In dieser Folge von „Das Klassenzimmer der Übrigen“ spricht Joshua White über Gottes Ideal der Erziehung und Bildung. Er beleuchtet, wie moderne pädagogische Ansätze oft von wissenschaftlichen Erkenntnissen abweichen und welche negativen Auswirkungen dies auf die Entwicklung von Kindern haben kann. Der Vortrag betont die Bedeutung von Charakterbildung, körperlicher Bewegung und der natürlichen Umgebung für ein gesundes Wachstum und Lernen.
Das Klassenzimmer der Übrigen: 4. Lieber spät als früh
Joshua White · Das Klassenzimmer der Übrigen ·Themen: BibelWeitere Aufnahmen
Serie: Das Klassenzimmer der Übrigen
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Transkript
[0:00] Also, guten Abend. Es ist schon im Winter, es ist richtig finster schon draußen. Wir werden jetzt Taktik Nummer 10 anschauen. Ich möchte dem Ganzen quasi ein Vorwort voranstellen. Und bevor wir das tun, wollen wir natürlich beten. Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir und wollen weiter studieren und verstehen, wie sehr wir deinen Heiligen Geist wirklich benötigen. Es gibt so viele Dinge, die unser Denken beeinflussen, so viele verschiedene Perspektiven, von denen wir herkommen. Und wir brauchen wirklich jetzt deine Perspektive, wir brauchen dein Verständnis. Bitte erfülle uns mit deinem Heiligen Geist auch für diese Präsentation und sprich durch mich und lass diese Botschaft klar sein. Das bitte ich im Namen Jesu. Amen.
[1:37] In dieser Präsentation werden wir über Gottes Ideal sprechen. Es ist oft einfach, wenn man über Gottes Ideal spricht, sei es in der Gesundheit, in der Erziehung oder in anderen Themenbereichen, dass wir schnell sagen, das ist ja ganz unpraktisch. Das funktioniert gar nicht. Das kann man nicht tun. Und wir erfinden schnell so Gründe, warum man Gottes Plan nicht umsetzen kann. Und manchmal erlauben es uns auch die Gesetze des Landes nicht so den ganzen Weg dessen zu gehen, was Gott uns gesagt hat. Wir müssen aber trotzdem immer Gottes Ideal studieren, so dass wir immer etwas haben, auf das wir uns eigentlich hin fokussieren. Wenn wir Gottes Ideal nicht studieren, werden wir auch nie wissen, was eigentlich unser endgültiges Ziel ist. Wir werden also dazu studieren.
[2:59] Und wir werden mit einem Prinzip anfangen, das wir in dem Buch Christian Education finden. Das ist sozusagen so eine Art Lehrplan für das frühe Kindheitsalter beschreibt. Eltern sollten die einzigen Lehrer ihrer Kinder sein, bis sie etwa acht oder zehn Jahre alt sind. So schnell wie ihr Denken es begreifen kann, sollten die Eltern vor ihnen Gottes großes Buch der Natur öffnen. Also bis ungefähr zum Alter von acht bis zehn Jahren, heißt es hier, dass Eltern die einzigen Lehrer sein sollten. Und es heißt hier, dass das Lehrbuch die Natur sein sollte. Es heißt hier weiter, das einzige Klassenzimmer für Kinder unter acht oder zehn Jahren sollte in der freien Luft sein. Das lesen wir ganz oft und sagen uns, das ist altmodisch. Dinge haben sich verändert. Aber wir können doch mindestens ein Prinzip hier identifizieren, das hier verwoben ist. Wir wollen uns wissenschaftliche Forschungsergebnisse anschauen und schauen, ob das jetzt diesem Ratschlag hier entsprechend ist.
[4:46] Die Wahrheit ist oder die Realität ist, viel hat sich verändert in der frühkindlichen Bildung. Früher war das vor allem oft eigentlich etwas, was mit Spielen und somit praktischer Handarbeit zu tun hatte. So hat sich das mehr jetzt verschoben auf einen akademischen Fokus. Eine Studie hat Kindergartenklassenzimmer verglichen zwischen 1998 und 2010. Also nur, dass wir vielleicht alle dasselbe Verständnis haben. Kindergarten ist hier, welches Alter? Fünf oder sechs. Ja, fünf oder sechs Jahre alt. Genau so war das hier auch. Man hat die Lehrer dort gefragt, die Erzieher sollten Kinder schon im Kindergarten lesen lernen. Um 1998 haben ungefähr die Hälfte der Lehrer gesagt, ja, das ist das Alter, wo man lesen lernen sollte. Zwölf Jahre später hat man dieselbe Frage gestellt. Hälfte der Lehrer sagte ja und die andere Hälfte der Lehrer sagte, nee, das wäre noch zu viel, wenn man das erwarten würde. Zwölf Jahre später haben nur noch 10% der Betreuer gesagt, oh, das wäre zu viel erwartet. Und 90% sagen, ja, die Kinder sollten dann schon lesen lernen. 29% haben 1998 gesagt, ja, Kinder sollten das lernen. Zwölf Jahre später waren es dann 78%.
[6:51] Auch die Umwelt hat sich verändert. Zeit für Kunst und Musik und für praktische Handarbeit hat abgenommen. Mit 90% der Kindergartenkinder, denen das Lesen beigebracht wird, 97% lernen Kapitalisation und Punktuation und 99% lernen Kapitalisation und Punktuation und 99% lernen Großschreibung und Zeichensetzung schon im Kindergarten. Ich benutze das nur, um zu illustrieren, wie sich das in der frühkindlichen Bildung verändert hat. In unserem Erwachsenen-Gedächtnis denken wir oft an Kindergarten, in dem wir spielen gehen, mit Freunden sein lernen, Handarbeit machen. Aber das verändert sich. Wir haben jetzt die Idee, dass, um ein Kind gut in der Schule zu vorbereiten, man sie mit den Schulabschlüsseln zu Beginn einer Erwachsenenzeit anfangen muss.
[8:25] Aber die Forschung zeigt, dass das eine sehr fehlgeleitete Schlussfolgerung ist. Die Forschung sagt, dass es sie nicht hilft, sie nicht vorbereitet. Und andere Forschungen zeigen, dass es besser wäre, wenn man damit wartet. Wir wollen uns da ein bisschen was anschauen. Viele Menschen haben große Freude an der Idee, dass Kinder im Kindergarten lernen. Sie sagen, das ist doch ganz wunderbar. Aber die wissenschaftliche Forschung sagt, Moment mal. Ja, sie sollten lernen. Aber die Frage ist, was sollten sie lernen? Erinnert euch an das, was ich gestern Abend gesagt habe. Es gibt keine Frage, dass Kinder lernen sollten. Aber als Christen wollen wir uns auf die Charakterentwicklung fokussieren. Aber wir tendieren immer dazu, uns an der Welt anzupassen und denken, wir müssen dafür sorgen, dass sie möglichst gut schulisch sind. Gott hat einen anderen Plan.
[9:42] Wir werden über einige Dinge reden, ich möchte das aber sehr deutlich machen. Ich spreche ganz besonders von formaler akademischer Schulbildung. In einem frühen Kindesalter. So bis zu acht bis zehn Jahre. Ich rede nicht vom Lernen. Meine Eltern kommen oft zu mir und sagen, meine Kinder dürfen nichts lernen, bis sie acht sind. Und dann sage ich, nein, nein, habe ich das so schlecht erklärt. Kinder werden geboren und wollen lernen. Und wir wollen dieses Verlangen stärken und ermutigen. Die Frage ist nicht, ob sie lernen sollen. Die Frage ist, was sie lernen sollen. Und das ist recht deutlich in dem Ratschlag, den wir gerade gelesen haben. Sagt der Ratschlag, wir sollen sie in einem Raum einsperren, bis sie acht oder zehn Jahre alt sind? Nein, sie sagt, geht in die Natur, lasst die Kinder vom praktischen Leben lernen, von den Eltern. Es ist Lernen. Es geht also um, was man lernt.
