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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2020 2nd Nr 1

Als PDF: CSH_Manuskript_2020 2nd Nr 1

In dieser ersten Folge der Serie „Wie legen wir die Bibel aus?“ wird die Einzigartigkeit der Bibel beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, warum die Bibel mehr ist als nur ein Buch – sie ist Gottes Wort, das uns praktisch im Alltag leitet. Er betont die Bedeutung der göttlichen Inspiration und wie Gott sich durch verschiedene Wege, einschließlich der Natur und der Schrift, offenbart. Die Auslegung der Bibel wird als ein lebensverändernder Prozess dargestellt, der uns näher zu Jesus bringt und uns hilft, Gottes Gedanken zu verstehen und danach zu leben.

In dieser ersten Folge der Serie „Wie legen wir die Bibel aus?“ wird die Einzigartigkeit der Bibel beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, warum die Bibel mehr ist als nur ein literarisches Werk oder eine historische Quelle. Sie ist Gottes Wort, das praktisch im Alltag hilft und uns hilft, Gott und uns selbst besser zu verstehen. Die Serie beginnt mit einem Gebet und betont die Notwendigkeit, Gottes Wort nicht nur zu lesen, sondern es auch zu verstehen und anzuwenden, um ein erfülltes Leben zu führen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2020 Q2: Wie legen wir die Bibel aus?

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zu einer neuen Serie der CSH, einem neuen Quartal mit einem Thema, auf das ich mich persönlich schon sehr gefreut habe. Wir wollen die nächsten drei Monate damit verbringen, uns die Frage zu stellen: Wie legen wir die Bibel aus? Es soll um die Prinzipien der Bibelauslegung, des Bibelstudiums gehen. Das, was die Theologen manchmal die Hermeneutik nennen. Die Grundsätze, nach denen wir die Bibel analysieren und entscheiden, was wirklich eine biblische Wahrheit ist und was vielleicht nur hineininterpretiert ist. Es geht also eigentlich um ein Thema, das allen biblischen Lehren zugrunde liegt. Denn nur wenn wir wissen, wie wir mit der Bibel wirklich im Sinne Gottes umgehen, dann können wir auch sicher sein, dass die Dinge, die wir herauslesen aus der Bibel, auch wirklich der Wahrheit entsprechen. Es gibt so viele Menschen, die ernsthaft glauben, der Bibel zu folgen und trotzdem Irrtum glauben. Und das hat oft, nicht immer, aber oft auch damit zu tun, dass wir uns zu wenig Gedanken machen, wie die Bibel selbst uns zeigt, wie sie ausgelegt werden soll. Und wir werden sehen, dass das weniger hochtheologisch, als vielmehr sehr praktisch ist und deswegen ein Thema, das uns alle betrifft. Und ich hoffe, wir werden alle diese Zeit gut nutzen, dieses außergewöhnlich gute Lektionsheft auch zu studieren. Wir werden hier auch auf JOL immer wieder auch mit Sendemanuskripten das unterstützen.

[2:00] Heute soll es in der ersten Folge unter dem Titel "Die Einzigartigkeit der Bibel" um eine Einführung gehen. Wir wollen uns noch einmal vor Augen halten, was ist eigentlich die Bibel, warum ist sie so ein besonderes Buch? Wir bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 4. April und wollen natürlich, bevor wir mit den Einzelheiten beginnen, denjenigen in unser Studium einladen, der der Autor und der Urheber all der biblischen Gedanken ist, nämlich Gott selbst. Und wir wollen gemeinsam zu ihm beten.

[2:34] Lieber Vater im Himmel, wir können dir eigentlich überhaupt nicht genug danken dafür, dass du dich entschieden hast, zu uns zu reden, dass du dich offenbart hast und dass du uns auf so viele verschiedene Arten und Weisen zeigst, wie du bist. Danke für dein Buch, die Bibel, das seit Jahrhunderten und Jahrtausenden bekämpft worden ist und noch heute sein strahlendes Licht verbreitet in unserem persönlichen Leben. Herr, vergib uns, dass wir so oft diesen Schatz gar nicht so wahrnehmen, als das, was er ist, unser Leben. Und wenn wir uns in den nächsten drei Monaten jetzt damit beschäftigen, wie wir die Bibel auslegen, dann bewahre uns davor, dass es nur trockene Theorie wird, sondern hilf uns, dass wir jeder Einzelne von uns eine persönliche tägliche Erfahrung damit machen, aus deinem Wort Dinge zu lernen über dich und über uns und über die Zeit, in der wir leben und das, was auf uns zukommt. Herr, erfülle uns mit deinem Heiligen Geist. Du hast gesagt, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und darum bitten wir dich auch jetzt im Namen Jesu, der das Wort Gottes ist. Amen.

[4:00] Der Merkvers in dieser ersten Woche steht in Psalm 119, Vers 105, ein sehr gut bekannter Vers: Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg. Und damit wird schon deutlich, dass es sich bei der Bibel nicht nur um ein literarisches Meisterwerk handelt, nicht nur um eine geschichtliche Quelle, nicht nur um philosophisch tiefe Gedanken, sondern um ein Buch, das mir persönlich im Alltag praktisch hilft. Dafür ist es gegeben. Gott ist ein sehr praktischer Gott. Er hätte, wenn er gewollt hätte, uns mit sehr abstrakten theologischen Ideen beschäftigen können. Stattdessen hat er sein Wort gegeben auf eine Art und Weise, wie wir heute sehen werden, dass es uns in unserem Lebenskampf, den wir alle zu kämpfen haben, eine echte Hilfe ist. David, der die Höhen und Tiefen des Lebens erlebt hat, konnte aus Überzeugung sagen: Dein Wort, Gottes Wort, ist eine Leuchte für seinen Fuß. Und ich hoffe, dass jeder von uns diese Erfahrung machen kann, dass das Lesen der Bibel uns nicht nur richtige Wahrheiten offenbart, sondern uns tatsächlich jeden Tag in der Woche hilft, richtige Entscheidungen zu fällen, zu sehen, wohin unsere Schritte, das heißt unsere Gedanken, unsere Worte, unsere Taten uns führen. Wenn wir nicht genau wissen, was auf uns zukommt, mit der Bibel die Ereignisse um uns herum und auch in unserem Leben richtig einzuordnen, möge das Wort Gottes für dich persönlich ein Licht sein, das in deinem Lebensweg, auf deinem Pfad jetzt scheint.

