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In dieser Predigt beleuchtet Bernd Sengewald, wie Jesus als Feedback-Geber fungiert, indem er Menschen direkt auf ihre tiefsten Bedürfnisse und Schwächen anspricht. Anhand von Beispielen aus dem Johannesevangelium, wie der Begegnung mit dem königlichen Beamten und der Samariterin, wird gezeigt, wie Jesus durch gezielte Fragen und Aussagen zur Selbstreflexion anregt. Das Johari-Fenster dient als Modell, um die verschiedenen Ebenen menschlicher Selbsterkenntnis zu verdeutlichen und wie der Heilige Geist uns hilft, diese zu durchdringen.


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Serie: Christus & Corona

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Transkript

[0:00] Liebe Zuschauer, liebe Geschwister, ich habe eine ganz besondere Vorliebe für das Johannesevangelium. Die Leute, die in meinem Bezirk zum Gottesdienst gehen, die wissen das, weil ich ganz intensiv immer mit dem Johannesevangelium unterwegs bin. Nun, das Evangelium hat ein paar Besonderheiten. Das Evangelium ist die jüngste Schrift in der Bibel und es wurde noch fünf Jahre nach der Offenbarung geschrieben. Das heißt, als Johannes diese ganz besonders tiefe Begegnung mit Jesus Christus auf der Insel Patmos hatte. Nun war er sowieso schon der Lieblingsjünger gewesen von Jesus. Er war ihm ganz nahe gewesen und er hat von ihm aufnehmen können mehr als alle anderen. Jetzt noch die Offenbarung mit dazu, mit dem, was er alles vor Augen hatte, schrieb er sein Evangelium. Und es ist gewaltig, was man alles darin finden kann. So wie ich das herauslese und in meinem Studium gefunden habe, scheint er alles hineingelegt zu haben, was wirklich wichtig ist, damit wir mit Gott gehen können und damit wir auch sicher durch die letzte Zeit hindurch gehen können. Ein paar Kleinigkeiten vielleicht noch vorneweg. Zum Beispiel wurde ihm in Offenbarung 5 Jesus Christus als geschlachtetes Lamm gezeigt. Nur ein einziger der Evangelisten zeigt Jesus Christus als Lamm auf, nämlich Johannes, weil er das Johannes den Täufer sagen lässt. Auch haben wir im Johannes-Evangelium als dem einzigen nur die ersten anderthalb Jahre von Jesu Wirken. Zuerst war nämlich Jesus Christus unterwegs in Jerusalem und in Judäa. Er beschreibt das in einer Tiefe und er beschreibt zusätzlich auch noch die ganzen Begegnungen mit den Menschen in einer Tiefe, die wirklich ganz besonders sind. Heute wollen wir ein kleines Bruchstück, ein kleines winziges Bruchstück daraus herausnehmen und ich lade jeden mit ein, das Johannes-Evangelium aufzuschlagen und zwar Kapitel 4.

[1:57] Johannes-Evangelium Kapitel 4. Wir befinden uns dort bei der Heilung des Sohnes eines königlichen Beamten. Johannes Kapitel 4, ab Vers 43. Aber nach zwei Tagen ging er von dort weiter nach Galiläa, denn er selber Jesus bezeugte, dass einem Prophet daheim nichts gilt. Als er nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, die alles gesehen hatten, was er in Jerusalem auf dem Fest getan hatte, denn sie waren auch zum Fest gekommen. Und Jesus kam abermals nach Cana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war ein Mann im Dienst des Königs, dessen Sohn lag krank in Kapernaum. Ich lese mal nur soweit an dieser Stelle. Hier an dieser Stelle war der Endpunkt von Jesu Reise erreicht. Er war unterwegs gewesen, um nach Galiläa zu gehen und er hat von da an auch hauptsächlich in Galiläa dann gepredigt, weil in Jerusalem und in Judäa die Verfolgung immer stärker geworden war. Auch kam er an eine Ortschaft, nämlich Cana, in der er bereits Freunde hatte, weil dort das erste aufgeschriebene Wunder geschehen ist, was wir überhaupt in den Evangelien finden von Jesus Christus. In Cana, das heißt, er hatte an dieser Stelle schon eine Basis von Leuten, die ihm freundlich gesinnt waren. Cana lag so etwa 13 Kilometer nördlich von Nazareth und Nazareth, seine Heimatstadt, wird uns auch in den Evangelien so beschrieben, dass sie nicht ganz so offen war für ihn und für die Botschaft, die er ihnen gebracht hat. Nun, als er sich jetzt in Cana befindet, kommt es zu dieser ganz besonderen Begegnung mit diesem königlichen Beamten. Lesen wir mal noch die nächsten Verse, noch einmal jetzt den Vers 46 und dann weiter. Und Jesus kam abermals nach Cana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war ein Mann im Dienst des Königs, dessen Sohn lag krank in Kapernaum. Dieser hörte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa kam und ging hin zu ihm und bat ihn herab zu kommen und seinem Sohn zu helfen, denn der war todkrank. Und Jesus sprach zu ihm: „Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht.“ Der Herr sprach zu ihm: „Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt.“

