[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr heute da seid. Etwas mit Abstand in Corona-Zeit, das hindert uns aber nicht, das Wort Gottes zu studieren. Schön, dass ihr jetzt eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir wollen weiter studieren im Buch der Offenbarung. Wir haben uns das letzte Mal mit Vers 23 beschäftigt, mit Sonne und Mond, die es noch geben wird auf der neuen Erde, aber im Grunde genommen eigentlich mehr so als Erinnerung, weil der Glanz, der Herrlichkeit Gottes und des Lammes alles überstrahlen wird, was Sonne und Mond jemals überhaupt nur an Licht produzieren könnten. Heute wollen wir ein Vers weitergehen, aber bevor wir das tun, möchten wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet, wo es möglich ist. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt zu dir kommen können und dass du durch deinen Heiligen Geist zu uns sprechen möchtest. Herr, wir möchten dich bitten, dass du alle störende hinfortnimmst, was irgendwie unsere Gedanken ablenken könnte und möchten dich bitten, dass du unser Lehrer bist, dass wir aus deinem Wort begreifen, was du uns sagen möchtest und dass wir die Kraft, die du in dein Wort hineingelegt hast, in unserem Herzen spüren. Danke, dass du zu uns reden möchtest und dass wir Freude haben dürfen beim Bibellesen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen. Schlagt mit mir auf, Offenbarung 21 und dort Vers 24.
[2:26] Offenbarung 21 und dort Vers 24 sind wir immer noch in der Beschreibung der heiligen Stadt des neuen Jerusalems und zwar heißt es dort: „Und die Heidenvölker, die gerettet werden, werden in ihrem Licht wandeln und die Könige der Erde werden ihre Herrlichkeit und Ehre in sie bringen.“ Ein ziemlich beeindruckender Vers. Die Heidenvölker, die Könige, sie alle werden dort einziehen und werden in ihrem Licht wandeln. Welches Licht ist damit gemeint? Ja, das Licht der Herrlichkeit Gottes. Es ist das Licht der Herrlichkeit Gottes und des Lammes. Die Herrlichkeit von Gott dem Vater und von Jesus, die leuchtet so hell und dieses Bild ist so schön. Das Licht leuchtet, man sieht irgendwo an der Sonne, man sieht Sonne und Mond. Ja, die sind da, aber im Grunde genommen würden sie es gar nicht auffallen, wenn sie nicht da sind. Gott selbst leuchtet so hell in der Stadt und in diesem Licht gehen jetzt Menschen. Interessanterweise, wo hatten wir in dem ganzen Abschnitt ab Vers 10 schon irgendwelche Menschen gesehen? Wo hatten wir schon Menschen gesehen ab Vers 10? Welche Menschen haben wir da gesehen? Ja, da sind die Namen, oder? Man sieht eigentlich nur die Tore und die Namen an den Toren. Da sind noch keine Menschen beschrieben, obwohl natürlich, klar, wir wissen, dass die denn da wohnen werden, aber Johannes sieht Namen auf einem Tor. Wo geht es sonst um Menschen? Die Apostel auch das Gleiche. Das sind die Namen der Apostel auf Steinen. Johannes sieht Tore und Steine, keine Menschen. Wo sieht er Menschen? Ich gebe zu, es ist eine Fangfrage. 17? Ja, es ist Maß eines Menschen. Wo sieht er zum ersten Mal tatsächlich Menschen in der Stadt, die sich bewegen? Ich gebe zu, es ist eine Fangfrage. Hier in diesem Vers, in Vers 24. Vorher gar nicht, das ist interessant, oder? Er beschreibt in allen Details die Stadt ab Vers 10, 13 Verse lang, alle Details und erst in Vers 24 sehen wir plötzlich im Licht auch Menschen. Man hat so fast den Eindruck, er ist ja vom Licht geblendet, oder? Er sagt, das allererste ist die Herrlichkeit Gottes und dann sieht er die Stadt, die Mauer, die alles glänzt und die Edelsteine und irgendwann hat man den Eindruck, als ob er sich an das Licht gewöhnt hat und jetzt im Licht sieht er Menschen wandeln. Sie wandeln im Licht des Lammes. Ich frage an euch, kennt ihr diese Idee, dass irgendjemand im Licht Gottes wandelt? Woher kennen wir diesen Ausdruck?
