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In dieser Predigt erklärt Nicola Taubert, wie Christen als „Botschafter an Christi Statt“ in einer feindseligen Welt agieren sollen. Basierend auf biblischen Texten und Beispielen aus der Geschichte, wird die Notwendigkeit betont, die Wahrheit zu verkünden und die Konsequenzen, die damit einhergehen können. Die Predigt beleuchtet, warum Nachfolger Christi Hass und Verfolgung erfahren und wie sie darauf reagieren sollen, indem sie das Beispiel Christi nachahmen und die Kraft des Evangeliums durch ihre Charakterstärke offenbaren.


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Serie: Botschafter an Christi Statt

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Transkript

[0:00] Genau genommen müsste ich jetzt zum Schluss kommen. Aber meine Sorge ist nicht nur so sehr die Zeit, als vielmehr die Luft, die hier ist. Ich hoffe, dass ihr weniger atmet, damit ihr nicht so viel CO2 ausstoßt. Ihr wisst, das ist die schlimmste Sünde, die momentan jemand tun kann auf dieser Welt, ist CO2 zu verursachen. Ich hoffe, dass ihr also ruhig atmet und – nee, Schatz, beiseite.

[0:36] Wir leben in einer Zeit, in der, das merke ich, alles Menschenmögliche getan wird, um die Menschen davon abzuhalten, normal zu denken und sich darauf vorzubereiten, auf das, was kommt. Jeder Unsinn und jeder Quatsch ist voll in den Medien, die Medien sind voll davon. Aber manchmal sind die Medien einfach auch hilfreich. Und ich habe vor kurzem – es hat nicht geklappt, ich hätte euch gerne das Video gezeigt, aber jetzt erkläre ich euch kurz das Video. Ich wurde auf ein bemerkenswertes Video auf YouTube aufmerksam gemacht. Und in drei Sätzen will ich euch erklären, was da passiert. Ich habe es hier auf dem Rechner, ihr könnt es mir glauben, was ich jetzt erzähle, es ist die Wahrheit. Eine Schafamilie grast am Waldesrand und plötzlich sieht man, wie ein Wolf aus dem Wald schleicht und diese Familie im Fokus hat. Es war eine Mutterschaf mit zwei kleinen Lämmern. Und man sieht, wie der Wolf sich langsam auf den Angriff vorbereitet und dann geschieht was, was keiner erwartet. Anstatt die Flucht zu ergreifen, stellen sich die Schafe, vor allem die Mutter, das Mutterschaf, dem Wolf entgegen und schlagen den Wolf in die Flucht. Und dann rennt der Wolf den Waldweg entlang, als ob er ein Monster gesehen hat. Und der rennt der Wolf und dann überlegt er sich es anders, dreht nochmal um. Der hat wahrscheinlich gedacht: Ich bin ein Wolf, also was soll das? Die sind die Schafe, nicht ich. Und dreht um und versucht es nochmal und schleicht sich nochmal zu den. Und das Mutterschaf sieht das und wieder hinterher in den Wolf. Und der Wolf rennt nur noch, du siehst nur noch Staub, der Wolf rennt und rennt. Ich frage mich, wie derjenige, der das aufgenommen hat, in der Lage war. Aber das ist ein echter Film, der ist nicht – manche denken vielleicht: Oh, das ist ein trainierter Wolf, den hat man trainiert, dass er vor Schafen wegrerennt und so. Aber nein, das ist wirklich ein richtiger Film. Das passt einfach nicht in unsere Vorstellung über das, was wir über Wölfe und Schafe wissen. Stimmt das? Das passt nicht.

[3:06] 2000 Jahre, bevor es YouTube gab, berichtet die Bibel über einen Hirten, der seine Schafherde mitten zu den Wölfen schickt. Passt nicht. Das stimmt was nicht. Das passt nicht in unser Bild, was wir über Schafe und Wölfe wissen. Viele haben die Vorstellung, dass Schafe nicht sehr schlau sind, deswegen sagt man ja auch: Du dummes Schaf. Hoffentlich sagen wir es nicht. Aber auch wenn das Schaf – das wissen wir nicht – zu den glücklichsten Tieren der Welt gehört, da gibt es andere Tiere, die noch mehr Kapazitäten haben, aber das Schaf ist bekannt für sein ausgeprägtes Gemeinschaftsverhalten. Es gibt kaum ein Tier, das in Not so reagiert wie ein Schaf. Wenn ein Schaf in ein gefährliches Umfeld kommt, meistens durch – wie sagt man – hungrige Tiere, verhält es sich eigentlich sehr intelligent. Ich weiß nicht, ob ihr das wisst. Was Schafe normalerweise machen, wenn sie zusammen sind in der Herde. Wenn zum Beispiel ein Wolf kommt – ja, selten allein. Es hat mich schon gewundert, dass der Wolf auf dem Video überhaupt allein unterwegs war. Sobald ein Wolf kommt, ist es der natürliche Instinkt von Schafen, immer das zu tun, nämlich, dass sie nicht die Flucht ergreifen, sondern dass sie die Herde suchen, die anderen suchen und dann zusammenrücken mit dem Gesicht weg von der Gefahr und ganz eng aneinander pressen. Die Kleinsten werden in die Mitte genommen und nach außen die Stärkeren. Bis ganz außen dann die Männchen sind und die Größten. Und das ist ein interessantes Verhalten, über das ich mir nach Gedanken gemacht habe. Das Signal, das die Schafe hier senden, ist: Wir gehören zusammen. Wenn das Schaf in diesem Moment an sich denken würde, allein an sich und sagt: Ich fliehe, ich muss weg aus der Gefahr, wäre es der sichere Tod für das Schaf. Denn darauf warten die Wölfe nur, dass sie genau das verursachen, dass kleine, schwache oder Einzeltiere sich trennen von der Herde.