[4:24] Ich breche mal an dieser Stelle ab kurz. Das ist eine sehr seltsame Kommunikation. Versetzen wir uns einmal hinein in die Lage dieses königlichen Beamten. Jeder, der Kinder hat, vor allem, kann das erst recht nachvollziehen. Der Sohn des Beamten ist krank. Er möchte, dass er gerettet wird. Er liegt im Sterben. Er kommt zu Jesus und sagt: „Jesus, bitte hilf mir.“ Und Jesus antwortet: „Habt ihr das schon mal so richtig gelesen? Ist das eine Antwort?“ Er antwortet: „Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht.“ Aber Jesus, was sagst du denn dem Mann dort? Der Mann ringt um das Leben seines Sohnes. Er möchte Hilfe haben. Warum machst du ihm jetzt Vorwürfe? Ich weiß nicht, ob euch das schon ein paar Mal aufgefallen ist, aber ganz bestimmt ist es euch aufgefallen, dass es schon mehrfach vorkommt, dass Jesus solche, ich sage mal, erstaunlichen Antworten gibt an Stellen, wo Menschen zu ihm kommen, um ihn um Rat zu fragen oder weil sie Hilfe haben möchten. Plötzlich legt er ihnen etwas vor, was scheinbar überhaupt nicht in den Dialog hineinpasst. Wir haben noch ein paar andere Beispiele dafür. Gehen wir vielleicht mal ein Stückchen weiter nach vorne ins Johannes Evangelium Kapitel 3.

[5:38] Johannes Evangelium Kapitel 3, die Verse 1 bis 3. Hier begegnet ihm ein Mann vom Hohen Rat, ein Mann, der ganz besonders angesehen ist, ein Mann, der eigentlich zu den Oberen des Volkes gehört und sich als der Repräsentant der jüdischen Nation empfindet, der Nation, die eben auch Gott repräsentiert. Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, einer von den Oberen der Juden. Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: „Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer von Gott gekommen, denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.“ Er macht ein wenig Smalltalk, er möchte freundlich einleiten. Und wie sieht die Antwort von Jesus aus? Jesus antwortet und sprach zu ihm: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, es sei denn, dass jemand von Neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Das ist wie ein Schlag vors Gesicht. Was denkt sich Jesus dabei? Hier kommt ein Repräsentant vom Volke Gottes, er denkt, er ist ein Kind Abrahams, er gehört dazu. Was sagt Jesus im kurzen gesagt, etwas übertragen in heutiges Deutsch? „Du bist verloren. Wenn du so bleibst, wie du bist, wirst du nicht das ewige Leben sehen. Du musst dich bekehren, du musst anders werden, dann kannst du gerettet werden.“ Ich weiß nicht genau, was da mit Nicodemus vorgegangen ist in diesem Moment, aber ich glaube, er musste ziemlich schwer schlucken. Und seine Antwort zeigt auch, dass er erst mal ziemlich verdattert ist. Freundliche Einladung, ein bisschen guten Boden wettmachen und er bekommt solch eine Antwort.

[7:27] Was möchte Jesus damit? Nun, ich denke, die Antwort steht ganz kurz davor. Wenn wir das Ende von Kapitel 2 lesen, da ist ein Hinweis, der sehr wertvoll ist. Kapitel 2, Vers 22. Wie gesagt, Jesus wirkte zuerst in Jerusalem und Judäa. Als er aber am Passafest in Jerusalem war, glaubten viele an seinen Namen, da sie die Zeichen sahen, die er tat. Aber Jesus vertraute sich ihnen nicht an, denn er kannte sie alle und er bedurfte nicht, dass ihm jemand Zeugnis gab vom Menschen, denn er wusste, was im Menschen war. Jesus hat also einen riesigen Vorteil uns gegenüber. Er sieht wirklich, was im Menschen ist. Wir sehen meistens nur, was vor Augen ist. Und wenn Menschen sich gut darstellen können, dann haben wir gleich das Gefühl, wir stehen etwas ganz Besonderem gegenüber. Aber oft genug kann es sein, dass hinter der ganzen Fassade nicht viel steckt. Jesus spricht dabei den Pharisäern von getünchten Gräbern oder vergoldeten Gefäßen außen herum, die innen voller Unrat sind. Wenn Jesus die Menschen sieht, weiß er, wer sie sind. Er weiß, was ihre Motive sind und Jesus reagiert darauf. Das heißt, er spricht die Menschen genau an diesem Punkt an, wo es wichtig ist, wo es notwendig ist und wo es manchmal auch weh tut.

