Veröffentlicht am
349 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt über Offenbarung 21, Vers 8, beleuchtet Christopher Kramp die Liste derer, die das Reich Gottes nicht erben werden. Er vergleicht diese Liste mit anderen biblischen Aufzählungen und zeigt auf, wie sie sich auf die zehn Gebote und grundlegende Prinzipien des Glaubens beziehen. Der Kern der Botschaft liegt in der Gegenüberstellung von Glauben und Unglauben, und wie die Annahme des „Wassers des Lebens“ durch Jesus Christus uns von Sünden reinigt und zur Gerechtigkeit führt.

In dieser Predigt wird Offenbarung 21, Vers 8b im Detail beleuchtet, wobei der Fokus auf den verschiedenen Listen von Sünden liegt, die im Neuen Testament genannt werden. Es wird erklärt, wie diese Listen nicht nur konkrete Vergehen, sondern auch grundlegende Haltungen und den Lebensstil umfassen. Die zentrale Botschaft ist, dass die Annahme des Wassers des Lebens durch den Glauben an Jesus Christus der Schlüssel zur Erlösung ist und die Sünden reinigt, was zu einem gehorsamen Leben führt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:45] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr eingeschaltet habt und jetzt auch die Aufnahme dann später anschauen werdet auf www.joelmedia.de.

[0:54] Wir wollen heute weitermachen, Offenbarung 21 Vers 8. Wir werden sehen, wie das Ganze jetzt einen längeren Abschnitt zusammenfasst und bevor wir damit anfangen, wollen wir mit einem Gebet starten. Ich lade euch ein, dass wir gemeinsam niederknien.

[1:11] Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir und danken dir für die Gelegenheit, dein Wort zu studieren. Danke, dass du zu uns sprechen möchtest. Wir möchten dich bitten, dass du durch dein Wort uns Wahrheiten zeigst, die wir wirklich brauchen in unserem Alltag, dass die Kraft, die du in dein Wort hineingelegt hast, sich entfaltet. Herr, wir möchten dich bitten, dass du alle Störende hinweg nimmst, dass wir uns gut konzentrieren können und dass du unser Lehrer bist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:48] Offenbarung 21 und dort Vers 8. Wir haben ja letztes Mal schon angefangen, uns die Liste anzuschauen und vor allem das erste Wort betrachtet oder den ersten Begriff. Wir lesen nochmal vielleicht ganz kurz Offenbarung 21 und dort Vers 8. Wer mag denn mal lesen?

[2:09] Den Feiglingen aber und den ungläubigen und beträchtigten Mörder und Unzüchtigen und Zauberern und Götzendiener und allen Lügnern ist ihr Teil in dem See, der von Feuer und Schwefel brennt. Und dies ist der zweite Tod.

[2:23] Genau. Wir haben letztes Mal uns ausführlich Zeit genommen, über die Feiglinge zu sprechen und haben gesehen, dass mit den Feiglingen nicht Menschen gemeint sind, die Angst vor Spinnen haben oder so, sondern Feiglinge. Um welche Art von Feigheit geht es? Es geht um das Zurückweichen von dem Glauben. Genau, das Zurückweichen von dem Glauben. Der Kontrast war zwischen dem Glauben und der Feigheit. Ein Schlüsselfers, den wir angeschaut haben, war in Hebräer Kapitel 10. Genau, wo es davon hieß, dass wir nicht zu denen gehören, die feige Zurückweichen, sondern die Glauben zur Rettung.

[3:02] Die Idee ist, dass hier in Offenbarung 21 die Feiglinge und die Ungläubigen sind, die verloren gehen. Und das Wort Ungläubig ist das Wort Apistos. Das kommt von Gläubig. Und das A bedeutet Gegenteil von Glaubenslos, Ungläubig. Das heißt, ganz am Anfang dieser Liste von Eigenschaften, die verloren gehen, geht es eigentlich um den Glauben. Denn die Bibel sagt, das Einzige, was wir brauchen, um gerettet zu werden, ist Glaube. Jesus sagt, denn so hat Gott die Welt geliebt, dass es einen eingeborenen Sohn gab, auf das jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ein ewiges Leben hat. Und ohne Glauben ist es unmöglich, ihm wohl zu gefallen. Das heißt, wir sehen hier, die Liste wird angeführt mit Begriffen, die über den Glauben sprechen.