[6:16] Richtig, genau. Erst Johannes 1 Vers 7, magst du den mal lesen? Genau, das Blut Jesu reinigt uns von aller Sünde. Wann? Was ist die Bedingung für diese Verheißung? Wenn wir im Licht wandeln. Ich kann also nicht nur sagen, ich glaube Jesus ist am Kreuz gestorben, ich lebe wie ich will, aber irgendwie wird das Blut mich schon reinigen, sondern die Bedingung, damit das Blut mich reinigt und das kann mich von wieviel Sünden reinigen? Von allen Sünden. Die Bedingung aber ist, ich muss im Licht wandeln. Ich muss mich für das interessieren, was Gott mir sagt. Sein Wort ist meines Fußes Leuchte, ein Licht auf meinem Weg. Nur wenn wir im Licht wandeln, wenn wir tatsächlich auch dem folgen, was Gott uns zeigt, kann er uns reinigen. Ganz genau und das ist der Punkt, den ich machen wollte. Wer sind diese Heidenvölker, die jetzt in dieser Stadt wandeln? Es sind diejenigen, die schon auf der Erde im Licht Gottes gewandelt sind. Wir haben darüber gesprochen, dass jedes Mal, wenn wir uns eigentlich zu Gott wenden, Lichtstrahlen der Herrlichkeit Gottes vom Himmel auf uns fallen. Wir haben ja darüber gesprochen, dass die Herrlichkeit Gottes, die die ganze Stadt durchflutet, sich ja auf dieser Erde auch zeigt, in der Natur. Die Himmel verkünden die Herrlichkeit Gottes. In der Bibel, wo der Charakter Gottes als Herrlichkeit beschrieben wird und vor allem im Leben von Jesus. Immer, wenn wir uns mit Gott beschäftigen, dann sind wir eigentlich so in den Lichtstrahlen von Neu Jerusalem. Ganz genau. Wir sehen also, egal welchen Bereich wir anschauen, unser Leben jetzt hier als Gläubige ist eigentlich schon ein Stück Himmel auf Erden. Wer im Himmel leben möchte, kann jetzt schon mit Gottes Hilfe sich auf den Himmel vorbereiten.
[8:50] Ganz genau. Wir sind jetzt schon das Licht der Welt, sagt Jesus. Nun, interessant ist, wen sieht er dort in Offenbarung 21 Vers 24? Wen sieht er im Licht wandeln? Er sagt, die Heidenvölker. Das ist interessant, oder? Man hätte ja auch denken können, nach all dem, was wir jetzt gelesen haben, dass er sagt, ich sah die 144.000 dort wandeln, oder? Aus allen Stämmen Israel, das wäre ja auch richtig gewesen. Aber er sagt bewusst, ich sah die Heidenvölker dort wandeln. Um deutlich zu machen, die Erlösten kommen aus allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen. Diese Formulierung kennen wir. Das ist nämlich der Anfang von das ewige Evangelium. Alle Völker, Nationen, Stämmen und Sprache, die drei Engelsbotschaft. Jetzt, woher kommt die Idee, dass alle Völker gerettet werden sollen? Aus allen Nationen, Stämmen und Völkern und Sprachen. Ist das eine Idee, die wir schon im Alten Testament finden, oder ist das erst etwas, was sich im Neuen Testament entwickelt?