[11:08] Was passiert, wenn man ein Kind sehr früh in die Schule gibt? Das Erste, was passiert, ist eine Desorganisation des Gehirns. Weiß jemand von euch, was das hier ist? Das ist ein Neuron. Daraus ist unser Gehirn gemacht, es wird für alle Funktionen gebraucht. Es gibt verschiedene Entwicklungsprozesse, die im Gehirn stattfinden müssen. Und ganz wichtig ist die Myelinisierung. Myelin ist ein elektrisch isolierendes Komponent. Es kocht den Axon des Neurons. Es ist elektrisch isolierend. Wie Isolierung auf einem Kabel. Was ist das mit dem Axon? Das Axon ist das Teil hier. Das ist das Kabel. Also das Myelin, das schützt quasi diesen Axon. Es schützt den Axon und tut eine Schicht drum herum, dass es dann isoliert wird. Es verschnellt den Informationsfluss. Mit anderen Worten, es macht einen Neuron erst richtig brauchbar. Also wir machen jetzt Neurowissenschaften sehr einfach. Aber oft, wenn wir davon sprechen, dass das Gehirn des Kindes sich entwickelt, dann hängt das ganz oft von dieser Myelination ab. Und dieser Myelinisierungsprozess erfolgt so stufenweise nach einem ganz bestimmten Zeitplan.
[13:13] Und den wollen wir uns mal etwas genauer anschauen. Also von der Empfängnis bis zum 15. Monat hat man eine sehr grundlegende Gehirnentwicklung. Bis zum 4,5. Jahr hat man dann das limbische System und die Beziehung. Und deswegen möchte ich kurz einfügen, es ist so wichtig, dass die Kleinen bei ihren Eltern sind. Denn das limbische System hat ganz viel mit der emotionalen Sicherheit zu tun. Und auch die Entwicklung von Beziehungen. Das allerbeste, um das zu bewerkstelligen, ist eine sichere Beziehung zur Mutter. Bei Mädchen ist es jetzt so, dass zwischen 4,5 bis 7 Jahren die rechte Gehirnhälfte, die Hemisphäre, myelinisiert wird. Und achte darauf, ich habe speziell gesagt, bei den Mädchen. Bei Jungen ist das oft mit bis zu zwei Jahren verzögert, die Gehirnentwicklung. Und gerade dort ist es auch die rechte Gehirnhälfte, die verzögert entwickelt wird. Also ich sage nicht, die Jungen sind langsamer. Sie entwickeln sich anders. Und Gott hat das aus einem bestimmten Grund so geschaffen. Da werden wir später noch drauf kommen. Das ist natürlich jetzt so ungefähre Jahresangaben.
[15:02] Und bei den Mädchen beginnt das mit sieben Jahren, bei den Jungen mit neun Jahren. Da beginnt die Myelinisierung der linken Gehirnhälfte. Das geht dann noch viele Jahre. Das heißt natürlich nicht, dass die linke Gehirnhälfte völlig tot nur da ist in den ersten sieben Lebensjahren. Das ist eine ganz wichtige Entwicklungsstufe. Wir sprechen hier über wesentliche Entwicklungsstufen. Also natürlich wird sie auch schon benutzt, aber wir sprechen so von ganz wesentlichen Entwicklungsstufen. Und ungefähr mit acht Jahren beginnt die Entwicklung des Frontallappens. Und da wollen wir kurz mal einhalten. Wir wollen es ja nicht zu kompliziert machen. Wir werden uns auf die rechte Gehirnhälfte, die linke Gehirnhälfte und den Frontallappen konzentrieren.
[15:52] Wir wollen uns kurz diese Hemisphären, diese Gehirnhälften anschauen, ihre Funktionen. Die linke Gehirnhälfte ist für das Detail, für die Vorgänge von Sprache, für lineare Muster, für Logik, für kritisches Denken, für Zahlen und für Argumentieren notwendig. Aber die rechte Gehirnhälfte hat andere Funktionen, vor allem Bilder, Rhythmus, Emotion, Intuition, Vorstellung, Kreativität, Gefühle, Vertrauen, Glaube und Geist. Und die linke Gehirnhälfte ist für die psychologische, psychologische, psychologische, psychologische und grobmotorische Kontrolle. Also wenn man diese beiden Gehirnhälften miteinander vergleicht. Welche wäre jetzt besonders entscheidend für ein akademisches Lernen, wie wir es kennen? Die linke. Absolut. Ja, natürlich benutzt ihr auch die rechte. Natürlich auch die rechte. Aber man braucht dringend die linke Gehirnhälfte.
[16:52] Also, wie gesagt, linke Gehirnhälfte, rechte Gehirnhälfte und auch der Frontallappen. Wo dieser primäre Motorkortex sich befindet. Der sich mit der Feinmotorik und der inneren Rede, und zwar mit dem zweidimensionalen Sehen und der Augen-Teaming. Feinmotor-Eye-Teaming. Ja, dass man mit beiden Augen quasi etwas fokussiert. Foveal-Focus being two-dimensional focus. Ja, und fovealer Fokus ist zweidimensionales Sehen. Okay, now, let's go back to our schedule. Schauen wir uns doch mal diesen Fahrplan an.
[17:30] Also, wir haben gesehen, der Frontallappen und die linke Gehirnhälfte sind für das akademische Lernen wichtig. Aber mit welchem Jahr beginnt jetzt eigentlich die linke Gehirnhälfte, sich richtig zu entwickeln? Also, bei Mädchen so mit sieben, bei Jungen erst mit neun Jahren. Gibt's hier ein Problem? Was ist so das typische Eingangsalter für die Schule? Sechs Jahre. Also, das ist in der Regel so das Zwangseintrittsalter. Manche Eltern schicken schon früher ihr Kind zur Schule. Und weil wir oft diese Idee haben, wir müssen sie ja später für Erfolg in der Schule vorbereiten, dann werden sie schon mit zwei, drei so zur Vorschule geschickt. Aber egal ob's mit zwei oder drei oder sechs Jahren ist, eigentlich ist das Gehirn noch gar nicht bereit dafür.
[18:36] Was passiert also? Kann man das Lernen beschleunigen? Kann man diesen Prozess irgendwie beschleunigen? Nein, leider nicht. Die Fähigkeit des Gehirns, die wir neuronale Plastizität nennen, die Fähigkeit des Gehirns, die wir neuronale Plastizität nennen, kann das Gehirn Dinge kompensieren. Also wenn man jetzt ein kleines Kind in der Klasse hat, und das Gehirn wird jetzt quasi aufgefordert, etwas zu tun, für das es gar nicht richtig entwickelt ist, dann sagt das Gehirn, das muss ich jetzt irgendwie ausgleichen. Und dann sagt das Gehirn, okay, dann habe ich hier einen Bereich schon, der ist schon entwickelt. Im Alter von fünf oder sechs Jahren sind das so die niedrigen Denkstrukturen. Es bräuchte zwar für sein Schullernen die höheren Denkzentren, aber hat nur die niedrigen Denkzentren zur Verfügung. Dann sagt das Gehirn, okay, dann benutze ich halt den Bereich, obwohl der eigentlich gar nicht dafür gedacht ist. Und fängt jetzt an, das Denken dort vorzunehmen, und das wird zu einer Gewohnheit. Als eine schlechte Gewohnheit.
[20:07] Und wenn das Gehirn sich später gut entwickelt hat, weil jetzt eine Gewohnheit entwickelt worden ist, wechselt es nicht einfach die Gehirnregion für diese Aufgabe. Wenn vom Gehirn eine Aufgabe verlangt wird, für die die entsprechende Region nicht ausgereift ist, werden neuronale Routen durch niedrige, weiterentwickelte Abschnitte gebildet, was zu einem fast dauerhaften Organisationsschaden führt. Der Versuch, ein Kind zum Erlernen eines Konzepts zu zwingen, für das du nicht bereit bist, kann dem nichtmyelinisierten Gehirn tatsächlich Schaden zufügen. Also ist das klar? Das ist eine tatsächliche physiologische Gegebenheit im Gehirn.
