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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2020 1st (Special) Nr 1

In dieser Einführung in das Buch Daniel erklärt Christopher Kramp, warum dieses biblische Buch so wichtig ist und wie man es am besten studiert. Er beleuchtet die Verbindung zu Jesus Christus und zeigt anhand von biblischen Prinzipien und Beispielen aus dem Leben Daniels, wie man von reinem Lesen zu echtem Verstehen gelangt. Das Video gibt einen tiefen Einblick in die Struktur und Bedeutung des Buches Daniel für unsere Zeit.


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Serie: Cannstatt Study Hour - Spezial 2020 Q1: Daniel

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zu einer neuen Cannstatt Study Hour Serie. Einer neuen Spezialserie über eines der interessantesten, wichtigsten und schönsten Bücher der Bibel überhaupt. Wir wollen uns in den nächsten drei Monaten mit dem Buch Daniel beschäftigen.

[0:46] Vor einem Jahr, auch um diese Zeit, haben wir uns ja ein ganzes Vierteljahr lang mit dem Buch Offenbarung beschäftigt. Und wer das damals verpasst hat, den laden wir auch jetzt noch ein, sich das nochmal anzuschauen, die Sendemanuskripte zu studieren. Insbesondere auch nach dem Daniel-Studium wird es dann nochmal sehr interessant sein, dann Daniel fortzusetzen mit der Offenbarung. Denn diese beiden Bücher hängen sehr eng zusammen. Vor allem die zweiten zwei Drittel von Offenbarung hängen ganz stark mit Daniel zusammen. Aber das werden wir dann im Laufe der Zeit alles sehen.

[1:18] Wir wollen heute zunächst einmal beginnen mit einer Einführung, die uns zum Buch Daniel bringen wird. Und dann ab der nächsten Woche werden wir jeweils ein Kapitel pro Lektion durchnehmen. Wir werden hier auch mit mehreren Sprechern gemeinsam das studieren und so aus verschiedenen Perspektiven diese Kapitel anschauen. Vers für Vers mit den historischen Hintergründen und damit natürlich allerdings auch euer eigenes persönliches Studium anregen.

[1:50] Es gibt im Buch Daniel, gerade dann, wenn wir zu Kapitel 11 oder so kommen, auch noch manches Ungeklärte, manches, wo noch weitere Studium notwendig ist und wo auch wir hier nicht den Anspruch erheben, die letzte endgültige Meinung formulieren zu können. Aber es gibt auch vieles, was ganz klare adventistische DNA ist und was wir verstehen sollten und verstehen können und auch weitergeben dürfen.

[2:13] Und in diesem Sinne wollen wir uns jetzt mit der Einführung in dieses Buch beschäftigen. Wir bereiten uns vor auf das Bibelgespräch am 4. Januar und der Titel dieser ersten Folge ist Vom Lesen zum Verstehen. Wir wollen ja das Buch Daniel nicht einfach nur lesen. Wir wollen begreifen, was uns Daniel sagen wollte, was uns Gott durch Daniel heute sagen möchte.

[2:43] Und weil es der Geist Gottes ist, der durch dieses Wort hindurch spricht, möchten wir ihn einladen, unsere Gedanken auch zu führen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir uns jetzt in den kommenden drei Monaten mit dem Buch Daniel beschäftigen können. Wir möchten dich bitten, dass du unsere Herzen dadurch anrührst. Erfüll uns mit deinem Heiligen Geist und gib, dass wir dein Wort so verstehen, wie du es gemeint hast. Wir glauben, dass das ein Buch ist von großer Bedeutung, auch für unsere Zeit und möchten dich bitten, dass du uns Freude schenkst, diese Botschaft zu erforschen, zu studieren, zu verstehen, aber vor allem auch umzusetzen und weiterzugeben, dass wir in all dem dich und deinen Charakter finden. Das bitten wir im Namen Jesu, Amen.

[3:34] Warum das Buch Daniel studieren? Die Antwort ist sehr einfach. Jesus Christus hat uns selbst darauf hingewiesen, dass dieses Buch sehr wichtig ist. In Matthäus 24 und dort Vers 15 im Kontext seiner berühmten sogenannten Endzeitrede sagt Jesus in Matthäus 24 Vers 15: „Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht, wer es liest, der achte darauf.“

[4:09] Das Buch Daniel ist das einzige Buch des Alten Testamentes, das Jesus mit Namen benennt. Zumindest in den Evangelien, die wir haben, wo seine Aussprüche aufgeschrieben sind, ist es das einzige Buch, das er mit Namen benennt und zum Studium auffordert. Natürlich hat er sämtliche Bücher des Alten Testaments gekannt. Wir wissen das aus Lukas 24, da kommen wir gleich noch zu. Wir wissen, dass er aus vielen anderen Büchern ständig zitiert hat, aber hier erwähnt er das Buch Daniel explizit und sagt: „Wer das liest, der soll nachdenken, der soll darauf achten, der soll das, was er im Buch Daniel liest, mit der eigenen Erfahrung, mit der gegenwärtigen aktuellen Lage seines Lebens vergleichen.“ Das ist der Punkt dieses Verses.

[5:00] Jesus sagt: „Wenn ihr etwas seht in eurem Leben, wenn ihr die aktuelle Weltlage sozusagen, das was euch betrifft, vergleicht mit dem, was im Buch Daniel steht, dann achtet darauf.“ Und das ist das, was wir auch tun sollten und was wir tun wollen. Wir wollen das Buch Daniel vergleichen mit dem, was wir selbst in dieser Welt sehen und auch in der Geschichte gesehen haben.

[5:24] Nun, Jesus macht hier sehr deutlich: Daniel war ein Prophet. In einer Zeit, in der immer wieder Menschen auch die Prophetie belächeln und als unmöglich hinstellen, ist es wichtig festzuhalten, dass Jesus den Daniel als einen Propheten anerkannt hat. Und Prophetie ist nicht immer gleich sofort auf den ersten Blick verständlich.

[5:46] In Apostelgeschichte 8 und dort Vers 30 heißt es: „Da lief Philippus hinzu und hörte ihn, den Propheten Jesaja, lesen und er sprach: Verstehst du auch, was du liest?“ Und das ist eine Frage, die wir uns alle stellen müssen. Auch wenn wir den Propheten Daniel lesen, verstehen wir eigentlich, was wir lesen. Deswegen heißt auch unsere Lektion vom Lesen zum Verstehen.