[10:08] Genau, schauen wir mal an, wo finden wir das? Erste Mose, genau. Erste Mose 12. Der Grund, warum Abram, der erst Abram und erst später Abraham heißt, warum Abram berufen wird, ist nicht, damit Gott einfach nur ein Spezialvolk für sich jetzt hat, sondern von Anfang an sollen diese berufenen Gottes ein Licht für andere sein. Schaut mal in Vers 1 bis 3. Der Herr aber hatte zu Abram gesprochen: „Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft, aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde, und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen und du sollst was sein? Ein Segen sein.“ Also von wo kommt der Segen? Kommt er zu Abram oder von Abram? Geht er weg? Also ist Abram der Empfänger des Segens oder derjenige, der ihn austeilt? Ja, ja, genau. Also meine Frage ist, wird Abram gesegnet oder soll er segnen? Beides. Er empfängt Segen und soll Segen weitergeben. Also welchen Segen soll er weitergeben? Den Empfangenen hat. Er ist quasi nur ein Kanal, er ist nur ein Übermittler. Gott spricht zu ihm, er soll es weitergeben. Wenn er im Licht ist, wie ihr gesagt habt, soll er zum Licht werden. Gott beruft uns immer dazu, dass das, was wir von Gott empfangen haben, weitergeben und wir sollen ein Segen sein, kein Fluch. Wir sollen ein Christ ist dann ein echter Christ, wenn auch die, die um ihn herum sind, sagen: „Du bist ein Segen für mich.“ Mal unabhängig davon, nicht alle Menschen werden sich für ihr entscheiden, aber ein Daniel war ein Segen. Selbst die Heiden am Hof von Babylon haben gesagt: „Du bist ein Segen.“ Bei Josef, bei Esra, egal wie wir anschauen, auch Heiden mussten feststellen: „Du bist ein Segen, wenn ein Mensch wirklich Gott gedient hat.“
[12:30] Also schauen wir mal ein bisschen weiter. Suchen wir mal diese Idee im Alten Testament, dass Gott alle Völker retten möchte. Fünfte Mose 32 und wir könnten sicherlich viel mehr Stellen von Abraham nehmen, aber wir gehen mal hier zu Fünfte Mose 32 und dort Vers 43. Das ist eine interessante Stelle. Fünfte Mose 32 ist ja das Lied des Mose, wo er in prophetischen Worten eigentlich so poetisch den Abfall und die Wiederherstellung Jerusalems oder Israels vielmehr gesagt, beschreibt. Und wer mag mal lesen in Fünfte Mose 32, Vers 43? Wer mag denn mal lesen?
[13:34] Okay, schauen wir uns den Vers mal an. Das ist ja prophetisch. Das bezieht sich auf die Zeit, wenn Israel abgefallen ist und dann irgendwann soll etwas passieren. Wer soll jubeln? Die Heiden sollen jubeln. Also die Idee ist nicht, wenn oder fragen wir erst mal, warum sollen die Heiden jubeln in dem Vers? Warum sollen die Heiden jubeln? Ja genau, also er setzt sich für seine Knechte ein und warum noch? Wen sühnt er? Sein Land und sein Volk. Wer ist sein Volk? Also ja, hier in Fünfte Mose 32. Wer ist sein Volk? Naja, aber wem sollen die Heiden zujubeln? Wem sollen sie zujubeln? Sie sollen nicht einfach nur jubeln, sie sollen irgendjemandem zujubeln. Nämlich? Ah okay, das heißt die Heiden sind noch was anderes als sein Volk. Könnt ihr sehen? Es gibt sein Volk und die Heiden und sein Volk hier in Fünfte Mose 32 ist erst mal das Volk Israel. Das Volk Israel. Aber die Heiden sollen dem Volk zujubeln, sie sollen sich freuen über das Volk Israel. Nämlich wann? Wenn Gott Sühnung für das Volk Israel erwirkt. Was meint denn das Wort Sühnung? Was ist Sühnung? Vergebung, Reinigung, Wiederherstellung. Wenn das Volk Israel Vergebung erfährt, dann werden die Heiden dem Volk zujubeln. Was war Gottes Plan ursprünglich mit dem Volk Israel? Bevor sie das hätten tun können, was hätten sie zuerst erleben müssen? Also absolut richtig, aber sie hätten den Erlöser annehmen müssen, das Evangelium annehmen. Das Evangelium hatten sie ja quasi in Prophezeiung. Sie hatten das Evangelium im Heiligtumsdienst. Sie hatten es in der Theorie, sie waren umgeben von dem Heiligtumsdienst und von dem Evangelium, aber sie mussten es eigentlich im Herzen haben. Denn nur, was sagt die Bibel? Wessen das Herz? Volles, dessen geht der Mund über. Man wird nur über das Evangelium zu Heiden sprechen, wenn man das Evangelium selbst verstanden hat. Frage, wie oft im Alten Testament lest ihr, dass die Israeliten sich aufgemacht haben, um einem Nachbarstaat das Evangelium zu predigen? Interessant oder? Das war ihre erste Aufgabe. Man liest mal von einmal, von einem Menschen, der mal sich auf den Weg gemacht hat, zu sagen, okay wir versuchen mal die Assyrer zu bekehren oder? Wer war das? Jona und den musste man schon wirklich schieben. Da musste Gott schon Naturgewalten aufwenden, um ihn dahin zu kriegen. Die Israeliten haben sich im Traum daran gedacht und interessanterweise sowohl vor dem Exil als auch nach dem Exil. Vor dem Exil, weil sie so abgefallen und liberal waren. Nach dem Exil, weil sie so streng überkonservativ waren, dass sie nur noch auf sich selbst geschaut haben. Also sie waren zwar theologisch mal in dem Extrem und mal in dem Extrem, aber sie waren nie dabei, den Heiden das Evangelium zu predigen, weil sie vielleicht jetzt Regeln einhielten, aber das Evangelium nicht im Herzen hatten.
