[0:00] Ein herzliches Willkommen euch zur Cannstatt Study Hour. Wir sind ja jetzt in der Lektion Nummer 6 und das ist das fünfte Kapitel aus dem Buch Daniel. Wir wollen es auch diesmal wieder so Vers für Vers durchgehen und uns angucken, was es für uns bereithält. Unser Merkvers diese Woche, der stammt aus dem zweiten Kapitel von Daniel und das heißt: Er führt andere Zeiten und Stunden herbei. Er setzt Könige ab und setzt Könige ein. Er gibt den Weisen Verstand, oder Weisheit und den Verständigen Verstand. Wenn wir gemeinsam uns gleich dieses ganze Buch angucken, ich möchte euch bitten, sozusagen in Daniel 5, das ist ziemlich viel Stoff, dass ihr euch unten die Lektion auch runterladet, dieses Skript. Ich habe das hier auch liegen und dieses Skript könnt ihr unten anklicken. Dann könnt ihr da ein bisschen mitlesen, denn es sind ein paar Zitate von Schwester White und ein paar Dinge sozusagen, wo wir uns Bibelstellen angucken wollen. Um nicht jede einzelne Stelle aufzuschlagen, habe ich mir die hier ausgedruckt und vielleicht könnt ihr zu Hause ein bisschen mit dem Skript dann arbeiten. Bevor wir anfangen, beten wir zusammen und bitten Gott, dass er bei uns ist und dass er uns führt. Unser lieber Vater im Himmel, wir danken dir dafür, dass wir jetzt gemeinsam die Bibel studieren dürfen. Wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist jetzt bei uns ist und dass du uns durch deine Schrift führst und wir danken dir dafür. Amen.
[1:30] Nun, Daniel Kapitel 5. Was genau passiert da im fünften Kapitel vom Buch Daniel? Wir hören von einem König, der da Belsazar heißt. Bis jetzt hatten wir immer über Nebukadnezar gesprochen, aber nun kommt ein König Belsazar. Nun, Belsazar war der Sohn von Nabonid. Nabonid war der Schwiegersohn von Nebukadnezar. Also er hat die Tochter von Nebukadnezar geheiratet und dieser Nabonid hatte einen Sohn und dieser Sohn ist Belsazar und der ist jetzt an der Regierung. Das heißt, er regiert eigentlich parallel mit seinem Vater Nabonid zusammen. Nabonid, der ist in Arabien, sozusagen im Ausland oder in Außenbezirken und Belsazar verwaltet und regiert diese Stadt, Babylon. Schwester White schreibt über ihn in "Macht und Ohnmacht", Seite 352. Da heißt es: "Belsazar, der Enkel Nebukadnezars, war schon als junger Mann Mitregent Nabonids geworden." Also auch Schwester White bestätigt das und sagt, er war schon als junger Mann, war schon dabei und hat mit seinem Vater, mit Nabonid, zusammen regiert.
[2:42] Nun lesen wir mal Vers für Vers ein bisschen durch. Fangen wir mal an in Vers 1. Hier heißt es: "Der König Belsazar veranstaltete für seine tausend Gewaltigen ein großes Mahl und trank Wein vor den Tausend." Also Belsazar gibt jetzt ein großes Fest und das Interessante ist, wenn wir uns dieses Fest angucken, zu welchem Zeitpunkt das eigentlich passiert. Zu dem Zeitpunkt, als Belsazar hier anfängt, ein großes Fest zu feiern, ist die Stadt Babylon längst belagert von Kyros. Kyros steht schon längst vor den Toren, hat die Armeen der Meder und Perser versammelt und ist dabei, diese Stadt zu belagern. Nun war es so, dass diese Stadt Babylon, die war so riesig und die war oder galt als uneinnehmbar. Man konnte diese Stadt nicht belagern und überwinden. Die Stadtmauern waren zu dick, als dass man sie mit Artillerie hätte beschießen können. Normalerweise, wenn man so eine Stadt nicht gleich im Sturm nehmen kann, dann kreist man sie ein, schließt sie von allen Nahrungsressourcen ab und belagert sie und hungert sie aus. Das haben die Meder und Perser versucht, aber in Babylon funktionierte das nicht. Denn die Stadt selbst, die war nicht nur so massiv gebaut, sondern die war auch so groß, dass sie da drin Obstbäume, Felder, Gärten hatten und sich super versorgen konnten. Die hatten auch Nahrungsvorräte für 20 Jahre, sagen die Historiker. Darüber hinaus hatten sie den Euphrat, der durch die Stadt ging. Der sorgte natürlich auch für Nahrung und für frisches Wasser, genauso wie die vielen Brunnen, die in dieser Stadt waren. So sagen die Geschichtsschreiber, dass damals die Belagerung der Stadt eigentlich aussichtslos war. Sie beschreiben, es war so weit, dass die Bürger der Stadt Lebensmittel von den Stadtmauern runtergeschmissen haben, weil die Belagerer hungerten und nicht etwa die Belagerten. Und sie verspotteten sie.
[4:37] Nun, das heißt hier in dem Buch "Macht und Ohnmacht" darüber, oder aus dem Buch werden wir ein paar Zitate hören, Seite 352 weiter: "Babylon wurde von Kyros belagert, einem Neffen Darius des Meders und Oberbefehlshaber der Vereinigten Heere der Meder und Perser. Doch innerhalb der scheinbar uneinnehmbaren Festung, mit ihren massiven dreifachen Stadtmauern und Bronzetoren geschützt durch den Euphrat und reichlich mit Lebensmitteln versorgt, fühlte sich der verschwenderische Monarch sicher und verbrachte seine Zeit mit ausgelassenem Feiern." Also Belsazar fühlte sich so sicher, er dachte, mich kann man nicht angreifen, ich bin mitten in Babylon, was soll mir passieren? Und er fängt an, ein riesen Fest zu feiern. Und in diesem Fest, da wird es dann, da hat er es hier erwähnt, er trank Wein vor den Tausend. Und diese Verbindung ist schon mal interessant für uns, wenn wir lesen: Hier ist Babylon und Babylon gibt ein Fest und auf diesem Fest gibt es Wein. Wein, babylonischer Wein, woher kennen wir den denn, den babylonischen Wein? Und den kennen wir natürlich aus Offenbarung 17 und hier die ersten beiden Verse.
[5:42] Offenbarung 17, die ersten beiden Verse, hier heißt es: "Und einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, kam und redete mit mir und sprach zu mir: Ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die in den vielen Wassern sitzt, mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben und von deren Wein der Unzucht die, welche die Erde bewohnen, trunken geworden sind." Also hier wird auch von Babylon gesprochen, aber nicht im alten Babylon, dem neubabylonischen Reich zur Zeit Belsazars, sondern Babylon, wie es am Ende der Zeiten noch einmal aufkommen wird. Und auch hier heißt es, auch Babylon benutzte den Wein, den babylonischen Wein und machte damit die Könige der Erde trunken, also die ganzen Großen, die ganzen Machthaber, die ganzen Regenten. Was ist dieser babylonische Wein, von dem hier gesprochen wird? Wir sehen ihn bei Belsazar, wir sehen ihn hier in Offenbarung 17 und was ist es eigentlich?
[6:34] Dazu lesen wir einmal von Schwester White im Buch "Botschafter der Hoffnung" auf Seite 51, Absatz 3. Schwester White sagt: "Buchevangelisten, denkt daran, dass ihr in den Büchern, die ihr verbreitet, nicht den Kelch mit dem Wein der leeren und Irrtümer Babylons darbietet, wie er den Königen der Erde verabreicht wird, sondern den Kelch, der mit den köstlichen Wahrheiten der Erlösung angefüllt ist." Nun, Schwester White spricht hier von dem Wein Babylons und sagt: Achtet darauf, dass ihr den Völkern nicht den Kelch mit den leeren und Irrtümern und Lügen Babylons gebt. Also dieser Wein Babylons ist eine falsche Lehre, eine falsche Lehre, die hier an die Welt ausgeteilt wird. Ganz im Kontrast zu der Lehre Jesu, dem guten Wein, der für die Welt bereitsteht. Also Babylon wird am Ende sozusagen die Völker mit einem falschen Wein, mit einer falschen Lehre verführen und schon in Daniel 5 sehen wir im Beginn des Kapitels, dass es darum geht, um einen falschen Wein, der hier ausgeteilt wird.
