[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Wir werden heute weiterstudieren, ein paar interessante Details in Vers 10 studieren. Und bevor wir damit beginnen, wollen wir gemeinsam beten, dass Gott uns führt. Und ich lade euch ein, dazu niederzuknien.
[1:06] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für deine Gnade und für deine Güte und für die Möglichkeit, dein Wort zu studieren. Danke, dass du zu uns sprichst und dass wir einfach unsere Herzen aufmachen dürfen, damit dein Geist uns erfüllt. Wir möchten dich jetzt bitten, um einen wachen Verstand und um eine Bereitschaft von dir zu lernen und dass wir schöne, großartige Dinge in deinem Wort erkennen, die uns näher zu dir ziehen und unsere Beziehung zu dir vertiefen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen. Offenbarung 21 und vielleicht können wir kurz wiederholen, was wir letzte Woche in Vers 9 besprochen haben. Wir haben ja gesagt, mit Vers 9 beginnt eigentlich eine ganz neue Vision. Die Verse 1 bis 8 gehören irgendwie noch mehr zu Offenbarung 20, dieser letzten großen Entscheidungsschlacht von Gott und Magog und all den verschiedenen Aspekten, die da eine Rolle spielen. Aber jetzt in Vers 9 beginnt etwas Neues. Könnt ihr euch noch erinnern, was wir über diesen Vers 9 gesagt haben? Wir haben den verglichen mit einer anderen Vision. Könnt ihr euch daran noch erinnern? Mit welcher anderen Vision haben wir die verglichen? Wir haben gesehen, dass dort einer von den sieben Engeln kommt, einer von den sieben Engeln, die die sieben Plagen gehabt haben, die sieben Schalen voll des Sohnes Gottes und wir haben gesehen, es gab noch eine Stelle in der Offenbarung, wo so ein Plagenengel auch sagt zu Johannes, komm, ich will dir etwas zeigen. Und an welcher anderen Stelle hat so ein Engel von den sieben Plagen zu Johannes gesagt, komm, ich will dir was zeigen? Welche Stelle war das, dass wir das im Hinterkopf haben? In Offenbarung 15 haben wir die sieben Engel, ja, aber wir haben eine Stelle angeschaut, wo ein Plagenengel zu Johannes gesagt hat, komm, ich will dir jemanden zeigen. Die Hure, genau, welches Kapitel war das? Welches Kapitel war das? 17, genau. Schauen wir nochmal genau in Offenbarung 17, Vers 1, dass wir das nochmal in Erinnerung haben, weil das wird jetzt für Vers 10 auch ganz wichtig. Also in Offenbarung 17, da heißt es in Vers 1, wer mag das mal lesen? Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, redete mit mir und sprach, komm, ich will dir das Gericht über die große Hurerin zeigen, die an vielen Wassern sitzt.
[4:06] Genau, da hatten wir also, in beiden Fällen haben wir gesagt, dass dieser Engel, ja, der Plagenengel oder ein Plagenengel, der in beiden Fällen zu Johannes spricht, in beiden Fällen sagt der Engel, komm, ich will dir etwas zeigen. Und was zeigt er ihm in Offenbarung 17? Eine Frau, ja, eine Frau, nämlich eine Hure. Und wen zeigt er ihm in Offenbarung 21? Die Frau, und zwar, wie wird sie genannt in Offenbarung 21, Vers 9? Ja, das kommt in Vers 10, aber in Vers 9 wird sie genannt, die Frau ist die Braut, die Braut des Lammes. Und dahinter verbergen sich natürlich Babylon und Jerusalem. Und Babylon wird später in Offenbarung 17 auch genannt, die große Stadt. Und wir werden sehen heute, Offenbarung 21, Vers 10 wird es auch die große Stadt genannt. Also, wir haben gesehen, und das als Hintergrund nochmal, Offenbarung 21 ist quasi der Kontrast zu Offenbarung 17. Also, in Offenbarung 15 werden die Plagen eingeführt, in Offenbarung 16 werden die Plagen ausgegossen, und in Offenbarung 17 kommt dann einer der Engel und sagt, schau mal, ich zeige dir die Hure Babylon, die große Stadt Babylon, die gegen Gott kämpft. Und dann kommen die, kommen 17, 18, 19, 20, bis alle Sünder zerstört sind. Und dann sagt ein anderer Engel, oder vielleicht derselbe Engel, wir wissen es nicht genau, ein Engel sagt dann, komm, und jetzt zeige ich dir die Braut. Ich zeige dir die Braut des Lammes, die andere Frau. Also, diese beiden Frauen, Babylon und Jerusalem, sind hier im Vordergrund. Jetzt schauen wir mal Offenbarung 21, Vers 10. Den Vers mal etwas genauer. Offenbarung 21, Vers 10.