[20:59] Später versuchen wir das Problem zu lösen und die Kinder besonders zu betreuen. Das Problem ist nur, das Kind und die Schule sind in unterschiedlichen Zeitplänen. Nur damit ihr nicht denkt, ich denke mir das alles aus. Hier nochmal Dr. Jane Healy. Wenn das richtige Gehirnsystem noch nicht verfügbar ist oder nicht reibungslos funktioniert, kann das Erzwingen eine funktionale Organisation schaffen, in der weniger Anpassungsfähige in niedrigere Systeme für die Arbeit geschult werden. Was sie damit sagt, ist, wenn man das Gehirn quasi drillt, solche Dinge auszuführen, dann wird die eigentliche fachliche Fähigkeit beeinträchtigt.
[21:59] Ein gutes Beispiel dafür, es gibt einiges, was wir in der Physik, in der Physik, viele Lehrer können da wahrscheinlich zustimmen. Schüler haben oft keine Probleme damit, wenn man ihnen die Matheprobleme mit Zahlen auflösen lassen würde, sie können die Rechnungen durchführen. Sie benutzten eine niedrige Lernregion, eine Denkregion. In den USA nennt man das ein Wortproblem, ein Real-Life-Szenario. Sie hassen diese Probleme, denn jetzt müssen sie als Konzept denken. Sie müssen jetzt richtig verstehen, wie die Mathematik auf das reale Leben anzuwenden ist. Und das ist ein Beispiel für so falsch organisierte Gedankenpfade. Jedes Lernen, das einem Kind aufgezwungen werden muss, kann mehr schaden als nützen.
[23:33] Es ist nicht nur das Gehirn, das geschädigt wird. Wir werden ein paar andere Punkte anschauen, die Augen. Die Fähigkeit, mit beiden Augen ein Motiv zu erkennen. Genauso wie auch der foveale Fokus, der zweidimensional sehen kann. Die absolut entscheidend sind, um lesen zu können. Diese Funktionen sind gar nicht im Gehirn völlig entwickelt, bis man erst neun Jahre alt ist. Weniger als 5% des Sehens entsteht im Auge. Mit anderen Worten, die Augen sind nur eine Linse für das Gehirn. Das Gehirn sieht eigentlich. Damit volle Sicht sich einstellt, müssen Informationen von allen Gehirnlappen zugänglich sein. Was aber, wenn nicht alle Gehirnlappen wirklich entwickelt sind? Das Gehirn kann nicht diese zweidimensionale Sicht haben. Es wird hier gut erklärt, obwohl das Auge ein einzelnes, klares, visuelles Bild empfängt, kann es doch sein, dass ein Kind noch nicht in der Lage ist, das gedruckte Material zu dekodieren, weil es Defizite mit der Organisation und der Interpretation im zentralen Nervensystem gibt, aufgrund Mangel der Reife.
[25:12] Die Kurzsichtigkeitsraten, also die Schwierigkeit, entfernte Objekte zu sehen, nehmen zu. Der Trend ist in vielen anderen Ländern vergleichbar, sodass sich Augenärzte fragen, was den Rückgang des menschlichen Sehvermögens verursachen könnte. Myopia. Das verbreitetste Augenproblem in der Welt. I'm guessing at least 90% of you, who are wearing glasses, have myopia. Also 90% von denen, die eine Brille tragen, haben wahrscheinlich Kurzsichtigkeit. Wenn wir in die Ferne schauen, sind unsere Augen entspannt. Wenn wir uns etwas anschauen, was nahe bei uns ist, müssen die Muskeln an der Seite der Linse kontrahieren. Das heißt, akuter Spasmus. Da ist also nichts dran verkehrt. Allerdings, wenn wir das über lange Zeit aufrechterhalten, etwas sehr nahe betrachten, dann wird aus diesem akuten Spasmus ein chronischer Spasmus. Eine Kontraktion. Die Augen sind nicht mehr in der Lage, die äußeren Schichten des Augapfels zu dehnen.
[26:52] In der frühen Kindheit sind die äußeren Schichten des Augapfels sehr weich. Wenn Sie in der Schule etwas nahe betrachten, werden ständig diese äußeren Schichten des Augapfels gedehnt. Das führt dazu, dass der Augapfel entzündet und verlängert wird. Das wirkt sich dann in Kurzsichtigkeit aus. Auf der ganzen Welt gehen die Raten hoch. Der Nummer-eins-Faktor ist die Arbeit, wo man auf kurze Distanzen schaut. Der zweite Grund sind die Bildschirme. Drittens die mangelnde Bewegung draußen. Die USA und die meisten deutschen Länder sind etwa 50 Prozent kurzsichtig. In Ostasien sind es 90 Prozent kurzsichtig. In Südkorea sind es 96 Prozent kurzsichtig.
[28:26] Die Wissenschaftler haben immer gesagt, das ist wohl genetisch. Wenn man zu einem Augenarzt geht und man feststellt, man hat Kurzsichtigkeit, dann sagt er, das ist genetisch, da kann man nichts dran tun. Man hat allerdings eine interessante Studie in Alaska durchgeführt. Es gibt dort die Ureinwohner der Inuit. Diese Menschen waren meistens nicht in der Schule. Alaska wurde ein Bundesstaat und jetzt muss man schulen. Es gab eine interessante Situation, wo die Eltern und Großeltern nicht in der Schule waren, aber die Kinder alle in der Schule. Man hat also die Kurzsichtigkeitraten bei den Kindern angeschaut. 60 Prozent. Wenn Kurzsichtigkeit genetisch ist, 60 Prozent bei den Kindern, welchen Prozentsatz würde man bei den Eltern erwarten? Um 60, oder? Das haben sie herausgefunden. Weniger als ein Prozent.
[30:04] Also haben sie gesagt, das kann jetzt nicht rein genetisch sein. Sie haben also Studien gemacht auf der ganzen Welt und sie haben etwas sehr Deutliches herausgefunden. Je mehr Menschen innen drinnen, also zu Hause verbringen, nicht draußen sind und studieren, lernen, desto schlechter sind ihre Augen. USA, 50 Prozent. Asien, die sich sehr viel mehr Zeit für akademisches Lernen nehmen. Und verglichen mit Afrika gibt es große Bevölkerungsgruppen, vor allem indigene Menschen, die draußen leben. 10 bis 20 Prozent Myopic. Und wiederum, ein Teil der Gründe ist die Näherung, ein Teil der Gründe sind die Bildschirme, aber ein großer Grund ist die Zeit, die man draußen verbringt. Kinder, die weniger Zeit im Freien verbrachten, hatten ein höheres Risiko, an Kurzsichtigkeit zu erkranken.
[31:24] Also ich habe schon erwähnt, das kurzsichtige Auge ist so verlängert. Also links das normale, rechts das kurzsichtige Auge. Also haltet das mit dem Hinterkopf, dieses Wort so verlängert. Wenn wir das jetzt lesen, Licht stimuliert die Freisetzung von Dopamin in der Netzhaut und dieser Neurotransmitter blockiert wiederum die Verlängerung des Auges während der Entwicklung. Licht stimuliert die Freisetzung eines Neurotransmitters, der die Verlängerung blockiert. Also wie kommt man jetzt an Licht? Müssen die Kinder jetzt ständig in eine Taschenlampe schauen? Nein.
[32:20] Studien haben herausgefunden, Kinder müssen etwa 3 Stunden pro Tag unter Lichtbedingungen von mindestens 10.000 Lux verbringen, um vor Kurzsichtigkeit geschützt zu sein. Wie viele Stunden erstmal gesagt hier? 3 Stunden, das ist ziemlich viel Zeit. Für ein durchschnittliches Kind ist das schon ganz schön viel. Aber wie viele Stunden? Ich meine, wie viel Licht? 10.000 Lux. Wie viel ist 10.000 Lux? Wenn man draußen an einem sonnigen Tag ist und im Schatten steht, dann hat man 10.000 Lux. Also es ist nicht volles Sonnenlicht, aber volles Tageslicht. Und Lux ist eine Art Maßnahme, um es einfach zu machen, von dem Volumen von Licht. Also draußen, sagen wir es wäre Tagszeit, dann hätten wir 10.000 Lux.
