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Manuskript zur Sendung >>> CSH_01_2020_Lektion_4

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour tauchen wir tief in das dritte Kapitel des Buches Daniel ein. Wir untersuchen die Geschichte des goldenen Standbilds, das Nebukadnezar errichten ließ, und die mutige Weigerung von Schadrach, Meschach und Abednego, es anzubeten. Diese biblische Erzählung dient als kraftvolle Parallele zu zukünftigen Ereignissen, wie sie in der Offenbarung beschrieben werden, und beleuchtet die Bedeutung von Glaubenstreue und Gottes Schutz in Zeiten der Verfolgung.

In diesem Teil der Cannstatt Study Hour mit dem Buch Daniel, Kapitel 3, wird die Geschichte des goldenen Standbilds von Nebukadnezar beleuchtet. Wir erfahren, warum der König dieses Bild errichten ließ und wie es zu einer Prüfung des Glaubens für Schadrach, Meshach und Abednego wurde. Die Parallelen zu biblischen Prophezeiungen und zukünftigen Ereignissen werden aufgezeigt, insbesondere im Hinblick auf das Malzeichen des Tieres und die Bedeutung von Treue und Glauben in Zeiten der Verfolgung.


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Serie: Cannstatt Study Hour - Spezial 2020 Q1: Daniel

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Transkript

[0:00] Ein herzliches Willkommen zu unserer Cannstatt Study Hour in diesem Quartal mit dem Buch Daniel. Wir machen das ja so ein bisschen special zurzeit, dass wir Vers für Vers durch die einzelnen Texte durchgehen, also uns nur bedingt an der Lektion orientieren und versuchen, jeden Vers uns anzugucken gemeinsam.

[0:38] Unsere Lektion Nummer 4 beschäftigt sich mit Daniel 3 und es ist überschrieben in der Lektion: Vom Feuerofen in den Palast. Unseren Merkvers, den finden wir in Daniel 3, Vers 17, sehr erbaulich. Das heißt: „Wenn es so sein soll, unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen erretten und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, oh König.“ Also schon ein Vers von den Freunden von Daniel.

[1:06] Wir wollen gleich mal reingucken in die Geschichte, was da passiert ist. Bevor wir gemeinsam die Bibel aufschlagen und die Texte lesen, lasst uns mit einem Gebet starten. Unser lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken dafür, dass wir zusammenkommen dürfen zu einem Bibelstudium und wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist unsere Herzen bewegt und unsere Gedanken führt. Dafür danken wir dir. Im Namen Jesu. Amen.

[1:32] Nun, Daniel Kapitel 3 ist ja dieses besondere Kapitel, in dem dieses große Standbild gebaut wird. Man muss mal ein bisschen gucken in dem Zusammenhang, in dem das dort geschieht. Also es war so ungefähr das Jahr 594 vor Christus, als damals aus den babylonischen Chroniken ging hervor, dass zu der Zeit Aufstände im Reich waren, also im babylonischen Reich oder im neubabylonischen Reich, muss man sagen. Auf der einen Seite begehrte der Pharao auf in Ägypten, auf der anderen Seite war es der König Zedekiah aus Juda, der versuchte seine Freiheit wieder zu erlangen und Jerusalem wieder zu befreien. Und dann zum Dritten waren es noch die Elamiter im Norden, die aufbegehrten. Und dann gibt es noch diesen Bericht, dass es zu der Zeit um 594 vor Christus Aufstände und Unruhen zwischen den Soldaten gegeben hat. Also das Reich von Nebukadnezar war also ziemlich bedroht von außen und von innen.

[2:25] Und jetzt musste Nebukadnezar sich sicher sein, wem kann er eigentlich trauen. Und vor diesem Hintergrund lässt sich vielleicht verstehen, warum er auf die Idee kam, so eine große Statue zu bauen, ein goldenes Bild, das angebetet werden soll. Wir gucken mal gemeinsam in den Text und schauen, was er uns zu sagen hat. Daniel Kapitel 3, Vers 1: „Der König Nebukadnezar ließ ein goldenes Standbild anfertigen, 60 Ellen hoch und sechs Ellen breit. Das stellte er an der Ebene Dura in der Provinz Babel auf.“

[2:52] Also Nebukadnezar baut jetzt eine riesige Statue, oder vielleicht war die Statue auch etwas kleiner, aber der Sockel war jedenfalls riesig. Insgesamt war diese Statue über 30 Meter hoch. Und die wurde aufgestellt an der Ebene Dura und er hatte was vor, nämlich er wollte die Treue seiner Untertanen erwiesen haben. Das heißt, seine Untertanen sollten sich vor diesem Standbild niederwerfen. Interessanterweise ist es aus Gold gefertigt.

[3:26] Und wenn man Daniel 2 noch im Hinterkopf hat, was wir ja letzte Woche schon bearbeitet haben, dann erkennen wir, dass in Daniel 2 diese Statue, in dem Traum oder dieses Bild, das er im Traum gesehen hat, der Nebukadnezar, das Haupt war aus Gold und es symbolisierte sein Reich. Dann kam ja Silber, das medopersische Reich, Bronze, das griechische Reich, dann das römische Reich aus Eisen dargestellt und dann später dieses geteilte Reich aus Eisen und Ton.

[3:54] Und wenn wir jetzt in Ellen White lesen, was sie dazu schreibt, in „Christus ist Sieger“ auf Seite 171, Absatz 3, da sagt Schwester White: „Die Worte ‚Du bist das goldene Haupt‘ aus Daniel 2, Vers 38, hatten ihn, also Nebukadnezar, am tiefsten beeindruckt. Er beschloss, eine Statue bauen zu lassen, die das Original weit übertraf. Dieses Standbild sollte nicht, wie das ihm gezeigte Bild, von Kopf bis zu den Füßen immer minderwertiger werden, sondern ganz und gar aus dem wertvollsten Metall bestehen. Dadurch sollte das ganze Bild die Größe Babylons repräsentieren.“

[4:35] „Aus seiner Kriegsbeute nahm Nebukadnezar Gold, die sein goldenes Standbild machen und befahl allen Offizieren und Beamten des Reiches, sich zur Einweihung des Bildes zu versammeln, sobald das Orchester spielte, sollten sich alle niederwerfen und das Bild anbeten.“

[5:09] Also die Idee von Nebukadnezar war, er lässt dieses Bild bauen und macht es komplett aus Gold, in der Hoffnung, dass sowohl er selbst interessanterweise als auch alle, die von seinem Traum erfahren haben und auch von der Deutung erfahren haben, das schnell wieder vergessen, dass sein Reich abgelöst wird durch ein anderes und wieder ein anderes und wieder ein anderes, sondern er wollte in den Köpfen der Menschen das so einprägen, dass sein Reich ein ewiges Reich ist. Das war seine Intention dahinter, dieses Statue bauen zu lassen.

[5:37] Ist ja auch interessant, in einer Zeit der Unruhe, der inneren Unruhe im Reich und auch der äußeren Unruhe, versucht Nebukadnezar alles zu beschwichtigen, indem er sozusagen Fake News rausgibt, indem er ein goldenes Standbild baut und sagt, eigentlich war der Traum so, mein Reich wird nicht untergehen und wer das doch behauptet, der ist ein Verräter.

[5:55] Interessanterweise lädt Nebukadnezar jetzt, also nachdem dieses Bild gebaut worden ist, hat ja sicherlich einige Zeit gedauert, jetzt lädt er alle hohen Regierungsbeamten ein. In Daniel 3, Vers 2 lesen wir: „Und der König Nebukadnezar ließ die Satrapen, Vorsteher und Stadthalter versammeln, die Räte, Hofschatzmeister, Richter und Gerichtsbeamten samt allen Provinzvorstehern, damit sie zur Einweihung des Bildes kämen, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte.“

[6:28] Also nun werden alle Leute eingeladen, also sämtliche Provinzen, also alles, was er erobert hat, alle diese Völker werden jetzt eingeladen und die sollen sich jetzt versammeln in der Ebene Dura und sollen sich vor diesem Bild niederwerfen. Interessanterweise geht diese Botschaft raus an all diese Beamten, an all diese Regierungsbeamten, das sind ja alles hochrangige Politiker und auch Soldaten und eben auch Richter und Gerichtsbeamte.

