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In dieser Predigt beleuchtet Christopher Kramp die tiefgreifende Frage „Was hast du getan?“ anhand biblischer Geschichten, beginnend mit Kain und Abel. Er untersucht die Bedeutung dieser Frage aus Gottes Perspektive und wie sie sich im Laufe der Zeit wandelt, bis hin zur Frage, die Pilatus an Jesus stellt. Die Predigt betont Gottes unendliche Geduld und Liebe, selbst gegenüber Sündern, und lädt dazu ein, Vertrauen in Gott zu setzen, der freundlicher ist als jeder Mensch.


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Serie: Predigten

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Transkript

[0:00] Gesegneten Sabbat. Das ist einer der letzten Sabbate in diesem Jahr. Ich weiß nicht, wie es euch geht, wenn ihr über 2019 noch einmal rüberschaut. Schon erstaunlich, was ein Jahr so alles bringen kann, oder? Und wir werden in den nächsten Tagen uns hier wahrscheinlich ein bisschen Gedanken machen. Was bringt das neue Jahr? Was werden wir uns vornehmen? Vielleicht sollten wir uns auch fragen, was ist in diesem Jahr in meinem Leben geistlich passiert? Hat mich dieses Jahr 2019 näher zu Gott gebracht? Bin ich immer noch auf derselben Stufe? Bin ich sogar ein bisschen weiter weg von Gott, als ich das Ende 2018 war? Darüber nachzudenken hilft vielleicht, die richtigen Entscheidungen zu fällen für 2020. Vielleicht darüber nachzudenken, was ich mir vorgenommen habe für dieses Jahr, was habe ich umgesetzt, was nicht. Es lohnt sich, darüber nachzudenken, wie unser Leben mit Gott verläuft. Nicht nur Tag für Tag, sondern auch in den größeren Abschnitten. Denn Gott hat verheißen, dass wir immer näher zu ihm kommen können. Heute ist Sabbat. Und Sabbat ist wozu da? Nachzudenken über die Schöpfung. Kleine Idee.

[1:31] Ich gehe jeden Morgen, fast jeden Morgen, draußen ein paar Minuten spazieren für die Andacht. Und vor einigen Wochen ging ich draußen und es war noch dunkel. Und ich habe den Mond angeschaut. Der Mond ist ja ganz interessant, sieht jeden Tag ein bisschen anders aus. Und als ich den Mond so anschaute, es war gerade, wie sagt man, nicht Vollmond, Neumond, Halbmond, die Hälfte. Und während ich mir den so angeschaut habe beim Bibellesen, da ist es mir, ist eigentlich eine ganz offensichtliche Sache, aber ist es mir so bewusst geworden, ich sehe die Hälfte vom Mond nicht. Ich sehe nur die Hälfte, die vom Sonnenlicht angestrahlt wird. Die andere Hälfte, die kann man so erahnen, man kann ja so einen Kreis ziehen und denken, da ist wahrscheinlich, wenn man ganz genau hinschaut, sieht man vielleicht so ein bisschen die Umrisse. Aber im Grunde genommen sieht man die dunkle Seite des Mondes nicht. Und das liegt jetzt nicht daran, dass die andere Seite, die hell ist, irgendwie besser wäre als die dunkle, oder? Man sieht die helle Seite nur aus einem einzigen Grund, sie hat sich zur Sonne gewandt. Der Teil des Mondes, der zum Licht gewandt ist, den sieht man und der ist ein Segen. Der Teil, der nicht zur Sonne gewandt ist, der nützt uns erstmal gar nicht so wirklich was und den sieht man auch gar nicht richtig. Und da ist mir der Gedanke gekommen, ich glaube, wir sind auch so ein bisschen wie der Mond. Wenn wir zur Sonne gewandt sind, dann sind wir ein Licht für andere Menschen. Und dann macht unser Leben richtig Sinn. Und wenn wir uns wegwenden von dem Licht, sind wir noch derselbe Körper, derselbe Himmelskörper, also derselbe Mond sozusagen. Aber wir werden quasi unsichtbar für andere und ohne Segen. Und deswegen möchte ich mich und uns alle einladen, dass wir uns heute wieder vornehmen, uns zur Sonne der Gerechtigkeit hinzuwenden. Es ist nicht unser eigenes Licht, das wir produzieren, aber wenn wir uns zu ihm wenden, dann werden wir ganz automatisch das Licht auch woanders hin reflektieren.

[3:48] Wir wollen heute eine Frage behandeln. Und diese Frage hat nur vier Worte. Es ist eine einfache Frage, aber eine sehr interessante Frage. Und um diese Frage besser zu verstehen, werden wir eine Geschichte lesen. Und zwar eine Geschichte, die ihr alle gut kennt. Wahrscheinlich könnt ihr sie perfekt nacherzählen. Wir werden sie trotzdem lesen. Sie ist nicht zu lang. Wir werden sie Vers für Vers lesen. Wir werden uns Gedanken machen zu den einzelnen Versen. Wir werden genau lesen. Und am Ende werden wir diese bekannte Geschichte, die wir alle gut kennen und die wir uns genauer angeschaut haben, um besser zu verstehen, was da eigentlich steht, werden wir sie ganz kurz mit einer anderen Geschichte vergleichen, die wir auch gut kennen. Und wenn wir damit fertig sind, hoffe ich, werden wir etwas über Gott gelernt haben. Etwas, das ihn näher zu uns bringt. Es ist eigentlich, und ich sage bewusst eigentlich, die Geschichte vom verlorenen Sohn. Und die Frage, die wir behandeln wollen, ist, was hast du getan? Und bevor wir beginnen, möchte ich einladen, dass wir Nina knien für ein Anfangsgebet.

[5:10] Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir, weil wir hierher gekommen sind, um dein Wort zu hören. Wir kommen mit unterschiedlichen Lasten, mit unterschiedlichen Sorgen, vielleicht mit Sünden in unserem Herzen, mit Zweifeln, mit Problemen, mit Vorfreude vielleicht. Du allein kennst unsere Herzen ganz genau. Du weißt ganz genau, was jeder Einzelne von uns braucht. Und Herzen ist dein Wort. Und du hast verheißen, dass dein Wort niemals einfach nur ohne Nutzen in unser Leben kommt, sondern dass es immer die Kraft mit sich bringt, unser Herz auch zu verändern. Und so bitte ich dich, dass du die Worte, die jetzt gesprochen werden, so in jedes Herz übersetzt, dass es unsere persönlichen Anliegen, Fragen und Probleme, Sorgen und Nöte besonders trifft. Und dass wir dich kennenlernen, noch viel besser kennenlernen, als den, der für uns da ist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen. Schlagt mit mir eure Bibeln auf.