[5:18] Und ich habe mir gedacht: Ist da nicht etwas, was wir lernen können von Schafen, jetzt, wo wir vor der Wiederkunft leben und wo wir in die Zukunft schauen und wissen, das wird nicht alles rosig, was da kommt. Wir reden nicht gern darüber, kann ich verstehen. Wir wollen ja über die gute Nachricht reden. Die gute Nachricht ist nicht so besetzt mit Gefahren. Aber unser Thema jetzt gestern und heute ist ja: Botschafter an Christi statt, inspiriert durch 2. Korinther. Und wir haben gestern darüber studiert, wo Paulus sagt im Römerbrief, im Römerbrief Kapitel 1, Vers 16 und 17, wo er sagt: Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist eine Kraft, selig zu machen, die, die daran glauben. Und dann im Vers 17 erklärt – den haben wir gestern in einer ausführlichen Exegese aus Jesaja 51 rausgeholt, aus dem Text, was er damit sagt. Er begründet es, er sagt, denn es ist eine Kraft und dass Gottes Gerechtigkeit in diesem Evangelium offenbart wird. Und wir haben herausgefunden, was ist diese Kraft? Und haben durch Jesaja 51 herausgefunden: Es ist Gottes Gerechtigkeit, in die die menschliche Gerechtigkeit in den Staub geht. Durch sein Wort, und das steht in Jesaja 51, er möchte seine Gebote – eine Voraussagung auf Offenbarung 18, eine Prophezeiung für die, die nicht gestern da waren, einen kurzen Anschluss. Jesaja 51, Verse 4 bis 7, 8, eine Vorhersage auf Offenbarung 18, wo steht, dass die ganze Welt erleuchtet wird. Jesaja 51 sagt es schon Jahrhunderte, Jahrtausende voraus, dass der Zeitpunkt kommt, wo Gott die Erde, die Völker – da steht die Völker, die Nationen – erleuchten wird durch sein Gebot. Und dann steht in Vers 7, dass seine Gebote, sein Volk, das Gebot in sein Herz geschrieben hat, und das ist Gottes Plan, die Welt zu erleuchten durch ein Volk, das seine Gebote hält und seinen Willen tut und nicht ihren eigenen Willen. So wie es Paulus voraussagt, der sagt: Und Gott, der sprach – 2. Korinther 4, Vers 6 – und Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, damit durch uns Entstünde die Erleuchtung im Angesicht Jesu Christi. Das ist Gottes Plan, die Welt zu erleuchten durch ein Volk, das Gottes Gebote hält. Warum? Weil darin seine Gerechtigkeit offenbart wird, nicht bewirkt wird. Bewirkt wird sie nicht dadurch, aber offenbart. Und das ist, was Gottes Plan ist. Und das spielt hier eine Rolle, was wir jetzt studieren werden: Wie Schafe unter die Wölfe.

[8:09] Was wollte Jesus mitteilen, wenn er darüber – wenn er in Matthäus 10, Vers 16, und ich bitte euch, die Bibeln zur Hand zu nehmen, auch die Kinder, die das schon verstehen können, nehmt eure Bibeln zur Hand. Ihr tut euch selber einen großen Gefallen. In Matthäus 10, Vers 16, wenn Jesus sagt, dass er uns wie Schafe unter Wölfe sendet, was wollte er uns damit mitteilen? Wir haben jetzt auch hier in Burgstetten eine neue Gemeinde im März gegründet. Die Frage: Was will Gott hier bewirken an diesem Ort? Was ist sein Plan? Ja, wir sollen Botschafter an Christi Statt sein. Aber was bedeutet es, an Christi Statt? Wir haben gestern schon darüber gesprochen, was das mit sich bringt. Der hat nicht umsonst gesagt: Ich schäme mich nicht. Denn wir leben in einer Zeit, wo mehr und mehr diejenigen, die sich an Gottes Wort ausrichten, zu irrsinnigen Fanatikern, dummen, extremen Leuten abgestempelt werden. Und ich habe gestern vorgelesen aus "Fundamentals of Christian Education", Seite 288, wo steht: Zitat: "Wenn wir den Maßstab erreichen, den wir vor Gott erreichen sollen, werden Weltmenschen Siebenten-Tags-Adventisten als seltsame, verschrobene, extreme Fanatiker bezeichnen." Und das steht vor uns, wenn es nicht jetzt schon geschieht. Das kommt auf uns zu. Und in diesem Kontext sagt Paulus: Ich schäme mich nicht des Evangeliums. Auch wenn er – wie wir gestern studiert haben – es heißt, wo er vor Agrippa steht, wo es heißt: Paulus, du bist von Sinnen, dass viele Bibel studieren, hat dir den Verstand geraubt. Bei Jesus genau das Gleiche. Er hat ein Belzebub. Warum? Weil er nicht lehrte wie die Schriftgelehrten, sondern mit Vollmacht, Markus 1, 22.

[9:57] So, ich hoffe, dass die, die gestern nicht da waren, anschließen können. Und was auf uns zukommt, ist etwas, was Gott geplant hat als Hirte. Nämlich nicht vor den Wölfen wegzulaufen, sondern mitten unter die Wölfe zu gehen, weil er hat einen Plan. Und darüber wollen wir jetzt studieren. Was ist dieser Plan? Lesen wir mal Matthäus 10, ab Vers 16. Während wir aufschlagen, stellen wir uns natürlich die Frage: Halt, Moment, ein Hirte müsste doch normalerweise seine Schafe wegführen von der Gefahr. Aber genau das Gegenteil macht Jesus. Was bedeutet das? Lesen wir. "Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben." Vers 21, ich springe von 16 auf 21. "Es wird aber ein Bruder den anderen dem Tod preisgeben und der Vater den Sohn. Und die Kinder werden sich empören gegen ihre Eltern und werden sie helfen töten." Vers 22: "Und ihr werdet gehasst werden von –" das Wort, das gefällt mir nicht, was da steht – "von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis ans Ende beharrt, der wird gerettet werden."