[6:56] Nun, diese werden alle eingeladen und die sollen sich vor diesem Bild niederwerfen. Interessanterweise finden wir was ganz Ähnliches, wenn wir in Offenbarung 13 lesen. In Offenbarung 13, da geht es ja um diese Tiere, das eine Tier aus dem Meer, das wir als Papsttum identifizieren und das zweite Tier aus der Erde, was wir als die USA klassifizieren. Und dieses Tier aus der Erde, das macht was Besonderes, denn es heißt im Vers 14 bis 16: „Und es verführt die, welche auf der Erde wohnen, durch die Zeichen, die vor dem Tier zu tun ihm gegeben sind. Und es sagt denen, die auf der Erde wohnen, dass sie dem Tier, das die Wunde von dem Schwert hat und am Leben geblieben ist, ein Bild machen sollen. Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, so dass das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten. Und es bewirkt, dass allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten ein Malzeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn.“

[8:03] Nun, wir lesen hier über das Bild des Tieres. Also wenn wir uns einmal in Offenbarung 13 erinnern. Zuerst das Tier aus dem Meer, ein Symbol für das Papsttum. Nach dem Papsttum kommt eine andere Macht auf, 1798. Und es verwandelt sich jetzt plötzlich, ein nächstes Tier kommt hervor. Aber dieses Tier kommt nicht aus dem Meer, sondern das Tier, das er jetzt sieht, kommt aus dem Land oder vom Land. Ein Symbol für die USA, die damals aufkam. Und die USA jetzt bewirkt, dass die Menschen, die auf der Erde wohnen, dem ersten Tier, also dem Papsttum, ein Bild bauen. Das ist ganz ähnlich wie das, was wir hier in Daniel gelesen haben. Also da wird ein Bild gebaut dem König und alle sollen dieses Bild anbeten. In Offenbarung 13 wird ein Bild gebaut dem ersten Tier, also dem Papsttum, und alle sollen das anbeten. Und wer nicht mitmacht, Offenbarung 13 sagt, der wird sterben. Todesstrafe, wer da nicht mitmacht.

[9:05] Nun, in Offenbarung 13 spricht es davon, dass jeder ein Malzeichen bekommt. Es geht hier das Malzeichen des Tieres. Was ist das eigentlich, das Malzeichen des Tieres, wenn etwas in unseren Tagen passiert, was ganz Ähnliches, was damals schon passierte im alten Babylon. Das Malzeichen des Tieres in Offenbarung 13. Dazu lesen wir Schwester White. In „Im Kampf um die Freiheit“ auf Seite 158. Da schreibt sie: „Dem Apostel Johannes wurde ein Volk gezeigt, das sich eindeutig von denen unterscheidet, die das Tier oder sein Bild dadurch verehren, dass sie den ersten Tag der Woche halten. Das Heilighalten dieses Tages ist das Malzeichen des Tieres.“

[9:45] Also das Malzeichen des Tieres in Offenbarung 13 ist nach Ellen White das Heilighalten des ersten Wochentages, also die Sonntagsheiligung. Ein Zeichen wird es also geben, das nach Offenbarung 13 allen Völkern aufgezwungen wird. Was ist das? Das Heilighalten des Sonntages.

[9:59] Nun, Schwester White beschreibt, dass sich das, was damals in Babylon passiert ist, wiederholen wird in unseren Tagen. Sie schreibt in „Manuscript Releases“, im ersten Band auf Seite 91: „Wie damals, als Nebukadnezar, der König von Babylon, einen Erlass herausgab, dass alle, die sich nicht vor seinem Bild verneigen wollten, getötet werden sollten. So wird auch eine Verordnung erlassen, dass alle, die der Sonntagsheiligung nicht nachkommen, mit Gefängnis und Tod bestraft werden sollen.“

[10:36] Sorgfältig sollte deshalb jeder auf das 13. Kapitel der Offenbarung achten, denn es betrifft jeden Menschen, groß und klein. Und Schwester White macht hier einen interessanten Vergleich. Sie bezieht sich auf das Standbild damals im alten Babylon und vergleicht es mit Offenbarung 13 und sagt, genau so wird es sein. Sie soll in Offenbarung 13 studieren, um mehr darüber zu erfahren. Aber wir studieren zuerst mal Daniel 3 weiter. Aber im Hinterkopf wollen wir behalten, dass es sozusagen ein Symbol ist für etwas, was sich später noch einmal erfüllen wird.

[11:09] Wir lesen die Verse drei bis fünf in Daniel 3. „Sobald nun dieser Satrapen, Vorsteher und Stadthalter, die Räte, Hofschatzmeister, Richter und Gerichtsbeamten samt allen Provinzvorstehern zur Einweihung des Bildes versammelt waren, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte, und von dem Bild standen, das Nebukadnezar aufgestellt hatte, da rief der Herold mit gewaltiger Stimme: ‚Das lasst euch gesagt sein, ihr Völker, Stämme und Sprachen! Sobald ihr den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen, Sackpfeifen und aller Arten von Musik hören werdet, sollt ihr niederfallen und das goldene Bild anbeten, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte.‘“

[11:46] Also jetzt, als alle versammelt waren, tritt ein Herold auf und ruft mit gewaltiger Stimme und sagt: „Ihr alle sollt, sobald ihr diese Medien spielen hört, sobald ihr die Instrumente hört, sollt euch alle niederwerfen und dieses Bild anbeten.“ Interessanterweise, zu wem wird das hier gesagt? Es heißt hier: „Ihr Völker, Stämme und Sprachen, werft euch vor dem Bild nieder.“

[12:11] Eine ganz ähnliche Formulierung kennen wir aus Offenbarung 14. Offenbarung 14 spricht ja über die dreifache Engelsbotschaft unter anderem. Wir schauen da mal rein, Offenbarung 14. Und hier lesen wir Vers 6: „Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volksstamm und jeder Sprache und jedem Volk.“

[12:37] Also Nebukadnezar lässt durch seinen Herold ausrufen an alle Völker, Stämme, Sprachen, Nationen. Und was Ähnliches lesen wir in Offenbarung 14, nämlich zur Zeit, da die dritte Engelsbotschaft verkündet wird. Das ist die Botschaft von der Wiederkunft Jesu, die Botschaft, dass Gericht begonnen hat und die Botschaft der Heiligung und die Botschaft des Malzeichens des Tieres und, und, und. Da wird auch Babylon entlarvt in der dreifachen Engelsbotschaft. Das soll verkündet werden, allen Menschen.

[13:11] Auf der anderen Seite, Nebukadnezar hat alle Menschen aufgefordert, sich niederzuwerfen vor dem Bild. Und genau das wird uns in Zukunft noch mal erwarten. Es wird sozusagen ein neues System aufgebaut, nämlich ein Bild des Tieres, des ersten Tieres. Also ein Kirchenstaat, eine Zwangsreligion wird aufgebaut und alle sollen mitmachen, alle Völker, Nationen, Sprachen, Stämme. Dann kommt eine Gegenbewegung, nämlich der laute Ruf, der alle Menschen herausruft. Das ist das, was wir in Offenbarung 18 lesen. Da werden auch alle Völker, Nationen, Sprachen, Stämme aufgerufen, dem nicht zu folgen, dem Tier, sondern Gott die Ehre zu geben.

[13:47] Nebenbei, wie gibt man Gott die Ehre? Wir lesen in der ersten Engelsbotschaft ja schon: „Betet den an, der gemacht hat, Himmel, Erde, Meer und was darin ist.“ Nun, und wenn wir den Schöpfer anbeten, dann tun wir das durch den Sabbattag. Und genau das wird der Knackpunkt sein in den letzten Tagen. Auf der einen Seite ein Sonntagsgesetz, wie Schwester White sagt, und auf der anderen Seite die Botschaft: Betet den Schöpfer an, nämlich am Sabbat. Also Sabbat und Sonntag werden am Ende den großen Konflikt austragen.

