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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt werden die Verse 15 und 16 aus Offenbarung 21 behandelt, die sich mit der Vermessung und den Dimensionen des Neuen Jerusalems befassen. Christopher Kramp erklärt, warum die Stadt vermessen wird und zieht Parallelen zu Beschreibungen in Hesekiel und Sacharja. Er beleuchtet die Bedeutung des Messens als Symbol der Hoffnung und des Gerichts und vergleicht die Größe des biblischen Jerusalems mit antiken Städten wie Babylon. Die Predigt betont, dass das Neue Jerusalem unvorstellbar groß sein wird, um Platz für alle zu bieten, und dass der Maßstab für den Einzug das Gesetz Gottes ist, wie es von Jesus gelebt wurde.

In dieser Predigt werden die Verse 15 und 16 aus Offenbarung 21 behandelt, die sich mit der Vermessung und den Dimensionen des Neuen Jerusalems befassen. Christopher Kramp erklärt die symbolische Bedeutung des Messens in der Bibel und zieht Parallelen zu Hesekiel und Sacharja. Er beleuchtet die Größe der Stadt und was dies für die unvorstellbare Weite der zukünftigen Heimat der Gläubigen bedeutet.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr jetzt eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir möchten heute die Offenbarung weiter studieren. Wir sind ja mitten in Offenbarung 21 und wir sind mitten dabei, die Stadt Neu-Jerusalem zu erkunden. Wir haben schon einiges über sie erfahren und wollen heute zwei weitere Verse uns anschauen, nämlich Vers 15 und auch Vers 16. Und bevor wir das tun, wollen wir, wo es möglich ist, gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet.

[1:20] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir auch in solch außergewöhnlichen Zeiten immer zu dir kommen können. Auch wenn fast alles abgesagt wird, der Dienst im himmlischen Heiligtum, den kann niemand absagen. Und deine Tür ist immer offen. Wir danken, dass wir zu dir kommen können, auch jetzt, um dich zu bitten, dein Wort richtig zu verstehen. Wir möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass gerade jetzt, wo die Welt Kopf zu stehen scheint, unsere Herzen ausgerichtet werden auf die neue Erde, das Neue Jerusalem und all das Schöne, was uns dort erwartet. Herr, sei du unser Lehrer und ermutige uns, stärke uns und schenke uns Freude im Studium deines Wortes. Amen. Offenbarung 21 schlagt mit mir auf in Vers 15 und 16.

[2:31] Vielleicht können wir kurz noch mal wiederholen. In Offenbarung 21 haben wir in den letzten Versen gesehen, was Johannes erblickte. Er war auf dem Berg, auf dem hohen Berg und er sah das Neue Jerusalem, die Braut des Lammes. Was war das allererste, was er dort gesehen hatte? Die Herrlichkeit Gottes. Das war das Erste, was ihm in den Blick kam. Was hat er noch gesehen, außer der Herrlichkeit Gottes? Das haben wir schon behandelt in den Versen vorher. Ja, die Stadt Jerusalem, genau. Also von der Stadt hat er die Herrlichkeit gesehen. Was hat er noch gesehen von dieser Stadt? Was haben wir noch gesehen? Die Tore, genau. Wir haben die Tore gesehen. Wir haben die Mauer gesehen, die um die Stadt herum ist. Wir haben über die Mauer gesprochen, was sie bedeutet. Wir haben die zwölf Tore gesehen. Auf den Toren standen die Namen der zwölf Stämme Israels, genau. Und wir haben gesehen, da gab es bei der Mauer, unter der Mauer gab es zwölf Grundsteine. Und diese Grundsteine, diese Fundamente sind was für Steine gewesen? Edelsteine. Und auf diesen Edelsteinen stehen welche Namen drauf? Der Apostel. Wir haben gesehen, das soll also andeuten, dass diese Stadt tatsächlich das Heim der Gemeinde Gottes ist, des Israels Gottes, das seit allen Zeiten auf den einen Felsen gegründet war, nämlich auf Jesus.

[4:19] Und an der Stelle wollen wir weitermachen und mal Vers 15 lesen. Offenbarung 21, Vers 15, dort heißt es: "Und der mit mir redete, hatte ein goldenes Rohr, um die Stadt und ihre Tore und ihre Mauer zu messen." Und die Stadt, Vers 16: "bildete ein Viereck und ihre Länge ist so groß wie auch ihre Breite und ermaßt die Stadt mit dem Rohr auf 12.000 Stadien. Und die Länge und die Breite und die Höhe derselben sind gleich."