[33:20] Aber das Volumen von Licht, das durch das Fenster reinkommt, muss in das Volumen dieses Raumes diszipliniert werden. Und dadurch nimmt das Lux-Level ab. Was ist also das gewissermaßen gut durchschnittliche Büro oder Klassenzimmer? Wer würde sagen, es ist die Hälfte? Okay. Wir haben einen für 5. 2500? 1000? Ihr seid alle falsch. 500? Das ist der Durchschnitt. Für ein gut durchleuchtetes Klassenzimmer oder ein Büro. Als ich das letztes Jahr in Bogenhofen aufgenommen habe, sie haben dort ein Studio, kam dann jemand zu mir mit so einem Lux-Meter und hat gesagt, ich werde jetzt sehen, ob du recht hast. 450 Lux. Ist damit nach draußen gegangen. 12.000 Lux. Er hat gesagt, okay, du hast recht.
[34:46] Ich hatte einen Freund, der hatte ganz schlimme Kurzsichtigkeit. Meine Freundin, sie war 12 Jahre alt, glaube ich, als sie zu Ärzten gegangen ist. Und die Augenärztin hat gesagt, wenn das so weiter geht mit der Kurzsichtigkeit, bist du in einem Jahr ganz offiziell blind. Stellt euch mal vor, ihr hört sowas, wenn ihr 12 Jahre alt seid. Und die Mutter fragte den Augenarzt, was ist die Ursache? Was hat der Arzt gesagt? Genetisch. Kann man nichts dran machen. Also, du und dein Ehemann, ihr habt schlechte Augen, so ist es mit den Kindern halt auch. Und sie fährt dann nach Hause und hat gesagt, das macht doch keinen Sinn. Weil meine Tochter ganz schlechte Augensicht hat und mein Sohn aber sehr gut sehen kann. Und die Bibel sagt, ein Fluch kommt nicht grundlos. Es gibt irgendeinen Grund, warum das passiert.
[36:02] Also hat sie Nachforschung betrieben. Sie hat diese Forschung entdeckt über die Zeit, die man draußen verbringen sollte. Und hat sie gesagt, das ist interessant. Mein Sohn, der sieht absolut klar und er lebt quasi draußen. Und meine Frau hasst es, draußen zu sein und jetzt ist sie schon fast blind. Vielleicht gibt es eine Verbindung. Und hat sie zu ihrer Tochter gesagt, wir verändern jetzt unseren Familienzeitplan. Du gehst jetzt mindestens 2 Stunden jeden Tag nach draußen. Du musst. Keine Option.
[36:52] 6 Monate später begonnen haben, sind sie zum Augenarzt wieder zurückgegangen. Er hat ihre Augen angeschaut. Er sagte, das ist aber merkwürdig. Deine Augen sind immer noch so wie vor 6 Monaten. Okay, danke. Sie sind nach Hause gegangen und haben dem Arzt nichts gesagt, ein Jahr später sind sie zum Arzt gegangen. Er hat ihre Augen untersucht. Er sagte, das macht überhaupt keinen Sinn. Das habe ich noch nie gesehen. Er sagte, es ist unvorstellbar. Die Kurzsichtigkeit ist nicht weiter vorangeschritten. Dann haben sie dem Arzt gesagt, was sie tun. Wir haben diese Nachforschung entdeckt. Wir sind immer draußen gewesen. Sie haben dann den Augenarzt gefragt, hat es da irgendeine Verbindung? Der Arzt meinte, nein, das hat nichts damit zu tun. Das ist reiner Zufall. Natürlich war das kein Zufall. Sie haben Gottes Plan gefolgt.
[38:04] Studien sagen, dass 2050 die halbe Welt kurzsichtig sein wird. Das Auge muss aktiv die Welt als Ganzes erleben, damit Sicht sich völlig entwickeln kann. Lehrer, was sind die beiden häufigsten Anordnungen, die man den Kindern im Klassenraum gibt? Sitz still und sei ruhig. Hier haben wir ein paar erfahrene Lehrer. Vielleicht auch erfahrene Schüler. Gibt es ein Problem damit, wenn man still sitzen muss und ruhig sein muss? Das ist natürlich eine wertvolle Eigenschaft, ein Können, die man lernen kann.
[39:06] Körperliche Bewegung ist absolut entscheidend für die Entwicklung. Wir haben schon das Kleinhirn gesehen und wie entscheidend das ist und wie auch körperliche Bewegung die Entwicklung fördert. Es ist auch bekannt, damit ein Kind still sitzen kann, aufmerksam ist und bildlich Buchstaben und Zahlen merken kann, muss das Kind zunächst sein propriozeptives System entwickelt haben, ein Gefühl für den Körper im Raum. Also still sitzen, aufmerksam sein und Buchstaben und Zahlen sich merken können. Das ist Schule, oder? Damit das passieren kann, müssen sie erst ihr propriozeptives System entwickelt haben. Das ist ein sehr kompliziertes Wort, aber es geht darum, dass man ein Gefühl hat für den eigenen Körper im dreidimensionalen Raum. Wie entwickelt man das? Mit dem ganzen Körper sich bewegt. Also ganz gewöhnliche körperliche Betätigung. Bewegung befähigt ein Kind, eigentlich in der Schule gut zu sein.
[40:28] Es gibt auch den neurotropischen Faktor, der vom Gehirn kommt. Es ist eine Art Dünger für das Gehirn, sagen einige Forscher. Der ist ganz toll, der beschützt die Zellen und fördert auch neues Zellwachstum im Gehirn. Ist sehr gut für Erwachsene. Aber Studien zeigen auch, dass dieser Faktor entscheidend ist, erforderlich für die Fortsetzung der Myelinisierung. Wir haben das ja schon gesehen, die Myelinisierung. Das ist Gehirnentwicklung. Dieses Chemikal, dieser gehirnabgeleitete neurotropische Faktor, ist absolut notwendig für die Gehirnentwicklung. Woher bekommt man dieses Chemikal? Ganz einfach. Durch Übung. Durch körperliche Bewegung. Wenn wir unsere Muskeln bewegen, dann wird dieses Chemikal am Ende entwickelt. Kinder müssen ganz buchstäblich sich bewegen, damit sich das Gehirn überhaupt entwickeln kann.
[41:52] Kleinkinder sollten so frei wie Lämmer sein, im Freien zu laufen, frei und glücklich zu sein und die günstigsten Gelegenheiten erhalten, die Grundlage für gesunde Verfassungen zu legen. Was für ein wunderschönes Prinzip. So frei wie Lämmer. Einige nehmen das jetzt, führen das ins Extrem. Einige schmeißen ihre Kinder gleich frühmorgens raus und schließen die Tür, sodass die Kinder nicht mehr zurückkommen können. Die nehmen das dann so, als ob das Kind einfach frei herumlaufen sollte, ohne jegliche Instruktion. Das ist nicht, was hier gesagt wird. Habt ihr mal kleine Lämmer gesehen, wie die spielen? Wer ist immer in der Nähe? Mama. Die immer ganz sorgfältig aufpasst. Das Mutterschaf schaut immer, ob es Gefahr gibt und sorgt sich für das kleine Lamm.
[42:56] Das bedeutet hier nicht, dass die Kinder in der Nähe sind. Das bedeutet, eine Umgebung in der Umwelt mit viel körperlicher Bewegung. Aber wir haben auch das Stillsein erwähnt. Habt ihr jemals beobachtet, wenn Kinder spielen, sind die so richtig ganz ruhig? Kein Geräusch? Kein Klang? Nein. Man sagt meistens eher, seid ein bisschen ruhig, ihr macht zu viel Lärm. Sogar ein Kind, das für sich alleine spielt, ist das ganz ruhig? Das redet zu sich selbst. Das liegt daran, dass wir innere Rede nennen. Das ist die Fähigkeit, dass du deine Gedanken innerlich ausdrücken kannst, ohne sie laut sagen zu müssen. Mit anderen Worten, Kinder denken noch laut. Wenn wir ihnen sagen, immer ruhig zu sein, sagen wir ihnen eigentlich, hört auf zu denken.
