In dieser Predigt von Ronny Schreiber wird die biblische Bedeutung des Kopftuchs und der Rolle der Frau in der Ehe beleuchtet. Ausgehend von 1. Korinther 11, analysiert der Sprecher die Schöpfungsordnung und die symbolische Bedeutung der Ehe als Abbild der Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde. Es wird erklärt, wie die unterschiedlichen Gaben von Mann und Frau zur Heiligung beitragen und wie eine biblisch geführte Ehe ein starkes Fundament für die Familie und ein Zeugnis für die Welt sein kann.
Das Kopftuch der Frau
Ronny Schreiber · Predigten ·Themen: Bibel, BibelstudiumWeitere Aufnahmen
Serie: Predigten
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Transkript
[0:00] Vielen, vielen Dank, dass ich heute hier sprechen darf. Irgendwas ist schief gelaufen in unserer Planung, aber Christopher, dir auch herzlichen Dank, dass du mir das Wort gibst. Eigentlich hätte Christopher jetzt gepredigt über Apostelgeschichte und ja, ich hätte diese Predigt gerne gehört. Ich werde sie nachher hören, bestimmt. Ich darf das ja sagen, ich höre so gerne die Predigten von Christopher. Ich bin auch immer ganz viel auf Joel Media unterwegs und deswegen freue ich mich nachher auf dein Wort. Danke dir.
[0:33] Wir wollen heute morgen gemeinsam einen besonderen Text studieren, den wir im ersten Korinther, im elften Kapitel finden. Vielleicht, wenn ihr eine Bibel dabei habt, können wir die gemeinsam mal aufschlagen. Erster Korinther, Kapitel 11 und hier lesen wir die Verse drei bis fünf. Erster Korinther 11, drei bis fünf. Paulus sagt: „Ich will aber, dass ihr wisst, dass Christus das Haupt jedes Mannes ist. Der Mann aber das Haupt der Frau, Gott aber das Haupt des Christus. Jeder Mann, der betet oder weissagt und etwas auf dem Haupt hat, schändet sein Haupt. Jede Frau aber, die mit unbedecktem Haupt betet oder weissagt, schändet ihr Haupt. Es ist ein und dasselbe, wie wenn sie geschoren wäre.“ Das soll unser Predigtext sein.
[1:37] Wahrscheinlich haben wir ihn alle schon mal gelesen, diesen Text. Nun, was sagt Paulus hier? Paulus fängt an und stellt so eine Art Hierarchie auf. Er sagt, da ist Gott der Vater, da ist Christus, da ist der Mann, da ist die Frau. So fängt er an, diesen Text hier. Und dann zeigt er, dass Christus Gott gegenüber gehorsam ist, der Mann Christus gegenüber und die Frau dem Mann gegenüber. So beginnt er das hier. Und dann sagt er: „Jeder Mann, der etwas auf dem Haupt hat, wenn er betet oder weissagt, der entehrt sein Haupt. Jede Frau aber, die mit unbedecktem Haupt betet oder weissagt, die entehrt ihr Haupt.“
[2:17] Jetzt muss man sich fragen, was meint Paulus da? Nun, Paulus, bevor er sich selbst Paulus nannte, also der Kleine, war sein Name ja Saulus. Er war der Saulus von Tarsus. Ellen White schreibt, die Hoffnung Israels, ein Schüler Gamaliels, ein ganz ganz großer und weiser Pharisäer. Nun, dieser Saulus von Tarsus, er war ein Pharisäer und das bedeutet, er kannte das Wort Gottes. Nun, um Pharisäer zu sein, musste man, wenn man die pharisäische Laufbahn anstrebte, musste man bis zum Alter von zehn Jahren die fünf Bücher Mose auswendig aufsagen können. Man wurde im Alter von zehn geprüft, ob man das gelernt hat und wenn man es gelernt hat, konnte man sozusagen in die nächste Stufe gehen und musste dann bis zum Alter von 14 Jahren das ganze Alttestament auswendig können. Wenn man das dann konnte, war man aber noch kein Pharisäer, sondern jeder Pharisäer musste noch ein Handwerk lernen. Also Paulus, Saulus von Tarsus lernte die Zeltmacherei und ist dann erst später als Pharisäer anerkannt worden.
[3:24] Nun, Paulus kannte die ganze Bibel auswendig, das Alttestament. Glaubt ihr, er kannte auch die Priester im Tempel? Höchstwahrscheinlich. Wenn sich Paulus diese Priester im Tempel angeguckt hat, was hat er da wohl bemerkt? Wir gehen mal in 2. Mose 28, Vers 4. In 2. Mose 28, Vers 4 finden wir die Kleiderordnung für die Priester. Und so heißt es hier: „Das sind aber die Kleider, die sie anfertigen sollen: Ein Brustschild und ein Ephod, ein Oberkleid und ein Leibrock aus gemustertem Stoff, einen Kopfbund und einen Gürtel. So sollen sie deinem Bruder Aaron und seinen Söhnen heilige Kleider machen, damit er mehr als Priester diene.“ Hier wird von der Kleiderordnung der Priester gesprochen, also was sie trugen im Dienst.
[4:28] Welches Stück fällt uns hier besonders ins Auge im Zusammenhang mit 1. Korinther 11? Ein Kopfbund. Also die Priester trugen damals im Tempel ein Kopfbund. Nun, jetzt sagt Paulus im 1. Korinther 11, es ist eine Schande für den Mann, wenn er etwas auf dem Haupt hat. Er entehrt sein Haupt, wenn er betet oder weissagt. Nun, die Priester, waren die dafür da, um Christus zu entehren oder waren sie dafür da, um Christus zu symbolisieren? Sie symbolisierten Christus. Wusste Paulus das nicht?