[6:03] Gott ist ein Gott der Kommunikation. Das wird schon in den berühmten Worten ganz am Anfang des Johannesevangeliums deutlich. In Johannes 1 und dort Vers 1 heißt es: Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Gott ist die Liebe, aber Gott ist auch die Kommunikation. Ein Wort ist ein Gedanke, der hörbar gemacht worden ist. Nur weil ich rede, könnt ihr wissen, was ich denke. Und hier spricht es von diesem Wort Gottes, das im Kontext von Johannes 1 natürlich niemand anderes ist, als der Sohn Gottes, als Jesus, der auf die Welt dann kam in Vers 14. Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als das Eingeborene vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Er war das Wort Gottes hörbar gemacht, weil Gott gerne möchte, dass wir wissen, was er denkt. Nun, es stimmt, seine Gedanken sind für uns nicht vollumfänglich begreifbar. Er sagt ja selbst in Jesaja 55 und dort in Vers 8: Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht er, Herr. Sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. Also Gott weiß selbst, dass er Dinge denkt, die viel zu hoch für uns sind, aber das führt nicht dazu, dass er uns verachtet. So wie das oft Menschen machen, die klug und intelligent sind und dann herabschauen auf die, die vielleicht ihre klugen Ideen nicht greifen können, weil ihnen der IQ dazu fehlt. Nein, Gott, der so viel mehr weiß und so viel klüger und weiser ist als wir und die Zukunft kennt, er möchte gern sich mitteilen. Er offenbart sich, er kommuniziert und er versucht auf allen möglichen Wegen uns zu helfen, so viel von ihm zu verstehen, wie es für ein menschliches Gehirn möglich ist und ausreichend, um ihm voll zu vertrauen und ihn von ganzem Herzen, von ganzer Seele zu lieben.

[8:32] Um sich zu offenbaren, hat er eine ganze Reihe von verschiedenen Wegen gefunden. Er hat tausend Wege, von denen wir nichts wissen, und einige werden uns in der Bibel sehr deutlich offenbart. In Römer 1 zum Beispiel, dort wird uns gesagt, in Römer 1 und dort Vers 20: Denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben. Jeder Mensch kann in der Natur etwas über Gott erfahren, dass Gott existiert und dass er eine ewige Kraft hat. Und diese Kraft selbst wird ja als die gute Nachricht bezeichnet, das Evangelium in Vers 16. Denn er kann in unser Leben eingreifen, er kann unsere Vergangenheit vergeben, er kann unser Herz verändern, uns ein neues Herz schenken. Er hat Kraft, und diese Kraft wird angedeutet überall in der Natur, von der wir umgeben sind. Ähnlich drückt schon das Alte Testament in Psalm 19 aus, wo wir auch diese ganz bekannten Verse lesen von David in Psalm 19, Vers 2.

[10:05] Wie er ist. Gott redet aber nicht nur durch die Natur, die aufgrund des Sündenfalls ja auch ihre Schattenseiten hat. In 2. Mose 25 sehen wir, dass Gott auch andere Wege der Kommunikation hat. Dort in 2. Mose 25, Vers 8 heißt es: Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne. Gott offenbart sich auch durch seine Gegenwart. Er ist allgegenwärtig, er kann durch seinen Heiligen Geist direkt zu uns sprechen. Und wir haben gesehen in Johannes 1, Vers 14, dass Jesus Mensch wurde. Gott hatte nicht nur vom Himmel durch die Natur gesprochen, er hatte nicht nur am Berg Sinai selbst gesprochen, nein, er wurde Mensch. Er wollte bei den Menschen sein, um durch seine Präsenz auch über sich und seine Gedanken zu reden.

[11:07] Und dann offenbart sich Gott natürlich in der Schrift, in den Büchern, die wir die Bibel nennen, was ja eigentlich nichts weiter als Buch heißt. Es ist das Buch schlechthin, das Buch der Bücher. Paulus sagt uns, dass ihm selbst bewusst war, dass die Dinge, die er sagte und schrieb, nicht einfach seine eigene Meinung waren. In 1. Thessalonicher Kapitel 2 und dort Vers 13 sagt er den Thessalonichern, 1. Thessalonicher 2, Vers 13: Darum danken wir auch Gott unablässig, dass ihr, als ihr das von uns verkündigte Wort Gottes empfangen habt, es nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das auch wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid. Paulus sagt uns, dass durch das, was er selbst formuliert hat, Gott spricht.

[12:03] Nun ist es natürlich nicht so, dass jedes Wort von jedem Gläubigen automatisch das Wort Gottes ist. Gläubige können sich irren. Jeder von uns hat schon falsche Dinge gesagt, nicht nur wissentlich, manchmal auch unwissentlich. Aber die Bibel zeigt uns, dass diejenigen, die an ihrer Zusammensetzung beteiligt gewesen sind, in einem besonderen Maße von Gott dazu befähigt worden sind, seine Gedanken uns mitzuteilen. Das Wort Gottes wurde durch sie uns offenbart.

[12:41] Schauen wir zum Beispiel in 2. Timotheus Kapitel 3 und dort Vers 16, ein klassischer Vers, wenn es um die Bibel als das Wort Gottes geht. 2. Timotheus Kapitel 3, Vers 16: Alle Schrift, gemeint ist die Bibel, alle Schrift ist von Gott eingegeben. Das ist im Griechischen eigentlich das "von Gott eingehaucht", inspiriert, sagen die Fachleute, und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit. Die Bibel, das sind Gottes Gedanken eingegeben und zwar nicht einfach nur, um sie zu bewundern, sondern für einen ganz praktisch pragmatischen Nutzen. Ja, wir sollen belehrt werden, wir sollen die wahre Lehre erkennen, die Wahrheit über Gott, über die Realität, über den Menschen, über die Welt, über den Erlösungsplan, den großen Kampf. Ja, wir sollen eine Lehre herausnehmen, aber wir sollen selbst überführt werden, überführt werden von unseren Sünden. Wir sollen zurechtgewiesen werden, wir müssen unserem Leben, unserem Charakter korrigiert werden. Wir brauchen ein neues Herz und wir müssen in der Gerechtigkeit erzogen werden. Es gibt viele Dinge, die man nur nach und nach lernt, indem man immer wieder sich mit Gottes Wort beschäftigt. Die Bibel ist nicht inspiriert, damit Gott nur beweist, dass er da ist, sondern sie hat einen praktischen Nutzen und deswegen ist es wichtig, dass wir uns bewusst machen, dass das, was wir lesen, wirklich Gottes Wort ist, das einen Zweck in unserem Leben erfüllen soll.

[14:16] 2. Petrus und dort Kapitel 1, der zweite große klassische Vers hier in Vers 21. 2. Petrus 1, Vers 21: Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben, haben die heiligen Menschen Gottes geredet. Das, was wir bei Mose und Daniel und Jeremia und Petrus und Paulus und all den anderen Schreibern finden, ist nicht ihre persönliche Privatmeinung. Wenn ein Mensch vom Heiligen Geist inspiriert ist, als ein wahrer Prophet, als ein wahrer inspirierter Schreiber, dann spüren und sehen wir den Heiligen Geist am Wirken, der sich diesen heiligen Menschen als Instrument nimmt.

[15:10] Und deswegen, sagt uns auch Petrus, sollten wir die Bibel eben nicht eigenmächtig deuten. Vers 20: Dabei sollte er vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist, weil es eben nicht nur eine menschliche Meinung ist, der man einer anderen entgegensetzen kann, sondern weil hier der ewige, reale, lebendige Gott zu uns spricht, der heute noch genau so existiert wie damals und der sich in verschiedenen Facetten offenbart hat.