[5:00] Also, zunächst einmal müssen wir noch mal identifizieren, wer ist das hier, der mit ihm redete? Das heißt hier: "Und der mit mir redete, hatte ein goldenes Rohr." Wer ist das wohl gewesen? Einer von den Engeln, genau, der ist noch genau, von den sieben Plagenengeln, ja. Also, dieser Engel kommt jetzt zu ihm und zeigt ihm etwas ganz Praktisches. Also, wir haben einen Engel, der jetzt hier ihm etwas zeigt. Und dieser Engel hat was in der Hand? Eine Messschnur, ein Maßstab, bei mir steht in der Schlachter ein goldenes Rohr. Und dieses Rohr dient zum Messen. Was will er denn messen? Was will der Engel messen? Er will die Stadt messen. Warum will der Engel die Stadt messen? Also, ich meine, das ist ja jetzt nicht das Normalste auf der Welt, dass man in eine Stadt kommt und mit einem Zollstock erstmal die Stadt ausmisst, oder? Warum misst der Engel die Stadt? Mal abgesehen davon, dass es interessant für uns ist, wie groß sie ist, wenn wir gleich noch ein bisschen rechnen. Aber, warum misst er die Stadt? In der Stadt leben Menschen, ja, genau. Also, das Messen hat mit den Menschen zu tun, sagst du. Warum denkst du, dass das so ist? Ja, das stimmt, genau. Also, eine Stadt ohne Menschen ist wie Tod.

[6:57] Gibt es denn andere Stellen in der Bibel, wo gemessen wird? Ja, genau, in Hesekiel. Der ist ja unser Lieblingsautor jetzt hier bei Offenbarung 21. Denn Offenbarung 21, wie wir gesehen haben, basiert immer wieder auf Hesekiel. Schauen wir mal in Hesekiel. Wo wird denn da gemessen? Hesekiel Kapitel 40.

[7:39] Hesekiel Kapitel 40. Und da lesen wir mal ab Vers 5. Es ist genau diese Stelle vorher, wo er da auf den Berg steigt. Erinnert ihr euch? Ja, und er sieht auf dem Berg die Stadt Gottes, die Stadt Jerusalem, in dem Fall. Die Stadt, wo Gott dann anwesend sein möchte. Und da heißt es ab Vers 5: "Und siehe, es war eine Mauer außen um das Haus des Tempels herum, und die Messrute, die der Mann in der Hand hatte, war sechs Ellen lang, und jede von ihnen maß eine kleine Elle und eine Handbreite. Damit maß er die Breite des Mauerbaus eine Rute und die Höhe auch eine Rute." Und da kommt das jetzt, also kapitelweise wird hier gemessen, also das lesen wir nicht alles, aber da ist auch diese Idee von dem Messen. Ein Mann erscheint, er hat eine Messrute in der Hand, die ziemlich groß ist. Wie groß ist diese Messrute, dieses Rohr? Sechs Ellen. Sechs Ellen sind wie viel ungefähr? Drei Meter. Drei Meter großen Zollstock quasi, so eine Rute. Und da misst er jetzt den, und was genau misst er eigentlich hier? In Hesekiel 40. Was genau wird gemessen? Das Mauerwerk, genau. Also, wenn wir ein bisschen weiter lesen, also ohne dass wir alle Verse lesen, aber so in 40 und 41 wird noch gemessen und 42 wird auch noch gemessen. Und ja, was wird da gemessen eigentlich? Nicht nur die Mauer, ja, die Mauer. Die Stelle des Tores, ja, also da wird der äußere Vorhof gemessen, da wird der innere Vorhof gemessen, da wird das Tempelhaus gemessen, da wird alles an diesem Tempel gemessen.

[9:42] Ja, und das kann man auch schön aufzeichnen, habt ihr vielleicht in euren Bibeln hinten so eine Skizze vielleicht, der Tempel von Hesekiel, kann man alles genau sich anschauen. Da wird also dieser Tempel gemessen. Das ist noch mal ein Hinweis darauf, dass natürlich Offenbarung 21 hier eine Parallele bildet. Nun, gibt es noch Stellen in der Bibel, wo gemessen wird, ein Tempel, eine Stadt?