[3:51] Aber jetzt kommen einige andere Begriffe, die wir jetzt als Ergänzung noch studieren wollen. Und zwar haben wir die mit Gräuelndeflekten. Was haben wir noch für Begriffe? Mörder. Gräuelndeflekte. Ja, wir haben Mörder. Unzüchtige. Zauberer. Götzendiener. Und Lügner. Götzendiener. Und Lügner. Genau.

[4:29] Wenn man sich die Liste anschaut, gibt es Dinge, die euch auffallen? Worum geht es bei der Liste hier? Was sind das für Menschen? Das sind Menschen, die gegen zehn Gebote handeln. Denn Mörder und unzüchtiges Ehebruch und dann Götzendiener, also das erste Gebot, Lügner, man findet es in zehn Geboten. Es geht hier eigentlich um die zehn Gebote, also einige von ganz direkt. Das sechste Gebot, das siebte Gebot, das erste, zweite und auch das neunte Gebot. Und auch Zauberei und Gräuel sind Begriffe aus dem erweiterten Gesetz Mose. Da geht es um das Gesetz.

[5:14] Das ist interessant, weil wir haben am Anfang, da haben wir den Glauben mit der Feigheit. Und dann haben wir jetzt hier das Gesetz. Diese beiden Sachen hängen ganz eng miteinander zusammen. Interessanterweise ist das jetzt keine umfassende, allumfassende Liste, sondern wir haben in der Bibel noch weitere Listen mit ähnlichen Begriffen. Schauen wir uns mal ein paar von diesen Listen an, die es in der Bibel immer wieder gibt. Schauen wir mal zuerst in Malachi. Malachi Kapitel 3 und dort Vers 5.

[5:56] Malachi 3 Vers 5. Da spricht es von dem Gericht. Und wer mag denn mal lesen? Malachi 3 und dort Vers 5. Magst du? Ja, gerne.

[6:15] Und ich werde mich euch nahen zum Gericht und will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer und gegen die Ehebrecher und gegen die Meineidigen und gegen die, welche den Lohn der Tagelöhner verkürzen, Witwen und Weißen übervorteilen und das Recht des Fremdlings beugen und mich nicht fürchten, spricht der Herr, der Herrscher.

[6:34] Genau. Also welche Begriffe haben wir genauso? Zauberer. Wir haben wieder Zauberer. Ehebrecher. Wir haben Ehebrecher. Meineidige. Was sind Meineidige? Das sind Leute, die schwören mit einem Eid und lügen dabei. Das ist so eine Kategorie von Lügnern. Meineidige. Genau. Und dann haben wir noch...

[7:15] Genau. Und wie tun sie genau Gewalt gegen die Witwen und Weißen? Sie betrügen. Das sind eigentlich Betrüger. Sie übervorteilen. Sie verkürzen ihren Lohn. Sie betrügen sie um ihr Recht sozusagen. Also da geht es auch um zwischenmenschliche Angelegenheiten. Und der letzte Punkt, der ist sehr interessant, weil der eigentlich wieder auf den Anfang zurückverweist. Sie fürchten Gott nicht. Sie haben keine Gottesfurcht. Sie haben keine Liebe zu Gott. Keine echte Gottesfurcht. Das sieht man auch hier in dieser Liste. Da haben wir konkrete Elemente der zehn Gebote. Und wir haben diese Idee der Beziehung zu Gott, die hier wieder zum Ausdruck kommt.

[7:58] Schauen wir mal andere Listen an. Im Neuen Testament. Da gibt es beim Paulus einige. Fangen wir mit Korinther an. Korinther 6, und dort Vers 9 und 10. Erst Korinther 6, Vers 9 und 10.

[8:36] Genau, also hier geht es wieder um das Reich Gottes. Er sagt, es gibt eine Reihe, die werden es nicht erben. Das ist immer dieselbe Idee. Welche Begriffe sind hier dieselben, die wir schon kennen? Unsüchtige haben wir schon, genau. Und? Götzendiener? Jetzt kommen hier noch ein paar weitere sexuelle Sünden dazu. Lustknaben, Knabenschänder. Das sind Beispiele, mit denen das siebte Gebot übertreten wird. Paulus gibt immer wieder Beispiele, die aber nicht alle umfassend sind.