[7:39] Lesen wir einmal weiter. Ach so, vielleicht bevor wir den nächsten Vers lesen. Wir werden sozusagen sehen in Zukunft, dass was ganz ähnliches passiert. Also was in Offenbarung 17 beschrieben ist, ist ja, dass Babylon die Welt verführt und dass Babylon die Könige der Erde sozusagen alle zu sich zieht. Und sowas ähnliches wird es wieder geben. Babylon wird die Welt versammeln und wird alle Regenten sozusagen unter seine Obhut stellen. So wie damals das babylonische Reich sämtliche Provinzen unterjocht hatte und Befehlshaber wurde der Provinzen, so wird das neue Babylon in der Offenbarung die ganzen Regenten der Welt sammeln und sie sozusagen zu einem Festmahl versammeln, ihnen falschen Wein geben, falsche Lehre geben. Nun, als Adventgemeinde für uns ist es ganz, ganz wichtig, dass wir uns von diesen Dingen distanzieren. Alles, was sozusagen Kompromisse fordert, alles, was uns in die Ökumene reinzieht, alles, was unsere Lehre untergräbt, von dem babylonischen Wein müssen wir uns hüten.
[8:52] In Jesaja 5, Vers 22 und 23 heißt es: "Wer denen die Helden sind im Weintrinken und tapfer im Mischen von berauschendem Getränk, die dem Gottlosen Recht geben um eines Bestechungsgeschenkes willen, aber dem Gerechten seine Gerechtigkeit absprechen." Und wenn Babylon anfängt, die Völker zu verführen, werden wir genau das sehen. Sie werden Helden sein im Weintrinken, also falsche Lehre aufnehmen, sie werden berauschendes Getränk zu sich nehmen und das wird dazu führen, dass sie Recht zu Unrecht machen und Unrecht zu Recht. Und genau in dieser Zeit leben wir, wir sehen genau, wie das gerade gemacht wird. Wie Dinge in der Welt, rechte Dinge Unrecht werden und unrechte Dinge Recht werden. Wie es Konfusion gibt, also Verwirrung. Der Name Babel bedeutet Verwirrung. Wie Dinge heute außer Rand und Band gehen in unseren Tagen. Und das ist der Anfang von dem, was da kommen wird. Denn Offenbarung 17 ist noch nicht erfüllt, aber wird sich erfüllen.
[9:55] Wir lesen mal die nächsten Verse in Daniel 5. Also Daniel 5, Vers 1 sprach von diesem Fest und er gab jetzt diesen Wein den Regenten. Vers 2 bis 4: "Und während er sich den Wein schmecken ließ, befahl Belsazar, man solle die goldenen und silbernen Gefäße herbeibringen, die sein Vater Nebuchadnezzar aus dem Tempel in Jerusalem weggenommen hatte, damit der König samt seinen Gewaltigen, seinen Frauen und seinen Nebenfrauen daraus trinken könne. Da wurden die goldenen Gefäße herbeigebracht, die man aus dem Tempel, aus dem Haus Gottes in Jerusalem weggenommen hatte, und der König trank daraus samt seinen Gewaltigen, seinen Frauen und seinen Nebenfrauen. Sie tranken Wein und priesen die Götter aus Gold und Silber, aus Erz, Eisen, Holz und Stein."
[10:35] Und was wir jetzt hier sehen, ist, dass in seiner völligen Vermessenheit Belsazar sagt: Bringt diese heiligen Gefäße aus der Schatzkammer, die Nebuchadnezzar damals aus dem Tempel von Jerusalem mitgenommen hatte und bringt sie her, damit wir uns mit diesen Dingen betrinken. Und sie nehmen diese Gefäße und tun da ihren vergorenen Wein hinein, in die heiligen Gefäße des Tempels Gottes. Und dann fangen sie an, damit zu zechen, sich zu betrinken mit diesem Wein. Und während sie diese Gefäße missbrauchen, weil sie den falschen Wein hineinkippen, fangen sie an, die ganzen falschen Götter zu loben und zu preisen. Also alles, was aus Holz, Stein und Metallen gewürgt wurde.
[11:23] Nun, was ist das? Was passiert hier genau? Babylon fängt jetzt an, den Wein in die Gefäße Gottes hineinzuschütten. Nun, die Gefäße Gottes, wir kennen das aus, können wir mal reinlesen, 2. Korinther 4, Vers 7. Da spricht Paulus auch von den Gefäßen. 2. Korinther 4, Vers 7: "Zunächst spricht er vom Heiligen Geist und dann sagt er in 4, Vers 7: Wir haben aber diesen Schatz, diesen Geist, in irgendeinem Gefäßen, damit überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns." Paulus beschreibt uns hier als Gefäße. Wir sind gefüllt mit dem Geist Gottes, mit seiner Liebe, mit seiner Lehre. Aber hier benutzt Babylon jetzt diesen falschen Wein und kippt ihn in die geweihten Gefäße Gottes hinein. Und das ist natürlich Frevel. Und wir sehen auch, dass die, im Alten Testament, da kennen wir dieses Bildnis von dem Töpfer. Der Töpfer macht diese Gefäße zur Ehre oder zur Unehre. Jetzt könnt ihr im Manuskript da nachlesen, also einige Stellen sozusagen, wo der Mensch als ein Gefäß dargestellt wird.
[12:35] Nun, in diesem Zusammenhang, wenn wir das betrachten, wir verstehen, was hat Belsazar eigentlich vor? Was macht Babylon hier? Babylon versammelt erst die ganzen Regenten. Wenn die alle da sind, missbrauchen sie sozusagen die Gefäße Gottes und kippen da falsche Lehre rein und dann preisen sie die falschen Götter. Das ist etwas, was uns auch in Zukunft bevorsteht. Es wird versucht, auch in die Adventgemeinde hinein falsche Lehre zu bringen. Das ist ein typisches Zeichen der letzten Zeit. Denn wenn alle anderen Mittel erfolglos bleiben, so werden Irrlehren in die Gemeinde eindringen und die Sichtung, also die Spaltung, in der Gemeinde herbeiführen.
[13:06] Im 1. Timotheus 4, 1 sagt Paulus: "Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden." Im 2. Timotheus 4, 3 und 4 heißt es dann: "Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden, sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selber Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu Fabeln kehren." Und Schwester White beschreibt dann in "Evangelism" 224: "Der Feind wird falsche Lehren einführen, wie die, dass es kein Heiligtum gibt. Dies ist einer der Punkte, weswegen manche vom Glauben abfallen werden." Also falsche Lehre soll in die Gemeinde Gottes gebracht werden. Und es werden etliche abfallen, heißt es hier am Ende. Paulus nennt sie Lehren der Dämonen. Und Ellen White beschreibt sogar eine und sagt, man wird behaupten, dieses Heiligtum ist mehr eine Metapher. Das Heiligtum gibt es gar nicht wirklich im Himmel. Das ist eine typisch adventistische Lehre. Aber wenn wir in diese Weltökumene mit hineingehen, wenn wir diese ACK und wie das alles heißt, wenn wir eins sein wollen mit denen, dann müssen wir sozusagen bestimmte Lehren aufgeben. Lehren, die uns separieren von anderen Gemeinden. Und das ist unter anderem auch die Heiligtumslehre. Und das wäre natürlich bitter, wenn wir hier Kompromisse machen. Die Lehre sieht ja aus wie der Wein, den auch Christus uns gegeben hat, aber Vorsicht, er ist vergoren, er ist vergiftet. Da ist Alkohol drin. Und wenn wir den trinken, werden wir davon berauscht. Genauso berauscht wie damals die Leute, mit denen Nebuchadnezzar hier gefeiert hat, äh, Nebuchadnezzar, Belsazar hier gefeiert hat.
[14:44] Wen lud er nämlich ein? Was lesen wir da? Er lud ein seine ganzen Gewaltigen, also die politischen Machthaber, die politischen Führer und deren Frauen und Nebenfrauen. Und irgendwie kommt uns das auch bekannt vor. Babylon, also Belsazar, lädt ein alle Regenten plus Frauen und Nebenfrauen oder Konkubinen. Woher kennen wir das? Auch aus Offenbarung 17. Und da schauen wir uns nochmal eben an, in der Bibel, Offenbarung 17, Vers 4 und 5.