[14:23] Wie war das nun bei dem Offenbarung 13, bei dem Bild des Tieres? Welche Strafe stand auf Nichtbeachtung des Gebotes, das Bild anzubeten? Da war es die Todesstrafe. Wie ist es bei uns im Buch Daniel? Wir lesen Vers 6: „Wer aber nicht niederfällt und anbetet, der soll augenblicklich in den glühenden Feuerofen geworfen werden.“ Also die Strafe auf Nichtanbetung dieses Bildes ist der Tod. Genau das Gleiche, was wir in Offenbarung 13 lesen. Zukünftiges Ereignis. Wer nicht den falschen Ruhetag heiligt, den Sonntag hält, Strafe ist der Tod. Ist ja heute fast unglaublich, aber so steht es geschrieben. Wer da nicht mitmacht, wird sterben.

[15:04] Im Zusammenhang, wenn wir damals in das neu-babylonische Reich hineingucken, also zur Zeit von Nebukadnezar, es gab Probleme im Staat. Es gab von außen Unruhe und es gab von innen Unruhe. Und um dieser Unruhe Herr zu werden, lässt er so ein Standbild aufrichten, um die Treue all derer, die ihn umgeben, zeigen zu können. Und alle sollen sich niederwerfen vor diesem Bild, sollen damit zeigen, dass sie den König verehren und ihn und seine Götter sozusagen anbeten. Also diese Unruhen haben das bewirkt, dass eine Unsicherheit im Land war, eine Angst im Land. Und so wurde sozusagen dieses Standbild aufgerichtet.

[15:50] Wie wird es am Ende der Zeiten sein? Am Ende der Zeiten, wenn dieses Bild des Tieres aufgebaut wird, dieser neue Kirchenstaat, da wird es auch viel Unruhe geben im Volk. Heute sehen wir das schon. Ich meine, wie viel Chaos gibt es heute in der Welt? Wir haben mittlerweile mindestens 60 anerkannte Geschlechter in Deutschland. Völliges Chaos. Wir haben weltweit Flüchtlingswellen. Das betrifft nicht nur Europa, sondern betrifft genauso die amerikanischen Kontinente wie auch zum Beispiel Asien, Australien. Alle haben Probleme mit Flüchtlingswellen. Also ein großes Chaos herrscht. Dann gibt es weltweit diese Angst vor Terror und jetzt weltweite Angst vor Klimaproblemen. Der große Klimawandel. Also viele Dinge, die parallel ablaufen, die Unruhe und Chaos überall stiften.

[16:33] Und jetzt muss eine Ordnung hergestellt werden. Nun, alle sollen sozusagen vereinigt werden unter einer gemeinsamen neuen Weltordnung, wie es heißt. Alle sollen da mitmachen. Dem Planeten zuliebe, der Gesellschaft zuliebe. Es muss eine neue Ordnung, eine neue Gleichschaltung hervorkommen. Und jeder soll da mitmachen. Und zwar, wir werden wissen am Ende, es geht darum, den Sonntag als Ruhetag zu halten. Also das besondere Zeichen interessanterweise der katholischen Kirche. Wer da nicht mitmacht, der wird bestraft.

[17:03] Nun, wenn wir in Offenbarung 13 von dem Bild des Tieres sprechen, das Bild, das aufgestellt wird, damit alle es anbeten, dann müssen wir nun mal überlegen, wer ist denn das Tier? Aufgebaut in Offenbarung 13 wird das Bild des Tieres. Also ein Bild von was? Ein Bild von dem Tier. Von welchem Tier? Von dem ersten Tier, das ist das Papsttum. Wann kam das Papsttum eigentlich an die Macht? Wann wurde es eine Staatskirche? Das war im Jahr 538. Im Jahr 538 wurde eine Staatskirche gegründet und eben in diesem Jahr 538 wird das Konzil zu Orléans einberufen. Und dort in Kanon 28, da kann man lesen, was mit denjenigen passiert, die weiterhin den Sabbat halten. Heißt es dann: „Wenn jemand gefunden wird, die oben verbotenen Tätigkeiten auszuführen, soll er bestraft werden. Nicht durch die zivilen Autoritäten, sondern gemäß dessen, was die Kirche bestimmt.“ Das kommt aus Kanon 28, aus dem Konzil von Orléans. Also die Kirche setzt sozusagen diejenigen unter Druck, die weiterhin den Sabbat halten.

[18:10] Und wir lesen weiter im Buch Daniel, wie es damals war, und vergleichen das mit dem, wie es heute ist. Vers 7: „Darum fielen zur bestimmten Zeit, als alle Völker den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen und aller Arten von Musik hörten, alle Völker, Stämme und Sprachen nieder und beteten das goldene Bild an, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte.“

[18:34] Und jetzt fallen alle nieder. Die Medien, also die Instrumente, die verschiedenen Arten von Musik bewirken das, dass alle jetzt niederfallen. Die ganzen politischen Führer, selbst die Richter und, und, und alle fallen jetzt nieder und machen mit bei diesem neuen System. Ob sie es nun mögen oder ob sie es nicht mögen, sie machen jedenfalls mit. Wird am Ende der Zeit auch so sein. Einige werden dieses System mögen. Die werden das Malzeichen des Tieres an die Stirn bekommen. Andere werden das nicht mögen, das ist irgendwas religiöses, damit können sie nichts anfangen, davon wollen sie sich eigentlich auch distanzieren. Aber sie nehmen das Malzeichen des Tieres da an, sie handeln danach. Sie werden diesen Tag heilig halten. Sie werden mitmachen in dieser neuen Weltordnung, werden ihren Platz dort finden. Weil sie sonst Repressalien zu erdulden hätten. Also viele bekommen das Malzeichen dahin. Sie unterstützen das zwar geistlich nicht, aber sie handeln danach. Und andere wiederum bekommen das Malzeichen dorthin, sie folgen dem. Genau wie hier in Daniel 3. Hier haben sämtliche Politiker, sämtliche Stadthalter, Satrapen und wie es hier alles heißt, die Kämmerer, Hofschatzmeister, sogar die Richter und, und, und. Ellen White schreibt sogar von den Soldaten. Alle wurden versammelt und warfen sich davor nieder.

[19:46] Und dann lesen wir in den Versen 8 bis 12: „Deswegen traten zur selben Stunde etliche chaldäische Männer herzu und verklagten die Juden. Sie ergriffen das Wort und sprachen zum König Nebukadnezar: ‚O König, mögest du ewig leben! Du hast, o König, Befehl gegeben, dass jeder Mann, der den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen und Sackpfeifen und aller Arten von Musik hört, niederfallen und das goldene Bild anbeten soll. Wer aber nicht niederfällt und anbetet, der soll in den glühenden Feuerofen geworfen werden. Nun sind da jüdische Männer, die du über die Verwaltung der Provinz Babel bestellt hast, Schadrach, Meshach und Abednego. Diese Männer, o König, achten nicht auf dich, dienen deinen Göttern nicht und beten das goldene Bild nicht an, das du aufgerichtet hast.‘“

[20:36] Die Chaldäer, also die führenden Wissenschaftler, die kommen jetzt zu Nebukadnezar und sagen: „Schau mal, da machen Leute nicht mit. Das sind die Juden, die du eigentlich eingesetzt hast in hohe Position, eigentlich ehrenwerte Männer, aber vielleicht sind das ja die Verräter. Vielleicht sind die diejenigen, die das Volk aufwiegeln. Vielleicht sind das nur Schläfer. Vielleicht sprechen die mit den Soldaten, vielleicht machen die irgendwas, um dein Reich zu stürzen.“ Es wird den Juden hier als Hochverrat ausgelegt, dass sie nicht vor diesem Standbild niederfallen.

[21:08] Kann es sein, dass es einmal so kommen wird in Zukunft mit dem Volk Gottes, wie es damals schon war, dass wir wieder in eine Lage hineinkommen, wo wir als Hochverräter behandelt werden? Nun Ellen White schreibt in „Für die Gemeinde geschrieben“, in Band 2 auf Seite 390, über die Zukunft: „Wer sich weigert, den biblischen Sabbat zugunsten des staatlich und kirchlich verordneten falschen Ruhetags aufzugeben, wird die volle Macht der Papstkirche und der sie unterstützenden protestantischen Welt zu spüren bekommen.“

[21:40] Also wer sich weigert, dort mitzumachen, wer sich weigert, das anzunehmen, diesen falschen Sabbat, diesen falschen Ruhetag, der wird als Rebell gelten oder als Aufrührer, sogar als Hochverräter, denn es heißt später, die Todesstrafe wird über ihn verhängt.