[6:05] Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, herniederkommen aus dem Himmel von Gott. Ganz genau. Also fangen wir mal an. Es heißt hier, er brachte mich im Geist auf einen großen und hohen Berg. Woher kennen wir das aus der Offenbarung, dass es von Johannes heißt, dass er im Geist irgendwo hingebracht worden ist? Ganz am Anfang schon? In Kapitel 4 zum Beispiel, lesen wir das ganz kurz mal, Offenbarung 4. Da gibt es ja auch diese Aussage, da kommt eine Stimme, da sagt es auch wieder, komm. Da wissen wir nur, dass eine Stimme da ist. Da heißt es, komm hier herauf und ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen muss. Und dann heißt es, und sogleich war ich eben im Geist. Und siehe, ein Thron stand im Himmel, auf dem Thron saß einer, also da kam eine Stimme aus dem Himmel, die sagt, komm, und er wird im Geist in den Himmel gebracht. Und zwar genau genommen wohin? Zum Thron. Der Thron ist wo? Ja, genau, der Himmel ist groß. Im Heiligtum, im Tempel Gottes, er wird in den Tempel Gottes gebracht. Wo haben wir noch eine Stelle, wo es heißt, ich war im Geist? 17, genau, da haben wir wieder diese Parallele. Offenbarung 17, da heißt es nämlich in Vers 3, wer mag lesen? Und er brachte mich im Geist in eine Wüste und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das vollnamen der Lästerung war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. Genau, er wird im Geist wohin gebracht? In eine? In eine Wüste. Aber in Offenbarung 21 wird er im Geist gebracht, wohin? Auf einen Berg. Ganz wichtig, also in Offenbarung 17 wird er in eine Wüste gebracht und da sieht er eine Hure, die große Stadt Babylon. In Offenbarung 21 wird er auf einen hohen Berg gebracht und er sieht dort die Braut des Lammes, nämlich die Stadt, die große Stadt Jerusalem.
