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In dieser Predigt von Thomas Knirr geht es darum, wie man sich auf die Wiederkunft Jesu Christi vorbereiten kann. Anhand von vier Gleichnissen aus dem Matthäusevangelium – dem klugen und bösen Knecht, den zehn Jungfrauen, den anvertrauten Talenten und dem Weltgericht – werden praktische Wege aufgezeigt, wie ein Leben in Bereitschaft aussehen kann. Die zentrale Botschaft ist, dass eine tiefe, liebevolle Beziehung zu Gott und das treue Umsetzen seines Willens die Grundlage für diese Vorbereitung bilden.


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Serie: Christus & Corona

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Transkript

[0:00] Vielen Dank für dieses wunderschöne Musikstück, das uns auf die Gedanken der Predigt vorbereitet hat. Vielen Dank auch, dass wir diese Möglichkeit haben, der Übertragung hier von Stuttgart-Wangen über Joelmedia TV. Das ist ein großer Segen, dass wir trotz der Begrenzungen, die da sind, uns miteinander auch online treffen können und uns Gedanken machen können über Gottes Wort und Gottes Wort zu uns sprechen lassen können.

[0:36] Wir haben gerade vorhin gesungen: Brüder und ich füge mal die Schwestern mit dazu, Brüder und Schwestern, lasst uns vorbereiten auf die Wiederkunft des Herrn. Die Frage ist: Bist du bereit? Bist du bereit für das Kommen des Herrn? Wann ist denn jemand bereit? Wie muss jemand sein, um bereit zu sein, um dem Herrn zu begegnen? Wenn Jesus heute wieder käme, wärst du bereit? Würdest du mit ihm zusammen mit den tausend Engeln, Millionen von Engeln in die Luft entrückt werden und mit ihm in den Himmel gehen, um dort bei ihm zu sein? Wer von euch wäre gerne vorbereitet? Okay, ihr dürft eure Hände wieder runternehmen.

[1:35] Wie sieht effektive Vorbereitung auf die Wiederkunft von Jesus aus? Diese Gedanken möchte ich heute mit euch teilen. Wen könnten wir fragen, wenn es um die Antwort auf diese Fragen geht? Am besten ist doch Jesus, denn er kommt und er will uns nach Hause holen und er weiß, wie es am besten ist, wie Menschen sein müssen, wie sie sich am effektivsten auf seine Wiederkunft vorbereiten können.

[2:03] Und ich möchte mit euch ins Matthäusevangelium gehen, Matthäus Kapitel 24 und ich hoffe, ihr habt eure Bibeln dabei, zu Hause in euren Wohnzimmern oder wo auch immer ihr seid oder ihr könnt auf eure Smartphones zurückgreifen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass ihr mitlest, dass ihr euch nicht einfach berieseln lasst, sondern dass ihr mitlest und mitdenkt. Matthäus 24 und da lese ich zunächst mal Vers 44. Jesus sagt da zu seinen Jüngern und es ist aus dieser großen Endzeitrede genommen: „Darum seid auch ihr bereit, denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.“ Darum seid auch ihr bereit. Das ist eine Aufforderung, die Jesus seinen Jüngern mitgibt.

[3:00] Ganz am Anfang von dieser Frage, von dieser Aussage von Jesus, steht eine Frage der Jünger, ganz am Anfang des Kapitels, wo Jesus mit seinen Jüngern unterwegs war und sie schauen sich den wunderbaren Tempel an und Jesus sagt dort: „Hier wird nicht ein Stein auf dem anderen bleiben.“ Und die Jünger in ihrer Vorstellung sagen: Wenn der Tempel, der ganze Stolz der Juden, der Mittelpunkt der Anbetung, wenn der Tempel zerstört wird, wenn hier kein Stein auf dem anderen bleibt, dann muss das gleichzusetzen sein mit dem Ende der Welt. Und deshalb fragen sie ihn in Vers 3: „Sage uns, wann wird das geschehen und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein?“

[3:37] Und dann geht Jesus mit ihnen durch und sagt manche Zeichen voraus. Vielleicht habt ihr euch in der letzten Zeit intensiver mit diesem Kapitel beschäftigt. Ich gehe mal davon aus. Er spricht von Kriegen, von Kriegsgerüchten, von Seuchen, von Hungersnöten, von Erdbeben. Aber er sagt, das Ende, das ist noch nicht das Ende. Und dann spricht er davon, dass viele falsche Propheten aufstehen werden, dass es geistliche Verführung geben wird, dass die Gesetzlosigkeit überhand nehmen wird. Und dann sagt er: „Wer aushält bis ans Ende, der wird gerettet werden.“ Und dann: „Dieses Evangelium vom Reich wird verkündigt werden in der ganzen Welt, und dann wird das Ende kommen.“ Das ist das beste Zeichen dafür, dass das Ende unmittelbar bevorsteht. Und so zählt er einiges auf und sagt: Beobachtet die Zeichen. An den Zeichen könnt ihr erkennen, dass es sich weiterentwickelt. Und ich glaube, wir sind uns einig, dass sich manche Dinge in der letzten Zeit weiterentwickelt haben. Obwohl keiner sagen kann, wo wir genau stehen. Das heißt, wie lange es noch dauert, bis Jesus wiederkommt.