[9:21] Und wenn man sie zusammennimmt, kriegt man ein besseres Bild. Dann haben wir 9, oder was haben wir noch? Neun ist Trunkenbolde. Trunkenbolde, das heißt, hier geht es auch um... Was für eine Kategorie von Geboten? Das ist ja nicht in den 10 Geboten, sondern... Also eigentlich vielleicht indirekt schon auch, aber welche Kategorie ist das eigentlich so? Mosaisches Gesetz, ja genau, welches im Mosaischen Gesetz? Es geht also grundsätzlich um Gesundheitsgebote. Es gibt ja auch in den Sprüchen einiges über den Wein und so weiter. Also es geht um den Lebensstil im weitesten Sinne.

[10:06] Das heißt, wir sehen auch, dass biblische Gebote, die den Lebensstil betreffen, ebenfalls in diese Liste hineingehören. Es gibt ja vielleicht Leute, die sagen, naja, also 10 Gebote vielleicht noch, aber was ich jetzt esse und trinke, das ist völlig meine Sache, hat mit der Erlösung nichts zu tun. Paulus sagt uns, Trunkenbolde, die göttlichen Gebote bezüglich des Lebensstils so klar übertreten, werden das Reich Gottes nicht erben. Und er sagt, irrt euch nicht. Wenn er sagt, irrt euch nicht, warum sagt er wohl, irrt euch nicht?

[10:40] Genau, weil man sich wohl irren kann. Man kann wohl denken, ich kann das Reich Gottes erben und trotzdem einige dieser Dinge tun. Und das ist ja letztendlich eine Theorie, die weit verbreitet ist, dass ich irgendwie glaube, Gott existiert und ich glaube, Jesus ist für mich gestorben, aber ich kann trotzdem diese Dinge tun. Und Paulus sagt, irrt euch nicht. Er sagt hier, Ungerechte werden das Reich Gottes nicht erben.

[11:05] Also wer wird dann das Reich Gottes erben? Gerechte. Jetzt ist die Frage natürlich, wer ist ein Gerechter? Wie werde ich, oder was bedeutet es, gerecht zu sein?

[11:24] Genau, Gott schaut herab und sagt, hier ist ein Gerechter und hier ist kein Gerechter. Ja. Ganz genau. Wie waren denn all diese Leute gerecht geworden? Der Noah und der Hiob und der Hinoch? Also welche Gerechtigkeit hatten sie denn gehabt?

[11:52] Die Bibel spricht ja von zwei Gerechtigkeiten, oder? Das ist auch. Aber sie spricht erstmal von zwei Gerechtigkeiten. Sie spricht von der Gerechtigkeit des Menschen. Was sagt die Bibel über die Gerechtigkeit des Menschen? Jesaja 64, Vers 5. All unsere Gerechtigkeit ist. Können wir nachlesen? Lasst euren Finger hier. Jesaja 64, Vers 5. Genau.

[12:15] Wir sind alle samtgeworden wie Unreine und alle unsere Gerechtigkeit wie ein beflecktes Kleid. Also alle Gerechtigkeit, die der Mensch aus sich selbst herausbringen kann, ist ohne uns. Deswegen sagt ja Daniel 9, dass der Messias eine ewige Gerechtigkeit einbringen wird. Eine Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Und da können wir mal Jesaja lesen. Jesaja 56, Vers 1. Darum, Jesaja 56, Vers 1.

[13:04] Also Gott sagt, meine Gerechtigkeit ist jetzt sehr nahe. Die wird sich offenbaren. Und worin offenbart sich die Gerechtigkeit Gottes? Worin offenbart sich die Gerechtigkeit Gottes? Durch Jesus Christus, ganz genau. Paulus sagt, denn ich schäme mich des Evangeliums nicht. Das ist eine Kraft Gottes. Und dann sagt er, denn darin wird geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes von Glauben zu Glauben.

[13:28] Die Gerechten sind diejenigen, die die Gerechtigkeit Jesu für sich akzeptiert haben und angenommen haben. Das heißt, die Gerechtigkeit Jesu bedeckt ihre Sünden und verendet ihr Leben, sodass sie jetzt immer mehr das tun und sagen, was Jesus getan und gesagt hat. Die Gerechtigkeit Gottes, die den Menschen vergibt und reinigt und verändert. Mir kommt noch ein schöner Text, auch vom Jesaja 61, Vers 10. Ganz genau, ganz genau.

[14:09] Also wir sehen, Paulus sagt, die Gerechten werden das Reich erben und nicht die Ungerechten. Und die Ungerechten, erklärt man daran, die können möglicherweise sogar das Reich Gottes bekennen. Aber sie haben diese Werke hier, die hier besprochen werden. Das war erst Grunder 6, nicht wahr? Ich habe noch etwas vergessen. Genau, Lästere hatten wir noch, ja, Lästere. Und Räuber, die hatten wir auch noch nicht, ja. Das ist, du sollst nicht stehlen. Auch das, du sollst nicht stehlen. Ganz genau.