[8:39] War das ein Zufall, dass er hier in die Wüste gebracht worden ist oder warum wird er hier in die Wüste gebracht? Also wir sehen, es ist ganz offensichtlich eine Parallele, ganz, ganz offensichtlich, aber wir müssen uns die Frage stellen, warum hier eine Wüste und warum hier der Berg? Was meint ihr? Also warum wurde Johannes in die Wüste geführt, um die Hure Babylon zu sehen? In der Wüste wurde früher das Weib verfolgt. Ah, also die Wüste kennen wir eigentlich erst aus Offenbarung 12. Da ist nämlich die Verfolgung der wahren Gemeinde da und deswegen heißt es ja auch, dass diese Hure ist getrunken vom Blut der Heiligen. Das heißt, diese Wüste hat eine prophetische Bedeutung. Da geht es um die Zeit auch, in der die Gemeinde verfolgt worden ist. Welche Zeit wird Offenbarung 12 genannt? Wie lange ist diese Verfolgung gewesen? Wie lange? 1260 Jahre, wird zweimal in Offenbarung 12 gesagt, 538 bis 1798. Die Wüste ist also nicht einfach nur, also das ist nicht einfach so, dass der Engel sagt, na irgendwo gehen wir jetzt mal hin, sondern die Wüste hat eine Bedeutung für die Interpretation der Frau. Wenn es also nicht unwichtig ist, wohin der Johannes im Geist gebracht wird, er wird in die Wüste gebracht, weil es jetzt um die verfolgende Kirche geht, dann ist es wohl auch nicht ganz unwichtig, dass er auf einen großen und hohen Berg gebracht wird. Und das müssen wir ein bisschen genauer verstehen, weil danach geht es gleich um die ganze Stadt, aber er wird ja nicht in die Stadt gebracht, er wird auf einen großen und hohen Berg gebracht und von dem großen und hohen Berg aus sieht er die Stadt. Das ist ein Unterschied. Er hätte ja auch ganz leicht in die Stadt hineingebracht werden können, gleich von Anfang an, aber er wird auf einen großen und hohen Berg gebracht und von dem Berg sieht er die Stadt und das muss eine Bedeutung haben, die wollen wir ein bisschen genauer uns anschauen. Was fällt euch denn spontan zu einem großen und hohen Berg ein? Großer Berg, hoher Berg, welche Texte fallen euch da spontan ein? Wir haben die zehn Gebote von dem Berg, vom Berg Sinai. Ganz wichtig, also Berge spielen in der Bibel immer eine große Rolle, der Berg Sinai, die zehn Gebote, Gott offenbart sie am Berg Sinai. Es gibt eine Prophezeiung, glaube ich, im Jesaja, wo steht, dass dieser Berg wird über alle Berge herausragen.
[11:30] Genau, das ist Jesaja 2. Der Berg Zion, heißt es da, wird hoch und erhaben sein, über alle anderen Berge, genau. Ah, genau, fangen wir mal damit an. Wo ist denn dieser Stein, der auf die Füße fällt? Im Daniel Kapitel 2, schauen wir mal, Daniel 2. Ja, Daniel 2, da haben wir natürlich, das haben wir jetzt gerade noch mal frisch in Erinnerung, ganz lange her, dass wir es mal studiert haben, in Daniel 2 und haben natürlich erstmal in Vers 35 oder 34 selbst. Du saßt zu, bis sich ein Stein losritt, ohne Zutun von Menschenhänden, die das Bild an seinen Füßen traf, die aus Eisen und Ton waren und sie zermalmte. Und da wurden Eisen, Ton, Erz, Silber und Gold miteinander zermalmt und sie wurden wie Spreu auf den Sommertennen und der Wind verwehte sie, sodass keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der das Bild zertrümmert hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde. Und dieser große Berg ist jetzt ein Symbol wofür? Wofür? Für das Königreich. Das steht in Vers 44, oder? Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird. Und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden. Es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen. Es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen. Ganz so, wie du gesehen hast, dass sich von dem Berg ein Stein losriss. Also der Stein steht für das ewige Königreich.
[13:10] Also halten wir mal fest, der große Berg, der alles erfüllt, steht hier für das ewige Reich Gottes. Und das ist ja auch ganz passend. Die Wüste war ein Symbol, um zeitlich einzuordnen, wann ist diese Frau, wann müssen wir die suchen. 538, 1798 und dann ein bisschen danach. Jetzt, der Berg ist ein Symbol, nicht für die Zeit der Verfolgung, sondern für die Zeit des ewigen Reiches Gottes, denn das ist jetzt gekommen. Ja, also schon die Tatsache, dass er auf den Berg steigt, zeigt uns, wo wir jetzt symbolisch oder zeitlich sind. Kein Zufall, aber es gibt noch mehr. Also sammeln wir ein bisschen mehr noch. Wo kommt noch ein großer und erhabener oder hoher Berg vor? Vielleicht Jesaja 2 schon gesagt, vielleicht lesen wir es kurz noch. In Jesaja 2, und es wird geschehen in den letzten Tagen, da wird der Berg mit dem Hause des Herrn festgegründet stehen, an der Spitze der Berge und die Hügel überlagern. Und alle Völker werden zu ihm hinströmen.