[5:04] Was sagt Paulus, wenn er sagt, der Mann, wenn er betet oder weissagt, entehrt sein Haupt, wenn er etwas auf dem Haupt trägt? Nun, jeder Priester damals im Tempel trug diesen Kopfbund im Dienst. Wir gehen mal zurück zu 1. Korinther 11. Worüber spricht Paulus? 1. Korinther 11 und wir lesen mal die Verse 12 bis 15. 1. Korinther 11, 12 bis 15. Paulus sagt: „Denn gleich wie die Frau vom Mann kommt, so auch der Mann durch die Frau. Aber alles kommt von Gott. Urteilt bei euch selbst, ob es schicklich ist, dass eine Frau unbedeckt zu Gott betet. Oder lehrt euch nicht schon die Natur, dass es für einen Mann eine Unehre ist, langes Haar zu tragen? Dagegen ist es für eine Frau eine Ehre, wenn sie langes Haar trägt, denn das lange Haar ist ihr anstelle eines Schleiers gegeben.“
[6:04] Also am Anfang sagt er, es ist eine Ehre oder eine Unehre für einen Mann, was auf dem Haupt zu tragen. Für eine Frau ist es aber eine Unehre, nichts auf dem Haupt zu tragen. Und jetzt spricht er in diesen Versen von dem Haar. Meint Paulus vielleicht das Haar der Frau oder das Haar des Mannes? Also hat sozusagen eine Frau langes Haar zu tragen und der Mann sich das Haupt zu rasieren, wenn er predigt und weissagt? Ist das gemeint? Das meint Paulus bestimmt nicht in diesem Vers. Aber er macht hier einen Vergleich. Er sagte: „Lehrt euch nicht schon die Natur.“ Also er zeigt auf die Schöpfungsordnung Gottes zurück und sagt: „Schaut mal dahin, Gott hat schon etwas gemacht und das können wir heute sehen von Anfang an.“
[6:48] Nun, ich könnte jetzt allein von der Haarpracht, die wir hier alle tragen, sagen, wer ein Mann und wer eine Frau ist. Der Mann und die Frau ist anders als das des Mannes und wir Männer verlieren uns auch relativ schnell. Gott hat also irgendwas schon am Anfang gemacht, auf das Paulus hier hinaus will und zeigt: „Schaut mal in die Schöpfungsordnung Gottes. Da am Anfang, da könnt ihr was erkennen.“ Also es geht hier wahrscheinlich nicht darum, ob die Frau langes oder kurzes Haar trägt.
[7:18] Worum geht es dann aber? Also was sagt Paulus hier? Was soll die Frau denn auf dem Haupte tragen, wenn sie betet oder weissagt? Soll sie ein Tuch tragen oder eine Mütze oder ein Helm oder ein Hut? Was soll sie auf dem Haupt tragen, wenn sie betet oder weissagt? Das lesen wir in Vers 10. In Vers 10 heißt es hier: „Darum soll die Frau, es ist eingefügt, es steht nicht im Originaltext, darum soll die Frau ein Zeichen der Macht auf dem Haupt haben, um der Engel willen.“
[7:47] Also was soll die Frau auf dem Haupt haben? Ein Zeichen der ist eingefügt, eine Macht oder eine Autorität soll sie auf dem Haupt haben. Also sie soll kein Kopftuch tragen oder ein Hut oder ein Helm oder was auch immer. Das kann sie alles, aber darum geht der Text nicht. Sie soll eine Autorität auf dem Haupt haben, eine Macht, wie es hier beschrieben wird. Und plötzlich ist dieser Text greifbar, denn in sämtlichen anderen Briefen beschreibt Paulus genau das. In Epheser, Kolosser, Titus, Timotheus, selbst Petrus spricht davon, es spricht von der Unterordnung der Frau, sie soll eine Autorität über sich haben.
[8:35] Was ist denn das, wovon Paulus da spricht? Also es geht nicht darum, dass Paulus sagt, die Frauen sollen sich verschleiern oder ein Helm tragen, ein Hut oder langes Haar oder was auch immer. Es ist nicht falsch, wenn eine Frau das tut. Es gibt Frauen, die tragen ein Kopftuch, um das zu zeigen, um das zu symbolisieren, aber es geht um eine Autorität, um die Unterordnung der Frau und eine Schöpfungsordnung Gottes. Wenn die Frau das nicht macht, nebenbei, dann sagt der Text, dann entehrt sie ihr Haupt. Was ist ihr Haupt? Der Mann. Wenn der Mann aber die Autorität seiner Frau zum Beispiel über sich zulässt, dann entehrt er sein Haupt. Was ist das Haupt des Mannes? Christus, sagt Paulus. Also sollten wir das so handhaben: Entehren entweder die Frauen ihre Männer oder die Männer Christus. Also er spricht in sämtlichen Briefen immer von der Unterordnung der Frau unter den Mann.
[9:34] Was meint denn das? Das ist ja heute sehr fremd in unserer Zeit. Also sollte Paulus hier gesagt haben, die Frauen sollten ein Kopftuch tragen oder sich verschleiern, dann hätte er das sozusagen ohne alttestamentlichen Hintergrund gemacht, denn da kennen wir das nicht im alten Testament. Also Paulus hat hier nichts Neues angefangen, er hat nur genau den gleichen Text geschrieben, den er auch in allen anderen Gemeinden geschrieben hat. Es geht um die Unterordnung, sie soll eine Autorität oder eine Macht auf dem Haupt haben.
[9:59] Aber gucken wir mal tiefer hinein, was das eigentlich meint. Warum schreibt er das? Wir fragen uns zunächst, woher stammt diese Ehe? Also woher kommt die Ehe, die wir heute ja immer noch haben? Die Ehe kommt aus dem Paradies noch nicht. Wir haben eigentlich zwei Dinge aus dem Paradies, mindestens: das ist der Sabbat und es ist die Ehe. Beides auch in den zehn Geboten sogar verankert. Wir gehen mal zurück dorthin in 1. Mose 2, Vers 18. 1. Mose 2, Vers 18.
[10:45] Und Gott der Herr sprach: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm einige Hilfen machen, die ihm entspricht.“ Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm einige Hilfen machen. Manchmal, wenn wir diesen Text lesen, dann sagen wir: „Okay, da wurde irgendwie Adam gemacht, wird hier Mensch genannt und er soll irgendwie ein Gegenüber bekommen, also er soll jemanden bekommen, damit er nicht alleine ist und es heißt: Ich will ihm einige Hilfen machen.“ Und jetzt denkt man manchmal, wenn man das liest: „Okay, da war irgendwie der große Adam und dann war da so eine Gehilfin, die Eva.“ Aber eigentlich steht das so nicht im Text. Das Wort, das hier für Gehilfin steht, ist das hebräische Wort „Esa“ und „Esa“ taucht in der ganzen Bibel 21 Mal auf. Es wird aber fast immer nur in Verbindung mit Gott gebracht. Gott ist dem Menschen eine Hilfe, der Herr ist meine Hilfe. In dem Fall wird dieses Wort auf die Frau angewandt und man denkt: „Wow, das ist aber ein hoher Titel, so etwas für eine göttliche Hilfe auf einen Menschen. Das ist ein Riesentitel für ein menschliches Wesen. Esa.“ Fast immer nur auf Gott angewandt und hier bekommt die Frau sogar den Titel Esa.