[15:44] Und deswegen können wir einen biblischen Schreiber am besten verstehen, wenn wir seine Aussagen mit denen anderer biblischer Schreiber vergleichen. Denn derselbe Geist will ja durch verschiedene Schreiber dieselben Gedanken für uns kommunizieren. So sehen wir, dass in der Bibel immer wieder betont wird, wie wichtig die Bibel für unser praktisches Leben ist. Schon Mose hat das am Ende des letzten Buches, das er geschrieben hat, 5. Mose, sehr deutlich gemacht. Nachdem er dieses große Lied des Mose aufgezeichnet hat, sagt er in 5. Mose 32, Vers 45 bis 47: Und als Mose dies alles zu ganz Israel geredet hatte, da sprach er zu ihnen: Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge. Also denkt über sie nach, nehmt sie in euer Denken, eure Gesinnung auf. Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, damit ihr sie euren Kindern gebietet, dass sie darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu befolgen. Warum? Denn es ist kein leeres Wort für euch, sondern es ist euer Leben. Und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in dem Land, in das ihr über den Jordan geht, um es in Besitz zu nehmen. Mose wollte dem Volk deutlich machen: Verachtet dieses Buch nicht, es ist nicht leer. Es sind nicht nur leere Worte, die man lesen kann und dann vielleicht darüber debattieren kann. Nein, da steckt unser Leben drin. Und wenn wir es ernst nehmen, wenn wir es zu Herzen nehmen, und jeder weiß, was es bedeutet, sich etwas zu Herzen zu nehmen. Es bedeutet nicht nur, es zur Kenntnis zu nehmen, sondern wirklich das persönlich auf sich anzuwenden, sich persönlich damit zu identifizieren. Wer sich zu Herzen nimmt, der wird sehen, dass schon auf dieser Welt das Leben sich nachhaltig verändert.

[17:34] Und so sagt uns Jesaja 55, auch das bekannte Wort, dass das Wort Gottes eben eine Mission hat, einen Auftrag, den es auch ausführen wird. Jesaja 55 und dort ab Vers 10. Gerade nachdem wir das gelesen haben, was wir vorhin uns angeschaut haben über die Gedanken Gottes, die höher sind als das, was wir begreifen können. Just in diesem Zusammenhang sagt jetzt Gott: Denn gleich wie der Regen und der Schnee fällt und nicht wieder zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem Esser. Das heißt, der Regen und der Schnee, die Feuchtigkeit, die kommen ja auf die Erde und produzieren etwas. Genauso, Vers 11: Soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt und durchführen, wozu ich es gesandt habe.

[18:38] Paulus sagte den Thessalonikern: Ihr wisst, dass es Gottes Wort ist, nicht einfach nur, weil ihr apologetisch ein paar logische Beweise anführen könnt, nicht nur, weil ihr euch historisch davon überzeugt habt, dass die Bibel wahr ist. Nein, ihr kennt die Kraft des Wortes, das Wort Gottes wirkt in euch und zwar mächtig und deswegen wissen wir, dass es Gottes Wort ist. Es gibt auch andere Bücher, die sehr viel Wahrheit enthalten, aber dieses Buch enthält Wahrheit, die das Leben verändert, die Kraft hat und die Frucht hervorbringt, so wie der Regen, der auf den Boden fällt und dann Grün hervorkommt und Samen für den Sämann. Das Wort Gottes, wenn es sich zu Herzen, wenn es eindringen darf in das menschliche Herz, verändert es.

[19:33] Ich möchte dich einladen, liebe Freund, liebe Freundin, jeden einzelnen Tag die Qualitätszeit zu nehmen, über dieses Wort nachzudenken. Zu viele Menschen, auch in der Gemeinde, streiten sich über biblische Hermeneutik, ohne die Kraft des Wortes und wenn es nur ein Satz, nur ein Vers ist, in ihrem persönlichen Leben zu erfahren. Wir brauchen nicht mehr Geschwister und mehr Gläubige, die alle biblischen Auslegungsprinzipien richtig kennen. Wir brauchen Menschen, die aufgrund dieser Auslegungsprinzipien die Erfahrung machen, dass Gott persönlich zu uns spricht und dass er ihr Leben verändert und dass er ihnen auch ihre Sünden aufzeigt und ihnen die Kraft zeigt und die Vergebung aufzeigt, die es uns anbietet und die Kraft, die Sünde zu überwinden. Wir brauchen Menschen, die eine persönliche Erfahrung mit dem Wort Gottes machen, so wie es hier steht.

[20:24] In 5. Mose 8, Vers 3 ist das ausgedrückt. In 5. Mose 8, Vers 3, berühmte Worte, die dann Jesus zitiert hat in der Wüste, in der Versuchung. Dort heißt es in 5. Mose, Kapitel 8, Vers 3 im Zusammenhang mit der Geschichte von Manna. Und er demütigte dich, Vers 3, und ließ dich hungern und speiste dich mit dem Manna, dass weder du noch deine Väter gekannt hatten, um dich erkennen zu lassen, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern dass er von all dem lebt, was aus dem Mund des Herrn hervorgeht. Die Israeliten sollten sich das Manna lernen, dass sie abhängig von Gott sind, und zwar abhängig von dem, was vom Himmel kommt, vom Wort Gottes. Wir alle wissen, dass wir essen müssen, aber wissen wir auch, wie sehr unser geistliches Leben von einer ständigen Beschäftigung mit göttlichen Gedanken abhängt? Wenn wir uns nicht mit den Gedanken Gottes auseinandersetzen und sie durchdenken, dann verkümmert unsere Seele.

[21:40] Jesus wusste das und deswegen hat er selbst in der schärfsten Versuchung Sieger sein können, weil er genau diesem Prinzip sich verpflichtet fühlte und dieses Prinzip auslebte. Als der Satan zu ihm kam und ihn versuchte in der Wüste, in Matthäus 4, Vers 4 heißt es hier: Er antwortete und sprach: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht. Diese Verheißung, dieses Prinzip war ein sicherer Schutzschild vor den Angriffen des Satans. Der Satan weiß, dass er uns von der Bibel wegbringen muss, wenn er Erfolg haben will und deswegen ist es so wichtig, dass wir uns bewusst machen, dass wir jeden Tag die Zeit mit Jesus brauchen, die Zeit im Gebet und die Zeit über sein Wort nachzudenken. Das wird uns Kraft geben und dann können wir tatsächlich geistliche Fortschritte machen. Wir werden geistlich aus dem Wort Gottes leben.

[22:48] Und Jesus macht sehr deutlich in einer vergleichbaren Geschichte, dass es unsere Priorität sein sollte, für dieses Wort Gottes Ressourcen aufzuwenden, sich dafür zu interessieren, sich damit zu beschäftigen. Johannes 6, Vers 27. Das war ein Tag nach der Speisung der 5000, die ja auch von ihrer ganzen Geschichte her an das Manna-Wunder erinnern sollte und es geht ja dann hier auch in diesem Kontext in Johannes 6 auch wieder um das Manna. Und Jesus versucht hier genau die gleichen Lektionen den Israeliten weiterzugeben, die so begeistert waren von einem Messias, der Brot verteilen konnte, aber die nicht bereit waren, sich von seinem geistlichen Wort Konsequenz zu ernähren. Johannes 6, Vers 27: Wirkt nicht für die Speise, die vergänglich ist, sondern für die Speise, die bis ins ewige Leben besteht, bleibt, die der Sohn des Menschen euch geben wird, denn diesen hat Gott, der Vater, bestätigt.