[17:17] Genau, weil als die Menschen wirklich Jesus angenommen haben und gesehen haben, er ist für sie gestorben, auferstanden und sie jetzt zehn Tage lang zu ihm gebetet haben im Himmel, begann die Mission. Ich war da Pfingsten, Ausgießung des Heiligen Geistes, sie waren erfüllt mit dem Heiligen Geist und wessen das Herz voll ist, dessen geht der Mund über. Nun, also schauen wir ganz kurz, das war ja eigentlich die Aufgabe der Israeliten. 2. Mose 19, das können wir doch ganz schön hier sehen, in einem anderen Bild. 2. Mose 19 und dort Vers 4 bis 6. 2. Mose 19 Vers 4 bis 6, wer mag das mal lesen?
[18:42] Genau, Gott sagt, haben wir schon oft angeschaut, Gott sagt, die ganze Erde gehört mir, aber ihr seid besonders. Ihr sollt ein Volk von Priestern sein. Was macht ein Priester? Er steht zwischen Gott und den Menschen und bringt die Menschen zu Gott, aber vor allem bringt er auch Gott zu den Menschen sozusagen. Er erzählt den Menschen von Gott. Die Priester hatten ja die Aufgabe, das Gesetz auszulegen. Der Priester erzählt von Gott und bringt die Menschen zu Gott. Und es gab zwar hohe Priester im himmlischen, im irdischen Heiligtum, aber vom Prinzip her sollten alle Israeliten Priester sein. Sie sollten Menschen zu Gott bringen. Die Besonderheit von Israel bestand nicht daran, dass sie klüger waren, stärker waren, irgendwie genetisch was Besonderes waren, sondern dass sie das Wort Gottes hatten, das sie weitergeben sollten. Und das haben sie im Grunde genommen über Jahrhunderte nicht getan. Ja, der Priester, der soll das Gesetz Gottes weitergeben.
[19:58] Ganz genau. Jetzt schauen wir ein bisschen weiter im Alten Testament. Gott hat diese Idee nicht aufgegeben. Obwohl die Israeliten einfach das gar nicht gemacht haben, finden wir immer und immer wieder Gottes Wunsch, dass auch die, die ihn bisher nicht kennen, auch kennenlernen. Weil Gott ist kein, er sieht nicht die Personen. Er denkt nicht, er hat keine Favoriten und sagt, euch will ich retten und euch nicht. Er will alle retten. Schau beim Psalm 22. Psalm 22 und dort Vers 28. Übrigens, Psalm 22 ist ein, ah, lesen wir erst den Vers 28. Psalm 22 und dort Vers 28.
[20:38] Dort heißt es: „Alle Enden der Erde werden sich daran erinnern und sich zum Herrn bekehren; und alle Geschlechter der Heiden werden vor dir anbeten.“ Was für ein gewaltiger Vers, oder? Dass es eine Bekehrung geben wird, die nicht auf Israel beschränkt ist, sondern aus allen Nationen werden sich Menschen bekehren und Gott anbeten, weil sie etwas bedacht haben. Könnt ihr das sehen? Sie werden etwas bedenken. Bei mir steht, daran werden gedenken und zum Herrn umkehren. Jetzt, woran werden die denken? Worum geht es in Psalm 22? Was ist so der, der, die Gesamt, ja?