[6:18] Es reicht nicht aus, Daniel zu lesen, wir müssen es verstehen und dazu gibt es bestimmte Prinzipien. Das Wichtigste ist, das Verständnis kommt von Gott. In Jakobus Kapitel 1 und dort Vers 5 wird uns diese wunderbare Zusage gegeben: Jakobus 1 Vers 5: „Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden.“

[6:47] Also wenn ich merke, ich verstehe es nicht, da fehlt es mir an Weisheit, an Verständnis, an Einsicht, dann kann ich direkt Gott bitten und er gibt gerne, er macht keinen Vorwurf und sagt: „Warum verstehst du das nicht, warum bist du nicht klug genug?“ Er gibt es gerne, denn er möchte gerne, dass wir seine Worte verstehen.

[7:00] Lieber Freund, liebe Freundin, wer immer du auch bist, wenn du Daniel gerne verstehen möchtest, frag einfach Gott. Bete zu ihm und sage: „Herr, ich verstehe nicht, was ich hier lese, bitte erkläre du es mir.“ Das ist das allererste und grundlegende Prinzip.

[7:16] Nun, Jesus selbst war ein Student der Bibel, er selbst hat Prophetie erforscht und von ihm können wir die drei Grundprinzipien des Bibelstudiums lernen. Ich nenne es immer das ABC des Bibelstudiums, die allerersten, wichtigsten, entscheidendsten Grundlagen, das Fundament, auf dem alles andere dann aufbaut.

[7:37] In Lukas 24 und dort Vers 27 finden wir genau das. Lukas 24 und dort Vers 27, dort ist Jesus als unerkannter Mitwanderer mit seinen beiden Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Sie wissen nicht, wer er ist und erzählen ihm von all ihrer Trauer und ihrer Enttäuschung angesichts der Tatsache, dass Jesus gekreuzigt worden ist und sie sind etwas verwirrt, weil die Nachricht seiner Auferstehung sie erreicht hat und Jesus könnte sich einfach zu erkennen geben und sagen: „Hier bin ich“ und damit wäre für den Moment all ihre Trauer überwunden, aber wenn der Beweis seiner Auferstehung eine bloße Erscheinung gewesen wäre, hätten sich die Jünger vielleicht 30 Jahre später fragen können, ob sie nicht vielleicht eine Halluzination gesehen haben.

[8:30] Jesus wollte, dass sie schwarz auf weiß aus dem Wort Gottes selbst, aus der Bibel verstehen, dass er der Auferstandene ist. Er wollte ihnen zeigen, was eigentlich das Alte Testament über den kommenden Messias und den Erlösungsplan und das Evangelium gesagt hat und so gab er ihnen eine enorm interessante Bibelstunde, von der wir leider nur wissen, dass er sie gab, nicht welche konkreten Verse, aber wir können uns natürlich manches denken. Aber wir lesen hier in Lukas 24 Vers 27: „Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht.“

[9:06] Drei wesentliche Grundprinzipien. A. Alle Schrift. Jesus hat nicht nur einen Text hier genommen und vielleicht noch einen Text da und dann alles darauf aufgebaut. Er hat das gesamte Alte Testament zur Grundlage gehabt seines Bibelstudiums. Wenn wir das Buch Daniel verstehen wollen, müssen wir die gesamte Bibel zurate ziehen. Nur wenn wir alles zusammen nehmen, dann können wir sehen, was eigentlich wirklich gemeint ist.

[9:34] Zweitens. B. Beginne von vorn. Jesus begann nicht einfach irgendwo, sondern er ging systematisch in seinem Bibelstudium voran. So werden auch wir, wenn wir das Buch Daniel studieren, nicht nur einfach die ganze Bibel im Hintergrund immer mit hinzuziehen. Dort, wo wir relevante Parallelstellen finden, wir werden auch systematisch vorangehen, nicht einfach irgendwo hin und her springen.

[9:58] Manchmal wird heute das Buch Daniel von einigen Wissenschaftlern rückwärts gelesen. Man fängt Daniel 11 an, findet da ein paar Dinge in der Geschichte und dann versucht man, alles so rückwärts zu erklären. Wir wollen systematisch und von vorne uns dem Buch nähern, so wie man das auch mit einem Text macht, vor dem man Respekt hat.

[10:18] Und dann haben wir C. Christus im Zentrum. Jesus hat nicht einfach nur Bibelstunden gegeben, um ein paar interessante Fakten zu präsentieren, unterhaltsame Geschichten oder so. Nein, nein, es ging ihm darum zu zeigen, wie alles, auch im Alten Testament, auch die Prophetie auf ihn selbst, auf den Erlöser, auf Jesus Christus hingewiesen hat.

[10:41] Diese drei Grundprinzipien, dieses ABC, alle Schrift, Beginne von vorn und Christus im Zentrum. Wenn wir diese drei Dinge verinnerlichen und in unserem Daniel-Studium anwenden, dann werden wir auch erkennen, was Gott uns in Daniel sagen möchte. Dann werden wir nicht von der Wahrheit abweichen.

[11:01] Und es gibt einen anderen Text in der Bibel, der uns ebenfalls so Grundpfeiler des Bibelstudiums gibt. Grundaspekte, die wir hier beachten wollen. Das kommt aus Ezra. Wir haben ja in den vergangenen drei Monaten uns intensiv mit Ezra und Nehemia beschäftigt. Auch wer das verpasst hat, kann gerne noch das nachschauen. Auch dort haben wir Sendemanuskripte, die uns so Vers zu Vers durch die Bücher begleitet haben.

[11:25] In Ezra 7 und dort Vers 10 gibt es diesen interessanten Satz über den schriftgelehrten Ezra, der sich so sehr für die verschiedenen Schriftrollen interessierte und da eine große Bedeutung hatte, auch in der Sammlung der verschiedenen Manuskripte. Vers 10 in Ezra 7: „Ezra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des Herrn zu erforschen und zu tun und in Israel Gesetz und Recht zu lernen.“

[11:54] Vier Grundpfeiler. Ezra hatte sein Herz darauf gerichtet. Er ging mit einer bestimmten Herzenseinstellung an die Bibel. Bevor wir die Bibel überhaupt öffnen, sollten wir uns fragen: Was ist eigentlich meine Motivation? Will ich Wahrheit erkennen oder will ich nur meine Meinung dort irgendwo wiederfinden? Bin ich bereit, etwas zu lernen oder will ich nur Richter sein und Kritiker? Die Motivation, mit der ich zur Bibel komme, die Offenheit und die Herzenseinstellung entscheidet wesentlich darüber, was ich aus der Bibel dann auch mitnehmen kann oder was mir verschlossen bleibt.

[12:27] Deswegen ist es entscheidend, dass wir uns Gott öffnen, dass wir sagen: „Herr, wenn du etwas sagen möchtest, zeig es mir in deinem Wort. Ich bin bereit, etwas zu lernen.“ Das eigene Herz zu erforschen ist ein wesentlicher Punkt im Bibelstudium.