[14:37] Genau, damit diese Idee, dass alle Völker und Nationen zu diesem hohen Berg kommen werden. Und es ist ganz interessant, dass später auch in Offenbarung 21 davon gesprochen wird, dass die Nationen ihre Herrlichkeit in die Stadt hineinbringen werden. Wobei natürlich die Prophezeiung hier vielleicht schon auch mehr davon spricht, noch vor der Wiederkunft, wo Menschen sich noch zu Gott bekehren. Aber hat natürlich was damit zu tun, denn wofür steht der Berg hier in Jesaja 2? Was symbolisiert dieser Berg? Ja, das ist genau der Berg des Hauses des Herrn. Das heißt, der Tempel steht auf diesem Berg und damit ist es der Berg Zion. Und der Berg Zion steht jetzt wofür hier? Also es ist ja nicht der reale Berg Zion, oder? Am Ende der Tage werden die Menschen nicht nach Jerusalem fahren müssen, oder? Sondern er ist ein Symbol für Gottes Gemeinde. Ja, das stimmt. Die Bibel ist eigentlich relativ deutlich hier. Das ist sehr interessant. Schaut mal in Jesaja 40 und dort Vers 9.
[15:48] Jesaja 40 und dort Vers 9. Da heißt es, steige auf einen hohen Berg O Zion, die du vor Botschaft verkündigst. Erhebe deine Stimme mit Macht, o Jerusalem, die du vor Botschaft verkündigst. Erhebe sie, fürchte dich nicht, sage den Städten Judas, seht, da ist euer Gott. Womit hat dieser Berg hier zu tun? Ja, mit Jerusalem, genau. Aber was soll hier mit diesem Berg geschehen? Da soll jemand auf einen hohen Berg steigen, um was zu tun? Was war eine Botschaft? Eine frohe Botschaft, eine gute Nachricht, eine frohe Botschaft. Steige auf einen hohen Berg, um eine frohe Botschaft zu verkündigen. Johannes steigt auf einen hohen Berg. Er steigt in die Wüste, oder er geht in die Wüste, um über die Hure zu berichten, über Babylon, über den Abfall, über die Verfolgung, über die Vernichtung der Ungläubigen. Aber er steigt auf einen hohen Berg, um über das Reich Gottes zu predigen, um das Reich Gottes zu sehen. Ja, die Stadt Jerusalem, die gute Nachricht, das ist die gute Nachricht. Das ist die Gerichtsbotschaft, das ist die gute Nachricht. Schon vor Jahren hat mich angesprochen vom Jesaja 52, auch etwas in Bezug auf Berge versieben. Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der Frieden verkündigt, gute Botschaft bringt, das Heil verkündet. Ja. Zu Zion spricht er. Ja, das heißt auch hier sind Berge und irgendwie Botschaft. Verkündigung. Gute Botschaft, Evangelium, ja. Das heißt, wir sind hier bei der guten Botschaft, bei dem Reich Gottes.
[17:38] Nicht wahr? Erinnert euch, dass wenn Jesus über das Evangelium gesprochen hat, hat er immer gesagt, tut Buße und glaubt an das Evangelium. Und denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Gute Botschaft. Das heißt mit anderen Worten, auch das Evangelium, das wir glauben und predigen sollen, das Evangelium zielt auf diese Zeit hier. Der hohe Berg. Und das hat natürlich mit dem Berg Sinai zu tun, denn am Berg Sinai offenbart sich Gott ja schon in seiner Herrlichkeit und so und so weiter. Schauen wir mal. Das können wir vielleicht noch anschauen. Wir waren ja gerade in Jesaja 40. Seid ihr noch in Jesaja 40 Vers 9? Vielleicht ganz kurz. Wer von euch mag Poesie? Mögt ihr Gedichte? Poesie, Gedichte. Poesie. Wann ist im Deutschen ein Text poetisch? Wann nennt man das ein Gedicht? Was muss da im Text sein, damit es ein Gedicht ist? Nicht jeder Text, den man liest, ist ein Gedicht, oder? Woran erkennt man, dass es ein Gedicht ist im Deutschen? Meistens. Wenn da so besondere Worte verwendet werden. Also mal ganz simpel. Woran erkennt man die meisten Gedichte? Das reimt sich. Also es gibt verschiedene Formen des Reimes. Es gibt auch moderne Gedichte, da reimt es sich nicht. Aber so grundsätzlich, Gedichte reimen sich.