[6:26] Zu 1. Mose. 1. Mose, Kapitel 4 und dort Vers 10. 1. Mose, Kapitel 4, Vers 10. Er aber sprach, was hast du getan? Das ist eine bemerkenswerte Frage. Vier Worte nur. Was hast du getan? Ich bin mir sicher, wir alle haben diese Frage schon gestellt, oder? Man kann sie in unterschiedlichen Situationen stellen. Man kann fragen, was hast du getan? Man kann fragen, was hast du getan? Man kann fragen, was hast du getan? Man kann fragen, was hast du getan? Je nachdem, wie man die Frage betont, hat sie einen ganz unterschiedlichen Aussagewert. Je nachdem, wer die Frage stellt, gibt es ein unterschiedliches Licht. Ich weiß nicht, wie du dir vorstellst, wie diese Frage damals klang, vor fast 6.000 Jahren. Er aber sprach, was hast du getan? Das Besondere an dieser Frage ist, wer sie stellt. Denn er ist niemand anderes als wer. Gott stellt die Frage. Etwas Besonderes an der Frage ist, dass Gott sie stellt. Gott stellt die Frage, was hast du getan? Was noch Besonderes ist, ist an wen er die Frage stellt. Es ist Gott, der die Frage stellt, was hast du getan? An wen? An einen Menschen namens Kain. Und ihr kennt die Geschichte zu gut, um nicht zu wissen, in welchem Zusammenhang er diese Frage stellt. Wir wissen, er stellt diese Frage einem Mörder, dem ersten Mörder nach dem ersten Mord. Hier ist Gott, der Schöpfer und König des Universums. Und er spricht zu einem Sünder und stellt ihm die Frage, was hast du getan? Und das Bemerkenswerte an der Frage ist, sie ist nicht informatorischen Charakters. Gott muss nicht informiert werden, was er getan hat. Woher wissen wir das? Der Vers geht ja weiter. Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von dem Erdboden. Gott weiß, was passiert ist. Also halten wir fest, hier spricht Gott zu einem Sünder, wissend was passiert ist und stellt diese bemerkenswerte Frage, was hast du getan? Was uns deutlich machen muss, Gott sagt niemals etwas umsonst. Und wenn er schon weiß, was er getan hat, müssen wir uns die Frage stellen, was bedeutet dann diese Frage? Was hat sich Gott dabei gedacht, als er einen Sünder fragte, was hast du getan? Und diese Frage wollen wir heute etwas genauer untersuchen.

[9:58] Und dazu müssen wir noch mal von vorne anfangen, bevor wir hier gleich wieder eintauchen werden. In Vers 1. Ihr kennt die Geschichte und ich werde sie nicht lange ausschmücken, aber wir werden uns ein bisschen entlang enthangeln und ein bisschen genauer hinschauen, um zu sehen, warum Gott diese Frage stellt. Was hast du getan? Vers 1. Und Adam erkannte seine Frau Eva und sie wurde schwanger und gebar den Kain. Und sie sprach, ich habe einen Mann erworben mit der Hilfe des Herrn, deswegen nannte sie ihn Kain, denn Kain heißt übersetzt, steht vielleicht auch in eurer Bibel in der Anmerkung, Kain heißt übersetzt, erworben, Besitz, Erwerb. Die Eva war stolz, einen Sohn geboren zu haben. Und für die Eva war das nicht nur die natürliche Muttersfreude, ich bin Mama geworden, da schwang noch mehr damit, denn sie hatten noch zu genau im Ohr, was einige Zeit vorher im Garten eben zu ihnen gesagt worden war, ich will Feindschaft setzen zwischen dir, also eigentlich zu der Schlange und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen, er wird dir den Kopf zertreten. Irgendjemand, der von der Frau geboren wird, würde den Satan besiegen. Irgendjemand wäre dieser Erlöser der Menschheit und Adam und Eva fragten sich ganz aufrichtig, ist es vielleicht schon Kain? Ist er derjenige? Er ist ja der Same, der Frau von Eva. Aber die Enttäuschung folgte wohl ziemlich bald. Der Kain ist nicht wohl erst 13 Jahre oder 14 geworden, als die Eltern merkten, auch Kain ist ein Sünder. Auch Kain folgt den mittlerweile im Menschen vorhandenen bösen Tendenzen. Kain ist nicht der Erlöser.

[12:06] Fest 2 Und weiter gebar sie einen seinem Bruder Abel und Abel wurde ein Schafhirte, Kain aber ein Ackerbauer. Interessant ist, dass weniger über Abel hier gesagt wird, als über Kain. Abel ist etwas weniger betont. Auch sein Name macht irgendwie deutlich, dass er vielleicht nicht ganz so den Stellenwert hatte, wie Kain, denn Kain heißt Erwerb, Erworbenes, aber Abel heißt Nichtiges, ein Hauch, so etwas, das irgendwie so verschwindet, ein Hauch. Und es geschah, Fest 3, nach geraumer Zeit, dass Kain dem Herrn ein Opfer darbrachte von den Früchten des Erdbodens. Es ist zum ersten Mal in der Bibel der Fall, dass das Wort Opfer erwähnt wird. Nun, Opfer gab es schon vorher, oder? Seit wann gab es Opfer, auch wenn sie noch nicht als Opfer benannt sind? Seit wann gab es schon die Opfer? Seit einer Seite vorher, oder? Seit 1. Mose 3, seit dem Sündenfall, seit der Verheißung, dass der Erlöser kommen würde, gab es am selben Tag das erste Opfer, denn wir lesen 1. Mose 3, Fest 21. Und Gott, der Herr, machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie von Anfang an. Wussten die Menschen, dass der kommende Erlöser dargestellt wird durch ein Opfertier. Aber Kain brachte kein Tier. Er brachte Früchte. Er brachte Früchte von guter Qualität, aber offensichtlich war ihm nicht so wohl bei dem Gedanken, ein Lamm zu schlachten. Wir lesen, dass ihm das nicht gefiel, dass ein Erlöser für ihn kommen würde, dass er sich abhängig machen müsste von jemand anderem. Er zweifelte an der Verheißung. Er glaubte nicht wirklich, dass er einen anderen bräuchte für seine Probleme.

[14:26] Vers 5. Und auch Abel brachte ein Opfer da, von den Erstlingen seiner Schafe und von ihrem Fett. Und der Herr sah Abel und sein Opfer an, aber Kain und seine Opfer sah er nicht an. Abel tat das, was Gott gefordert hatte. Wir lesen und ihr wisst es in der Brea 11, dass er das aus Glauben tat. Ellen White sagt uns, dass Kain sein Opfer brachte, weil er dachte, er muss was für Gott tun. Aber Abel brachte sein Opfer, weil er wusste, ich brauche jemanden, der für mich da ist.