[15:15] Und hier wird von Babylon geschrieben und es heißt: "Und die Frau war gekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelstein und Perlen. Und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll von Gräueln und der Unreinheit ihrer Unzucht. Und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben: Geheimnis, Babylon, die Große, die Mutter der Huren und der Gräuel der Erde." Über Babylon wird hier geschrieben, dass sie also die Mutter der ganzen Gräuel ist, aber auch eben die Mutter der Huren. Also das heißt, Babylon hat irgendwie Töchter. Wenn es eine Mutter ist, der Huren, hat Babylon irgendwelche Töchter. Also was Babylon versucht, ist ja irgendwie, sämtliche Gemeinden, sämtliche Kirchen zu sich zu ziehen und die mit dem Wein zu verderben, dass sie berauscht werden und dann anfangen, Unzucht zu treiben, also Hurerei. Und genau das ist ja das, was wir heute sehen. Also die große Kirche, die katholische Kirche, mit ihrer falschen Lehre, auch mit ihrer falschen Rechtfertigungslehre, versucht diese Lehre in alle Kirchen hineinzubringen. Die Kirche, aus der ich komme, ursprünglich die evangelische Kirche, hat das angenommen. 1999 haben wir dieses Dokument unterschrieben, die gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre. Martin Luther sagte, wenn diese Lehre irgendwann mal fällt in der evangelischen Kirche, ist die Gemeinde gefallen. Wir haben das unterzeichnet und wir haben sozusagen einen Kompromiss gemacht. Wir haben gesagt, naja, das stimmt schon, wir haben schon eine Rechtfertigungslehre, aber die der Katholiken ist auch ganz okay, ergänzt sich schon irgendwie. Und haben behauptet, das ist gar nicht so verschieden. Und es wird gemacht, es wird so übers Knie gebrochen, also falsche Dinge werden hineingebracht in die Gemeinde und es wird kaum noch geprüft.
[16:57] Und wenn wir uns jetzt angucken, diese Töchter sozusagen, die Töchter haben eine Hurerei getrieben, haben den Wein getrunken. Und wir vergleichen das mit Belsazars Charakter, wie war der eigentlich? Wie war der Charakter von Belsazar? Nun, er war belagert, eigentlich müsste er Angst haben oder er müsste irgendwie Vorbereitung treffen, er müsste eigentlich umsichtig sein, weise und versuchen, sein Reich zu ordnen, aber er hat sich betrunken. Er hat einfach genommen, was da kam und anstatt aufmerksam zu sein, hat er sich in den Tagen, in denen er hätte sehr aufmerksam sein müssen, hat er sich dem Alkohol hingegeben.
[17:30] Jakobus 5, Vers 5 sagt: "Ihr habt euch dem Genuss hingegeben und üppig gelebt auf Erden, ihr habt eure Herzen gemästet wie an einem Schlachttag." Das wird so wahr werden in der Geschichte, wenn wir gleich weiterlesen, in Daniel 5.
[17:48] In 2. Timotheus 3, Vers 2 bis 5, da sagt Paulus: "Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen. Sie lieben das Vergnügen mehr als Gott. Dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie." Es heißt hier, es sieht aus wie ein Gottesdienst. Es sieht aus, als wenn sie besonders heilig wären, besonders fromm wären, aber sie haben eigentlich mit Gott nichts zu tun. Die Kraft, die verleugnen sie. Da hat ihr Geist wirklich an ihren Herzen. Sie werden nicht bekehrt.
[18:28] Nun, in Vers 4, was wir gerade gelesen haben, hier in Daniel 5 heißt es dann: "Sie waren nun trunken vom Wein." Sie haben sich also betrunken. Das führte dazu, dass sie falsche Anbetung praktiziert haben. Sie haben angefangen, ihre ganzen Götter anzubeten, als sie diese Heiligen Gefäße mit falschem Wein füllten, mit verdorbenem Wein, und daraus getrunken haben. Sowas ähnliches kennen wir heute auch. Welcher falsche Wein kommt denn heute in die Gemeinden? Wo stehen denn heute die Menschen auf? Wir denken zum Beispiel an die Kirche in Bremen, oder Flatzl, der wurde ja böse kritisiert. Wofür eigentlich? Hat er etwas Falsches gesagt? Nun, er hat die Lehre Christi herausgestellt und hat gesagt, das steht so in der Bibel. Widerlegt mich mit der Bibel. Aber viel kam nicht. Heute ist es ganz wichtig, wir müssen politisch korrekt sein. Das wird immer verlangt. Wir dürfen bestimmte Themen nicht ansprechen. Das ganze Gender-Thema, der ganze Klimawandel, diese ganzen verschiedenen Dinge sozusagen, die heute die Gemeinden, ich möchte fast sagen, unterwandern, die hineingeführt werden, das ganze Thema Musik und Ökumene, das sind so Dinge, über die sollen wir möglichst schweigen. Aber das sollen wir eben nicht tun. Lass uns nicht darüber schweigen. Das sind falsche Dinge, die, auch wenn sie noch so politisch korrekt sind, nicht in unserer Gemeinde verkündet werden sollen. Wir haben die Bibel zu verkündigen, so wie es da steht.
[19:46] Übrigens, wenn das passiert, wenn Belsazar den Wein in diese Gefäße hineinkippt, wie wird Gott das wohl sehen? Wenn also Babylon anfängt, die falsche Lehre jetzt massiv in die Gemeinden hineinzustreuen, um möglichst viele vom Glauben abzubringen. Wie wird Gott darauf reagieren?
[20:09] Ellen White schreibt in "Schatzkammer der Zeugnisse", Band 2, auf Seite 74: "Wie wurden die bestraft, die vor Alters das, was Gott sich als heilig erwählt hatte, geringschätzten? Belsazar und seine tausend Gewaltigen entweihten die goldenen Gefäße und loben die Götzen Babylons. Der Gott aber, den sie herausforderten, war Zeuge des unheiligen Vorfalls. Mitten in ihrer gotteslästerlichen Heiterkeit erschien eine bleiche Hand und schrieb geheimnisvolle Zeichen an die Wand des Palastes. Voller Entsetzen hörten der König und die Höflinge ihren Urteilsspruch durch den Diener des Allerhöchsten. Lasst jene, die an der Verleumdung und Herabsetzung der Diener Christi Freude haben, bedenken, dass Gott Zeuge ihrer Taten ist. Ihr verleumderischer Angriff entweiht nicht leblose Gefäße, sondern den Charakter von Menschen, die Christus mit seinem Blut erkauft hat." Ellen White vergleicht das hier genauso. Wie gesagt, diese Gefäße, ein Symbol für die Menschen, für dich und mich. Christus hat uns erkauft. Und wenn Babylon versucht, diese Lügen hineinzubringen, wird Gott sie dafür richten.
[21:19] Und Belsazar sollte bald erfahren, wie ernst die Mahnungen der Bibel sind. In Sprüche 25, Vers 28, da heißt es: "Wer eine Stadt, wie eine Stadt mit niedergerissenen Mauern, so ist ein Mann, der seinen Geist nicht beherrschen kann." Das trifft so deutlich auf Belsazar zu. Anstatt sich zu beherrschen, anstatt um sein Volk zu kämpfen, anstatt sich fertig zu machen und den Belagerungszustand sozusagen vorzubereiten, in dem sie da waren, hat er üppig gefeiert, hat sich mit allem Möglichen beschäftigt, aber nicht mit der Verwaltung seiner Stadt. Wie eine Stadt mit niedergerissenen Mauern, so ist der Mann, der seinen Geist nicht beherrschen kann. Er war unbeherrscht. Ganz im Gegensatz zu dem Propheten Daniel, der ja auch noch an seinem Hofe war. Es ist ein krasser Kontrast zwischen Belsazar und Daniel, aber das ist ein Vergleich, den könnt ihr vielleicht mal selber studieren, ist sehr interessant, Daniels Charakter mit dem Charakter Belsazars zu vergleichen. Und da sieht man ganz deutlich auf der einen Seite den Abfall, auf der anderen Seite den ganz frommen Menschen. Und sie haben ziemlich gegensätzliche Charakterattribute.