[12:43] Zweitens, dann hat er das Gesetz selbst erforscht. Er hat gesucht. Er hat als Forscher nicht einfach nur oberflächlich gelesen. Jeder, der sich mit Forschung beschäftigt, weiß, wenn man etwas erforscht, dann geht man allem nach. Dann sucht man verschiedene Ecken. Man versucht, so gründlich wie möglich zu sein, um wirklich der Sache auf den Grund zu gehen. Ezra hatte ein Interesse an der Bibel. Er wollte nicht nur so mal ganz oberflächlich wissen: „Aha, da geht es so darum.“ Er wollte wirklich verstehen, was Gott sagen wollte und entdeckte so enorme Schätze.

[13:13] Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung sagen, wenn wir uns wirklich dem Wort Gottes widmen, wenn wir dort forschen und suchen, dann entdecken wir Schätze, Dinge, die wir nie für möglich gehalten hätten. Das Wort Gottes ist einfach phänomenal interessant, unglaublich spannend und die meisten Menschen wissen gar nicht, was sie verpassen, weil sie dieses Wort einfach ignorieren und sich nicht groß damit beschäftigen. Dabei hat es so viel zu sagen für unser persönliches Leben und so viel Kraft und Energie, die uns gegeben werden kann, durch die Verbindung mit dem Heiligen Geist, der hierzu uns spricht, dass es wirklich eine Freude ist, sich mit dem Wort zu beschäftigen.

[13:47] Und dann hat er es nicht nur erforscht, er hat es auch getan, der Gehorsam dem Gelesenen gegenüber. Was nützt es, wenn ich weiß, was ich tun sollte und es dann einfach nicht tue? Nein, Ezra hat erforscht, um auch etwas in seinem Leben dann zu ändern.

[13:57] Wenn wir Daniel lesen, müssen wir nicht nur unser Herz erforschen, ob wir wirklich bereit sind zu lernen, wir müssen nicht nur das Wort selbst durchforschen, den Propheten Daniel wirklich gründlich studieren, wir müssen auch bereit sein, das dann umzusetzen, was uns Gott durch den Propheten Daniel zeigt. Und wir werden sehen, dass es im Propheten Daniel nicht nur Prophezeiungen gibt, sondern das Buch Daniel enthält viele Geschichten, die über den praktischen Glauben, das praktische Leben mit Gott sehr alltagstauglich sprechen und da werden wir alle herausgefordert sein, Entscheidungen zu fällen: „Das macht eigentlich Sinn. Ich möchte Gott an dieser Stelle auch folgen.“

[14:40] Und dann war Ezra nicht nur damit zufrieden, es selbst umzusetzen, sondern er wollte es auch anderen beibringen. Er hat das Gelernte, das Erkannte anderen gezeigt, gelehrt und das ist ein wesentlicher Aspekt im Bibelstudium. Gott gibt uns niemals nur Erkenntnis für uns selbst. Wann immer wir etwas verstehen, dann hat Gott im Hinterkopf, dass wir es auch anderen weitergeben. Dadurch verstehen wir selbst die Wahrheit besser. Dadurch wird es uns sowieso noch klarer, weil wir in den Problemen der anderen uns auch unsere eigenen Probleme besser verstehen. Wir sehen besser, wie das Wort Gottes Probleme lösen kann. Wir können uns die Sachen besser merken und wir können zum Segen sein für andere Menschen.

[15:15] Wie hat Daniel selbst die Bibel studiert? Wir haben jetzt das ABC, wie es bei Jesus für sie alle Schrift, Beginne von vorn, Christus im Zentrum. Wir haben diese vier Grundpfeiler von Ezra, die Herzenseinstellung, die Erforschung der Schrift, den Gehorsam und das Weitergeben dessen, was man erkannt hat. Wie hat Daniel die Bibel studiert?

[15:32] In Daniel Kapitel 9 finden wir einige Aspekte über seinen eigenen Umgang mit anderen biblischen Büchern. Wir lesen hier in Daniel 9, ab Vers 2: „Im ersten Jahr seiner Regierung achtete ich, Daniel, in den Schriften auf die Zahl der Jahre, von der das Wort des Herrn an den Propheten Jeremia ergangen war, dass die Verwüstung Jerusalems in 70 Jahren vollendet sein sollte. Und ich wandte mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen, mit Gebet und Flehen, mit Fasten im Sacktuch und in der Asche. Ich betete aber zu dem Herrn, meinem Gott, und ich bekannte und sprach: Ach Herr, du großer und furchtgebietender Gott, der den Bund und die Gnade, den bewahrt, den liebt und seine Gebote bewahrt. Wir haben gesündigt, haben Unrecht getan und gesetzlos gehandelt. Wir haben uns aufgelehnt und sind von deinen Geboten und deinen Rechtsordnungen abgewichen.“

[16:22] Und dann können wir noch Vers 13 dazu nehmen: „Genauso wie es im Gesetz Moses geschrieben steht, ist all dies Unheil über uns gekommen. Wir aber suchten das Angesicht des Herrn nicht dadurch zu besänftigen, dass wir uns von unseren Sünden abgewandt und auf deine Wahrheit geachtet hätten.“ Und dann noch Vers 15: „Nun aber Herr, unser Gott, der du dein Volk mit starker Hand aus dem Land Ägypten herausgeführt hast und dir einen Namen gemacht hast bis zum heutigen Tag, wir haben gesündigt, wir haben gottlos gehandelt.“

[16:54] Sieben Aspekte können wir hier herausziehen. Erstens, er studiert den Propheten Jeremia. Daniel hat sich selbst für andere biblische Bücher interessiert. Wir sollten also uns nicht scheuen, auch andere biblische Bücher zur Erklärung von Daniel heranzuziehen. Das ist ein ganz wesentliches Prinzip, das manchmal nicht verstanden wird und manchmal sogar negiert wird. Aber Daniel selbst hat andere Propheten studiert, um seine eigenen Visionen besser verstehen zu können.

[17:14] Zweitens, er interessiert sich für aktuelle Prophetie, er interessiert sich für sein Zeitgeschehen und deswegen sollten wir auch die Geschichte der Zeit und auch die Geschichte der Welt immer wieder in Verbindung setzen zu dem, was Daniel auch geschrieben hat.

[17:31] Er betet und fastet sogar. Das heißt, für ihn war das eine Priorität. Er wollte es wirklich verstehen. Er hat nicht einfach nur so oberflächlich gebetet, sondern wirklich von ganzem Herzen. Auch das dürfen wir von ihm lernen, dass wir vor dem Studium beten und das wirklich auch mit großer Ernsthaftigkeit tun. Nicht nur so als Floskel, sondern als Überzeugung, dass Gott uns etwas sagen möchte.