[10:11] Ganz genau, Sacharja. Und da schlagen wir mal auf, Sacharja Kapitel 2. Sacharja Kapitel 2 und dort ab Vers 5. Sacharja Kapitel 2 und dort ab Vers 5. Frage erstmal, bevor wir das lesen, zu welcher Zeit lebte Sacharja? Was war so sein zeitlicher Hintergrund? Das dürftet ihr noch gut wissen. Sacharja lebte zur Zeit von wem? Der war zeitgleich mit Haggai und jetzt kommt die Frage, wann lebten Sacharja und Haggai? Zur Zeit von Esra 1, 2, 3, 4, 5 und 6. Also bei der ersten Auswanderungswelle aus Babylon, als die ersten Rückkehrer den Tempel gebaut haben. Das ist so die ersten 20 Jahre nach dem Exil. Das ist so der historische Hintergrund. Ganz genau, sie sollten ermutigt werden.

[11:44] Jetzt lesen wir mal genau diese Verse und schauen mal, ob wir da diese Ermutigung finden. In Sacharja 2, ab Vers 5 heißt es: "Und ich hob meine Augen auf und schaute und siehe, da war ein Mann, der hatte eine Messschnur in der Hand. Da fragte ich: Wo gehst du hin? Er sprach zu mir: Jerusalem zu messen und zu sehen, welches seine Breite und welches seine Länge ist." Das ist genau das, was wir in der Offenbarung auch haben. Da wird auch welche Stadt gemessen? Jerusalem. Und zwar auch wie lang und wie breit. Nur in der Offenbarung kommt noch welche Dimension dazu später? Die Höhe, da werden wir noch drüber sprechen. Aber hier wird auch jetzt die Länge und die Breite gemessen.

[12:25] Und dann geht es weiter hier. "Und siehe, der Engel, der mit mir redete, ging hinaus und ein anderer Engel ging ihm entgegen und er sprach zu ihm: Laufe und sage jenem jungen Mann und sprich: Als offene Stadt soll Jerusalem bewohnt werden, wegen der großen Menge von Menschen und Vieh in seiner Mitte." Übrigens, was sagt euch das über Sacharja, dieser Vers hier? Fußnote nur, aber was sagt das über Sacharja? Alt.

[13:00] Also da kommt, der Engel geht hinaus, ein anderer Engel kommt ihm entgegen und der Engel spricht zum Engel und sagt: Sage diesem jungen Mann. Also, was lernen wir über Sacharja? Sacharja war ein junger Mann. Sacharja war ein Jugendlicher, ein junger Mann. Interessant. Aber es geht weiter. Warum soll denn die Stadt Jerusalem als offene Stadt bewohnt werden? Warum heißt es hier: "Die Stadt Jerusalem soll als offene Stadt bewohnt werden?"

[13:30] Wenn ihr noch an die Geschichte denkt, die wir in Esra und Nehemia studiert haben, warum steht das hier? Aber wir lesen noch mal ein Vers weiter, dann könnt ihr euch das vielleicht noch besser vorstellen. Und in Vers 9 sagt: "Und ich selbst, spricht der Herr, will eine feurige Mauer um es her sein und Herrlichkeit in seiner Mitte." Was ist eigentlich die Hauptaussage, die Gott hier sagen möchte dem Sacharja? Er sagt: Ich werde anwesend sein in Jerusalem. Okay, genau. Was sagt er noch in diesen Versen? Er will eine feurige Mauer sein. Warum braucht es dann eine feurige Mauer? Weil es noch keine Mauer gibt. Denn die Mauer wird erst wann gebaut? Jahrzehnte später unter Esra theoretisch, aber unter Nehemia praktisch. Erst Jahrzehnte später. Das heißt, hier geht es darum, die Stadt Jerusalem kann wieder bewohnt werden, aber sie hat noch keine Mauer. Das heißt, was fehlt ihr so ganz praktisch? Es fehlt ihr Schutz.

[14:39] Und viele Menschen, also stellt euch jetzt vor, ihr seid ein Israelit in Babylon und ihr hört die Botschaft: Flieht aus Babylon. Lasst alles stehen und liegen und geht zurück nach Juda und lebt in Jerusalem. Welche Gedanken könnte man sich jetzt machen?

[15:04] Welche Gedanken könnte man sich machen, wenn man jetzt überlegt: Soll ich jetzt Babylon verlassen? Aus Persien? Bin ich doch sicher, weil Babylon hat dicke Mauern. Die Burg Susan hat dicke Mauern. Es gab die großen Mauern sogar im Norden von Babylon. Babylon war, ich meine, Krieg gab es immer und überall, aber es gab Städte, in denen man leben konnte. Nach Jerusalem zu ziehen bedeutete, an einen Ort zu ziehen, wo es keinen Schutz vor Feinden gab. Vielleicht war das auch einer der Gründe, warum so viele so zaghaft gewesen sind. Denn ihr wisst, die meisten Israeliten sind ja alle in Babylon geblieben.