[4:53] Und Jesus fasst so seine Aussagen, seine Antwort auf die Fragen von den Jüngern zusammen mit der Aussage, die wir gerade gelesen haben. Ich lese nochmal ab Vers 42: „So wacht nun, da ihr nicht wisst, in welcher Stunde ihr herkommt. Das aber erkennt: Wenn der Hausherr wüsste, in welcher Nachtstunde der Dieb käme, so würde er wohl wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit, denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.“

[5:28] Und natürlich taucht jetzt die Frage auf, so zwischen den Zeilen bei den Jüngern: Ja, wie ist es denn? Wie kann ich denn bereit sein? Wenn du sagst, Jesus, darum seid auch ihr bereit. Was gibst du uns mit? Wie können wir uns vorbereiten? Und jetzt erzählt Jesus vier Gleichnisse, die deutlich machen, wie Menschen leben, die sich auf die Wiederkunft von Jesus vorbereiten. Und ich möchte gerne mit euch diese Gleichnisse durchgehen. Kurz durchgehen, keine Angst, wir werden nicht die ganzen Kapitel lesen, aber ich empfehle es euch als Nacharbeit von diesem Gottesdienst, von dieser Predigt, euch noch mal intensiv mit den Gleichnissen zu beschäftigen und genau zu studieren.

[6:17] Denn das, was wir in der Predigt hören heute und überhaupt jeden Sabbat, soll uns ja nicht einfach nur ein gutes Gefühl geben und dass wir sagen: Ja, es war toll, es hat mich aufgebaut, es hat mich emotional irgendwie ermutigt oder auch nicht, oder es hat mich ermahnt und dann gehe ich wieder zur Tagesordnung über, sondern es soll uns weiter anspornen, weiter zu forschen, tiefer zu graben. Und das kann ich nur, wenn ich selber die Bibel öffne, wenn ich selber anfange zu studieren und nicht einfach nur auf irgendwelche, also entschuldigt, das war das falsche Wort, ich meine nicht irgendwelche, sondern es geht nicht einfach darum, Predigten sich anzuhören und zu denken, dann habe ich meine Seele damit gefüttert, sondern ich muss selber ins Wort gehen, selber studieren. Und deshalb meine Ermutigung: Heute Nachmittag nehmt euch diese Kapitel vor, Matthäus 24, Matthäus 25, die Gleichnisse, die Jesus erzählt und studiert es nochmal für euch in der Tiefe, denn wir können jetzt in diesem Moment nur einen Überblick machen, die großen Prinzipien herausarbeiten.

[7:20] Das erste Gleichnis, was Jesus erzählt im Anschluss an Vers 44, ist das Gleichnis von dem klugen und dem bösen Knecht, der kluge und der böse Knecht. Da gibt es zwei unterschiedliche Knechte, sagt er. Der eine ist treu und klug und was macht er? Er gibt den Dienern, der Dienerschaft, so heißt es in Vers 45, die Speise zur rechten Zeit. „Glückselig“, sagt Jesus, „ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird. Er wird ihn über alle seine Güter setzen.“ Und dann beschreibt Jesus diesen bösen Knecht, der in seinem Herzen spricht: „Mein Herr säumt zu kommen, mein Herr kommt noch lange nicht.“ Und dann fängt er an, seine Mitknechte zu schlagen, er misshandelt sie, er fängt an zu schlemmen, zu essen, zu trinken. Und so, sagt Jesus, dann fasst er dieses Gleichnis zusammen: Dann wird für diesen Knecht, wird sein Herr überraschend zurückkommen, unerwartet, weil er nicht damit rechnet, weil er nicht das getan hat, was sein Herr ihm aufgetragen hat.

[8:39] Das heißt, der eine, der klug ist, der tut, was sein Herr ihm aufgetragen hat, ohne darauf zu schauen, wann er zurückkommt, der wird als gesegnet bezeichnet. Also die Frage ist nicht: Kommt er morgen oder übermorgen? Sondern, kennt ihr das auch? Also das ist vielleicht eher so ein Problem von Frauen. Entschuldigt. Bei uns, in meiner Herkunftsfamilie war das oftmals so. Wenn sich Besuch angesagt hatte, dann musste erstmal nochmal alles sauber geputzt werden. Und wehe, es kam unerwartet, unerwartet Besuch. „Nein, warum hast du dich nicht angemeldet? Die Küche sieht aus wie und da und da und ich muss noch Staub saugen und es ist alles unordentlich. Kannst du erst ein bisschen später kommen?“ So geht es diesem klugen Knecht und diesem treuen Knecht nicht. Sondern er macht einfach das, jeden Tag macht er das, was sein Herr ihm aufgetragen hat. Also er fragt nicht danach, kommt er heute, kommt er morgen, er ist einfach in diesem Prozess, in der Umsetzung des Willens seines Herrn. Damit ist er beschäftigt und wenn dann sein Herr kommt, eines Tages findet er ihn bei der Arbeit.