[19:06] Die Hebräer kannten auch Gedichte. Aber bei den Hebräern reimt sich nicht der Klang der Worte, sondern bei Hebräern, da reimt sich die Idee. Also man sagt zum Beispiel irgendetwas, dann sagt man was anderes, dann sagt man das erste nochmal mit anderen Worten und dann sagt man das zweite nochmal mit anderen Worten. Also zum Beispiel, wenn ich jetzt sagen würde, mein Name ist Christopher. Ich wohne in Altbach. Christopher werde ich genannt. Altbach ist mein Zuhause. Da würden jetzt Hebräer sagen, was für ein schönes Gedicht. Also das wiederholt sich. Und jetzt schaut mal den Vers hier an, Vers 9. Steige auf einen hohen Berg. O Zion, die du frohe Botschaft verkündigst, erhebe deine Stimme mit Macht. O Jerusalem, die du frohe Botschaft verkündigst. Könnt ihr sehen, wie das parallel läuft? Es ist eigentlich ganz viel im Alten Testament, auch nicht nur in den Psalmen, auch in den Sprüchen, auch in den Propheten, ist so poetisch geschrieben. Und das hilft uns jetzt, weil der zweite und der vierte Teil ganz offensichtlich identisch ist. Ja, O Zion, die du frohe Botschaft verkündigst und O Jerusalem, die du frohe Botschaft verkündigst. Das heißt, auch der erste und dritte Teil, steige auf einen hohen Berg und erhebe deine Stimme mit Macht, ist auch parallel. Das heißt, auf einen hohen Berg zu steigen, bedeutet symbolisch, seine Stimme mit Macht erheben. Wie nennt man denn das, wenn man seine Stimme mit Macht erhebt? Ja, rufen, oder? Ein lauter Ruf. Und das ist das Geheimnis, was in Jesaja 2 gemeint ist, ist nicht einfach die Gemeinde, sondern die Gemeinde, die jetzt einen lauten Ruf des Evangeliums klar und deutlich predigt, weil dann wird die Gemeinde gesehen. Weil vorher ist sie zwar da, aber wird nicht gesehen. Ja, Rufe. Ganz genau, ganz genau.
[21:11] Jetzt schauen wir ein bisschen weiter. Hesekiel 17. Hesekiel 17 und dort Vers 22 und 23. Hesekiel 17, Vers 22 und 23. So spricht Gott der Herr, dann will ich selbst nach dem hohen Wipfel der Zeder greifen. Ein zartes Reis will ich brechen von den obersten ihrer Zweige. Und ich selbst will es pflanzen auf einem hohen, ragenden Berg, auf dem hohen Berge Israels will ich es pflanzen. Und es wird Zweige treiben und Frucht tragen und zu einer herrlichen Zeder werden. Allerlei Getier wird unter ihr lagern und allerlei Vögel werden im Schatten ihrer Zweige wohnen. Ja, an welches Kapitel in Daniel erinnert euch das hier? Daniel 4, oder? Und wir wissen, so ein Baum ist ein Symbol für ein Königtum, für eigentlich Gottes Ideal von einem Königtum, das ja auch Nebukadnezar hätte ausführen sollen, dann nicht ausgeführt hat und entsprechend hat er seine Lektionen gelernt. Aber hier geht es nicht um Nebukadnezar, hier geht es um das Königtum Davids und die Idee, dass obwohl, das ist ja hier zur Zeit der babylonischen Gefangenschaft, obwohl es scheinbar abgeschnitten ist, da wird ein zartes Reis abgebrochen und wird neu verpflanzt und da wird das Königreich Davids wieder hergestellt, also auf einem hohen Berg auch, das ist auch die Idee hier. Jetzt bleiben wir in Hesekiel und ich habe das nur deswegen erwähnt, weil auch hier natürlich das Reich Gottes, das Reich Davids, das ist immer diese, was weitergetragen wird durch die Bibel hindurch.