[44:20] Es ist wichtig, dass Kinder lernen, still zu sitzen und ruhig zu sein. Aber wenn das ständig, Tag für Tag, für viele Stunden ist, ist das nicht gesund. Gute Sprache, wie die Synapsen sie ermöglichen, wird nur durch interaktives Engagement erworben. Kinder müssen genauso reden wie hören. Oft ist es so, die Kinder werden zugetextet, aber sie reden nicht miteinander.
[44:58] Es gibt auch etwas, das nennt man erlernte Hilflosigkeit. Das ist ein ziemlich interessantes Phänomen. Das ist, wenn man in einem frühen Kindheitsalter dem Kind etwas beibringen will, wofür das Gehirn noch nicht bereit ist. Dann beginnt das Gehirn, oft subkonscientlich zu glauben, dass es nicht lernen kann, was es gelernt wird. So dass später, wenn sie es lernen können, sie immer noch glauben, dass sie es nicht lernen können. Erlernte Hilflosigkeit bedeutet nicht, dass sie hilflos sind beim Lernen, sondern dass sie gelernt haben, dass sie angeblich hilflos sind. Das Kind, von dem verlangt wird, Dinge zu lernen, bevor es bereit dazu ist, wird schnell daran ermüden oder es wird so ängstlich und so frustriert, dass es gar nicht erst es versuchen möchte. Ich frage mich oft, wie viele Kinder sich dazu entscheiden, über bestimmte Themen dumm zu sein, wenn in Wahrheit jemand das Lernen zu früh einforderte, in einer Form, die nicht dem entsprach, was sie zu dieser Zeit benötigt hätten.
[46:28] Jetzt kommen wir zur Sozialisation. Viele machen sich dabei Gedanken. Wir haben schon darüber gesprochen, wie Kinder eigentlich eine größere Anzahl von verschiedenen Altersgruppen brauchen, um gut sozialisiert zu sein. Wir haben Gottes Ideal der Familie gesehen, wo die Altersstufen durchmischt sind. Es gibt auch andere Faktoren, die man bedenken sollte. Wir haben über die Trennung von Mutter und Kind gesprochen, schon gestern Abend. Das führt zu negativen Konsequenzen im Gewissen und auch in der moralischen Entscheidungsfähigkeit. Aber das beeinträchtigt auch ihre Fähigkeit, mit anderen bedeutsame Kontakte aufzunehmen.
[47:30] Wir haben früher geglaubt, dass es diese zwei Bereiche im Gehirn gibt, jetzt verstehen wir, dass sie völlig miteinander verbunden sind. Akademisches Lernen, also akademisches, schulisches Lernen, man könnte auch sagen, kognitive Entwicklung, ist absolut abhängig von emotionaler Entwicklung. Wenn man nicht genügend soziale, emotionale Entwicklung hat, dann behindert das akademische Lernen. Es ist absolut so überlebenswichtig wie Essen und Wasser, dass ein Kind emotionale Sicherheit hat. Und am allerbesten wird die entwickelt durch eine sichere Beziehung zu Mama und Papa. Das bereitet den Weg für späteres Lernen. Deswegen hat man ganz oft Kinder mit Lernschwächen, dass man dann sich die Familiensituation anschaut. Denn oftmals eine emotionale Verwirrung, oder eine Verletzung oder so etwas, wird die Lernfähigkeit verursachen.
[49:24] Wir wollen emotional stabile und sozial kompetente Kinder. Und ein wirklich sicheres emotionales Band mit einem Erwachsenen wird dafür den Weg bereiten.
[49:50] Gedächtnis. Viele Leute denken, wir müssen zur Schule gehen, um unser Gedächtnis zu entwickeln. Es ist aber interessant, wenn wir uns in der Welt umschauen, je mehr eine bestimmte Bevölkerungsgruppe in der Schule verbringt, desto schlechter ist ihr Gedächtnis. Die Aborigines von North Queensland in Australien zum Beispiel singen ein Lied auswendig, das fünf Nächte dauert, wenn man es vollständig vorträgt. I can't remember all the words to a hymn out of a hymnal. Also ich kann nicht mal alle Strophen von einem Gemeindelied-Lied. Eingeborene Völker können eine Herde von hunderten Tieren betrachten und die Abwesenheit eines einzigen Tieres bemerken und wissen, um welches es sich handelt, ohne zu zählen. Der Wortschatz umfasst sehr viele Namen für äußerst detaillierte Aspekte ihrer Umwelt.
[50:51] Als ich das zum ersten Mal gelesen habe, dass Leute dann eine ganze Herde von hunderten Tieren betrachten und merken, dass eins fehlt, dann konnte ich das gar nicht wirklich glauben. Dann war ich in Tansania und habe da an einer Missionsstation dieses Material präsentiert. Da gab es eine Schule und ein Lebensstilprogramm mit Kühen. Der Direktor dieses Gesundheitsprogramms kam zu mir und sie hat mit mir hinterher gesprochen und gesagt, was du da gesagt hast, das ist tatsächlich wahr. Und ich sagte, erzähl mir mal mehr. Und sie sagte, ja, wir haben so Ureinwohner dort, die sich um unsere Kühe kümmern. Die sind von den Maasai. Und wir können da 70 Kühe nehmen, um Wasser zu trinken. Und diese Männer, die können einfach über die Herde schauen und die sagen sofort, die und diese Kuh, die fehlt uns. Und sie können die Kuh mit Namen benennen. Eines Tages sagte sie, ist sie mal zu ihnen gegangen, hat mit ihnen gesprochen. Und sie sagte, ich bin ja die Direktorin, könntet ihr mir mal beibringen, wie man das rausfindet, dass eine Kuh fehlt. Und sie haben sie mit Schock auf den Augen, im Gesicht angeschaut. Wie kannst du es nicht merken, wenn dir eine Kuh fehlt? Für sie war das eine ganz offensichtliche Information, dass eine Kuh fehlt. Wie ist das möglich, dass du das nicht siehst?
[53:05] Hier ist eine gute Erklärung. Wenn wir ein bildhaftes Gedächtnis haben, ist dieses nur noch selten unter zur Schule gegangenen Erwachsenen. Allerdings nicht unter Erwachsenen, Eingeborenen, die nicht zur Schule gegangen sind. Also man ist dann abhängig von dem geschriebenen Wort. Ist tatsächlich eigentlich nicht gut für unser Gedächtnis. Lass uns darüber nachdenken. Denkt mal über Gottes Volk nach. Über die ersten 2500 Jahre. Hatten sie das Wort Gottes ja gar nicht in geschriebener Form. Aber doch haben sie es gekannt. Sie haben sich daran erinnert. Da wurden große Teile von Generation zu Generation weitergegeben. Jetzt haben wir Google. Das hat alles ruiniert, was vorher nicht durch das geschriebene Wort ruiniert worden ist.
[54:10] Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Punkt Nummer 8. Die Auswirkungen auf die Jungs. Die Jungs haben zu kämpfen. Was ist Gottes Plan für die Jungs? Die geistlichen Führer zu sein. Die Jungs sind die Leiter in ihren Heimen, in ihren Familien. In den Gemeinden. Satan hasst diese Idee. Ich muss euch nicht groß aufzeigen, wie in unserer Gesellschaft der Mann als solcher attackiert wird. Satan tut sein Bestes, die Bedeutung wahrer Mannheit wegzunehmen.
[55:02] Eine Methode, die er anwendet, ist das Schulsystem. Jungen lernen heute nicht so gut wie Mädchen. Jungen erhalten 70% der 5er und 6er. Jungen verursachen 90% der Disziplinprobleme im Klassenzimmer. 80% aller Schulabbrecher sind Jungen. Millionen von Jungen nehmen Ritalin und andere Medikamente ein, die den Verstand verringern. 3 von 4 Kindern mit Lernschwächen sind Jungen. Die Jungs sind die Leiter in ihren Heimen. Hat Gott die Jungs nur geschaffen, ein Problem zu sein? Ich habe diese Frage vor kurzem gestellt. Ein junger Bruder und eine junge Schwester saßen weit vorne. Die Schwester meinte, ja, absolut. Sie sind geschaffen worden, ein Problem zu sein. Nein.