[17:52] Und dann hat er seine Sünden bekannt und die Sünden seines Volkes, denn er wusste, Gott kann mich dann segnen, wenn das aus dem Weg geschafft ist, was mich von Gott trennt. Manchmal verstehen wir das Wort Gottes nicht, weil es Dinge gibt, von denen wir genau wissen, dass sie verkehrt sind und wir halten daran fest. Und dann wundern wir uns manchmal, dass Gott uns nicht mehr zeigen kann, aber er kann uns nicht mehr zeigen, weil wir das sonst verschwenden würden, weil wir schon die Dinge, die wir wissen, nicht umsetzen.

[18:18] Und deswegen ist es wichtig, dass wir uns die Frage stellen, wenn wir unser Herz erforschen: Gibt es etwas, von dem ich weiß, es ist verkehrt und ich tue es trotzdem und schade mir damit selbst? Wenn wir das Buch Daniel verstehen wollen, müssen wir wie Daniel unsere Sünden bekennen und uns auch identifizieren mit dem Volk Gottes, auch wenn es viele Sünden hat.

[18:44] Und dann beruft er sich ja hier in Vers 4, mit dem er sagt: „Du großer und furchtgebietender Gott, der den Bund und die Gnade, den bewahrt, den liebt und seine Gebote bewahrt.“ Das ist ja fast ein wörtliches Zitat aus dem zweiten Gebot, aus 2. Mose 20. Das heißt, Daniel beruft sich hier auf eine Verheißung. Dort im zweiten Gebot wird verheißen, dass Gott den Bund und die Gnade, den bewahrt, den liebt und seine Gebote hält. Und er beruft sich darauf, auch wenn das nicht mal in Anführungszeichen setzt, aber es ist so in seiner Natur drin. Er liest die Bibel, er liest Jeremia und betet aber auch mit 2. Mose 20.

[19:20] Und dann im Vers 13 haben wir gesehen, dass er auch das Gesetz Mose sehr gründlich studiert hat und seine eigene Erfahrung mit dem Gesetz abgeglichen hat. Auch das sollten wir tun. Wenn wir Dinge lesen, sollten wir uns die Frage stellen: Wie ist das mit meiner eigenen Erfahrung? Habe ich nicht dasselbe erlebt? Wenn wir Geschichten auch im Buch Daniel lesen werden, können wir uns die Frage stellen: Wie passt das mit dem überein, was ich selbst schon erlebt habe? Wie hätte ich mich verhalten in dieser Geschichte?

[19:47] Dieser Abgleich der eigenen Erfahrung mit dem Gesetz. Dafür ist das Gesetz ja da, als ein Spiegel, um mir zu zeigen, wie ich wirklich bin. Denn oft bewerten wir uns nur aus unserer eigenen Perspektive und die ist oft sehr günstig für uns selbst, aber manchmal nicht sehr objektiv. Und das Wort Gottes gibt uns einen liebevollen, aber objektiven Spiegel, in dem wir schauen können und sehen können, wie wir wirklich sind. Und das wird uns oft dazu führen, dass wir feststellen, wir brauchen Vergebung und wir können sie bei Gott bekommen, dem wir zu ihm beten. Er vergibt uns gerne.

[20:17] Und dann im Vers 15, da bezieht er sich auf den Auszug aus Ägypten. Der war zu seiner Zeit schon über 900 Jahre alt. Den kannte er auch nur aus der Bibel. Er kannte niemanden, der den noch erlebt hat und niemanden, der ein Kind oder ein Kindeskind von denen war, die den Auszug erlebt hatten. Es war eine biblische Geschichte für ihn, aber er wendet sie auf seine eigene Situation an.

[20:35] Denn Daniel ist hier gefangen in Babylon und er liest davon, dass vor fast tausend Jahren die Israeliten gefangen in Ägypten waren. Und er sagt sogar: „Du bist doch derjenige, der vor fast tausend Jahren die Israeliten aus Ägypten befreit hat. Jetzt sind wir auch gefangen. Zwar nicht in Ägypten, aber in Babylon. Aber der Gott, der aus Ägypten befreit, befreit auch aus Babylon.“ Er wendet das Gelesene auf seine eigene Situation an und sagt: „Wenn Gott damals helfen konnte, kann er auch heute helfen.“

[21:07] Auch das dürfen wir lernen, wenn wir Daniel 1, Daniel 3, Daniel 6 von Erfahrungen von Daniel und seinen Freunden lesen und dann sehen, dass wir manchmal auch in ähnlichen Situationen sind und in ähnlichen Konflikten stehen. Dann dürfen wir wissen, dass derselbe Gott, der in Daniel 1 die vier bewahrt, der in Daniel 3 die drei Freunde durch den Feuerofen trägt, der in Daniel 6 Daniel in der Löwengrube beschützt, dass der derselbe Gott, wenn auch wir nicht in einen Feuerofen, in eine Löwengrube geworfen werden, aber auch in vielen Problemen, Schwierigkeiten haben, dass derselbe Gott uns auch heute noch bewahrt. Wenn wir das glauben, dann entfaltet das Buch Daniel erst wirklich seine richtige Kraft.

[21:46] In Daniel am Ende finden wir eine Verheißung für alle, die dieses Buch studieren. In Daniel 12 und dort Vers 9 und 10: „Er aber sprach: Geh hin, Daniel, denn diese Worte sollen verschlossen und versiegelt bleiben bis zur Zeit des Endes.“ Dieses Buch sollte zumindest in Teilen lange Zeit nicht verstanden werden. Das sagt das Buch selbst.

[22:09] Vers 10: „Viele sollen gesichtet, gereinigt und geläutert werden und die Gottlosen werden gottlos bleiben und kein Gottloser wird es verstehen, aber die Verständigen werden es verstehen.“ Es gibt die Verheißung: Am Ende der Zeit wird dieses Buch verstanden werden und wir wollen uns darum bemühen, geführt von Gottes Geist, dieses Buch zu verstehen und zu den Verständigen zu gehören.

[22:32] Und das ist heute hier jetzt nicht so ausführlich das Thema, aber das Buch Daniel spielt dann, wie schon angedeutet, eine große Rolle, auch im letzten Buch des Neuen Testamentes in der Offenbarung, wo in Offenbarung 10 ab Vers 1 sozusagen der Anschluss an Daniel 12 hergestellt wird und das Buch Daniel dort als entsiegeltes Buch, als geöffnetes Buch präsentiert wird und damit ganz wesentliche Kapitel der Offenbarung, vor allem Kapitel 12 und 13 und 14 eingeleitet werden mit einer Bewegung, die das Buch Daniel gut studiert, aus dem Buch Daniel viel Hoffnung und Trost bekommt und dass das Buch Daniel vor allem so studiert, dass es zu Jesus kommt, aber dazu gleich noch mehr.