[15:10] Kain und Abel, zwei Menschen mit zwei unterschiedlichen Ideen von Gottesdienst, denn beide glaubten an Gott. Beide kamen zu dem Ort, wo man Gott anbetete. Das war nämlich, wie wir gleich noch sehen werden, am Eingang zum Garten Eden. Und beide brachten Opfer, beide gaben etwas für Gott. Beide waren der Meinung, dass sie den Segen Gottes benötigen. Aber nur einer war wirklich davon überzeugt, dass er einen Erlöser braucht. Nur einer war davon überzeugt, dass er alleine nicht ausreicht, dass der kommende Erlöser für ihn sterben muss. Der andere, Kain, der zweifelte daran. Es gibt Menschen, die dienen Gott mit dem festen Blick auf den Erlöser und dann gibt es Menschen, die dienen Gott der Form halber. Die kommen in den Gottesdienst, weil man in den Gottesdienst kommt, weil sie irgendwie glauben, dass es Gott gibt. Kain wollte Gottesdienst feiern, aber ohne Jesus. Er wollte beten, aber ohne Jesus. Er wollte singen, aber ohne diesen Erlöser.

[16:35] Diese beiden Brüder waren sehr eng miteinander verwoben. Der Mose, der war ja nicht nur ein großer Prophet und ein großer Rechtsgelehrter und ein großer Mann Gottes, er war auch ein großartiger Schriftsteller. Und als er die Geschichte aufgeschrieben hat, hat er ganz sorgfältig das so geschrieben, dass uns bewusst wird, dass man Kain und Abel eigentlich gar nicht trennen konnte. Kain und Abel werden erwähnt und schaut mal, wie sie erwähnt werden. Ab Vers 1. Adam erkannte seine Frau Eva und sie wurde schwanger und gebar den Kain. Vers 2. Und sie gebar seinen Bruder Abel. Und jetzt? Und Abel wurde ein Schafhütte, Kain aber ein Ackerbauer. Dann Vers 3. Und es geschah nach geraumer Zeit, dass Kain dem Herrn ein Opfer dabeachte von den Früchten des Erdbodens und auch Abel brachte ein Opfer da. Und dann wieder? Und der Herr sah Abel und sein Opfer an, aber Kain und sein Opfer. Also Kain und Abel, Abel und Kain, Kain und Abel, Abel und Kain. Das wechselt immer und zwar nicht zufällig. Um deutlich zu machen, die hängen beide zusammen, sie sind Brüder. Aber es heißt, dass nur einer ein Opfer da brachte, das Gott akzeptieren konnte.

[17:42] Gott sah nur das Opfer von Abel an. Wie müssen wir uns das vorstellen, dass Gott das Opfer von Abel ansah? Haben die irgendwie in den Himmel gucken können und sehen können, wo er hinblickt? Wodurch wurde deutlich, dass das eine Opfer akzeptiert war und das andere nicht. Wir wissen aus der Geschichte von Elia, als auch zwei Opfer gebracht wurden, ganz deutlich, welches Opfer akzeptiert war und welches nicht. Wodurch wurde deutlich in der Geschichte von Elia und den Walzpriestern, welches Opfer akzeptiert war. Das Feuer vom Himmel machte deutlich, das ist das Opfer, das ich akzeptiere. Wie war das, als die Stiftshütte eingeweiht wurde und sie ein Opfer brachten und Gott deutlich machen wollte, ich akzeptiere diese Stiftshütte. Was war passiert mit dem Opfer? Da fiel Feuer vom Himmel, als Salomo den Tempel baute und Opfer brachte. Was machte Gott, um deutlich zu machen, ich akzeptiere diesen Tempel. Feuer vom Himmel. Da fiel Feuer vom Himmel auf das Opfer von Abel. Übrigens, ich muss die Fußnote machen. Ihr wisst schon, ich rede ständig vom Sinai. Aber was war beim Sinai? Da war Feuer vom Himmel. Könnte es sein, dass Gott am Sinai deutlich machen wollte, ich akzeptiere euch, wie ihr seid. Feuer vom Himmel, so wie bei Abel. Und genau das, was eigentlich die Akzeptanz Gottes ausdrücken sollte, war für die Israeliten eine Quelle der Angst. Aber wir wollen heute nicht über den Sinai sprechen. Aber Feuer ist immer ein Ausdruck für die Liebe Gottes und für seine Akzeptanz, ein Zeichen der Annahme. Aber keins Opfer konnte er nicht annehmen, denn es drückte nicht das Evangelium aus, in dem sich die Liebe Gottes offenbart.

[19:54] Und so lesen wir, da wurde kein etwas unzufrieden, ein bisschen eingeschnappt. Er fühlte sich auf den Schlips getreten, den es damals wohl noch gar nicht gab. Nein, es heißt, da wurde kein sehr wütend und sein Angesicht senkte sich. Man sieht manchmal den Menschen an, welche Emotionen sie haben. Man kann natürlich nicht den Fehler machen, aufgrund äußerer Dinge immer genau das Herz erforschen zu können. Im Herzen sind immer tiefere Schichten, als wir das ahnen. Aber ein Mensch zeigt schon auch durch sein Äußeres, was innerlich passiert. Und so lesen wir in Vers 6, dass Gott zu keinem spricht. Achtung, nicht zu Abel. Er hat zwar Abels Opfer akzeptiert, aber er lässt nicht kein Liegen und redet jetzt mit Abel. Gott redet mit dem, bei dem das Problem ist. Vers 6, und der Herr sprach zu keinem, warum bist du so wütend und warum senkt sich dein Angesicht.