[22:22] Nun lesen wir weiter, wir haben es gerade schon bei Ellen White gelesen, aber wir lesen noch eben Vers 5 hier in Daniel 5. Da heißt es: "Im selben Augenblick erschienen Finger einer Menschenhand, die schrieben gegenüber dem Leuchter auf die getünchte Wand des königlichen Palastes, sodass der König die schreibende Hand sah." Also mitten in diesem Fest taucht plötzlich so eine bleiche Hand auf und die fängt jetzt an, irgendwas zu schreiben, an die getünchte Wand. Das erinnert einen so ein bisschen, wenn man das liest hier, getünchte Wand. Woher kennen wir das?
[22:52] Also getüncht meint eine geweißte Wand. Woher kennen wir das? Jesus Christus in Matthäus 23, Vers 27 und 28, da sagt er: "Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr gleich seid wie die übertünchten Gräber, welche auswendig hübsch scheinen, aber inwendig sind sie voller Totengebeine und allen Unflats." Also auch ihr, von außen scheint ihr den Menschen fromm, aber inwendig seid ihr voller Heuchelei und Unflat. Christus schaut auf die Pharisäer und sagt, ihr seht wie getüncht aus von außen, von außen herrlich weiß, schön anzusehen und irgendwie wirkt ihr ganz fromm. Ihr habt den Schein der Frömmigkeit. Aber innen drin, da seid ihr tot, voller Unflat.
[23:39] Nun, hier wird was Interessantes verglichen. Die weiß getünchte Wand des Palastes des Babylons und hier wurde jetzt was raufgeschrieben. So war der Palast, war ja ähnlich, weiß getüncht, wunderschön, aber innen drin war nur Unzucht, Gräuel, Unreinheit. Wie sieht es bei uns im Leben aus? Sind wir auch wie ein getünchtes Grab, wie der Palast Babylons? Von außen sehen wir fromm aus, aber innen drin ist nur Tod? Oder wohnt der lebendige Gott in uns, in seinem Tempel? Ist der Tempel von außen gut, aber auch von innen? Weil innen der lebendige Gott wohnt und kein Totengebein.
[24:14] Nun, Gott schrieb nun auf diese weiße Wand des Palastes mit seinem Finger. Der Finger ist ein Symbol für den Geist Gottes und er schrieb jetzt dort drauf. Und wenn wir überlegen, der Finger Gottes, der taucht ja manchmal auf in der Bibel, gucken wir uns nachher noch mehr an. Er hat schon mal geschrieben, die zehn Gebote, nicht wahr? Da hat er schon mal geschrieben, der Finger Gottes und hier schreibt er jetzt auf die Wand. Was schreibt er da eigentlich?
[24:41] Dazu lesen wir mal im "Tempel des Heiligen Geistes", also im "Tempel des Heiligen Geistes", Seite 51 oder Absatz 4. Schwester White schreibt hier: "Was immer wir sagen oder tun, wird in den Büchern des Himmels festgehalten. Die geheimnisvollen Zeichen, die von der bleichen Hand geschrieben wurden, zeigen, dass Gott immer gegenwärtig ist und dass er durch hemmungslose Schlemmen und Feiern entehrt wird. Vor Gott können wir nichts verbergen. Der Verantwortung vor ihm können wir uns nicht entziehen."
[25:14] Und dann schreibt sie in dem Buch "Macht und Ohnmacht", Seite 353: "Belsazar dachte nicht daran, dass seine abgöttischen Zechgelage von einem himmlischen Zeugen beobachtet wurde. Ein heiliger Wächter, selbst unsichtbar, schaute auf das Bild der Entweihung, hörte das frevelhafte Gelächter und sah den Götzenkult. Bald jedoch machte der ungebetene Gast seine Anwesenheit erkennbar. Als die Schwelgerei ihren Höhepunkt erreichte, erschien eine blasse Hand und schrieb auf die Wände des Palastes Buchstaben, die wie Feuer glänzten. Worte, die den vielen Anwesenden zwar rätselhaft waren, aber dem König, dessen Gewissen plötzlich schlug und seinen Gästen wie das Omen des Verhängnisses vorkam. Verstummt war der fröhliche Lärm, während Männer und Frauen von unbeschreiblichem Schrecken erfasst wurden und zusahen, wie die Hand langsam geheimnisvolle Buchstaben schrieb. Wie in einer Gesamtschau zogen vor ihrem geistigen Auge die Taten ihres sündigen Lebens vorbei. Ihnen war, als stünden sie vor dem Gericht des ewigen Gottes, dessen Macht sie eben noch verachtet hatten. Wo einige Augenblicke zuvor noch Ausgelassenheit und gotteslästerliche Witzelei zu hören gewesen waren, gab es jetzt bleiche Gesichter und angstvolle Schreie. Wenn Gott die Menschen das Fürchten lehrt, können sie die Heftigkeit ihrer schrecklichen Angst nicht verbergen."
[26:34] Diese Szene passiert etwas Besonderes. Die bleiche Hand schreibt jetzt diese Buchstaben, die wie Feuer glänzen an der Wand. Die Leute verstehen es nicht, aber ihre Gewissen melden sich und plötzlich sehen sie in ihrer Schau ihr Leben vorbeiziehen und ihre ganzen Sünden. Und es erinnert so ein bisschen an die Szene im Gericht, wenn die Rolle aufgetan wird und jeder wird gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht. Am Ende der Zeit, wir haben Offenbarung 17 ja schon gelesen, Babylon bringt die ganzen Regenten zusammen und wird falschen Wein hineinschütten, eine falsche Lehre. Aber dann plötzlich wird sozusagen ein Gericht beginnen. Oder das Gericht beginnt schon, läuft schon, wird ein Gericht sich sozusagen vollziehen an den Lebenden und plötzlich wird sozusagen der eine nach dem anderen gerichtet und dann ist plötzlich das Ende der Gnadenzeit.
[27:22] Schwester White schreibt in "Christus kommt bald", Seite 162: "Geht dann das Untersuchungsgericht zu Ende, so wird das Schicksal aller Menschen zum Leben oder zum Tode entschieden sein. Die Gnadenzeit endet kurz vor der Erscheinung des Herrn in den Wolken des Himmels." Also ähnlich wie da war die Schwelgerei, da war der Palast, diese Feier und dieses Betrinken und dann plötzlich taucht das Gericht auf und alle merken in ihrem Gewissen, wir sind Sünder, wir sind überführt. Denn dieser unsichtbare Zeuge, der anwesend war, der hat alles mitgeschrieben und jetzt wird sozusagen sichtbar für alle an die Wand geschrieben.
[27:59] Und was steht da? Wir lesen mal weiter, was genau da passiert. Wir lesen jetzt mal die Verse 6 bis 9. "Da verfärbte sich das Gesicht des Königs und seine Gedanken erschreckten ihn und alle Kraft wich aus seinen Gliedern und seine Knie schlotterten. Der König schrie mit lauter Stimme, man solle die Wahrsager, Chaldäer und Zeichendeuter holen. Und der König begann und sprach zu den Weisen von Babel: Derjenige, welche diese Schrift lesen und mir sagen kann, was sie bedeutet, der soll mit Purpur bekleidet werden und eine goldene Kette um seinen Hals tragen und als Dritter im Königreich herrschen. Und alle Weisen des Königs kamen herbei, aber sie konnten weder die Schrift lesen noch ihre Bedeutung dem König erklären. Da wurde der König Belsazar sehr bestürzt und sein Gesicht verfärbte sich und seine Gewaltigen waren ganz verwirrt."
[28:43] Jetzt kamen die Chaldäer, die ganzen großen Wissenschaftler und die verschiedenen Zauberer und Totenbeschwörer, wie sie alle heißen, die kannten wir schon aus dem zweiten Kapitel und auch aus dem vierten Kapitel. Und jetzt sollen sie dem König sagen, was ist denn da nun? Nun, was steht da? Was ist das? Die ganze Menge ist bestürzt. Jetzt kommen die Weisen rein und sehen diese wie Feuer glänzenden Buchstaben an der Wand und alle fragen sich, was ist das? Und keiner weiß Antwort. Genau wie in Kapitel 2, genau wie in Kapitel 4, das Gleiche in Kapitel 5. Sie sind nicht in der Lage, dem König zu helfen.