[10:07] Der böse Knecht sagt: „Mein Herr kommt noch lange nicht.“ Und ich habe mich gefragt, was für eine Beziehung hat dieser Knecht zu seinem Herrn, der zwar auf die Kosten des Herrn lebt, aber nicht für seinen Herrn. Der zwar alle Vorzüge dort im Haushalt seines Herrn genießt, aber dieses Vertrauen des Herrn missbraucht. Ich glaube, dieser Mann, der hier beschrieben wird in diesem Gleichnis, dieser Knecht, hatte kein gutes Verhältnis zu seinem Herrn. Sobald er weg war: „Wow, jetzt fängt das Leben an. Ich bin zwar ein Knecht des Herrn, aber ich werde jetzt das machen, was ich für richtig halte. Bis er kommt, meine Güte, wer weiß, wann er überhaupt kommt und ob er überhaupt kommt. Ich mache jetzt alles so, wie ich mir das vorgestellt habe.“ Und dann kommt die böse Überraschung für den bösen Knecht.

[11:19] Aus diesem Gleichnis lerne ich etwas über Vorbereitung. Vorbereitung auf die Wiederkunft von Jesus heißt: Ich bin Jesus treu in dem, was er mir aufgetragen hat, bis er kommt. Vorbereitung auf die Wiederkunft von Jesus heißt: Ich bin Jesus treu bei dem, was er mir aufgetragen hat, bis er kommt. Und ich frage da nicht: Kommt er morgen, kommt er in fünf Jahren, kommt er in zehn Jahren, kommt er irgendwann, sondern einfach in der Umsetzung dessen, was er mir aufgetragen hat, kann ich ihn erwarten und werde nicht überrascht, weil ich in der Umsetzung seines Willens genau das getan habe, was er wollte.

[12:10] Was hat Jesus uns aufgetragen? Matthäus 28, natürlich, das ist so der große Auftrag, der große Auftrag, den Jesus seinen Nachfolgern mitgegeben hat, der übrigens nicht nur für Prediger gilt, sondern für alle Nachfolger, für alle Jünger von Jesus, wo er sagt: „Geht hin in alle Welt, macht zu Jüngern alle Völker, tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, halten alles, was ich euch befohlen habe.“ Und dann sagt er: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit.“ Das ist unser Auftrag. Wir sind auf dieser Welt Berufene, um im Auftrag von Jesus das auszuführen, Menschen zum Heil zu führen. Wir haben den Auftrag, das umzusetzen, die Liebe Gottes zu den Menschen zu bringen. Egal wo wir sind, egal welchen weltlichen Beruf wir haben, ob wir Arzt sind oder Automechaniker oder Tischler oder Krankenschwester oder was auch immer, unsere erste Berufung ist: Missionar zu sein.

[13:18] Vorbereitung heißt: Ich tue das, du tust das, treu, was Jesus dir aufgetragen hat, bis er kommt.

[13:33] Dann kommen wir zum nächsten Gleichnis. Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen. So gibt es auch wieder kluge Jungfrauen. So wie es einen klugen Knecht gab, so gibt es auch kluge Jungfrauen. Übrigens, so eine kleine Klammer: Diese beiden Gleichnisse sind sehr eng miteinander verknüpft. Vielleicht ist es euch schon mal aufgefallen. In Vers 42 bis 44, diese Verse, die wir schon gelesen haben, heißt es ja: „Wacht, da ihr nicht wisst, in welcher Stunde euer Herr kommt.“ Also das ist so quasi der Beginn, der Türöffner in die Gleichnisrede von Jesus. Und dann am Ende von dem Gleichnis der zehn Jungfrauen in Vers 13 heißt es: „Darum wacht.“ Also da fasst es nochmal zusammen. Das ist quasi wie eine Klammer, sagt: „Darum wacht.“ Und dann am Ende sagt er wieder: „Darum wacht.“ Also das ist immer wieder der Aufruf von Jesus: Wacht.

[13:33] Also es gibt zehn Jungfrauen, fünf kluge und fünf törichte Jungfrauen. Und die fünf klugen, die haben ihre Lampen dabei gehabt und haben eine Ölreserve mitgenommen. Diese fünf klugen Jungfrauen stehen für Menschen, die wachen. Und von dem griechischen Wort her, das könnte man auch übersetzen mit: aufmerksam sein, geistesgegenwärtig sein, mit wachem Sinn leben, wach sein. Also sich nicht benebeln lassen, sondern sie nehmen ihre Umwelt und das, was geschieht um sie herum, deutlich wahr. Sie sind vorbereitet, weil sie nicht nur ihre Lampen dabei haben, sondern auch Öl.