[14:41] Jetzt schauen wir mal in die nächste Liste, Galater 5. Galater 5, und dort Vers 19 bis 21, ja.

[14:52] 19 bis 21, das ist die berühmte Liste, die Werke des Fleisches, ja. Wer mag die mal lesen? Galater 5, Vers 19 bis 21.

[15:31] Wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.

[15:38] Also Paulus, der wiederholt sich hier. Er sagt, ich habe es euch schon gesagt, ich sage es euch wieder, weil offensichtlich das nicht ganz so richtig in die Gehirne rein wollte. Er sagt, ich sage euch das erneut, wer das tut, kann das Reich Gottes nicht erben. Und er hat hier wieder einige Begriffe, die wir schon kennen, ja. Also Ehebruch kommt wieder vor, Unsucht, Götzendienst, Zauberei, Mord haben wir wieder, Trunkenheit auch.

[16:03] Aber wir haben jetzt auch einige noch neue Ideen. Neu sind zum Beispiel, welche Ideen? Feindschaft, ja. Also da geht es also jetzt tatsächlich so ans ganz Eingemachte, an die grundsätzlichen Dinge. Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn und dann Selbstsucht, ja, Egoismus.

[16:22] Also da geht er richtig ganz tief an die Wurzel. Denn eigentlich all diese Dinge haben ja irgendwo ihren Ursprung im Egoismus, ja und in dem Neid und solchen Dingen. Also der Paulus, der nimmt jetzt nicht nur Beispiele für die Übertretung der 10 Gebote, sondern er geht richtig an die Ursachen ran, an die Wurzeln. Und dann haben wir noch neue Sachen. Ja, Gelage, ja.

[16:49] Das heißt, wir haben hier wieder auch, also es geht so Richtung Trunkenbolde, aber auch wieder noch mehr Beispiele, um deutlich zu machen. Was der Paulus damit sagen möchte, nicht ist, dass ich hier eine Liste habe mit 6 oder 7 Begriffen und die hake ich ab und sage, jetzt bin ich okay. Er will nur an Beispielen deutlich machen, ein fleischliches Herz wird immer zu solchen Dingen tendieren und kann das Reich Gottes nicht erben.

[17:13] Ja, also Streit untereinander. Also wenn Menschen behaupten, dass sie zu Jesus gehören, aber sie ständig Streit miteinander haben und stiften und den Streit nicht schlichten wollen, sondern noch vergrößern, ist das ein Zeichen für ein fleischliches Herz. Genauso wie Betrunkenheit und Unzucht und Mord und solche Dinge, ja. Streit zu haben und noch vielleicht gut zu finden und zu fördern, ist fleischlich.

[17:48] Schauen wir noch eine Liste an, Epheser, Epheser 5 und dort Vers 5 und 6. Epheser 5, also der Paulus schreibt an die Korinther, schreibt an die Galater, an die Epheser, das ist ihm sehr wichtig, ja, das findet man immer wieder. Epheser 5 und dort Vers 5 und 6.

[18:07] Denn das sollt ihr erkennen und wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unkäuscher oder Habsüchtiger, was so viel als ein Götzendiener ist, Erbtal hat im Reiche Christi und Gottes. 6 auch noch. Niemand soll euch mit leeren Worten betrügen, denn um diese Dinge willen kommt das Zorn Gericht Gottes über die Söhne des Ungehorsams.

[18:34] Genau, wir haben jetzt hier eine kürzere Liste, aber die ist sehr interessant. Wir haben wieder ein paar Begriffe, die wir schon kennen, ja, unzüchtig hatten wir schon, unrein hatten wir. Jetzt sagt er was Interessantes über die Habsucht, was sagt er über die Habsucht? Er zeigt also, dass auch Begriffe, die jetzt in den 10 Geboten nicht wörtlich vorkommen, trotzdem mit den 10 Geboten zu tun haben. Jemand könnte ja sagen, nirgendwo, naja, oder anders gesagt, der Habsucht kommt schon noch in den 10 Geboten vor, nämlich in welchem Gebot kommt die Habsucht vor? Im 10. Gebot, ja, da kommt zwar nicht der Begriff Habsucht vor, aber die Idee ist schon da.