[29:21] Und dann lesen wir ab Vers 10 weiter bis 12: "Auf den Wunsch des Königs und seiner Gewaltigen kam die Königin Mutter in den Trinksaal. Die Königin begann und sprach: Oh König, mögest du ewig leben. Deine Gedanken sollen dich nicht erschrecken und dein Aussehen verändere sich nicht. Es gibt einen Mann in deinem Königreich, in dem der Geist der heiligen Götter ist und bei dem in den Tagen deines Vaters Erleuchtung, Verstand und Weisheit, gleich der Weisheit der Götter gefunden worden ist, sodass dein Vater, der König Nebukadnezar, ihn zum obersten der Traumdeuter, Wahrsager, Chaldäer und Zeichendeuter bestimmt hat. Ja, dein Vater, oh König. Ganz allein deshalb, weil bei ihm ein vortrefflicher Geist, Verstand und Scharfsinn gefunden wurde zur Deutung von Träumen, zur Erklärung von Rätseln und zur Auflösung von Knoten, nämlich bei Daniel, dem der König den Namen Belsazar gab. So lasse man nun Daniel rufen, der wird dir die Deutung sagen."
[30:16] Also die Königin oder die Königin Mutter, also die Mutter von Belsazar, erinnert sich noch daran, da war doch mal bei ihrem Vater, nämlich bei Nebukadnezar, ein ganz weiser, den Nebukadnezar hohe Ehren erwiesen hat, ein hohes Amt gegeben hat. Und jetzt erinnert sich, das ist der Daniel. Lass doch den Daniel rufen, denn er hat so viel Verstand, so viel Weisheit. Gott ist mit ihm, hol ihn und er wird dir helfen. Nun, wir können uns vielleicht forschen, dass Daniel bei dem Fest nicht anwesend war, obwohl zuerst waren die ganzen hohen Regenten und alle eingeladen, aber Daniel war nicht dabei. Natürlich kam er nicht zu dem Fest, aber als die ganzen Chaldäer und die Weisen alle gerufen worden sind, wo war denn der Daniel? Er kam nicht, wahrscheinlich, weil Daniel schon über 80 Jahre alt war und schon längst im Ruhestand war und dieses Amt noch gar nicht mehr ausführte. Aber Daniel kommt dann und er wird dann gerufen, wie wir gerade hören, die Mutter schlägt das ja vor und dann lesen wir hier Vers 13 weiter.
[31:10] "Sobald nun Daniel vor den König hineingeführt worden war, ergriff der König das Wort und sprach zu ihm: Bist du Daniel, einer der Weggeführten von Juda, die mein Vater, der König aus Juda hergebracht hat? Ich habe von dir gehört, dass der Geist der Götter in dir sei und dass Erleuchtung und Verstand und außerordentliche Weisheit bei dir gefunden werden. Nun sind die Weisen und Wahrsager vor mich geführt worden, um diese Schrift zu lesen, um ihre Bedeutung mitzuteilen. Sie waren aber nicht imstande, die Bedeutung der Worte zu erklären. Und von dir habe ich gehört, dass du Deutungen geben und Knoten auflösen könntest. Wenn du diese Schrift lesen und mir ihre Bedeutung erklären kannst, so sollst du mit Purpur bekleidet werden und eine goldene Kette an deinem Hals tragen und als Dritter im Königreich herrschen."
[31:57] Nun, der König gibt Daniels hohe Ehren, verspricht er ihm, wenn er ihm denn diese Schrift deuten könnte. Nun, eigentlich hätte Belsazar gewarnt sein müssen, was da passiert ist. Daniel erklärt ihm das jetzt gleich im Folgenden, was da passiert ist. Aber das Gewissen von Belsazar hat sich ja bereits gemeldet. Belsazar weiß schon, er hat irgendwas falsch gemacht. Belsazar, man weiß, dadurch, dass er nicht mehr wusste, wer ist dieser Daniel, sondern erst von der Königin Mutter unterrichtet wurde, weiß man auch, wie wenig sich Belsazar eigentlich für die Geschichte, für die Regentschaft und für diese Dinge interessiert hat. Er hat ein ganz liederliches Leben geführt. Er war kein guter Regent. Er hat sich betrunken. Er hat in der Zeit, wo er hätte aufmerksam sein sollen, sein Leben über Bord geschmissen. Und anstatt sich um sein Volk zu kümmern, ging es ihm nur um seine eigene, ja, er hat sich selbst, wie sagt man, erhoben, hofffertig behandelt. Eigentlich hätte Belsazar wissen müssen, was passiert ist und wissen müssen, was ist recht und was ist unrecht durch das, was seinem Opa passiert ist, dem Nebukadnezar.
[33:04] Und deswegen traf ihn auch diese Schuld. Es ist ihm ja nicht selbst passiert, aber es ist einer oder zwei Generationen vor ihm passiert und er hätte das wissen können, so wie wir heute Dinge wissen können aus der Bibel. So hätte er eigentlich von der Geschichte der Chroniken, der babylonischen Könige wissen können, was damals passiert ist. Aber er wollte es nicht wissen. Oder es hat ihn nicht interessiert, so muss man sagen.
[33:27] Jesus sagt in Johannes 9, Vers 41: "Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr blind wärt, so hättet ihr keine Sünde. Nun sagt ihr aber: Wir sind sehend, deshalb bleibt eure Sünde." Belsazar hätte das sehen können, aber er wollte nicht.
[33:50] Es gibt einige Ratschläge in der Bibel, dass wir den Fehler von Belsazar nicht machen, dass wir nicht sozusagen blind in unser Verderben rennen oder ja, blind kann man nicht sagen, er wusste, was er tat, hat es falsch gemacht. Aber die Bibel sagt hier in 5. Mose 32, Vers 7: "Denk an die Tage der Vorzeit, achte auf die Jahre der vorhergehenden Geschlechter. Frage deinen Vater, der wird es dir verkündigen. Deine Alten, die werden dir sagen." Oder Jeremia 6, Vers 16: "So spricht der Herr: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, welcher der gute Weg ist und wandelt darauf. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen." Also Gott sagt, guck doch mal auf das, was passiert ist, guck in die alten Geschichten, ich habe doch schon so viel gezeigt. Und Belsazar hätte bestens informiert sein können durch das Leben von Nebukadnezar, aber er hat es nicht getan. Und übrigens den Fehler machen wir auch manchmal.
[34:41] Ellen White sagt in "Christus kommt bald", das hat er 53, lesen wir: "Und den Spruch, den können die meisten unserer Joelmedia-Zuschauer schon auswendig. Wir haben für die Zukunft nichts zu fürchten, wenn wir nicht vergessen, wie der Herr uns geführt hat und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. Wir haben nichts zu fürchten, es sei denn, wir vergessen, wie Gott uns in der Vergangenheit geführt hat." Auch wir müssen viel mehr hineingucken in die alten Schriften, auch in das, was unsere Pioniere geschrieben haben und daraus lernen. Was ist passiert? Dinge werden sich wiederholen. Wir erinnern uns an die Tage von Ellen White, die Alpha-Krise 1902 bis 1907. Das wird sich wiederholen, aber noch viel stärker in der Omega-Krise. Aber wie viele von uns wissen, was das eigentlich ist? Wie gut lernen wir denn aus der Vergangenheit? Das ist ein Fehler, den hat Belsazar gemacht. Er hat davon gehört, aber er hat es nie ernst genommen. Er hat sich nie damit beschäftigt. Er wusste, da gibt es Chroniken, er wusste, da gibt es Aufzeichnungen, aber es hat ihn nie interessiert. Er hat sein Leben einfach gelebt, in weltlicher Art und Weise.
[35:34] Und nun ist es so, dass die meisten Menschen um uns herum auch wenig von dem wissen, was passiert ist. Wer weiß schon, was die Reformation gebracht hat? Wer weiß schon vom Fall der katholischen Kirche? Wer weiß um die Waldenser? Wer weiß das alles? Wer weiß um die letzten Ereignisse der Welt? Welcher Mensch auf den Straßen hier weiß, was passieren wird? Dass Christus bald wiederkommt und dass sich große Dinge ereignen. Wer weiß von den Sonntagsgesetzen, die da kommen? Und, und, und. Wir müssen es den Menschen weitergeben. Wir müssen es den Menschen sagen, damit sie nicht wie Belsazar blind ins Verderben rennen, sondern damit sie sich vorbereiten.