[23:19] Von Daniel wissen wir auch außerhalb des Buches Daniels etwas, denn Hesekiel, ein anderer Prophet, der zu jener Zeit in Babylon wirkte, schreibt von Daniel in Hesekiel 14 und dort Vers 14 heißt es: „Und es wären die drei Männer, Noah, Daniel und Hiob darin, so würden diese durch ihre Gerechtigkeit nur ihre eigene Seele retten, spricht Gott, der Herr.“ Und dann Vers 20 nochmal: „Und Noah, Daniel und Hiob wären darin, so wahr ich lebe, spricht Gott, der Herr. Sie könnten weder Sohn noch Tochter retten, sondern sie würden durch ihre Gerechtigkeit nur ihre eigene Seele retten.“

[23:54] Der Daniel war schon zu Lebzeiten so sprichwörtlich bekannt für seine Gerechtigkeit, dass er hier mit ganz großen Gottesmännern der alten Vergangenheit mit Hiob und mit Noah verglichen wird. Das ist sehr interessant. Daniel muss ein außergewöhnlich gerechter Mann gewesen sein.

[24:15] Hesekiel 28 haben wir noch so einen Punkt in Vers 3, dort heißt es: Hesekiel 28 Vers 3: „Du, siehe, du warst weiser als Daniel, kein Geheimnis war für dich im Dunkeln.“ Also auch diese Formulierung macht ja nur dann Sinn, wenn Daniel allgemein als ein sehr weiser Mann bekannt gewesen ist. Also auch seine große Weisheit war damals schon sprichwörtlich allgemein bekannt geworden.

[24:39] Nun, aber es geht nicht nur einfach um Daniel als Mensch und wir werden ja noch vieles von ihm lernen und ihn besser kennenlernen. In 2. Petrus sagt uns der Apostel Petrus in 2. Petrus 1 und dort Vers 20 und 21, dass wir es hier nicht nur einfach mit Daniel zu tun haben, sondern es heißt Vers 21: „Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben, haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“

[25:09] Hier spricht zwar Daniel, aber er spricht zusammen mit dem Heiligen Geist. Das sind die Worte und die Grammatik von Daniel, aber es sind auch Gedanken des Heiligen Geistes, die von Daniel ausgedrückt werden und deswegen sagt Vers 20: „Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist.“

[25:26] Wir haben nicht das Recht, einfach zu sagen: „Ich denke, das bedeutet das oder jenes oder solches“, sondern wir müssen den fragen, der das geschrieben hat und der es eben inspiriert hat. Der, der es geschrieben hat, ist tot, aber der, der es inspiriert hat, ist immer noch lebendig. Gott ist da und wir können ihn fragen und er kann uns das dann zeigen. Wir haben nicht das Recht, dieses Buch nach eigenem Gutdünken zu interpretieren und sagen: „Mir gefällt die Auslegung nicht, ich versuche mal eine andere.“ Wir sollten, wenn wir es ernst nehmen, dass Gott existiert, ihn fragen: „Herr, zeig uns, was wolltest du durch Daniel uns sagen.“

[26:06] 2. Timotheus 3, Vers 16. In diesem Zusammenhang ein weiterer wichtiger Vers über das Verständnis von Inspiration. 2. Timotheus 3, Vers 16: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.“

[26:24] Also auch das Buch Daniel. Es ist von Gott inspiriert, der Geist hat es dem Daniel eingegeben und obwohl es die Worte und die Satzstruktur des Daniels sind, sind es doch Gedanken, die über Daniel hinausgehen, über die Person Daniel und die uns ewig gültige Wahrheiten offenbaren. Sie lehren uns Wahrheit, sie überführen uns von unseren Sünden, sie weisen uns zurecht und erziehen uns in Gerechtigkeit.

[26:55] Das heißt, wenn wir Daniel lesen, werden wir sehen, was Wahrheit ist, aber wir werden auch uns manchmal ertappt fühlen, weil wir manchem nicht entsprechen, was dort eigentlich als schöne Wahrheit beschrieben wird und es wird uns zurechtweisen, wieder auf den rechten Weg bringen und wir können, wenn wir uns mit Daniel beschäftigen, genauso wie mit allen anderen biblischen Büchern, erzogen werden. Wir können lernen, wir können immer mehr wachsen und immer mehr lernen, gerecht zu leben.

[27:26] Jesus selbst hat über die Bücher des Alten Testamentes Folgendes gesagt in Johannes 5 und dort Vers 39. Johannes 5 und dort Vers 39, er spricht zu den Schriftgelehrten, den Theologen zur Zeit, als er lebte. Johannes 5 Vers 39: „Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben, und sie sind es, die von mir Zeugnis geben.“

[27:48] Jesus hat deutlich gemacht, dass die alttestamentlichen Schriften auf Jesus hinweisen und wir werden das im Buch Daniel immer und immer wieder sehen. Wer das Buch Daniel liest, aber nicht über Jesus nachdenkt, der hat den Sinn des Buches verpasst. So wie die Pharisäer damals. Es heißt ja in Vers 40: „Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.“ Die Pharisäer dachten, sie sind ganz toll, wenn sie einfach die alttestamentlichen Bücher kennen, auswendig lernen, aber sie haben den nicht erkannt, um den es eigentlich geht.

[28:21] So kann man auch heute das Buch Daniel lesen und viele interessante Dinge herausfinden und den Hauptpunkt völlig verpassen, denn Jesus sagt, das Buch Daniel ist geschrieben, um auf mich hinzuweisen.

[28:31] Nun und deswegen finden wir in Offenbarung 10, was wir gerade schon angedeutet haben, als das Buch Daniel hier entsiegelt, geöffnet, präsentiert wird, folgende interessante Szene. Dort lesen wir in Vers 8 bis 10: „Und die Stimme, die ich aus dem Himmel gehört hatte, redet nochmals mit mir und sprach: Geh hin, also zu Johannes, also Johannes, der die Offenbarung schreibt, soll hingehen und zwar: Geh hin, nimm das offene Büchlein, das Buch Daniel, in der Hand des Engels, der auf dem Meer und auf der Erde steht.“ Und das ist niemand anders hier in dem Zusammenhang, das würde ein weiteres Studium erfordern, als Jesus selbst, der als Bote dargestellt wird und der sein Volk führen möchte, einen nächsten Schritt.

[29:16] Und ich ging zu dem Engel und sprach zu ihm: „Gib mir das Büchlein.“ Und er sprach zu mir: „Nimm es und iss es auf, und es wird dir Bitterkeit im Bauch verursachen und in deinem Mund aber wird es süß sein wie Honig.“ Und ich nahm das Büchlein aus der Hand des Engels und aß es auf, und es war in meinem Mund süß wie Honig, als ich es aber aufgegessen hatte, wurde es mir bitter im Bauch.