[8:52] Schauen wir uns noch eine Kommunikation an, auch direkt in den ersten Seiten des Johannesevangeliums. Dort haben wir Jesus und die Samariterin. Schauen wir mal ins Kapitel 4 hinein und Jesus bietet dort der Samariterin lebendiges Wasser an. Vers 14, die folgenden. Er sagt: „Wer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, der wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.“ Spricht die Frau zu ihm: „Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nicht dürstet und ich nicht herkommen muss, um zu schöpfen.“ Jesus spricht zu ihr: „Geh hin, ruf deinen Mann und komm wieder her.“ Was ist das für eine Aussage an dieser Stelle? Sie sagt: „Gib mir dieses lebendige Wasser“ und er sagt: „Geh und dann komm mit deinem Mann zurück.“ Nun ja, es hat damals schon eine Komponente gegeben im sozialen Leben. Das war nämlich so, dass in der Regel nur die Männer die Verträge schließen konnten, von daher hätte sie ihren Mann holen sollen. Aber es hat auch eine ganz andere Komponente. Jesaja 59,2 sagt, dass uns unsere Sünden von Gott trennen und wenn wir selber noch Sünden in unserem Leben haben, wenn wir nicht wirklich bekehrt sind, kann das bedeuten, dass das ein Hindernis zu unserer Beziehung zu Gott ist, zu Jesus Christus ist. Und Gott zeigt bei ihr ganz genau auf den Punkt oder auf einen besonderen Punkt, der bei ihr noch im Argen liegt. Und die Frau versteht auch sofort. Sie versteht natürlich auch, dass sie jemanden hat, der sie kennt, der mehr von ihr weiß, als jeder andere eigentlich wissen könnte, denn sie ist ihm vorher noch nie begegnet. Woher weiß dieser Mann, dass ich schon fünf Männer hatte? Jesus sagt: „Du brauchst Erneuerung, bei dir muss sich etwas ändern.“ Er setzt sofort wieder genau an dem Punkt an, der notwendig ist, damit diese Frau echten, tiefen Kontakt mit ihm, mit Gott Vater und mit dem Heiligen Geist haben kann. Und diese Frau hat auch grandios reagiert.

[11:02] Gehen wir jetzt wieder mal zurück zu dem königlichen Beamten, zu der Kommunikation, dem Dialog, von dem wir ausgegangen sind. Kapitel 4, vielleicht noch mal ab Vers 46, dass wir die Szene noch mal vor Augen haben. Und Jesus kam abermals nach Cana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war ein Mann im Dienst des Königs, dessen Sohn lag krank in Kapernaum. Dieser hörte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa kam und ging hin zu ihm und bat ihn herabzukommen und seinem Sohn zu helfen, denn der war todkrank. Und Jesus sprach zu ihm: „Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht.“

[11:47] Ich denke, das ist vollkommen in Ordnung, wenn wir Rückschlüsse ziehen können von dem, was Jesus sagt, auf das, was in dem Mann vor sich geht. Dieser Mann kommt zu Jesus und er erwartet etwas von ihm. Er erwartet Zeichen und Wunder. Und wenn Jesus sagt: „Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht.“ Wenn ich das recht verstehe, dann hat dieser Mann seinen Glauben von Zeichen und Wundern abhängig gemacht und scheinbar von einem ganz bestimmten Zeichen. Aber Jesus ist wie ein Spiegel. Und ich habe bei der Kindergeschichte diesen Spiegel hier verwendet, den ich als Illustration auch einfach mal hier auf dem Podium habe stehen lassen. Jesus ist wie ein Spiegel, der jetzt dem Mann zeigt: „Hier stimmt etwas nicht. Was du gerade tust, ist nicht in Ordnung. Du musst da etwas ändern, denn so können wir nicht weiter vorangehen. Wenn du wirklich in einer engen Beziehung mit mir leben möchtest, dann ist die Reihenfolge anders. Dann kommt zuerst der Glaube und dann kommt die Tat. Der Glaube, dann das Wunder.“ Nur auf Wunder zu warten, um glauben zu können, ist eine ganz gefährliche Geschichte. Wer das mit dem Rahmen der Bibel auch noch vergleicht mit anderen Evangelien, der weiß, dass Wunder überhaupt kein Beweis für Wahrheit sind. Gerade für die letzte Zeit werden viele kommen, die Wunder tun. Und trotzdem sagt Jesus: „Ich kenne euch nicht.“ Also, wenn ich glauben möchte, dann braucht es hier eine andere Basis. Das bedeutet, dass ich auf das Wirken des Heiligen Geistes reagiere. Es bedeutet, dass ich auf das Wort Gottes reagiere und dann meinen Glauben auf Jesus Christus setze.

