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In dieser Predigt „Corona Vitae“ von Christopher Kramp wird die Bedeutung des Wortes „Corona“ (Krone) aus biblischer Perspektive beleuchtet. Es wird erklärt, wie das Wort ursprünglich positive Bedeutungen wie Ehre und Herrlichkeit trug, bevor es durch die aktuelle Pandemie eine negative Konnotation erhielt. Die Predigt untersucht verschiedene Arten von Kronen in der Bibel, von Königskronen bis hin zu metaphorischen Bedeutungen, und zeigt auf, wie Jesus Christus die ultimative Krone des Lebens und der Gerechtigkeit repräsentiert.


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Serie: Christus & Corona

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Transkript

[0:00] Gesegneten Sabbat! Ich freue mich, dass wir heute gemeinsam Gottes Wort studieren können an seinem heiligen Tag. Und während wir hier mit einigen wenigen gesungen und gebetet haben und während ihr zu Hause auch gebetet und gesungen habt, haben im Himmel tausende und zehntausende Engel ohne Social Distancing alle gemeinsam im Chor mitgesungen. Preist den Herren, das Coronavirus geht nicht in den Himmel. Und wir alle können jeden Tag uns mit Jesus so eng, wie wir uns nur vorstellen können, verbinden. Heute ist Sabbat und diesen Tag hat Gott ausgewählt, um in einer besonderen Art und Weise uns nahe zu sein. Und wenn wir vielleicht doch voneinander etwas entfernt sind, dürfen wir doch Jesus so nah sein, wie nur überhaupt denkbar. Der Sabbat ist von Gott erfunden worden, damit wir uns an die Schöpfung erinnern. Und momentan ist es überhaupt kein Problem, nach draußen zu gehen und in der Schöpfung die Handschrift Gottes zu sehen.

[1:24] Geht es euch vielleicht auch so, dass der Frühling die schönste Jahreszeit im ganzen Jahr ist? Ich habe den Eindruck, dass die vielen Farben, die so plötzlich empor schießen und die Schönheit der Bäume, dass die uns etwas Besonderes sagen möchte. Die Natur ist immer reizvoll, aber nirgends ist sie so schön, so attraktiv, wie in dem Moment, wo sie neu beginnt zu leben. Es ist ganz interessant, dass Gott die schönste Phase eines Baumes, obwohl er später auch mit den grünen Blättern schön ist und doch mit den Früchten auch ganz angenehm ist, die schönste Phase eines Baumes ist, wenn er wieder neu lebt, wenn er blüht. Und so glaube ich, ist es das Schönste, was Gott erlebt, wenn Menschen wieder von vorne anfangen. Der geistliche Neubeginn ist vielleicht die schönste Erfahrung, die wir machen können und die wir Gott bereiten können. Und vielleicht ist heute auch für dich, lieber Freund, der du heute zuschaust, der Tag gekommen, neu anzufangen, vielleicht erneut Jesus dein Herz zu geben, neu zu verstehen, was Gott in deinem Leben tun kann. Ich verspreche dir, wenn du diese Entscheidung heute triffst, kann dieser Tag, wird dieser Tag der schönste deines Lebens sein.

[2:54] Man kann kein Video über Corona anschauen, ohne dass auf YouTube und den einschlägigen Portalen überall offizielle Meldungen gleich dazu geschaltet werden. Wahrscheinlich wird auch unter diesem Video mit dem Predigtitel Corona Vitae in allernächster Zukunft ein entsprechendes Banner des Bundesgesundheitsministeriums sein, wo wir die neuesten Informationen über das Coronavirus erhalten. Die Regierung möchte vermutlich alle möglichen Fake News eindämmen, aber in dem Fall des heutigen Videos ist das nicht notwendig, denn es wird heute gar nicht über das Coronavirus gehen. Corona ist in aller Munde. Ich wäre interessiert zu wissen, wie viele Menschen auf diesem Planeten noch nicht den Titel, den Namen Corona gehört haben. Das war vor einem halben Jahr noch ganz anders. Da war Corona vor allem den Virologen und wahrscheinlich auch etlichen Medizinern bekannt. Wahrscheinlich wussten die meisten von uns gar nicht, dass es diese Coronaviren schon gab. Corona, da haben wir vielleicht eher uns an astronomische Phänomene erinnert. Wenn die Sonne oder andere Himmelskörper so einen Lichtkranz haben, dann spricht man ja auch von einer Corona. Ansonsten ist der Name uns oder dieses Wort Corona relativ unbekannt wohl gewesen. Man muss schon ein Spezialist in den einzelnen Fachgebieten sein, um zu wissen, dass Corona der Name einer alten Majastadt, eines spanischen Fußballers, des Ostendes, der Kathedrale von Canterbury, einer unbemannten russischen Rakete und einer völlig unbekannten Oper von Glück gewesen ist. Es gibt übrigens auch ein Corona-Theorem in der Mathematik, das ich weder kenne noch verstehe. Und die Briten haben im Zweiten Weltkrieg in einer Geheimaktion eine Operation Corona gegen die Deutschen ausgeführt. Aber all das soll uns heute nicht interessieren, wie all die anderen verschiedenen Verwendungen, die im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte das Wort Corona bekommen hat. Denn in Wirklichkeit ist Corona über Jahrhunderte, ja im Grunde genau mehr als zwei Jahrtausende, ein sehr bekannter Begriff gewesen. Ein Begriff, mit dem die allermeisten Menschen etwas äußerst Positives verbunden haben. Corona ist lateinisch und kommt dem altgriechischen Corona und bedeutet nichts weiter als Kranz, Krone, Diadem, manchmal auch ein Kreis von Zuhörern. Wenn die römischen Imperatoren nach einer siegreichen Schlacht in Rom den Triumph feierten, dann hatten sie einen Lorbeerkranz, die Corona Triumphalis. Wenn ein römischer Bürger einem anderen Mitbürger in der Schlacht das Leben gerettet hatte, bekam er die höchste Auszeichnung, die man im römischen Militär nur haben konnte, die Corona Civica, die Bürgerkrone. Mit dieser Krone mussten alle anderen Menschen aufstehen, wenn man das Kolosseum oder ein anderes Theater betrat. Corona ist ein Begriff, der für viele Menschen äußerst positiv besetzt worden ist, besetzt gewesen ist und dann auch durch die lateinische Bibel, die Vulgata, für Millionen von Menschen zu einem Hoffnungsbegriff geworden ist. Es soll ja einen US-Präsidenten geben, der mit dem Spruch Make America Great Again für Aufsehen gesorgt hat. In dieser Predigt möchte ich das Motto etwas abwandeln. Mach Corona wieder zu einem schönen Begriff, denn dieser Begriff in seiner eigentlichen Urbedeutung, wie wir sie auch in der lateinischen Bibel finden, hat uns sehr viel Gutes, Schönes, Nachdenkenswertes und Herausforderndes zu sagen.

[7:05] Bevor wir unser Bibelstudium über die Corona, die Krone beginnen, möchte ich uns alle einladen, wo wir sind, ganz egal an welchem Ort ihr jetzt zuschaut, dass wir gemeinsam niederknien und Gott einladen, unser Herz mit seinem heiligen Geist zu erfüllen.

[7:24] Lieber Vater im Himmel, dir allein gebührt Lob und Ehre und Preis. Du bist von Ewigkeit, du bist vollkommen, du hast alle Macht und setzt sie doch so weise ein, ganz anders als Menschen, die nur wenig Macht haben und sie dann immer sofort auch gleich missbrauchen, so oft. Herr, wir möchten von dir lernen, wir möchten deine Schüler sein, wir möchten, dass du uns mit deinem Geist erfüllst und dass du im Mittelpunkt stehst. Herr, wir kommen jetzt, weil wir nirgends anders wohin gehen können, um Leben und Weisheit, Licht und Gnade und Stärke zu bekommen und du hast verheißen, dass wenn du durch dein Wort sprichst und wir glauben, dass die Bibel dein Wort ist, dass durch dein Wort unser Leben verändert wird, dass dein Wort nicht leer zurückkehrt, sondern dass darin die Kraft gefunden werden kann, die unser Herz verändert. Und Herr, darum bitten wir dich jetzt in diesem Moment, weil du es gesagt hast, glauben wir, dass es auch geschehen wird und wir danken dir, dass Jesus jetzt für uns eintritt. In seinem Namen beten wir. Amen.