[29:39] Daniel musste, oder anders gesagt, wer das Buch Daniel haben möchte, wer das geöffnete, das dem Verständnis geöffnete Buch Daniel haben möchte, muss zu Jesus kommen. Andersrum, wer zu Jesus kommt, der empfängt von ihm das Buch Daniel. Heute gibt es so viele Meinungen über Jesus, aber der biblische Jesus, der hat auf das Alte Testament verwiesen und der biblische Jesus, der führt uns auch zum Buch Daniel.

[30:15] Jesus wird mehrmals in Daniel erwähnt und zwar konkret, wir schauen uns hier die Stellen an, nur wo er tatsächlich direkt identifizierbar ist. Einige andere Stellen, wie zum Beispiel mit dem Stein in Daniel 2, werden wir dann im Studium selbst nochmal genauer anschauen. Aber hier in Daniel finden wir zum Beispiel in Daniel 3, Vers 25: „Er antwortet und sprach: Siehe, ich sehe vier Männer mitten im Feuer frei umher wandeln und es ist keine Verletzung an ihnen und die Gestalt des Vierten gleich einem Sohn der Götter.“ Jesus, der im Feuerofen die drei Freunde Daniels rettet.

[30:56] In Daniel 7, Vers 13 und 14: „Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen, und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht, und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.“ Das ist eine der Stellen, auf die Jesus sich gerne bezogen hat. Er, der Menschensohn.

[31:13] In Kapitel 8, Vers 11: „Ja, bis zum Fürsten des Heeres erhob es sich und nahm das Beständige weg und seine heilige Wohnung wurde verwüstet.“ Jesus, der Fürst des Heeres.

[31:29] In Kapitel 9, Vers 25: „So wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Messias, dem Fürsten vergehen sieben Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben, Gräben werden wieder aufgebaut, werden wieder gebaut und zwar in bedrängter Zeit. Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte, der Messias, ausgerottet werden und ihm wird nicht zuteil werden.“ Hier wird das Kommen des Messias, des Gesalbten und sein Tod vorhergesagt.

[31:50] In Daniel 10, Vers 5 und 6, heißt es: „Und ich hob meine Augen auf und schaute, und siehe, da stand ein Mann in Leinwand gekleidet, und die Lenden mit Gold von Ufers umgürtet, und sein Leib war wie ein Topas, und sein Angesicht strahlte wie der Blitz, und seine Augen wie Feuerfackeln, seine Arme aber und seine Füße sahen aus wie leuchtendes Erz, und der Klang seiner Worte war wie das Tosen einer Volksmenge.“ Wir sehen dann später in der Offenbarung eine fast identische Beschreibung von Jesus, als Johannes auf Patmos die Offenbarung empfängt.

[32:23] Und dann in Kapitel 10, Vers 21: „Doch will ich dir verkünden, was in dem Buch der Wahrheit aufgezeichnet ist, und kein einziger steht mir mutig bei, gegen jene als nur euer Fürst Michael.“ Michael, der so ist wie Gott, auch der große Fürst Michael genannt.

[32:37] In Daniel 12, Vers 1: „Und zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht, denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden. Jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet.“ Der Fürst, der für dein Volk eintritt. Wir lesen im Neuen Testament immer, dass es Jesus ist, der unser Fürsprecher ist, der für uns eintritt, der beim Vater uns vertritt, zu dem wir direkt kommen können, als zu unserem Hohen Priester.

[33:09] Der große Fürst Michael, der schon in Offenbarung 12 gegen den Drachen, gegen den Satan kämpft und ihn besiegt. Und dann in Daniel 11, Vers 22: „Und die Streitkräfte, die wir eine Flut daherfahren, werden vor ihm weggeschwärmt und zerbrochen werden, dazu auch ein Fürst des Bundes, der König des Bundes, der den neuen Bund bringt, den Bund befestigt, die Verbindung zwischen Gott und Mensch unauflöslich macht, dadurch, dass Gott selbst Mensch wird.“

[33:37] All das sind Themen, die im Buch Daniel angesprochen werden, die wir in den kommenden drei Monaten ausführlich entfalten werden, die uns zeigen hier an den Schlüsselstellen Daniel 11, Vers 22 zum Beispiel, direkt im Zentrum der großen Vision von Daniel 11. In Daniel 7 wird der Sohn des Menschen geführt, dort als Höhepunkt der großen Vision. Hier auch Daniel 12, am Ende, am Klimax der Vision, der Fürst Michael. An den entscheidenden Schnittstellen der Prophezeiung finden wir immer wieder Jesus als das Zentrum, um das sich alles dreht.

[34:17] Das Buch Daniel ist sehr interessant geschrieben und es würde viel Zeit in Anspruch nehmen, bis in die Details anzuschauen, wie es strukturiert ist. Wir wollen hier heute nur mal als Appetitanregung sozusagen ein paar Strukturen ein bisschen offenlegen und zeigen, wie so diese Kapitel ein bisschen angeordnet sind. Da gibt es verschiedene Perspektiven, je nachdem von wo man schaut, nur ein paar Ideen.

[34:37] Die Ausgangslage des Volkes Israel war ja die, dass sie jetzt im Exil in Babylon waren, nachdem dreimal oder im Laufe des Buches Daniel, innerhalb der Zeit des Buches Daniel, wird ja dreimal Jerusalem auch belagert. Der Daniel kommt ja bei der ersten Belagerung schon nach Babylon, das werden wir dann das nächste Mal im Zusammenhang mit Kapitel 1 sehen. Die Ausgangslage ist: Israel ist im Exil, das heißt sie haben kein Königreich, das heißt sie haben keinen König, keinen Tempel und damit auch keine Opfer und das Volk ist nicht geeint. Es fehlt ihnen ein Königreich, ein König, der Tempel und damit die Opfer und es fehlt ihnen die Einheit des Volkes.

[35:20] Im Buch Daniel gibt es vier große Visionen. In Daniel 2 geht es um verschiedene Königreiche und dann heißt es am Ende, dass Gott ein großes Königreich, ein ewiges Königreich aufrichten wird. Die Israeliten hofften, dass sie wieder ein Königreich haben werden. Gott sagt in Daniel 2: „Ich werde ein ewiges Königreich euch geben und zwar, dass die ganze Erde umfassen wird, allen Gläubigen.“

[35:42] In Daniel 7 sehen wir die verschiedenen Königreiche und dann kommt ein Mensch, der zum König gekrönt wird und zwar im Himmel und sein Königtum wird nie vergehen. Er wird der König in diesem ewigen Königreich sein und das ist Jesus, der ewige König.