[22:07] Und wie reagiert der König darauf? Das ist interessant, wir lesen das mal, was uns ab Vers 13 erwartet. Vers 13 bis 15, die Reaktion von Nebukadnezar: „Da befiel Nebukadnezar mit grimmigem Zorn, dass man Schadrach, Meshach und Abednego kommen lasse. Sogleich wurden jene Männer vor den König gebracht. Nebukadnezar ergriff das Wort und sprach zu ihnen: ‚Schadrach, Meshach und Abednego, geschieht es vorsätzlich, dass ihr meinen Göttern nicht dient und das goldene Bild nicht anbetet, das ich habe aufrichten lassen? Nun, wenn ihr bereit seid, sobald ihr den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen und Sackpfeifen und aller Arten von Musik hören werdet, niederzufallen und das Bild anzubeten, das ich gemacht habe, dann ist es gut. Wenn ihr es aber nicht anbetet, so sollt ihr augenblicklich in den glühenden Feuerofen geworfen werden. Und wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand erretten könnte?‘“

[23:08] Nebukadnezar macht etwas Interessantes. Also, nachdem die Chaldäer die Juden verklagt haben, und zwar insbesondere Schadrach, Meshach und Abednego, die drei führenden Beamten über der Provinz Babel, lässt Nebukadnezar sie vorbringen und untersucht sie selbst. Sagt mal, seid ihr wirklich nicht niedergefallen vor dem Standbild? Höre ich da richtig? Und dann macht er etwas Interessantes, er gibt den Jungs eine zweite Chance. Also, er sagt zu ihnen: „Wenn ihr jetzt rausgeht und euch niederwerft, sobald die Instrumente spielen, sagt, wenn ihr bereit seid, dann fangen wir nochmal an. Wir lassen dann die Instrumente nochmal spielen und wenn ihr euch dann niederwerft, dann ist gut. Dann lasse ich es gut sein und ich werde euch nicht unter Strafe stellen. Wenn ihr es aber nicht tut, dann werdet ihr augenblicklich in den glühenden Feuerofen geworfen.“

[23:55] Also, Nebukadnezar hat wirklich Angst um sein Reich. Irgendwie gibt es da Aufrührer scheinbar. Und er vermutet jetzt, dass diese Männer vielleicht diejenigen sein könnten, obwohl Nebukadnezar eigentlich von ihrer Treue weiß.

[24:10] Nun, wie ist es mit uns später einmal, wenn wir plötzlich vor Gericht kommen werden? Wir werden den Sabbatag treu halten und den Sonntag ablehnen und eines Tages stehen wir davor vor Gericht. Was ist, wenn der Richter uns gegenübersteht und sagt: „Nach unserem Gesetz folgt darauf die Todesstrafe? Aber ich will mal nicht so sein. Ich kenne euch ja. Ihr seid doch diese Adventisten, oder? Ich habe nichts gegen euch. Ich kenne selber einige. Das sind eigentlich ganz liebe Menschen. Wisst ihr was? Ich will euch nichts Böses. Ich meine, warum soll ich euch dafür sterben lassen, zu Tode verurteilen? Wisst ihr was? Wir tun einfach so, als wäre das nie passiert. Ihr geht wieder und nach außen hin haltet ihr den Sonntag. Aber innen drin in eurem Herzen könnt ihr euren Sabbat halten. Da habt ihr einfach Sabbat für Sabbat, werdet ihr in eurem Herzen euren Gottesdienst feiern. Aber nach außen macht ihr den Sonntag, haltet den Sonntag.“

[25:09] Wir könnten in so eine Situation hineinkommen, genau wie die drei hohen Beamten hier. Hätten sie jetzt gesagt: „Na gut, das machen wir. Wir werden in uns drin, in unserem Herzen werden wir Gott anbeten, Gott den Schöpfer, den Gott Abrahams. Aber nach außen hin werfen wir uns halt nieder vor dem Standbild.“ Dann hätten sie Gott damit die Treue gebrochen. Aber sie haben es nicht getan.

[25:34] Auf die Anweisung von Nebukadnezar oder auf das gütige Angebot von Nebukadnezar reagieren die drei Jungs in ganz besonderer Weise, indem sie einfach ablehnen. Sie haben es nicht mal nötig, ihm zu antworten, heißt dann später. Also sie haben einen Glauben und den wollen sie nicht aufgeben. Bei uns das Gleiche. Sollten wir vor Gericht stehen und sollte der Richter es auch noch so gut mit uns meinen und sagen: „Hab doch den Sabbat in deinem Herzen, aber nach außen hin sei bitte konform der Welt. Denn wir haben Gesetze, an die musst du dich halten.“ Steht nicht in der Bibel, dass du dich der staatlichen Autorität unterordnen sollst. Nun, wenn wir das machen, dann kriegen wir das Malzeichen nicht dahin, sondern hierhin. Wir handeln danach, auch wenn wir nicht daran glauben oder wenn wir es sogar ablehnen. Wenn wir danach handeln, haben wir das Malzeichen des Tieres hier. Keiner von uns will das Malzeichen des Tieres bekommen, denn das raubt uns unser ewiges Leben.

[26:32] Nun, den drei Beamten sozusagen wird eine zweite Chance gegeben und der König zuerst ist er sehr freundlich zu ihnen, aber am Ende droht er ihnen dann und sagt: „Solltet ihr aber nicht niederfallen bei eurer zweiten Chance, dann werdet ihr unverzüglich in den brennenden Feuerofen geworfen.“ In „Biblischer Heiligung“ auf Seite 23, da schreibt Ellen White: „Aber des Königs Drohungen waren umsonst. Er konnte diese wackeren Männer nicht bewegen, dem großen Herrscher aller Völker untreu zu werden. Sie hatten aus der Geschichte ihrer Väter gelernt, dass Ungehorsam gegen Gott Schande, Unglück und Untergang nach sich zieht und dass die Furcht Gottes nicht nur aller Weisheit Anfang, sondern auch die Grundlage allen wahren Wohlergehens ist. Deshalb sahen sie mit Gelassenheit auf den glühenden Ofen und auf die abgöttische Volksmenge.“

[27:18] Diese Menschen hatten so etwas wie Frieden im Herzen, wenn man das in dieser Situation sagen kann. Ich meine, da steht ein Feuerofen, der darauf wartet, sozusagen die Rebellen im Volk auszumerzen und sie stehen davor, aber sie haben Frieden im Herzen, weil sie wissen, Treue gegenüber Gott wird immer etwas Positives nach sich ziehen.

[27:40] Diese Jungs hatten etwas Besonderes, diese drei hohen Beamten. Sie hatten einen Glauben, der in dieser Prüfung standhalten konnte. Woher kommt der? Woher hatten die so einen Glauben gehabt? Nebukadnezar ruft zu ihnen: „Wer ist denn der Gott, der euch aus meiner Hand erretten könnte? Wer ist das?“ Aber auch da sind sie nicht ins Straucheln gekommen, sind nicht gefallen. Wir müssen uns die Situation mal vorstellen. Wir lesen es manchmal so einfach, aber da stehen Beamte vor ihrem Richter, der ihr Todesurteil jeden Moment sprechen wird. Und dann noch so ein grausames.

[28:22] Wir lesen mal Jeremia 42, Vers 11. Jeremia 42, Vers 11. Da heißt es: „Fürchtet euch nicht vor dem König von Babel, vor dem ihr Angst habt, fürchtet euch nicht vor ihm, spricht der Herr, denn ich bin mit euch, um euch zu helfen und euch aus seiner Hand zu erretten.“ Und damals wurde dem Volk Israel gesagt: „Fürchtet euch nicht vor dem König von Babel, ich bin ja da, ich will euch helfen, ich will euch erretten.“ So, das müssen die hohen Beamten hier auch geglaubt haben. Und das war nicht nur so ein oberflächlicher Glaube, sondern es war tief in ihrem Herzen, denn jetzt wurde genau dieser Glaube geprüft. Wer wird mehr gefürchtet, die menschliche Autorität oder die göttliche Autorität?