[15:19] Und ich möchte gerne hier an diesem Punkt Ellen White zu Wort kommen lassen, aus dem Buch „Bilder vom Reiche Gottes“, wo sie über dieses Gleichnis und über die Symbolik, die dahinter steckt, spricht. Und ich hoffe, das funktioniert jetzt mit der Folie. Sie sagt hier: „Die beiden Gruppen wartender Mädchen symbolisieren die beiden Arten von Menschen, die vorgeben, auf den Herrn zu warten. Als Jungfrauen werden sie bezeichnet, weil sie sich zum reinen Glauben an Christus bekennen. Die Lampen stellen das Wort Gottes dar, von dem der Psalmist sagt: ‚Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.‘ Das Öl ist ein Symbol für den Heiligen Geist.“

[16:02] „Im Gleichnis Jesu machten sich alle zehn Jungfrauen auf, um den Bräutigam zu treffen. Sie alle hatten Lampen und Ölfläschchen bei sich. Zunächst gab es also zwischen ihnen keinen erkennbaren Unterschied. So ist es auch mit dem Volk Gottes kurz vor der Wiederkunft Christi. Alle kennen die Heilige Schrift. Alle haben die Botschaft, dass Jesus bald wiederkommen wird, gehört und warten zuversichtlich auf ihn. Doch wie im Gleichnis, so kommt es auch heute zu einer unvermutet langen Wartezeit, die unseren Glauben auf die Probe stellt. Und wenn schließlich der Ruf ertönt: ‚Siehe, der Bräutigam kommt, geht hinaus ihm entgegen!‘, sind viele nicht darauf vorbereitet. Sie haben kein Öl bei sich, um ihre Lampen zu füllen. Ihnen fehlt der Heilige Geist. Ohne den Geist Gottes ist es nutzlos, sein Wort zu kennen. Allein das theoretische Wissen um die Wahrheit kann uns weder geistlich beleben, noch unser Herz heiligen. Alle Kenntnis der Gebote und Verheißungen der Bibel reicht nicht aus, unseren Charakter zu ändern, wenn der Geist Gottes uns diese Wahrheit nicht nachdrücklich einprägt.“

[17:08] „Die törichten Jungfrauen symbolisieren nicht die Heuchler, sondern jene Menschen, die die Wahrheit durchaus schätzen, sich sogar für sie einsetzen und auf der Seite derer zu finden sind, die an sie glauben. Aber sie lassen den Heiligen Geist nicht an sich wirken. Der Heilige Geist wirkt an unserem Herzen, wenn wir es ihm erlauben und schenkt uns ein neues Wesen. Die Menschen, die durch die törichten Jungfrauen dargestellt werden, lassen ihn allerdings nur an die Oberfläche. Sie kennen Gott nicht wirklich, weil sie nie über sein Wesen nachgedacht und nie mit ihm in Verbindung gestanden haben. Deshalb wissen sie auch nicht, wie sie ihm vertrauen, zu ihm aufschauen und wie sie überhaupt leben sollen. Ihr Dienst für Gott ist reine Formsache.“

[18:05] Die Törichten haben nur ihre Lampen, aber kein Öl und ihre Lampen verlöschen. In dieser dunklen, dunklen Zeit, kurz vor der Wiederkunft von Jesus, kurz bevor der Bräutigam kommt, gehen die Lichter aus bei diesen Menschen, die eigentlich alles wussten, die eigentlich die Wahrheit kannten und auch sich dafür eingesetzt haben, aber in Wirklichkeit nicht durchdrungen waren von der biblischen Wahrheit. So wie dieser Schwamm. Sie waren nicht so durchdrungen, völlig durchnässt mit der biblischen Wahrheit. Sie haben den Heiligen Geist nicht an sich wirken lassen.

[18:54] Und das ist meine Ableitung aus diesem Gleichnis, so wie es hier beschrieben wird. Vorbereitung auf die Wiederkunft von Jesus heißt: Lasse dich täglich von Gottes Geist erfüllen, leiten und prägen. Lasse dich täglich von Gottes Geist erfüllen, leiten und prägen.

[19:17] Die Frage ist natürlich: Wie kann ich mit dem Heiligen Geist erfüllt werden? Und ich wünschte, ich hätte jetzt noch viel länger Zeit. Das ist eine ganze Predigt, vielleicht sogar eine Predigtreihe für sich. Wie kann ich mit dem Geist, mit dem Heiligen Geist erfüllt sein? Wie kann ich ein Überwinder werden, so wie das Jesus in der Offenbarung beschreibt? Aber einen Bibeltext möchte ich euch gerne mitgeben: Lukas 11, Vers 13, wo Jesus beschreibt, in den Versen vorher, wo er sagt: „Bittet, und es wird euch gegeben; suchet, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan.“ Und dann beschreibt er es, wie ein Freund zu einem anderen Freund geht und sagt: „Bitte, gib mir ein Brot.“ Und er sagt, er wird ihm jetzt keinen Stein dafür geben. Und dann sagt er uns: „Wenn schon euer Vater, wenn schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben vermögt, wie viel mehr wird Gott den Heiligen Geist geben denen, die ihn darum bitten?“

[20:25] Also darum bitten. Und wenn ich zu ihm komme als sein Kind, dann darf ich jeden Tag neu mich von seinem Geiste füllen lassen, mich neu ihm zur Verfügung stellen, mich ihm neu weihen. Das ist nicht etwas, was ich vor 30 Jahren mal gemacht habe, sondern das ist etwas, was jeden Tag wieder neu stattfindet. So wie Paulus das im Epheserbrief beschreibt, wo er sagt: „Lasst euch vom Geist erfüllen, jeden Tag immer wieder neu.“ Das ist die Kraft, die uns erfüllen muss, damit wir vorbereitet werden auf die Wiederkunft von Jesus, dass die biblischen Wahrheiten wirklich tief in unser Leben hinein verwurzelt werden, verwurzelt sind, immer tiefer in der Liebe Gottes mit ihm verbunden sind.