[21:02] Also was mich an Gott fasziniert in diesen ersten Kapiteln der Bibel ist, er stellt Fragen über Fragen. Warum? Das Interessante an dieser Frage ist, er kriegt nicht mal eine Antwort. Gott will keinen retten, denn wisst ihr, Gott sah was kommen würde. Er sah, was alles passieren würde. Und so versucht er ihm deutlich zu machen, du kannst jetzt noch abbiegen. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du in deinem Herzen unzufrieden bist, wenn du vielleicht denkst, ach der andere, der ist immer so gerecht mit dem, was er sagt. Und du merkst, es ist irgendwie knirscht es in deinem Herzen. Dann redet Gott zu dir, damit du jetzt noch rechtzeitig abbiegst vom falschen Weg. Gott wollte ihm helfen und der nächste Satz macht das sehr deutlich. Und der ist nicht so einfach zu verstehen. Schaut mal, Vers 7. Ist es nicht so, wenn du Gutes tust, so darfst du dein Haupt erheben? Dann kannst du einfach fröhlich durchs Leben gehen. Wenn du aber nicht Gutes tust, jetzt lest genau mit, so lauert die Sünde vor der Tür und ihr Verlangen ist auf dich gerichtet, du aber sollst über sie herrschen. Der Satz ist merkwürdig, oder? Wer von euch hat sich schon mal über diesen Satz irgendwie gewundert? Schon gewundert über den Satz? Noch nicht gewundert über den Satz? Also ich finde den Satz sehr merkwürdig, so wie er da steht. Wir sollen über die Sünde herrschen? Wenn ihr was zum Schreiben habt, dürft ihr hier heute mal in eure Bibel schreiben. Der Satz ist suboptimal übersetzt und ich helfe euch jetzt ein bisschen, diesen Satz besser zu verstehen. Das geht los mit, wenn du aber nicht Gutes tust, so lauert die Sünde vor der Tür. Das Wort für Sünde, eine Minute Hebräisch, ist Ratha. Ratha klingt schon irgendwie so. Das Interessante an Ratha ist, es meint nicht nur die Sünde, es wird genauso auch verwendet, ganz oft, für das Sündopfer. Das ist für uns ein bisschen merkwürdig, weil für uns ist Sünde das eine und das Opfer was anderes, oder? Weil Sünde ist schlecht, das Opfer ist gut. Aber für den Hebräer war es ein und dasselbe. Denn was ist denn auf dem Sündopfer? Die Sünde. Das Sündopfer wird ja verzehrt, weil Gottes Feuer die Sünde verzehrt. Wenn ein Israelit auf das Sündopfer schaute, sah er die Sünde. Deswegen, wenn in dem dritten Mose von dem Sündopfer steht, wird immer gesagt, Sünde. Ratha. Das heißt, wenn hier steht die Sünde, kann entweder die böse Tat gemeint sein, als auch das Opfer, das für diese böse Tat gegeben wird. Und das Wort lauern heißt eigentlich nichts anderes als liegen. Was Gott also sagt mit anderen Worten ist, wenn du Böses tust, dann liegt ein Sündopfer vor der Tür. Wenn du Gutes tust, kannst du dein Haupt erheben, alles gut, aber wenn du Böses tust, gibt es eine Lösung. Du kannst nämlich ein Opfer bringen, ein Sündopfer vor die Tür des Gartenedens. Und dann geht es weiter, und zwar wörtlich im Hebräischen. Und sein Verlangen ist auf dich gerichtet, du aber sollst über ihn herrschen. Merkwürdig, oder? In dem Deutschen steht sie und das klingt wie Sünde, aber im Hebräischen ist der Wechsel ganz eindeutig. Das Ratha ist feminin, weiblich, aber das. Dann heißt es hier er, männlich. Und die meisten Übersetzer, die sagen, naja, aber ist ja trotzdem irgendwie die Sünde gemeint, die Sünde wird so personifiziert. Das glaube ich nicht. Ich glaube, Gott hat sich was dabei gedacht. Nämlich, woher kennt er diese Phrase, er wird über dich herrschen und dein Verlangen wird auf ihn gerichtet sein? Adam und Eva, ein Kapitel vorher. Und da geht es nicht zwischen dem Menschen und der Sünde, da geht es zwischen zwei Menschen und ihrer Beziehung. Nämlich Mann und Frau. Da geht es um die Frage, sozusagen, auch in Fragen, denn wenn es Schwierigkeiten gibt, wer hat sozusagen dann die leitende Rolle, sozusagen. Hatte Abel kein Problem mit zwischenmenschlichen Beziehungen, ja oder nein? Mit wem hatte er ein Problem? Mit seinem Bruder. Ellenweit sagt, er hasste ihn von dem Tag, als Gott das Feuer vom Himmel fallen ließ. Er hasste ihn. Warum hasste er ihn? Er war der Erstgeborene, er war der Ältere, er hatte den tollen Namen, er war der Stolz seiner Eltern und sein Bruder, der auf ihn hören sollte. Nicht wahr, jüngere Brüder müssen auf einen hören, oder? Seid ihr auch der Meinung, wer von euch hat jüngere Brüder? Die müssen auf einen hören, oder? Ich habe drei davon. Das hat auch nicht mal geklappt. Dass er, der jüngere Bruder, bei Gott akzeptiert ist und er, der ältere nicht, das hat ihn gewurmt. Und Gott sagt, wenn du Böses tust, gibt es die Möglichkeit, du kannst ein Opfer bringen, so wie Abel. Und dann wird die Beziehung wieder hergestellt. Er, dein Bruder, sein Verlangen wird auf dich gerichtet sein. Du wirst über ihn herrschen. Du wirst wieder in deiner richtigen Position. Die zwischenmenschlichen familiären Bande werden wieder hergestellt, wenn du das Opfer bringst, das du nicht bringen willst. Gott sagt, das Problem ist einfach nur, dass du mir dieses nicht an dieses Opfer glaubst. Wenn du an das Opfer glaubst, kann all der Zorn, der Hass, die bösen Emotionen, all das kann beseitigt werden. Es kann alles wieder hergestellt werden. Glaube mir, das Opfer verändert dein Herz.

[27:23] Was macht kein Acht? Und kein redete mit seinem Bruder Abel. Und es geschah, als sie auf dem Feld waren, da erhob sich kein gegen seinen Bruder und schlug ihn tot. Ihm war das Evangelium erneut präsentiert worden und er tut exakt das Gegenteil. Kein wollte kein Lamm töten, stattdessen tötet er seinen Bruder. Er wollte kein Lamm töten, stattdessen tötet er seinen Bruder. Könnt ihr sehen, dass Sünde ziemlich irrational ist? Und Gott kommt wieder zu keinem. Und man hat fast den Eindruck, als ist man zurückversetzt in den Garten Eden, als er fragt, da sprach der Herr zu keinem, wo ist dein Bruder Abel? Was hatte Gott in 1. Mose 3, Vers 9 gefragt? Wo bist du? Jetzt fragt er ein Kapitel später, Vers 9 interessanterweise. Wo ist dein Bruder? Gott stellt Fragen. Er kommt nicht, obwohl er alles weiß, hängt er nicht damit, lässt es nicht raushängen. Ich weiß sowieso alles. Er stellt Fragen über Fragen und fragt, wo ist dein Bruder? Er behandelt ihn wieder so, als ob er zunächst unschuldig ist. Er gibt ihm eine Möglichkeit und was sagt kein, ich weiß es nicht. Frage, war das die Wahrheit oder eine Lüge? Was kann dir passieren, wenn du Gott anlügst? Kennt ihr eine Geschichte, wo jemand Gott belogen hat? Adonais und Safira, was ist mit denen passiert? Die haben kein nächstes Frühstück mehr gegessen, die sind noch am selben Tag getötet worden, sind tot umgefallen. Kein wahr des Todes in diesem Moment, wenn nicht schon vorher wegen seiner Sünde, aber in diesem Moment, als er lügt, hätte Gott ihn sofort töten können. Was macht er nicht? Ich weiß es nicht und kein setzt noch einen drauf. Das klingt jetzt schon fast sarkastisch, oder? Im Hebräischen heißt es, der Hüter meines Bruders. Ich? Wörtlich, der Hüter meines Bruders. Ich? Soll ich meinen Bruder hüten? Ich meine, was war der Beruf von Abel? Ein Schafhirte. Und kein sagt, ich soll Hirte sein? Ich bin doch kein Hirte, auch nicht über meinen Bruder. Der hat ihn gerade umgebracht. Das Interessante ist, denkt wieder, Mose, nicht wahr, dieser brillante Schriftsteller. Schaut mal in Vers 8. Und kein redete mit seinem Bruder Abel. Und es geschah, als ob sie im Feld waren. Da hob sich kein gegen seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. Da sprach daherzu kein, wo ist dein Bruder Abel? Er antwortet, ich weiß es nicht, soll ich meines Bruders hüten sein? Also jetzt hat man es mittlerweile verstanden, die sind Brüder. Immer wieder wird wieder betont, das sind Brüder, Brüder, Brüder. Aber die Sünde macht alles kaputt.