[11:54] Nun, wusste Gott eigentlich, als er Adam gemacht hat, dass Adam etwas fehlt von Anfang an? Das wusste er. Trotzdem hat er ihn so gemacht. Ich meine, Adam war ein vollkommener Mann und trotzdem fehlt ihm etwas und Gott wusste das von Anfang an. Wo ist eigentlich der Unterschied? Wenn wir uns Männer und Frauen angucken, Gott hat die unterschiedlich gemacht in vielen Dingen, körperlich, vor allem auch im Gehirn. Die Erfahrung haben wir, glaube ich, alle schon gemacht, dass Frauen und Männer ein bisschen anders denken. Was ist da so anders?
[12:43] Nun, ich fange mal so an. Es gab so zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Automobilindustrie mehr und mehr aufblühte, da gab es den, und vielleicht kennt ihr den Herrn, das war der Henry Ford. Henry Ford war ein Großindustrieller, der in Detroit damals Autos gebaut hat und er war der Begründer der Henry Ford Motor Company. Und Henry Ford, der hatte damals in Detroit diese Autos gebaut, genau genommen dieses Ford Model T, vielleicht kennt man den. Er hat diese Autos produziert und die Nachfrage am Markt war viel höher als das, was er produzieren konnte. Also hat er angefangen, sämtliche Arbeiter in Detroit zu rekrutieren und die arbeiten jetzt alle sozusagen in seinen Motorenwerken, haben Autos gebaut. Aber er merkte, dass man immer noch nicht genug produzieren kann, denn die Nachfrage am Markt ist noch viel zu hoch. Er hat dann gemerkt, dass er viel, viel schneller produzieren kann, wenn er einen Trick, ein Hilfsmittel anwendet. Eines Tages war er unterwegs und besuchte so einen Schlachthof und dort sah er in diesem Schlachthof so Schweinehälften an so Metallhaken fahren. Diese Schweinehälften zu den Mitarbeitern gebracht wurden, die sie dann zerschnitten haben. Henry Ford guckte sich das an und sagte: „Eigentlich kann ich doch dieses System auch auf die Metallindustrie, auf den Automobilbau übernehmen.“ Und das hat er gemacht. Er war damals der Erste, der Fließbänder in die PKW-Produktion installierte. Und an diesen Fließbändern ging die Arbeit natürlich viel, viel, viel schneller. Die Chassis der Autos fuhren jetzt auf Fließbändern zu den Arbeitern und sie schraubten daran. Die Produktion war viel schneller als vorher, aber der Markt konnte immer noch nicht befriedigt werden.
[14:22] Ein Ford Model T damals kostete 594 Dollar, den zu kaufen. Ein Pferd und eine Kutsche zusammen kosteten 621 Dollar. Also das Auto war günstiger als Pferd und Kutsche und die Leute wollten das unbedingt haben. Was hat er gemacht? Man konnte übrigens damals in diesen Tagen das Ford Model T nur in schwarz bestellen. Das lag nicht daran, dass Henry Ford die schwarze Farbe so schön fand, es lag daran, dass die schwarze Farbe zwei oder drei Sekunden schneller trocknete als jede andere. Deswegen hat er nur noch schwarz lackiert und die Fahrzeuge reihenweise rausgeschossen. Und dann merkte er: „Wir brauchen mehr Arbeiter.“ Und sein Management sagte zu ihm: „Es gibt nicht mehr Arbeiter in Detroit.“ Und hat er gesagt: „Was mit den Hausfrauen?“ Und seine Menschen haben gesagt: „Es gibt Frauen in die Stahlindustrie, viel zu dünne Haut, die verletzen sich, die können nicht schwer heben.“ Was sollen wir denn da machen? Und er sagt: „Schwer heben? Wir haben Fließbänder, die heben.“ Und er hat sich durchgesetzt und hat tatsächlich eine Ausschreibung rausgegeben, hat die Frauen rekrutiert, hat gesagt: „Wer Lust hat, kann in meine Motor Company kommen und kann mit Autos bauen.“ Und Frauen kamen zahlreich und sie wurden angestellt, genau wie die Männer. Sie standen dann an Fließbändern, genau wie die Männer.
[15:35] Und man beobachtete die Arbeit eine Weile und dann staunte man nicht schlecht. Man sah die Fließbänder der Männer und das Fließband der Frauen. Und das Fließband der Frauen war deutlich schneller als die Fließbänder der Männer. Und das war kurios. Man beobachtete das eine Weile und dann machte man eine Studie darüber. Und diese Studie ist ganz interessant. Man stellte dann fest, wie sind denn die Arbeitsabläufe? Und es wurde dann aufgeschrieben und es sah ungefähr so aus: Ein Arbeiter stand am Fließband, das Chassis kam, er nahm das Teil, baut es ein, schraubt es fest, unterhielt sich mit seinem Nebenmann, justierte das Teil, unterhielt sich mit seinem Gegenüber, nahm die Einstellung vor und schob es weg. Das zweite Chassis kam, der Arbeiter nahm das Teil, baut es ein, schraubt es fest, unterhielt sich mit seinem Nebenmann, justierte das Teil, unterhielt sich mit seinem Gegenüber, machte den Check und schob es weg. Das war so die Standard-Routine-Arbeit an dem Platz.
[16:32] Jetzt beobachtete man das Fließband der Frauen. Gleiche Arbeit. Chassis kommt, die Frau nimmt das Teil, baut es ein, schraubt es fest, während sie sich mit ihrer Nebenfrau unterhält, stellt es ein, während sie sich mit dem Gegenüber unterhält, macht den Check und schiebt es weg. Man dachte: „Moment, das ist die gleiche Arbeit, aber der Ablauf ist schneller, weil sie Dinge zusammen machen.“ Man stellte fest, dass Männer oft ihre Arbeit unterbrechen, wenn sie was anderes machen. Frauen haben da weitergearbeitet und das war am Fließband völlig okay.
[17:07] Und dann machte man diese Studie und stellte fest: Stimmt das Gehirn des Mannes und das Gehirn der Frau ist irgendwie anders? Und tatsächlich, wir Männer haben etwas größeres Gehirn als Frauen. Wenn man sich das Gehirn von einer Frau anguckt, ist es etwas kleiner, aber sieht ein bisschen mehr verschrumpelt aus. Woran liegt das? Keine Ahnung, das männliche Hirn sieht auch ziemlich verschrumpelt aus, aber wir Männer, also Männer und Frauen haben gleich viele Neuronverbindungen innerhalb des Gehirns. Beim Mann sind diese Neuronverbindungen alle in einer Gehirnhälfte, also die rechte und die linke. Überschneidungen gibt es ganz wenig, von rechts nach links. Also ich habe genauso viele Verbindungen, sozusagen Neuronverbindungen, wie jede Frau hier auch, aber meine sind alle in einer Gehirnhälfte oder in der anderen und ganz wenig Überschneidungen. Das Gehirn einer Frau hat genauso viele Neuronverbindungen, aber die sind vier bis acht Mal so häufig über die beiden Gehirnhälften verbunden. Das heißt, die linke arbeitet mit der rechten zusammen. Meine linke und rechte kennen sich gar nicht. Das ist bei Frauen und Männern anders. Warum hat Gott das gemacht? War ja kein Zufall, aber Gott hat das von Anfang an so geplant. Er wusste, dass Adam etwas fehlt und damit stellte man fest, dass Frauen zum Beispiel bestimmte Arbeiten einfach besser können.