[56:00] Aber sie werden durch ein Programm geschleust. Wo sie allerdings irgendwie das so eingeflößt bekommen, dass sie irgendwie weniger können als die Mädchen. Jungen können ausgezeichnete Lerner sein. Aber sie brauchen etwas mehr Zeit. Das Schulsystem für die frühen Kinder ist mehr auf die Mädchen ausgerichtet als auf die Jungs. Man kann es auch so sagen, das Schulsystem für die frühen Kinder ist mehr auf die Mädchen ausgerichtet als auf die Jungs. Also setz dich hin und mal ein bisschen aus mit Farben usw. Das ist für das Mädchen-Gehirn noch eher akzeptabel. Aber Jungs wollen aktiv sein. Jungs wollen was tun. Also braucht man gerade für die Jungs eine Atmosphäre, wo mehr praktische Handarbeit gemacht wird. Aber das Problem ist, wenn sie in diesem System nicht gut abschneiden, denken wir, sie haben ein Problem. Ein Freund von mir hat mal gesagt, wir behandeln Jungs wie defizitäre Mädchen, wie schlechte Mädchen sozusagen.
[57:28] Der neunte Punkt, Lesen. Viele machen sich sehr viele Gedanken, dass Kinder schnell lesen lernen. Aber Studien zeigen, dass das Lesen gar nicht davon abhängt, dass man jetzt besonders früh damit beginnt. Diejenigen, die später mit dem Lesen anfangen, sind oftmals dann tatsächlich später auch die besseren Leser. Aber natürlich muss man ein gutes Fundament für die Lesefähigkeit legen, wenn die Kinder jung sind. Was ist das Fundament? Ein sehr respektiertes Forschungsjournal sagt Folgendes. Die Grundlage des späteren Lesens und insbesondere des Leseverständnisses ist die Sprache. Also wir wollen ein Fundament für das Lesen legen. Wie tut man das? Sprache. Wie entwickelt man Sprachfähigkeiten? Redet zusammen. Das ist ziemlich einfach. Das Beste, was man also für das Lesen lernen und vorbereiten kann, ist, dass man miteinander spricht.
[58:43] Also Kinder sind da eigentlich ziemlich gut drin. Sie haben kein großes Problem, viele Fragen stellen zu können. Und was man dann auch tun kann, ist, diese Fragen zu beantworten und so zufälliges Lernen zu ermöglichen. Ja, und das Kind fragt also, was ist da dieses Buch? Was ist dieses Wort da? Kannst du mir beibringen, wie ich meinen Namen buchstabieren kann? All diese Fragen, die auf mich kommen, davon muss man, die muss man ausnutzen. Nimm eine Minute, nimm zwei Minuten und lehre ihm ein bisschen Lesen. Das muss kein langer Prozess sein, wo man stundenlang das übt.
[59:32] Es gibt auch eine Studie, wo man zwei Gruppen von Studierenden und drei Gruppen von Schülern verglichen hat im Alter von fünf Jahren begonnen hat und eine die mit sieben begonnen hat. Sie haben also die Lesefähigkeiten gemessen. Also die blaue Gruppe sind die, die mit fünf Jahren angefangen haben und die Orangen sind die, die mit sieben angefangen haben. Wenn man hier hier mit dem Alter fünf beginnt, haben wir die erste Gruppe. Die zweite Gruppe. Einige haben schon durch eigenes, zufälliges Lernen sich etwas angeeignet mit Lesen. Und dann im Alter von sieben werden sie formal unterrichtet. Im Alter von acht Jahren haben diejenigen, die acht Jahre sind, schon diejenigen, die seit fünf Jahren lesen können. Haben diejenigen, die acht Jahre sind, schon diejenigen, die seit fünf Jahren Unterricht haben, schon fast die doppelte Fähigkeit zu lesen. Und wenn man da jetzt aufhört, dann stellt man fest, oh, dann muss man also früh anfangen. Aber schaut, was schon mit neun Jahren passiert. Die, die später angefangen haben, haben jetzt aufgeholt. Aber die, die früh angefangen haben, haben jetzt nicht mehr viel Fortschritt. Und mit elf Jahren haben diejenigen, die später angefangen haben, sogar die Frühstarter überholt. Es war also kein Vorteil, früh anzufangen.
[1:01:28] Also die Ergebnisse legen nahe, dass der Erfolg beim Lesen nicht durch einen frühen Beginn gesichert ist. Die Frage ist, sind sie da nicht irgendwie zurückgeblieben? Wie werden sie jemals das alles aufholen? Gute Frage. Ist kein Problem. Studien zeigen, Kinder, die später mit dem Studium beginnen, oder dem Lernen beginnen, sind in der Regel später weit vor denen, die früher angefangen haben. Wenn den Kindern Zeit gegeben wird, sich zu entwickeln, werden sie zu Beginn ihrer akademischen Laufbahn viel weniger frustriert sein und viel schneller lernen, weil sie bereit sind, es zu lernen. Wenn man so lange wartet, bis das Gehirn effizienter ist, wird der Prozess viel kürzer.
[1:02:18] In einer Studie mit 300 Personen, die erst mit acht Jahren oder später die Schule begannen, waren alle in der Lage, schnell aufzuholen und hatten in den meisten Fällen weitaus bessere Ergebnisse als Kinder, die früher anfangen. Forscher zum Schuleintrittsalter sind sich weitgehend einig, dass Kinder, die später in die Schule eintreten, wesentlich bessere schulische Leistungen erbringen als Kinder, die früher eintreten. Viele Spätstarter, gewöhnlich ohne formale Bildung, vor ihrer ersten Schulanmeldung, holen schnell akademisch auf und überholen oft ihre schulerfahrenen Gleichaltrigen. Und die Spätstarter sind oft ausgesprochen gut im Verhalten, den sozialen Kontakten und in Leidenschaft. Die, die später anfangen, haben bessere soziale Fähigkeiten und Leidenschaftsfähigkeiten. Da werden wir gleich hinkommen. Die, die später anfangen, sind dann später die eigentlich besseren akademischen Lerner.
[1:03:20] Aber das ist ja nicht einfach nur unser Ziel. Als Christen sind diese Charaktereigenschaften ja noch viel wichtiger. Aber wie tun wir das? Alles Lernen, das notwendig ist, um an der Highschool Erfolg zu haben, kann in zwei oder drei Jahren formaler Schulbildung vermittelt werden. Wie ist das möglich? Ich möchte eine Illustration geben. Also, das ist eine Illustration. Ich möchte nicht sagen, dass das jetzt genau der Weg ist, der in der Schule genauso gemacht werden muss. Aber das ist so eine Illustration, wie die meisten Lehrpläne in den Schulen funktionieren.
[1:04:01] Also, in der ersten Klasse fängt man mit einfachen Matheproblemen an, wie 3 plus 5. Das Gehirn ist noch nicht so richtig fähig. Deswegen gibt es ganz viel Wiederholung. Man muss es ständig wieder einüben. So geht die Schule, oder? Man muss es ständig wieder einüben. Man hat ihnen das beigebracht. Hat jemand die Antwort dafür? Okay, ich wollte nur feststellen, dass ihr noch zuhört. Zweite Klasse. Jetzt wird es ein bisschen schwieriger. Jetzt gibt es noch mehr Wiederholung. So richtig ins Gehirn wird das reingedrillt. Jetzt lernen sie das. Dritte Klasse. Jetzt wird es noch schwieriger. Die ersten beiden Jahre werden wiederholt. Ganz viel Wiederholung. Und jetzt lernen sie das. Vierte Klasse. Noch schwieriger. Und noch mehr Wiederholung von den ehemaligen Jahren. Das wird ins Gehirn so richtig reingedrillt. Das ist jetzt nicht unbedingt das, was in jeder Klasse unterrichtet wird. Aber genau so arbeiten Lehrpläne. So funktionieren Lehrpläne. Man fängt einfach an und lernt in jedem Jahr dasselbe Thema. Nur ein bisschen komplizierter. Das ist ein spiraler Ansatz. Aber Gott möchte, dass wir einen Meisterschaftsanspruch haben.
