In diesem Video erklärt Robert Kirsch, wie man sein Immunsystem stärken kann, um die Corona-Krise gut zu überstehen. Er beleuchtet den Aufbau des Coronavirus und gibt praktische Tipps zur Vorbeugung und Stärkung der Abwehrkräfte. Dazu gehören Ernährung mit antioxidativen Lebensmitteln, Bewegung an der frischen Luft, Wechselduschen und ausreichend Schlaf.
Gesund durch die Coronakrise: Immun-Booster – Was tun in der Corona-Krise? Teil 1
Robert Kirsch · Gesund durch die Coronakrise ·Themen: GesundheitWeitere Aufnahmen
Serie: Gesund durch die Coronakrise
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Transkript
[0:00] In den letzten Wochen hat ein Thema uns den Atem geraubt, das Coronavirus. Es nahm seinen Ursprung in China, breitete sich aus in der ganzen Welt und ist zur Pandemie geworden. Und sicherlich haben auch Sie schon davon gehört.
[0:20] Ist das Coronavirus etwas Neues? Die Familie der Coronaviren ist uns schon länger bekannt. Bekannter wurde sie noch 2003 durch den Ausbruch von SARS und nun SARS-CoV-Typ 2, das neue Virus.
[0:37] Was wissen wir denn über den Aufbau dieses Virus? Dieses Virus ist so aufgebaut, dass es ganz außen eine Hülle hat, dann darunter kommt ein sogenanntes Kapsid und in diesem Kapsid, in dieser Art Kapsel, da befinden sich verschiedene Eiweißstoffe, unter anderem sogenannte Spike-Eiweißstoffe, die dem Virus helfen, an der menschlichen Zelle anzudocken und diese sozusagen aufzuknacken und zu infizieren. Und im Innersten des Virus befindet sich sein Erbgut, das wie ein Faden aufgerollt ist, das RNA, die RNA. Deshalb heißt es auch RNA-Virus. Und diese Spikes außen in der Kapsel geben auch dem Virus den Namen, denn im Elektronenmikroskop sieht das Ganze aus wie ein Kranz, von dem das Virus umgeben ist und Corona ist lateinisch der Kranz und deswegen das Coronavirus.
[1:39] Wie kann man sich nun vor diesem Virus bestmöglich schützen? Da steht natürlich die Vorbeugung, die Prävention an erster Stelle mit den allgemeinen Empfehlungen, die Sie sicherlich schon gehört haben, wozu natürlich die Händedesinfektion, eine ordentliche Händehygiene zählt, mehrmals täglich wirklich gründlich über 30 Sekunden die Hände waschen mit Seife, um auch mögliche Viruspartikel, die noch von einem Schleim umgeben sind, aufzubrechen und zu neutralisieren. Andererseits natürlich auch sind die sozialen Isolationsmaßnahmen schon auch dahingehend zu verstehen, dass sie einfach einen möglichst großen Schutz bieten. Wir wollen auch bestimmte Bevölkerungsgruppen nicht einen unnötigen Risiko aussetzen, insbesondere die Älteren und auch die Immungeschwächten. Abgesehen von der Händedesinfektion ist auch wichtig, Abstand zu halten, damit man gar nicht erst in Kontakt kommt mit einem möglichen Virusträger.
[2:40] Das Virus wird übertragen durch Tröpfcheninfektion. Beim Sprechen mit unserer Sprache verteilen sich diese Tröpfchen eben, verbleiben dann auch auf Oberflächen bis zu drei Tagen. Also wenn man an einer Oberfläche anfasst, wo ein Infizierter vor drei Tagen vorbeiging und gehustet hat, dann kann man sich auch auf diesem Wege noch eben das Coronavirus einfangen.
[3:05] Wie ansteckend ist eigentlich dieses neue Coronavirus? Wenn man das jetzt mit dem Grippevirus vergleicht, dann muss man sagen, dass jeder Grippekranke ungefähr einen weiteren Gesunden ansteckt, wohingegen jeder an Covid-19, an der Coronaviruserkrankung Erkrankter bis zu zwei Gesunde anstecken kann und damit eine höhere Infektiosität mit dem neuen Coronavirus verbunden ist.