[21:14] Dann kommt das nächste Gleichnis, das Gleichnis von den anvertrauten Talenten. Jesus erzählt hier auch wieder von drei Knechten, drei Männern, die unterschiedlich ausgestattet wurden mit fünf Talenten, zwei Talenten und einem Talent, von ihrem Herrn, der auf Reisen ging und dann hat er ihnen das gegeben und er ist abgereist und diese drei Männer gehen unterschiedlich damit um. Der eine mit den fünf, der wendet es an und es vermehrt sich. Der mit den zwei auch, er wendet es an und es vermehrt sich, es verdoppelt sich. Und dann kommt aber der, der ein Talent bekommen hat. Und dieser Mann, und das möchte ich gerne mit euch lesen, dieser Mann vergräbt es. Er vergräbt es und sagt: „Am besten vergrabe ich es, nicht, dass irgendetwas damit passiert, nicht, dass ich irgendetwas falsch mache und am Ende ist mein Herr böse über mich, sondern ich vergrabe es und dann kann ich sie am Ende wieder zurückgeben.“

[22:22] Und wir lesen hier zusammen Matthäus 25 und dann ab Vers 24: „Da trat auch der hinzu, der das eine Talent empfangen hatte und sprach: Herr, ich kannte dich, dass du ein harter Mann bist. Du erntest, wo du nicht gesät und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast. Und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Siehe, da hast du das deine.“ Aber sein Herr antwortete und sprach zu ihm: „Du böser und fauler Knecht! Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe? Dann hättest du mein Geld den Wechseln bringen sollen. So hätte ich bei meinem Kommen das meine mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat. Denn wer hat, dem wird gegeben, damit er Überfluss hat. Von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat. Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis. Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.“

[23:30] Dieser Mann dachte, er würde seinen Herrn kennen. Er hatte eine völlig falsche Vorstellung von ihm. Er sagte in Vers 24: „Ich kannte dich, dass du ein harter Mann bist.“ Wirklich? War wirklich ein harter Mann? So hat er ihn empfunden, so hat er ihn gesehen. Und das hat ihn abgehalten, diese Furcht, diese Angst, das, was er hat, das, was er anvertraut bekommen hat, auch einzusetzen.

[24:02] Übrigens, am Ende von dem Gleichnis von den zehn Jungfrauen sagt der Bräutigam zu den törichten Jungfrauen: „Ich kenne euch nicht.“ Das ist eine Brücke auch zu diesem Gleichnis. Jesus sagt hier diesen fünf törichten Gläubigen: „Ich kenne euch nicht.“ Und hier sagt der Mann: „Ich kannte dich.“ Oder er dachte, er kennt ihn. Aber in Wirklichkeit hat er ihn gar nicht gekannt. Er hat gar nicht mit ihm gelebt. Er hat ihn falsch, sein Wesen falsch verstanden. Seine Motivation war die Angst. Die Angst hat ihn, ja, schon motiviert, aber im Grunde genommen auch gelähmt, das einzusetzen, was er von seinem Herrn anvertraut hat.

[25:01] Und wenn ich das Prinzip aus diesem Gleichnis anwende auf die Frage, wie kann ich mich auf die Wiederkunft von Jesus vorbereiten, dann heißt das: Setze das, was Gott dir an Gaben anvertraut hat, zu seiner Ehre ein. Vorbereitung auf die Wiederkunft von Jesus, so sagt es Jesus hier in diesem Gleichnis, setze das, was Gott dir an Gaben anvertraut hat, zu seiner Ehre ein.

[25:29] Und dann kommt das Gleichnis, das letzte Gleichnis, was Jesus hier erzählt, von dem Weltgericht, von den Schafen und Böcken. Und das möchte ich gerne mit euch lesen. Matthäus 25, und wir lesen ab Vers 31: „Wenn aber der Sohn des Menschen in seine Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen und vor ihm werden alle Völker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.“

[26:14] „Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: ‚Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt. Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich beherbergt. Ich bin ohne Kleidung gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.‘“

[26:40] Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: „Herr, wann, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich beherbergt oder ohne Kleidung und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis und sind zu dir gekommen?“

[26:59] Und der König wird ihnen antworten und sagen: „Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

[27:08] Dann wird er auch denen zur Linken sagen: „Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist. Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt, ohne Kleidung, und ihr habt mich nicht bekleidet, krank und gefangen, und ihr habt mich nicht besucht.“

[27:30] Dann werden auch sie ihm antworten und sagen: „Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder ohne Kleidung oder krank oder gefangen gesehen und haben dir nicht gedient?“ Dann wird er ihnen antworten: „Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir auch nicht getan.“ Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.