[15:48] Weiß jemand noch, wie viele Israeliten sich auf den Weg gemacht haben unter Serubbabel und Joschua? So pi mal Daumen ungefähr? Ungefähr 42.000. Das ist jetzt nicht besonders viel im Vergleich zur Größe des Volkes gewesen. Die meisten blieben in Babylon. Und was vermutlich auch deswegen, also einmal hatten sie natürlich ihre Häuser und ihre Weingärten oder Dattelpalmgärten oder so. Sie hatten sich gut gehen lassen dort. Aber der andere Grund war, in Jerusalem war es halt auch nicht ganz so sicher. Die Stadt war noch größtenteils Ruinen. Der Tempel musste erst mal noch gebaut werden. Und Gott sagt hier: Sag dem Sacharja, er soll das weitergeben. Diese Stadt soll als offene Stadt bewohnt werden, auch wenn es keine Mauer gibt. Ich bin ja da und ich bin eine feurige Mauer.

[16:41] Was denkt ihr, was ist wohl der bessere Schutz vor Feinden? Eine Mauer aus Steinen oder die Gegenwart des Herrn als Feuer? Ja.

[16:55] Die ganze Armee Jerusalems, Ägyptens konnte nicht Israel erreichen. Als bin ich das? Genau. Konnte die Israeliten nicht erreichen, als die feurige Mauer zwischen den Ägyptern und den Israeliten gewesen ist.

[17:17] Und ich denke, das ist eine wichtige Lektion. Es gibt Situationen, da fordert uns Gott auf, Dinge zu tun, bei denen wir nicht genau die letzte Sicherheit haben. Im Sinne von, dass wir vielleicht nicht genau wissen, wie es ausgeht. Dass wir auch ganz gut gewohnte Sicherheiten aufgeben müssen, ins Ungewisse hinein, weil Gott uns ruft. Aber Gott sagt: Ich bin bei dir. Auch wenn es keine menschliche Mauer gibt. Ich bin ja da.

[17:54] Und das wird jetzt wohl durch ausgedrückt. Was macht der Engel? Er hat diese Messschnur in der Hand. Und er misst die Stadt. Normalerweise, wann misst man denn eine Stadt? Oder wann braucht man eigentlich einen Zollstock? Bei welchen... Ja, ich habe es schon gehört. Wenn man etwas baut. Wenn man etwas baut, ja. Im Baugewerbe, oder? Wenn man etwas konstruiert, ja. Oder wenn man etwas prüft. Genau. Entweder, wenn man etwas bauen will, oder wenn man das Gebaute dann kontrolliert. Wenn man es prüft, genau.

[18:31] Das heißt, die Idee ist hier auch... Also, was sollte das dem Sacharja suggerieren? Als er sieht, es gibt noch keine Mauer, aber der Engel, der misst schon mal. Was war quasi die Botschaft zwischen den Zeilen? Wenn also der Engel sagt, es gibt keine Mauer, Gott ist hier. Aber dann hat er doch so ein Messrohr in der Hand. Was ist die Botschaft? Es wird noch gebaut. Es wird noch gebaut werden. Ganz genau. Die Botschaft ist eine Botschaft der Hoffnung, dass diese Mauer später auch gebaut werden wird.

[19:10] Jetzt schauen wir noch in die Offenbarung. Und zwar Offenbarung 11, Vers 1 und 2. Offenbarung 11, Vers 1 und 2. Da heißt es: "Und mir wurde eine Messrute gegeben, gleich einem Stab. Und der Engel stand da und sagte: Mache dich auf und miss den Tempel Gottes samt dem Altar und die, welche darin anbeten. Aber den Vorhof, der außerhalb des Tempels ist, lass aus und miss ihn nicht, denn er ist den Heidenvölkern übergeben worden und sie werden die heilige Stadt zertreten, 42 Monate lang."

[19:50] Nun, hier geht es jetzt nicht um eine buchstäbliche Stadt, oder? Kann mir jemand von euch sagen, was bedeutet es, dass hier der Vorhof von Jerusalem und die heilige Stadt Jerusalem 42 Monate lang zertreten wird? Was hat es damit auf sich? Warum wird Jerusalem 42 Monate zertreten?

[20:28] Also die 42 Monate kennen wir auch noch als... Welche Zeitperiode? Dreieinhalb Jahre, 42 Monate oder 1260 Tage. Und das sagt uns jetzt, wie viele Jahre das sind, nämlich 1260 Jahre. Und ihr wisst wahrscheinlich noch, die 1260 Jahre gingen von... Immer wieder gut zu wiederholen. 538 bis 1798.