[13:30] Ellen White schreibt zu dieser Stelle auch etwas sehr Interessantes und bestätigt genau das. Ich nehme einen ganz kurzen Abschnitt heraus. Es kommt aus dem Leben Jesu, heißt jetzt der Sieg der Liebe. „Ungeachtet der Beweise, dass Jesus der Messias war, hatte sich der Beamte entschlossen, seinen Glauben an Jesus von der Erfüllung seiner Bitte abhängig zu machen. Und als Reaktion auf das, was Jesus ihm sagte, das wahre Wesen seines schwankenden Glaubens stand ihm plötzlich vor Augen. Es wurde ihm schmerzlich bewusst, dass sein Zweifel das Leben seines Sohnes kosten konnte.“ Ihr müsst euch einmal vorstellen, Ellen White beschreibt, dass dieser Mann zu Jesus gekommen ist, um seinen Glauben bestätigen zu lassen oder zu überlegen, ob er über Glauben möchte. Und er riskiert dafür das Leben seines Sohnes. Er sagt: „Wenn er meinen Sohn gesund macht, will ich glauben, dass er der Christus ist.“ Das ist sehr gewagt und das ist wirklich kein guter Ansatz. Und Jesus zeigt ihm das auf. Und die Geschichte an dieser Stelle ist zum Glück positiv. Jesus Christus reagiert. Er zeigt mit dem Finger auf genau den Punkt, wo es mit dem Glauben im Argen liegt mit diesem Mann. Und der Mann reagiert auf die positivste Weise. Bei vielen gelingt das leider nicht.

[14:57] Er sagt: „Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt.“ Und Ellen White beschreibt: „Der Beamte verließ den Erlöser mit einem Frieden und einer Freude, die er noch nie zuvor erlebt hatte. Er glaubte, dass sein Sohn gesund wird. Voller Zuversicht vertraute er Christus dem Erlöser.“ Der Mann warf seinen gesamten Glauben auf Jesus, bevor er die Beweise gesehen hatte. Und Jesus Christus konnte weiter mit diesem Mann arbeiten. Später ist dort der Wohnort von diesem Beamten auch die Hauptstation von Jesus Christus geworden, weil er dort wieder Menschen hatte, denen er helfen konnte.

[15:38] Ich möchte an dieser Stelle mal auf etwas hinweisen, was es aus der Sozialpsychologie gibt. Und ich glaube, dass das ein recht gutes Erklärungsmuster ist dafür, was Jesus Christus an diesen Stellen immer wieder tut und was auch mit uns ganz persönlich zu tun hat. Ich habe hier mal in ganz großer Pappe mitgebracht das sogenannte Johari-Fenster. Das sind zwei Wissenschaftler, die hießen, ich muss noch mal kurz nachgucken, das habe ich hier jetzt nicht, Joseph Luft, das ist für Joe, und Harry Ingham, also Johari, setzt sich aus ihren Namen zusammen. Diese Darstellung hier ist ein System, was ungefähr aufzeigt, wie wir von außen zu sehen sind. Es gibt einen sogenannten öffentlichen Bereich. Wenn ich jetzt hier stehe, seht ihr alle, dass ich hier stehe, ihr seht, dass ich spreche, ihr seht, dass ich einen schwarzen Anzug anhabe, eine Krawatte, die jetzt jemandem gefällt oder auch vielleicht nicht gefällt. Es wurde sogar am Anfang gesagt, dass ich als Prediger arbeite, und zwar im Bezirk Ludwigsburg. Wer mich googeln möchte, findet das auch im Internet. Ist ein vollkommen öffentlicher Bereich, stehe ich dazu, weiß jeder.

[16:57] Es gibt aber auch andere Bereiche, und ist es wirklich bei allen Menschen so? Es gibt einen sogenannten geheimen Bereich. Das ist das, was der Mann zum Beispiel hatte, als er zu Jesus kam. Er wollte eine Versicherung haben, dass Jesus wirklich Jesus ist. Aber Jesus hat gesehen, was er wirklich wollte, und er hat ihn auf diesen sogenannten geheimen Bereich angesprochen. Es gibt auch einen blinden Fleck. Jeder von uns hat einen blinden Fleck. Der blinde Fleck ist das, was die anderen alle sehen, aber wir nicht sehen. Ich hatte in der Kindergeschichte diese Illustration gehabt, dass das Kind oder jemand Schmutz im Gesicht hat. Wir können den Schmutz nicht sehen, wenn wir ihn hier haben. Der Spiegel kann es uns sagen, und andere Menschen können es uns sagen. Wir sind darauf angewiesen, dass uns jemand das erzählt.