[8:52] Kronen haben Menschen schon immer fasziniert. Im Laufe der Jahrhunderte gab es einige sehr berühmte Kronen, die Könige und Kaiser gekrönt haben. Man denke zum Beispiel an die böhmische Wenzelskrone oder die ungarische Stefanskrone, die österreichische Kaiserkrone oder zum Beispiel die Reichskrone, die wir hier im Bild sehen als Teil der berühmten Reichskleinodien im Hochmittelalter, die Krone der römisch-deutschen Könige, der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nationen, achteckig aufgrund einer sehr elaborierten biblischen Gedanken, elaborierten biblischen Gedankengebäudes aus reinem gediegenem Gold gefertigt mit 240 Perlen, 120 Edelsteine, 3,5 Kilo schwer, ein echtes Prunkstück. Aber immer noch ziemlich vernachlässigend wert im Vergleich zu der Krone der Ammoniter, die uns in der Bibel, im zweiten Buch Samuel beschrieben wird. Zweite Samuel, Kapitel 12 und dort Vers 30. Eine Krone zehnmal so schwer wie die Reichskrone der deutschen Kaiser. Zweite Samuel, Kapitel 12 und dort Vers 30. Dort lesen wir in der Zeit von David und er, David nahm die Krone ihres Königs von dessen Haupt, deren Gewicht ein Talent Gold betrug und die mit Edelsteinen besetzt war und sie kam auf das Haupt Davids. Er führte auch sehr viel Beute aus der Stadt. Vermutlich war diese Krone nicht dauerhaft auf seinem Kopf. 36 Kilo, denn so viel ist ein Talent Gold, kann man nicht länger als ein paar Sekunden auf dem Kopf tragen. Wahrscheinlich ist das eher symbolisch gemeint, dass er diese Krone für sich in Anspruch nahm oder die Krone war mindestens diese 36 Kilo Gold wert. Wie auch immer, Kronen spielen in der Bibel eine besondere Bedeutung. Im Originaltext der Bibel heißt sie natürlich nicht Corona, denn die Bibel ist nicht Latein geschrieben, sondern Hebräisch und dort ist der Begriff Atara, die Krone. Und die Krone hat in der Bibel eine Reihe von verschiedenen Bedeutungen. Zum Beispiel ist da natürlich die Königskrone Psalm 21 und dort Vers 4 spricht uns von dieser Verwendung. Psalm 21 und dort Vers 4, dort heißt es über Gott und den König, denn du kamst ihm entgegen mit köstlichen Segnungen. Du hast eine Krone, Atara, aus Feingold auf sein Haupt gesetzt. Aber Atara ist nicht nur der Begriff für die goldene Königskrone. Zum Beispiel im Hohen Lied und dort Kapitel 3, Vers 11, Hohelied, Kapitel 3, Vers 11, dort lesen wir, kommt heraus ihr Töchter Zions und betrachtet den König Salomo mit dem Kranz Atara. Keine Krone, sondern ein Hochzeitskranz, mit dem seine Mutter ihn begrenzt hat an seinem Hochzeitstag, am Tag der Freude seines Herzens. Also wir haben die Königskrone, wir haben den Hochzeitskranz. Atara wird auch für eine ganze Reihe von übertragenen metaphorischen Bedeutungen verwendet. Berühmt zum Beispiel ist Sprüche, Kapitel 12, Vers 4 und manch einer wird jetzt hoffentlich Amen sagen können. Sprüche 12, Vers 4, eine tugendhafte Frau ist die Krone ihres Mannes. Ich fühle mich wie ein König und ich hoffe, lieber Bruder, der du jetzt zuschaust, du auch. Eine tugendhafte Frau ist eine Krone. So sagt uns die Bibel ebenso in Sprüche 17, Vers 6, das ist jetzt für die Älteren unter uns. Sprüche 17, Vers 6, Kindeskinder, also Enkel sind eine Krone der Alten. Weiter finden wir ebenfalls in den Sprüchen, in Sprüche 14 und dort Vers 24, Sprüche 14 und dort Vers 24, für die Weisen ist ihr Reichtum eine Krone. Also wir haben die Frau, wir haben die Enkel, wir haben materiellen Gewinn, Reichtum, Sicherheit, all das wird in der Bibel durchaus als eine Krone bezeichnet. Der nächste Punkt gefällt mir besonders gut, Sprüche 16, Vers 31, dort heißt es, graue Haare sind eine Krone der Ehre. Aber die Bibel verwendet den Begriff Krone noch weitaus häufiger, nicht nur, um die tatsächliche Königskrone zu beschreiben oder als Metapher für wertvolle Dinge unseres Lebens zu benutzen. Nein, die Bibel sagt uns, dass mit der Krone eigentlich etwas Geistliches gemeint ist. Die Krone ist schon da seit Beginn der Menschheit. Ja, Adam und Eva waren gekrönt, nicht mit einem goldenen Diadem mit vielen Edelsteinen auf dem Haupt. In Psalm 8 und dort Vers 6 wird uns gesagt, dass Gott vorgehabt hat, dass jeder Mensch gekrönt ist.

[15:18] Psalm 8 und dort Vers 6. Psalm 8 und dort Vers 6 in einem sehr schönen Bibelfers. Heißt es, auf die Frage in Vers 5, was ist der Mensch, dass du an den Gedenken und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest, hier stellt David eine Frage, die wir alle nur zu gut kennen. Was bin ich eigentlich wert? Wie viele Menschen fragen sich heute, was ihr Leben wert ist in Zeiten von der Corona-Krise und der Triage, wo plötzlich Mediziner wieder Leben gegen Leben abwägen müssen, ist diese Frage auf eine tragische Art und Weise wieder ganz aktuell geworden. Auf die Frage, was ist der Mensch wert, antwortet David in Vers 6, du hast ihn wenig niedriger gemacht als die Engel. Mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt. Gott wünscht sich für jeden Menschen eine Krone der Ehre, eine Krone der Herrlichkeit. Gott hat den Menschen gemacht nur wenig geringer als die Engel. Und wenn wir uns auf den ersten Seiten der Bibel anschauen, wie Menschen in Harmonie mit Gott lebten im Paradies, dann sehen wir, das sind keine leeren Worte und wir alle wissen irgendwo tief in unserem Herzen, dass wir eigentlich für die Ewigkeit, für die Herrlichkeit, für die Ehre gemacht sind. Warum ist es dann so, dass wir so selten durchs Leben gehen und den Eindruck haben, dass wir mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt sind? Warum empfinden wir uns nicht als Königskinder?

[17:08] Der Grund wird in der Bibel deutlich benannt. In Jeremia Kapitel 13 sagt jener Prophet, der so viele unangenehme Wahrheiten dem Volk Gottes bringen mussten, zum König und der Gebieterin, die mit ihren edelsteinbesetzten goldenen Kronen auf ihren Thronen saßen und doch weit entfernt waren von der wahren Krone, die Gott geben wollte. Es spricht zu dem König, Jeremia 13 Vers 18, zu dem König und zur Gebieterin, setzt euch tief herunter, denn die Krone eurer Herrlichkeit ist von eurem Haupt gefallen. Ja, es ist möglich, in menschlichen Augen gekrönt und mächtig und herrlich dazustehen, aber in Gottes Augen und wenn wir ganz ehrlich sind, unser Herz hineinschauen, auch in uns selbst ist die Krone der Herrlichkeit verloren gegangen. Woran liegt das? Man muss nicht Theologie studiert haben, um zu wissen, dass Jeremia zum Volk Gottes damals diese Botschaften brachte, weil sie durch Abfall, durch Gesetzlosigkeit, durch Sünde sich von Gott entfernt hatten.