[21:21] Genau, es geht eigentlich um die Kreuzigung, prophetisch, oder? Das sieht man schon in Vers 2: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Oder wenn es später heißt, in Vers, Vers 19: „Sie teilen meine Kleider unter sich auf und werfen das Los über mein Gewand.“ Also, da werden so Dinge bis ins Detail beschrieben von der Kreuzigung Jesu. Und David sagt mit prophetischer Voraussicht, wenn Menschen das bedenken, wenn sie das Kreuz sehen werden, wenn sie das Kreuz verstehen, werden aus allen Nationen Menschen umkehren und vor Gott anbeten. Römer, Römer auch. Philipper sagt es auch, ja genau, Philipper 2, ganz genau, ganz genau. Also, die Idee ist sowieso die, dass alle Menschen ihre Knie beugen werden, irgendwann einmal nach den 1000 Jahren. Aber hier geht es natürlich jetzt spezifisch um die, die auch umkehren, die Buße tun. Ja, das ist ja Gottes Wunsch. Gott will, dass Menschen ihn, dass sie nicht nur ihn anerkennen, weil die Fakten es nicht anders zulassen, sondern er möchte, dass Menschen ihm vertrauen, dass sie ihn mögen.
[22:45] Schauen wir in, jetzt wo wir beim Thema Kreuzigung sind, schauen wir mal in Jesaja 52. Ja genau, Jesaja 52. Und da finden wir auch eine interessante Stelle. Jesaja 52, Vers 15, das ist eigentlich im Grunde genommen die Einleitung schon zu einer ganz interessanten Passage. Nämlich ab Kapitel 53 geht es eigentlich worum? Kapitel 53 ist die Beschreibung des Leidens von Jesus, wie er meine Sünde auf sich genommen hat, weil er mich so liebt, weil er mich mag und die Strafe für mich bezahlt hat. Und jetzt schaut mal, was hier steht in Vers 14 und 15. „Gleichwie sich viele über dich entsetzten, so sehr war sein Angesicht entstellt mehr als das irgendeines Mannes und seine Gestalt mehr als die der Menschenkinder.“ Denkt man vielleicht an die Wüste, aber vor allem noch an Gethsemane und dann vor allem an das Kreuz. „Genauso wird er viele Heidenvölker in Erstaunen setzen und Könige werden vor ihm den Mund schließen; denn was ihnen nie erzählt worden war, das werden sie sehen und was sie nie gehört hatten, werden sie wahrnehmen.“ Da wird eine Botschaft die ganze Welt erreichen, bis zu Königen kommen, die man vorher so noch nie gehört hatte. Könige kannten ihre eigenen Religionen. Da gibt es irgendwelche Götter, die streiten sich, die kämpfen, die machen irgendwas. Aber dass Gott vom Himmel kommt, Mensch wird sich erniedrigt und für mich stirbt, weil er mich mag, damit ich frei sein kann und Leben haben kann und es mir gut geht. Dass er das für mich tut, was ich nicht tun kann, das gibt es in keiner anderen Religion. Das ist so unerhört. Wir haben das schon so oft gehört, dass wir uns gar nicht mehr richtig bewusst machen, was das bedeutet. Aber hier wird gesagt, das wird die Heidenvölker erreichen, sie werden erstaunt sein, weil sie so etwas noch nie gehört haben. Was eigentlich Jesaja damit auch sagen will: Ihr Israeliten, ihr habt eigentlich in eurer Hand eine Botschaft. Wenn ihr sie nur richtig predigt und richtig auslebt, das würde alle interessieren.