[17:46] Ich möchte euch einmal ein Beispiel erzählen aus meiner Zeit. Ich gebe diese Illustration gleich noch mal nach oben. Ich habe eine Vortragsserie gehalten in einer Gemeinde. Das waren ziemlich viele Abende, 17 Abende plus drei Vortragspredigten im Gottesdienst. Ich habe nichts Böses dabei gedacht, ging nach dem dritten oder vierten Vortrag noch unten in den Vorraum, und im Vorraum hat mich schon eine Schwester erwartet. Sie stand da und sagte dann zu mir: „Bernd, Bernd, wenn du dieses Wort noch einmal verwendest, wenn du das noch einmal verwendest, springe ich zum Fenster heraus.“ Ich sagte: „Was für ein Wort, worum geht es?“ „Dieses Wort, hochinteressant, hochinteressant, ich kann es nicht mehr hören, höre auf damit.“ „Was denn, hochinteressant? Wer verwendet so ein Wort? Gebrauche ich doch überhaupt nicht.“ Naja, ich bin nach Hause gefahren, habe mir nichts weiter gedacht, habe gedacht: „Okay, die Schwester hat da irgendwas gehört, ist in Ordnung.“ Den nächsten Abend stehe ich wieder da, die Vortragsreihe geht weiter, und ich zeige so meine Dias, die dort ablaufen, und dann kommt so das nächste Dia, dann sage ich: „Wisst ihr, diese Sache ist wirklich eine sehr spannende Sache, und wir sollten sie uns zusammen angucken.“ Ich bin dann noch ein, zwei Dias weitergegangen, ich sagte: „Leute, das ist wirklich ganz wichtig für unser Glaubensleben.“ Mir ist zum ersten Mal aufgefallen, dass ich mindestens bei jedem zweiten Dia der Präsentation „hochinteressant“ loswerden wollte, und ich musste mir regelrecht den Mund verbiegen, den nächsten Vortrag um dieses Wort wegzulassen. Ich habe die Geschwister traktiert mit diesem Wort, ich habe das nicht gemerkt, aber die Geschwister in der Gemeinde haben es gemerkt, und zum Glück hat diese eine Schwester auch wirklich den Mut gefunden, mit mir darüber zu reden. Hätte sie nicht mit mir darüber geredet, dann hätte ich die ganze Zeit weiter die Leute mit dem Wort „hochinteressant“ traktiert. Sie ist sozusagen ein Spiegel geworden für mich bei dieser Vortragsreihe.

[19:49] Da haben wir hier noch das letzte Feld, ich klappe das noch mal auf, das ist der sogenannte unbekannte Bereich. Wir haben zum Einstieg des Gottesdienstes hier Rabea singen gehört als Beispiel. Zu zweit, ich weiß jetzt deinen Namen nicht, ich greife mal Rabea raus, das ist in Ordnung. Die Rabea hat gesungen, ist sehr schön, sie ist auch ausgebildet dafür, das hört man wirklich. Wenn sie hier vorne steht, dann wissen wir es alle, das kann sie nicht verheimlichen, Stimme ist da, wunderbar. Was wir aber nicht wissen ist, ob sie nicht vielleicht genial gut Alphorn spielen könnte oder Harfe. Vielleicht beläst sie das Alphorn so, dass uns die Ohren wegfliegen, vielleicht kann sie Harfe spielen, dass wir alle gebannt nur noch zuhören und an nichts anderes mehr denken, so ähnlich wie David bei König Saul. Ich könnte sie jetzt ja mal fragen und sagen, sie könnte auch antworten hypothetisch, ich weiß nicht, ob du jemals schon mal Harfe gespielt hast oder Alphorn, hast du schon mal? Sie schüttelt mit dem Kopf. Also, du weißt gar nicht, ob du ein Virtuose mit dem Alphorn bist oder mit der Harfe. Wir wissen es auch nicht, weil wir dich noch nie haben spielen hören. Also, vielleicht ist hier wirklich ein, was weiß ich auch immer, Virtuose im höchsten Maße verloren gegangen für die gesamte Welt, weil wir niemals Verbea Harfe spielen hören. Es ist ein unbekannter Bereich. Jeder von uns hat unbekannte Bereiche. Wer weiß, vielleicht wäre ich ja ein genialer Paganini geworden, wenn ich mal Geige geübt hätte, aber ich habe noch nie Geige gespielt, von daher wird das nie jemand erfahren. Oder vielleicht ist es auch gut, dass ich es nie probiert habe. Man weiß es nicht.

[21:25] Also, Jesus sieht all diese Bereiche. Jesus reagiert auf diese Bereiche. Er macht uns aufmerksam auf das, was für uns wichtig ist, und zwar was lebenswichtig ist. Er zeigt auf, wo wir noch im Argen liegen oder er zeigt auf, welchen Weg wir gehen sollen. Und wenn es sich um Propheten handelt, dann gibt er eine direkte, strikte Dienstanweisung, was der Weg ist und was sie sagen sollen. Das ist übrigens auch die Aufgabe des Heiligen Geistes. Und ich möchte euch einladen, noch einen Text dazu zu lesen, und zwar aus dem Johannes-Evangelium, Kapitel 16.