[35:53] Dann in Daniel 8 lesen wir von einem himmlischen Heiligtum. Der Tempel in Jerusalem war zerstört worden, zerstört in der Zeit Daniels, aber dort in Daniel 8 lesen wir von einem himmlischen Heiligtum, in der der himmlische Heiligtumsdienst stattfinden wird und dazu braucht es ein Opfer, ein echtes Opfer und das ist dann das, was in Daniel 9 in der Erklärung zu Daniel 8 noch hinzu erklärt wird, wo es angedeutet wird, dass dort die Opfer, die Speisopfer, die Schlachtopfer aufhören werden, weil das eine wahre Opfer gebracht wird, durch das Jesus den Menschen die Erlösung ermöglicht.

[36:30] Und dann in Daniel 10 bis 12 haben wir die letzte Vision, dort wird das Volk Gottes wieder gesammelt werden. Das werden wir dann auch im Detail noch anschauen, werden sehen, wie in Daniel 10 gesagt wird, wie in Daniel 10 Vers 14 gesagt wird, dass die letzte Vision sich um das Volk Gottes dreht und dass dann auch in Daniel 12 Vers 1 alle, die im Buch eingeschrieben sind, gerettet werden, die für die Daniel, für die Michael eintritt, der für die Kinder deines Volkes eintritt.

[36:55] Und dann sehen wir in Daniel 12 die Frage: Wo ist dieses Endzeitvolk, dass diese Botschaft vom ewigen Königreich, vom ewigen König und vom himmlischen Heiligtum predigt und dort werden wir sehen, wie Daniel 12 eine Bewegung vorhersagt, die basierend auf dem Buch Daniel, die diese Wahrheiten in die Welt trägt und dann eine Verbindung zur Offenbarung 10 hergestellt wird.

[37:28] Eine andere Struktur im Buch Daniel ist, dass es sich in zwei Hälften aufteilt. Die erste Hälfte, die ersten 6 Kapitel sind Geschichten und diese Geschichten sind eigentlich ein Typus, sie zeigen uns, wie man sich in der Endzeit verhalten darf, sollte, wie Gott sich wünscht, dass wir in der Endzeit leben, während die zweite Hälfte, Kapitel 7 bis 12, die eigentlichen Endzeitprophezeiungen, die Prophezeiungen, die bis zur Endzeit gehen, besser gesagt, dann enthält. Also eine Hälfte quasi die Geschichten, eine Hälfte die Prophezeiungen.

[38:01] Eine andere Einteilung betrifft die Sprache. Das Buch ist ungefähr jeweils zur Hälfte in Hebräisch, der üblichen Sprache des Alten Testamentes, geschrieben, als auch in Aramäisch. Also von Kapitel 2 Vers 4b bis einschließlich Kapitel 7, 28, also das komplette Kapitel 7 noch, sind in Aramäisch geschrieben und Aramäisch ist die damals internationale Verkehrssprache gewesen, die in der Verwaltung verwendet wurde. Babylonisch war zwar in den Inschriften immer noch ganz präsent, in Königsinschriften zum Beispiel, dort oft mit archaisierenden Schriftzeichen auch, aber im allgemeinen Alltag ist wohl eher so eine Mischsprache gesprochen worden zwischen Babylonisch, also Akkadisch, Aramäisch. Und dann in der Perserzeit, in die das Buch dann ja auch noch hineinragt, war dann Aramäisch sogar die offizielle Verwaltungssprache.

[39:00] Wir haben ja in der letzten Cannstatt Study Hour Spezialserie ja im Buch Ezra mehrmals so offizielle Briefe und Edikte gesehen, die in Aramäisch abgefasst worden sind. Das heißt, gerade dieses Kapitel, Kapitel 2 bis 7, waren offensichtlich für ein breiteres Publikum gedacht und diese Kapitel haben auch eine besondere Struktur. Nämlich in Kapitel 2 finden wir sieben Weltreiche, äh Verzeihung, vier Weltreiche und dann Gottesreich am Ende. In Daniel 7 finden wir auch vier Weltreiche und Gottesreich am Ende. Also 2 und 7 passen zusammen.

[39:31] Dann in Kapitel 3 haben wir die Treue unter Lebensgefahr in Frage der Anbetung, als die drei Freunde sich weigern, vor dem Götzenbild niederzuknien und in den Feuerofen geworfen werden. In Kapitel 6 haben wir die Treue unter Lebensgefahr in der Frage der Anbetung, als Daniel sich weigert, das Verbot zu Gott zu beten umzusetzen und entsprechend in die Löwengrube geworfen wird. Also 3 und 6 haben das selbe Thema.

[39:53] In Kapitel 4 geht es um den König Nebukadnezar, der von Gott gerichtet wird und in Daniel 5 geht es um Belsazar, der von Gott gerichtet wird. Beides babylonische Herrscher, aber die Geschichten gehen dann unterschiedlich aus. Der Nebukadnezar bekehrt sich, der Belsazar stirbt und geht verloren. Also 2 und 7 passen zusammen, 3 und 6 passen zusammen, 4 und 5 passen zusammen. Man nennt das auch dann einen Chiasmus, eine besondere Form des hebräischen Parallelismus.

[40:20] Eine andere Struktur sind die ersten vier Kapitel. Das ist nämlich die Geschichte von Nebukadnezar. Dort finden wir in Kapitel 1, wie er Gott eigentlich erstmal kennenlernt, so indirekt, durch die Tatsache, dass diese vier Jungs enorm gesund und vor allem sehr klug sind. Also er lernt ein bisschen die Gesundheitsreform, die Erziehungsreform kennen. Dann im zweiten Schritt, in Kapitel 2, lernt er die Prophetie kennen, die Fähigkeit Gottes Dinge vorherzusagen. In Kapitel 3 lernt er dann die rettende Kraft Jesu kennen, anhand von anderen. Und in Kapitel 4 bekehrt sich Nebukadnezar persönlich. Das ist das Buch, in dem Nebukadnezar nicht in der dritten Person angesprochen wird, sondern in der ersten Person spricht ein Buch, ein Kapitel, das er selbst wohl geschrieben hat.

[41:08] Und in diesen vier Schritten sieht man eigentlich ganz typisch sozusagen, wie so eine Bekehrung zu Gott laufen kann. Oft abläuft: Menschen treffen zuerst auf Dinge, wie die Gesundheits- und Erziehungsreformen, Dinge, wo man sieht, dass Gott wirklich für den Alltag praktische Ratschläge gibt. Dann über die Prophetie und Endzeitereignisse lernt man Gottes Allwissenheit kennen, lernt dann das Evangelium kennen, das man erst einmal vielleicht theoretisch versteht, aber dann persönlich auf sich anwendet und gerettet wird.

[41:40] Das sind also so drei Ideen oder ein paar Ideen, wie man das Buch strukturieren kann, welche Strukturen es da gibt. Und da gibt es sicherlich mehr zu entdecken. Das Buch Daniel ist wirklich ein großer Schatz und von einem sehr klugen und weisen Mann abgefasst worden.