[21:06] 538 bis 1798, ganz genau. Was war denn in der Zeit? Da gab es die Zeit des Papsttums. Warum kann man sagen, dass damals die Stadt Jerusalem zertreten wurde? Geht es da um das buchstäbliche Jerusalem? Verfolgung von wem oder was? Also, das Papsttum hat verfolgt, wen? Die wahren Nachfolger Jesu, die die Bibel haben und die Gebote Gottes halten. Das Papsttum hat sich auch als Christentum bezeichnet. Das heißt, hier haben wir einen Hinweis darauf, dass die Stadt wiederum für das Volk steht.

[21:54] Und jetzt ist interessant, dass in diesen 42 Monaten nicht gemessen werden soll. Könnt ihr das sehen? Also, dieser Vorhof, der steht für... Also, wir haben hier den... Und wir haben den... Ja, kannst du mal kurz... Super, danke dir. Wir haben den Vorhof und den Tempel. Der Vorhof soll nicht gemessen werden, oder? Der Tempel wird gemessen. Zum Vorhof gehören die 42 Monate. Und die Frage ist, was gehört jetzt zum Tempel? Danach.

[23:07] Was ist denn hier gemeint, dass hier der Tempel gemessen wird und hier der Vorhof? Also, das ist 538 bis 1798. Da bewegt sich ja was, von Vorhof zum Tempel. Und der Vorhof wird nicht gemessen, aber der Tempel wird gemessen. Was hängt denn mit dem Messen noch zusammen? Wir haben gesagt, Messen hat was mit Hoffnung zu tun, mit Aufbau. Richten, genau, sehr gut. Woher kommt dieses Messen und Richten? Kennt ihr ein Bibelverste, das miteinander verknüpft? Messen und Richten. Gericht halten und messen. Kennt ihr vielleicht aus der Bergpredigt. Schaut mal Matthäus Kapitel 7. Kapitel 7 Vers 1 und 2. Ja, genau. Matthäus 7 Vers 1 und 2: "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit dem selben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden. Und mit dem selben Maß, mit dem ihr anderen zumesst, wird auch euch zugemessen werden."

[24:13] Gibt es denn hier im Kontext von 1798 oder danach, irgendetwas, das mit Richten zu tun hat, mit Gericht? Was ist eure erste Assoziation, wenn ihr jetzt so hier in Offenbarung irgendwie nach 1798 hört, dass da etwas gemessen werden soll? 1844.

[24:35] Und das ist übrigens auch ganz interessant, weil direkt vor Offenbarung 10, äh, ja, natürlich, vor Offenbarung 11 haben wir Offenbarung 10. Und in Offenbarung 10 geht es worum? Die Adventbewegung, die auf 1844 hinarbeitet sozusagen, sich darauf vorbereitet, dann eine Enttäuschung erlebt und dann bricht Offenbarung 10 ab, aber dann kommt Offenbarung 11. Und der erste Vers in Offenbarung 11 sagt: "Miss den Tempel und alle, die darin anbeten." Da ist die Idee, dass jetzt seit 1844 ein Gericht im himmlischen Heiligtum ist, aber vorher war noch kein Gericht sozusagen, ja. "Miss den Vorhof nicht." Ja. Es ist also eine besondere Zeit des Gerichtes. Auch das hat mit dem Messen zu tun.

[25:22] Ähm, wenn wir uns jetzt also dieses Messen anschauen. Jetzt gehen wir zurück in Offenbarung und natürlich wird jetzt hier in Offenbarung 21 dann nach den 1000 Jahren kein Gericht mehr gehalten. Aber es zeigt natürlich auch, dass diejenigen nur in der Stadt sein können, die gemessen worden sind. Es wird ja nicht nur die Stadt gemessen, es werden auch die gemessen, wie wir gesehen haben, die in der Stadt sind, ja. Wir werden also, bevor wir in das buchstäbliche Neue Jerusalem hineinkommen, werden wir gemessen.

[25:52] Und gemessen wird mit einem Maßstab, oder? Könnt ihr mir sagen, was ist wohl der Maßstab, mit dem wir gemessen werden? Das Gesetz Gottes. Und zwar so, wie Jesus sie ausgelebt hat. Nicht einfach nur als die Buchstaben auf einem Stück Stein, sondern wie sie von Jesus durch den Heiligen Geist ausgelebt worden sind. Das ist der Maßstab, ja.