[29:14] Wie konnten sie dort standhalten? Das wollen wir uns gleich mal gemeinsam angucken, was das Besondere war. Vielleicht vorher noch, Nebukadnezar wollte ja gerne diese Beamten verschonen, wollte sie noch mal rausschicken, wollte noch mal die Instrumente spielen lassen. Und diese Instrumente, also diese Medien, diese ganzen Musikinstrumente, wenn das anfängt zu spielen, dann war es das Zeichen, alle sollen anbeten.

[29:45] Nun, eine interessante, ähnliche Wendung sozusagen bekommt die Geschichte in Offenbarung 18. Offenbarung 18 spricht ja von Babylon und von dem Gericht über Babylon. Und da ist was ganz Ähnliches. Hier heißt es, und wir lesen dazu mal Vers 22. Das heißt, hier ist ein Gericht über Babylon. „Und der Klang der Harfenspieler und Sänger und Flötenspieler und Trompeter wird nicht mehr in dir gehört werden. Und kein Künstler irgendeiner Kunst wird mehr in dir gefunden werden. Und der Klang der Mühle soll nicht mehr in dir gehört werden. Vers 23: Und das Licht des Leuchters wird nicht mehr in dir scheinen. Und die Stimme des Bräutigams und der Braut wird nicht mehr in dir gehört werden. Denn deine Kaufleute waren die Großen der Erde, denn durch deine Zauberei wurden alle Völker verführt.“

[30:36] Nun, hier heißt es, dass die Instrumente, die Trompeten, die Flöten, die Zithern, die Sänger nicht mehr in Babylon gehört werden. Babylon hatte auch, wie damals, zur Zeit von Nebukadnezar, die Instrumente sozusagen und der Herold, die aufgerufen haben und jetzt sollten alle niederfallen. So benutzt das moderne Babylon, also die gefallene Kirche oder die gefallene Religion, ähnliche Instrumente, um sozusagen die Medien oder ihre Worte ins Volk hineinzubringen. Aber hier heißt es, es wird einen Zeitpunkt geben, wenn das Gericht über Babylon kommt, am Ende der Zeit, dass es dort nichts mehr geben wird, keine Unterstützung mehr innerhalb Babylons. Es heißt sogar, dass hier das Klappern der Mühle wird nicht mehr in dir gefunden werden.

[31:17] Also man hört, was ist die Mühle? Die Mühle, auf der Mühle wird das Mehl gemahlen oder das Korn gemahlen zum Mehl und aus dem Mehl macht man Brot. Das Brot ist ein Symbol für das Wort Gottes. Das Klappern wird nicht mehr in dir gehört werden. Das Wort Gottes wird dort nicht mehr zu hören sein. Heute kann man heute noch das Wort Gottes in der katholischen Kirche hören, ja, wenn auch sehr leise, aber man hört es noch. Dann heißt es hier in Vers 23: „Das Licht des Leuchters wird nicht mehr in dir erscheinen.“ Das Licht des Leuchters, der Heilige Geist, der wirkt. Er wird nicht mehr wirken in dieser Gemeinde am Ende und die Stimme des Bräutigams und der Braut werden nicht mehr in dir gehört werden. Christus wird nicht mehr gehört werden. Die Gemeinde wird dort nicht mehr gehört werden. Babylon ist völlig verlassen. So wird es am Ende da aussehen.

[32:08] Aber am Anfang kommen noch die ganzen Flöten, Zithern und all diese Medien sozusagen, die heute versuchen, die Welt dahin zu treiben, dass sie in kurzer Zeit dieses Bild des Tieres anbeten, wie damals die wirklichen, tatsächlichen Musikinstrumente dazu geführt haben, dass das Volk dazu getrieben wird, dass sie dieses Bild anbeten. Babylon, die Große, die am Ende der Zeiten die Völker verführen wird, wird doch zum Schweigen gebracht werden durch den Herrn.

[32:41] Wir lesen weiter im Buch Daniel, Verse 16 bis 18. Die drei Beamten geben hier ein mutiges Zeugnis. Sie sagen: „Wir haben es nicht nötig, dass wir dir darauf antworten. Du verlangst von uns, dass wir niederfallen vor diesem Standbild. Aber wir sind Hebräer. Wir gehören zu dem lebendigen Gott. Wir haben es nicht nötig, darauf zu antworten. Du wirst unsere Meinung eh nicht verändern können.“

[33:32] Der Teufel wird es am Ende der Zeit versuchen. Er wird versuchen, jeden von uns einzuchtern, jedem von uns Angst zu machen, damit wir unseren Glauben aufgeben und dieses Bild anbeten, damit wir mitmachen im Strom der Welt und mit der Welt zugrunde gehen. Über die zukünftigen Ereignisse schreibt Schwester White in „The Science of the Times“ vom 26. Mai 1898: „Wer in den letzten Tagen dieser Weltgeschichte lebt, wird wissen, was es bedeutet, um der Wahrheit willen verfolgt zu werden. In den Gerichtshöfen wird die Ungerechtigkeit vorherrschen. Die Richter werden sich weigern, auf die Argumente derer zu hören, die Gottes Gesetz treu sind, denn sie wissen, dass die Beweise zugunsten des vierten Gebotes eindeutig sind. Sie werden sagen: ‚Wir haben ein Gesetz und nach unserem Gesetz muss der Übertreter sterben.‘ Gottes Gesetz selber bedeutet ihnen nichts. Ihr Gesetz hat für sie Vorrang. Wer das von Menschen erlassene Gesetz beachtet, wird gut angesehen sein. Wer aber den falschen Ruhetag nicht ehrt, der findet keine Gnade.“

[34:36] So beschreibt Ellen White die Situation am Ende der Zeit. Selbst wenn wir als treu empfunden werden und eigentlich als redlich und rechtschaffen, so gibt es ja doch ein Gesetz, das uns zu Tode verurteilt. So ähnlich wie bei den Freunden hier, die in den Feuerofen geworfen wurden. Sie waren ganz treue Beamte, sie waren redlich und rechtschaffende Leute und doch verurteilt das Gesetz eben diese.

[35:00] Wir lesen weiter. Ab Vers 19: „Da wurde Nebukadnezar voll Wut und das Aussehen seines Angesichts veränderte sich gegen Schadrach, Meshach und Abednego. Dann redete er und gab den Befehl: ‚Man solle den Ofen siebenmal heißer machen, als man es sonst zu tun pflegte. Und den stärksten Männern in seinem Heer befahl er, Schadrach, Meshach und Abednego zu binden und sie in den glühenden Feuerofen zu werfen. Da wurden diese Männer gebunden und in ihren Mänteln und Beinkleidern samt ihren Turbanen und ihren Gewändern in den glühenden Feuerofen geworfen. Weil nun der Befehl des Königs dringend und der Ofen übermäßig geheizt war, so tötete die Feuerflamme jene Männer, die Schadrach, Meshach und Abednego hinauftrugen. Diese drei Männer aber, Schadrach, Meshach und Abednego, fielen gebunden in den glühenden Feuerofen.‘“

[35:55] Schwester White schreibt dazu in „Science of the Times“ am 6. Mai 1897: „Als der König sah, dass sein Wille nicht wie der Wille Gottes beachtet wurde, wurde er voll Grimm und der Ausdruck seines Gesichts veränderte sich gegenüber diesen Männern. Satanische Eigenschaften ließen sein Gesicht wie das Gesicht eines Dämons erscheinen und mit aller ihm zu Gebote stehenden Macht ordnete er an, dass der Ofen siebenmal heißer gemacht würde als sonst. Außerdem befahl er den mächtigsten Männern, die Jugendlichen zu binden und in den Ofen zu werfen. Er empfand, dass mehr als gewöhnliche Macht erforderlich war, um mit diesen edlen Männern umzugehen. Und er war tief von dem Gedanken beeindruckt, dass etwas Außergewöhnliches zu ihren Gunsten dazwischen kommen würde. Deshalb befahl er seinen stärksten Männern, gegen sie vorzugehen.“

[36:44] Interessant, wie Ellen White den Nebukadnezar hier beschreibt. Sie sagt, sein Gesicht veränderte sich, der Ausdruck seines Gesichts und sozusagen, so wie er seine jugendlichen Knechte sah, seine Diener, seine Beamten. Er wurde, er bekam einen satanischen Ausdruck. Das heißt hier, sein Gesicht wirkte wie das Gesicht eines Dämons. Also in ihm drin war kein Erbarmen, nichts Menschliches, sondern er wurde hart, geradezu dämonisch, gegen diese treuen Mitarbeiter. Und er ließ sie tatsächlich binden, also fesseln und in den Ofen werfen.