[36:11] Ellen White schreibt in einem Brief auf Seite 281 von 1905, "Der große Kampf", und sie meint ihr Buch, "Der große Kampf" sollte weit verbreitet werden. "Er enthält die Geschichte der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. In dem Abriss der letzten Szenen der Weltgeschichte ist er ein mächtiger Zeuge für die Wahrheit. Mir liegt die Verbreitung dieses Buches mehr am Herzen als die irgendeines anderen meiner Bücher. Denn im Großen Kampf wird der Welt die letzte Warnungsbotschaft deutlicher vermittelt als in irgendeinem der anderen Bücher, die ich geschrieben habe." Ellen White sagt, sagt der Welt, was passiert. Sie müssen vorbereitet sein. Sie sollen nicht blind ins Verderben rennen.
[36:50] Viele Menschen sind ja heute in einer Lage oder in einem Zustand, wo sie trunken sind von den Dingen der Welt. Sie beschäftigen sich mit ganz vielen Dingen. Heute ist es ganz wichtig, habe ich denn alles genderkonform geschrieben? Ist denn alles politisch korrekt, was ich tue? Der Fokus ist da drauf und die Menschen werden total abgelenkt von völlig unwichtigen Dingen. Und was ihnen fehlt, ist die Erkenntnis über die Ereignisse in den letzten Tagen dieser Welt. Wo stehen wir heute? Was kommt auf uns zu? Und das müssen wir den Menschen nahe bringen. Wir müssen den Menschen, wie Ellen White sagt, den großen Kampf erklären. Dieses Buch am besten weitergeben, damit sie selbst studieren können und ihnen Hilfe geben, das zu verstehen.
[37:33] Lesen wir weiter in Daniel 5, Verse 17 bis 24. Also Daniel war jetzt hereingerufen worden. Es heißt: "Da antwortete Daniel und sprach vor dem König: Deine Gaben mögen dir verbleiben und gib deine Geschenke einem anderen. Jedoch die Schrift will ich dem König lesen und erklären, was sie bedeutet. O König, Gott der Allerhöchste hat deinem Vater Nebukadnezar das Königtum, die Majestät, die Ehre und die Herrlichkeit verdient. Und wegen der Majestät, die er ihm gab, zitterten und beteten vor ihm alle Völker, Stämme und Sprachen. Denn er tötete, wen er wollte, und ließ leben, wen er wollte. Er erhöhte, wen er wollte, und erniedrigte, wen er wollte. Da sich aber sein Herz erhob und sein Geist stolz wurde bis zur Vermessenheit, wurde er von seinem königlichen Thron gestürzt und seine Würde wurde ihm genommen. Man verstieß ihn von den Menschenkindern und sein Herz wurde den Tieren gleich. Er wohnte bei den Wildeseln, und man fütterte ihn mit Gras wie die Ochsen. Und sein Leib wurde vom Tau des Himmels benetzt, bis er erkannte, dass Gott der Allerhöchste Macht hat über das Königtum der Menschen und darüber setzt, wen er will. Du aber, sein Sohn Belsazar, hast dein Herz nicht gedemütigt, obwohl du das alles wusstest, sondern du hast dich über den Herrn des Himmels erhoben, und man hat die Gefäße seines Hauses vor dich gebracht. Und du und deine Gewaltigen, deine Frauen und Nebenfrauen, ihr habt Wein daraus getrunken, und du hast die Götter aus Gold und Silber, aus Erz, Eisen, Holz und Stein gepriesen, die weder sehen, noch hören, noch verstehen. Den Gott aber, in dessen Hand dein Odem und alle deine Wege sind, hast du nicht geehrt. Infolgedessen wurde von ihm diese Hand gesandt und diese Schrift geschrieben."
[39:17] Daniel ist ein ganz, ganz aufrechter Mann. Er steht vor Belsazar, vor dem König, und sagt ihm einfach, was passiert ist. Du hättest es wissen müssen, und du hast es nicht getan. Die Zeugnisse waren da, aber du wolltest sie nicht hören. Du hast es gewusst, aber du hast nicht danach gehandelt. Ist das nicht der Fehler, den wir machen, der gleiche Fehler, den Belsazar gemacht hat? Kennen wir die Wahrheit nicht, als Adventgemeinde? Was wissen wir denn alles? Aber die Frage ist, tun wir auch, was wir wissen, oder tun wir es nicht? Belsazar wusste, aber er tat nicht, und das war sein Verhängnis. Und manchmal sind wir in der gleichen Lage. Wir wissen es, aber wir tun es nicht.
[39:59] Auch wird aus Daniels Worten hier deutlich in Vers 23, dass wir alle Gott etwas schuldig sind. Nun, wir sind seine Diener. Er hat uns gemacht zu seiner Herrlichkeit. Und die Frage ist, sind wir treue Diener, kluge, oder sind wir töricht? Ehren wir Gott mit der Zeit, die er uns gibt, mit den Talenten, die er uns anvertraut hat, oder verschwenden wir diese? Sind wir wie Belsazar, oder sind wir wie Daniel? Es gibt am Ende der Zeit auch keinen dazwischen mehr. Man ist entweder so, oder man ist so. Man ist entweder ein treuer Knecht, oder man ist ein törichter Knecht. Belsazar hat das, was er hatte, verschwendet. Er wusste die Wahrheit, aber hat sie nicht gelebt. Daniel hat es richtig gemacht. Er wusste die Wahrheit und hat danach gehandelt. Und so werden später auch die Törichten und die klugen Jungfrauen gesehen. Die einen taten, was sie wussten, und die anderen wussten es zwar, aber taten es nicht, die Törichten. Und so wird es am Ende der Zeiten noch einmal sein.
[41:03] Wenn wir jetzt in Vers 25 bis 28 gemeinsam lesen, dann sehen wir, dass jetzt diese Schrift erklärt wird. Und da schauen wir uns das noch einmal an. Verse 25 bis 28: "So lautet aber die Schrift, die geschrieben steht. Und das ist die Bedeutung des Spruches: Mene bedeutet, Gott hat die Tage seines Königtums gezählt und ihm ein Ende bereitet. Tekel bedeutet, du bist auf einer Waage gewogen und zu leicht erfunden worden. Peres bedeutet, dein Königreich wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben werden."
[41:44] Und hier möchte ich was zu lesen von Schwester White aus "Propheten und Könige", Seite 370. "Der Prophet kehrte sich der vom Himmel gesandten Botschaft an der Wand zu und las: Mene, Mene, Tekel, Upharsen. Die Hand, die die Schriftzeichen geschrieben hatte, war nicht mehr zu sehen. Aber die vier Worte erglänzten weiterhin in schrecklicher Deutlichkeit. Und nun lauschten die Anwesenden mit angehaltenem Atem der Erklärung des betagten Propheten. Sie bedeutet dies: Mene, das ist, Gott hat dein Königtum gezählt und beendet. Tekel, das ist, man hat dich auf der Waage gewogen und zu leicht befunden. Peres, das ist, dein Reich ist zerteilt und den Medern und Persern gegeben."
[42:32] In dieser letzten Nacht wilder Ausgelassenheit hatte Belsazar und seine Großen das Maß ihrer und des kaldäischen Reiches Schuld vollgemacht. Gottes Hand, die bisher Aufschub geboten hatte, konnte das drohende Unheil nicht länger abwehren. Gott hatte durch mancherlei Fügung versucht, diesen Menschen Ehrfurcht vor seinem Gesetz zu lehren. Wir wollten Babel heilen, hat er über die ausgesagt, deren Schulden bis zum Himmel reichte. Aber es wollte nicht geheilt werden. Wegen der rätselhaften Verderbtheit des menschlichen Herzens hatte es Gott schließlich für förderlich gehalten, ein unwiderrufliches Urteil zu fällen. Belsazar sollte fallen und sein Königreich in andere Hände übergehen.