[11:21] Das ist heftige Kost. Das ist nicht eine leichte Botschaft. Oh ja, lass uns eine gute Nachricht hören. Ich werde euch zeigen, wir werden durch Bibelstudien jetzt sehen, da ist Evangelium und eine gute Botschaft da drin, wenn wir es richtig verstehen. Natürlich konzentrieren wir uns lieber auf Themen, auf andere Themen, als auf Hass oder Verfolgung. Ich weiß das. Aber Jesus versucht nicht die Kosten der Nachfolge zu kaschieren. Botschafter an Christi Statt zu sein, sagt er, würde ernsthafte Konsequenzen haben in dieser Welt. Und wir sollen uns überlegen. Für die meisten von uns in Deutschland, Europa und auch in Amerika, sagen wir mal, die entwickelte – ich sage das Wort nicht gern, entwickelte Welt. Denn ich arbeite einen Teil des Jahres in der Wüste. Da gibt es keine Infrastruktur. Und ich habe festgestellt, dass da manchmal viel entwickeltere Menschen leben als bei uns, obwohl sie keine Kleidung drauf haben auf dem Körper. Aber für uns ist in der Regel Verfolgung aus Glaubensgründen kein Thema. Ihr Lieben. Und deswegen sprechen wir auch nicht darüber. Würden wir in einem Land leben, in dem das Realität ist, aus Glauben verfolgt zu werden, würden wir öfters eine Predigt darüber hören. Aber ich kann das verstehen. Bei uns ist das im Prinzip nicht existent. In Anführungszeichen. Deswegen haben wir auch keinen Bedarf darüber zu sprechen oder Bibel zu studieren. Und ich glaube, dass das ein Fehler ist. Ich sage euch auch, warum. Weil wir in kürzester Zeit in der Zukunft, prophetisch kann ich das belegen, in Situationen kommen, wo wir dann fragen: Hätten wir nicht mal in unserer Zeit, wo wir das nicht erlebt haben, über diese Themen studieren sollen? Wie verhält man sich in solchen Situationen?

[13:20] Christenverfolgung im Jahr 2020, 2019, gibt es das überhaupt? Ich möchte euch was vorlesen. Die Organisation ist bekannt: Open Doors. Sagt euch was? Das ist eine gemeinnützige Organisation, eine kirchliche, keine adventistische, die sich zum Ziel genommen hat, Christenverfolgung aufzudecken und dagegen zu arbeiten. Finde ich eine klasse Sache. Und ich fand im Internet einen Weltverfolgungsindex. Könnt ihr nachgoogeln, ich habe mir runtergeladen. Harte Kost, 500 Seiten, 500 Seiten. Der aktuelle Index von 2019. Kann man lesen. Nur zwei, drei Informationen, dass derzeit etwa – haltet euch fest – 200 Millionen Christen in einem hohen Maß an Verfolgung ausgesetzt sind, weltweit. 200 Millionen Christen. Ich rede nicht darüber, welche Denomination, welche Kirche. Das soll uns momentan gar nicht interessieren. Es geht um den Gedanken, dass der Glaube an Christus und das Bekenntnis zu Christus mich in eine Situation führt, die uns nicht gefällt und die wir nicht wollen. Und ich wage zu behaupten, weil wir das Evangelium nicht richtig studieren, deswegen wehren wir uns dagegen, gegen diesen Gedanken. Aber eins nach dem anderen. Und ich habe nachgeschaut, ich habe das zusammengefasst für mich. In diesen Zahlen, 200 Millionen, findet sich das gesamte Spektrum an Ausgrenzungen über Folter bis hin zum Tod. Das sind 500 Seiten, also wer sich mal den Tag verderben will, der liest da drin mal ein bisschen. Aber es gibt auch zu denken, dieser Bericht.

[15:07] Dann gibt es eine Organisation, die heißt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte. Sie schätzt – sie sind nicht christlich orientiert. Sie schätzt, dass jedes Jahr, wenn das Jahr jetzt zu Ende geht und wir Jahresrückblick haben, machen ja viele Gemeinden, dann denkt mal darüber nach. Ich weiß nicht, ob es der Prediger erwähnen wird. Aber es wäre mal interessant, zurückzuschauen und zu sagen: Dieses Jahr sind – ich zeige euch jetzt die Zahl – wenn das Jahr zu Ende geht, irgendwo 8.000 Christen getötet worden, nicht gefoltert oder irgendwas, nur getötet worden dafür, dass sie sich zu Jesus bekannt haben und nicht absagen wollten. 8.000. Während wir hier gerade sitzen, sitzen Geschwister irgendwo, Gotteskinder, ob sie schon Adventisten sind oder das noch in der Zukunft werden. Das spielt für mich keine Rolle. Sitzen irgendwo in muslimischen Gebieten oder irgendwo anders, Indonesien. Ich sage euch, es gibt bestimmte Teile in Indonesien, wenn ihr dort euch zu Christus bekennt, seid ihr mausetot. Die fackeln da überhaupt nicht rum. Da im Zulu-Archipel, an der südphilippinischen Grenze. Also es scheint ein Thema zu sein, Christenverfolgung. Nur, erstens, es tangiert uns nicht. Zweitens, wir wollen damit nichts zu tun haben. Es belastet das Thema. Nicht darüber sprechen. Der größte Fehler, den wir tun können. Bei diesen Zahlen, die ich jetzt genannt habe, ist noch nicht mal mit reingerechnet Mobbing, üble Nachrede, Stigmatisierung, die auch in unseren Ländern geschieht. Wird aber nicht als Verfolgung betrachtet. Ist aber eine Form von Christenverfolgung. Um Namens Jesu willen. Und Christenverfolgung, was ich sagen will, ist real.

[16:54] Und glauben wir der biblischen Prophetie, Geschwister, und ich tue das, wird es in Offenbarung 14, Vers 12, von Offenbarung 14, Vers 12 und Offenbarung 12, 17, dort steht es, wird es zu einer globalen Verfolgung kommen von Christen. Ich lese mit euch Johannes 15, 18 bis 22. Bitte lest die Texte mit, die bereiten uns jetzt auf die Kernbotschaft vor, die ich möchte, dass wir sie heute entdecken. Johannes 15, 18 bis 22. "Wenn euch die Welt hasst, so sagte Jesus, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat." Johannes 15, 18 bis 22. Vers 19: "Wehrt ihr von der Welt, bitte denkt jetzt mal mit. Ich möchte einen ganz sensiblen Punkt ansprechen, und ich sage nicht alles, manche Sachen, das versteht ihr auch, ohne dass ich es sage, weil es im Text drin hervorkommt. Wehrt ihr von der Welt, so hätte die Welt das ihre lieb. Und ich glaube, das ist einer der Gründe, warum viele Christen so werden wie die Welt, weil sie dadurch der Verfolgung entgehen. Und Mobbing und schlechter Nachrede und so weiter. Das ist meine Überzeugung. Weil hier steht: Wehrt ihr von der Welt, hätte die Welt euch lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe – die Frage ist, zu was erwählt? Kommen wir noch dazu. Erwählung ist ja nichts im leeren Raum. Erwählung zu was? Erwählt habe, darum hasst euch die Welt." Hört ihr das? Da wird der Grund genannt, warum die Welt die Nachfolge Christi hasst und auch Christus gehasst hat. Warum? Es wird ihr gesagt, darum. Warum? Sagt es mir. Antwortet ein bisschen. Warum, sagt Jesus, wird die Welt uns hassen oder hasst die Welt die Nachfolger? Genau. Das ist der Punkt. Erwählung.