[19:09] Und jetzt zeigt er, wie diese Gebote zusammenhängen, ja. Wer das 10. bricht, bricht eigentlich auch das 1. Götzendienst, genau. Das sind also die Gebote miteinander verbunden und das zeigt wiederum, dass es hier nicht um einfach Listen geht, sondern es geht eigentlich um ein Prinzip. Wer das 10. bricht, bricht auch das 1. Wer überhaupt eines von denen bricht, bricht alle. Das ist, was der Jakobus auch sagt, ja, wer ein Gebot übertritt, übertritt letztendlich das Ganze.

[19:35] Das heißt, es geht nicht darum, das ist jetzt sehr wichtig. Was Paulus nicht sagen will, ist, dass wir eine Liste haben und sagen, okay, ich muss das alles mal abarbeiten, sondern er will deutlich machen, wir brauchen echte Bekehrung. Und wenn diese Dinge unser Leben bestimmen, in welcher Form auch immer, dann fehlt uns Christus, denn das sind die Werke des Fleisches.

[19:54] Und er sagt, jetzt interessant in Vers 6, niemand soll euch verführen, womit? Mit leeren Worten. Er weiß also, ich meine, er schreibt den Galatern, er schreibt den Ephesern, er weiß also, es gibt schon zu seiner Zeit Leute, die mit leeren Worten, mit einem falschen Evangelium so Friede, Friede predigen. Und er sagt, ihr werdet verführt, lasst das nicht zu, ich habe es euch gesagt. Und immer geht es um das Erbe. Jemand, der das tut, kann das Reich Christi nicht erben, denn das bringt den Zorn Gottes.

[20:28] Und zwar über wen, das ist auch sehr interessant, über wen bringt Gott den Zorn? Ja genau, in Vers 6 am Ende heißt es über die, nur ein kleines Detail, aber sehr schön, über die Söhne des Ungehorsams. Das ist sehr schön, warum deswegen? Weil hier steht, Söhne des Ungehorsams und niemand würde behaupten, dass der Ungehorsam ihr Vater ist, oder? Diese ewig lange Diskussion mit Sohn, was ein Sohn und Sohn Gottes und so weiter, da sieht man nochmal sehr schön, dass Sohn einfach auch bedeutet, dass man sozusagen diese Eigenschaft hat.

[21:04] Noch eine Liste finden wir in 1. Timotheus, Kapitel 1. Kapitel 1, Paulus schreibt den Brief an Timotheus, das ist jetzt nicht an eine Gemeinde, sondern an einen Gemeindeleiter, den Timotheus. Und der soll jetzt folgendes hier berücksichtigen, Vers, äh Kapitel 1, Entschuldigung, 1. Timotheus 1, Vers 8 bis 10.

[21:33] 1. Timotheus 1, Vers 8 bis 10.

[21:36] Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn man es gesetzmäßig anwendet und berücksichtigt, dass einem Gerechten kein Gesetz auferlegt ist, sondern gesetzlosen und widerspenstigen Gottlosen und Sündern, Unheiligen und Gemeinen, solchen, die Vater und Mutter misshandeln, Menschen töten, Unzüchtigen, Knaben schändern, Menschenräubern, Lügnern, Meineidigen und was sonst der gesunden Lehre widerspricht.

[22:03] Genau, hier haben wir wieder ein paar Begriffe, die wir schon kennen, zum Beispiel, was ist schon wieder vorgekommen? Also Menschen töten, ja Mörder, Unzüchtige, genau, Knaben schändern hatten wir auch schon, Räuber hatten wir schon, Lügner, Meineidige, was sind neue Begriffe? Sklavenhändler, ja, also interessant, ja und? Ruchlose, okay, Vater und Mutter misshandeln, das ist eine Übertretung von Gebot Nummer 5, das hatten wir bisher noch nicht.

[22:40] Also wir sehen hier, wenn man die Listen zusammen nimmt, dann bekommt man ein immer deutlicheres Bild, er hat auch wieder allgemeine Begriffe wie Gottlose und Sünder. Da sieht man also, das ist nicht alles auf einer Kategorie, Gottlose und Sünder sind eigentlich quasi die Überschrift über all das. Und interessant ist auch Widerspenstig, die rebellischen, die sich nicht unterordnen wollen, das sind so Geisteshaltungen, die sich offenbaren.