[25:10] Nun schauen wir mal, oder zumindest viele interessieren. Schauen wir mal in Jesaja 55, da geht es ja immer noch um diesen Kontext. Also Jesaja 53 ist die Schilderung der Leiden des Messias, wie er für die Sünden der Menschen stirbt. Jesaja 54, dann dieses Angebot an Israel, wiederhergestellt zu werden, der Aufruf in Jesaja 55: „Kommt, ihr Durstigen, kommt und trinkt und esst ohne Geld.“ Und dann schaut mal, was dort steht in Vers 5. Wer mag mal Vers 5 lesen? Dieses Angebot, die Gerechtigkeit Gottes zu erhalten.
[25:45] Genau, also wie kommen die Heiden zu Jesus? Ja, warum kommen die? Also ja, sie kommen wegen Gott, es ist Gott, der sie zieht und wohin, zu wem kommen sie? Ja, es wird, das Volk wird wem zulaufen? Das Volk wird wem zulaufen? Das steht, das Volk wird zulaufen, nicht einfach nur Gott, sondern wem, zu wem wird es laufen? Wahrscheinlich die, die rufen, ja genau, was steht im Text? Zu wem werden sie laufen? Ja, das Volk, die du nicht kennst, zu wem werden sie laufen? Zu dir, also zu dem Volk Israel. Jesaja sagt durch die Inspiration Israel, die Heiden werden zu dir kommen. Du müsstest dich nicht mal aufmachen zu ihnen, jetzt mal überspitzt gesagt. Sie kommen zu dir und zwar Menschen, die du gar nicht kennst, von denen du nie was gehört hast, die kommen zu dir. Warum? Jetzt könnte kommen, warum kommen die Heiden? Der Herr führt sie, ja, weil Gott ja sagt in Jeremia 31: „Mit Banden der Liebe habe ich dich gezogen.“ Ja, es ist Gott, der Menschen sieht und warum kommen sie noch? Sie spüren irgendwo, dass sie Gott suchen und warum kommen sie zu Israel? Ja, genau, weil die Herrlichkeit Gottes sichtbar wird in Israel. Jetzt denk mal kurz nach, das heißt, wie kommen die Heiden zu Gott? Die Heiden kommen zu Gott, weil Menschen Gott kennen, das Kreuz für sich persönlich in Anspruch genommen haben, Jesus als ihren Freund haben und die Herrlichkeit vom Thron Gottes, die Herrlichkeit, die in Neu-Jerusalem ist, die scheint in ihr Leben. Das ist ja, was Gott sagt: „Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt, die Herrlichkeit geht auf über dir.“ Und wenn sie die Herrlichkeit Gottes sehen, die ja Gott in ihrem Herzen anspricht, wenn sie die sehen, dann sagen sie: „Daran wollen wir auch.“ Ja, sofort. Ja, also Jesaja sagt das immer und immer wieder, da wäre eine gigantische Ernte einzuholen.
[28:44] Genau. Das heißt, was Gott sich wünscht, ist, dass wir Christen sind, die so leben, dass ein Nicht-Christ sagt: „So würde ich auch gerne leben.“ Das heißt, ob wir den Auftrag Gottes erfüllen, hängt nicht in unseren Augen, also nicht, wenn ich mich als toller Christ fühle, sondern wenn Menschen von außen sagen: „So möchte ich auch leben.“ Und das kann man nicht von alleine produzieren. Also ich kann nicht ganz anstrengend sagen: „Hoffentlich wirke ich jetzt gut, ja, wie wirke ich auf die anderen, ja, wirke ich jetzt freundlich, bin ich freundlich genug?“ Sondern meine Konstellation muss wo sein? Auf Jesus. Wenn ich über Jesus nachdenke und Jesus im Herzen habe, dann werde ich immer mehr Jesus widerspiegeln und jeder, der nach Wahrheit sucht, jeder, der sich für Wahrheit interessiert, wird sagen: „Das habe ich eigentlich gesucht.“ Da sieht man noch Aufrichtigkeit, da sieht man Ehrlichkeit, da sieht man Freundlichkeit, Höflichkeit, Liebe, Geduld, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Das ist, was Gott sich wünscht.
[30:03] Du hast schon einen anderen Text genannt. Schauen wir mal in Jesaja Kapitel 2. Eine ganz tolle Prophezeiung. Jesaja Kapitel 2 und dort Vers 2 und 3. Eine ganz tolle Prophezeiung, die von Micha auch wiederholt wird und in Micha 5 fast wörtlich so auch aufgeschrieben ist. Jesaja 2, Vers 2 und 3. Wer mag das mal lesen?