[19:05] Jetzt ist die Frage: Erwählung zu was? Allein zu sagen: Ich habe euch erwählt, den Namen Christ zu tragen, kann es nicht sein. Denn Millionen tragen den Namen Christ und werden nicht verfolgt. Das heißt, in der Erwählung steckt etwas drin, was ich besser verstehen möchte. Ich hoffe, ihr auch. Erwählung zu was? Botschafter an Christi Statt. Wir haben gestern schon verstanden, an Christi Statt heißt er nicht: Ich gehe wohin und erzähle von Jesus und ich erzähle von Gott. Ich erzähle von der Bibel. Das ist nicht Botschafter an Christi Statt. Das heißt, an Christi Stelle heißt, dass Christus dort sichtbar, hörbar wird. Wir haben es gestern – ich will es nicht wiederholen, weil mir die Zeit fehlt dazu. Und dann geht es weiter, wo es heißt: Denkt daran an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen. Haben sie mein Wort gehalten, so werden sie auch euch gehorchen. Wieder so ein Schlüsselsatz. Interessant.

[20:08] Lasst uns den Tatsachen ins Auge blicken aufgrund dieser Texte. Es liegt anscheinend in der Natur der Sache, dass Wölfe, Schafe und Schafe völlig wesensfremd sind. Die sind nicht. Ich meine, zumindest bis sie – laut Bibel – Schaf und Wolf nebeneinander liegen und Löwe und sich miteinander liebkosen werden. Aber da sind wir noch nicht. Sie sind wesensfremd. Und genauso, ihr Lieben, verhält es sich mit der Welt und mit Nachfolgern. Ich liebe Spurgeon, der Mann, der hat so eine scharfe, gewürzte Zunge. Er bringt es immer auf den Punkt, Spurgeon. Aber er hat es immer liebevoll gemacht. Und er sagte einmal – ich habe hier das Zitat: "Ein Schaf inmitten von Wölfen ist sicherer als ein Christ inmitten von gottlosen Menschen."

[21:13] Die Frage, die wir uns stellen wollen, ist: Warum ist das so? Was ist der Grund? Was reizt die Welt so zum Hass und zum Zorn gegen Nachfolger? Was ist es? Ein Bekenntnis: Ich finde Christus gut? Ich folge Jesus nach? Dass sie sich versammeln an einem Ort und singen zusammen? Das kann es nicht sein. Was ist es, warum dieser Hass zukommt, plötzlich von gottlosen Menschen – wobei ich glaube gar nicht, dass es gottlose Menschen gibt. Jeder hat so seinen Gott. Seit Anfang in der Bibel, wo die Geschichte beginnt, aufgeschrieben zu werden, sehen wir zwei Linien. Das ist nichts Neues. Das geht zurück, diese zwei Linien, bis zum Sündenfall. Da sehen wir zwei Linien, die im Widerstreit zueinander liegen. Wo es einen Abel gibt, gibt es einen Kain, der ihn erschlägt. Oder einen Noah, dem eine gottlose Welt widerspricht und verspottet. Wo es einen Isaak gibt, gibt es den Ismael, der ihn anfeindet. Wo es Jakob gibt, gibt es Esau, der ihn versucht zu töten. Es scheint so zu sein, dass wo immer Gott sich offenbart, sofort die Gegenseite da ist und nicht wartet. Mit anderen Worten, ich sage es jetzt noch provokativer: Es kann gar kein Israel geben ohne Pharao. Das geht gar nicht. Es kann keine Übrigen geben ohne Drachen. David muss von Saul gejagt werden. Das ist keine Option. Er muss von Saul gejagt werden. Jesus von Herodes. Es gibt eine gottgegebene Feindschaft, sagt uns die Bibel, zwischen dem Samen der Schlange und dem Samen der Frau. 1. Mose 3, Vers 15. Und diese Feindschaft wird bis zum Ende nicht nur bestehen, sondern größer werden.

[23:23] Ich möchte euch ein Zitat vorlesen aus "Zeugnisse Band 4", 525. Wer das nachlesen will? "Zeugnisse Band 4", 525. Hört mal: "Diejenigen, die mit Gott eng verbunden sind, werden oft schwer geprüft und betrübt. Josef wurde verleumdet und verfolgt, weil er –" ich habe jetzt in dem Text für mich persönlich, wenn ihr das macht, ich bin so ein optischer Mensch, immer die Weil unterstrichen. Weil, weil, weil, weil – "weil er seine Tugend und Integrität bewahrte. David, der auserwählte Gesandte Gottes, wurde von seinen boshaften Feinden wie ein wildes Tier gejagt. Daniel wurde in eine Löwengrube geworfen, weil er in seiner Loyalität zu Gott treu und unnachgiebig war. Hiob wurde seines weltlichen Besitzes beraubt und so sehr am Leib geplagt, dass er von seinen Verwandten und Freunden verabscheut wurde. Aber er bewahrte seine Integrität und Treue zu Gott. Jeremia sprach die Worte, die Gott in seinen Mund gelegt hatte, und sein einfaches Zeugnis machte den König und die Fürsten so wütend, dass er in eine schäbige Grube geworfen wurde." Und die Geschichte sagt, dass er dort geviertelt wurde. Wir wissen nicht, ob das stimmt. Ein Weib bestätigt das. Stephanus wurde gesteinigt, weil er Christus und das Kreuz predigte. Halt, Moment. Nochmal nachlesen. Stephanus wurde gesteinigt, weil er Christus und das Kreuz gepredigt hat.