[23:12] Schauen wir mal in Hesekiel 40 und das ist vielleicht die deutlichste Parallele. Hesekiel 40 Vers 1 und 2. Hesekiel 40 Vers 1 und 2. Im 25. Jahr unserer Wegführung am Anfang des Jahres, am zehnten Tag des Monats, im 14. Jahr, nachdem die Stadt geschlagen worden war, an eben dem Tag kam die Hand des Herrn über mich und brachte mich dorthin. In göttlichen Gesichten brachte er mich in das Land Israel und er ließ mich nieder auf einen sehr hohen Berg. Auf diesem war etwas wie der Bau einer Stadt nach Süden hin. Ganz genau, also seht ihr die Parallele? Hesekiel wird hier in göttlichen Gesichten, also woher kommen die göttlichen Gesichte? Durch den Heiligen Geist. Er wird im Geist wohin gebracht? Auf einen Berg. Und was sieht Hesekiel jetzt hier auf dem hohen Berg? Um welche Stadt wird das sein? Bis Kapitel 48 kommt jetzt die große Vision von dem Jerusalem, wie es hätte gebaut werden sollen. Und da gibt es einige Sachen in Hesekiel 48 oder in den Kapiteln, da spricht zum Beispiel dann von dem Wasser, das aus dem Thron hervorkommt, ja das alles gesund macht. Was ganz enge Parallelen hat dann zu dem Wasser des Lebens in Offenbarung 22. Das heißt, als der Johannes auf den Berg gebracht wird, um die Stadt zu sehen, ist das eigentlich die Parallele zu dem, was Hesekiel gemacht hat. Hesekiel ist nämlich in mancher Hinsicht eine Vorlage für das Buch Offenbarung.
[25:05] Frage an euch, was findet sich dann direkt vor Hesekiel 40, bevor er auf den Berg gebracht wird, um die Stadt Jerusalem zu sehen? Was findet sich direkt davor? In den Kapitel 38 und 39 in Hesekiel. Hesekiel 38 und 39. Von wem? Von wem? Hesekiel 38 und 39 haben wir vor einigen Monaten ausführlich studiert. Gog und Magog. Das heißt, wir haben die Schlacht von Gog und Magog und als die vorendet ist, heißt es, und ich wurde in göttlichen Gesichten auf einen Berg gebracht und ich sah eine Stadt, Jerusalem. Was kommt in Offenbarung 21, vor Offenbarung 21? Das Ende genau. Und wie wird diese Schlacht beschrieben? In Offenbarung 20, es ist die Schlacht von Gog und Magog, weil nämlich das genauso ist wie in Hesekiel. Also in Hesekiel wird die Schlacht von Gog und Magog beschrieben. Als sie vernichtet sind, steigt der Hesekiel auf einen Berg und sieht im Geist eine Stadt. In Offenbarung gibt es die Schlacht von Gog und Magog, Offenbarung 20. Als die beendet ist, steigt Johannes auf einen Berg und sieht das neue Jerusalem.