[18:16] Diese Studie zeigte damals, dass zum Beispiel Hausarbeiten von Frauen viel leichter zu organisieren sind. Das heißt nicht, liebe Männer, dass wir keine Hausarbeiten machen, aber Frauen können das leichter. Zum Beispiel, wenn ich zu Hause meine Hemden bügel, dann stehe ich am Bügelbrett und ich bügel mein Hemd und mein Fokus ist auf meinem Hemd. Wenn jetzt das Telefon klingelt, verbrennt alles. Eine Frau hingegen, wenn sie zu Hause ein Hemd bügelt, dann bügelt sie das Hemd, telefoniert mit ihrer Freundin, kocht was zu essen und passt auf vier Kinder auf. Und das funktioniert. Es gibt da einen Unterschied. Es gibt da natürlich auch eine Überschneidung. Also Männer und Frauen können sowas lernen, aber ich werde niemals so eine gute Frau wie eine Frau. So hat mich Gott nicht gemacht. Männer fokussieren eher weite, ferne Ziele, die wollen sie erreichen. Und darauf gucken sie. Manchmal vergessen sie das Leben, um sich rum zu managen. Deswegen ist die Beziehung zwischen Mann und Frau unglaublich stark. Beide zusammen sind eine super Einheit.
[19:18] Nun, Gott hat Mann und Frau geschaffen, so unterschiedlich wie sie sind. Doch von Anfang an wusste er das. Wir hatten gerade gelesen 1. Mose 2, Vers 18. Er schuf Adam und er wusste, ihm fehlt was. Lesen wir mal weiter. Verse 19 bis 23. 1. Mose 2, Verse 19 bis 23.
[19:30] Und Gott, der Herr, bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu den Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage, den der Mensch ihm gebe. Da gab der Mensch jedem Vieh und Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen, aber für den Menschen fand sich keine Gehilfe, in die man gesprochen hätte. Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch. Und Gott, der Herr, bildete die Rippe, die er von den Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu ihm. Da sprach der Mensch: „Das ist endlich von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch, die soll Mennen heißen, denn vom Mann ist sie genommen.“
[20:19] Nun, als Adam gemacht wurde, hatte Gott gleich die Tiere hinterher geschaffen und hat sie alle zu Adam gebracht und Adam sollte sie benennen. Und Adam benennt diese Tiere und jetzt sieht er, da die beiden Flamingos vorbeispazieren und da kommen die beiden Elefanten, immer ein Pärchen, und da kommen die beiden Stegosaurier, immer ein Pärchen und Adam denkt irgendwann: „Mir fehlt was. Es gibt überhaupt nichts, was auch nur angenehm auf meiner Höhe hier steht. Es gibt nichts, was auf Augenhöhe mit mir ist.“ Und er fühlt was im Herzen. Er vermisst etwas, ihm fehlt etwas und dann legt Gott ihn schlafen, bildet aus seiner Rippe eine Frau und als er sie sieht, sagt er: „Die ist ja wie ich, Gebein von meinem Gebein. Ich will sie Mennen nennen“, so übersetzt das Luther, weil sie genau wie ich ist. Endlich jemand, der auf Augenhöhe mit Adam ist und das ist das größte Geschenk, das ich Adam vorstellen konnte. Er hat eine Frau bekommen.
[21:13] Warum hat Gott das eigentlich gemacht? Warum hat er die Frauen nicht von Anfang an gegeben? Er hätte doch am Anfang Adam und Eva zusammenschaffen können und dann die Tiere machen können. Aber ich glaube, Gott wollte, dass Adam etwas merkt, dass er etwas fühlt im Herzen, dass er etwas vermisst und damit verstehen kann, warum Gott ihn gemacht hat. Gott spürte eine Liebe zum Menschen, der noch gar nicht gemacht worden ist und er schuf den Menschen in seinem Ebenbild. Und jetzt hat Adam die gleiche Sehnsucht. Er möchte ein Gegenüber und er macht ihm die Eva. Und das war eigentlich die perfekte Kombination: Adam und Eva.
[21:54] Jetzt heißt es hier im Vers, den nächsten Vers, den wollen wir noch zusammen lesen, im 1. Mose 2, Vers 24. Dort heißt es dann: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen und die beiden werden ein Fleisch sein.“ Das ist so ein bisschen das Geheimnis der Ehe. Was meint das? Die beiden werden ein Fleisch sein. Er wird Vater und Mutter verlassen und sie werden ein Fleisch sein.
[22:17] Schaut mal, was Paulus dazu sagt. In Epheser 5, da spricht Paulus, wie in so vielen Briefen darüber, in Epheser 5, Vers 31 und 32. Epheser 5, Vers 31 und 32. Paulus sagt: „Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen und die zwei werden ein Fleisch sein. Dieses Geheimnis ist groß. Ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde.“ Was für ein gewaltiger Vers. Paulus guckt auf die Schöpfung Gottes, wie Mann und Frau gemacht worden sind, sieht sich diese Ehe an und sagt: „Ich deute das auf Christus und auf die Gemeinde.“ Die Beziehung zwischen Mann und Frau sind ein Bildnis für die Beziehung zwischen Christus und seiner Gemeinde und genau so werden sie auch genannt in der Bibel: die Braut und der Bräutigam. Also diese Idee von der Ehe gibt uns eine Idee von der Beziehung zwischen Gott und seinen Menschen.