[28:01] Die Menschen, die hier als Schafe bezeichnet werden, sie führen ein selbstloses Leben. Sie dienen selbstlos, und sie merken es noch nicht mal. Wenn sie hier nachfragen und sagen: „Herr, wann war das denn? Wann haben wir dich besucht? Wann haben wir dir zu essen gegeben? Wann haben wir dir Kleidung gegeben? Wann haben wir dich beherbergt? Wir haben das gar nicht mitbekommen.“ Es war nicht so, dass sie eine Strichliste hatten: „Heute wieder ein gutes Werk getan, heute habe ich wieder eine Witwe besucht, heute habe ich das gemacht, das gemacht, und wenn Jesus wiederkommt, kann ich dann meine Liste vorzeigen, schau, was ich alles gemacht habe.“ Nein, sie sagen: „Wir haben das gar nicht mitbekommen.“ Sondern es war ein natürlicher Ausfluss ihrer Verbindung zum Herrn, ein natürlicher Ausfluss ihres Glaubens, ihrer Glaubenspraxis, dass sie gesagt haben: Da brauchen wir nicht groß nachzudenken. Wenn es jemanden gibt, der Hilfe braucht, dann helfen wir. Sie sind so erfüllt von der Liebe Gottes, dass es überfließt aus ihrem Herzen zu den anderen.

[29:13] Und die Böcke? Die Böcke haben nur einen Blick für sich selbst. Sie sind selbstsüchtig. Sie schauen nur auf ihre eigenen Bedürfnisse, auf ihre eigenen Komfortzone. „Wie kann ich jetzt da jemanden beherbergen? Das funktioniert gar nicht. Also, wie soll ich mich jetzt auf irgendjemanden einstellen?“

[29:39] Was würdest du tun? Was würdest du tun, wenn du wüsstest, Jesus sitzt in deiner Stadt im Gefängnis? Was würdest du tun, wenn Jesus dich um ein wenig Geld bittet, weil er Hunger hat? Was würdest du tun, wenn du wüsstest, Jesus ist in deiner Stadt und er muss unter der Brücke schlafen?

[30:18] „Das, was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

[30:28] Und ich glaube, wenn ich für mich persönlich spreche, ich habe da noch viel zu lernen. Sind wir bereit, aus unserer Komfortzone herauszukommen? Treibt uns die Liebe Gottes so an? Sind wir so erfüllt mit der Liebe Gottes, dass wir gar nicht anders können, um anderen Menschen zu helfen, in ihrer Not beizustehen?

[30:55] Vorbereitung auf die Wiederkunft von Jesus heißt: Diene selbstlos, als wäre es Jesus selbst, der deine Hilfe braucht. Diene anderen Menschen selbstlos, als wäre es Jesus, der deine Hilfe braucht.

[31:16] Jesus macht deutlich, wann jemand bereit ist, vorbereitet ist für die Wiederkunft von Jesus. Er sagt: Wenn du das treu erfüllst, wenn du das treu tust, meinen Auftrag nachkommst, den ich dir gegeben habe, dann bist du bereit. Wenn du dich täglich dem Heiligen Geist öffnest und mit ihm lebst und dich von ihm prägen lässt, dann bist du bereit. Wenn du die Gaben, die ich dir gegeben habe, zu meiner Ehre einsetzt, wenn du mir selbstlos dienst, dann bist du bereit, mir zu begegnen.

[32:01] Diese vier Gleichnisse haben einen gemeinsamen Kern. Und man könnte das auf diesen Punkt bringen: Wer in einer engen Gemeinschaft mit Gott lebt, wird bereit sein für das Kommen von Jesus. Für den kommt der Tag nicht überraschend, also in dem Sinne, dass man sagt: Was? Nein, oh nein, er ist da, sondern: Endlich, endlich bist du da! Ja, er findet mich bei der Arbeit und jetzt geht es nach Hause. Wer in einer engen Gemeinschaft mit Gott lebt, jetzt schon, der ist bereit, wenn er dann sichtbar kommt und diese Verheißung aus der Offenbarung 22 in Erfüllung geht, wo es heißt: Wir werden sein Angesicht sehen.

[32:56] Biblisch gesprochen heißt es: Wer mit Gott wandelt, ist bereit. Dieses alte Wort: Mit Gott wandeln. Es geht um meine Beziehung zu meinem Herrn. Lebe ich mit ihm? Ist er wirklich mein Ein und Alles? Ist er das Wichtigste und Schönste und Größte in meinem Leben? Ist die Erfüllung seines Willens in meinem Leben erste Priorität?