[18:28] Genauso sagt es derselbe Jeremia in dem zweiten Buch, das er in der Bibel geschrieben hat, in den Klageliedern und dort Kapitel 5 Vers 16. Übrigens, an der Stelle, die wir gerade gelesen haben, steht in der lateinischen Vulgata tatsächlich das Wort Corona, die Corona gloriae, die Krone der Herrlichkeit ist vom Kopf gefallen. Die Herrlichkeit, die Gott uns eigentlich geben wollte, die Corona gloriae, in Klageliedern, wie gerade gesagt, in Klageliedern und dort Kapitel 5 und dort Vers 16, da wird beschrieben, warum diese Corona gloriae, die Krone der Herrlichkeit von unserem Kopf gefallen ist, gefallen ist die Krone unseres Hauptes. Wehe uns, dass wir gesündigt haben. Die Krone unseres Kopfes, Corona Capitis, ist gefallen und die Bibel sagt, das betrifft nicht nur ein paar Bösewichte im Alten Testament, die Bibel sagt, wir alle haben gesündigt, wir alle ermangeln der Herrlichkeit, die wir vor Gott haben sollten. Ganz egal, wer du bist, lieber Freund, liebe Freundin, du weißt in deinem Herzen, du hast Dinge getan, von denen du wusstest, dass sie nicht gut sind und während wir uns in der Tat oft denken, na ja, es wird schon nicht so schlimm sein, sind wir alle schon heimgesucht worden von den Gedanken der Reue, von den Gedanken, dass wir jetzt vielleicht verloren sind, von den Gedanken, dass wir uns entfernt haben von unseren eigenen Idealen, die Gott hat, dass wir merken, dass wir gefangen sind. Die Krone ist gefallen.

[20:15] Ein anderer Prophet neben Jeremias spricht ebenfalls von der Krone. Sein Name war Jesaja, Jesaja 28 und dort ab Vers 1, denn obwohl die Krone der Herrlichkeit, die Corona Gloriae gefallen ist, haben Sünder, Menschen, die ohne Gott leben, trotzdem sich ihre Krone gemacht. In Jesaja 28 Vers 1 heißt es, Wehe der stolzen Krone, der trunkenen Ephraims, der Weltenblume seines herrlichen Schmucks, auf dem Gipfel, über dem fetten Tal, der vom Wein überwältigten Sier, der Herr hat einen starken und gewaltigen Bereit, wie ein Hagelwetter, wie ein verderbenbringender Sturm, wie ein Wolkenbruch mit mächtiger Wasserflut, er wirft sie zu Boden mit Macht, mit Füßen, wird zertreten, die stolze Krone der trunkenen Ephraims, man kann auch übersetzen die Krone des Stolzes. Die Lateiner werden es schon ahnen, hier steht in der Vulgata die Corona Superbiae, die Krone des Stolzes. Wie viele von uns haben zwar die Krone der Herrlichkeit verloren, aber wir tragen unsere eigenen Kronen, mit denen wir uns rühmen über andere, mit denen wir stolz auf andere herabschauen, trunken, manchmal vielleicht sogar körperlich, aber vor allem trunken von unserem eigenen Egoismus. Ein Schmuck, der wie hier steht, welk ist, der verwelkt, der vergeht. Wir alle wissen, dass die Freude, sich über andere zu erheben, von sehr kurzer Dauer ist. Die stolze Krone des Sünders fällt, aber im selben Abschnitt berichtet uns der Prophet Jesaja, dass obwohl unsere Krone der Herrlichkeit, die Corona Gloriae verloren gegangen ist und unsere selbstgemachte Krone des Stolzes, die Corona Superbiae, fallen wird und vergehen wird, dass es Hoffnung für uns gibt und zwar gleich direkt etwas weiter in Vers 5. Dort heißt es, an jenem Tag wird der Herr der Herrschern für den Überrest seines Volkes eine herrliche Krone und ein prächtiger Kranz sein. Gott selbst möchte unsere Krone sein. Während wir unsere Herrlichkeit verloren haben, kommt Gott zu uns, sündig wie wir sind, stolz wie wir sind, gefallen wie wir sind und sagt, die Herrlichkeit, die du verloren hast, bin ich selbst und da wird deutlich, dass wir nicht irgendetwas Abstraktes verloren haben, irgendein theologisches Konstrukt. Nein, wir haben durch die Sünde die Gegenwart Gottes verloren, denn er ist die herrliche Krone und auch hier steht im Lateinischen die Corona Gloriae. Er war durch seine Gegenwart die Ehre und die Herrlichkeit, die Adam und Eva ursprünglich besaßen. Die Sünde, die Gesetzlosigkeit hat uns von ihm getrennt, aber das hat nicht bedeutet, dass er aufgehört hat, Ehre und Herrlichkeit zu sein. Und weil er sich weiter wünscht, dass wir mit dieser Krone der Herrlichkeit bekrönt werden, lesen wir in Psalm 103, dass Gott noch eine Krone kennt.

[23:53] Psalm 103 und dort Vers 4 in einem sehr berühmten und sehr zu Herzen gehenden Lied von David heißt es in Vers 3 und 4 über Gott, der dir, Achtung, alle deine Sünden vergibt und heilt alle deine Gebrechen. Lieber Freund, liebe Freundin, ich weiß nicht, wie viel du in deinem Leben schon gesündigt hast, wie viele Dinge du auf dem Kerbholz hast, was du alles schon verbockt hast, egal wie viel es ist. David und der wusste, wovon er sprach, denn er hat schwere Sünden begangen, wusste, es gibt einen Weg hinaus. Er kannte seinen Gott, der alle Sünden vergibt, der alle Gebrechen heilt. Vers 4, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit. Wir haben vielleicht die Krone der Herrlichkeit verloren, aber Gott, der selbst die Krone der Herrlichkeit ist, möchte uns neu krönen mit Gnade, mit Barmherzigkeit, dass wir erneut Königskinder sein können und entsprechend großartig sind die Verheißungen, die uns die Bibel über diese Wiederherstellung gibt.

[25:17] Schauen wir in Jesaja 62 und dort Vers 3. Israel hat im Laufe seiner Geschichte viel, viel verkehrt gemacht. Wenn man eine Chronologie der Ereignisse aufstellen müsste, würde man sehen, dass es kaum je ein paar Jahre am Stück gab, wo die Israeliten mal wirklich Gottes wegen gefolgt sind. Wahrscheinlich hätten wir alle schon die Geduld verloren, aber Gott verliert nicht die Geduld, auch wenn ein Volk immer und immer wieder Generation für Generation, Jahrhundert für Jahrhundert den Rücken ihm zuwendet, hat er doch Gnade und Barmherzigkeit genug, um immer wieder die Hand auszustrecken und zu sagen, ich kann euch wieder herstellen, ich kann euch wieder zu mir bringen. Schaut mal, was hier steht in Vers 3 über das Volk Israel, über Jerusalem und du wirst eine Ehrenkrone. Ihr ahnt es schon, Corona gloriae. Du wirst eine Ehrenkrone in der Hand des Herrn sein und ein königliches Diadem in der Hand deines Gottes. Gott ist nicht nur gnädig, er ist nicht nur barmherzig, er krönt uns nicht nur mit diesen Dingen, sondern er möchte uns wieder herstellen. Er möchte uns an den Punkt bringen, wo wir einmal gewesen sind. Er möchte uns, die wir die Krone der Herrlichkeit verloren haben, die Krone der Herrlichkeit wiedergeben, nämlich sich selbst. Wir, die wir uns von Gott entfernt haben durch Gedanken, durch Worte, durch Taten, durch Motive, durch alles Mögliche. Er möchte wieder in unser Leben hineintreten, er möchte uns vergeben, er möchte uns reinigen, er möchte sich über uns erbarmen und er möchte uns verändern, dass wir wieder diese Ehrenkrone sein können, die Corona gloriae.