[37:23] Wie kam es, dass diese jungen Männer dort nicht ihren Glauben widerrufen haben? Was hat sie dazu bewogen? Woher kam diese Glaubensstärke, um jetzt nicht zu fallen, um zu sagen: „Stopp, wir widerrufen?“ So wie vielleicht Martin Luther damals auch standhaft war oder auch Jan Hus, den sie gebunden haben und lebendig verbrannt haben. Woher kam dieser Glaube?

[37:48] Nun, im Psalm 12, Vers 7 lesen wir was Interessantes. Psalm 12, Vers 7. Diese Männer wurden ja in den Feuerofen geworfen, der völlig überhitzt war, siebenmal heißer. Und eine ganz ähnliche Idee finden wir in Psalm 12, Vers 7. „Die Worte des Herrn sind reine Worte, in irgendeinem Tiegel geschmolzenes Silber, siebenmal geläutert.“ Hier spricht es um die Worte des Herrn, sie sind rein, sie sind siebenmal geläutert, sie sind also ganz rein, da ist kein Flecken, kein Schmutz an ihnen.

[38:26] Was hat Gott mit diesen Jungs gemacht? Das waren junge Männer, Jugendliche, sagt Ellen White noch. Sie haben das Wort Gottes gekannt und haben es studiert und dieses reine Wort, das siebenmal geläutert war im Feuer, das hat auch ihre Herzen vorbereitet. Sie haben das Wort studiert und haben das gelebt, was sie gelesen haben und dadurch wurden ihre Herzen auch geläutert. Und auch wenn der Ofen siebenmal heißer war als gewöhnlich, so waren ihre Herzen doch mit dem Wort Gottes gefüllt, das siebenmal geläutert war und dem das Feuer nichts antun konnte. Dadurch, dass sie eine Beziehung zu Jesus Christus hatten, deswegen sind sie nicht gefallen.

[39:00] Gott möchte ja auch uns durch seine Anweisung, durch seine Verheißung, durch seine Vorhersagen, durch seine Ordnung möchte er auch unser Herz reinigen, uns verändern, unseren Glauben stark machen heute, damit wir später in den Prüfungen bestehen, die vor uns liegen. Wenn wir es lernen, in den täglichen kleinen Dingen treu zu sein, so wie die drei Freunde Daniels, dann wird sich unser Glaube immer mehr verfestigen und immer mehr werden wie reines Gold. Und dann ist er auch bereit, am Ende die Prüfung zu bestehen.

[39:35] In „Christus ist Sieger“ auf Seite 172, Absatz 5, schreibt Schwester White: „Die Geschichte wird sich wiederholen. In dieser Zeit wird die Sabbatheiligung der Prüfstein sein. Ein Gegensabbat wird aufgerichtet werden, wie damals das goldene Standbild in der Ebene Dura aufgerichtet wurde. Maßgebliche Führer, die sich Christen nennen, werden die Welt dazu aufrufen, diesen gefälschten, selbstgemachten Sabbat zu halten. Wer sich weigert, wird unter drückenden Gesetzen unterstellt. Das ist das Geheimnis der Bosheit, der Plan satanischer Werkzeuge, der durch den Menschen der Sünde verwirklicht wird. Siehe 2. Thessalonicher 2, 7 und 3.“

[40:11] Schwester White schreibt hier davon, dass es am Ende gläubige Menschen sein werden, die andere dazu aufrufen werden, den falschen Sabbat zu halten. Und sie werden viele verführen. Es ist ein satanisches Wirken. Sie vergleicht hier diesen falschen Sabbat, der am Ende aufgestellt wird, den alle anbeten sollen, mit dem Standbild in der Ebene Dura.

[40:36] Wir lesen Vers 24 und 25 in Daniel 3. „Da erschrak der König Nebukadnezar und stand rasch auf. Er redete und sprach zu seinen Räten: ‚Haben wir nicht drei Männer gebunden ins Feuer geworfen?‘ Sie erwiderten und sprachen zu dem König: ‚Gewiss, oh König.‘ Er antwortete und sprach: ‚Siehe, ich sehe vier Männer mitten im Feuer frei umherwandeln und es ist keine Verletzung an ihnen. Und die Gestalt des Vierten gleicht einem Sohn der Götter.‘“

[41:08] Nebukadnezar staunt, als er in den Ofen blickt, wo gerade noch die drei hebräischen Beamten hineingeworfen worden sind. Da sieht er plötzlich einen vierten Mann. Er ruft seine Räte herbei und sagt: „Was ist das? Wir hatten doch drei hineingeschmissen, jetzt sind da vier. Und wenn ich mir den Vierten genau angucke, der sieht aus wie ein Sohn der Götter.“

[41:26] Schauen wir, was Schwester White im „Review and Herald“ dazu geschrieben hat. Am 3. Mai 1892. Sie sagt: „Woher wusste Nebukadnezar, dass die Gestalt des vierten Mannes dem Sohne Gottes ähnlich war? Von den hebräischen Gefangenen, die in seinem Königreich waren, hatte er vom Sohn gehört. Sie hatten die Kenntnis von dem lebendigen Gott gebracht, der alle Dinge regiert. Nebukadnezar erkannte tatsächlich Jesus Christus darin. Der Vierte sieht aus wie ein Sohn der Götter.“

[41:58] Und woher kannten sie diesen Sohn der Götter, den Menschensohn? Der war bekannt, weil die treuen Beamten ein treues Zeugnis gegeben haben. Nebukadnezar wusste von ihrem Glauben und er wusste von Jesus Christus. Und Jesus Christus war bei seinen Beamten, bei seinen Kindern im Feuerofen. Er hat sie nicht verlassen. Sie hatten ja am Anfang sich darauf berufen und gesagt: „Der Herr wird uns bestimmt erretten aus deiner Hand.“ Und sie haben Glaubenstreue bewiesen, wurden jetzt in den Ofen hineingestoßen und in diesem Ofen ist Christus an ihrer Seite. Genau wie es verheißen war.

[42:34] In Jesaja 43, Vers 2, Jesaja 43, Vers 2, da heißt es: „Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein. Und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versenkt werden und die Flamme soll dich nicht verbrennen.“ Eine Verheißung damals an Israel, dass der Herr mit ihnen sein wird. Und diese Verheißung kannten die Hebräer. Und sie sind tatsächlich in den Feuerofen geworfen worden und sie waren unverletzt. Das Feuer hat sie nicht versenkt.

[43:20] Und was ganz Ähnliches hat Gott ja schon öfter gemacht in der Bibel. Also hier in dem Fall zum Beispiel, da gehen die Beamten durch dieses Feuer und werden dort nicht von den Elementen verletzt. Etwa viele, viele Jahre später, ungefähr 500 Jahre später, da ging damals Petrus über das Wasser und er wird nicht Opfer dieses stürmischen und tosenden Elementes. Ungefähr 2000 Jahre nach dieser Begebenheit war es Jan Hus, der auf einem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Von ihm wird bezeugt, die Augen sollen sagen, er hat nicht, nein, er hat gesungen, Psalmen gesungen auf dem Scheiterhaufen. Das heißt, er hatte keine Schmerzen am Ende. Er sollte ja ein Zeichen geben, wenn du Schmerzen hast oder wenn du keine Schmerzen hast, gib ein Zeichen. Er gab dieses Zeichen und deutet damit an, ich habe keine Schmerzen. Und er sang so lange Psalmen auf dem Scheiterhaufen, bis er keinen Sauerstoff mehr hatte und er gestorben ist.