[43:13] Nur diese Hand schrieb diese Worte: Mene, Mene, Tekel, Upharsen. Was bedeutet das, diese geheimnisvollen Zeichen? Diese Worte bedeuten Folgendes, schreibt Chester White. "Mene heißt gezählt. Gott hat die Tage deiner Herrschaft gezählt und ihr Ende bereitet. Tekel heißt gewogen. Du wurdest auf der Waage gewogen und fühlst dich leicht befunden. Upharsen heißt geteilt. Dein Reich wird geteilt und dem Meder und Perser gegeben werden."
[43:39] Und so war es auch bereits vorhergesagt. Schon das Buch Jesaja hatte gesagt, was passieren wird. Das war ja auch die große Hoffnung von Israel, dass wir eines Tages befreit werden. Und tatsächlich, Belsazar erfährt sein Gericht. Diese Hand, die da kommt, schreibt sein Gericht an die Wand. Also der Fall ist sozusagen zu seinen Lebzeiten abgeschlossen. Das wird in Zukunft auch uns passieren. Also es wird eine Zeit geben, wo Menschen leben auf der Welt und im Himmel das Gericht zu Ende geht. Jeder Fall wird entschieden und alles wird in die Bücher eingetragen. Auch unser Fall wird geschrieben. Und lasst uns beten, dass da nicht steht: Mene, Mene, Tekel, wir wurden gewogen und zu leicht befunden.
[44:27] Wir können es mal aus der Bibel lesen, Jesaja 47, Verse 5 bis 11. Es wurde ja schon vorhergesagt, was passiert. Jesaja 47, 5 bis 11: "Setze dich schweigend hin und geh in die Finsternis, du Tochter der Chaldäer, denn man wird dich nicht mehr Beherrscherin der Königreiche nennen. Ich war über mein Volk so erzürnt, dass ich mein Erbteil entweihte und in deine Gewalt gab. Du aber hast ihnen keine Barmherzigkeit erwiesen. Selbst auf den Greis hast du ein schweres Joch gelegt. Und du hast gedacht: Ich werde ewiglich Gebieterin sein und hast dir dies nicht zu Herzen genommen und nicht bedacht, was danach kommen würde. Nun aber höre du, üppige, die sorglos thront, die in ihrem Herzen spricht: Ich bin's und sonst niemand. Ich werde nicht als Witwe dasitzen, noch erleben, wie mir die Kinder geraubt werden. Dennoch wird dir beides begegnen in einem Augenblick, an einem Tag. Die Kinder werden dir geraubt und Witwe wirst du sein. Mit großer Macht werden sie über dich kommen, trotz der Menge deiner Zaubereien und der großen Anzahl deiner Beschwörungen. Denn du vertrautest auf deine Bosheit und sprachst: Denn niemand sieht mich. Deine Weisheit und dein Wissen haben dich verführt, dass du bei dir selbst gedacht hast: Ich bin's und sonst niemand. Darum wird ein Unglück über dich kommen, dass du nicht wegzaubern kannst. Und ein Verderben wird dich überfallen, dass du nicht abwenden vermagst. Plötzlich wird eine Verwüstung über dich kommen, von der du nichts ahnst."
[45:58] Hier wird das Gericht über Babylon schon beschrieben. Also damals hat es der Belsazar ja am eigenen Leibe erfahren, was da passiert ist. Und es war schon in Jesaja vorhergesagt, das kommt. Etwas ganz ähnliches, eine ähnliche Beschreibung sozusagen. Also du wirst überfallen, dir werden deine Töchter weggenommen, deine Kinder weggenommen und du wirst eine Witwe sein. Was ähnliches lesen wir später in Offenbarung 18.
[46:27] Also hier in Jesaja, dann sozusagen dargestellt in Daniel 5 und dann später in Offenbarung 18. Und da gucken wir nochmal rein. Offenbarung 18, Verse 7 und 8. Hier spricht es über das Gericht über Babylon, das Gleiche wie in Jesaja und auch das Gleiche, was wir in Daniel 5 gelesen haben.
[46:47] In Offenbarung 18 heißt es, Vers 7: "In dem Maß, wie sie sich selbst verherrlichte und üppig lebte, gibt ihr nun Qual und Leid. Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne als Königin und bin keine Witwe und werde kein Leid sehen. Darum werden an einem Tag deine Plagen kommen: Tod und Leid und Hunger. Und sie wird mit Feuer verbrannt werden, denn stark ist Gott, der Herr, der sie richtet." Also bei Jesaja vorhergesagt, in Daniel 5 erkennen wir es, denn wir wissen, da wurde plötzlich, als diese üppige Schwelgerei da stattfand und als die Gefäße Gottes entehrt wurden mit der verdorbenen Wein, in dem Moment endet das Gericht und es wird der Urteilsspruch an die Wand geschrieben. Und was ganz ähnliches passiert in Offenbarung 18, nämlich am Ende der Zeit, wenn das Babylon, also diese gefallene Religion, diese neue Weltreligion oder auch die neue Weltordnung, wenn sie um sich greift und alle Kinder versucht zu fressen, auch die Gefäße Gottes versucht zu entweihen, dann wird das Urteil gesprochen und es wird, Babylon wird nicht entkommen.
[47:52] Interessanterweise, dieser Finger, diese bleiche Hand, schrieb da damals auf die Palastwand, in diesen feurigen Buchstaben. Und wenn wir uns jetzt erinnern, in der Bibel, das kam manchmal vor, dass dieser Finger Gottes war und schrieb. Einmal hier an der Palastwand von Babylon, an dieser getünchten, weiß getünchten Wand wurde das Urteil gesprochen, denn sie war zwar von außen weiß getüncht, aber innen drin war der Palast voller Unrat. Dann wissen wir, dass der Finger Gottes die zehn Gebote schrieb, also die Grundlage des Gesetzes und auch die Grundlage des Gerichts, wurden damals von Finger Gottes geschrieben, auf Steintafeln am Sinai. Und dann wissen wir noch eine Szene, wo der Finger Gottes schrieb. Wo schrieb der noch?
[48:30] Und das können wir lesen, gemeinsam in Johannes 8. Johannes 8, Verse 3 bis 9. Da sehen wir noch einmal den Finger Gottes schreiben. Johannes 8, Verse 3 bis 9: "Da brachten die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Frau zu ihm, die beim Ehebruch ergriffen worden war, stellten sie in die Mitte und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist während der Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Im Gesetz aber hat uns Mose geboten, dass solche gesteinigt werden sollen. Was sagst, was sagst nun du? Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen, damit sie ihn anklagen könnten. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. Und er bückte sich wiederum nieder und schrieb auf die Erde. Als sie aber das hörten, gingen sie, von ihrem Gewissen überführt, einer nach dem anderen hinaus, angefangen von den Ältesten bis zu den Geringsten. Und Jesus wurde alleingelassen und die Frau, die in der Mitte stand."
[49:39] Nun, was war da passiert? Jesus Christus schreibt jetzt auf die Erde. Der Finger Gottes schreibt wieder. Er schreibt diesmal in den Sand hinein. Was hat Christus eigentlich geschrieben? Da wurde eine Frau angeklagt, die war eine Ehebrecherin und sie wurde angeklagt. Und Christus sagt: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Wer immer will, wer ohne Sünde ist, soll den Stein nehmen und werfen. Und er fängt an zu schreiben auf die Erde. Und die Leute wären jetzt unwillig und sie rücken jetzt näher heran. Und dann gucken sie, was er da eigentlich schreibt. Und dann gehen viele beschämt weg.
[50:16] Nun, was ist da geschrieben? Im "Leben Jesu" schreibt Schwester White auf Seite 454, im zweiten Absatz: "Als aber ihre Blicke des Herrn Hand folgten, die auf dem sandigen Boden immer noch schrieb und sie die Schrift entzifferten, die sich vor ihnen deutlich vom Boden abhob, erleichterten sie. Sie lasen die verborgenen Sünden ihres Lebens." Christus hat die Sünden der Anwesenden aufgeschrieben, einfach in die Erde geschrieben. Und die haben das gesehen und sie erleichterten, denn sie wussten vor Christus nichts verborgen und sie verschwanden, sie gingen weg. Und am Ende war nur noch die Frau da. Ja, sie war eine Sünderin und ja, sie war angeklagt, aber sie war noch da. Und Christus sagt: Ich will dich auch nicht verurteilen, sündige nicht mehr, ändere dein Leben. Und die anderen, nun jeder von uns wird sozusagen im Gericht, alles wird offengelegt werden. Und so wie die Hand an der Palastwand schrieb, so wird sozusagen auch in unserer Rolle, in unserer Lebensrolle alles aufgeschrieben von einem unsichtbaren Zeugen. Da steht jede Missetat und jede Sünde unseres Lebens drin.