[30:30] Und jetzt kommt die Frage, was hast du getan? Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von dem Erdboden. Frage, hört Gott Blut reden? Hört Gott eine Stimme, wenn er Blut sieht? Oder anders gefragt, hatte Gott in der Geschichte schon mal Blut reden hören? Steht nicht da, aber wir können den Schluss folgern, denn als Abel sein Opfer brachte, da blute es oder? Es war ein blutiges Opfer und als Gott das blutige Lamm sah, hörte er eine Stimme. Oder? Hat Gott nicht eine Stimme gehört, als das Lamm blutete? Was für eine Stimme hat Gott gehört? Was hat das Lamm des Blutes gesprochen zu ihm? Das Lamm des Blutes hat gesagt, hier ist jemand, der glaubt an das Evangelium. Das Lamm des Blutes sprach von Vergebung, von Gnade, von Liebe, davon, dass Gott selbst Mensch werden würde. All das sprach das Blut des Lammes. Das Blut des Ermordeten sprach eine andere Sprache. Das Blut vom Lamm sprach die Sprache des Evangeliums. Das Blut von Abel sprach die Sprache der Gerechtigkeit. Welche Sprache wünscht ihr, dass Gott hört in eurem Leben? Welche Sprache ist die schönere Sprache? Kein hätte ein Lamm schlachten können und das Blut hätte geredet von Liebe und Vergebung. Stattdessen schlachtete er seinen Bruder und das Blut sprach etwas anderes. Vielleicht versteht ihr jetzt, warum in Hebräer steht, in Hebräer 12 und dort in Vers 24, Hebräer 12 Vers 24, dort steht es interessant, und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als das Blut Abels.

[33:12] Was hast du getan? Kennt ihr noch eine Geschichte in der Bibel, wo diese Frage gestellt wird? Diese Frage heilt durch die Jahrhunderte, sie springt durch die Seiten der Bibel und kommt immer mal wieder vor. Zum Beispiel, schauen wir uns zwei Beispiele an hier. In Joshua 7, und ihr ahnt schon, Joshua 7 ist auch keine glückliche Geschichte. Joshua 7 ist auch so ein tragischer Fall. In Joshua 7, da wird Ei nicht erobert, weil ein Mann gegen Gottes Gebot sündigt und daran festhält. Wie heißt dieser Mann? Achan. Und schaut in Joshua 7, Vers 19, da ist es jetzt Joshua, der zu Achan spricht. Und Joshua sprach zu Achan, mein Sohn, gib doch dem Herrn, dem Gott Israels, die Ehre und lege ein Geständnis vor ihm ab und sage mir, was hast du getan? Verbirge es nicht von mir. Und ihr wisst, wie die Geschichte ausgeht. Dieser Mann hat eine Sünde begangen und er will sie nicht zugeben, bis es zu spät ist. Und das führt zu einer Katastrophe für das ganze Volk. Und der Mann geht verloren. Was hast du getan? In 1. Samuel 13, und vielleicht wisst ihr auch, was in 1. Samuel 13 ist. Noch ein paar Jahrhunderte später, dort haben wir Samuel, der die Frage stellt, und zwar an König Saul. Der hat gerade eine vergleichsweise kleine Sünde begangen. Cain hatte gemordet. Achan hatte gestohlen. Saul war nur ungeduldig. Aber es war der Anfang eines Weges immer weiter nach unten. Nicht, weil die Sünde unvergebbar war, sondern weil er keine Vergebung suchte. Und in 1. Samuel 13, Vers 11 heißt es, Samuel aber sprach, was hast du getan? Bei Cain sehen wir den Weg abwärts und er endet im Ruin. Bei Achan sehen wir den Weg abwärts und er endet im Ruin. Bei Saul sehen wir den Weg abwärts und er endet im Ruin. Und jedes Mal an einem Zeitpunkt in ihrem Leben steht entweder Gott oder ein Mann Gottes vor ihnen und stellt die Frage, was hast du getan? Das ist unnötig. Das Evangelium war dir bekannt. Klar, du hättest es nur glauben müssen. Es war alles da. Gott ist so gnädig.

[35:27] Was hast du getan? Und jetzt zurück in 1. Mose 4. Sagt Gott im Vers 11, 1. Mose 4, Vers 11. Und nun sollst du verflucht sein von dem Erdboden hinweg, der seinen Mund aufgetan hat, um das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen. Wir wissen aus anderen Stellen der Bibel, aus 5. Mose 28, woher kommt der Fluch? Im Gegensatz zum Segen, woher kommt der Fluch? Woher kommt der Fluch? Ihr kennt Segen und Fluch, oder? 5. Mose 28, 3. Mose 26. Segen und Fluch hängen an welcher Sache? Gehorsam oder ungehorsam dem Gesetz Gottes gegenüber. Wenn ich Gottes Gebote breche, bin ich verflucht. Also sagt Gott hier nicht übrigens, ich habe mir jetzt überlegt, wie kann ich dich bestrafen? Ah, ich werde dich verfluchen. Nein, nein, nein, nein. Gott sagt nur das, was schon Realität ist. Er offenbart nur das, was kein schon längst jetzt erlebt. Du bist verflucht, weil du das Evangelium, die Gnade nicht annimmst. Du bist verflucht.

[36:35] Vers 12. Wenn du den Erdboden bebaust, soll er dir künftig seinen Ertrag nicht mehr geben. Ruhelos und flüchtig sollst du sein auf der Erde. Wer war der erste Mensch, der verflucht worden war? Kein war der Dritte, aber du hast fast recht. Wer war der Erste? Adam. Aber als Adam den Fluch hörte, war ihm gesagt worden, du wirst dich in Zukunft nicht mehr ernähren können. Nein. In 1. Mose 3 lesen wir in Vers 17 und Adam sprach, weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach, du sollst nicht davon essen, so sei der Erdboden verflucht um deinen Willen. Achtung, mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang. Und dies soll er dir tragen und du sollst das Gewächs des Feldes essen. Im Schweißen deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zurückkehrst zum Erdboden, denn von ihm bist du genommen und so weiter. Trotz des Fluches konnte Adam noch ernten. Warum? Warum? Weil Gott gesagt hatte, ich habe ein Opfer. Trotz der Sünde konnte Adam noch erlöst werden wegen dem Opfer. Aber genau dieses Opfer hat kein abgelehnt. Er will es nicht. Er wollte es am Anfang nicht. Er will es jetzt nicht. Er wollte es nicht, als Gott ihm darauf hinwies. Jetzt will er es immer noch nicht. Und Gott sagt, dann kann ich dich nicht retten. Dann kann es keine Ernte geben.