[33:25] Ellen White schreibt in „Heavenly Places“: „Wenn du heute mit Gott im Reinen bist, dann bist du bereit, falls Christus heute kommen sollte.“ Gibt es etwas in deinem Leben, was du mit Gott bereinigen solltest? Gibt es etwas in deinem Leben, das du mit anderen bereinigen solltest, aus deiner Gemeinde, aus deiner Nachbarschaft, aus deiner Verwandtschaft? Gibt es etwas in deinem Leben, das dich zurückhält, dich ganz Gott zu weihen und dich ganz ihm hinzugeben? Dann geh zu ihm. Besprich es mit ihm. Bring es zu ihm. Es geht um die Beziehung zu Jesus, zu meinem Herrn, zu unserem Herrn.

[34:29] Noah ist mir dafür ein Beispiel geworden. War Noah vorbereitet auf das Ende der Welt? Ja, ich sehe, er nickt mit den Köpfen. Ja, Noah war vorbereitet. Er wurde gerettet mit seiner Familie, die acht Leute in der Arche. Warum war Noah vorbereitet? Schlagen wir auf 1. Mose 6, 1. Mose Kapitel 6. Und dort lese ich Vers 22: „Und Noah machte es so, er machte alles genau so, wie es ihm Gott geboten hatte.“ Und Kapitel 7 Vers 5 wird es nochmal wiederholt. Er hat alles umgesetzt. Gott hat ihm den Bauplan gegeben. Er hat gesagt, das und das kommt. Interessanterweise hat Gott Noah keine Zeitangabe gegeben. Er hat nicht gesagt: „Noah, bau ein Schiff, in 120 Jahren kommt die Flut.“ Was wäre passiert? Ich weiß es nicht, Spekulation. In 120 Jahren? Das reicht ja, wenn ich in 60 Jahren anfange. Habe ich immer noch 60 Jahre Zeit, mich auf das Ende der Welt vorzubereiten? Er setzt es um, was Gott ihm sagt.

[36:10] Aber warum hat er das gemacht? Warum hat er das umgesetzt? Warum hat er alles eins zu eins umgesetzt, was Gott ihm gesagt hat? Es hatte noch nie geregnet. Und Noah baut sein großes Boot da auf dem Trockenen. Er macht sich zum Gespött der Leute. Und es hat sein Leben völlig auf den Kopf gestellt. Er konnte nicht mehr seinem normalen Beruf nachgehen. Ich weiß gar nicht, was er von Beruf war, aber er konnte das nicht mehr tun, sondern er musste sich ganz auf das konzentrieren, das, was Gott ihm gesagt hat. Es hat sein Leben auf den Kopf gestellt.

[36:52] Aber warum hat er all das getan, was Gott ihm aufgetragen hat? Hatte er Angst? Hat er gesagt: „Wenn ich das nicht mache, dann wird Gott böse sein und dann werde ich am Ende mit untergehen. Das will ich nicht. Ich möchte mich und meine Familie retten.“ Und das ist genau das, was man als Zusammenfassung dieser vier Gleichnisse nehmen kann: Mit Gott wandeln. Noah lebte mit Gott. Und das ist genau das, was man als Zusammenfassung dieser vier Gleichnisse nehmen kann: Mit Gott wandeln. Noah lebte mit Gott. Er war in dieser engen Verbindung, in dieser Gemeinschaft mit ihm. Nichts war trennend zwischen ihnen. Gott war der Mittelpunkt seines Lebens. Und sein Leben gehörte ganz ihm. Und für ihn war es eine ganz normale Sache. Wenn Gott etwas ihm aufträgt, wenn Gott etwas sagt, dann hat er es einfach umgesetzt. Die Liebe zu ihm hat ihn dazu geführt, dass er das, was Gott ihm gesagt hat, umgesetzt hat. Er lebte Hand in Hand mit Gott. Noahs Gehorsam war ein Resultat aus seiner engen Verbindung mit dem Herrn. Er war ein Resultat aus seiner engen Verbindung mit dem Herrn.

[38:46] Wenn wir uns Gedanken machen über die Vorbereitung auf die Wiederkunft von Jesus, dann spielt diese Frage die entscheidende Rolle: Was bedeutet dir Jesus? Ist er dein Ein und Alles? Lebst du in einer von Freude und Liebe geprägten Beziehung zu ihm? Ist er der Mittelpunkt deines Lebens? Liebst du ihn wirklich mit deinem ganzen Herzen?

[39:23] Ich möchte hier noch einmal ein Zitat von Ellen White bringen auf der Folie, wo sie auch über die Vorbereitung auf das Ende der Welt und auf die Wiederkunft von Jesus schreibt. Sie sagt dort: „Die Kürze der Zeit wird als Anreiz angeführt, Gerechtigkeit zu suchen und Christus zu unserem Freund zu machen.“ Pass auf, jetzt kommt es bald. Jetzt solltest du aber mal allmählich. Nein, Hilfe, Jesus kommt und jetzt muss ich. Was ist das für eine Motivation? Und so beschreibt sie es auch: „Das ist aber nicht das beste Motiv, denn es riecht nach Selbstsucht. Ist es notwendig, dass uns die Schrecken des Tages Gottes vor Augen gehalten werden, damit wir durch Angst zum richtigen Handeln angetrieben werden? Das sollte nicht so sein.“

[40:23] Er ist voller Liebe, voller Barmherzigkeit und Mitgefühl. Er möchte unser Freund sein, um mit uns durch all die rauen Wege des Lebens zu gehen. Er sagt zu dir: „Ich bin der Herr, dein Gott, lebe mit mir, und ich werde deinen Vater hellen.“ Jesus, die Majestät des Himmels, möchte die zur Gemeinschaft mit ihm erheben, die zu ihm mit ihren Lasten, ihren Schwächen und ihren Sorgen kommen. Er macht sie zu seinen Kindern und gibt ihnen schließlich ein Erbe, das viel wertvoller ist als irdische Königreiche, eine Krone der Herrlichkeit, kostbarer als jede Krone, die jemals das Haupt des erhabensten Königs geschmückt hat.