[27:16] Aber wenn die Bibel über Kronen spricht, dann gibt es noch mehr zu lernen. Schauen wir gemeinsam in Zachariah, Kapitel 6, eine interessante, sehr interessante Stelle. In Zachariah und dort Kapitel 6 finden wir eine interessante, wirklich ausgesprochen interessante Situation. Dort heißt es, Ab Vers 9, und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen, nimm Gaben von denen, die in der Gefangenschaft gewesen sind, von Helder, von Tobias und von Jedaiah und zwar sollst du am selben Tag kommen und in das Haus Josias, des Sohnes Stephanias begeben, wohin sie aus Babel gekommen sind und nimm Silber und Gold und mache eine Krone, eine Attara und setze sie Jeshua, dem Sohn Jotzadaks, dem Hohen Priester, aufs Haupt. Und du sollst zu ihm reden und sagen, so spricht der Herr, der Herrscher an sie, ein Mann, dessen Name Spross ist, denn er wird aus seinem Ort hervorsprossen und den Tempel des Herrn bauen. Ja, er ist der, der den Tempel des Herrn bauen wird und er wird Herrlichkeit tragen und auf seinem Thron sitzen und herrschen und Achtung und er wird Priester sein auf seinem Thron und der Rat des Friedens wird zwischen beiden bestehen. Eine Krönung ist ja an sich nichts Außergewöhnliches, aber das ist eine außergewöhnliche Krönung. Gekrönt wird ja meistens der Führer des Volkes, der Oberste, der Regent. Aber damals, zur Zeit von Zachariah, gab es zwei wichtige Personen in Israel. Der eine war Jeshua, der Hohe Priester, der andere war der Stadthalter, der politische Regent. Weiß jemand von euch, wer der politische Regent zur Zeit von Jeshua und Zachariah gewesen ist? Wer das Buch Ezra studiert hat, der ist jetzt im Vorteil. Der Regent in jener Zeit war ein Mann namens Zerubabel und man stellt sich die Frage, warum wird nicht Zerubabel hier gekrönt? Denn Zerubabel, so erfahren wir aus Matthäus 1, war sogar aus königlichem Geblüt. Er war ein Nachfahre des Königs Davids. Er war ein Sohn Davids, aber Zerubabel, der politische Herrscher, wird nicht gekrönt, sondern der Hohe Priester. Und dann wird davon gesprochen, dass Jeshua ein Typus ist, auf einem kommenden, der auf einem Thron sitzen wird, aber Priester sein wird auf seinem Thron. Ein Priester auf dem Thron, eine Verbindung von Priestertum und Königreich,

[29:57] das führt uns in die Anfänge des Volkes Israels zurück. Damals, als das Volk Israel begann, das Volk Gottes sein, als sie aus Ägypten kamen, hatten sie zwar einen Anführer, den Mose, aber der war kein König. Und doch gab es eine gekrönte Persönlichkeit in Israel. Keinen König, keinen Stadthalter, keinen Gouverneur, aber eine gekrönte Persönlichkeit. Wir finden den Hinweis in 2. Mose Kapitel 9. 2. Mose Kapitel 9 und dort Vers 29, Verzeihung, 2. Mose 29 und dort Vers 6. Dort wird die Kleidung und Einsetzung des Hohen Priesters beschrieben. Und es gibt viele interessante Dinge, die man hier studieren könnte. All die verschiedenen Edelsteine und die Materialien voller Bedeutung. Aber es gibt ein Detail, von dem ich glaube, dass es möglicherweise oft übersehen worden ist. In 2. Mose 29, Vers 6 heißt es, und setze den Kopfbund auf sein Haupt und hefte das heilige Diadem an den Kopfbund. Ein heiliges Diadem, die einzige gekrönte Persönlichkeit unter zwei Millionen Israeliten war der Priester. Aber was genau war dieses heilige Diadem?

[31:30] Dazu gehen wir nur ein bisschen weiter, zehn Kapitel weiter, zu 2. Mose 39. In 2. Mose 39, Vers 30, finden wir ein Element der priesterlichen Kleidung, das wir vielleicht sogar kennen, aber vielleicht bisher nicht wirklich als eine Krone in Betracht gezogen haben. 2. Mose 39, Vers 30, da heißt es, sie fertigten auch das Stirnblatt, das heilige Diadem, aus reinem Goltan und schrieben darauf in Siegelgravur, heilig dem Herrn. Der Priester trug etwas an seiner Stirn aus reinem Gold, wie uns die Bibel sagt, und darin war etwas eingraviert in Siegelgravur. Jeder, der sich mit biblischer Prophetie auskennt ein wenig, der die Offenbarung kennt, die Botschaft von der Versiegelung, dem muss das Herz jetzt springen, denn das Siegel Gottes, das Siegel des lebendigen Gottes kommt ja an die Stirn. Das Gold, das wird uns ja in der Bibel beschrieben als der wahre Glaube. Hier hat der hohe Priester an seiner Stirn Gold und etwas eingraviert als Siegel und dieses Siegel des hohen Priesters wird eine Krone, ein Diadem genannt. Im Hebräischen gibt es hier ein anderes Wort für Krone oder Diadem, ein Wort, wie wir gleich sehen werden, das auch immer für die gesalbten Könige Israels verwendet worden ist. Nicht Atara, die allgemeine Krone, sondern Neser, das Diadem. Neser, das goldene Stirnblatt. Gekrönt war nicht ein politischer, weltlicher König, sondern ein Priester und die Aufgabe eines Priesters lässt sich leicht beschreiben.

[33:25] Der Priester war derjenige, der zwischen Gott und den Sündern vermittelte, derjenige, der die sündigen Menschen vor Gott vertrat und der gleichzeitig Gottes Wesen den Menschen deutlich machen sollte. Der Link zwischen dem heiligen Gott und den sündigen Menschen und in der Bibel werden Priester, das kann man nachlesen zum Beispiel in Joel Kapitel 1, immer Diener genannt. Es waren die Diener des Herrn, nicht der politische Machthaber, nicht die Fürsten der Stämme, nicht die Obersten wurden gekrönt, sondern der Diener des Volkes war der einzige, der ein Diadem, eine Krone, Neser, trug. Neser kommt vom hebräischen Nazar und Nazar bedeutet absondern und das ist die Idee, die sich hier zeigt. Der Priester war abgesondert, er war besonders, weil er diente und deswegen stand auf seiner Stirn, heilig dem Herrn, abgesondert und vielleicht haben sich die Israeliten gefragt, was ist die genaue Bedeutung davon, dass wir einen hohen Priester haben, der uns zeigt, wie Gott ist und dass er gekrönt ist mit dieser Krone, die sagte, heilig dem Herrn.

[34:59] Die Israeliten mussten sich allerdings nicht lange wundern, denn Gott gab ihnen einen sehr deutlichen Hinweis. Schauen wir gemeinsam in 2. Mose 19 und dort Vers 4 bis 6. Noch bevor die Israeliten überhaupt jemals einen gekrönten hohen Priester mit eigenen Augen sahen, hatte Gott ihnen schon etwas gesagt, das ihren Horizont weiten sollte. In 2. Mose 19, Vers 4 bis 6 heißt es, ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlersflügel getragen und euch zu mir gebracht habe. Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir, ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern sein und ein heiliges Volk. Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen solltest. Die Israeliten hatten diese vage Idee, wir sollen ein Königreich von Priestern sein. Was bedeutet ein königlicher Priester? Der hohe Priester hat es ihnen dargestellt. Er war der Mittler zwischen Gott und ihnen und deswegen war er der Priesterkönig, wenn man so will. Der König, der nicht über andere herrschte, sondern der diente, der sogar eine ganze Reihe von Einschränkungen mit sich brachte, dieser Dienst. Denn der Priester, der war immer beim Heiligtum, der konnte nicht tun und lassen, was er wollte. Ein Diener, der gekrönt war und wenn die Israeliten eins und eins zusammengezählt haben, dann muss den aufgehen, so wie der hohe Priester zwischen uns und Gott vermittelt, als gekrönter Diener, als ein Priesterkönig. Dann müssen wir wohl als Königreich von Priestern zwischen Gott und allen anderen Völkern vermitteln. Dann müssen wir also Gottes Charakter den Menschen zeigen und die Menschen zu Gott bringen. Die Idee der Krone im alten Israel begann mit der Idee, Menschen mit Gott zu verbinden. Dazu war der Priester besonders und wir lesen in 3. Mose 21 und dort Vers 12 wiederum von Neser, obwohl das in der deutschen Übersetzung nicht gleich sofort ersichtlich wird. In 3. Mose 21 und dort Vers 12 heißt es über den Priester, er soll aus dem Heiligtum nicht hinausgehen, noch das Heiligtum seines Gottes entweihen, denn die Weihe Gottes, Verzeihung, denn die Weihe des Salböls seines Gottes ist auf ihm. Ich bin der Herr. Wenn man jetzt hier im Deutschen liest, sieht man gar nichts von einer Krone, aber das Wort für Weihe ist exakt dasselbe Wort für Diadem, Neser. Offensichtlich ging es bei der Krone des Priesters nicht nur um das Gold und die Schrift. Die Krone des Priesters symbolisierte äußerlich etwas viel Tieferes, nämlich die Salbung, die Weihe, das abgesondert sein.