[23:04] Und jetzt macht er was interessantes in dem Vers 9, er sagt ja, wie kann man erkennen, dass man so etwas hat oder dass man zu dieser Gruppe gehört? Ja genau, er macht, im Vers 8 und 9 spricht er was über das Gesetz, was ist sein Punkt, den er jetzt über das Gesetz hier sagt? Was ist sein Argument im Vers 8 und 9?

[23:32] Ja, das Gesetz ist gut und wenn jemand so Dinge aber tut, die nicht nach dem Gesetz Gottes sind, dann ist es automatisch ganz schlecht. Ja das stimmt, er sagt, das Gesetz ist gut, aber er sagt, dem Gerechten ist kein Gesetz auferlegt, das ist ein bisschen merkwürdig erstmal. Was meint er damit, wenn er sagt, sondern den Gesetzlosen, was will er damit sagen? Der Gerechte kommt nicht in einen Konflikt mit dem Gesetz. Das Gesetz existiert oder das Gesetz wird offenbar gemacht, vor allem auch unter anderem, um dem Sünder zu zeigen, dass er sündig ist.

[24:15] Denn was er anders sagt, der Gerechte bräuchte eigentlich gar nicht die 10 Gebote aufgeschrieben vor sich, denn er hält sie ja sowieso schon. Das Gesetz ist auch ein Spiegel. Ja, das ist ein Spiegel, genau. Ihr wisst vielleicht, Ellen Weitz sagt, im Himmel haben die Engel lange gar nicht gewusst, dass es ein Gesetz gibt. Und zwar nicht, weil Gott es ihnen vorenthalten hat, sondern weil sie es ja im Herzen hatten. Das war, wie sie normal immer sind.

[24:41] Und was Paulus also sagt ist, das Gesetz ist unter anderem da, damit wir erkennen, wo wir nicht mit Gottes Willen übereinstimmen. Das heißt in dieser großen Frage, wie kann ich verhindern, dass ich, also wenn ich nicht im Höllenfeuer vernichtet werden möchte, wenn ich ewig leben will, was brauche ich dann? Paulus sagt, du brauchst das Gesetz, damit du überhaupt erkennst, dass du einen Löser brauchst, den du dann annimmst und durch dessen Gerechtigkeit du wirklich gerecht wirst. Und deswegen sind diese Listen immer und immer wieder da. Paulus wird nicht müde, sie aufzuschreiben in verschiedenen Gelegenheiten und auch jetzt am Ende hier in der Offenbarung.

[25:24] Schauen wir mal zurück in Offenbarung und dort Offenbarung Kapitel 21. Und dort haben wir jetzt ja diesen Abschnitt gelesen, die unzüchtigen Zauberer, Götz und Diener, alle Lügner. Ihr Teil wird in dem See sein, das von Feuer und Schäfeln brennt, das ist der zweite Tod, den kennen wir schon aus Offenbarung 20, oder? Aber es gibt noch eine Liste von Offenbarung Kapitel 3, Vers 5, das habe ich schon vor Jahren.

[26:04] Also in Kolosser 3, Ab 5 steht da etwas, so ertötet nun eure Glieder auf Erdensinn und Sucht und Koschei und da kommt etwas, Leidenschaft, böse Begierde und die Habsuchung und so weiter, also das steht auch. Ja, stimmt, genau, da kommt ja in Vers 8 wieder Zorn, Wut, Bosheit, Lästung, hässliche Redensarten aus eurem Mund. Also das ist jetzt nicht vollständig, auch im Römerbrief gibt es ja so Listen und so weiter.

[26:30] Also die Idee ist sozusagen, da gibt es eine ganze Reihe von solchen Listen, die quasi Beispiele geben, um ein bisschen deutlich zu machen, wie zeigt sich ein fleischliches Herz im Herzen. Aber zurück zu Offenbarung 21. Offenbarung sagt jetzt genau dasselbe, nur mit anderen Worten, was Paulus sagt. Paulus sagt, sie werden das Reich Gottes nicht erben.

[26:49] Jetzt sind wir hier in Offenbarung 21 ja quasi an der letzten Wegschneise, an der letzten Kreuzung, weil das nächste, was passiert ist, dass die Sünde ausgelöscht wird. Und die Frage, die sozusagen jetzt hier noch einmal thematisiert wird, ist, was ist das Kriterium, um ewig zu leben, was ist das Kriterium, um verloren zu gehen. Weil Offenbarung 20, haben wir gesagt, beschreibt, das wiederholen wir jetzt nicht, aber haben wir letztes Mal ausführlich behandelt, Offenbarung 20 beschreibt ja in mehreren Linien das Geschehen während der tausend Jahre. Was auf der Erde passiert, was im Himmel passiert, was nach den tausend Jahren passiert, wie die Stadt vom Himmel kommt, wie das Feuer vom Himmel fällt, wie die Stadt umringt wird vorher.