[41:54] Vielleicht ganz kurz etwas zur Datierung der einzelnen Kapitel. Wir werden ja dann im Laufe der nächsten Wochen jedes Kapitel einzeln durchgehen, aber hier schon mal ein kurzer Hinweis, wann diese Kapitel spielen. Das basiert auf der Annahme, dass der babylonische Kalender zugrunde gelegt worden ist und auch auf den Bemerkungen von Ellen White über die Regierungszeiten von Darius dem Meder und Kyros.

[42:16] Dann haben wir Daniel 1 in ungefähr 605 vor Christus, nach der Schlacht von Karkemisch. Entsprechend natürlich dann auch gehen die Geschichten ein bisschen weiter. Daniel 2 im zweiten Jahr des Nebukadnezar, das muss zwischen dem Frühjahr 603 und Frühjahr 602 gewesen sein. Daniel 3 ist nicht ganz klar. Möglicherweise ist es im Zusammenhang mit der Revolte von 595-594 zu sehen, die in Keilschrifttexten bezeugt ist.

[42:37] Für Daniel 4 gibt es keinen richtigen Anhaltspunkt. Wir haben für weite Teile der Regierung Nebukadnezars keine Keilschrifttexte, die irgendwie analytisch uns zeigen, was so Jahr für Jahr passiert ist. Daniel 5 können wir sehr genau datieren auf Oktober 539 vor Christus. Das ist die Zeit, als Babylon dann fiel.

[42:55] Daniel 6 entsprechend danach innerhalb der Regierungszeit von Darius dem Meder, der nach Aussagen von Ellen White knapp zwei Jahre oder etwas weniger als zwei Jahre regierte. Also vor Oktober 537 muss das zu Ende gegangen sein. Daniel 7 und 8 können sehr genau datiert werden aufgrund der Angaben über Belsazar: 552 vor Christus Daniel 7, 550 vor Christus Daniel 8.

[43:09] Daniel 9 ist dann im Frühjahr 538 bis 537 im Frühjahr, also im ersten Jahr von Darius dem Meder. Daniel 10 und 12 bis 12 ist dann das letzte und späteste im Frühjahr 534 bis zum Frühjahr 533. Das ist dann schon überlappend mit den ersten Kapiteln von Ezra.

[43:43] Ein wichtiges Prinzip noch, das wir hier kurz ansprechen wollen, ist, dass in dem Buch Daniel, in vor allem in Endzeitprophezeiung, das sogenannte Jahr-Tag-Prinzip gilt. Und für alle, die das weiter studieren wollen, haben wir hier im Sendemanuskript eine sehr ausführliche Auflistung der verschiedenen Zeitprophezeiungen in der Bibel, jeweils mit der Bemerkung, ob sie buchstäblich oder symbolisch nach Jahr-Tag-Prinzip berechnet werden. Und da stellt man fest, dass es wohl tatsächlich so ist, dass die Bücher Daniel-Offenbarung im Wesentlichen die einzigen sind, dieses Jahr-Tag-Prinzip kontinuierlich und systematisch anwenden. Das hat wohl zu tun mit diesem apokalyptischen Charakter, den sie haben im Vergleich zu den sogenannten klassischen Prophezeiungen.

[44:20] Römer 15 und dort Vers 4. Zum Schluss noch ein paar letzte Bemerkungen, bevor wir dann für heute hier diese Einführung schließen wollen. In Römer 15 und dort Vers 4 heißt es: „Denn alles, was zuvor geschrieben worden ist, wurde zu unserer Belehrung zuvor geschrieben, damit wir durch das Ausharren und den Trost der Schriften Hoffnung fassen.“

[44:36] Das Buch Daniel soll uns nicht nur Wissen vermitteln, es soll uns Trost geben und uns Geduld schenken, die wir für unser persönliches Leben und auch im Zuge der Endzeit so dringend brauchen. Und in 2. Petrus 1 Vers 19 heißt es: „Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort.“

[45:00] Wir werden sehen, Prophezeiungen sind eine der Texte der Bibel, in der man die Glaubwürdigkeit der Bibel besonders schön zeigen kann, weil sie wirklich mit der Geschichte übereinstimmen. Ein völlig gewisses prophetisches Wort, daran können wir festhalten, auch dann, wenn anderswo unser Glaube zu wanken anfangen mag. Und daran festhalten, dass Gott die Geschichte kennt, unsere Geschichte kennt und sein Wort wirklich wahr ist.

[45:20] Und ihr tut gut daran, darauf zu achten, als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen. Dieser Morgenstern, sagt uns nach Offenbarung 22 Vers 16, Jesus selbst.

[45:36] Es tut also gut, wenn wir nicht nur die Prophetie als Beweis für die Glaubwürdigkeit der Bibel betrachten, sondern wenn wir darin auch sehen, wie Jesus in unserem Herzen, in unseren Gedanken immer mehr eine wichtige Rolle einnimmt. Die Prophezeiungen Daniels sind uns gegeben, ja, um zu zeigen, Gott ist vertrauenswürdig und verlässlich, aber sie sind uns auch gegeben, damit wir durch das Anschauen dieser Prophezeiung, wie wir gesehen haben, Jesus besser verstehen und ihn anfangen als unseren Freund, unseren Heiland, unseren Schöpfer, unseren Erlöser zu sehen.

[46:09] Zum Schluss die Verheißung zu Beginn des Buches Offenbarung gilt auch für das Schwesterbuch der Offenbarung, für das Buch Daniel. Dort heißt es in Offenbarung 1 Vers 3: „Glückselig ist, der die Worte der Weissagung liest und die sie hören und bewahren, was darin geschrieben steht, denn die Zeit ist nah.“

[46:34] Möchtest du glücklich sein? Dann beschäftige dich mit Prophetie. Das, was für die Offenbarung gilt, gilt auch für Daniel. Beschäftige dich mit dem Buch Daniel. Nimm dir bewusst vor, in den nächsten Wochen diese Kapitel gründlich zu studieren und wenn unsere Sendung, unsere Sendemanuskripte eine Hilfe dabei sind, dann freuen wir uns sehr. Aber nimm dir auch Zeit, selbst zu studieren und selbst nachzudenken und zu prüfen und dir selbst ein Bild zu machen, um die Wahrheit zu erkennen, wie Gott sie dir persönlich zeigen möchte.

[47:01] Deswegen möchten wir mit dieser Frage enden: Möchtest du dir Zeit nehmen? Denn es wird Zeit kosten. Möchtest du es zu einer Priorität machen, das Buch Daniel gründlich zu studieren und dabei Jesus im Zentrum zu entdecken? Gott segne deine Entscheidung. Wir freuen uns, wenn wir uns nächste Woche hier wiedersehen und dann das Buch Daniel ganz chronologisch zu studieren beginnen werden. Bis dahin wünschen wir euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.

[47:37] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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