[38:32] Seht ihr, in menschlichen Königreichen kann man König werden ohne jegliche Qualifikation. Man wird einfach geboren und ganz egal, ob man klug oder dumm, groß oder klein, militärisch fähig oder unfähig ist, man bekommt die Krone aufgesetzt, wenn man der Erstgeborene ist und auch die Demokratie mit ihren Wahlen hat das ja nur leicht verbessert, wie man sieht. Aber im alten Israel bedeutete die Krönung des Hohen Priesters etwas Geistliches. Er war geweiht, er war gesalbt, das Salböl Gottes war auf ihm. Er war der Gesalbte, der Maschiach, der Messias, ein Priester und ein König, ein König, der dient und der Menschen mit Gott verbindet. Das perfekte Bild für den König und den Priester, der gekommen ist, um Gott mit Menschen zu verbinden. Sein Name ist Immanuel Jesus Christus, von dem die Bibel sagt, dass er unser Hohe Priester ist, unser König, der König der Gerechtigkeit, er der der Gesalbte war, gesalbt mit dem Heiligen Geist. Jeder Priester im alten Israel deutete somit auf denjenigen hin, der den Himmel der Herrlichkeit verlassen hatte oder verlassen würde, um hier auf der Erde uns Menschen zu sich zu ziehen, damit wir die Krone der Herrlichkeit wiederhaben könnten. Und schon in Israel war diese Idee des gesalbten Hohen Priesters, der die Neser, das königliche Diadem trug, etwas, das die Menschen animieren sollte, in ihrem Privatbereich es ihm gleich zu tun.

[40:39] Vielleicht weiß der ein oder ahnt der ein oder andere, von welcher Gruppe ich gerade spreche, denn es gibt im alten Testament eine Gruppe von Menschen, die sich von diesem Priester mit dem Neser inspirieren ließen, die auch dieses Nazar, dieses Absondern erleben wollten. Das waren die sogenannten, vielleicht weiß es jemand, Nazirea. Wenn man das zum ersten Mal liest, wundert man sich über den Namen. Nazirea, warum heißen die Nazirea? Man denkt vielleicht an Nase, aber das hat mit Nase nichts zu tun. Das kommt von Neser. Das sind die Menschen gewesen, die etwas verstanden haben über die Krone auf dem Haupt ihres Hohen Priesters und die freiwillig, ohne Druck, ohne irgendwelche Manipulationen gesagt haben, ich möchte mich auch für eine ganz bestimmte Zeit Gott weihen. Es war eine symbolische Handlung, um deutlich zu machen, dass eigentlich jeder Gläubige sich Gott weihen sollte. Es gab eine Reihe von Vorschriften, die wir hier aus Zeitgründen nicht alle studieren können, aber diese Nazirea, diese Geweihten, sie sollten das Leben repräsentieren, sie sollten Selbstverleugnung darstellen und sollten zeigen, dass Menschen dem Hohen Priester ähnlich sein können und verdeutlichten damit eine Wahrheit, die wir alle verstehen müssen, dass wir unserem einzig wahren Hohen Priester Jesus Christus ähnlich werden können und zwar ganz freiwillig.

[42:03] Jahrhundertelang war die Neser die einzige Krone, die in Israel getragen wurde. Es gab ja keine Könige, es gab Richter, es gab die Ältesten des Volkes, es gab Leute, die sich um das Politische kümmerten, aber gekrönt war nur der Priester bis irgendwann. Die Israeliten der Meinung waren, ach das ist uns irgendwie komisch. Alle Völker haben richtige Könige mit Kronen, mit Edelsteinen, mit Diamanten. Warum wir nicht? Wir haben nur diesen gekrönten Priester. Wir wollen einen König. Wir kennen vielleicht die Geschichte, die wir heute jetzt hier nicht ausführlich studieren, in Samuel, als das Volk zu Samuel, dem letzten großen Richter, kommt und sagt, wir wollen einen König wie alle, einer der so eine Attara trägt, so eine goldene Krone. Sie wollten einen starken Mann, der für sie kämpft. Sie sahen nicht die Kraft im Dienst und Gott war da eigentlich nicht besonders erfreut darüber. Zum einen, weil er ja ihr wahrer König war und weil der hohe Priester am allerbesten darstellen konnte, wie Gott regiert. Aber Gott, der die Zukunft kennt, sah schon voraus, dass mit der Etablierung eines irdischen Königreiches all die Ideen der Jahrhunderte, die Prophezeiung auf den kommenden Messias möglicherweise missverstanden werden könnten. Wenn dann erst einmal die Israeliten sich an einen weltlichen König gewöhnt hatten, könnte es sein, dass sie dann, wenn der wahre König kommt, sie ihn auch für einen weltlichen König halten würden. Gott wusste, dass das passieren würde. Gott wusste, dass wenn der Messias, der wahre König und Priester kommen würde, dass die Menschen ihn deswegen ablehnen würden, weil er eben nicht eine goldene Krone trug und die Römer vertrieb, weil er eben nicht gegen den Staat kämpfte, sondern gegen die Sünde. Deswegen war Gott nicht wirklich fröhlich, den Israeliten einen König zu geben. Aber Gott wäre nicht Gott, wenn er nicht trotzdem geduldig und gnädig auch auf uns eingeht. Er erlaubte ihnen, einen König zu haben und benutzte dieses Königtum, um möglichst weitere neue Aspekte über sein Königtum doch noch zu verdeutlichen.

[44:26] Eine dieser Szenen finden wir in 2. Samuel Kapitel 1. Eine traurige Geschichte, als ein Mann stirbt, weil er eine Dummheit begeht, aber das können wir hier heute nicht im Detail besprechen. Da kommt dieser junge Mann, ein Amalekiter zu David nach der Schlacht der Philister gegen die Israeliten, in der König Saul gestorben ist. Und da heißt es in Vers 10, da trat ich auf ihn zu und tötete ihn, was gar nicht stimmte, er wollte sich nur wichtig tun, denn ich wusste wohl, dass er seinen Fallen nicht überleben würde und ich nahm die Krone von seinem Haupt und die Spange von seinem Arm und ich habe sie hergebracht zu dir, meinem Herrn. Hier haben wir den ersten König und wir hören von der Krone, die buchstäblich auf dem Haupt von Saul gewesen ist, die jetzt dieser Amalekiter nimmt und denkt, dass er sich wichtig machen kann, indem er diese Krone David gibt. Und es ist interessant, dass hier das Hebräische nicht von Atarach spricht, obwohl man das erwarten könnte. Die Bibel spricht hier von Neser. Die Königskrone des israelitischen Königs war immer noch eigentlich eine priesterliche Krone. Sie war immer noch gedacht aus dieser Idee des dienenden Königs, immer noch gedacht als des Gesalbten und David wusste das, wenn er sagt in Vers 14 und David sprach zu ihm, wie du hast dich nicht gefürchtet, deine Hand an den Gesalbten des Herrn zu legen, um ihn zu verderben. Jetzt gab es zwar politische Königin Israel, aber Gott hatte nicht aufgehört, an dieser Idee des Gesalbten festzuhalten. Jetzt waren nicht nur die Priester Gesalbte, auch die Könige waren Gesalbte. Und die Zeit wird uns fehlen, all die Bibelstellen im Einzelnen anzuschauen, aber jedes Mal, wenn im Alten Testament ein König Israels mit einer tatsächlichen realen Krone gesehen wird, ist es nie Atarach, es ist immer Neser. Die Krone, die ursprünglich dem Priester gehörte und immer wird im Kontext auch von dem Gesalbten gesprochen. Hätten doch die Israeliten das Heiligtum besser studiert, dann hätten sie gewusst, dass wenn der kommende König der Gerechtigkeit vorhergesagt wird, nicht ein weltlicher König mit einer Atarach, sondern ein Priesterkönig, ein Diener mit einer Neser gemeint war.