[1:05:48] Jetzt stellen wir uns ein anderes Szenario vor. Nehmen wir mal an, dass man in der ersten, zweiten und dritten Klasse einfach aus dem praktischen Leben lernt. Kann man im Garten Mathe lernen? Kann man das in einem Arbeitsplatz lernen? In der Küche? Ja. Du lernst nicht wirklich Mathe, aber du lernst konzeptuell das Prinzip der Mathe. Man lernt das Konzept von Mathe. Und natürlich die Wissenschaft und die Geschichte. All diese Dinge können im Alltäglichen gemacht werden. Also, wieder einmal, wenn wir bis in die vierte Klasse warteten, aber die selben Dinge im Alltäglichen lernten, also in der vierten Klasse haben wir gesagt, okay, jetzt lassen wir uns mal die Bücher aufschlagen. Und man sagt, also wenn man 3 plus 5 addiert, dann kommt 8 raus. Sie kennen das Konzept schon. Das bringt man jetzt nur noch aufs Papier. In zwei Minuten hat man das verstanden. Wenn man die 10 hinzufügt, kein Problem. Und dann kommt die Frage, ob man die 100 hinzufügt, kein Problem. In einer Stunde kann man einem Viertklässler das ganze Prinzip erklären. I'm describing an ideal situation. Also das ist natürlich eine ideale Situation. But that's the principle of what we're talking about when we talk about catching up. Das ist das Prinzip, wenn wir davon sprechen, dass die Kinder dann aufholen. Das heißt nicht, dass wir sie sozusagen aus dem Alltag lernen, sondern man lernt aus dem alltäglichen Leben. Und wenn die Augen und das Gehirn bereit dafür sind, kann man die Bücher rausnehmen. Und das, was sie bereits im Konzept verstanden haben, wird jetzt aufs Papier gebracht. Und in einer sehr kurzen Zeit haben sie alles aufgeholt.
[1:08:02] Eine der besten Illustrationen dafür kam auch aus Tansania. Ich habe dort an einer Schule und ich habe gefragt, hat jemand noch eine Frage? Und der Direktor hat seine Hand gemeldet. Und er sagte, ich habe eigentlich keine Frage, ich würde gerne nur eine Erfahrung teilen. Ich war ein Hirtenjunge und ich habe auf Kühe aufgepasst, bis ich 13 Jahre alt war. Und ich habe dann endlich meinen Vater überzeugt, dass ich zur Schule gehen darf. Ich habe in zwei Tagen gelernt zu lesen. Ich habe in einer Woche all das aufgeholt, was meine Klasse wusste. Zwei Monate später war es Zeit für das nationale Examen. Zwei Monate später war es Zeit für das nationale Examen. Und der Lehrer meinte, du bist dafür noch nicht bereit. Und er hat gesagt, die Schule war bisher so einfach, ich versuche es einfach mal. Er hat das Examen geschrieben und war der Beste der ganzen Schule. Und ich dachte, wow, das ist eine interessante Geschichte. Der Mann ist wirklich cool. Und dann habe ich gesagt, hat jemand noch eine Frage? Einer der Lehrer hebt die Hand. Und er sagt, ich habe nicht wirklich eine Frage. Ich dachte nur, ich würde gerne meine Erfahrung erzählen. Ich war ein Hirtenjunge, bis ich zwölf Jahre alt war. Ich habe meinen Vater überzeugt, zur Schule zu gehen. Ich habe in einer Woche gelernt zu lesen. In ein paar Wochen habe ich das Level meiner Klasse erreicht. Einige Monate später habe ich das nationale Examen geschrieben und war an der Spitzenliste der Schule.
[1:10:02] Ich dachte, wow, wir haben zwei Genies hier. Danke für die Geschichte, das ist wirklich interessant. Und dann habe ich gesagt, danke für die Geschichte, sehr interessant. Hat irgendjemand eine Frage? Noch ein Lehrer hebt die Hand. Und er sagt, ich habe nicht wirklich eine Frage. Ich dachte nur, vielleicht kann ich meine Erfahrung erzählen. Ich war ein Hirtenjunge. Jetzt kennt ihr die Geschichte schon, oder? Ich habe das mehrmals gehört. Und mir ist bewusst geworden, das waren jetzt nicht besonders überkluge Leute. Ohne es überhaupt verstanden zu haben, waren sie Gottes Plan der Bildung gefolgt. Und ihr Gehirn war so gestärkt dadurch, dass, als sie dann zur Schule kamen, haben sie in ein paar Wochen alles aufgeholt. Und da kann ich Geschichten über Geschichten erzählen, aus der ganzen Welt, genau über dieses Phänomen. Da war gar nichts Besonderes an diesen Menschen. Aber sie hatten Gottes Methode gefolgt. Sie haben nicht ihre Zeit damit verschwendet, ständig Dinge zu wiederholen, die im Lehrplan stehen.
[1:11:16] Ich werde ganz kurz noch mal darauf zurückkommen, wenn wir es auf Deutschland anwenden wollen. Aber ich möchte noch den 11. Punkt hier ansprechen, das ist die Geistlichkeit. Diese ganze Diskussion, dieses ganze Wochenende wäre nicht wertvoll gewesen, wenn es um die Geistlichkeit geht. Das ganze Wochenende dieser Diskussion wäre wertlos, wenn wir es nicht auf die Geistlichkeit unserer Kinder konzentrieren würden. Denn Ausbildung, Bildung, Erziehung ist am Ende wertlos, wenn es unsere Kinder nicht auf den Himmel vorbereitet. Ihr habt diese Folie an diesem Wochenende schon gesehen, die entscheidenden Funktionen des Gehirns für den Charakter, die in den frühen Jahren angelegt werden in einem Kind. Spiritualität. Wir müssen uns auf diese Dinge sehr stark fokussieren, im frühen Kindesalter.
[1:12:15] Wir wissen auch, dass die rechte Gehirnhälfte sehr wichtig ist für die Geistlichkeit, die Spiritualität. Wir wissen auch, dass die frühe Gehirnhälfte sehr wichtig ist für die Geistlichkeit, die Spiritualität. Und dass die frühen Jahre eine sehr kritische Zeit sind für die rechte Gehirnhälfte, für die Entwicklung. Und das bringt noch eine völlig neue Dimension zu dem, was wir gerade besprochen haben. Manchmal fokussieren wir uns einfach nur darauf, was ist noch okay, was ist nicht okay, was kann das Gehirn in einem bestimmten Alter gerade leisten. Und ja, es gibt Unterschiede in der Entwicklung des Gehirns, manche fangen schon früh an mit dem Lesen, manche später, manche sind früh schon an Mathe interessiert, manche später. Da gibt es Variationen. Aber der Herr hat es befohlen. Aber es gibt keine Variationen in der Zeitperiode für den entwickelnden Charakter. Aber es gibt keine Variationen in der Zeitperiode für den entwickelnden Charakter. Aber es gibt keine Variationen, wenn es darum geht, den Charakter zu entwickeln. Das sind sieben Jahre. In diesen ersten sieben Jahren müssen wir uns auf den Charakter konzentrieren. Die Kinder mögen vieles lernen, aber wir müssen uns fokussieren auf den Charakter.
[1:13:51] Eltern, besonders Mütter, sollen die einzigen Lehrer solcher kleinen Kinder sein. In diesem Kontext, ich weiß nicht, wie man das auf Deutsch übersetzt, kleine Kinder. Wenn man sich den Kontext anschaut, spricht sie von dem Alter von 0 bis 7 Jahren. Was ist das Jahr nach dem Alter von 7? Das ist das Jahr nach dem Alter von 8. Also Eltern bis zum Alter von 8. Sie sollten nicht aus Büchern unterrichten. Das ist ziemlich deutlich. Was sollte das Lehrbuch sein? Die Natur. Was sollte der Klassenraum sein? Die frische Luft. Die Kinder werden normalerweise interessiert sein, aus der Natur zu lernen. Sie werden Fragen stellen über die Dinge, die sie lernen wollen. Gott wusste etwas über Kleinkindentwicklung, oder?