[30:33] „Es wird zu der Zeit der Welt, dass es ein Haus ist, es steht höher als alle Berge und alle Hügel haben und alle…“ Haien werden hier zulaufen und viele Vögel werden hingehen und sagen: „Komm, lass uns auf den Weg des Herrn gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandern auf seinen Steinen, denn der Zion wird weiter ausgehen und es werden Worte von ihm sein.“
[31:13] Der Jesaja, das ist eine meiner Lieblingsprophezeiungen im Buch Jesaja. Er sagt, ich habe gesehen, am Ende der Tage wird der Berg des Tempels, des Hauses des Herrn, welches ist der Berg, wo der Tempel stand? Berg Zion, also Jerusalem. Dieser Berg wird höher sein als alle anderen Berge. Das ist ja ein Bild, oder? Der Berg wächst ja nicht so buchstäblich, sondern wer ist dieser Berg Zion? Das Volk Gottes, aber das Volk Gottes erhöht, sichtbar. Ja, also das ist so ein bisschen, wenn ihr mal in den Bergen wandern wart, dann wisst ihr, es gibt Berge, die sind größer und Berge sind kleiner. Und wenn man da irgendwie so einen kleineren Berg hat, den sieht man gar nicht überall, weil man sieht nur, am besten sieht man die Berge, die am höchsten sind, weil die sieht man von überall. Und das Problem ist nicht, dass es nicht eine Gemeinde gibt, das Problem ist oft, dass die Gemeinde nicht sichtbar ist. Aber es geht nicht einfach um die Gemeinde, sondern schaut mal ganz kurz, jetzt können wir kurz anschauen, Jesaja, lasst euren Finger hier, in Jesaja 40, Vers 9, den muss man dazu lesen. Jesaja 40, Vers 9, da heißt es: „Steige auf einen hohen Berg, O Zion, die du frohe Botschaft verkündigst. Erhebe deine Stimme mit Macht, O Jerusalem, die du frohe Botschaft verkündigst, erhebe sie, fürchte dich nicht, sage den Städten Judas: Seht, da ist euer Gott.“
[32:40] Frage, wer von euch mag Poesie? Poesie, Gedichte. Okay, bin ich der Einzige. Wann ist ein Gedicht, ein Gedicht normalerweise im Deutschen? Wann spricht man von einem Gedicht, ja? Also wenn es reimt, oder? Wenn da irgendwie so, meistens hat es ja einen Reim oder so. Jetzt die Hebräer hatten auch Gedichte und sie hatten auch Reime, allerdings nicht auf Silben, sondern auf Gedanken. Schaut mal, zum Beispiel kann ich sagen: „Mein Name ist Christopher Kramp, ich wohne in Altbach. Ich werde Christopher Kramp genannt, Altbach ist meine Heimat.“ Jetzt guckt ihr mich an, also wenn ich Hebräer wäre, würdet ihr sagen: „Was für ein schönes Gedicht.“ A, B, A, B, das ist so die Idee. Jetzt lesen wir den Vers nochmal und schaut mal, ob ihr so ein bisschen das Gedicht seht. „Steige auf einen hohen Berg, O Zion, die du frohe Botschaft verkündigst, erhebe deine Stimme mit Macht, O Jerusalem, die du frohe Botschaft verkündigst.“ Seht ihr, dass der zweite und der vierte Teil quasi identisch sind? O Zion und O Jerusalem, die frohe Botschaft und die frohe Botschaft. Also wenn der zweite Teil und der vierte Teil identisch sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit gut gegeben, dass der erste Teil und der dritte etwas miteinander zu tun haben. Nämlich: „Steige auf einen hohen Berg“ und „erhebe deine Stimme mit Macht.“ Mit anderen Worten, was der Vers sagt: Auf einen hohen Berg zu steigen, bedeutet seine Stimme mit Macht zu erheben. Macht ja auch Sinn, wenn ich irgendwie laut rufen will oder so, dann ist eine Erhöhung ganz gut. Also der hohe Berg ist eigentlich ein Synonym für laut rufen.