[21:59] Johannes-Evangelium, Kapitel 16. Und ich möchte sagen, das ist eine ziemlich unangenehme Aufgabe für den Heiligen Geist, weil das, was er uns zu sagen hat, das ist oftmals etwas, was wir nicht so gerne hören wollen. Johannes 16, Verse 7 und 8. „Aber ich sage euch die Wahrheit. Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht.“ Ich weiß nicht, wie ihr, wie sie das sehen, ich mag es nicht besonders gern, wenn jemand zu mir kommt und mir sagt, wo ich falsch liege. Und ich wage mal zu behaupten, es gibt so gut wie keine Ausnahme von der Regel. Oft genug kommen mir auch die Leute in einer Art und Weise, die richtig unangenehm ist. Und wenn der Heilige Geist zu mir spricht, dann ist es nicht unbedingt deswegen angenehmer. Als Nikodemus Jesus begegnet ist, hat er bestimmt keine Freudensprünge gemacht, auch nicht der königliche Beamte, als Jesus genau den Punkt getroffen hat. Aber es gibt eine Voraussetzung, damit wir gerettet werden können. Es gibt eine Voraussetzung dafür, dass wir mit Gott zusammengehen können.

[23:30] Das beschreibt auch Johannes in seinem ersten Brief. Erster Johannesbrief, Kapitel 1. Erster Johannesbrief, Kapitel 1, die Verse 8 und 9. Dort sagt er: „Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ Für uns als Menschen ist es die Voraussetzung, dass wir umkehren. Es ist die Voraussetzung, dass wir Jesus Christus nachfolgen. Wenn wir Jesus Christus nicht nachfolgen, indem wir umkehren und uns auf seinen Weg einlassen, dann werden wir nicht am Ziel ankommen. Wir brauchen immer wieder die Korrektur. Wir müssen wissen, wo der Weg entlang geht und erst recht in Krisen müssen wir wissen, wo der Weg entlang geht. Und der Heilige Geist spricht jeden Menschen an, überall auf der ganzen Welt. Er versucht, jeden Menschen zu Jesus Christus zu ziehen und dafür muss er ihm etwas zeigen. Er muss ihm zeigen, wir sitzen auf einem Planeten, der verloren ist. Wir sitzen auf einem Planeten, der keine wirkliche Zukunft hat. Wir selber haben auch keine Zukunft. Wir haben keine Chance, zu Gott zu kommen, es sei denn, der Heilige Geist zieht uns und wir hören auf seine Stimme. Wir haben keine Chance auf Sündenvergebung, es sei denn, Jesus Christus steht für uns ein und wir können unsere Sünden in seine Hand legen. Dazu müssen wir es verstehen. Wir müssen verstehen, was notwendig ist, um zu Jesus Christus zu kommen.

[25:11] An dieser Stelle möchte ich auch gerne noch eine kleine Parallele anschließen an die dreifache Engelsbotschaft. Denn das, was hier im Johannes steht, ist in der Regel auch genau der Punkt, was notwendig ist für uns, um durch die letzte Zeit gehen zu können, um wirklich bei Gott zu bleiben. Offenbarung, Kapitel 14, Verse 6 und 7 und ich nehme auch hier wieder nur ein ganz kleines Detail heraus. Und ich sah einen anderen Engel fliegen, mitten durch den Himmel. Der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern. Und er sprach mit großer Stimme: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen und betet den an, der gemacht hat, Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen. Gebt Gott die Ehre.“

[26:06] Gebt Gott die Ehre. Dort steht ein kleines Wort im Griechischen, das heißt Doxa. Doxa kann man sehr gut auch übersetzen mit dem Wort verherrlichen. Verherrlicht Gott. Für Ehre geben, Ehre im menschlichen Sinne, wird meistens das Wort Thymee verwendet, aber das kann jeder gerne wieder streichen. Hier steht Doxa. Und wenn ich erklären möchte oder wenn die Bibel erklären möchte, was das bedeutet, gehe ich gerne zu einem Vers wieder zurück in das Johannesevangelium, wo ganz konzentriert drin steht, was Gott verherrlichen für uns Menschen bedeutet als Nachfolger. Das steht im Johannesevangelium, Kapitel 15, Vers 8.