[47:04] Wir haben heute in der Kindergeschichte von einem Lied gesungen, das Lied über die Krone und dass wir selbst Edelsteine Gottes Krone sein können. Schauen wir gemeinsam in Zacharia 9, auch hier gibt es eine interessante Entdeckung zu machen, Zacharia Kapitel 9 und dort Vers 16. Zacharia Kapitel 9 und dort Vers 16. Dort heißt es, und der Herr, ihr Gott, wird sie erretten an jenem Tag, als die Herde seines Volkes, denn Edelsteine am Diadem, sind sie funkelnd über seinem Land. Ihr dürft alle einmal raten, trägt Gott hier eine Atara oder trägt er Neser? Ja, ganz genau, er trägt Neser. Es ist seine Krone, der hohe Priester, der dieses goldene Diadem trug, heilig dem Herrn, war ein Abbild, ein Typus auf Gott selbst, auf Christus, den König. Und wir alle dürfen, wenn wir Jesus annehmen, ein Schmuckstück auf seiner Krone sein.

[48:23] Wir wissen, dass der hohe Priester geschmückt war. Er trug nicht nur die Krone, er trug auch Edelsteine, nicht auf der Krone, sondern auf der Brust, was ja letztendlich das Herz bedeutet, und das Herz und das Hirn sind in der Bibel eigentlich mehr oder weniger dasselbe. Und auf diesen Edelsteinen, die Edelsteine trug er nicht, um zu sagen, ich bin so reich, ich bin so schön, schaut mal mich an, wie wir das oft heute tun. Heute schmücken sich Menschen, um sich zu erhöhen, sie schmücken sich, um besser auszusehen als andere, aber im alten Testament war der Priester geschmückt aus einer sehr einfachen Motivation heraus. Auf den Edelsteinen standen die Namen der Gläubigen. Dort standen die Namen Israels, um deutlich zu machen, dass der hohe Priester an sie denken würde, sie vor Gott tragen würde und dass Gott selbst an sein Volk denkt. Auch wenn wir manchmal nicht an Jesus denken, Jesus denkt immer an uns. Ist dir bewusst, lieber Freund, liebe Freundin, dass Gott jede Sekunde deines Lebens an dich denkt, weil dort Jesus als hohe Priester im himmlischen Heiligtum auch deinen Namen vor ihm trägt. Dein Name ist eingezeichnet in seine Wunden, sagt die Bibel. Wir schmücken uns oft, um uns zu erhöhen. Gott schmückt sich, um an uns zu denken. Wäre es nicht besser, statt uns selbst zu schmücken, dass wir Gott schmücken? Das Thema Schmuck ist ja ein sehr kontroverses Thema in der Christenheit, aber wie wäre es, wenn wir alle uns anfangen zu überlegen, wie können wir Gott schmücken? Wie kann unser Leben, unsere Worte, unsere Gedanken ein Edelstein in der Krone Gottes sein? Und ich muss mir die Frage stellen und du vielleicht auch, bin ich ein Schmuckstück für Gott? Übrigens, Edelsteine müssen manchmal geschliffen werden. So muss Gott uns auch schleifen, damit wir so hell glänzen wie nur möglich. Aber wir dürfen nicht nur Gott schmücken. Ob ihr es glaubt oder nicht, wir dürfen auch andere Menschen schmücken, statt uns selbst andere Menschen zu schmücken. Was für eine interessante Idee, dass wir durch unser Leben andere Menschen schmücken können. Das ist biblisch, kommt mehrmals vor im Neuen Testament in Philippa Kapitel 4.

[50:46] Paulus, der sagt folgendes in Philippa Kapitel 4, Vers 1. Denn meine geliebten und ersehnten Brüder, er spricht hier von den Gläubigen in Philippi, den griechischen Gläubigen dort in der Gemeinde. Er sagt darum, meine geliebten und ersehnten Brüder in Philippa 4, Vers 1. Meine Freude und meine Krone steht in dieser Weise fest im Herrn, Geliebte. Hier ist Paulus, der Missionar, der weder Schwierigkeiten noch Abenteuer gescheut hat, um Menschen für Jesus zu erreichen und er schreibt ihnen später, nicht auf Facebook und nicht über Instagram, sondern noch auf Papyrus. Er schreibt ihnen, ihr seid meine Krone. Hast du auch Menschen, von denen du sagen kannst, das wird mal meine Krone sein im Himmel? Ich glaube, jeder Mensch, der mit Jesus lebt, der kann gar nicht anders, als von ihm zu erzählen und Menschen irgendwie auf den Weg des Lebens zu führen. Das wird unsere Krone sein und vielleicht können wir den Gedanken sogar umdrehen. Kennst du Menschen, für die du Krone sein kannst? Kennst du Menschen, die dir geistlich geholfen haben, die dich auf den Weg geführt haben? Wenn wir uns in die Lage der Philippa hier versetzen und die Frage stellen, diesen Brief bekommen, wow, wir sind die Krone für Paulus und er ermutigt sich auch, steht fest, bleibt dabei, damit ich meine Krone nicht verliere. Du kannst durch deine Treue zu Gott andere Menschen schmücken und wenn jeder für den anderen da ist, dann schmücken wir uns alle gegenseitig. Das ist das Prinzip des Himmels.

[52:26] Genauso finden wir das auch in 1. Thessalonicher, Kapitel 2. 1. Thessalonicher, Kapitel 2 und dort Vers 19. Paulus hat das öfter gesagt, 1. Thessalonicher 2, Vers 19. Denn wer ist unsere Hoffnung oder Freude oder Krone des Ruhmes? Seid nicht auch ihr es vor unserem Herrn Jesus Christus bei seiner Wiederkunft? Paulus sagt, womit soll ich mich rühmen, wenn Jesus wiederkommt, wenn nicht mit euch? Hier im 9. Testament wird griechisch gesprochen. Hier ist es nicht mehr die Atera oder Nese, hier ist es Stephanos, der Siegeskranz. Stephanos und dann auch im lateinischen Corona war nicht nur etwas für Könige, sondern vor allem etwas für Sieger.

[53:22] Schauen wir in 1. Korinther 9 und dort Vers 25. 1. Korinther 9, Vers 25. Jeder Olympionike, der damals den Wettbewerb gewann, bekam einen Lorbeerkranz, einen Stephanos, einen Siegeskranz. Paulus sagt in 1. Korinther 9, Vers 25. Jeder aber, der sich am Wettkampf beteiligt, ist enthaltsam in allem, jene um einen vergänglichen Siegeskranz. Stephanos, Corona in der Vulgata, in der lateinischen Bibel. Eine vergängliche Corona zu empfangen, wir aber einen unvergänglichen. Ob du es glaubst oder nicht, die meisten Menschen sagen heute, sie vermeiden die Corona oder wollen Corona vermeiden, aber in Wirklichkeit gibt es viele Menschen, die sehnen sich nach einer Corona, nach einem Kranz, nach Ehre. Wir, die wir an Gott glauben, wir suchen nach der ewigen Corona, der unvergänglichen Corona.