[26:21] Das Gericht sagt in einem Brief: Das Gericht beginnt am Hause Gottes. Ja, genau. Deswegen werden ja ab 1844 erstmal die gerichtet, die sich zu Christus bekannt haben. Die, die das nie getan haben, die Jesus abgelehnt haben, werden ja erst wann gerichtet? In den 1000 Jahren. Genau, in den 1000 Jahren und dann das Urteil nach den 1000 Jahren vollstreckt. Ganz genau.

[26:45] Jetzt schauen wir in Offenbarung 21 Vers 16. Da wird jetzt etwas über die Maße der Stadt gesagt. Das ist ganz interessant. Die Stadt bildet ein Viereck. Die Länge ist so groß wie die Breite. Frage. Ihr ahnt schon meine Frage. Wo im Alten Testament finden wir eine Stadt, die auch so lang wie breit ist? Hesekiel, genau. Es ist schon wieder Hesekiel. Diesmal Hesekiel 48. Ganz am Ende. Ihr seht also bis in die Details basiert hier Offenbarung 21 auf Hesekiel. Und wir sollten vielleicht den Hesekiel auch mal mehr in Augenschein nehmen, wenn man Offenbarung studiert.

[27:25] Hesekiel 48. Und da wird uns jetzt gesagt, wir haben ja diesen Abschnitt ab Vers 30 schon mal gelesen, als es um die Tore ging, mit den einzelnen Städten, den einzelnen Namen der Israeliten, der Stämme. Hesekiel 48 ab Vers 30: "Und dies sollen die Auslänge der Stadt sein. Auf der Nordseite die 4500 Routen Mist. Und zwar sollen die Tore der Stadt nach dem Namen der Stämme Israel benannt werden. Nach Norden drei Tore: erstens das Tor Rubens, zweitens das Tor Juda, drittens das Tor Levi. Auf der Ostseite die 4500 Routen Mist. Auch drei Tore: erstens das Tor Josefs, zweitens das Tor Benjamins, drittens das Tor Dans. Auf der Südseite die 4500 Routen Mist. Auch drei Tore: erstens das Tor Simeon, zweitens das Tor Issachar, drittens das Tor Sebulon. Auf der Westseite die auch 4500 Routen Mist. Ebenfalls ihre drei Tore: erstens das Tor Gad, zweitens das Tor Asser, drittens das Tor Naftali. Der ganze Umfang beträgt 18.000 Routen. Der Name der Stadt soll künftig lauten: Der Herr ist hier."

[28:32] Also, wir sehen, alle vier Seiten sind gleich lang. Jetzt bin ich mal gespannt. Wer von euch weiß, wie lange ist eine Route? Wenn wir mal eine Idee bekommen, wie groß ist hier diese Stadt bei Hesekiel. Wie groß ist eine Route? Weiß das jemand zufällig? Eine Route sind sechs Ellen. Sechs Ellen, also ungefähr drei Meter. So wie wir es ja auch gehabt haben in Hesekiel.

[29:05] Jetzt alle Mathematiker an die Front. 4500 Routen sind wie viel? Also 4500 mal 6. Also genau, mal drei Meter sozusagen. 4500 mal drei Meter. Wie viele Meter sind das ungefähr? 13.500 Meter. Heißt also, eine Seite ist 13,5 Kilometer. Und die nächste auch 13,5. Das heißt, wir haben einen Gesamtumfang von 54 Kilometern.

[29:54] Jetzt ist das groß oder klein für das Alte Testament? 13,5 Kilometer in die Richtung, 13,5 Kilometer in die Richtung. Ist das eher klein? Ist das eine mittlere Stadt? Ist das eine große Stadt? Was würdet ihr denken?

[30:13] Also, ihr Lieben, für damalige Zeit ist das mit Abstand die größte Stadt, die es jemals gegeben hätte. Was war die größte Stadt der Antike, die wir kennen? Babylon. Babylon, ganz genau. Also, man hat Babylon ausgegraben um 1900 herum. Gab es den Koldewey, den deutschen Archäologen, die haben Babylon ausgegraben. Es gab ja Berichte von Herodot, wie gewaltig groß das sein sollte. Herodot hatte übertrieben. Man hat aber dann die Mauern messen können. Weiß jemand von euch, wie lange die Mauern von Babylon gewesen sind? Die Gesamtmauern von Babylon, der größten Stadt, die war größer als Rom, größer als Athen, waren 18 Kilometer. Und das waren schon mit allen großen Voranlagen sozusagen. Die eigentliche Hauptstadt, also da, wo die Leute meistens gewohnt haben, war 1,5 Kilometer mal 2,5 Kilometer. Und das war Babylon die Große. Also mit einer Gesamtmenge, wo alle Paläste und Vorwerke und hängenden Gärten der Semiramis und alles drumherum. Mit 18 Metern, könnt ihr jetzt überlegen, wenn jetzt das Jerusalem, das Hesekiel sah, gebaut worden wäre, wäre das Neue Jerusalem dreimal so groß gewesen wie Babylon.