[38:07] Matthäus 11, ihr kennt es, heißt es, kommt her zu mir. Alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken. Nehmt auf euch meinen Joch und lernt von mir. Denn ich bin demütig und von Herzen sanft, von Herzen demütig. Und dann heißt es am Ende und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen. Was sagt Gott hier? Derselbe Jesus sagt, wenn du nicht zu mir kommst, wirst du wie sein? Ruhelos und flüchtig. Ein Flüchtling, hebräisch ein Nat, ein Flüchtling. Wer zu Jesus kommt, erhält Ruhe. Wer vor Jesus wegrennt, kann keine Ruhe finden.

[38:55] Vers 13. Und kein sprach zu dem Herrn. Meine Strafe ist zu groß, als dass ich sie tragen könnte. Unglaublich. Er wollte nicht, dass der Erlöser seine Sünde trägt. Aber als er sie selbst tragen musste, war sie ihm zu groß. Er wollte partout nicht, dass jemand anders sie trägt. Aber als er sie selbst jetzt die Konsequenzen spüren musste, das ist zu groß, das ist zu schwer, das kann ich nicht.

[39:23] Vers 14. Siehe, du vertreibst mich heute vom Erdboden und ich muss mich vor deinem Angesicht verbergen und ruhelos und flüchtig sein auf Erden. Und es wird geschehen, dass mich tot schlägt, wer mich findet. Kein vermutet, dass andere dasselbe denken wie er. Er war der Mörder, also denkt er, dass andere ihn ermorden werden. Wenn wir sündigen, vermuten wir von anderen das, was wir selbst tun. Und dann sagt er hier, du vertreibst mich vor deinem Angesicht. Im Hebräischen heißt es, ich muss fliehen vor dem Angesicht des Erdbodens und vor deinem Angesicht. Beides hängt zusammen. Kennt ihr jemanden, der Angst davor hatte, vor dem Angesicht Gottes verworfen zu werden? David, lasst mal euren Finger hier drin und geht mit mir zu Psalm 51. Ihr alle kennt Psalm 51, oder? Kann mir jemand sagen, wann, in welchem Zusammenhang wurde Psalm 51 geschrieben? Als David gesündigt hatte. Wer hatte mehr gesündigt, Kain oder David? Wer hatte mehr gesündigt, Kain oder David? Kain hat einen Mord begangen und David? Mord und Ehebruch, wenn nicht noch mehr. David hatte mehr Sünde als Kain. Aber David sagt in Vers 12, erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz. Gib mir von Neue meinen festen Geist in meinem Innern. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Der Parallelismus zeigt von Gottes Angesicht verworfen zu sein, heißt vom Heiligen Geist getrennt zu sein. Was Gott dem Kain sagt, wenn du das Opfer nicht annimmst, begehst du die Sünde gegen den Heiligen Geist. Du kannst keine Ruhe finden ohne mich. Aber David glaubte und David wusste, wenn er die Gnade annimmt, wenn er das Opfer Jesu für sich in Anspruch nimmt, wenn er durch das Blut reingemacht wird, dann wird er errettet werden von Blutschuld. Schatz Vers 16, er rette mich von Blutschuld. Oh Gott, du Gott meines Hals. Kain hat Angst vor der Blutschuld. Er weiß, als Mörder ist er des Todes, aber er weiß nicht, wo er sich hinwenden kann. Er sagt nur, ich werde umgebracht werden. Das ist mir zu groß, zu schwer. David wusste, Gott kann ihm vergeben. Er kann ihn von der Blutschuld erretten. Ihr Lieben, Kain sah keine Hoffnung, weil er die Hoffnung nicht sehen wollte. Kain war hoffnungslos, weil er sich weigerte, an die eine Hoffnung zu glauben, die er hatte. David dagegen, der schlimmer gesündigt hatte, sah die Hoffnung, glaubte ihr und wurde gerettet.

[42:19] Aber was so faszinierend an Gott ist, Gott vergibt. Na Moment, Gott ist immer noch da für Kain. Schaut in Vers 15, erste Mose 4, Vers 15, da sprach der Herr zu ihm. Fürwahr, wer Kain totschlägt, der zieht sich siebenfach Rache zu. Und der Herr gab dem Kain ein Zeichen, damit ihn niemand erschlage, wer ihn fände. Dieser Mann ist mehrfach des Todes. Er hat jemand anders umgebracht. Allein schon wegen seines Hasses wäre es des Todes, sagt Jesus in der Bergpredigt. Er hat einen tatsächlichen Mord begangen. Er hat Gott belogen und Gott geht die extra Meile, um sein Leben zu beschützen. Wisst ihr, warum das möglich ist? Allein wegen dem Kreuz. Auch das irdische Leben, das jetzt für ihn noch verlängert wird, ist überhaupt nur möglich, weil Jesus verheißen hatte, für die sündige Menschheit zu sterben. Er gibt nicht nur ewiges Leben, er gibt auch die Möglichkeit für den Sünder noch etwas weiter zu leben, damit er sich noch bekehren kann. Die Tatsache, dass Kain nicht sofort stirbt, ist allein der Tatsache geschuldet, dass Jesus für ihn sterben würde, ganz egal, ob er es annimmt oder nicht. Kain wünscht sich noch ein paar Jahre auf dieser Planeten zu leben und Gott sagt, okay, dafür werde ich sterben, auch wenn du dieses Opfer nicht einmal anerkennst. Gott lädt uns ein, sagt Ellen Weiden in That I May Know Him. Gott lädt uns ein, zu ihm zu kommen, mit unserer Schuldenlast, mit unserem Herzen voller Sorgen. Die Sünde füllt uns mit einer Furcht vor Gott. Wenn wir gesündigt haben, versuchen wir uns vor ihm zu verbergen, aber was immer unsere Sünde ist, Gott bittet uns, zu ihm zu kommen durch Jesus Christus. Nur wenn unsere Sünden von ihm genommen werden, kann Gott uns von ihnen befreien. Kain, nach dem Tadel Gottes, anerkannte seine Schuld, dass er Abel getötet hatte, aber er floh vor Gott, als ob er dadurch der Sünde entfliehen könnte. Wäre er zu Gott geflohen mit seiner Sündenlast, wäre ihm vergeben worden. Der verlorene Sohn, der seine Schuld und sein Elend verstand, sagte, ich werde mich aufmachen und zu meinem Vater gehen. Er wurde angenommen. Er bekannte seine Sünde und wurde zum Vaters Herz zurückgebracht. Diese Geschichte, ihr Lieben, 1. Mose 4, ist wahrlich die Geschichte eines verlorenen Sohnes und zwar ohne Happy End. Ein Sohn, dem das Evangelium an allen möglichen Ecken und Enden präsentiert wird und er es nicht will.