[1:15:05] Kinder werden Fragen stellen. Alle Eltern wissen, dass das wahr ist. Und Eltern sollten das ausnutzen. Wenn sie Fragen stellen, hat man einen Moment, wo man etwas beibringen kann. Wie werden sie Fragen über die Natur stellen, wenn sie nicht in der Natur sind? Wie werden sie Fragen über die Natur stellen, wenn sie nicht in der Natur sind? Wie werden sie Fragen über geistliche Dinge stellen, wenn sie nicht mit geistlichen Dingen konfrontiert sind? Viele Eltern fragen mich, mein Kind will lernen, zu lesen. Er will lernen in der Mathe. Das ist wahrscheinlich die Umgebung, in der er sich befindet. Wir sagen nicht, dass das falsch ist. Kinder lieben es zu lernen. Aber wir müssen das Umgebung direktieren, damit sie sich interessieren, was für ein Alter geeignet ist. aber wir müssen das Umgebung direktieren, damit sie sich interessieren, was für ein Alter geeignet ist.
[1:16:20] Das ist auch ein biblisches Prinzip. Der Prediger sagt, ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. Der Prediger sagt, ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. Gott hat einen Zeitplan. Wahrerziehung und Bildung ist nicht die erzwungene Unterweisung eines unvorbereiteten und nicht aufnahmebereiten Denkens. Die geistigen Kräfte und das Interesse müssen geweckt werden. Jesus hat ja auch ein Gleichnis darüber gesprochen. Und im Buch Erziehung sagt sie, dass der Halm die Kindheit darstellt. Wer von euch hat schon mal Getreide angebaut? Schwer jemanden in der Stadt zu finden, der noch Getreide angebaut hat. Stellt euch vor, ihr baut Getreide an, und eine Woche später, zwei Wochen vielleicht, und da sieht man jetzt so kleine Pflänzchen. Was macht man jetzt? Ich wollte Getreide ernten. Alles, was ich habe, sind nur diese kleinen Pflänzchen. Ich habe noch gar keinen Korn. Ist man jetzt böse, weil man nur so kleine Pflänzchen hat? Nein, man ist doch begeistert, dass man so kleine Pflänzchen hat. Das Getreide fängt an zu wachsen. Man hat noch gar kein Getreide, man hat nur diese kleinen Pflänzchen. Aber man weiß, dass das noch kommen wird. Das ist die Verheißung von Korn. Da ist eine Verheißung dafür.
[1:18:05] Also stellt euch vor, ihr sagt jetzt, okay, ich werde verstehen, ich werde Getreide ernten, aber ich möchte das Getreide ein bisschen schneller haben. Also, ihr nehmt die Pflanze, zieht ein bisschen dran, wachst noch ein bisschen schneller. Was macht ihr damit? Ihr werdet es töten. Oh, das war gefährlich. Ihr werdet es wieder zurückpflanzen. Aber es wird für immer zerstört sein. Wir müssen die Schönheit des Halmes entdecken. Die Schönheit von jedem Stadium der Kindheit. Und das Vorrecht erkennen, dass wir haben, in den allerersten Jahren einen Charakter zu entwickeln für die Ewigkeit. Anstatt, dass wir jetzt ungeduldig werden, dass wir bestimmte Dinge noch nicht tun können, zu denen uns die Welt irgendwie drücken möchte, sollten wir vielmehr die Schönheit und den Wert dieser Zeitperiode erkennen.
[1:19:23] Nun, jetzt habe ich das Ideal euch vorgestellt. Und viele von euch werden jetzt sagen, aber das kann ich in Deutschland gar nicht umsetzen. Das verstehe ich. Ich habe in Ländern gearbeitet, wo man dem nicht so eins zu eins folgen kann. Aber was ich beobachtet habe, ist ziemlich allgemein verbreitet. Eltern sagen dann, oh, das können wir nicht tun. Die Kinder sind drei Jahre alt. Und mit zwei, drei Jahren sind ihre Kinder dann schon im Kindergarten. Der Herr kann uns nicht segnen, wenn wir nicht zumindest all das tun, was wir tun können, was seinen Anordnungen entspricht. Welches Jahr muss man Kinder einschulen hier? Sechs Jahre? Sechs. Sechs Jahre. Normalerweise sind es sechs Jahre, aber manche Kinder sind sehr intelligent und können in die Schule gehen. Aber ein kompulsorer Alter ist also sechs. Das bedeutet, man hat fünf Jahre, um sich auf den Charakter zu fokussieren. Das bedeutet auch, dass wenn sie abends nach Hause kommen, dass du mehr Zeit auf den Charakter verwenden kannst. Sag nicht einfach, ach, ich kann da eh nichts tun. Tu alles, was in deiner Kraft steht, und der Herr wird deine Bemühungen segnen.
[1:21:12] Also, wir haben das vorhin gelesen, Eltern sollten die einzigen Lehrer ihrer Kinder sein, bis sie das Alter von acht oder zehn Jahren erreicht haben. So schnell, wie sie ihre Gedanken verstehen können, sollten die Eltern ihnen Gottes großes Buch der Natur eröffnen. Haben wir Forschungsergebnisse gesehen, die das bestätigen? Perfekt. Wir haben Forschungsergebnisse gesehen, die das bestätigen. Absolut. Das habe ich mir nicht ausgedacht. Ich habe die Forschungsergebnisse mir nicht ausgedacht, das habe ich nur aus den Studien herausgezogen. Und wir haben uns das oft angeschaut und gesagt, ah, das ist altmodisch. Aber Gottes Methode haben kein Ablaufdatum. Und jetzt schauen wir uns das an und sagen, oh, die Forschungsergebnisse zeigen, das ist richtig, wir sollten das tun. Und trotzdem, wie viele Dinge haben wir in der Ratschläge, die die weltliche Forschung noch nicht bewiesen hat? Es gibt viele Dinge. Also werden wir warten? Ja, okay, das ist nett. Und erst so lange warten, bis weltliche Forschung Gottes Wort beweist? Oder werden wir sein Wort gleich studieren? Und seine Ratschläge studieren? Und wenn wir sagen, wenn Gott es sagt, dann ist es wahr. Wir werden ihm gehorchen.
[1:23:00] Wenn wir das tun, werden wir der Kopf sein und nicht der Schwanz. Aber oft folgen wir nur wie der Schwanz hinterher und warten darauf, dass die Welt endlich beweist, dass Gott recht hat. Wir studieren die Forschung. Also studiere die Forschung. Aber noch viel wichtiger, studiere die Ratschläge Gottes. Wer von euch hat das Buch Erziehung von Anfang bis Ende durchgelesen? Liebe Freunde, das ist das, was wir mit der Erziehung glauben. Das ist unser Benutzerhandbuch. Das sollten wir studieren. Das Buch Fundamentals of Christian Education. Die Kouncils, ja, diese ganzen Bücher. Wir haben für den Bereich der Erziehung genauso viele Ratschläge wie für andere Themen. Wir sind nicht im Finstern zurückgelassen. Lasst uns einfach gehorsam sein. Lasst uns das studieren. Also erst studieren, dann gehorchen.
[1:24:15] All right. Do we want, we can do Q&A. Do we want to keep that on the live stream? No, I think we can just close with prayer. Okay, I'm seeing close with prayer. Then we'll have some questions. Okay, we'll have some questions. Father in heaven, thank you for the counsel that you've given us. We're sorry, Lord, for our failure to follow it many times. Help us, Lord, to be more faithful. To study what you've given us. And to obey. Thank you, Lord, for the time that we've had. We ask your blessing now. We'll be taking some time this evening for questions, but then going our separate ways. We ask for your spirit. We ask, Lord, that you will guide each family represented here. We ask, Lord, that you will guide each family represented here. And this church as they're looking to establish a school for the education of the children. We ask in Jesus' name. Amen.
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