[31:38] Das heißt, Gottes Pläne waren eigentlich ziemlich gigantisch. Wenn alle Israeliten wirklich nach Hause gekommen wären und alle ihre Ressourcen eingesetzt hätten, hätte man Jerusalem nicht nur wieder aufbauen können, man hätte es so aufbauen können, dass noch heute im Geschichtsunterricht jeder lernen würde: Die größte Stadt der Antike, das war Jerusalem. Dreimal so groß wie Babylon, größer als Rom, größer als Athen. Nur das Problem ist, was ist aus dieser Stadt von Hesekiel geworden? Die ist nie gebaut worden. Ihr wisst vielleicht, als der Kyros den Erlass gab, den Tempel wieder aufzubauen, gab er Maße an, die dazu geführt hätten, wenn alle mitgemacht hätten, dass der Tempel sechsmal so groß gewesen wäre wie der Salomonische Tempel. Stattdessen wurde der Tempel größer oder kleiner? Der wurde kleiner als der Salomonische.

[32:45] Nun, halten wir fest, schon im Alten Testament, schon bei Hesekiel sollte die Stadt gigantisch groß sein. Das war größer als alles, was man sich vorstellen konnte.

[32:57] Und jetzt zum Schluss, wie groß soll jetzt die Stadt in Neu-Jerusalem sein? Wir haben 12.000 Stadien. Wie groß ist ein Stadion? Ja genau, wir haben 185 Meter. 185 Meter? Ja genau, wir haben 185 Meter. Wie groß ist ein Stadion? Ja genau, wir haben 185 Meter. Wie groß ist ein Stadion? Ja genau, wir haben 185 Meter. Und davon soll es jetzt 12.000 geben pro Seite. Das heißt ungefähr, so 12.000 mal 185 Metern ergibt dann so ungefähr, hat jemand eine Idee, wie viele Kilometer das sind? Es sind ziemlich genau 2.220 Kilometer auf einer Seite.

[34:30] Und 2.220 Kilometer ist kein Pappenstiel. Wenn ich jetzt hier aus der Stuttgarter Wangener Federseestraße 7 losgehe und ich gehe 2.220 Kilometer immer in eine Richtung, was meint ihr, wo komme ich denn da ungefähr raus? Wo könnte man denn rauskommen? Also, das hängt davon ab, wie gerade man geht. Wenn man die Straßen, wie sie eingezeichnet sind, auf Google Maps geht, dann sind es 2.280 Kilometer oder so. Das heißt, Neu-Jerusalem hat eine Länge von Stuttgart bis Moskau in die Richtung und von Stuttgart bis Moskau in die Richtung.

[35:30] Das ist ziemlich gewaltig. Und die Israeliten, die den Hesekiel gelesen haben, haben gedacht: Meine Güte, so viele Kilometer! Eine Stadt mit 18 Kilometern Umfang. Das ist ja unvorstellbar, sowas hat die Welt noch nicht gesehen, weder in Ägypten, noch in Babylon, noch irgendwo gibt es eine Stadt, die so groß ist. 54 Kilometer. Das kann man heute auch finden in modernen Städten. Aber für die Israeliten war das damals unvorstellbar groß. Dreimal so groß wie Babylon.

[36:10] Und genau das ist die Idee, die Gott vermitteln wollte. Das echte Neue Jerusalem auf der neuen Erde ist unvorstellbar groß. Jetzt gibt es eine kleine Diskussion darüber, ob die Stadt jetzt tatsächlich an allen Seiten 2220 Kilometer groß ist. Dann würde sie nämlich wie aussehen, wenn sie auf allen Seiten so hoch ist? Wie ein Würfel, oder? Das wäre ganz interessant, weil kennt ihr noch irgendwas in der Bibel, was wie ein Würfel aussieht? Das Allerheiligste ist auch wie ein Würfel auf der Erde. Das wäre ein Hinweis darauf, dass das Neue Jerusalem am Ende quasi das Allerheiligste des ganzen Universums ist.