[26:32] Übrigens, wie geht denn Hesekiel los? Wie geht Hesekiel los? Erstes Kapitel, Hesekiel. Wie geht das Buch Hesekiel los? Berufung? Ja, genau. Also wo ist er? Der Hesekiel ist in der Verbannung, genau, und er ist ganz traurig. Und dann, was sieht er als allererstes? Er hat eine Vision von? Die Räder und die Kirche. Er sieht die Herrlichkeit Gottes, er sieht den Menschensohn, er sieht Jesus Christus. Wie geht Offenbarung los? Vorher ist er in der Verbannung und er ist traurig und er sieht eine Vision vom Menschensohn, von Jesus. Und dann kommen auch bald schon die die die lebendigen Wesen in Offenbarung 4 und so weiter. Was ist das Zentrum von Hesekiel? Was ist die zentrale, wenn man quasi durchs Buch Hesekiel durchgeht, was ist im Zentrum, was ist die zentrale Vision von Hesekiel? Ich gebe euch einen Tipp, ich sage euch das Kapitel, es ist Hesekiel 28. Mitten im Zentrum von Hesekiel, es ist Hesekiel 28, große zentrale Vision. Womit geht es da? Der Fall Satans. Was ist denn die zentrale Vision in der Offenbarung, genau im Zentrum? Offenbarung 12, der Fall Satans. Was will ich damit sagen? Das Buch Hesekiel beginnt mit einem Mann in einer Verbannung, der eine Vision von Jesus hat. Mitten im Zentrum des Buches ist der große Kampf. Am Ende gibt es die Endschlacht von Gog und Magog und danach steht er auf einem hohen Berg und sieht das neue Jerusalem. Das ganze Buch Offenbarung, obwohl es ganz viele Parallelen zu Daniel und anderen altöstermächtigen Büchern hat, ist quasi auf der Grundstruktur von Hesekiel aufgebaut. Das ist noch nicht so viel beachtet worden, glaube ich, und das würde dazu führen, wir müssten mal Hesekiel noch mehr studieren. Wenn wir den Ablauf von Hesekiel besser verstehen würden, hätten wir auch mehr Einsicht noch in Offenbarung. Zum Beispiel im ersten Viertel von Offenbarung gibt es die Versiegelung, Offenbarung 7, da gibt es die Versiegelung. In Hesekiel gibt es auch in Hesekiel 8, 9 die Versiegelung. So oft an den gleichen Stellen im Ablauf sozusagen. Das ist total faszinierend und ich finde, man sollte noch mehr sich mit Hesekiel beschäftigen. Haben wir heute leider nicht mehr die Zeit dazu. Aber nur, dass ihr seht, das ist nicht einfach nur ein Vers, das steht auf dem Berg, irgendwo wird das schon stehen. Nein, durch dieses, er steigt durch den Geist auf einen Berg, wird noch mal deutlich, das ist jetzt genau das, was in Hesekiel steht, Offenbarung und Hesekiel passen übereinander.
[29:34] Letzter Gedanke, ah übrigens, hier in Hesekiel 40, an welchem Tag steigt er auf den Berg hier? Das ist ganz interessant, an welchem Tag steigt er auf den Berg? Ja, also hier in Hesekiel 40 Vers 1, da wird ja das genaue Datum gegeben. Er sagt im 25. Jahr der Wegführung, das ist von 597, die zweite. Welcher Monat, wenn es der Anfang des Jahres ist? Also im Jüdischen, welcher Monat ist das? Das ist der erste Monat, oder? Das ist der Monat Nisan, 10. Nisan. Gibt es da irgendein Ereignis im Alten Testament, was euch erinnert? Das Passover am 14. Was sollen die Israeliten am 10. machen? Die sollten am 10. das Lamm nehmen. Das hat etwas mit dieser Idee des Neuanfangs. Sie sollten am 10. das Lamm nehmen, weil jetzt etwas Neues beginnt. Und es ist ganz interessant, dass nach all dem, was der Hesekiel sieht, die ganze Zerstörung und die ganze Endschlacht, am 10. Nisan, an dem Tag, wo etwas Neues beginnt sozusagen, da sieht er jetzt hier dieses neue Jerusalem. Das ist von März bis April, das ist auch jedes Jahr anders. Das wechselt immer dann je nach den Mondbeobachtungen usw. Das ist ein bisschen komplexe Sache, aber so Mitte März bis Mitte April, also genau, das wäre wahrscheinlich so Ende März gewesen. Letzter Vers. Also wir sehen, das ist ja ganz eng an Hesekiel dran. Und wenn wir, das heißt auch, wenn wir später Offenbarung 21 studieren, die ganzen Verse über Neue Jerusalem, sollten wir immer wieder auch Hesekiel im Hinterkopf haben und damit vergleichen.