[44:18] Gott war bei den Jungs im Feuerofen. Sie hatten keine Schmerzen, sie sind nicht verbrannt. Er war damals bei Petrus zum Beispiel auf dem See. Die Elemente drohten ihn zu verschlucken. Er hat ihnen geholfen. Er war an seiner Seite. Er war auch später bei Jan Hus. Er hat ihm die Schmerzen genommen, als auf dem Scheiterhaufen verbrannte. Christus ist bei seinem Volk. Wie er eingreifen wird, wissen wir nicht, aber er wird irgendwas tun. Und das macht uns heute viel Mut.

[44:44] Wer darf denn diesen Schutz von Gott erbitten? Er sagt ja, ich bin bei euch bis an der Welt Ende, alle Tage. Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende, Matthäus 28. Christus sagt, ich bin die ganze Zeit bei euch. Ich werde euch nicht verlassen. Und wenn ihr auch durch den Feuerofen geht.

[45:01] Nun, wer darf diesen göttlichen Schutz erbitten? Dazu bleiben wir mal in Jesaja und gehen mal ins Kapitel 33. Vergleich mal diesen Text mit den königlichen Beamten hier. 33, Verse 14 bis 17. Hier heißt es: „Wer von uns kann bei einem verzehrenden Feuer wohnen? Wer von uns kann bei der ewigen Glut bleiben? Wer in Gerechtigkeit wandelt und aufrichtig redet? Wer es verschmäht, durch Bedrückung Gewinn zu machen? Wer sich mit seinen Händen wehrt, ein Bestechungsgeschenk anzunehmen? Wer seine Ohren verstopft, um nicht von Blutvergießen zu hören? Wer seine Augen verschließt, um Böses nicht anzusehen? Der wird auf Höhen wohnen. Felsenfesten sind seine Burg. Sein Brot wird ihm gegeben. Sein Wasser versiegt nie. Deine Augen werden den König in seiner Schönheit schauen. Du wirst das Land erweitert sehen.“

[45:56] Und wer kann bei ewigem Feuer stehen? Wer wird sozusagen Gottes Schutz und Nähe haben? Diejenigen, die gerecht und treu handeln. Was führt dazu, dass wir gerecht und treu handeln? Die Gegenwart Jesu in unserem Leben, die tägliche Heiligung. So werden einfache Dinge, die wir uns täglich beibringen, also wir lesen was in Worten Gottes, leben das täglich Schritt für Schritt, die kleinen Dinge und sie werden plötzlich zu Gewohnheiten. Und diese Gewohnheiten bilden unseren Charakter dann. Und so wird unser Charakter geheiligt und vervollkommnet. Aus dem Wort Gottes heraus, durch unsere tägliche Übung in der Nachfolge, wird unser Charakter verwandelt. Und so können wir am Ende standhalten.

[46:34] Die drei Freunde von Daniel, sie zeigen hier ganz, ganz deutlich, wie tief ihr Glaube in ihnen gefestigt war. Und tatsächlich, Christus war an ihrer Seite und hat sie bewahrt in diesem Feuerofen.

[46:49] Wir gehen weiter in Daniel 3 und lesen Vers 26. „Darauf trat Nebukadnezar vor die Öffnung des glühenden Feuerofens, begann und sprach: ‚Schadrach, Meshach und Abednego, ihr Knechte Gottes des Allerhöchsten, tretet heraus und kommt her!‘ Da kam Schadrach, Meshach und Abednego aus dem Feuer hervor.“

[47:08] Interessanterweise sehen wir hier die Treue der Hebräer auch gegenüber dem irdischen König. Denn Nebukadnezar steht vor dem Ofen und sagt: „Kommt heraus“ und sofort kommen sie heraus. Also sie hören auf den Befehl des Königs. Das haben sie immer gemacht. Nur in einem sozusagen, da wollten sie nicht auf Nebukadnezar hören. Und das werden wir auch gleich sehen. Interessanterweise nennt Nebukadnezar jetzt den Herrn den Allerhöchsten. Also er widerruft sozusagen das, was er in Vers 15 gesagt hat: „Welcher Gott könnte euch erretten aus meiner Hand?“ Und jetzt nennt er den Gott der Hebräer den Allerhöchsten. Und dann kamen sie heraus.

[47:57] Wir lesen Vers 27. Dann heißt es hier: „Daraufhin versammelten sich dieser Satrapen, Vorsteher und Stadthalter samt den Räten des Königs. Sie schauten diese Männer an, über deren Leibe das Feuer keine Gewalt gehabt hatte. Ihre Haupthaare waren nicht versengt und ihre Kleider waren unverändert. Man bemerkte nicht einmal einen Brandgeruch an ihnen.“

[48:11] Die Wissenschaftler des Hofes, die Chaldäer kommen jetzt zusammen, die Räte und gucken sich das genau an. Sagen: „Das gibt es doch nicht. Die Kleidung, das Haupthaar, alles ist intakt geblieben. Eigentlich müsste das Feuer sie sofort versengt haben und schwer verletzt haben und getötet haben. Aber sie stehen vor dem Beamten und lassen sich auch untersuchen. Und sie merken, da ist nichts.“

[48:33] Nun, als der König jetzt die Männer aus dem Ofen herausruft, beschreibt Ellen White es in „Biblischer Heiligung“, Seite 23, Vers 3: „Sie gehorchten und zeigten vor der unzählbaren Menschenmenge, dass sie unversehrt geblieben waren und dass kein Brandgeruch ihren Kleidern anhaftete. Dieses Wunder verursachte beim Volk eine gewaltige Sinnesänderung. Darüber geriet das goldene Standbild, das mit so viel Pomp errichtet worden war, in Vergessenheit.“

[49:06] Also das Gegenstück zu dem goldenen Standbild war jetzt die Heiligung sozusagen in den Hebräern, dass sie das sehen konnten. Da passiert jetzt ein Wunder. Sie kommen heraus durch ihre Glaubenstreue und stehen vor den Menschen. Und die sehen sie. Und jetzt bewirkt es in ihnen eine Sinnesänderung. Sie vergessen das goldene Standbild und schauen viel lieber auf die hebräischen Beamten.

[49:24] Das wird am Ende der Zeiten ähnlich sein. Wenn wir sozusagen, wenn wir treu sind im Glauben in diesen letzten Tagen, dann werden wir ein Riesenzeugnis sein für alle, die uns sehen. Denn Offenbarung 18 sagt: „Das Licht des Engels erleuchtete die ganze Welt.“ Alle Menschen werden schauen und sie werden sich von dem goldenen Bild abwenden und sich uns zuwenden. Das ist ja die große Ernte in Offenbarung 18. Viele werden dann herausgerufen werden, auch aus Babylon. „Kommt heraus aus ihr, mein Volk“, so heißt es dort. Und sie werden sozusagen von allen gesehen werden, so wie das Licht des Engels in Offenbarung 18 von der ganzen Welt gesehen wurde.

[50:01] Wir lesen weiter in Vers 28, Daniel 3, Vers 28. „Da ergriff Nebukadnezar das Wort und sprach: ‚Gepriesen sei der Gott Schadrachs, Meshachs und Abednegos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die auf ihn vertraut und das Gebot des Königs übertreten und ihre Leiber hingegeben, weil sie keinen anderen Gott verehren und anbeten wollten als ihren Gott alleine.‘“

[50:25] Nebukadnezar lobt jetzt seine königlichen Beamten, nämlich dafür, dass sie nicht auf ihn gehört haben. Interessanterweise ist es ja etwas, was Petrus ja auch später macht. In Apostelgeschichte 5, 29, da heißt es: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ Also auch wir, wenn wir sozusagen, wir sollen gute Bürger sein, wir sollen treu sein in allen Dingen und gerecht. Aber wenn das menschliche Gebot gegen das göttliche Gebot steht, sollen wir dem göttlichen Gebot folgen.