[36:54] Auf der anderen Seite ist es aber so, dass die Stadtmauern gar nicht so hoch sind. Schaut mal in Offenbarung 21. Da heißt es dann nämlich in Vers 17, den wir nächstes Mal anschauen werden: "Er maß ihre Mauer 144 Ellen, nach dem Maß eines Menschen, das der Engel hat." Und wenn also die Mauern, so wie es hier scheint, gar nicht so hoch sind, sondern nur diese 72 Meter, dann ist die Frage, ob es sich vielleicht bei der Höhe um den höchsten Punkt handelt, dass also diese Stadt vielleicht auch so gebaut ist, dass es in der Mitte einen höchsten Punkt gibt, der bis so hoch geht. Und das ist aber nur meine Privatspekulation. Vielleicht sieht das Neue Jerusalem aus wie eine Pyramide. Es wäre kein Wunder, wenn der Satan das dann auf der Erde mit vielen schlimmen Dingen verbunden hat, was in Wirklichkeit im Original mal eigentlich himmlischen Ursprungs gewesen ist.

[38:06] Wie auch immer, werden wir dann mal herausfinden. Aber wichtig ist, diese Stadt ist sehr viel größer, als wir uns das überhaupt vorstellen können. Und die Botschaft, die damit verbunden ist, ist ganz einfach. Was ist die Botschaft? Wenn Gott uns zeigt, wie groß Neu-Jerusalem ist. Was will er wohl damit sagen? Es ist Platz für alle da. Die Arche war weitaus größer als die acht Menschen und Tiere, die es da gehabt hat. Es hätten viel mehr Menschen in die Arche gepasst. Höchstwahrscheinlich wird es viele leere Wohnungen geben. In diese Stadt würde jeder hineinpassen.

[38:54] Und das ist eigentlich auch eine interessante Idee. Gott hat eine Stadt gebaut für die Menschheit, mit Platz für jeden. Wenn am Ende dann viel Platz leer bleibt, nicht weil Gott sie nicht da haben wollte, sondern weil sie einfach dort nicht sein wollten.

[39:10] Welche Gründe dazu diese Maßstab bedeutet? Dass Gott prüft, wer kommt rein? Dieser Maßstab zeigt, es gibt ein Gericht, es gibt einen Maßstab. Die Stadt wird gemessen und damit wird auch das Volk gemessen. Wir haben gesehen, man kann nicht die Stadt von dem Volk trennen, es ist immer dasselbe. Und wenn wir in diese Stadt hineinkommen möchten, müssen wir dem Maßstab der Gerechtigkeit Jesu entsprechen. Oder dem Maßstab des Gesetzes entsprechen. Und die Gerechtigkeit Jesu wird uns ja gegeben, er ist ja für uns gestorben. Und er schenkt uns den Heiligen Geist, damit unsere Sünden vergeben sind. Und wir durch ihn diesen Maßstab auch erfüllen können. Gott würde nicht einen Maßstab geben, den nur die Hälfte der Menschheit erfüllen kann. Jeder Mensch kann diesen Maßstab erfüllen. Aber er kann den Willen nicht zwingen.

[40:06] Wollen wir uns heute vornehmen, neu darüber nachzudenken über unsere himmlische Heimat und dass wir von Jesus vorbereitet werden, dort sein zu können. Und dass, wenn wir mit seiner Hilfe diesen Maßstab entsprechen, von dem Gott sagt: Was fordert Gott von dir, als nur dass du das tust, dann werden wir eine wunderbare und herrliche Stadt haben.

[40:34] Wollen wir noch gemeinsam Lieder singen und beten? Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du diese Stadt für uns bereitet hast. Danke, dass wir sehen können, dass niemand draußen bleiben müsste. Da ist mehr Platz, als wir uns vorstellen können. Herr, wir wissen auch, dass viel Platz leer bleiben wird. Dass manche Wohnung unbewohnt bleiben wird, nicht weil du zu schwere Regeln aufgestellt hast, sondern weil zu viele Menschen deine Liebe nicht wahrhaben wollen und dir nicht glauben. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du an unseren Herzen wirkst, dass du uns mit deinem Geist erfüllst und dass wir voller Liebe zu dir dein Gesetz halten, weil wir sehen, dass es uns selbst zum Besten ist. Und dass wir uns auf diese neue Stadt freuen, weil wir wissen, dass du dir unglaubliche Mühe gibst, damit es uns dort gut geht und wir Freude haben. Und dass du alles investiert hast, damit wir dort einmal sein können. Amen.


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