[24:02] Jesus hat uns alle ermutigt, dass wir unser Hauptaugenmerk darauf richten, dass wir wirklich geistlich gut ernährt werden. Es ist wichtig, dass wir eine gesunde Ernährung haben. Es ist wichtig, dass wir ausreichend essen und dass wir auch wissen, was wir essen und dass es uns nährt und nicht kaputt macht. Genauso ist es noch viel wichtiger, dass wir wissen, was unser Geist als Nahrung, als Verpflegung bekommt, dass es Dinge sind, Gedanken, die ihn stärken, für die eigentlich gemacht worden ist in der Verbindung mit Gott. Jesus sagt, dass die Speise, die ins ewige Leben bleibt, das Wort Gottes, einen noch höheren Stellenwert haben sollte, als sogar das tatsächliche Essen in unserem Leben.

[24:40] Und damit kommen wir zurück zu Johannes 1. Er selbst ist ja das Wort Gottes und wollte damit deutlich machen, dass es nicht nur um die Buchstaben dieses Buches geht, sondern dieses Buch offenbart ihn ja. Deswegen, und das ist nicht im Sendemanuskript, das können wir kurz hier erwähnen, sagt er ja den Pharisäern, die so viel darauf hielten, dass sie die Bibel kannten und vielleicht sogar auswendig kannten. Er sagt in Johannes 5 und dort Vers 39 und 40: Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben, und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen. Die Bibel bringt uns das Leben nicht, weil die Buchstabenkombinationen auf eine magische Art und Weise durch das Lesen uns irgendwie erlösen, sondern weil die Bibel von Jesus redet. Und alles Bibellesen, das uns nicht näher zu Jesus bringt und uns mehr mit Jesus beschäftigen lässt, ist nutzlos. Man kann vielleicht ein paar Fakten erfahren, man kann ein paar Dinge begreifen, rein historischer Natur. Meistens geht man sogar eher in die Irre und das Leben verändert sich nicht. Die Pharisäer waren ja nicht so falsch. Die Schrift ist ja unser Leben, aber nur dann, wenn wir in ihr Jesus erkennen, der selbst das Wort Gottes ist. Es ist nicht die Bibel das Entscheidendste, sondern Jesus. Und Jesus spricht durch die Bibel zu mir und zu dir.

[26:13] Deswegen heißt es ja in Johannes 1, Vers 1: Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat das nicht begriffen. Was hier über Jesus gesagt wird, dass er das Leben ist und dass er das Licht ist, das wird ja auch von der Bibel gesagt. Sie ist unser Leben, hat Mose gesagt. Wir leben aus dem Wort Gottes, hat Jesus bestätigt. Und David hat gesagt: Das Wort Gottes ist ein Licht auf unserem Weg. Es ist also tatsächlich so, dass wenn Jesus sich sogar das Wort Gottes bezeichnet und Paulus sagt, diese Schriften sind das Wort Gottes, dass wir eine enge Parallele zwischen Jesus und der Bibel ziehen dürfen und müssen.

[27:12] Und hier erklärt sich jetzt ein bisschen, wie die Bibel eigentlich von ihrer Natur her zu verstehen ist. Jesus ist wahrer Gott, so wie wir das hier in Vers 1 gesehen haben. Er war bei Gott und er ist Gott. Es gibt viele Bibelfersen, die das sehr deutlich bestätigen, auch wenn das heute jetzt nicht das Hauptthema ist. Aber er, der Gott war und ist, wurde gleichzeitig Mensch. Ganzer wahrer Gott, ganzer wahrer Mensch. Nicht halb halb, sondern Gott und Mensch. Vers 14 sagt: Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als das Eingeborene vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Diese Gnade und Wahrheit war schon immer da, aber obwohl Gott so viel davon sprach, begriffen die Menschen es irgendwie nicht so richtig. Und Gott wurde Mensch, damit seine Gnade und seine Wahrheit, sein Charakter für menschliche Augen und für menschliche Hände und menschliche Ohren begreifbar wurde.

[28:18] Genau so funktioniert die Bibel. Die Gedanken der Bibel, die Prinzipien, die sie offenbart, sind so ewig wie Gott. Aber sie wurden durch Menschen gegeben, durch inspirierte Menschen, die menschliche Worte und Redewendungen, Phrasen verwendet haben, um diese ewigen Gedanken uns so zu vermitteln, dass wir sie begreifen können. Und das gilt für alle Teile der Bibel, selbst sogar für die wenigen Abschnitte, die Gott selbst formuliert hat. Das ist also nicht nur ein Prinzip, das für die inspirierten Menschen gilt, die jetzt auf ihre bestimmte Art und Weise die Gedanken Gottes übermittelt haben. Wir sehen ja, dass es verschiedene Stile in der Bibel gibt. Man merkt sehr deutlich, der Johannes schreibt mit einem anderen Stil als der Paulus. Wenn man ein bisschen geübt ist, dann kann man schon am Lesen weniger Verse erkennen, von wem der Brief jetzt ist. Oder wir sehen, dass bestimmte Autoren im Alten Testament bestimmte Strukturen, bestimmte manchmal grammatische Besonderheiten haben. Jeder hat so seinen eigenen Stil, wie das bei uns Menschen auch so ist. Aber das gilt, wie gesagt, sogar für die Passagen, die Gott selbst formuliert hat.

[29:44] Das beste Beispiel dafür sind die zehn Gebote. In 5. Mose Kapitel 4, Vers 13 heißt es über diese zehn Gebote: Und er verkündigte euch seinen Bund, den er euch zu halten gebot, nämlich die zehn Worte. Und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln. Mit Worten können hier nicht tatsächliche Buchstabenkombinationen gemeint sein, denn die zehn Gebote enthalten sehr viel mehr als nur zehn Worte. Aber es geht eben genau um zehn Prinzipien, um zehn Ideen, die schon immer im Universum da waren, auch als es dort im Universum noch keine Ehe gab und noch keinen Sabbat und vor allem keine Ochsen und keine Esel. Diese ewigen Prinzipien der Wahrheit und der Liebe und all diesen grundlegenden Ideen, die in den zehn Geboten über Gottes Charakter ausgebreitet werden, diese Prinzipien wurden von Gott selbst in eine Sprache formuliert, die ein Mensch begreifen kann.