[25:04] Was ist denn die Aufgabe von uns? Ist das nicht die Kernbotschaft? Als Botschafter an Christi Stelle Christus und das Kreuz zu predigen? Hier steht, das war der Grund, warum Stephanus sterben musste. Weil er es getan hat. Es geht weiter. Paulus wurde inhaftiert, mit Stangen geschlagen, gesteinigt und schließlich getötet, weil er ein treuer Botschafter an Christi Statt war. Überlegt euch nochmal, ob ihr Botschafter an Christi Statt sein wollt. Nein, der Tauber verbreitet keine Angst. Ich erzähle hier gerade die Bibel. Hier steht: Weil, weil, weil, weil. Ich möchte Christus als zentralen Punkt und das Kreuz und die Auferstehung als meine Kernbotschaft haben. Hier steht: Wenn ich das tue, werde ich mitten unter den Wölfen sein. Und die Wölfe werden nicht zahm sein.

[26:03] Und dann geht es weiter hier: "Er wurde, weil er ein treuer Botschafter an Christi war, Paulus, der das Evangelium zu den Heiden brachte. Der liebe, der geliebte Johannes wurde auf die Insel Patmos verbannt, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses Jesu." Vor kurzem las ich – ich weiß nicht, ob ihr das gewusst habt, ich habe das das erste Mal gehört in meinem Leben. Ich habe meine Morgenandacht und lese ein Zitat von Ellen White, wo sie sagt, dass Johannes auf Patmos in kochendes Öl geworfen wurde. Er hat überlebt. Die haben ihn gefoltert mit kochendem Öl. Wisst ihr, der Mann muss gestorben sein, am ganzen Körper, mit Narben. Jetzt verstehe ich besser in Offenbarung 1, warum er sagt: "Ich, euer Bruder, der mit euch leidet, wegen dem Zeugnis Jesu."

[26:53] Und wir leben als Christen in einer Zeit, wo wir alles erleben wollen, nur nicht Verfolgung und nur keine Drangsal. Und verstehen nicht, dass es Gottes Plan ist, dadurch das Werk zu vollenden. Ich erkläre gleich, wie das geschehen soll. Es ist paradox. Ich habe einen Farbstift genommen zu Hause, habe das ausgedruckt und habe mir mal alle Begründungen unterstrichen. Und jetzt lese ich euch das Zitat nochmal vor, ohne die anderen Inhalte, nur das unterstrichene. Das heißt, nur die Gründe, warum diese Männer – und es waren ja auch Frauen dabei – dieses erleben mussten. Ich lese das Zitat nochmal: "Mit Gott eng verbunden, Bewahrung der Integrität, Erwählung von Gott, Loyalität und Gehorsam zu Gott, Standfestigkeit, Verkündigung von Gottes Wort, Christus und das Kreuz gepredigt, treue Botschaft der Christi sein, Evangelium den Heiden bringen, Wort Gottes und Zeugnis Jesu glauben und verbreiten." Das war das Zitat.

[27:54] Könnt ihr euch damit identifizieren? Ist es nicht das, was genau die Übrigen ausmacht? Ist es nicht eine Zusammenfassung des Charakters derer, die gerufen sind, Jesus nachzufolgen? Ist es mein Charakter? Sehe ich mich da drinnen? Diese Beschreibung, trifft die auf mich zu? Oder versuche ich das von mir abzuwenden, denn diese Gedanken belasten mich? Dann wisse, es gibt keine Erwählung. Ich sage das ganz bewusst. Es gibt keine Erwählung als Botschafter Christi ohne, dass du dich entscheidest für Hass, für den Hass des Drachens. Es geht nicht. Und die Ablehnung dieser Welt. Luther pflegte zu sagen – es ist ein schönes Zitat: "Kein wird Abel bis zum Ende der Welt töten, wenn er kann. Und wenn möglich, würde er das weiter tun, bis Wolf und Lamm beieinander liegen." Zitat Ende.

[29:03] Ihr Lieben, jetzt kommt der Punkt: Wie oft finden wir uns wieder, wenn wir erleben, dass Feindschaft gegen uns geschieht, egal in welcher Form, um des Evangeliums willen, um der Treue willen, wie oft finden wir uns darin wieder, dass wir gegen diese Feindschaft ankämpfen oder zu protestieren? Ist es nicht so? Wir verteidigen uns, wir erklären, wir diskutieren, im schlimmsten Fall bemitleiden wir uns selber, ohne zu bemerken, dass wir dadurch, wenn wir das tun, uns selber miterfüllen. Sollten wir nicht von unserem Vorbild lernen? Ist Christus unser Vorbild? Dann müssen wir uns fragen, wie hat er sich verhalten? Lasst uns lesen – Jesaja 53. Ich bin so froh, dass der Heilige Geist es heute geführt hat, dass der Pana am Morgen hier den Gottesdienst eröffnet hat mit Jesaja 53. Ich habe gedacht, ich höre nicht richtig. "Er wurde misshandelt, Vers 7, aber er beugte sich. Und er tat seinen Mund nicht auf." Nehmt einen Stift und markiert jetzt immer, wo der Mund kommt. "Und er tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm – hört ihr – wie ein Schaf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird. Und wie ein Schaf, das verstummt, zweite Mal, vor seinen Scherern, und seinen Mund nicht auftat." In einem Satz dreimal wird der Mund erwähnt. Er tat seinen Mund nicht auf, er verstummt, er tat seinen Mund nicht auf. Als er betränkt wurde, als er leidet für die Wahrheit, hörst du Jesus nicht diskutieren, nicht sich verteidigen, nicht sich seine Hände in Unschuld waschen. Er zeigt nicht, wie unschuldig er ist, sondern er hält den Mund.

[31:06] Aber Moment, ein Christ ist doch kein Idiot, der muss sich doch nicht alles gefallen lassen. Schon mal gehört? Christ sein heißt nicht, dass man sich alles gefallen lassen muss. Frage: Wo steht das? In welchem Text in der Bibel steht das, dass der Christ sich nicht alles gefallen lassen muss? Sag es mir. Der Erste, der den Text findet, kriegt von mir einen Preis. Dem putze ich die Schuhe ein Jahr lang. Ich habe keinen gefunden. Keinen gefunden. Aber ich habe gefunden, wo es heißt: Die Liebe glaubt alles, alles, was wahr ist. Bitte schön, nicht falsch verstehen. Die Liebe glaubt nicht jeden Schwachsinn. Die Liebe glaubt alles. Sie – sie duldet alles. Es ist nämlich Gottes Plan, durch das, dass der Nachfolger duldet, die Bosheit duldet, die Bosheit offenbar macht. Jetzt wird die Bosheit präsentiert, wie nie zuvor, in Klarheit. Hätte Jesus zurückgeschlagen, hätte Jesus vom Kreuz – wäre er runtergegangen, wie er vom Satan provoziert wird: Bist du Jesus Christ, bist du Gottes Sohn? Steig runter vom Kreuz. Bevor der ausgesprochen hat, wäre Jesus unten gewesen, wenn er gewollt hätte. Aber er hat es verduldet, weil nirgends, wie am Kreuz, der ganz Geist offenbart wurde. Durch das, dass er den Mund nicht auftat. Das ganze Universum musste sehen, wie böse die Bosheit ist.