[31:13] Letzter Vers. Kennt ihr noch jemanden, der auf einen sehr hohen Berg gebracht worden ist und dann ein Königreich gesehen hat? Ah ja, Mose auch, das stimmt. Mose hat auch die Herrlichkeit gesehen, aber kennt noch jemanden, der auf einen hohen Berg gebracht worden ist und dem ein Königreich gezeigt worden ist? Man könnte sogar sagen, Jesus wurde auf einen hohen Berg geführt. Wer hat ihn hochgeführt? Satan führt Jesus auf einen hohen Berg und er sieht was für Reiche? Die Reiche dieser Welt, die ihm angeboten werden, wenn er was tut. Wenn er Satan anbetet, kann er die Reiche dieser Welt bekommen. Das Problem ist nur, diese Reiche werden alle vergehen. Und Jesus bringt den Johannes jetzt auf einen hohen Berg und er zeigt ihm nicht die Reiche dieser Welt, sondern er zeigt ihm das ewige Reich. Der Teufel hat dem Jesus die Reiche Babylon, also Rom, all diese Reiche gezeigt, aus Daniel 2 und was damit zusammenhängt. Aber jetzt wird ihm das ewige Reich gezeigt. Und wie kommt man da rein? Nicht indem man Satan anbetet, sondern indem man Gott anbetet. Jetzt könnt ihr sehen, da sind also viele Themen der Bibel, die hier eigentlich zusammentreffen. Es ist also ganz bedeutungsvoll, dass er auf diesem hohen Berg steht. Auf dem Verklärungsberg, auch auf dem hohen Berg. Jesus hat ganz bewusst einen hohen Berg genommen, wo sie ihn zum ersten Mal gesehen haben, in seiner göttlichen Gestalt, wie er dann ja auch hier sein wird. Also da kommen mehrere Dinge. Aber ich denke, die Verbindung mit der Versuchung ist ganz interessant, weil hier quasi zwei Elemente, also zwei Ideen gegeneinander im Kontrast gehalten werden. Und wenn wir uns daran erinnern, dass der Satan uns Dinge anbietet, die alle wieder verschwinden werden, aber Jesus uns Dinge anbietet, die ewig sein werden, dann sollte es uns leichter fallen, jeden Tag erneut auf Jesus zu schauen. Und wenn wir geistlich gesprochen auf dem hohen Berg sind, wenn wir mit dem Evangelium leben, wenn wir das Evangelium in die Welt tragen, wenn wir auf dieses ewige Reich Gottes warten, dann können wir jetzt schon sehen etwas von der zukünftigen Herrlichkeit. Amen. Lass uns doch gemeinsam beten.
[33:52] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass jeder einzelne Vers der Bibel etwas Wesentliches und Wichtiges für uns enthält, dass jeder Vers der Offenbarung so eine persönliche Botschaft für uns hat. Und Herr, wir danken dir, dass Johannes etwas sehen konnte von dem ewigen Reich. Und Herr, wir möchten auch, wenn auch jetzt nur symbolisch, auf diesem hohen Berg stehen und in die Zukunft schauen. Wir möchten unseren Blick auf das Unsichtbare richten und wir möchten ganz fest verbunden sein mit deinem Evangelium, mit dem lauten Ruf, der in die ganze Welt hinaus geht. Herr, schenk du uns jeden Tag aufs Neue deinen heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.