[30:56] Das ist ein bisschen so, als wenn man einem dreijährigen Kind beibringen möchte, wenn zwei Kinder spielen, dass man dem anderen nichts wegnimmt. Das könnte man hochtheologisch oder philosophisch erklären, man kann aber auch einfach dem Kind sagen: Du darfst deinem Bruder, deiner Schwester das Playmobil nicht wegnehmen. Das ist dann das Prinzip gegossen in die Sprache des Kindes, dass jetzt weißt: Okay, ich darf das Playmobil nicht wegnehmen. Aber impliziert ist, dass es auch für Lego gilt und für Puppen und für alles andere auch. Und deswegen zählt das zehnte Gebot nicht alles auf, was der Nächste haben könnte, sondern begnügt sich mit Haus und mit Acker und mit Knecht, Magd, Rind und Esel und lässt die Schafe aus, denn das Prinzip gilt auch für die Schafe. Und das zeigt uns, dass diese Formulierung praktisch ist.

[31:47] Und Jesus macht in der Bergpredigt ganz deutlich, dass dieses Prinzip natürlich mehr umfasst, als die reinen Worte, wenn man sie alleine für sich nimmt, übermitteln. Matthäus 5, Vers 21 macht das ja sehr deutlich. Es ist keine Erweiterung der zehn Gebote, sondern eine Erklärung, dass diese Worte der zehn Gebote Prinzipien vermitteln, die sehr weitgehend sind. Matthäus 5, Vers 21: Ihr habt gehört, dass du den Alten gesagt hast: Du sollst nicht töten. Wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinen Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt, der wird dem Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt: Du Narr, der wird dem höllischen Feuer verfallen sein. Genauso Vers 27 und 28: Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Jesus macht deutlich, das Prinzip geht viel tiefer, aber es ist praktisch ausgedrückt durch diese Worte: Du sollst nicht töten, du sollst nicht Ehe brechen.

[33:01] Unsere Aufgabe beim Bibellesen ist also nicht nur zu sagen: Aha, du sollst nicht töten, ich habe noch niemanden umgebracht, fertig, aus. Nein, wir sollen uns Gedanken machen, wir sollen Gott bitten und nachdenken über diese Verse, damit wir die Gedanken Gottes begreifen.

[33:12] Die Gedanken Gottes sind von sehr unterschiedlichen Menschen aufgeschrieben worden. Um nur einige wenige zu erwähnen: Einer der vielleicht größten war Mose. Er war ein General, ein Staatsmann, er wäre beinahe Pharao geworden, sagt uns der Hebräerbrief. Er war ein Historiker, der größte aller Zeiten, glaube ich persönlich, ein Philosoph, ein Hirte, einer mit unglaublich vielen Fähigkeiten. Dann haben wir Amos, der ein Viehhirte und ein Maulbeerfeigenzüchter war, ein ganz einfacher Mann. David war Hirte, Soldat und König. Hesekiel war Priester, Jeremiah war auch Priester, aus einer priesterlichen Familie. Daniel dagegen war Staatsmann in den großen Weltreichen Mesopotamiens, Babylon und Medo-Persien. Matthäus war Zöllner, Petrus war Fischer, Lukas war Arzt und medizinischer Missionar, Paulus war ein Theologe, der zu einem selbstunterhaltenden Missionar geworden war. Andere, wie die anonymen Autoren der Königsbücher zum Beispiel, waren Chronisten, Historiker. Von manchen wissen wir nicht einmal den Namen.

[34:43] Manche von ihnen waren schon sehr alt. Mose war über 80, als er dann die letzten vier Mosebücher schrieb, zum Teil dann 120 beim fünften Buch Mose. Dagegen war Jeremiah sehr jung, als er berufen wurde, seinen langjährigen Dienst, jahrzehntelangen Dienst zu beginnen, in Jeremiah 1. Hesekiel war wohl 30 Jahre alt, als er zum Propheten berufen worden ist. Auch bei anderen sehen wir zum Teil eine sehr lange Zeitspanne. Andere schrieben ihre Bücher in kurzer Zeit.

[35:06] Der Entstehungsort war oft sehr unterschiedlich. Paulus schreibt seinen zweiten Timotheusbrief aus dem Gefängnis, während er bei Nero angeklagt ist. Hiob und 1. Mose wurden von Mose in der Wüste Midian geschrieben, die Offenbarung auf einer einsamen Felseninsel. Bücher wie Hesekiel und Daniel im babylonischen Exil, der Römerbrief in Korinth, der großen Metropole Griechenlands. Einige David-Psalmen wurden auf der Flucht geschrieben. Und diese Erfahrungen fließen auch ein in die Botschaft. Ja, es scheint sozusagen, dass Gott ganz bewusst Menschen zu bestimmten Zeiten, in bestimmten Momenten ihres Lebens, auch aufgrund ihrer Erfahrung, die sie gerade gemacht haben, dazu befähigt hat, jetzt bestimmte Gedanken, die er hatte, treffend ausdrücken zu können.

[36:08] Es ist zum Beispiel für das Buch Daniel ganz entscheidend, sich vor Augen zu führen, wo sich das Volk Israel und damit auch Daniel befindet, was seine Situation ist. Nur wenn man seine Situation, die Umstände kennt, begreift man eigentlich die große Richtung der Danielschen Prophezeiung. Das haben wir in den letzten drei Monaten ja sehr ausführlich uns angeschaut.

[36:25] Die Schreiber der Bibel haben auf verschiedene Dinge zurückgegriffen, um die Dinge oder die Ereignisse aufzuschreiben. Einige von ihnen haben selbst erlebt, was sie berichten. Matthäus zum Beispiel und Johannes, die Jünger Jesu. Johannes, der vom ersten Tag dabei gewesen ist. Jeremia zum Beispiel berichtet von eigenen Erlebnissen, die er in Jerusalem gemacht hat, während der Zeit der babylonischen Belagerung. Auch 2. Mose ist ein Bericht von Mose, der er erlebt hat, was dort steht.

[37:06] Andere Bücher sind eher das Ergebnis von sorgfältiger Recherche. Lukas sagt uns, er hat viele Leute gefragt und gerade die Apostel ausführlich interviewt und hat zusammengetragen unter Inspiration des Geistes, was er gefunden hat. Die Bücher der Könige und der Chroniken verweisen oft auf historische Dokumente, auf Chroniken, auf historische Aufzeichnungen, bei denen man sich informieren kann und die als Beleg angeführt werden.

[37:30] Andere Bücher sind offensichtlich entstanden, weil der Autor eine besondere Vision hatte. So ist die erste Mose entstanden. Gott hatte dem Mose, der in 2. Mose dann einen Augenzeugenbericht gibt, gezeigt, was in den 2300 Jahren vor ihm passiert war. Auch Hiob ist so als eine Vision für Mose entstanden und die Offenbarung natürlich und viele andere prophetische Bücher.

[37:54] Beim Lesen der Bibel fällt auf, dass sie nicht in einem Stil geschrieben ist, was die Persönlichkeit der Autoren betrifft, aber auch literarisch ist sie außerordentlich vielseitig. Da gibt es Bücher, die regelrechte Geschichtswerke sind, Bücher, die wie Erzählungen ganz kunstvoll aufgebaut sind. Es gibt Gesetzessammlungen und kultische Verordnungen, 3. und 5. Mose. Es gibt Briefe, zum Teil sehr persönliche Briefe, zum Teil sehr allgemein theologische Abhandlungen, wie zum Beispiel den Römerbrief. Es gibt Prophezeiungen und Weisheitssprüche, Lieder, Gedichte, Stammbäume. Die Liste ließe sich weit erweitern.