[32:44] Wenn du verfolgt wirst, wenn du misshandelt wirst, wenn du gemobbt wirst, wenn schlecht über dich geredet wird, spar dir die Zeit, dich zu verteidigen. Du wirst dadurch die Bosheit kaschieren und verdecken. Und dich nur deine Selbstgerechtigkeit offenbaren. Mehr nicht.

[33:06] Geschwister, ich sage jetzt etwas, was ich riskiere, falsch verstanden zu werden. Es ist die wichtigste Schule, durch die ein Christ und Nachfolger gehen kann, dass er Botschafter an Christi statt ist. Das heißt, das erlebt, was Christus erlebt, wenn er die Wahrheit sagt. Verabschiedet euch von einer Zukunft, in der die Übrigen und die Erwählten geliebt und liebkost werden von der Welt. Das gibt es nicht. Das ist Hollywood.

[33:38] Matthäus 26, 62. Wer sagt, das ist Altes Testament? Nein. In Matthäus 26, Vers 62. Jetzt wird es Realität. "Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts auf das, was gegen dich gesagt wird?" Nichts dafür ist, aber Jesus schwieg still. Matthäus 27, 12-14. "Und als er vor den Hohenpriestern und Ältesten verklagt wurde, antwortete er nichts." Markus 15, 4. "Pilatus aber fragt ihn abermals: Antwortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verklagen. Jesus aber antwortete nichts mehr." 1. Petrus 2, 23. "Der nicht widerschmähte, als er geschmäht wurde, der nicht drohte, als er litt. Er stellte aber –" und jetzt kommt der Schlüssel – "er stellte es aber dem anheim, der gerecht richtet."

[34:38] Schafe machen den Mund nicht auf, wenn sie für Jesus leiden. Sie bringen es in Ruhe und in Stille zu Gott. Selbst dann, wenn man vor... Es ist jetzt, was ich sage, Realität. Ich rede von echten Schafen. Wenn Schafe getötet werden, geschächtet werden – könnt ihr auf YouTube sehen, mittlerweile ist es verboten, das zu zeigen. Ich habe das mal gesehen beim Ramadan, wie die geschächtet werden, auch die Juden machen es ja noch teilweise. Und schaut die Schafe an. Wenn die nebeneinander stehen – schrecklich, furchtbar, wenn die beim lebendigen Leib die Kehle durchgeschnitten wird, die schreien nicht nur selber nicht, auch die, die daneben stehen und wissen, was da passiert. Die Tiere sind ja nicht blöd. Die Tiere werden. Sie wissen ja, was da passiert. Kein einziges Schaf fängt an zu blöken. Die stehen da und gehen dem Tod entgegen, ohne einmal den Mund aufzumachen. Davon redet Jesus. Davon redet Jesus von der Zukunft. Von uns, was auf uns zukommt.

[35:46] Sehen wir nochmals genauer hin. Welcher Grund wird von Jesus genannt, warum Botschafter Christi gehasst werden? Ihr seid erwählt. Wir müssen uns jetzt die Frage stellen, ihr Lieben, was an der Erwählung der kritische Punkt ist. Erwählung zu was? Was ist der kritische Punkt, dass Christi Botschafter und Nachfolger so sehr zum Hassobjekt werden? Und noch immer. Ihr Lieben, wir leben schon in dieser Phase, wo sich die Dinge zeigen. Ich habe gestern das kurz erwähnt. Man spricht jetzt von einem neuen Gesetz, das im Bundestag dabei ist, verabschiedet zu werden. Das heißt, ein Gesetz gegen Hassrede. YouTube musste seine Gesetze ändern, seine Mediengesetze ändern, wegen Hassrede. Die ersten Kanäle werden zugemacht. Hassrede. Und wenn du nachschaust, was die meinen, wie zum Beispiel die norwegische Ministerin, die vor ein paar Wochen abgeführt wurde von der Polizei und angezeigt wurde und jetzt ein Gerichtsverfahren am Hals hat – ich habe den Namen vergessen – in den Medien. Auf Twitter hat sie geschrieben, dass die Genderideologie nicht nach Gottes Plan ist. Abgeführt worden. Gerichtsverfahren. Warum? Die Begründung war – ich habe das mir runtergeladen, falls es mal weg ist, dass man das sieht. Die Begründung im Gericht war: Volksverhetzung. Liebe Leute, wacht auf, wenn ihr nicht Glockenläuten hört. Jemand bezieht sich auf die Bibel, auf Römer 1, und es wird interpretiert als Volksverhetzung. Wenn wir jetzt nicht aufwachen, laufen wir gegen eine Entwicklung, die uns treffen wird wie eine kalte Dusche, die uns dann aufweckt, aufweckt letztendlich. Aber es wäre besser, vorher aufzuwachen, was hier kommt.

[37:40] In Matthäus 27, 27, 28 lesen wir auf die Frage: Herr, Herr. Die Frage, die wir stellen ist: Was ist es an der Erwählung, dass der Hass so groß ist? Was ist es? Ist es das Bekenntnis zum Herrn Christus? Nein, ist es nicht. Matthäus 7, 28: "Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen..." Die Antwort ist: "Ich habe euch nie gekannt." Also es kann nicht das Bekenntnis zu dem Namen Herr sein, das den Hass herbeiführt. Es muss was anderes sein.