[27:29] Alles wird beschrieben, aber die eine Frage, die in Offenbarung 20 erstmal nicht direkt beschrieben wird, sondern die wir aus der Bibel heraus sonst wissen, aber die jetzt hier an der Stelle nochmal thematisiert wird, ist, was ist das Kriterium. Kurz zusammengefasst, wenn ich das alles lese in Offenbarung 20, möchte ich ja wissen, was muss ich tun, um auf der richtigen Seite zu sein. Und Offenbarung 20 Vers 6 bis 8 beschreiben eigentlich sehr schön und sehr zusammenfassend eigentlich dieses Evangelium.

[28:00] Und eigentlich muss man Vers 6 bis 8 jetzt quasi zusammenfassen. Nämlich, oder man könnte eigentlich auch Vers 5 sagen.

[28:12] Und der auf dem Thron saß, sprach, siehe ich mache alles neu und er sprach, schreibe denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss. Die Grundlage von allem ist, Gottes Wort ist verlässlich. Was er sagt, das ist wahr, also das ist das Fundament, Gottes Wort.

[28:26] Und dann sagt Gott, Anfang und das Ende, es ist geschehen, ich bin das Alpha und das Omega. Er hat alles in seiner Hand, es gibt sozusagen nichts, was ihm A und O, genau.

[28:47] Er hat alles in seiner Hand und dann sagt er jetzt folgendes, ich will dem Dürsten geben aus dem Quell des Wasser des Lebens umsonst. Das heißt, wir haben jetzt hier ein Quell sozusagen. Da kommt das Wasser des Lebens und das kommt für wen? Moment, das kommt noch. Für wen ist das Wasser des Lebens gegeben? Für den, der dürstet, also potenziell für wen? Für jeden, oder? Das Wasser des Lebens ist potenziell für jeden da. Jeder, der Durst hat, kann nehmen und muss nichts bringen.

[29:31] Das heißt, was Gott sagt und das ist jetzt das Evangelium quasi in wenigen Schritten auf den Punkt gebracht. Gott sagt, ich habe hier eine Möglichkeit, jeden zu retten, es ist frei für jeden. Man muss sich nicht qualifizieren, man muss keine Vorbedingungen erfüllen, man kann kommen, wie man ist.

[29:49] Und jetzt kommt es, dieses Wasser des Lebens ist frei für alle. Und was ist also jetzt das, was der Mensch tun muss als Reaktion, Vers 7? Es gibt zwei Reaktionen, die ich auf dieses Wasser des Lebens haben kann.

[30:06] Entweder, also das ist Vers 5 und das ist jetzt Vers 6. Entweder ich überwinde. Wie überwinde ich? Haben wir gelernt? Wie überwinde ich? Wir haben gesagt, es sind drei Punkte beim Überwinden.

[30:25] Erstens, Sie haben, Sie überwinden durch das Blut des Lammes. Blut des Lammes, also das Blut des Lammes ist das Wasser des Lebens, oder? Das Wasser des Lebens ist ja nur ein anderes Bild dafür. Das Blut des Lammes reinigt mich, das Wasser des Lebens schenkt mir ewiges Leben.

[30:45] Sie glauben das, Sie glauben genau das. Und was machen Sie noch? Sie glauben das und Sie bekennen sich dazu. Sie haben ihr Leben durch das Blut des Lammes und durch das Wort Ihres Zeugnisses. Sie bekennen sich dazu, dass Sie durch Jesus freigemacht worden sind. Und Sie sagen das von gerne. Und wie lange machen Sie das? Bis in den Tod.

[31:15] Sie glauben bis in den Tod und bekennen sich zu dem Evangelium, zu dem Sie selbst vor sich aus nichts beitragen können, aber mit dem Sie kooperieren, indem Sie es aus Glauben annehmen. Und was ist die Gegenseite? Vers 8.

[31:32] Das sind die, die, ja genau, zuerst die, als ersten die, die Feiglinge. Was machen die? Die Feiglinge, sie weichen zurück. Die einen nehmen es an, die anderen weichen zurück.