[38:37] Beim Lesen der Bibel sollte man darauf achten, was dort gerade auch literarisch passiert. Ist es ein Brief von einer Person an eine andere Person? Ist es ein Schreiben an das gesamte Volk Gottes? Was sind die Umstände? Wie ist es aufgebaut? Manchmal kann man viele interessante Dinge auch entdecken, wenn man die kunstvolle Gestaltung der Verse und der Kapitel anschaut, wenn man merkt, dass der Autor nicht einfach nur Sachen herunterschrieb, sondern sich Gedanken machte, wo er welche Ereignisse platzierte, um einen großen roten Faden zu spinnen. Das ist zum Beispiel in Matthäus' Evangelium ganz offensichtlich, das ganz oft nicht chronologisch berichtet, sondern Ereignisse zusammengruppiert, um größere Aussagen zu machen. Und derjenige, der darauf achtet, der kann große und tolle Schätze heben.

[39:22] Aber das große Zentrum der Bibel ist und bleibt derjenige, der sich darin offenbart, nämlich Jesus. Er ist derjenige, der von der ersten Seite an aktiv ist. Wir lesen in 1. Mose 1: Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Und der Hebräerbrief sagt uns, dass der, der hier Gott genannt wird, niemand anderes als Jesus selbst war. In Hebräer 1 und dort Vers 10 sagt über Jesus, also dass Gott der Vater über Jesus sagt: Und du, o Herr, hast im Anfang die Erde gegründet und die Himmel sind das Werk deiner Hände. Der erste Satz der Bibel beginnt mit einer Offenbarung über Jesus. Und sobald es den Erlösungsplan gibt, sehen wir Jesus, der dort im Garten auf Adam und Eva zugeht. Und dann als allererstes ihnen, nachdem er sie fragt und mit ihnen ins Gespräch kommt, was passiert ist und ihnen eine Chance geben möchte, sich selbst zu erkennen, ihnen das Evangelium offenbart in 1. Mose 3, Vers 15: Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihm in die Ferse stechen. Er, der schon im Himmel, nach Offenbarung 12, Vers 7, gegen Satan siegreich gekämpft hatte, versprach, dass der Kampf auf die Erde getragen werden kann und nur einer kann den Satan besiegen, letztendlich. So macht er auch Daniel 10 ganz deutlich, nämlich Michael. Und wenn der Satan besiegt wird durch einen Menschen, durch den Samen der Frau, dann muss es Jesus selbst sein, der hier sein Kommen ankündigt.

[40:57] In 1. Mose 22 finden wir die Verheißung mit einem Schwur bekräftigt, dass Jesus aus dem Samen Abrahams sein würde. Und der Engel des Herrn rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, sprich daher, weil du dies getan und deinen Sohn, deinen einzigen, nicht verschont hast, darum will ich dich reichlich segnen und deinen Samen mächtig mehren, wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres. Und dein Samen soll das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen und in deinem Samen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorsam warst. 1. Mose 49, Vers 10 sagt uns, dass er aus dem Stamm Juda kommen würde. Dort lesen wir: Es wird das Zepter nicht von Juda weichen, noch der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der Schilo kommt und ihm werden die Völker gehorsam sein.

[41:56] Wir lesen in 4. Mose 21, wie der kommende Erlöser sich mit der Sünde identifizieren würde. Da sprach der Herr zu Mose: Mache dir eine Seraph-Schlange und befestige sie an einem Feldzeichen und es soll geschehen, wer gebissen worden ist und sie ansieht, der soll am Leben bleiben. Da machte Mose eine Ehrenschlange und befestigte sie an dem Feldzeichen und es geschah, wenn eine Schlange jemand biss und er die Ehrenschlange anschaute, so blieb er am Leben. Durch all diese Symbole und wir greifen hier nur einzeln heraus, das ganze ganz alte Testament ist voll von ihnen, hat Gott immer wieder versucht, auf verschiedene Art und Weisen den Erlösungsplan den Menschen begreiflich zu machen. Es war ja Jesus selbst, der dann in Johannes 3 den Nikodemus auf diese Geschichte aufmerksam machte, um zu zeigen, was eigentlich der ganze Tenor der Bibel ist.

[42:42] 4. Mose 22, Verzeihung, 24, Vers 17. Ich sehe ihn, aber jetzt noch nicht, ist Bileams Weissagung dort. Ich schaue ihn, aber noch nicht in der Nähe. Ein Stern tritt hervor aus Jakob, ein Zepter erhebt sich aus Israel, der kommende Erlöser, der Stern aus Jakob. Psalm 22, ab Vers 13 gibt uns Details seiner Kreuzigung und in Jesaja 53 wird ab Vers 4 beschrieben, wie er die Sünden der Welt auf sich nehmen würde. Dort lesen wir Jesaja 53, ab Vers 4: Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er wurde um unserer Übertretung willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg, aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn. Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut.

[44:02] Hier, wie an vielen anderen Stellen, versucht Jesus schon im Alten Testament deutlich zu machen, was er auf dem Herzen hat. Daniel 9, Vers 24 bis 27 beschreibt mit prophetischen Zeitketten den Zeitpunkt seiner Taufe und den Zeitpunkt seiner Kreuzigung. Wir haben das ja ausführlichst studiert im letzten Quartal. Micha 5, Vers 1 offenbart, dass er in Bethlehem geboren werden würde. Das sind, wie gesagt, nur einige der vielen, vielen biblischen Prophezeiungen im Alten Testament auf den Erlöser. Ein Thema, das durch alle alttestamentlichen Schriften hindurchzieht, wie ein roter Faden. Hier in Micha 5, Vers 1: Und du, Bethlehem Ephrata, du bist zwar gering unter den Hauptorten von Juda, aber aus dir soll hervorkommen, der Herrscher über Israel werden soll, dessen Hervorgehen von Anfang, von den Tagen der Ewigkeit her gewesen ist.

[45:03] Der ewige Herrscher, der König, der auf einem Eselsfüllen einreiten sollte in Jerusalem, so wie Sacharja 9, Vers 9 sagt: Frohlocke, du Tochter Zion, Jauchze, du Tochter Jerusalem, siehe, dein König kommt zu dir. Ein Gerechter und ein Retter ist er, demütig und reitend auf einem Esel, und zwar auf einem Füllen, einem Jungen der Esel. All das und viel mehr hat sich im Leben Jesu erfüllt. Das ganze Alte Testament ist eine gigantische Einleitung in das Leben, eine Vorbereitung auf das Leben, Wirken und Sterben von Jesus Christus, der auferstanden ist und jetzt im himmlischen Heiligtum für uns eintritt. Auch dieser ganze Dienst bis heute und bis zur Wiederkunft, all das vorgeschattet im Dienst des Alten Testaments in den Prophezeiungen.