[50:55] Wir lesen noch Vers 29, da heißt es, jetzt spricht Nebukadnezar: „Und von mir wird eine Verordnung erlassen, dass wir immer unter allen Völkern, Völkerschaften und Sprachen von dem Gott Schadrachs, Meshachs und Abednegos leichtfertig spricht, in Stücke zerhauen und sein Haus zu einem Misthaufen gemacht werden soll, weil es keinen anderen Gott gibt, der so erretten kann wie dieser.“

[51:20] Nebukadnezar gibt ein interessantes Gesetz raus. Also er sagt, wehe, irgendjemand spricht leichtfertig oder lästert den Gott von Schadrach, Meshach und Abednego. Wer das tut, wird enteignet und getötet. Das ist das, was er hier sagt. Und interessanterweise gibt er dieses Dekret raus. Das ist ja ein Befehl, den er rausgibt, eine Art Gesetz. Und ganz ähnlich hier, wie in der dritten Engelsbotschaft. Er lässt es herausgeben zu allen Völkern, Völkerschaften, Sprachen. Also die ganze Welt soll das erfahren. Was für ein Zeugnis.

[51:51] Eigentlich, der Teufel hatte ja schon gedacht, er hat gewonnen. Er hat dieses Standbild aufgestellt und alle Völker wären jetzt sozusagen gezwungen, das anzubeten. Das wird in die Religion mit eingeflochten. Und dann stehen hier drei treue Zeugen für den Herrn und sie bewirken eine völlige Sinnesänderung im Volk und auch beim König. Was für ein herrliches Bild. Und der König gibt jetzt die Botschaft heraus an die ganze Welt und sagt, der Gott muss angebetet werden oder der darf nicht gelästert werden.

[52:27] Ellen White schreibt in „Propheten und Könige“ auf Seite 510, Absatz 3: „Mit diesen und ähnlichen Worten versuchte der König von Babylon weithin bei allen Völkern der Erde, seine Überzeugung zu verbreiten, dass die Macht und Autorität des Gottes der Hebräer sehr verehrungswürdig sei. Und es gefiel Gott, dass sich der König bemühte, ihm Ehre zu erweisen und sein königliches Treuebekenntnis bis an die Grenzen des babylonischen Reiches geben zu lassen. Der König tat gut daran, ein öffentliches Bekenntnis abzulegen und den Gott des Himmels über alle anderen Götter zu erheben. Doch in dem Bemühen, seine Untertanen zu einem ähnlichen Glaubensbekenntnis und zu ähnlichen Ehrenbezeugungen zu zwingen, überstritt Nebukadnezar seine Befugnis als irdischer Machthaber. Er hatte weder ein bürgerliches noch ein moralisches Recht, Menschen mit dem Tod zu bedrohen, weil sie Gott nicht verehrten. Genauso hatte er kein Recht, ein Gebot ergehen zu lassen, dass jeder den Flammen übergeben werden sollte, der sich weigerte, das goldene Bild anzubeten.“

[53:20] Also Gott gefiel es wohl, dass Nebukadnezar jetzt sozusagen diesen Erlass rausgibt, dass der Name Gottes verehrt werden soll und nicht gelästert werden darf und dass er den Namen verkündet in seinem ganzen Reich. Auf der anderen Seite hat Nebukadnezar natürlich falsch gehandelt, indem er Menschen gegen ihr Gewissen zwingt, das zu tun. Das darf kein Mensch, sagt Ellen White.

[53:45] Lesen wir noch den letzten Vers, Vers 30 in Daniel 3. „Daraufhin machte der König Schadrach, Meshach und Abednego groß in der Provinz Babel.“ Also aufgrund der Aufrichtigkeit dieser drei treuen Zeugen werden sie jetzt sozusagen in Amt und Würden noch höher gehoben, als sie es eh schon waren.

[54:06] Und vielleicht schließen wir noch mit einem Text von Schwester White in „Propheten und Könige“ auf Seite 513. Da sagt sie: „Durch die Treue seiner Kinder wurde Gott auf der ganzen Erde verherrlicht. Aus der Erfahrung der jungen Hebräer in der Ebene Dura kann man Wichtiges lernen. Auch in unserer Zeit werden viele Diener Gottes, obwohl sie nichts Unrechtes getan haben, doch denen ausgeliefert, die durch den Einfluss Satans mit Neid und religiöser Unduldsamkeit erfüllt sind. So erleiden sie Demütigung und Misshandlung. Der Zorn der Menschen wird vor allem gegen die entfacht werden, die den Sabbat, des vierten Gebotes heiligen. Schließlich wird ein allgemeiner Erlass sie als des Todes würdig bezeichnen. Die Notzeit, die dem Volk Gottes bevorsteht, wird einen unerschütterlichen Glauben erfordern. Seine Kinder müssen dann zeigen, dass dem Herrn allein die Anbetung gebührt und dass keine Rücksicht, so gar nicht auf ihr Leben, sie dazu bringen darf, auch nur das geringste Zugeständnis gegenüber dem trügerischen Gottesdienst zu machen. Für einen wirklichen Treuen werden die Befehle sündiger, sterblicher Menschen neben den Geboten des ewigen Gottes zur Bedeutungslosigkeit herabsinken. Er wird der Wahrheit gehorchen, auch wenn Gefängnis, Verbannung oder Tod die Folge sein mögen. Wie schon in den Tagen Schadrachs, Meshachs und Abednegos wird der Herr auch vor Abschluss der Weltgeschichte denen beistehen, die unbeirrbar für das Recht eintreten. Er, der mit den heldenhaften Hebräern im Feuerofen weilte, wird auch bei seinen Nachfolgern sein, wo immer sie sind. Seine ständige Gegenwart wird sie trösten und aufrichten. Mitten in der Zeit der Not, wie nie zuvor, seitdem es Völker gibt, werden seine Auserwählten unerschütterlich standhalten. Mit all seinem bösen Herr kann Satan nicht einmal die Schwächsten der Heiligen Gottes verderben. Engel werden sie schützen und um ihretwillen wird sich der Herr als Gott aller Götter offenbaren, der diejenigen retten kann, die sich ihm anvertraut haben.“

[56:02] Ihr Lieben, heute ist die Zeit für uns, unseren Glauben zu reinigen, also Gottes Wort zu studieren und das auszuleben, was wir lesen, Schritt für Schritt Gott nachzufolgen. Wenn wir in den Spuren Jesu wandeln, wird dadurch täglich unser Herz gereinigt, geläutert und verbessert. Wir laufen in der Heiligung voran. Unser Herz wird vorbereitet, in den letzten Tagen standzuhalten, wenn eben das über uns hereinbrechen wird und es ist nicht mehr lange hin. Die Geschichte von dem, was auf der Ebene von Dura passierte, dieses goldene Standbild, ist ein Gleichnis für das, was wir in naher Zukunft erleben werden, wenn wieder ein Bild aufgerichtet wird, das von allen angebetet werden muss. Mach heute schon sicher, dass du, wenn es so weit ist, auf der richtigen Seite stehst, dass der Glaube in dir geprüft werden kann, weil er stark ist.

[56:51] Gemeinsam wollen wir noch mit einem Gebet enden. Unser lieber Vater im Himmel, wir sind dir so dankbar dafür, dass du uns in der Bibel diese Texte gibst, dass wir sehen dürfen, Herr, was damals passiert ist und dass wir daraus Schlüsse ziehen können für das, was vor uns liegt. Herr, wir bewundern diese jungen Männer, denen du so ein Glauben gegeben hast, die so treu zu dir standen. Und lieber Vater, danke, dass du sie bewahrt hast im Feuerofen, dass du bei ihnen warst, dass du ihnen Mut gemacht hast und dass du sie zum Zeugnis hast werden lassen für das ganze Volk. Herr, wir möchten dich bitten, dass deine Gemeinde das heute auch kann, dass wir auch ein Zeugnis für dich aufrichten dürfen, dass alle Menschen es hören werden und damit sie dich preisen, dich ehren und dich anbeten zu deiner Herrlichkeit und zu ihrer Rettung. Und wir danken dir dafür. Im Namen Jesu. Amen.

[57:39] Ihr Lieben, vielen Dank, dass wir gemeinsam dieses dritte Kapitel studieren durften. Da steckt bestimmt noch viel mehr drin, aber ich finde es ganz, ganz spannend, Daniel immer wieder und immer wieder zu lesen. Nächste Woche dann in Kapitel vier. Dein gesegnetes Studium euch und bis bald.


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