[31:47] Das heißt, am Ende geht es um dieses Wasser des Lebens. Wie stehe ich zu diesem Wasser des Lebens? Wenn ich es annehme und dazu stehe und das bis ans Ende tue, selbst wenn ich umgebracht werde, habe ich ewiges Leben. Wenn ich zurückweiche und nicht glaube, was im Umkehrschluss bedeutet, dass hier geglaubt wird, dann passiert was? Ich habe all diese Sünden, die aufgeschrieben werden.

[32:14] Das ist ein Beispiel, Sünden, Sünden, Sünden. Was heißt das im Umkehrschluss? Wenn der Nichtglaube dazu führt, dass all diese Sünden in meinem Leben sein werden, was bewirkt dann der Glaube? Dass diese Sünden nicht mehr da sind.

[32:30] Hier wird zwar nicht gesagt, dass sie die Gebote halten, aber der Gegensatz macht deutlich, dass die, die hier sind, die durch das Blut des Lammes und durch das Zeugnis ihres Wortes bis in den Tod treu gewesen sind, dass sie genau diese Sünden eben nicht mehr haben. Das heißt, sie halten das Gesetz Gottes. Wie halten sie das Gesetz Gottes? Indem sie ständig auf die zehn Gebote geschaut haben und gesagt haben, das muss ich tun, das muss ich tun, das muss ich tun? Nein, indem sie sich zum Blut des Lammes bekannt haben und zwar bis in den Tod.

[33:03] Dieses Wasser des Lebens als umsonst, das hat sie gereinigt und hat in ihnen den Gehorsam bewirkt, mit dem sie gerne kooperiert haben. Während die, die zurückweichen, die bleiben in ihren Sünden. Das heißt, wir haben hier eigentlich in drei, vier Versen das gesamte Evangelium auf eine unfassbar schöne, ausgewogene Art beschrieben.

[33:25] Sehr wichtig, weil es ist der letzte Aufruf hier. Was danach kommt, ist nur noch neues Jerusalem. Das ist das letzte Mal hier sozusagen, dass die beiden Seiten gegeneinander gegenübergestellt werden. Und das passt natürlich sehr schön übrigens auch zur Offenbarung 22 später, wenn das heißt, dass diejenigen, die ihre Kleider gewaschen haben im Blut des Lammes oder auch in anderen Manuskripten, die die Gebote Gottes gehalten haben, das ist ein und dasselbe, das wird hier ganz deutlich, die haben dann ein Anrecht auf den Baum des Lebens.

[33:54] Halten wir fest, wir alle haben die Möglichkeit, nach 10.000 Jahren auf der richtigen Seite zu stehen. Dazu gibt es ein Wasser des Lebens, das fließt umsonst. Heute, hier, jetzt, in meinem Leben. Ich muss es annehmen, mich dazu bekennen, glauben, dass Jesus mein persönlicher Löser ist, dass ich ihn brauche und dann mit ihm leben, Tag für Tag, egal was der Satan in meinen Weg wirft, an Jesus festhalten, dann kann ich nicht verloren gehen.

[34:26] Wenn ich aber feige zurückweiche und an diesen Sünden festhalte und sie nicht in das Blut des Lammes hineintauche, dann werde ich sicher verloren gehen. Paulus sagt, irrt euch nicht, da gibt es keine Mischzone, keine Grauzone. Wir alle müssen die Entscheidung fällen, wir müssen zum Wasser des Lebens kommen, mit all unseren kleinen, großen, verdeckten, bekannten, mit allen Sünden, die wir haben, müssen wir da kommen, jeden Tag und uns reinwaschen und die Gerechtigkeit Jesu annehmen, dass er uns verwandeln kann.

[35:01] Wollen wir Gott bitten, wollen wir Jesus bitten, dass wir von diesem Wasser des Lebens jeden Tag trinken dürfen. Lass uns noch gemeinsam beten.

[35:15] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir in der Offenbarung auf Mark 21, so eine schöne Beschreibung des Evangeliums haben und dass du zu uns gesprochen hast und uns deutlich gemacht hast, dass wir alle eine Entscheidung fällen müssen und dass es nur zwei Seiten am Ende geben wird und dass jeder, absolut jeder, der möchte, gerettet werden kann. Schenk du uns jeden Tag Zeit, Gelegenheit und auch Freude, von diesem Wasser des Lebens zu trinken, dass unsere Beziehung zu dir immer inniger und stärker wird. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2020 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.