[45:53] So sind also das Alte und das Neue Testament gemeinsam ein großes Zeugnis für den Einen, der sich von der ersten Seite bis zur letzten Seite dort offenbart. Denn in Offenbarung 22, ganz am Schluss, haben wir genau denselben Jesus, der schon in 1. Mose 1, Vers 1 uns entgegentritt. Offenbarung 22 heißt es in Vers 21: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen. Amen. Vom ersten Vers der Bibel bis zum letzten Vers ist er der Inhalt, denn er ist das Wort Gottes. Und die Bibel ist deswegen das Wort Gottes, nicht nur, weil sie wahr ist, was man historisch beweisen kann, sondern eben, weil sie von dem spricht und den bezeugt und beschreibt, weil der in ihr spricht, der das Wort Gottes ist.

[46:51] Und deswegen kann man sich nur mit der Bibel richtig beschäftigen, wenn man Jesus zu seinem Freund macht, wenn man mit Jesus lebt und jeden Tag sein Leben ihm übergibt. Dazu können wir sehen, dass die Bibel auch weltgeschichtlich in vielen Punkten auch durch außerbiblische Quellen bestätigt wird. Die Bibel ist nicht ein Buch im luftleeren Raum, das man nicht von außen irgendwie testen könnte. Im Gegenteil, Gott hat immer wieder, auch im Alten Testament schon, die anderen Völker aufgefordert: Prüft es doch, schaut doch, ob jemand sonst noch so Weltgeschichte vorhersagen kann, wie Gott es getan hat. Die Bibel lädt auch den Skeptiker und den Zweifler ein, mit gesundem Menschenverstand einmal zu prüfen und zu schauen, ob die Dinge, die dort stehen, nicht auch der Wahrheit entsprechen. Wir dürfen unseren Verstand benutzen. Es ist sogar so, dass das Bibelstudium, wie nichts anderes, unser kritisches, unser scharfes Denken fördert und stärkt.

[47:54] Wenn wir die Bibel lesen, finden wir dort viele, viele Könige und reiche Völker, Städte, die in der Altertumswissenschaft, in der Archäologie bestätigt worden sind. Das geht los mit den frühen mesopotamischen Zentren, wie Akkad und Uruk, das in der Bibel Erech heißt. Die großen Leistungen der Ägypter als mächtiges Königreich, gerade in der Frühphase der Geschichte. Völker wie die Philister, Phönizier, Amoriter, Edomiter, Moabiter, Ammoniter, Aramäer, Assyrer und viele andere werden von der Geschichtswissenschaft anerkannt und sind bestätigt worden durch außerbiblische Funde. Die Dynastie Davids, die israelischen Könige, Namen wie Hiskia, Jehu, Ahab, alle sie auf Inschriften und Stelen zu finden. Die Assyrischen Könige, die in der Bibel genannt werden: Tiglat-Pileser, Sargon, Sanherib, Esarhaddon, Assurbanipal. In Babylon Nebukadnezar der Zweite, Nebukadnezar oder auch Amel-Marduk, der biblische Evil-Marduk, Belsazar als Vizeregent und damit Nabonid implizit auch als König mit erwähnt. Medo-Persien: In der Bibel finden wir Kyros und Darius den Ersten, Xerxes, Artaxerxes, Darius den Zweiten. Wir finden römische Kaiser benannt, zum Teil sogar mit Regierungsangaben bei Lukas: Augustus, Tiberius, Claudius. Wir finden auch Pontius Pilatus. Wir finden wichtige militärische Ereignisse, zum Beispiel die Schlacht von Karkemisch, die Belagerung Jerusalems durch Sanherib, die Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar, den Fall Babylons und viele andere. Wir haben nur einige Beispiele aufgezählt, um zu zeigen, dass die Bibel auch dem prüfenden Test der Geschichtswissenschaft standhält.

[49:48] Nun, es gibt vieles in der Bibel, das noch nicht gefunden worden ist. Das allermeiste ist bis heute nicht ausgegraben, vieles nicht entziffert, manches wird man vielleicht auch nie finden. Die Bibel fordert uns nicht auf, erst an sie zu glauben, wenn jeder Name irgendwo in der Endschrift gefunden ist, aber wir haben genügend Hinweise darauf, die zeigen, die Bibel ist vertrauenswürdig und man kann ihr tatsächlich glauben.

[50:15] Zum Schluss wollen wir uns noch einmal mit einer kurzen Begebenheit beschäftigen, in 2. Könige 22. Eine Geschichte, die vielleicht auch eine Ermutigung sein kann für uns, das Wort Gottes mit neuen Augen zu lesen. 2. Könige und dort, Kapitel 22, dort lesen wir über den König Josia, der nach der langen, langen Abfallphase, jahrzehntelang und vor allem unter Manasse, ein guter König war, den Tempel ausbessern ließ und dann im Zuge der Ausbesserungs- und Reinigungsarbeit im Tempel geschah es. In Vers 8 lesen wir: Und Hilkija, der Hohepriester, sprach zu Schafan, dem Schreiber: Ich habe das Buch des Gesetzes im Haus des Herrn gefunden. Und Hilkija übergab Schafan das Buch und er las es. Sonst wird an anderer Stelle bei Ellenweid gesagt, es war ein Teil des Buches des 5. Mose, aus dem abschließenden Teil, dem Bund von Moab, etwas, das in Vergessenheit geraten worden war, das dort abgelegt worden war und nicht mehr gelesen worden war, es wird wiederentdeckt.

[51:23] Und was ist die Wirkung dieses wiederentdeckten Wort Gottes? Vers 9: Und Schafan, der Schreiber, kam zum König und brachte dem König Berichte und sprach: Deine Knechte haben das Geld ausgeschüttet, das im Haus vorhanden war und haben es den Werkmeistern gegeben, die im Haus des Herrn die Arbeit beaufsichtigten. Dann berichtete Schafan, der Schreiber, dem König und sprach: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben. Und Schafan las es vor dem König. Und jetzt kommt es, Vers 11: Und als es geschah, und es geschah, als der König die Worte des Buches, des Gesetzes hörte, da zerriss er seine Kleider. Die Wiederentdeckung des Wortes Gottes hatte gewaltige Wirkung, selbst auf den König. Und es führte dazu, dass man mehr wissen wollte, man hatte wieder ein Interesse an der Prophetie, denn jetzt wurde die Prophetin befragt, Vers 12. Und der König gebot dem Priester Hilkija und Achikam, dem Sohn Schafans, und Achbor, dem Sohn Michajas, und Schafan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knecht des Königs und sprach: Geht hin und befragt den Herrn für mich und das Volk und für ganz Juda, wegen der Worte dieses Buches, das gefunden worden ist. Denn groß ist der Zorn des Herrn, der gegen uns entbrannt ist, weil unsere Väter nicht auf die Worte dieses Buches gehört haben, dass sie alles getan hätten, was uns daran vorgeschrieben ist. Da gingen der Priester Hilkija und Achikam, Achbor, Schafan und Asaja zu der Prophetin Hulda, der Frau Schalums, des Sohnes Tigmas, des Sohnes Hachas, des Hüters der Kleider. Sie wohnte aber in Jerusalem im zweiten Stadtteil und sie redeten mit ihr.