[51:27] Was können wir denn tun, wenn wir nicht wie die Ankläger da sein wollen, dass plötzlich unser Fall im Gericht geöffnet wird und es heißt: Sünde, Sünde, Sünde, Sünde, Sünde und alles wird offengelegt? Was können wir denn tun? Und da sagt Gott im Jesaja 1, Vers 18: "Kommt doch, wir wollen miteinander rechnen, spricht der Herr. Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee. Wenn sie rot sind wie Karmesin, sollen sie weiß wie Wolle werden." Lass uns nicht den Fehler von Belsazar machen. Er hat seine Sünde nie bekannt, er hat seine Sünde nie eingestanden und er hat alles verloren. Alle unsere Sünden, alle unsere Taten, alles ist aufgeschrieben im Himmel. Ein unsichtbarer Zeuge schreibt mit, der Finger Gottes schreibt, auch dein Leben und mein Leben. Lass uns sicher sein, dass unsere Sünden, unser sündiges Leben, das was uns trennt von Christus, dass wir ihm das alles anvertrauen, ihm das alles geben und sagen: Bitte, bitte vergib mir diese Schuld und bitte erneuere du mein Herz. Belsazar hat diese Zeit gehabt und er hat sie verpasst. Heute haben wir noch Zeit, es ist noch Gnadenzeit, das Urteil über dich und mich ist noch nicht geschrieben. Lass uns sicher sein, dass wir unser Leben zu Christus bringen, denn nur da werden unsere Sünden vergeben und nur er wird unsere Sünden reinwaschen. Er sagt, selbst wenn sie blutrot sind oder wie Karmesin, sie sollen weiß werden wie Wolle und wie Schnee, ich werde sie ganz auslöschen. Er wird unsere Sünde nehmen und sie ins äußerste Meer werfen, damit wir nicht straucheln und scheitern wie Belsazar.
[52:51] Und dann lesen wir noch abschließend die beiden letzten Verse in Daniel 5, nämlich Versen 29 und 30. "Sogleich befahl Belsazar, dass man dem Daniel in Purpur bekleiden und ihm eine goldene Kette um den Hals legen und von ihm ausrufen sollte, dass er der dritte Herrscher im Königreich sein soll. In derselben Nacht wurde Belsazar, der König der Chaldäer, umgebracht." Und tatsächlich, in derselben Nacht passiert es, und wir kennen die Geschichte, Kyros kam. Und das werden wir uns beim nächsten Mal angucken. Kyros kam und hat die Stadt übernommen.
[53:24] Jetzt spricht Schwester White, und sie zitiert hier, bestand derweise aus Jesaja, ich werde es mal vorlesen, "Macht und Ohnmacht", Seite 357. "Mehr als ein Jahrhundert zuvor hatte Jesaja unter göttlicher Eingebung die Aufforderung gehört: Meder schließt die Stadt ein. Die Räuber müssen rauben, die Verwüster müssen verwüsten. Dem Seufzer der Völker über Babylon will ich ein Ende machen. Er sah: In Babylon deckt man den Tisch zum Festmahl, man breitet die Polster aus, man isst und trinkt, plötzlich ein Schrei: Aufstehen, alle Offiziere zu den Waffen! Die Nacht, in der König Belsazar und seine Ratgeber miteinander in der Lästerung Gottes wetteiferten, verwandelte sich plötzlich in eine Zeit der Angst und Zerstörung. Nun reihen sich in rascher Folge weitreichende Ereignisse genau so aneinander, wie sie in den prophetischen Schriften geschildert worden waren. Viele Jahre bevor die Hauptakteure dieses Schauspiels geboren wurden."
[54:25] Gott hatte im Buch Jesaja schon genau das Ende vorhergesagt, was passieren wird dort. Sie waren vorbereitet, man hätte sich darauf vorbereiten können, und das gilt uns doch auch. Belsazar wollte nicht hören, was Daniel zu sagen hat. Er hat sich nicht interessiert für die Geschichte vorher. Wie ist es mit uns? Wissen wir, was auf uns zukommt? Wissen die Menschen um uns rum, was auf uns zukommt? Auch wir sollen Zeugen sein, auch wir sollen studieren, was passiert, was kommt da und sollen das weitergeben, damit wir vorbereitet sind.
[54:51] Das traurige Ende von Babylon beschreibt Herodot, der Geschichtsschreiber, wie folgt. Er sagt: "Lange Zeit, nachdem die Außenbezirke der Stadt bereits genommen waren, also die Wohnviertel, wussten sie von nichts, denn sie nahmen an einem Fest teil und tanzten und schwelgten." So beschreibt Herodot den Untergang Babylons. Sie haben getanzt, sie haben geschwelgt, sie haben sich mit allem möglichen Zeitvertreib beschäftigt, aber sie waren nicht vorbereitet auf den König, der da von Osten kam, auf Kyros. Und so geht es heute vielen Menschen in der Welt. Wir schwelgen und wir feiern und wir lenken uns ab, aber wir sind nicht vorbereitet auf den König, der da kommt von Osten, Jesus Christus, um sein Volk zu befreien und Babylon niederzuwerfen.
[55:42] Viele, viele Menschen laufen heute im Dunkeln noch durch die Gegend, weil wir manchmal nicht so treu sind wie Daniel. Daniel hat treu ein Zeugnis gegeben, hat gesagt, was passiert. Und immer wenn er gerufen war, war zur Stelle und hat treu, ohne irgendwelche, wie sagt man, ohne falsch, das verkündet, was Gott ihm gesagt hat. Er hat nichts weggelassen, er hat nichts hinzugefügt. Und genauso muss unsere Gemeinde, die Adventgemeinde heute sein. Wir müssen treu das verkündigen, was Gott uns gegeben hat. Wir sollen nichts hinzufügen und wir sollen nichts weglassen. Die Bibel, so wie sie ist, Schwester White, das, was sie geschrieben hat. Und das müssen wir der Welt bringen. Die Bibel und zum Beispiel das Buch "Der große Kampf", von dem Ellen White selber sagt: Verbreitet es, damit die Menschen vorbereitet sind auf das, was da kommt.
[56:22] Lasst uns nicht töricht sein in diesen letzten Tagen, lasst uns nicht schwelgen und feiern, sondern lasst uns als treue Diener empfunden werden, vorbereitet auf den König, der da kommt. Und lasst uns gemeinsam jetzt noch zum Abschluss beten.
[56:32] Unser lieber Vater im Himmel, wir sind dir dankbar dafür, dass du uns deine Schrift an die Hand gibst, damit wir vorbereitet sind auf das, was auf uns zukommt. Und Herr, wir wissen, du möchtest die Welt warnen und du hast uns gerufen, damit wir diese Warnungsbotschaft verbreiten, damit wir den Menschen sagen, was da kommt und dass Babylon fallen wird, damit die Menschen nicht ihr Leben mit Babylon verbinden. Und wir möchten dich bitten, Herr, dass du uns die Kraft gibst und die Weisheit und die Stärke Daniels, dass wir diese Botschaft der Welt treu verkündigen können, damit noch viele auch durch unser Zeugnis gerettet werden. Und dafür danken wir dir. Im Namen Jesu. Amen.
[57:08] Vielen Dank, ihr Lieben, dass wir das gemeinsam studieren konnten. Das war relativ viel. Aber schaut mal unten ins Manuskript rein. Da könnt ihr noch das eine oder andere Zitat mehr finden. Es ist ein ganz spannendes Thema und ich bin froh, dass wir Daniel gemeinsam studieren. Und nächste Woche soll es weitergehen mit Kapitel 6. Das wird dann der Christopher mit uns machen. Dafür schon mal Gottes Segen.