[3:30] Wenn jetzt auch diese Zahlen von der Ansteckung erst mal erschreckend sind, ist die gute Nachricht, dass 80 Prozent der Menschen, die sich zwar mit Coronavirus infizieren, eben einen sehr milden Verlauf haben. Das können ein leichtes Halskratzen sein, eine milde Erkältung oder auch Husten vielleicht ein bisschen, ein leichter Husten oder sie merken es einfach gar nicht, dass sie sich mit Coronavirus infiziert haben und nur weniger als 20 Prozent, bei denen kommt es wirklich zum ernsthafteren Verlauf und zu höherer medizinischer Hilfe mit Beatmung und Krankenhausaufenthalt. Das heißt, wenn man ein gutes Immunsystem hat, das möglichst intakt ist, dann ist das ein guter Schutzfaktor vor dem Coronavirus einerseits, dass man sich nicht ansteckt und wenn man sich ansteckt, dass der Verlauf dann vielleicht milder ist.
[4:26] Und deshalb die spannende Frage, was können Sie tun, was können wir tun, um unser Immunsystem so richtig aufzubauen und zu boostern und diese Corona-Krise gut zu durchstehen? Da ist natürlich das Stichwort Antioxidantien zu erwähnen. Sie kennen das vielleicht unter dem Vitamin C. Das sind ganz besondere Stoffe, die als Radikalfänger bezeichnet werden und die die Fähigkeit haben, im menschlichen Körper alles das, was Stress auslöst und auch das Immunsystem belastet, zu beseitigen und das Spannende ist, dass wir diese Antioxidantien sozusagen in gesteigerter Menge zu uns führen können über die Ernährung und da gibt es eine Liste der sogenannten Top Ten an Antioxidantien und welche gehören denn jetzt dazu, welche Nahrungsmittel zu diesen Top Ten? Der Rosenkohl ist sehr reich an Antioxidantien, Spinat ist sehr reich an Antioxidantien, Grünkohl, Brokkoli ebenfalls ein Dauerbrenner und wenn Sie den Brokkoli noch toppen wollen, dann können Sie ihn, wie Sie hier sehen, einfach keimen lassen, dann haben Sie sozusagen im Keim die volle Kraft der Pflanze hoch konzentriert, besser geht es nicht mehr. Und zuletzt bei den Gemüsesorten sei noch erwähnt, der Knoblauch, Knoblauch ist von Natur aus antiviral, also ein Virustaticum.
[5:56] Aber nicht nur das, es gibt auch verschiedene Obstsorten, die reich sind an Antioxidantien und an Vitamin C, unter anderem Beeren, Heidelbeeren, Himbeeren, aber auch Orangen, Pflaumen, rote Trauben, Kiwi und nicht zuletzt auch die saure Grapefruit.
[6:13] Was kann man denn darüber hinaus, dass man diese Lebensmittel besonders konsumiert, noch tun? Da wäre das Thema der Bewegung und zwar der Bewegung an der frischen Luft zu nennen. Es ist so, dass wir in den geheizten Räumen gerade auch in den ausgehenden Winter, beginnenden Frühlingsmonaten sehr trockene Luftfeuchtigkeit haben in den Räumen und das ist für die Schleimhäute eine sehr schlechte Situation, weil die können austrocknen und das ist natürlich ein guter Nährboden für Bakterien und auch für Viren und führt dann häufiger zu Erkrankungen, wohingegen, wenn man die Möglichkeit hat, rauszugehen, Spaziergänge zu machen an der frischen Luft, dann bringt man nicht nur sein Kreislaufsystem in Schwung, sodass über das Blut die verschiedenen Abwehrstoffe an den Ort des Geschehens gebracht werden können, sondern eben man hat auch diese befeuchtete Luft, die einfach hilft, die Atemwege reinzuhalten.
[7:12] Neben der Bewegung draußen an der frischen Luft gibt es noch einen weiteren Immunbooster, den wir Ihnen unbedingt empfehlen möchten, die Wechseldusche. Drei Minuten warm duschen, dann Augen zur Luft anhalten, auf kalt wechseln für 30 bis 60 Sekunden und diesen Vorgang dreimal wiederholen und mit kalt abschließen. Das bewirkt, dass unsere Abwehrkräfte gestärkt werden, dass unsere weißen Blutkörperchen, das sind unsere Abwehrzellen, die Erreger töten und so richtig in Fahrt kommen. Dass das wirklich hocheffektiv ist, das beweist uns nicht zuletzt Pfarrer Sebastian Kneipp, der es geschafft hat, mit Hilfe dieser Wassertherapie in einem kalten Bad in der Donau sich von der Tuberkulose damals zu befreien.