[45:18] Und so heißt es in Vers 16, und Kain ging hinweg von dem Angesicht des Herrn und wohnte im Land Not. Wisst ihr noch, was Flüchtling auf Hebräisch heißt? Naht, der Naht in Not, der Flüchtling im Flüchtlingsland. Das ist, was es auf Hebräisch sagt. Und wohnt im Land Not, im Flüchtlingsland, östlich von Eden. Also halten wir fest, hier ist Gott. Er stellt dem Sünder eine Frage. Gott weiß alles, was passiert ist und behandelt ihn dennoch so höflich wie nur möglich. Er möchte ihn retten, vor der Sünde und auch nach der Sünde. Er bewahrt ihn vor einem vorschnellen Tod, damit selbst dieser Kain, der alles abgelehnt hat, trotzdem eventuell doch noch die Reue findet.

[46:07] Und jetzt springen wir 4.000 Jahre vorwärts. Jedes Opfer, das Adam brachte, jedes Opfer, das Abel brachte, jedes Opfer, das in all den Jahrhunderten gebracht wurde, jede Prophezeiung, jede Verheißung ging genau auf diesen einen Tag zu, den wir uns jetzt anschauen. 4.000 Jahre Opfer, 4.000 Jahre Verheißung, 4.000 Jahre Hoffnung, alle zentrieren sich auf diesen einen Tag in Johannes 18 und dort Vers 28. Johannes 18 und dort Vers 28. Sie führten nun Jesus, das Lamm Gottes, von Kaiaphas in das Praetorium. Es war aber noch früh und sie selbst betraten das Praetorium nicht, damit sie nicht unrein würden, sondern das Passa essen könnten. Da ging wer hinaus? Pilatus. Zu ihnen hinaus und fragte, was für eine Anklage erhebt ihr gegen diesen Menschen? Fragt an euch, wer war Pilatus? Fragt an euch, wer war Pilatus? Pilatus war ein Römer, ein römischer Stadthalter, aber Pilatus war noch mehr. Pilatus war ein Mörder. Lasst euren Finger hier, ganz kurz. Lukas 13, Vers 1. Lukas 13, Vers 1. Es waren aber zur selben Zeit etliche eingetroffen, die ihm von den Galilean berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte. Pilatus hatte schon viele Menschen umgebracht. Pilatus war ein Mörder.

[49:50] 4.000 Jahre später trifft Gott wieder auf einen Mörder. Damals war es Gott, der auf den Mörder keinen traf. Jetzt trifft Gott, der Mensch geworden ist, als das Lamm um das damals ging, wieder auf einen Mörder. Sein Name ist Pilatus. Wieder treffen sich Gott und Sünder, doch diesmal sind die Rollen vertauscht. Damals war Gott der Richter über keinen. Diesmal ist der Mörder Pilatus der Richter über Jesus, ein Mörder als Richter über Gott. Und die Frage ist, wird der Pilatus, wird der Römer, der Sünder, wird der Mörder so mit dem sündlosen Gott umgehen, wie der sündlose Gott mit dem Mörder umging? Pilatus hat keine Ahnung von dem Fall. Er sagt ja, was für eine Anklage erhebt ihr? Gott wusste alles, was keinem getan hat, oder? Gott wusste alles, aber hier haben wir jetzt jemanden, der hat von Tuten und Blasen keine Ahnung. Er ist Richter, er ist Sünder, er ist Mörder und er weiß nicht einmal, wer dieser Jesus ist. Er kennt ihn gar nicht und soll ein Urteil über ihn fällen. Vers 30. Sie antworten und sprachen zu ihm, wäre er kein Übeltäter, so hätten wir ihn dir nicht ausgeliefert. Jesus wird als Sünder beschuldigt. Das heißt weiter, da sprach Pilatus zu ihnen, so nehmt ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz. Die Juden und sprachen zu ihm, wir dürfen niemanden töten. Hat Pilatus ein Interesse an dem Fall? Interessiert ihn Jesus? Er sagt, lass mich doch damit in Ruhe. Ich habe noch nicht mal gefrühstückt. Lass mich erst mal aufwachen. Macht ihr das? Hier ist der Richter, der über den unschuldigen Sohn Gottes richten soll. Er hat nicht mal Interesse an dem Fall. Hatte Jesus damals Interesse an keinem? Noch bevor der Sünder sagt, warte, warte, geh nicht weiter. Als er gesündigt hatte, versucht er ihn wieder zurück zu gewinnen, selbst als der das nicht annimmt, gibt ihm trotzdem noch die Chance eines verlängerten Lebens. Jesus hatte ein enormes Interesse an keinem. Er redet viel mehr mit keinem als mit Abel. Aber hier ist Pilatus, der Richter über Gott und er sagt, lass ihn doch, macht ihr doch. Aber Pilatus muss richten, denn er hat jetzt die Entscheidung über Leben und Tod, so wie damals Gott gegenüber keinem die Entscheidung über Leben und Tod hat. Was werden wohl die Engel gedacht haben, als sie diese Szene sahen?

[50:36] Vers 32, damit Jesu Wort erfüllt würde, dass er gesagte, als er andeutete, durch welchen Tod er sterben sollte. Nun ging Pilatus wieder ins Praetorium hinein und rief Jesus und fragte ihn, bist du der König der Juden? Jesus antwortete ihm, redest du das von dir selbst aus oder haben es dir andere von mir gesagt? Und jetzt Achtung, festhalten, anschnallen. Vers 35, Pilatus antwortete, bin ich denn ein Jude? Dein Volk und die obersten Priester haben dich mir ausgeliefert, was hast du getan? Jesus wird sich erinnert haben, es ist genau die Frage, die vor 4.000 Jahren dem Mörder stellte. Der ewige Gott stellt dem Mörder die Frage, was hast du getan? Und 4.000 Jahre später drehen sich die Rollen um, der Mörder fragt Jesus, was hast du getan? Jesus wusste alles, der Mörder weiß nichts. Gott fragte damals den Sünder, jetzt fragt der Sünder Gott. Gott fragte den Schuldigen, jetzt fragt er Pilatus den Unschuldigen. Gott wusste alles, Pilatus hat keine Ahnung. Gott wollte keinen retten, Pilatus hat überhaupt gar kein Interesse. Als Gott damals fragte, was hast du getan? Was hatte keinem gesagt? Der Hüter meines Bruders? Ich? Keinem wollte kein Hirte sein. Gott hatte jemanden gefragt, der es ablehnte, auch nur für seinen engsten Bruder ein Hirte zu sein. Als Pilatus Jesus fragt, wen fragt er da? Er fragt den guten Hirten, der selbst für seine Feinde das Leben gibt.