[54:21] Wie schon erwähnt, im Altertum gab es die Corona triumphales für den Imperator, der den Kampf gewonnen hatte. Die Corona Kiwica für den, der einen anderen Menschen das Leben gerettet hatte, als Belohnung für etwas, das man getan hatte und Paulus sagt uns auch, dass auch wir eine Belohnung bekommen können. Aber im Neuen Testament gibt es nicht nur die Stephanos-Krone, diesen Siegeskranz, es gibt noch ein zweites Wort und das ist Diadema und da muss man gar kein Griechisch können, das hört man schon, oder? Diadema, das ist das Diadem und das ist nicht für die Sieger, das ist nicht für die Sportler, für die Kämpfer, die gewonnen haben. Das Diadem ist für den König, der einfach nur, weil er als Prinz geboren worden ist, König wird, der gar nichts tun muss, sondern von Natur aus König ist. Wir finden es zum Beispiel, wir müssen jetzt es nicht aufschlagen, in Offenbarung 12 Vers 3 und 13 Vers 1, wo die Königreiche dieser Welt in der Prophetie, die Weltreiche aus deiner Offenbarung zusammengefasst werden und wo diesen Weltreichen gesagt wird oder wo über sie gesagt wird, dass sie das Diadema haben, dass sie Kronen haben. Aber meisten wird in der Bibel die Stephanos verwendet im Neuen Testament.

[55:46] In Offenbarung 6 und dort Vers 2, da spricht es in symbolischer Sprache von der Kraft des Evangeliums, das sich ausgebreitet hat mit ungeheurer Geschwindigkeit als ein Siegeskämpfer sozusagen. In Offenbarung 6 Vers 2 heißt es hier und ich sah und siehe ein weißes Pferd und darauf saß hatte einen Bogen und es wurde ihm eine Krone, eine Stephanos, eine Corona gegeben und er zog aus als ein Sieger und um zu siegen. Das Evangelium ist siegreich. Diejenigen, die dem Evangelium folgen, sind auf der Seite des Siegers. Nicht weil sie so stark sind, nicht weil sie so klug sind, nicht weil sie so viel gewusst haben, sondern weil sie dem folgen, der der Sieger ist. In diesem großen Kampf zwischen Gut und Böse, dem einen, dem die Krone eigentlich wirklich gehört und der bewiesen hat, dass er als einziger berechtigt ist, sie eigentlich wirklich zu tragen, indem er die besonderste Krone trug, die jemals ein König getragen hat.

[56:59] Eine Krone ganz ohne Perlen, eine Krone ganz ohne Edelsteine, ohne Gold, ohne Silber, ohne irgendetwas, das Herrlichkeit beweisen könnte. Eine Krone, die sogar denjenigen, die sie angefertigt haben, noch Schmerzen bereitet hat. In Johannes 19 und dort Vers 2 lesen wir von der wohl bedeutungsvollsten Krönung, die es jemals gegeben hat. Johannes 19 und dort Vers 2, da heißt es, und die Kriegsknechte flochten eine Krone aus Dornen, setzten sie ihm auf das Haupt und legten ihm einen Purpurmantel um und sprachen, sei gegrüßt, du König der Juden und schlugen ihn ins Gesicht. Da ging Pilatus wieder hinaus und sprach zu ihnen, seht, ich führe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, dass ich keine Schuld an ihm finde.

[58:24] Hier war der König des Universums, der dem alle Macht und Ehre gebührt, der freiwillig Diener werden wollte, geworden ist, der Mensch geworden ist, der alle Kronen des Himmels abgelegt hatte, um sündigen Menschen die Krone des Lebens zu geben, die Corona Vitae. Stattdessen empfängt er von den Sündern die Krone des Binis, die Krone aus Dornen. Jesus kam, um Leben zu bringen den Sündern. Die Sünder empfangen ihn und wollen ihn töten. Sie fügen sich selbst noch Schmerzen zu, damit es ihm so weh wie möglich tut und nicht nur das, sie lachen ihm aus, sie verspotten ihn, so als ob er gar keine Ehre und gar keine Macht und gar keine Herrlichkeit hat.

[59:29] Vers 5, nun kam Jesus heraus und trug die Dornenkrone und den Purpurmantel und er spricht zu ihnen, seht welch ein Mensch, heute müssen wir sagen, welch ein Mensch, welch ein Gott ist das, der alle Macht und alle Herrlichkeit, alle Kronen des Universums beiseite legt und sich mit Dornen krönen lässt aus Liebe. Wer kann sich so tief beugen, dass er alle Schmach, alle Schande, alle Verhöhnung akzeptiert? Wer ist so demütig und dient so sehr?

[1:00:20] Wenn man einen König krönt, wenn man einen König haben möchte, wenn man überhaupt jemand haben möchte, der Macht hat, dann sollte man sicherstellen, dass man niemandem die Macht gibt, der sie missbraucht. Es gibt nur ein Wesen im ganzen Universum, bei dem wir so hundertprozentig sicher sein können, dass wenn wir ihn krönen in unserem Leben und irgendeinmal im ganzen Universum, er diese Macht niemals missbrauchen wird, weil er so demütig ist, so liebevoll, so geduldig, dass nichts, aber auch wirklich nichts ihn dazu bringen könnte, ungerecht zu handeln. Jesus ist der wahre König.

[1:01:18] Paulus wusste das. Paulus wusste, dass er als Sünder dafür verantwortlich ist, dass die Corona des Spinis, die Krone der Dornen auf Jesus lag, denn Dornen waren die Folge der Sünde. In 1. Mose 3 lesen wir davon, dass aufgrund der Sünde Dornen und Dieseln kamen. Jede Sünde ist wie eine Dorne. Sie pikst, sie ist wie ein Stachel. Sie verletzt andere und lässt uns verkümmern. Als Jesus diese Dornenkrone trug, da waren die Sünden der Welt auf ihm. Menschen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen für andere, aber wer ist dazu bereit, die Verantwortung für die Fehler von anderen zu übernehmen? Das ist ein Zeichen wahrer Leiderschaft und derjenige, der bereit ist, für die Fehler aller Menschen aufzukommen, der ist der Einzige, der berechtigt ist, auch König über die Menschen zu sein.

[1:02:31] Paulus wusste das in 2. Timotheus Kapitel 4 und dort Vers 8 sagt er, von nun an, Vers 7, ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt, von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit. Jesus hat die Dornenkrone genommen, die Corona des Spinis, aber der Gläubige erhält im Gegensatz dazu die Krone der Gerechtigkeit, Corona justitiae. Unsere Sünden haben Jesus gekrönt, damit seine Gerechtigkeit uns krönen kann. Was für ein unglaublicher Tausch und deswegen brauchen wir Jesus.

[1:03:17] Wie meine Lieblingsautoren Ellen White es einmal sagte in ihrer eigenen englischen Sprache, I have a Savior, in Him I trust and He will never suffer me to be confounded, in His name a triumph. He is my righteousness and the crown of my rejoicing. Ich habe einen Erlöser, ihm vertraue ich und er wird niemals zulassen, dass ich verwirrt werde. In seinem Namen triumphiere ich. Er ist meine Gerechtigkeit und die Krone meiner Freude.

[1:04:07] Jakobus sagt uns, dass es eine Krone gibt für uns alle, ja auch für dich, lieber Freund, liebe Freundin in Jakobus, Kapitel 1, Vers 2, die Krone, die unserer Predigt den Namen gibt. Glückselig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet, denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens, Corona Vitae, empfangen, welche der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben. Lieber Freund, liebe Freundin, liebst du Jesus heute? Siehst du, was er für dich getan hat? Siehst du, welche Krone er für dich getragen hat, damit du die Krone des Lebens haben kannst? Er hat die Krone des Todes und der Sünde und der Schuld und der Rebellion getragen, damit du die Krone der Gerechtigkeit und der Ehre und der Herrlichkeit und des Lebens haben kannst. Corona Gloria, Corona Justitia, Corona Vitae.