[8:00] Aber nicht nur, dass diese Wechseldusche die Abwehrkräfte im Körper steigert, Sir Alexander Flemming, der Entdecker von Penicillin, der Ihnen sicherlich auch bekannt ist, hat die Entdeckung gemacht, dass wir sowohl in unserer Nase als auch in unserem Rachen ein natürliches Antiseptikum haben, ein sogenanntes Desinfektionsmittel, das heißt Lysozym. Und wenn wir jetzt durch die Wechseldusche die Sekrete des Rachens und der Nase sauer halten, dann bewirkt es eben, dass dieses Lysozym vermehrt dort ist und eben Keime, die eindringen, direkt schon abtöten kann.
[8:40] Das hört sich ja spannend an, sozusagen ein Desinfektionsmittel im menschlichen Körper. Das bringt uns zu einem weiteren Punkt, und zwar in das Jahr 1903, wo ein gewisser Dr. Finsen den Nobelpreis erhalten hat für die sensationelle Entdeckung, dass wenn man sich bewegt draußen an der frischen Luft, man ja auch dem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Und das Sonnenlicht ist ein weiterer Faktor in Maßen konsumiert, was unser Immunsystem triggert und im wahrsten Sinne des Wortes zur Höchstform auflaufen lässt, die B- und die T-Zellen aktivieren vermag. Ja, und das hat auch desinfizierende Wirkung, das Sonnenlicht. Deswegen hängen sie auch gerne mal die Bettwäsche raus, auch die Kleidung raus, damit auch diese ausgelüftet und desinfiziert wird. Und nicht zuletzt sorgt es auch für eine gute Laune.
[9:29] Was können wir denn noch tun, um unser Immunsystem so richtig hochzufahren? Da wäre das Thema der Mäßigkeit zu nennen. Was ist Mäßigkeit? Das schädliche Meiden und das Gesunde in Maßen zu sich nehmen. Da ist natürlich gerade bei einer Atemwegserkrankung oder einer potentiellen Lungenentzündung das besonders wichtig, alle Substanzen zu meiden, die irgendwie unsere Atemwege schlecht machen, wie zum Beispiel Tabakkonsum oder auch Alkohol oder andere Drogen. Die sollte man, wenn nicht schon vorher, spätestens jetzt weglassen.
[10:09] Und nutzen Sie es, dass Sie jetzt zu Hause sind. Schlaf ist so wichtig für Ihr Immunsystem. Erst in diesem Jahr ist eine neue Studie an der Uni Tübingen herausgekommen, die zeigt, dass schon wenige Stunden, drei Stunden Schlafmangel unser Immunsystem massiv beeinträchtigen, weil dann unsere T-Zellen nicht mehr andocken können über die Botenstoffe an die infizierten Zellen und an die Bakterien und Viren. Also Schlaf ist sehr wichtig. Gönnen Sie sich jetzt auch in dieser Zeit der Krise besonders ausreichend Schlaf.
[10:46] Gibt es denn noch so einen letzten oder letzte Tipps, die wir mitgeben können, um sich zu rüsten jetzt in dieser Corona-Krise? Ja, das gibt es tatsächlich. Und zwar, wir hatten ja schon von den Desinfektionsmitteln für die Hände gesprochen, von dem körpereigenen Desinfektionsmittel in der Nase und im Rachenbereich. Das kann man von außen auch noch unterstützen, indem man einerseits zum Beispiel Kohletabletten lutscht, die wie ein Schwamm wirken und die Eigenschaft haben, Giftstoffe, aber eben auch Keime aufzusaugen wie ein Schwamm und aus dem Rachenbereich zu entfernen und in den Magen-Darm-Trakt zu befördern, wo sie von der Magensäure neutralisiert werden können. Aber nicht nur das, man hat auch die Möglichkeit, mit verschiedenen Substanzen zu gurgeln. Auf dieses Thema kommen wir aber beim nächsten Mal.
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