[26:49] Johannesevangelium, Kapitel 15, Vers 8. Ich selber, ich liebe das, meine Bibel aufzuschlagen und nicht nur zu lesen, sondern auch richtig intensiv studierend darin zu schreiben und zu malen. Ich habe dementsprechend auch das Verherrlichen ganz groß umkringelt, überall, wo das im Johannesevangelium vorkommt. Und dieses Verherrlichen, dort steht auch wirklich wieder das griechische Wort Doxa. In Kapitel 15, Vers 8 nun, wo dieses Wort vorkommt, steht: „Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.“ Viel Frucht bringen, es ist das Gleichnis des Weinstocks. Wir müssen ganz eng an Jesus Christus verbunden sein, damit wir dann durch den Vater und durch den Heiligen Geist sicher geführt werden können. Wir werden verwandelt und wir können Früchte bringen. Und der, der die Veränderung hervorruft, das findet man in den Kapiteln 14 bis 17 ganz intensiv, ist Gottes Heiliger Geist. Er arbeitet mit uns. Der Vater im Himmel gibt uns den Heiligen Geist, weil Jesus Christus für uns gestorben ist. Und er hat ein Ziel damit. Er möchte, dass wir wieder gottebenbildlich werden. Er möchte, dass wir Charaktereigenschaften haben, die Jesus Christus und Gott Vater widerspiegeln. Frucht des Geistes, man denkt sofort an Galater 5, Vers 22 und 23. Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Treue und die anderen Eigenschaften dazu. Hier werden direkt die Charaktereigenschaften Jesu Christi beschrieben. Was möchte Gott von uns? Was möchte er durch den Heiligen Geist bewirken? Was verherrlicht Gott, indem wir seine Charaktereigenschaften widerspiegeln? Gott möchte, dass wir eine lebendige Botschaft auf dieser Erde werden. Eine lebendige Botschaft, wer Gott ist und wer seine Nachfolger sind. Nämlich die Leute, die so ähnlich wie Gott wirklich seine Liebe widerspiegeln mit allem, was dazugehört. Und das ist die Aufgabe des Heiligen Geistes. Und genau das hat auch Jesus Christus getan, indem er genau auf den Punkt oder die Punkte hingewiesen hat, die die Menschen brauchen, um den Weg mit Gott gehen zu können oder auch weitergehen zu können.

[29:27] Nun sind wir jetzt gerade in einer besonderen Situation. Wir haben Aufnahmen, wodurch Predigten ausgestrahlt werden können. Wie schön, denn die Gemeinden sind leer, weil wir wegen Corona-Krise keine Gottesdienste in der normalen Art durchführen können. Normalerweise haben wir auch Menschen um uns und Menschen werden auch durch den Heiligen Geist geführt. So ähnlich wie die Schwester, die zu mir gesagt hat: „Wenn du noch einmal das Wort hochinteressant erwähnst, dann springe ich aus dem Fenster.“ Übrigens, das war der erste Stock, da wäre nicht viel passiert. Ich wollte das nur dazu sagen. Wir brauchen auch die anderen Menschen. Gott hat uns auch dazu berufen, dass wir füreinander da sind, dass wir einander ansprechen, dass wir einander helfen, aber auch, dass wir, wenn wir sehen, dass bei dem anderen vielleicht etwas im Argen liegt, mit ihm reden. Wenn du aber deinen Bruder oder deiner Schwester sündigen siehst, so gehe zu ihm, du und er allein, nicht der Prediger, der denn hingehen soll, du mit ihm oder ihr allein. Das heißt, wir brauchen die Rückmeldung von anderen. Wir müssen hören, was wir nicht sehen. Unser blinder Fleck, was nur die anderen sehen, aber wir nicht.

[30:44] Die Frage ist dann natürlich, wie das dann rüberkommt. Es gibt Geschwister in den Gemeinden, die fühlen sich da sehr stark berufen in diesem Bereich und ich muss gestehen, so manche dieser Geschwister habe ich nicht direkt als besonders angenehm empfunden. Es ist ja schon nicht besonders angenehm, wenn überhaupt jemand kommt und einem etwas sagt, aber da gibt es vielleicht auch etwas unterschiedliche Arten und Weisen, wie man das anbringen könnte. Also für diejenigen, die zu Hause im engen Familienkreis zusammen sind oder für später, wenn wir anstelle von Corona zu Hause auch wieder zu Hause hier in der Gemeinde Gottesdienst feiern können. Ich habe im Internet etwas gefunden, was ich als sehr hilfreich empfand, wie ein Feedback gut aussehen könnte, dass es angenehmer ist und dass man es leichter annehmen kann. Ich möchte diese Liste mal vorlesen, sie ist nicht allzu lang, aber ich finde ziemlich hilfreich. Da heißt es: „So sollte ein Feedback formuliert sein: Beschreibend statt urteilend, verständlich statt rätselhaft, erbeten statt aufgezwungen, annehmbar statt verletzend, wechselseitig statt einseitig, klar statt nebulös, konkret statt allgemein, kritisch statt beschönigend, korrigierbar statt absolut und kurz statt langatmig.“ Ich denke, wenn man ein Stück weit darauf achtet, wie man ein Feedback gibt, wie ich zu einem Spiegel für andere Menschen werde, kann ich ziemlich einen großen Unterschied machen darin, wie der Mensch dann wirklich darauf reagiert.

