt immer diese Diskussion, die haben ich ja auch schon, glaube ich, mal angedeutet hier und da. Ist jetzt die Stadt die Braut oder ist die Gemeinde die Braut? Und ihr wisst, es gibt viele Bibelforscher, die sagen, dass die Gemeinde die Braut ist. Fallen euch da spontan ein oder ein paar Bibelstellen zumindest, wo das stehen könnte, dass die Gemeinde, dass die Gläubigen die Braut Gottes sind, die Korinther sagt, Paulus, dass er die Gläubigen als eine keusche Jungfrau Jesus zuführen möchte. Er hat sie verlobt, genau. Wir können noch stellen, Paulus spricht auch über den Epheserbrief, dass die Verbindung zwischen Mann und Frau ein Symbol ist für Christus und seine Gemeinde, in Epheser 5. Ja, vielleicht erinnert ihr euch, Jesaja 61, versehen, ich war, ich freue mich in dem Herrn, der hat mir die Kleider des Hals angezogen, wie ein Bräutigam seine, mit dem Brautschmuck sozusagen, ja, ganz genau. Und vielleicht erinnert ihr euch auch an Johannes, der sagt, ich bin nur der Freund des Bräutigams, ja, Jesus ist der Bräutigam und er trifft jetzt seine Braut. Ja, die Gläubigen sind die Braut. Und trotzdem sagt uns die Bibel auch, dass das neue Jerusalem eine Braut ist. Ja, und es gibt immer die Diskussion, ja, was denn nur? Ist die Stadt die Braut oder ist die Gemeinde die Braut? Und es gibt einen schönen Bibelvers, der deutlich macht, dass das im biblischen Denken gar keine Option, das eine oder das andere, sondern beides zusammen gehört. Schaut mal mit mir in Jesaja 62. Jesaja 62 und dort Vers 4.
[42:26] Jesaja 62 und dort Vers 4. Und wenn wir jetzt sehen, wie hier in Jesaja, na, wir lesen es erstmal. Wer mag das mal lesen? Jesaja 62 und dort Vers 4.
[42:30] Man wird dich nicht mehr Verlassene nennen und dein Land nicht mehr als Wüste bezeichnen, sondern man wird dich nennen meine Lust an ihr und dein Land vermelde, denn der Herr wird Lust an dir haben und dein Land wird wieder vermelde sein.
[42:55] Genau. Könnt ihr sehen, wer wird hier angesprochen von Gott? Einmal dein Land, aber auch gleichzeitig wird wer angesprochen? Wenn wir schon so grammatisch das betrachten, also einmal dein Land und du, oder? Da wird jemand angesprochen mit du und gleichzeitig wird auch von seinem Land gesprochen, also du und dein Land. Und wer ist jetzt die Vermelde? Du oder dein Land? Und man wird dich nennen, meine Lust an ihr und dein Land vermelde, denn der Herr wird Lust an dir haben und dein Land wird wieder vermelde sein. Wer ist verlassen? Das Land oder du? Also beide. Könnt ihr sehen, dass hier sozusagen kein Unterschied gemacht wird zwischen dem Volk, das angesprochen wird und dem Land, in dem das Volk lebt? Das ist ja eine Botschaft, die sich an die Israeliten wendet. Jesaja spricht zum Volk Gottes und sagt, der Herr wird dich nicht mehr eine Verlassene nennen und dein Land, das heißt das Land Israel, nicht mehr eine Wüste. Er wird wieder seine Freude an dir haben und wird sich wieder mit deinem Land vermählen. Das heißt, was der Jesaja ausdrückt, das Gleiche, was über das Volk gesagt wird, wird auch über den Wohnort des Volkes gesagt. Man kann jetzt nicht sagen, ja das Volk ist vermählt und das Land, in dem das Volk lebt, nicht, sondern es gehört beides zusammen. Es ist in einem Vers quasi austauschbar, das Volk Gottes und der Ort, wo das Volk Gottes wohnt. Und das sagt uns, dass es völlig absurd ist, jetzt unterscheiden zu wollen, ist die Braut jetzt nur das Volk oder nur die Stadt Jerusalem, sondern da, wo das Volk ist und da, wo der Ort des Volkes ist, ist es beides allem dasselbe. Und deswegen, es gibt Neue Jerusalem ja deswegen, weil es ein Volk Gottes gibt. Das Volk Gottes ist erst ganz an seinem Bestimmungsort, wenn es in Neue Jerusalem ist. Also vielleicht ein andermal noch mehr drüber sprechen. Was lernen wir für heute? Wir lernen erstens, Offenbarung 21 springt noch mal kurz zurück, nochmal eine letzte Runde, bevor dann endgültig das mit der Sünde vorbei ist und wir sehen, dass wir alle auch auf Neue Jerusalem warten und dass nur Neue Jerusalem eine Stadt mit festem Fundament ist, dass unser Leben nur dann Bestand haben kann, wenn wir jetzt schon unseren Blick auf den Himmel richten. So wie die Israeliten zum Berg Sina gekommen sind, sollen wir zum Berg Zion kommen und sollen unseren Blick auf das himmlische Heiligtum, auf die himmlische Stadt richten und Gott wird uns vorbereiten, dass wir dann einmal dort bei ihm sein werden. Amen. Und noch gemeinsam wieder klingeln und beten.
[45:51] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen danken, dass du durch dein Wort zu uns sprichst und Herr, du weißt, dass wir so oft es vernachlässigen, über den Himmel, über Neue Jerusalem nachzudenken, obwohl wir doch eigentlich Bürger dieser Stadt sind. Herr, schenke uns, erinnere uns daran, dass wir immer wieder uns Zeit nehmen, darüber nachzudenken, was es bedeutet, Bürger dieser Stadt zu sein. Auch wenn wir jetzt noch in dieser Erde sind und mit all den Schwierigkeiten zu kämpfen haben, dass wir uns immer wieder bewusst machen, wir sind zum Neuen Jerusalem gekommen durch den Glauben und dass Jesus, unser Erlöser, dort für uns eintritt. Ich möchte dich bitten, dass du uns hilfst, jeden Tag aufs Neue unseren Blick zu heben im Glauben und danken dir, dass wir wie Abraham hier auf dieser Erde als Pilger leben können, weil wir wissen, dass das Beste kommt, etwas, was viel größer und viel besser ist, als alles, was die Welt hier bieten kann. Und so bitten wir dich, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Im Namen Jesu. Amen.