[52:56] Die Wiederentdeckung des Wortes Gottes führt dazu, dass man sich auch für die Prophetin interessiert. Wäre das nicht etwas, was wir erleben wollen in den nächsten Wochen und Monaten? Das Wort Gottes neu zu entdecken und neu zu sehen, wie es unser Leben tatsächlich durchrüttelt.

[53:09] Lieber Freund, liebe Freundin, du kannst gar nicht das Wort Gottes mit einem offenen Herzen aufrichtig studieren, um zu wissen zu wollen, was Gott sagt, ohne dass er dir deutlich zeigt, was in deinem Leben anders werden muss. Es wird Erweckung bringen, es wird Reformation hervorbringen und es wird dazu führen, dass wir uns auch für die gegenwärtige Prophetie, für den Geist der Weisheit mehr interessieren und genauer wissen wollen, was Gottes Wille für unsere Zeit ist. Lasst uns anfangen, wieder die Bibel eine Priorität zu geben. Bibellesen als wichtigster Punkt des Tagesablaufes. Das Ganze führt bei Josia in eine große Reformation, es führt zu einer Erneuerung, es führt dazu, dass das Volk Israel einen Bund mit Gott macht. Und haben wir so etwas nicht auch nötig, in unserem persönlichen Leben, unseren Familien, unseren Gemeinden, als Volk Gottes weltweit? Lasst uns die Bibel lesen, wie Gott sie gelesen haben möchte, wie er sie gemeint hat, wie er gesprochen hat. Seine Gedanken erkennen und weil es Gottes Gedanken sind, die durch dieses Wort sprechen, berühren sie auch unsere Gedanken.

[54:30] Das ist die Bedeutung dieses berühmten Verses in Hebräer 4 und dort Vers 12. Dort lesen wir, in Hebräer 4, Vers 12: Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Ein zweischneidiges Schwert wurde von den Römern verwendet, nur selten, eigentlich hatten die Römer meistens nur einschneidiges Schwert und man konnte nur mit einer Seite schneiden, man musste also genau wissen, welche Seite man gerade, wie man das Schwert hält. Aber zweischneidiges Schwert, da gab es vor allem bei den Thrakern, diese Rampfeile, die in beide Seiten schneidet. Die Idee war, dass egal wie man das Schwert verwendet, man schneidet immer. Und so ist es auch mit der Bibel. Egal was man dort gerade aufschlägt, überall spricht der Geist Gottes. Wir müssen nicht erst darauf achten, dass wir die richtigen Verse finden, wo jetzt Gottes Geist zu uns spricht, wie einige denken, dass die Bibel das Wort Gottes enthält, aber nicht überall ist, sondern man jetzt gucken muss, was ist inspiriert, was nicht. Nein, nein, nein, was immer ich lese mit einem aufrichtigen Herzen, mit dem Wunsch Wahrheit zu verstehen, und sollte es ein Geschlechtsregister sein, Gott kann große Wahrheiten, praktische Wahrheiten mir offenbaren. Es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Beinen und ist ein Richter der Gedanken und Gesinnung des Herzens, weil es Gottes Gedanken sind, erreicht es unsere Gedanken.

[55:56] Und vielleicht ist das der Grund, warum wir so selten uns wirklich oder so oft uns nicht wirklich mit der Bibel beschäftigen, weil wir ahnen und wissen, dieses Buch deckt alles auf. Ja, liebe Freunde, es deckt alles auf, aber nicht um uns zu ärgern, sondern um uns zu retten, um uns zu heilen und um uns Kraft zu geben, diese Dinge zu überwinden. Lass uns das Buch Gottes lesen und lass die Gedanken Gottes in dein Herz. Das wird zur Erweckung führen.

[56:29] Johannes 17 und dort Vers 17, Jesus sagt: Heilige sie in deiner Wahrheit, dein Wort ist Wahrheit. Er sagt nicht: Enthält Wahrheit, hat auch Wahrheit, er sagt: Dein Wort ist Wahrheit und es führt dazu, dass wir geheiligt werden in der Wahrheit.

[56:46] Psalm 119, damit wollen wir schließen. Psalm 119, der große, große, große Psalm über das Wort Gottes. Psalm 119 und dort Vers 133: Mache meine Schritte fest durch dein Wort und lass nichts Böses über mich herrschen. Geht es dir auch mal so, dass du das Gefühl hast, du wankst, vielleicht geistlich, mental, du weißt nicht genau, wie es weitergeht? Gottes Wort kann unsere Schritte, wird unsere Schritte festmachen und dazu führen, dass nichts Böses uns beherrschen kann. Vers 116: Unterstütze mich nach deinem Wort, damit ich lebe und nicht zu Schanden werde mit meiner Hoffnung. Wir alle hoffen auf den Himmel, wir hoffen auf die Rettung, wir haben eine Hoffnung, die uns trägt, singen wir, aber Unterstützung durch Gott erfahren wir nicht, weil wir hoffen, sondern weil Gott zu uns spricht. Das Fundament, auf dem wir stehen, sind nicht unsere Hoffnung, sondern die Versprechen Gottes. Dann hat unsere Hoffnung ein festes Fundament, ein Anker der Seele, der hineinreicht ins Heiligtum, so wie der Paulus im Hebräerbrief sagt.

[58:13] Und deswegen ist es unerlässlich, lieber Freund, liebe Freundin, liebe Geschwister, es ist absolut unerlässlich, dass du persönlich ein eigenes Bibelstudium betreibst. Videos, Predigten, Hauskreise sind alle wunderbar gut, hilfreich, nützlich, aber nichts ersetzt das persönliche Lesen und Nachdenken des Wort Gottes.

[58:38] Eine meiner absoluten Lieblingspassagen der Bibel, Psalm 119, Abs. 97 sagt: Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Ich sinne darüber nach den ganzen Tag. Deine Gebote machen mich weiser als meine Feinde, denn sie sind ewig nicht mein Teil. Ich bin verständlicher geworden als alle meine Lehrer, denn über deine Zeugnisse sinne ich nach. Ich bin einsichtiger als die Alten, denn ich achte auf deine Befehle. Du kannst klüger sein als deine Feinde, weiser als alle deine Lehrer, verständiger und einsichtiger als die mit viel Lebenserfahrung, wenn du die Gedanken Gottes, die sich in diesem Buch so praktisch und lebensrelevant offenbaren, zu deinem täglichen Begleiter machst.

[59:35] Möchtest du dir vornehmen, das Wort Gottes neu zu entdecken und die Stimme Jesu jeden Tag aus diesen Seiten zu hören? Nimm dir Zeit dafür. Gott segne dich. Nächste Woche werden wir uns wiedersehen und weiter studieren, die Frage beantworten: Wie legen wir die Bibel aus? Gottes Segen bis dahin. Amen.


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