[23:19] Nun, wozu dient die Ehe eigentlich? Warum hat Gott das gemacht? Ich möchte eine kleine Anekdote aus meinem Leben erzählen. Wann war denn das? Ich glaube 2011 hat Christoph in Italien eine Evangelisation gehalten, eine sehr schöne, da war ich dabei. War es 2011 oder 2012? Irgendwie so 12. Und da hatte ich am Nachmittag über Ehe gesprochen und also zu den jungen Leuten dort und ich wurde übersetzt ins Italienische. Und wenn ich mich übersetzte, es war ein lang verheirateter Arzt und ich sprach über Ehe und es kam die Frage auf: „Wozu dient die Ehe eigentlich?“ Und ich antwortete: „Naja, wenn einer fällt, hilft der andere ihm wieder auf.“ Ich guckte meine Übersetzer an, meine Übersetzer guckten zu mir und sagten: „Mach weiter.“ Hast du das schon mal erlebt, dass Übersetzer sagen: „Mach weiter?“ Ich ging also weiter und sagte: „Naja, eine Schnur aus drei Fäden reicht nicht so schnell.“ Mein Übersetzer guckte mich an, sagte: „Mach weiter.“ Ich dachte: „Naja, man lernt die Fehler des Anderen zu tragen.“ Der Übersetzer guckte mich an und sagte: „Mach weiter.“ Ich sagte: „Naja, man erkennt auch sich selbst und versteht sozusagen, wer man selbst ist.“ Er guckte mich an und sagte: „Mach weiter.“ Und ich erzählte und ich erzählte und ich erzählte, welcher Bibeltext da noch reinpasst und versuchte alles zusammenzufassen und er guckte mich immer an und sagt: „Mach weiter.“ Und ich dachte mir: „Wie will der mich denn übersetzen? Kann er sich das alles merken?“ Und irgendwann sage ich zu ihm: „Mehr weiß ich nicht. Das ist alles, was mir dazu einfällt, wofür die Ehe dient.“ Und der alte Arzt, der guckt mich an und sagt: „Na gut, dann übersetze ich das.“ Ich stellte sich vor alle Leute und übersetzte: „Die Ehe dient der Heiligung.“ Ich hab gedacht, der Mann hat so, ich hab noch Jahre darüber nachgedacht. Ich hab gesagt: „Der Mann hat so recht. Alles, was ich irgendwie versucht habe aufzuzählen, hat irgendwie was mit der Heiligung zu tun. Die Ehe dient der Heiligung.“ Ich bin da begeistert, heute noch darüber nachzudenken. Dafür ist die Ehe da. Ein kontinuierliches Miteinander und Aneinander wachsen. Was total schön ist. Wir sollen uns gegenseitig zu Christus führen.
[25:42] Geht mal mit mir in 1. Mose Kapitel 4, also jetzt nach dem Sündenfall. 1. Mose Kapitel 4. Hier heißt es im ersten Vers: „Und Adam erkannte seine Frau Eva und sie wurde schwanger und gebar ihnen Kain. Und sie sprach: Ich habe einen Mann erworben mit der Hilfe des Herrn.“ Hier heißt es: „Adam erkannte seine Frau Eva.“
[26:08] Was meint das, er erkannte seine Frau Eva? Das meint, er kam seiner Frau so nah, wie ein Mann seiner Frau kommen kann, oder? Er erkannte seine Frau Eva. Und was ist dann passiert? Als Adam seiner Frau so nah kam, wie ein Mann seiner Frau kommen konnte, da passierte etwas in Eva. Eva wurde schwanger und sie brachte den Kain auf die Welt. Das war das erste Menschenbaby. Das war die Frucht dieser fleischlichen Beziehung.
[26:39] Jetzt sagt Paulus im 1. Korinther 6, Vers 17. Ich lese das mal kurz vor. Ich habe schon gehört, einige kennen den Text. 1. Korinther 6, Vers 17. Und wir fangen bei 16 an, Vers 16 und 17. Paulus sagt: „Oder wisst ihr nicht, dass wer einer Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist? Denn es werden, heißt es, die zwei ein Fleisch sein. Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm.“
[27:11] Also Paulus sagt, zwei Menschen können ein Fleisch werden. Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm. Nun, wie? Mit meiner Frau könnte ich ein Fleisch werden. Das führt dazu, dass in ihr etwas passiert. Sie wird schwanger und sie bringt vielleicht ein Baby auf die Welt. Bei dem Herrn ist das so: Ich kann nicht ein Fleisch mit Christus werden. Ich kann ein Geist mit Christus werden. Wie mache ich das? Indem ich Christus so nahe komme, wie ich Christus kommen kann. Ich habe eine Beziehung zu ihm. Wer wird dann schwanger? Christus oder ich? Ich, die Gemeinde. In mir passiert etwas und es kommt Frucht hervor. Die Frucht des Fleisches? Nein, die Frucht des Geistes. Was ist das zum Beispiel? Liebe, Freude, Friede, Langmut, Selbstbeherrschung. Diese Dinge, nicht wahr? Aus Galater 5. Die kommen hervor. Wenn ich Christus so nahe komme, wie ich Christus kommen kann, passieren diese Dinge in mir.
[28:08] Also das Symbol zwischen Mann und Frau, und es ist auch interessant, dass Gott uns dieses Symbol nennt. Dieses wunderschöne Symbol von Zusammenkunft zwischen Mann und Frau. Das sucht er sich aus, um uns zu zeigen, wie es ist, wenn wir eins mit ihm werden, wenn wir im Gebet zu ihm kommen, wenn wir ihm nahe sind. Was Wunderschönes. Ein wunderschönes Zeichen, ein wunderschönes Symbol und die Frucht davon ist einfach wunderschön. Die Frucht des Geistes.
[28:31] Als Gemeinde sollen wir nach der Erkenntnis Gottes trachten. Hosea 6, Vers 3 beschreibt was ganz Wunderbares, indem er darüber spricht, was dann passiert. Hosea ist der erste der kleinen Propheten, Hosea 6, Vers 3.
[28:51] Da mahnt Hosea und sagt: „So lasst uns erkennen, ja eifrig trachten nach der Erkenntnis des Herrn. Sein Hervorgehen ist so sicher wie das Licht des Morgens und er wird zu uns kommen wie ein Regenguss, wie der Spätregen, der das Land benetzt.“ Was wird wohl passieren, wenn die Gemeinde den Herrn sucht? Wenn wir Christus so nah kommen, wie wir Christus kommen können, eines Geistes mit ihm, dann sagt die Bibel: „Sein Hervorgehen ist so sicher wie das Morgenleuchten. Er wird kommen wie ein Regenguss, ja wie ein Spätregen.“ Genau darauf wartet die Gemeinde heute. Genau auf diesen Spätregen warten wir. Den wollen wir haben. Und aus diesem Spätregen hervor kommt dann die letzte große Missionsbewegung.
[29:38] Nun, Gott hat also die Ehe mal eingesetzt, um uns zu zeigen, wie die Beziehung zu ihm ist. Übrigens, in einer richtigen, gut gelebten Ehe sieht man das. Sieht man Christus und die Gemeinde. Wir schauen uns mal an, wie die Ehe funktioniert. Wir haben jetzt gesehen, also woher die Ehe kommt. Sie kommt aus Eden. Wozu dient die Ehe? Sie dient der Heiligung. Aber wie funktioniert die Ehe? Dafür gehen wir wieder in Epheser zurück, zu Paulus. Epheser 5.