[38:12] Ein Brief von Petrus gibt einen Hinweis darauf, was die Erwählung zu solch einer kontroversen Sache macht. Meine und deine Erwählung wird dann kontrovers im Universum. Nicht hier auf der Erde. Im Universum. Denkt an Hiob. Warum er das alles leidet. Gott zeigt mit seinem Finger auf Hiob und sagt: Hast du Acht gehabt auf meinen Knecht? Die ganze Welt gehört mir. Ich bin der Chef, ich bin der Gott dieser Welt. Ich bin der Herr dieser Welt. Du hast keine Macht über Hiob. Hast du Acht gehabt auf ihn? Du hast keine Macht über ihn. Und dann kommt diese Sache zustande. Es geht nicht in unserem Leben nur um uns. Es geht darum, dass wir Gott repräsentieren. Botschafter an Christi Statt.

[38:54] Die ganze Ellen White-Schrift. Ich habe das Zitat von gestern gelesen. "Fundamentals of Christian Education" 288. "Wir sind ein Schauspiel geworden für Engel, für Menschen und für den ganzen Himmel. Wenn wir den Maßstab erreichen, den wir vor Gott haben sollten, werden uns die Weltmenschen verschoben, seltsam, fanatisch und so weiter." Und dann sagt sie danach im Zitat – könnt ihr nachlesen – "wir sind der Welt, den Engeln und den Menschen ein Schauspiel geworden." Es geht mehr darum, als dass ich gerettet werde. Denn wenn ich gerettet werden will, was mache ich dann? Wenn ich unter Wölfe komme? Wenn es um meine Rettung geht, was mache ich dann? Ich galoppiere. Ich fliehe, und das ist mein Tod.

[39:42] 1. Petrus 2, 9. Hört mal: "Ihr seid aber das auserwählte Eklekton." Daher kommt das Wort Kirche. "Kaleo" – erwählt. "Kaleo" – Kirche. Daher kommt es abgewandelt, gerufen. "Ihr seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, damit ihr verkündigen sollt –" da steht das Wort Evangelium. Also hier ist das Evangelium drin. "Damit ihr verkündigen sollt – Achtung, aufpassen – die Wohltaten Arethas." Das sind wirklich wichtig, die Worte. "Arethas, die Wohltaten, dessen er euch berufen hat, von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht." Ich habe nachgeschaut, was "Arethas" ist. Luther übersetzt hier, wenn ihr eine Lutherbibel habt, mit "Wohltaten". Ist sicher nicht falsch. Aber es ist – man könnte es noch genauer übersetzen. Zum Glück haben wir mehrere Übersetzungen, manche von euch können sogar vielleicht griechische Wörter selber übersetzen und so weiter, nehmt euch ein Wörterbuch. Ich habe nachgeschaut, bei den beiden besten Quellen, die es gibt, im Griechischen und Hebräischen. Friberg Analytical Dictionaries. "Arethas", schaut nach, was da steht. Ich zitiere. Zitat: "Moralische Charaktereigenschaften, der euch – jetzt lese ich nochmal – dass ihr verkündigen sollt, die moralischen Charaktereigenschaften dessen, der euch berufen hat." Wie verkündigt man moralische Charaktereigenschaften? Wie macht man das? Indem man sie beschreibt, indem diese Charaktereigenschaft sichtbar wird. Und ich war geschockt, wie klar diese Leute das übersetzt haben, das sind Wissenschaftler, diese Nachschlagewerke. Oder wie das griechische Sprachlexikon von Thea – das wird niemandem was sagen, du wirst es kennen wahrscheinlich, Eugen – von Thea, das griechische Sprachlexikon. Hört das Zitat, was da steht: "Für Arethas, seine Vollkommenheit, die in unsere Berufung und im ganzen Werk unserer Erlösung zum Vorschein kommt." Zitat Ende. Wow.

[42:04] Nochmal, was sind die Wohltaten, die wir verkündigen sollen? Die schreiben: "Das meint seine Vollkommenheit, die in unsere Berufung und im ganzen Werk unserer Erlösung zum Vorschein kommt." Zitat Ende. Wissenschaftliches Wörterbuch. Verstehen wir 1. Petrus 1, Vers 5: Der Satan hat kein Augenmerk auf Leute, die von etwas reden, weil das Reich Gottes, sagt Paulus, nicht in Worten besteht, sondern in Kraft. Das Reich Gottes besteht nicht in Worten, sondern in Kraft. 1. Petrus 1, 5: Hört zu, die ihr die Kraft Gottes durch den Glauben bewahrt, zur Rettung, die Kraft Gottes, die zur Rettung mich bewahrt, die bereit ist, die bereit steht, in der letzten Zeit offenbart zu werden. Vers 6: "Darin jubelt ihr, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchung betrübt werdet." Und das ist genau diese Kleinigkeiten, diese kleinen Worte.

[42:22] In 2. Korinther 5, 20, wo es um die Botschaft der Christi Statt, an Christi Stelle geht. Habt ihr mal nachgeschaut, was da steht? Wirklich? Anstelle? Macht das! Ihr könnt nicht einfach nur davon leben, was ihr hört. Ihr müsst selber mal ein Wörterbuch kaufen, selber mal studieren. Und dasselbe, nicht nur Predigten hören von Doug Batchelor und von Walter Veith oder sonst jemandem. Das ist nett, diese Erweckungsbotschaften zu hören, aber davon lebt man nicht. Man lebt von selber, vom Studium. Und da gibt es auch so ein kleines Wort: anstelle Christi, anstatt von Christi, anstatt, sagt Luther. Wisst ihr, was da für ein Wort steht? "Hyper". Das gleiche Wort, was in Offenbarung 14 wiederkommt, bei den Außerwählten. Denn Gott ermahnt durch uns.

[44:22] Aber ihr Lieben, wir haben ein Problem, denn in unserer postmodernen Wohlfühl-Evangeliumserwartung spielt Ermahnung keine Rolle mehr. Im Gegenteil, Ermahnung ist etwas, was richtend, verurteilend und schlecht ist. Aber ich verrate euch, die, die ihr Eltern seid, wisst das schon, das brauche ich euch nicht sagen. Nehmt die Ermahnung weg aus eurer Erziehung und ihr werdet Bestien erziehen. Das gleiche passiert in der Gemeinde. Und warum sollte es auch Ermahnung geben in unserer Zeit? Ich meine, absolute Wahrheit gibt es ja sowieso nicht mehr. Jeder definiert die Wahrheit an seiner persönlichen Erfahrung. Christus offenbart sich in Konzerten, Konferenzen und Feiergottesdiensten. Gott wird geworscht. Wozu Ermahnung?