[41:02] Das ist die Motivation. Ich darf zu Jesus kommen, als sein Freund, zu ihm kommen mit all meinen Sorgen, mit meinen Lasten, mit meinen Schwächen. Ich darf zu ihm kommen und er stößt mich nicht hinaus, sondern er nimmt mich auf und sagt: Wir gehen zusammen diesen Weg. Wir werden gemeinsam ans Ziel kommen. Wir brauchen keine Angst zu haben. Wir brauchen keine Angst zu haben vor dem Ende der Welt und vor dem Kommen von Jesus, wenn Jesus unser bester Freund ist, wenn wir mit ihm leben, wenn wir das, was er uns gesagt hat, umsetzen, aus Liebe zu ihm, wenn wir uns täglich von seinem Heiligen Geist erfüllen lassen, wenn wir die Gaben, die er uns gegeben hat, einbringen und anwenden und wenn wir selbstlos leben, seine Liebe weitergeben an andere Menschen, so wie er uns selbstlos geliebt hat. Die Liebe zu Gott und zu unseren Mitmenschen, das ist das entscheidende Motiv, sich auf die Wiederkunft von Jesus vorzubereiten.

[42:26] Ellen White schreibt in dem Buch „Das Leben Jesu“: „Allein den Dienst aus Liebe schätzt Gott. Fehlt diese Liebe, dann sind ihm alle Opfer und Formen ein Ärgernis.“ Was ist, wenn ich diese Liebe zu Jesus nicht habe? Wenn ich merke, da fehlt mir etwas, tief in mir ist dieses Verlangen, aber ich merke, ich habe nicht diese Liebe zu Jesus, zu meinem Erlöser, dann darf ich zu ihm kommen. Er wirft mich nicht hinaus. Ich darf zu ihm kommen und ihm das bekennen und sagen: „Herr, bitte hilf mir, dich mehr zu lieben.“ Es geht nicht darum zu sagen: Ja, ich muss jetzt mehr Andacht machen und noch mehr und das noch und das noch, und nein, hilf mir, dich mehr zu lieben, damit deine Liebe aus meinem Herzen überfließt und du erleichtert wirst durch mein Leben.

[43:35] Ich möchte mit einer Verheißung schließen aus Philipper 1, Vers 6, wo der Apostel Paulus sagt: „Denn ich bin davon überzeugt, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.“ Wer hat das gute Werk in dir angefangen? Jesus Christus, Gott. Wer wird es vollenden? Jesus Christus, Gott. Und zwar bis er kommt, das ist seine Verheißung. Unsere Aufgabe ist, uns ihm ganz zur Verfügung zu stellen, uns mit allem, was wir sind und haben, ihm zu weihen. Und er wird uns bereit machen, er wird uns fähig machen, er wird uns formen, damit wir voller Freude ihm begegnen können, wenn er kommt in den Wolken des Himmels. Amen.

[44:49] Ich lade euch ein, still zu werden und die Köpfe zu neigen zum Gebet. Vielen Dank für dein Wort. Vielen Dank, Herr, dass du uns immer wieder segnest durch das, was du uns sagen möchtest und sagst. Herr Jesus, vielen Dank, dass du auch uns nicht im Ungewissen gelassen hast darüber, wie wir vorbereitet sein können, wenn du kommst. Und ich bitte dich für jeden Einzelnen, jeder, der diese Botschaft heute gehört hat, dass wir unsere Beziehung zu dir vertiefen, dass du uns erfüllst mit deinem Heiligen Geist, mit deiner Liebe, dass wir in allem dich verherrlichen und dir die Ehre geben, dass du unser Ein und Alles bist, Herr. Wir möchten unser ganzes Leben dir weihen, möchten mit dir zusammenarbeiten, da, wo du uns hingestellt hast, und möchten das tun, was du so gerne tun möchtest, nämlich Menschen retten. Herr, wir danken dir, dass du bald wiederkommen wirst, dass wir wissen dürfen, dass unser Leben in deiner Hand geborgen ist. Egal, was passiert, egal, ob wir vorher sterben oder dich lebend wiedersehen werden, unser Leben ist in dir geborgen. Danke für diesen Sabbat, danke für diesen Tag und für deinen besonderen Segen, den du auf diesen Tag gelegt hast. Amen.

[46:46] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
[47:16] UNTERTITELUNG. LIVE-UNTERTITELUNG.


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