[30:07] Epheser 5 und hier Vers 22 bis 24. Epheser 5, 22 bis 24. Hier schreibt Paulus: „Ihr Frauen ordnet euch euren eigenen Männern unter, als dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist. Und er ist der Retter des Leibes. Wie nun diese Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem.“
[30:58] Also wieder ein Brief von Petrus, in dem er das widerschreibt, diese Ordnung in der Ehe. Und er sagt hier: „In wie vielen Dingen sollen sich die Frauen den Männern unterordnen?“ In allem. Die Frau soll sich dem eigenen Mann in allen Dingen unterordnen. Es gibt natürlich eine Ausnahme: wenn der Mann dich in Sünde führt, dann soll es natürlich nicht tun, denn auch Christus steht über dem Mann. Ansonsten soll sich die Frau in allen Dingen dem Mann unterordnen.
[31:21] Jetzt wird man denken: Geht das? Ist das eine echte, gut gelebte Ehe, wenn das so aussieht? Wir überlegen uns mal ein Beispiel. Wir sagen mal, ein Paar, ein Ehepaar plant ein Haus zu kaufen. Die Frau sucht nach einem passenden Haus und sie findet das perfekte Haus. Schöner Garten, außerhalb der Stadt, alles perfekt. Da kann die Familie gut aufwachsen. Und der Mann sucht seinerseits auch und findet ein perfektes Haus, schöner Garten, außerhalb der Stadt, alles schön. Perfekt für die Familie. Die beiden kommen zusammen als Ehepaar und unterhalten sich über beide Häuser. Und sie stellen fest, beide Häuser sind eigentlich perfekt. Jetzt die Frau sagt: „Lass uns das kaufen.“ Und der Mann sagt: „Wir kaufen lieber das.“
[32:06] Jetzt rein biblisch, welches Haus soll dann gekauft werden? Das konnte ich eh nicht hören, das Billigere. Das ist ein cleverer Rat, in der Tat. Also rein biblisch das Haus des Mannes natürlich. Warum? Weil er die Verantwortung in der Familie trägt. Die Frau soll sich dem unterordnen. Also wenn das gleich ist, die unterhalten sich darüber und der Mann sagt: „Wir kaufen aber das“, dann soll das Haus auch gekauft werden. Jetzt wäre ein Mann aber ein Narr, wenn er seine Frau nicht hört. Also Gott hat die Frau gegeben als Eva, als göttliche Hilfe. Wenn ich jetzt sage: „Ja, das ist eigentlich egal was du sagst, ich bin das Haupt der Familie, wir gehen da lang“, dann bin ich ein Narr, ich würde sagen ein Tor. Gott gibt mir eine Hilfe und ich gehe über sie hinweg. Nebenbei, solche Männer sollten noch nicht geheiratet werden, die über ihre Frauen so hinweggehen. Aber die Entscheidung soll der Mann treffen.
[33:13] Nun, jetzt schaut mal, wie das für die Männer ist. Wir lesen mal in Epheser 5 ein Vers weiter, Vers 25. „Ihr Männer liebt eure Frauen, gleich wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat.“ Als ich das gelesen habe, dachte ich: „Gut, ein Mann zu sein, eine Frau lieben fällt einem nicht so schwer, oder?“ „Liebt eure Frauen.“ Wie sehr sollen wir Männer die Frauen lieben? Wie Christus die Gemeinde. Wie sehr liebte Christus die Gemeinde? Mehr als sein eigenes Leben bis in den Tod.
[33:51] Nun sagt Paulus zu den Männern: „Liebt eure Frauen wie Christus die Gemeinde, liebt sie mehr als euer eigenes Leben.“ Nun, wenn meine Hobbys konträr stehen zu meiner Frau, was gebe ich auf? Meine Hobbys oder meine Frau? Meine Hobbys. Wenn mein Arbeitsplatz konträr steht zu meiner Frau, was gebe ich auf? Meine Frau oder mein Arbeitsplatz? Mein Arbeitsplatz. Selbst bei Freunden, bei meiner Frau gebe ich nicht auf. Liebt sie so sehr wie Christus die Gemeinde, gib lieber dein Leben auf, als dass du deine Frau verlässt.
[34:20] Nun, wir stellen uns mal vor, dass die gleiche Idee: Ehepaar kommt zusammen und sie unterhalten sich darüber, wo sie in Urlaub hinfahren und die Frau möchte ans Meer und der Mann sagt: „Lass uns lieber in die Berge fahren.“ Ich glaube, einige kennen die Situation, lustig. Also beide unterhalten sich und die Frau sagt: „Es geht ans Meer.“ Und der Mann sagt: „Nein, wir fahren in die Berge.“ Und jetzt streiten sie sich darüber, wo es hingeht und irgendwann haut der Mann auf den Tisch und sagt: „Ich bin das Haupt, wir fahren in die Berge.“ Und die Frau hat mitzukommen. Die beiden fahren jetzt in die Berge und haben da wunderschöne zwei Wochen, weil sie da im Streit hingefahren sind. Das kann's doch nicht sein.
[35:04] Es gibt aber auch die andere Situation, die beiden unterhalten sich, die Frau sagt ans Meer und der Mann sagt, wir fahren in die Berge. Dieser Streit intensiviert sich und irgendwann sagt der Mann: „Ich habe gar keine Lust mehr zu streiten, machen eh was du willst, wir fahren ans Strand.“ Die beiden fahren ans Strand und haben zwei wunderschöne Wochen am Strand, weil sie im Streit da hingefahren sind. Das kann's irgendwie nicht sein, oder? Also wie soll denn das aussehen?
[35:25] Nun, wir stellen es uns mal vor, biblisch. Die beiden unterhalten sich, der Mann sagt: „Wir fahren lieber in die Berge.“ Und die Frau sagt: „Wir fahren ans Strand.“ Nun stellt euch mal die Situation vor: Die Frau sagt: „Ach, weißt du was, ich möchte, dass es dir gut geht, du bist das Haupt der Familie, du trägst die Verantwortung, ich weiß, du tust viel für die Familie, natürlich folge ich dir, ich ordne mich dir unter, natürlich fahren wir in die Berge.“ Der Mann wird höchstwahrscheinlich am nächsten Tag ins Reisebüro gehen und was buchen? Strand. Warum? Warum machen Männer sowas? Sie können doch jetzt in die Berge, warum buchen sie dann Strand? Das ist so wunderschön, es ist den Männern ins Herz gelegt.