[45:22] Auch wenn vielleicht ungewollt. Und jetzt sage ich einen entscheidenden Punkt. Mir ist es dieses Jahr so deutlich geworden, dass Gott wollte, dass ich darüber Gedanken mir mache. Unsere Flucht vor der eigenen Verwundbarkeit behindert das Evangelium in seiner Reichweite und Kraft. Soll ich das wiederholen? Wenn wir davor fliehen und dem ausweichen wollen, dass wir verwundbar sind und dass wir leiden als Botschafter Christi für die Wahrheit, werden wir das Evangelium, ohne dass wir das wollen vielleicht, werden wir die Kraft des Evangeliums dezimieren und es wird nicht mehr die Kraft haben, was es hat. Römer 1: "Ich schäme mich des Evangeliums nicht. Ist es doch ein – die Kraft Gottes selig zu machen, alle, die daran glauben."

[46:14] Bin ich bereit, Christi Herrlichkeit zu teilen? Was heißt denn Christi Herrlichkeit? Wo wurde die Herrlichkeit Christi offenbart, wie nie zuvor? In seiner Erniedrigung. Wir sahen seine – und das Wort wurde Fleisch und wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit eines eingeborenen Sohnes voller Gnade und Wahrheit. Philippus 2 spricht davon, dass er nicht an Gottesheit festhielt, sondern er entäußerte sich selbst. Ja, er war gehorsam bis zum Tod am Kreuz. Darum sollen alle Knie sich beugen. Die Herrlichkeit Gottes wurde nicht darin offenbart, was sie erwartet haben, nämlich, dass der Herrscher kommt und die Römer und mit rotem Teppich, sondern die Herrlichkeit Gottes wurde offenbart, als er wie ein Verbrecher starb. Warum? Weil seine eigene Gerechtigkeit im Staub lag vor der des Vaters. Er hat das vorgelebt. Die Herrlichkeit Gottes, wir erheben ihn dadurch, dass wir uns erniedrigen oder erniedrigt werden.

[47:22] Bin ich bereit, auch sein Kreuz zu tragen und Teilhaber werden seiner Leiden? Das ist eine echte Frage. Und ich stelle mir die. Und jeder Verkündiger sollte die sich als erstes stellen. Zitat von Ellen White ist: "Die Prediger werden die ersten sein, die ins Gefängnis gehen." Liebe Grüße vom Geist der Weissagung. Ihr wisst, ihr kennt das Zitat vielleicht. Das wird der Grund sein, sagt sie, warum Gott Kinder berufen wird, im jüngsten Alter, die auf die Straße gehen und predigen werden. Das wird sich wiederholen, was schon mal passierte in England und in London. Die Zeit von 1812. Das wird sich wiederholen. Also, wir müssen uns damit auseinandersetzen. Denn es gibt auch in den Gefängnissen Leute, die nie erreicht waren. Wie sollen die erreicht werden? Die müssen erreicht werden dadurch, dass welche dahingehen.

[48:14] Wir sehen also, wenn wir uns davon wehren und dem fliehen wollen, behindern wir das letzte abschließende Werk des Evangeliums, dahin zu kommen, wo keiner hinkommt. Kein Missionar, kein Prediger, kein Gottesdienst kommt dahin, wo die hingehen werden, die deswegen dort hingehen, weil sie verfolgt werden. Das ist fantastisch. Hier gibt es so viele Erfahrungen, die kann ich heute nicht alle erzählen. Ich muss hier jetzt zum Schluss kommen. Bin ich bereit, Christi Herrlichkeit zu teilen?

[48:40] Matthäus 5, Vers 11. Ihr kennt es. Selig seid ihr – da steht glücklich, Makarios. Glücklich seid ihr, wenn euch die Menschen um meinet Willen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Seid fröhlich und getrost, es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Nicht hier. Hier steht nirgends in der Bibel etwas, dass wir den Lohn auf dieser Erde bekommen dafür, dass wir leiden. Da steht, im Himmel werden wir den Lohn bekommen. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

[49:10] Ihr seid das Salz der Erde. Ich lese mal im Kontext, weil wir trennen es oft. Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt. Wie viele Predigten gibt es darüber? Aber das ist der zweite Teil eines Textes, der so beginnt. Er beginnt nicht mit: Geht und seid das Salz. Geht und seid das Licht. Damit beginnt der Text nicht. Der Text beginnt mit: Ihr werdet verfolgt werden und darin werdet ihr mein Licht sein und mein Salz. Weil die Menschen erkennen werden darin, wie wir uns verhalten in diesem Kontext, dass Gottes Kraft und Geist in uns lebt. Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf den Bergen liegt, nicht verborgen bleiben. Das gilt hier an Burgstettenhäus. Habt ihr schon mal einen Ausschuss darüber gehabt, was Gott will? Hier? Gemeindeversammlung, Vollversammlung? Was ist der nächste Plan für die fünf Jahre? Was ist Gottes Wille? Ich sage euch, wo es anfängt. Hier fängt es an. Dass ihr sichtbar seid. Hörbar. Die Menschen müssen wahrnehmen, dass wir da sind. Die wissen gar nichts von uns, so viele. Ich habe gestern erzählt, seit einem knappen Jahr häufen sich die E-Mails und Rückmeldungen, Telefonate häufen sich von Leuten, weil man medial hörbar und sehbar ist in der Welt. Wo wir sonst nicht hinkommen. Ja, ich finde YouTube auch bekloppt. Aber der Punkt ist, wenn die Leute hören, was wir sagen, was wir predigen und wenn sie dann noch – aber es fehlt noch was. Sie haben jetzt die Theorie, die haben die Lehre, die sie hören. Aber jetzt fehlt, dass sie das in Fleisch und Blut sehen.

[50:52] 1. Petrus 2, 9. Damit wir verkündigen, die – was habe ich vorhin zitiert? Wie hieß es? Die – ich zitiere – die moralischen Charaktereigenschaften. Das kann man nicht predigen. Man kann Charaktereigenschaften nicht predigen. Ich möchte aber, dass wir – wir sind ruhig. Wir sindinal. Wir sind...


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