[52:23] Damals, als Gott die Frage stellte, was hast du getan? Da hat er gesagt, hör doch mal hin. Hörst du nicht das Blut deines Bruders Abel? Gott hatte auf das Blut des Abels gehört. Auf wen hat Pilatus gehört? Schaut mal in Matthäus 27, Matthäus 27 Vers 13. Matthäus 27 Vers 13, da sprach Pilatus zu ihm, hörst du nicht, was sie alles gegen dich aussagen? Gott sagte zu keinem, hörst du nicht, was das Blut gegen dich spricht? Pilatus sagt, hörst du nicht, was diese Pharisäer, Sadduzeer, Schriftgelehrten, Obersen gegen dich aussagen? Gott hörte auf das Unrecht. Gott hörte auf das vergossene Blut. Gott hörte auf das, was Menschen nicht hören. Aber Pilatus hört einfach auf die Intrigen, auf die Lügen, auf die Anklagen, auf die Rebellion der Sünder. Ein größerer Kontrast ist nicht vorstellbar, obwohl es dieselbe Frage ist. Was hast du getan? Auf der einen Seite der ewige Gott, der den Kein retten will mit allem, was er hat und dann 4.000 Jahre später dreht sich es um und der Sünder als Stellvertreter für die ganze sündige Menschheit stellt Gott die Frage, was hast du getan? Weiß gar nichts von Gott, hat kein Interesse an Gott und beschuldigt Gott trotzdem. Wie oft ist es, dass wir Menschen Gott beschuldigen, obwohl wir ihn gar nicht richtig kennen und uns gar kein richtiges Interesse für ihn haben und trotzdem fragen Gott, warum hast du das gemacht? Was hast du getan? Während Gott uns die Frage stellt, was hast du getan? Weil er uns retten will, weil er schon ewig sich um uns kümmert. Darf Gott dir die Frage stellen, was hast du getan? Oder willst du Gott die Frage stellen, was hast du getan?

[54:23] Kein war des Todes. Jesus war sündlos, er war nicht nur schuldlos, er war sündlos und doch ließ Gott den Kein leben und Pilatus ließ ihn töten, noch am selben Tag. Kein, der hätte tot umfallen müssen, noch während des Gesprächs mit Gott, der lebte noch Jahrhunderte. So sehr, dass Ellenwald später sagt, es war fast zu viel. Man hätte ihn eigentlich vorher umbringen müssen. Die Sintflut kam nachher als Folge dessen. Die Gnade war so groß, dass er es gar nicht akzeptiert hat. Pilatus hat ihn nicht mal einen Tag länger leben lassen. Darf ich euch eine Frage stellen? Wer ist vertrauenswürdiger, Gott oder der Mensch? Von wem würdet ihr lieber gerichtet werden, von Gott oder von einem Menschen? Wer hat den schöneren Charakter, Gott oder der Sünde? Warum vertrauen wir dann so oft unserem sündigen Herzen und nicht Gott? Wenn Gott so offensichtlich besser ist als das Herz eines Sünders.

[55:54] Zum Schluss. Ich glaube, Jesus hat ganz bewusst all das im Himmel so arrangiert, dass er vor einem Stadthalter stehen würde, der ihm diese Frage stellen würde. Jesus stellt sich freiwillig an den Punkt, wo ihm die Frage gestellt wird, die kein gestellt worden ist. Was hast du getan? Er stellt sich dorthin, wo ihm die Frage gestellt wird, die Achan gestellt worden ist. Er stellt sich dorthin, wo ihm die Frage gestellt wird, die Saul gestellt worden ist. Was hast du getan? Keine ist verloren gegangen. Ach han ist verloren gegangen. Saul ist verloren gegangen. Und Jesus stellt sich in ihre Rolle, lässt sich dieselbe Frage stellen, obwohl er das gar nicht müsste. Was hast du getan? Denn wisst ihr, an diesem Tag hat Jesus die Schuld von keinem getragen. Er hat die Schuld von Achan getragen. Er hat die Schuld von Saul getragen. Er hat die Schuld von mir getragen und von dir getragen. Und doch sind kein und Achan und Saul verloren gegangen. Ich glaube, das hat Jesus gesehen, als er damals kein fragte. Was hast du getan? Was hast du getan? Meint ihr nicht, dass Jesus schon während er die Frage stellt, 4000 Jahre in die Zukunft sieht, sich selbst dem Praetorium wie ein Sünder in diese Frage stellt und Jesus diesen Mord von keinem auf sich nimmt und sagt, ich werde mich anschauen lassen von Gott, dem Vater, als hätte ich Abel umgebracht. Und er stellt keinem die Frage, was hast du getan? Weißt du nicht, dass ich diese Schuld auf mich nehme? Glaub es mir doch und zeig es durch ein Opfer.

[58:00] Was hast du getan? Gibt es in deinem Leben eine Sünde, die du nicht aufgeben möchtest? Weißt du, dass Jesus dafür gestorben ist, egal ob du dich bekehrst oder nicht? Dass Jesus alles getragen hat, egal ob du es ihm glaubst oder nicht. Er hätte die Frage gestellt, was hast du getan? Diese Geschichte vom verlorenen Sohn geht traurig aus. Es gibt andere Geschichten von anderen verlorenen Söhnen, die gehen gut aus. Und es hängt nicht davon an der Genetik und an irgendwelchen anderen Dingen oder von den Umständen. Es hängt immer nur an einer Frage, glaubst du dem Gott, der so viel freundlicher ist als der sündige Mensch? Wer von euch möchte heute, morgen sagen, ich mag Gott? Gott ist freundlicher, als ich das oft mir bewusst mache und ich möchte mein Leben ihm anvertrauen und glauben, dass Jesus mein persönlicher Erlöser ist. Sein Wunsch, Amen.

[59:26] Lieber Vater im Himmel, wenn wir das lesen, dann bekommen wir das Gefühl, dass du ganz verzweifelt versuchst, durch unser stumpfes Denken hindurch zu dringen, dass wir endlich verstehen, wie du wirklich bist. Wir danken dir so sehr, dass diese manchmal so bekannten Geschichten der Bibel uns, wenn wir sie genau anschauen, so deutlich zeigen, wie du bist. Und Herr, vergib uns, dass wir oft nicht hinschauen und nicht hinhören und dir nicht vertrauen. Und nimm du jetzt unser Leben, so wie es jetzt ist. Wir wollen es dir in die Hände legen. Nimm du es, denn wir können es dir alleine nicht geben. Und halte du unser Herz rein, denn wir können es alleine nicht reinhalten. Wir wollen darauf vertrauen, dass Jesus für uns persönlich gestorben ist und jetzt im Himmel für uns eintritt. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Amen.


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