[36:09] Ein Mann liebt es, seine Prinzessin auf Händen zu tragen und das ist ein biblisches Prinzip. Wer von euch der Höchste sein will, der ordnet sich allen unter. Christus hat sich allen untergeordnet und der Herr hat ihm einen Namen gegeben, der über allen Namen ist. Eine Frau, die es dem Mann unterordnet, die wird der Mann hoffentlich auf Händen tragen. Das ist ein biblisches Prinzip, das können wir sehen in der Ehe. Es ist total schön, wenn es so ist. Es macht dem Mann viel Freude, wenn er sieht, dass es seiner Frau gut geht. Dafür tragen sie auch irgendwie die Verantwortung. Es hat Gott so wunderbar gemacht, dass er den Männern das zu uns Herz gelegt hat und so sollen wir es auch leben. Es macht mir viel mehr Freude, zu sehen, dass meine Frau glücklich ist, als dass ich auf dem Berg sitze.
[36:55] Wir gehen mal in 1. Mose 3, Vers 16. 1. Mose 3, Vers 16.
[37:16] Nun sagt Gott hier zu der Frau: „Und zu der Frau sprach er: Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen. Mit Schmerzen sollst du Kinder gebären, dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein, er aber soll über dich herrschen.“ Also Sündenfall war gerade und jetzt spricht Gott ein Urteil über die einzelnen Beteiligten und zur Frau sagt er: „Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein, aber dein Mann soll über dich herrschen.“ Das wurde damals gesagt. Zugegeben, dieser Text wurde manchmal missbraucht, aber was sagt dieser Text eigentlich? „Dein Mann soll über dich herrschen.“
[37:55] Konnten Adam und Eva wissen, was das meint? Herrschen? Gab es das schon mal? Gibt es das Wort herrschen schon mal irgendwo früher in der Bibel? Ich meine, meint das, dass Adam seine Frau tyrannisieren soll, sie unterdrücken und ausbeuten soll? 1. Mose 1, Vers 28, da taucht es vorher schon mal auf. Da ist es: „Und Gott segnete sie, nämlich Adam und Eva und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde.“
[38:29] Also Gott gibt Adam und Eva hier die Anweisung: „Herrscht über den ganzen Planeten.“ Nun, Adam und Eva, wussten sie, was das meint? Herrschen? Meint das: „Okay, wir unterdrücken die Tiere, beuten den Planeten aus und tyrannisieren diese Welt.“ Das meint das nicht. Woher wussten Adam und Eva das? Gab es schon irgendeinen Herrscher, an dem sie sich orientieren konnten? Gott, es gab den Herrscher des ganzen Universums. Und wie regiert er das Universum? Beutet er es aus, unterdrückt er das Universum, tyrannisiert er das Universum? Nein.
[39:08] Was macht er? Er beschützt das Universum, er versorgt das Universum, er bewahrt das Universum, pflegt das Universum. Das ist das, was Gott macht als Herrscher über das ganze Universum. Genauso sollten Adam und Eva mit diesem Planeten umgehen und genauso sollen die Männer mit ihren Frauen umgehen. Sollen sie beschützen, versorgen, sie aufpassen. Aber sie tragen auch die Verantwortung in der Familie. Also die Frau soll sich dem Mann unterordnen, weil der Mann soll auf seine Frau aufpassen.
[39:37] Übrigens, ich habe mal herumgefragt bei den Frauen, wie der Text für sie ist, dass der Mann über sie herrschen soll. Interessanterweise, vielleicht können es hier Frauen bestätigen, vielleicht nicht. Die Frauen antworteten mir, dass sie gerne sozusagen sich dem Mann unterordnen, wenn er denn ein geistlicher, guter, ehrlicher Führer ist, wenn er ein rechtschaffender Mann ist. Das machen sie gerne. Es war mal eine Familie, die mich mal eingeladen hat, die hatten so Eheprobleme und ich habe mit dem Mann gesprochen. Ich sage: „Was ist denn das Problem? Also warum gibt es so einen Streit bei euch in der Familie?“ Er sagt: „Weißt du, ich habe in meiner Familie nichts zu sagen. Meine Frau trifft alle Entscheidungen. Ich denke, ich bin das Haupt in der Familie, aber egal was sie sagt, wir machen es.“ Ich dachte: „Okay, das klingt schon traurig.“ Ich bin zu seiner Frau gegangen und habe gesagt: „Wie siehst du denn diese Sache in eurer Ehe?“ Und sie hat gesagt: „Weißt du, ich habe einen Mann und drei Kinder, aber eigentlich habe ich vier Kinder. Ich muss die ganze Verantwortung tragen, alles muss ich machen. Mein Mann trifft nie Entscheidungen.“ Ich habe gedacht: „Weißt du, dein Mann hat das Gefühl, er darf gar keine Entscheidung treffen und du hast das Gefühl, du musst alle Entscheidungen treffen. Dein Mann würde gerne, der kann irgendwie nicht.“ Irgendwie habe ich zu der Frau gesagt: „Hilf doch deinem Mann, die Entscheidung zu treffen, unterstützt ihn doch. Dann gibt es diesen Zwist nicht bei euch und er wird dir hoffentlich zum Segen werden und ihr werdet aneinander wachsen und zusammen in die Heiligung gehen.“
[41:04] Die Ordnung, die Gott gegeben hat, ist ganz hilfreich. Ist ja auch Kuriosum, dass zum Beispiel Männer finden das ganz furchtbar, wenn sie herrische Frauen haben. Wenn eine Frau sich ihrem Mann aber unterordnet, dann liebt es der Mann, die Prinzessin auf Händen zu tragen. Das ist interessant, oder? In der Liebe liebt der Mann das. Wenn das aber sozusagen aufgedrückt ist, dann macht es die Ehe kaputt.
[41:24] Das seltsame ist, dass heute bei uns in der Zeit, in der wir leben, 2020 in Europa die Ehen ziemlich kaputt sind. Wir haben teilweise in den Ländern, Belgien steht ganz an der Spitze, weit über 60 Prozent Ehescheidung. Viele, viele Paare leben zusammen, die sind gar nicht verheiratet. Die Ehe ist irgendwie völlig aus dem Ruder gelaufen. Irgendwas ist in den letzten 100 Jahren passiert, dass es so kaputt gegangen ist. Ich habe einen Gemeindebrief gelesen von 1910, ich glaube, irgendwo aus Michigan. Da schreibt ein Pastor: „Heute werden bereits fünf Prozent der Ehen geschieden. In manchen Staaten fast zehn Prozent. Die Wiederkunft des Herrn ist sehr nah.“ Er sagt: „Fünf Prozent Ehescheidung, Sodom und Gomorra“, sagte er. „Christus muss wiederkommen.“ Und heute gucken wir uns Europa an und merken, Europa ist völlig aus den Fugen.