[32:25] Und der Nachteil am geschriebenen Wort Gottes ist leider, dass wir Jesus nicht sehen können, nicht hören können. Wir sehen nicht seine Mimik, nicht seine Gestik, wir hören nicht den Tonfall seiner Stimme. Ellen White beschreibt, wie er klang, wenn er Menschen zurechtgewiesen hat. Und das war nicht in dem strengen, strafenden Ton in aller Regel, sondern er ist auf einer besonderen Art und Weise auf die Menschen eingegangen. Und ich glaube, auch wir sollten lernen, in dieser freundlichen, gefühlvollen Art und Weise auf andere Menschen einzugehen.

[32:59] Ich möchte jetzt noch den Abschluss der Geschichte lesen aus Johannes Kapitel 4. Johannes Kapitel 4, und zwar ab Vers 49. Der Mann sprach zu Jesus: „Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt.“ Jesus spricht zu ihm: „Geh hin, dein Sohn lebt.“ Der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Und während er hinabging, begegneten ihm seine Knechte und sagten: „Dein Kind lebt.“ Da erforschte er von ihnen die Stunde, in der es besser mit ihm geworden war, und sie antworteten ihm: „Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber.“ Da merkte der Vater, dass es die Stunde war, in der Jesus zu ihm gesagt hatte: „Dein Sohn lebt.“ Und er glaubte mit seinem ganzen Hause. Das ist nun das zweite Zeichen, das Jesus tat, als er aus Judäa nach Galiläa kam. Das Wunder geschah genau um 13 Uhr. Es geschah genau zu dem Zeitpunkt, als der königliche Beamte bei Jesus Christus war. Er kam zu Jesus Christus, um zu prüfen, ob man an ihn glauben konnte. Und Jesus sagte: „Das ist die falsche Reihenfolge.“ Jetzt hat er seinen ganzen Glauben auf Jesus geworfen, und er ging heimwärts, und er bekam noch die Bestätigung dazu von Jesus, die er gerne haben wollte. Er wusste genau, das war Jesus Christus. Jesus hatte seinen Sohn geheilt, und ein ganz großer Friede kam in sein Herz, und er war seitdem ein aufrichtiger Nachfolger Jesu. Jesus hatte ab diesem Zeitpunkt eine Basis auch in Capernaum, wo er ab diesem Zeitraum dann auch seine Wohnung hatte.

[34:42] Nun, was für Menschen zur Zeit Jesu wichtig war, ist genauso für uns heute wichtig. Heute und zu jeder Zeit. Wir brauchen die intensive Beziehung zu Jesus Christus. Es ist wichtig für uns, dass nichts zwischen uns und dem Erlöser steht. Es ist wichtig, dass unsere Augen geöffnet werden, und dass wir verstehen, was Nachfolge bedeutet. Wir brauchen die Stimme des Heiligen Geistes, die zu uns spricht, und wir brauchen die Bereitschaft, zu sehen, wo es bei uns im Argen liegt, welche Dinge uns von Jesus Christus trennen könnten. Und wenn dann eine Zeit der Krise kommt, brauchen wir vor allem auch die große Sicherheit, dass wir Jesu Stimme unter allen anderen Stimmen erkennen können, und dass wir auf dem Weg mit ihm sind. Ich wünsche allen, die jetzt zuhören, dass sie diese Sicherheit haben, dass ihr die Offenheit habt, dazuzuhören, wenn der Heilige Geist spricht, und dass wir alle uns, wenn Jesus Christus wiederkommt, dann bei der Wiederkunft sehen können. Gott segne alle. Amen.

[35:43] Wir wollen beten. Ja, Herr Jesus Christus, danke dafür, dass du jederzeit für uns da bist. Danke dafür, dass du auch nicht herumtändelst. Du hattest auch gar nicht die Zeit, vor allem bei deinem Erdenleben, aber jetzt hast du alle Zeit mit uns, aber doch wieder nicht alle Zeit, denn wir wissen, dass die Zeit begrenzt ist. Du kommst einmal wieder, und vorher schon wird sich einiges ereignen, wo wir eine ganz enge und tiefe Beziehung mit dir brauchen. Bitte hilf uns, uns selbst zu sehen. Bitte hilf uns, dass wir dich erkennen, wie du wirklich bist. Bitte hilf uns, dass wir bereit sind, uns verwandeln zu lassen von deinem Heiligen Geist, und wir etwas von deinem Ebenbild wirklich widerspiegeln. Bitte, Herr Jesus, sei bei uns, führe uns durch deinen Heiligen Geist, öffne uns die Augen, mach uns bereit für den Weg mit dir, und habe Dank dafür, dass du uns ganz fest in deinen Händen hältst. Im Namen Jesu, Amen.


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