[1:05:06] Und alles, was wir tun müssen, ist standhaft zu bleiben. Offenbarung 3, Vers 11 sagt uns sie, ich komme bald, halte fest, was du hast, damit dir niemand deine Krone nehme. Und ja, es kann schwierig werden in diesem Leben. Äußere Umstände können uns den Weg beschwerlich machen. Noch sehr viel wahrscheinlicher ist es, dass es unser eigenes Herz ist, das uns immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht, dass wir entmutigt werden, dass wir in Sündeflecht fallen, dass wir mit Schwierigkeiten konfrontiert werden. Aber liebe Freunde, liebe Freundinnen, Jesus ist uns nahe.

[1:05:44] Wir können etwas lernen von jenen Menschen, die vor fast 2000 Jahren in das römische Kolosseum und andere Theater geführt wurden, während auf den Rängen Männer saßen mit der Corona Kiwi Kai, weil sie einem anderen Menschen das Leben gerettet haben, aber jetzt zuschauen wollten, wie Christen den Löwen vorgeworfen worden sind. In Offenbarung 2 und dort Vers 10 hat Jesus eine Botschaft direkt an die Menschen, die damals ihr Leben gegeben haben, weil sie Jesus mehr liebten als dieses Leben, weil sie glaubten, dass es ein ewiges Leben gibt, dass er ihnen die Krone des Lebens geben wird. Offenbarung 2, Vers 10, fürchte nichts von dem, was du erleiden wirst. Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet und ihr werdet Drangsal haben. Zehn Tage lang sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben. Und während damals Bären und Löwen und Panther auf diese gläubigen Menschen losgelassen worden sind, während gekrönte Häupter im Stadion saßen, war es nicht die Corona Triumphalis des Imperators, nicht die Corona Kiwi Ka des römischen Bürgers, die das meiste Ansehen hatte in den Augen Gottes. Nein, es war, was die Kirchenväter damals die Corona Fidei nannte, die Krone der Treue, die Märtyrer Krone. Man sah kein Gold, kein Silber, keine Edelsteine, keine Rubinen. Man sah nur Menschen, die zerrissen wurden von Tieren und doch schien das Licht des Himmels auf diese Menschen, denn sie liebten Jesus bis in den Tod.

[1:07:24] Liebe Freunde, liebe Freundinnen, wir nähern uns dramatischen Zeiten. Die Corona Krise ist, wenn überhaupt, nur ein Vorspiel auf das, was kommen wird. Wir müssen heute uns sicher sein, dass wir mit Jesus, dem König leben, dass er uns die Krone des Lebens geben wird, die wir festhalten werden, was immer auf diesem Planeten passieren wird. Und die Offenbarung sagt uns, dass viel passieren wird, damit wir vorbereitet sind auf die Wiederkunft unseres Königs.

[1:07:48] Offenbarung 14 beschreibt uns den Moment, wenn der Himmel sich öffnen wird und eine weiße Wolke uns denjenigen bringen wird, der die Krone trägt. In Offenbarung 14 Vers 14 heißt es, und ich sah und siehe eine weiße Wolke und auf der Wolke saß einer, der glich einem Sohn des Menschen. Er hatte auf seinem Haupt eine goldene Krone, Stephanos, denn er kommt als Mensch, er kommt als der Sieger über Tod und Teufel und Grab. Er kommt als derjenige, der sich erniedrigt hat, der in seinem menschlichen Leib die Sünde überwunden hat, der überwunden hat, damit wir überwinden, damit wir auf seinem Thron sitzen können, wie er sich auf seinem Thron seines Vaters gesetzt hat. Jesus kommt als Mensch, als Überwinder, als Sieger mit der Krone Triumphales. Aber nicht nur das.

[1:08:53] Die Wiederkunft wird ein so gewaltiges Ereignis sein, dass selbst Johannes es nicht in ein Bild fassen konnte. Hier in der Offenbarung 14 beschreibt er Jesus mit der Stephanos, mit der Krone des Menschen, des Siegers. In Offenbarung 19 beschreibt er die andere Seite dieser großartigen Szene. Dort heißt es in Offenbarung 19 Vers 11 und ich sah den Himmel geöffnet und siehe ein weißes Pferd und der darauf saß, heißt der Treue und der Verhaftige und in Gerechtigkeit richtet und kämpft er. Seine Augen aber sind wie eine Feuerflamme und auf seinem Haupt sind viele Kronen, nicht Stephanos, die Adema, die Krone des Königs. Denn Jesus kommt nicht nur als Überwinder, nicht nur als der Mensch, nicht nur als unser hoher Priester und Freund. Er kommt doch als der Herr der Herren, als der König der Könige, als der Gott des Universums. Er ist Mensch und Gott. Er ist ein und alles, Alpha und Omega. Die Bibel sagt, er kommt mit der Krone Stephanos. Er kommt mit den vielen Kronen die Adema.

[1:09:55] Und heute, liebe Freunde, wollen wir uns vorbereiten, ihm zu begegnen. Heute wollen wir ihm in unserem Leben die Krone übergeben. Heute wollen wir ihm bekennen, dass er unser Erlöser ist, dass er unser Freund ist, dass er unser Schöpfer ist, der uns von Anfang an mit Ehre und Herrlichkeit gedacht hat, dass er uns mit Barmherzigkeit und Gnade krönt, dass er unser Priester ist, der im himmlischen Heiligtum für uns eintritt, dass er Gott ist von Ewigkeit, dass er gerecht und heilig ist und dass er als den größten Akt seiner Macht und seines Charakters alle seine Kronen beiseite gelegt hat und eine Krone der Dornen getragen hat. Eine Krone, in der jede einzelne Sünde, die ich und die du begangen hast, mit eingeflochten war. Das alles hat er für dich getragen. Wollen wir ihn heute zu unserem König krönen?

[1:11:15] Es gibt im Englischen ein Lied, das heißt, crown him with many crowns, the lamb upon his throne, hark how the heavenly anthem drowns, all music but its own. Awake my soul and sing of him who died for thee and hail him as thy matchless king through all eternity. Dieses Lied wollen wir jetzt gemeinsam singen als eine Entscheidung, Jesus die Kronen, die ihm gebühren, in unserem Leben zu geben, damit wir einmal mit all den Millionen Erlösten unsere Kronen ihm zu Füßen legen können und ihn krönen können, als den wahren König der Ewigkeit. Lasst uns niederknien und Gott anbeten.

[1:12:15] Lieber Vater im Himmel, du bist der König der Herrlichkeit und jedes Wort, das wir sagen würden, würde dem nicht gerecht werden, was deine Macht, deine Größe ist. Aber genau das ist es ja, was dich auszeichnet, dass du nicht erst erwartest, dass wir ein Protokoll auswendig lernen, um zu dir zu kommen. Dass wir nicht Angst haben müssen wie Esther, die nicht einmal wusste, ob ihr eigener Ehemann, der König, sie vorlassen würde, sondern dass wir wissen dürfen, dass wir mit Freimut zu dir kommen können, durch Jesus Christus, der die Krone des Dienstes für uns trägt, der die Krone der Dornen, die Krone der Sünde für uns getragen hat. Und Herr, was sollen wir sagen, außer dass dir alle Ehre gebührt und dass es du allein bist, den wir anbeten wollen und dass wir dir danken wollen, dass du uns aus dem Schlamm unserer Sünde, unseres Egoismus herausholst und dass du uns erneut mit Gnade und Barmherzigkeit krönst und uns wiederherstellst, die Krone der Herrlichkeit auf unseren Haupt setzen möchtest. Vater, wir beugen uns vor dir und möchten dich bitten, dass wir in unserem Leben erleben dürfen, Tag für Tag, dass du unser König bist. Wir wissen, dass du dich danach sehnst. Wir möchten dir die Tür unseres Herzens aufmachen und dir danken, dass du der beste König bist, den es überhaupt nur geben kann. Das bitten wir im Namen unseres Erlösers, Schöpfers, Hohenpriesters und wiederkommenden Königs, Jesus Christus. Amen.


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