[42:16] Was ist denn passiert in Europa, dass unsere Ehen so kaputt sind? Es gab eigentlich drei große Bewegungen in den letzten Jahren, die die Ehen so zerstört haben. Die eine, die fing schon ein bisschen zu Schwester White Zeiten an, aber hat den richtigen sozusagen Hochpunkt erreicht in den 1950er Jahren. Das war diese Feministenbewegung. Es gab eine Bewegung, interessanterweise, kurioserweise, auch von Männern initiiert. Es war eine Feministenbewegung, die sagte: „Frau und Mann sollen genau gleichgestellt werden in allen Dingen.“ Das kann weder der Mann noch die Frau. Aber es hieß, es muss sozusagen gleich sein. Gegen dieses göttliche Prinzip sollte es gleich gemacht werden. Klingt erstmal ganz, so war es vielleicht der Plan in Eden, aber geht gegen die Ordnung, gegen diese Ordnung, die Paulus hier auch in allen Briefen benennt, vor. Und es wird gleichgestellt. In einigen Ländern können wir es heute extrem sehen. In China zum Beispiel tragen sogar einige Frauen Männerkleidung, weil sie sagen: „Wir wollen wie Männer sein.“ Schneiden sich die Haare ab wie Männerfrisuren, weil sie sagen: „Wir wollen den Männern ähnlich sein.“ Ist ganz extrem geworden in einigen Fällen. Also das war der Erste in den 50er Jahren.
[43:21] Der Zweite, die zweite große Krise kam so in den mittel bis späten 60ern. Das war die sogenannte Flower Power Bewegung, so eine Hippie Bewegung. Einige von euch werden die miterlebt haben, ich noch nicht. Aber da ging es sozusagen darum, so freie Liebe, Kommune 68, wechselnde Partner. Also alles war frei, alles war offen. Und wer dagegen war, war ziemlich spießig. Das hat sich so ein bisschen durch die ganze Generation gefressen, denn es wurde auch etwas propagiert, das nannte sich Laissez-faire Erziehung. Also die Kinder erziehen sich schon selbst, wir wollen ihnen keine Auflagen geben. Das führte ziemlich zum Tod einer ganzen Generation. Das waren in den 60ern.
[44:04] Und dann kam noch eine Bewegung, die ist heute in unseren Tagen, die nennt sich heute die Gender Bewegung. Es gab diese drei großen Bewegungen: Feministen Bewegung, dann diese Flower Power Bewegung und jetzt dieses Gender. Dieses Gender zerstört die Ehe in ihrem Kern. Die Idee ist, Ehe ist nichts Heiliges mehr, Ehe ist kein Bund mehr, kein Versprechen. Man kann alles heiraten. Männer, Männer, Frauen, Frauen. In den USA hat einer versucht, seinen Hund zu heiraten und es ist heute alles offen. Ein Chaos in der Welt. In Deutschland werden mittlerweile 60 Geschlechter anerkannt. Und kein Wunder, dass alles kaputt geht. So wie Gott es einmal eingesetzt hat, die Ehe als Segen für Mann und Frau, so wird sie gar nicht mehr gelebt. Man erkennt Christus und die Gemeinde gar nicht mehr in den Ehen heute. So war es aber gedacht.
[44:48] Und ich glaube, es ist Zeit, dass wir als Gemeinde heute das wieder vorleben. Dass wir der Welt zeigen, wie man eine Ehe lebt. Denn die Welt wird sehen, dass bei uns was anders ist. Den Männern geht es gut und den Frauen geht es gut. Wir haben eine Möglichkeit, wenn Probleme aufkommen, gemeinsam zu Christus zu kommen. Wir können Dinge in ihm auch überwinden. Wir haben ein Fundament, das uns die Bibel gibt. Und die Welt wird es sehen. Und das Wunderbare ist, wenn die Welt das sieht in unseren Ehen, dann sehen sie nicht nur zwei glückliche Menschen, sondern vor allem sehen sie das Symbol für Christus und für die Gemeinde in der Ehe. Und das dürfen wir auch in einer gut geführten Ehe jeden Tag sehen. Der Mann ein Symbol für Christus, die Frau ein Symbol für die weltweite reine Gemeinde. Und so hat Gott es sich gedacht. Ein unglaublich starker Bund, den Gott da gegeben hat.
[45:29] Und der Teufel versucht, den in unseren Tagen zu zerstören. Sowohl die Ehe als auch den Sabbat. Beides wird von ihm vernichtet. Denn beides dient dem Schutz der Menschheit. Den Schutz in der Ehe und den Schutz in dieser Beziehung mit Christus an diesem besonderen Tag. Und ich glaube, es ist Zeit, dass wir die Ehen so leben, wie Gott sie uns gegeben hat. Dass wir wieder verstehen, was ist uns da gegeben. Diese Unterordnung der Frau ist nichts Böses. Soll ein Segen sein für die Frau und für den Mann und für alle, die es sehen. Und ich wünsche mir, dass wir das wieder verstehen, dass wir das wieder predigen und dass wir der Welt das zeigen. Amen.
[46:10] Unser lieber Herr Jesus, wir möchten dir danken dafür, dass du uns dein Wort gegeben hast, dass wir heute die Bibel haben und darin deine Gedanken lesen dürfen. Danke, Herr, dass du uns die Ehe gegeben hast als ein Segen und dass du sie beschützen möchtest. Herr, du bist mit unseren Ehepaaren und du möchtest der Welt zeigen, wie du bist. Und lieber Vater, wir möchten dich bitten, dass du deinen Segen auf die Ehen in unserer Gemeinde legst. Dass wir wirklich ein Licht sein können für eine dunkle Welt. Dass die Welt erkennt in dem, was wir leben, deine Liebe und deinen großartigen Charakter, Herr. Wir möchten dich bitten, dass du unsere Jugendlichen segnest, die noch heiraten werden, noch einen Partner finden werden. Dass du sie behütest vor falschen Entscheidungen und dass du ihnen Weisheit gibst im richtigen Umgang miteinander. Und lieber Vater, wir möchten dich auch bitten für die Mission, in der wir sind. Wenn wir der Welt zeigen wollen, in diesen dunklen Tagen, dass du eine göttliche und herrliche Ordnung gegeben hast, dass du deinem Volk weltweit die Kraft gibst, in dieser Mission zu stehen. Dass du sie segnest, sie führst und beschützt, damit sie dein Licht an die Menschen weitergeben können. Danke, Herr, dass du alles so wunderbar gemacht hast und dass du versprochen hast, dass du bei uns bist bis an der Welt Ende. Im Namen Jesu. Amen.
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