[34:46] Wenn also Jesaja sagt, die Heiden kommen in Massen, wenn der Berg Zion hoch erhaben ist, was wird dann eigentlich prophezeit? Der laute Ruf, Offenbarung 18. Es braucht nicht nur eine Gemeinde, es braucht eine Gemeinde, die laut ruft und zwar nicht einfach nur so auf sie mit Gebrüll, sondern wie Offenbarung 18 schreit, mit der Herrlichkeit, die die Erde erfüllt. Und das heißt, jetzt zurück zu Jesaja 2, wenn der laute Ruf gegeben wird, erfüllt vom Heiligen Geist, warum kommen die Menschen zum Berg Zion? Warum kommen die alle aus den verschiedenen Heidenvölkern?
[35:41] Genau, schaut man in Jesaja 2, Vers 3, die sagen ja: „Komm, lass uns gehen.“ Die haben Ziel, warum kommen die, warum gehen die dahin? Die sagen: „Lasst uns hinaufziehen, damit er uns belehre.“ Die wollen wissen, was die Wahrheit ist, die wollen wissen, was lehrt die Bibel wirklich. Ihr Lieben, es kommt eine Zeit und vielleicht ist sie näher, als wir denken. Jetzt, wo wir sehen, dass die Menschen offener sind, auch für geistige Dinge, für weltanschauliche Fragen, wohin steuert die Welt, wohin geht das alles, wo Menschen wissen wollen, was sagt die Bibel, was ist verlässliche Wahrheit, denn eins ist sicher, in dieser Welt kann man sich auf fast niemanden mehr verlassen, man wird überschüttet mit Nachrichten, weiß nicht, wen man trauen soll. Menschen suchen nach Sicherheit, sie suchen nach Verlässlichkeit, sie suchen nach Wahrheit, sie suchen. Die Tatsache, dass so viel Kritik geäußert wird an den Medien und dies und jenes, heißt ja auch, dass Menschen nach Wahrheit sehnen, sie wollen nicht belogen werden und viele Christen werden merken, dass oft in den Kirchen mehr Gefühl vermittelt wird und Politik, als das Wort Gottes und es gibt viele Menschen, die wollen wissen, was sagt die Bibel wirklich, ohne Extreme, ohne Fanatismus, ohne laue Gefühle, sondern was sagt das Wort. Und die Frage ist, lebe ich, leben wir so, dass wir Menschen uns sehen, sie den Eindruck haben: „Das ist jemand, der mit Gott zusammenlebt.“ Denn ihr wisst ja, der Engel aus Offenbarung 14 wird nicht zuerst gehört, oder? Der Engel aus Offenbarung 14 wird zuerst gesehen. „Ich sah einen Engel, einen anderen Engel im Himmel fliegen, der hat das ewige Evangelium und dann hört er seine Stimme.“ Das heißt, das ist genau diese Idee, wenn sie den den Berg hoch erhaben sehen, dann kommen sie und sagen: „Dort werden wir das Gesetz Gottes lernen.“
[38:12] Ganz genau, wo er sagt: „Die wir aus der Finsternis berufen sind, ist ein wunderbares Licht, um die Tugenden zu verkünden.“ Ganz genau, die Tugenden Gottes. Jesaja 66, Vers 18, und da sieht man, das ist nicht eine Idee, die ein oder zweimal vorkommt, die zieht sich wie ein roter Faden durch die Propheten des Alten Testamentes hindurch. Jesaja 66 und dort Vers 18, dort heißt es:
[38:48] Oder wer mag den mal lesen? Genau, Gott möchte, dass die Menschen seine Herrlichkeit sehen. Er möchte nicht nur, dass sie Mitglied einer Kirche werden, er möchte nicht nur, dass sie irgendwie von A nach B sich bewegen, er möchte, dass sie ihn kennenlernen und das wichtigste Kriterium, damit das erfüllt ist, ist, dass wir, dass ich, dass wir persönlich Jesus jeden Tag kennen, dass wir mit ihm leben, dass wir nicht nur von ihm wissen, sondern mit ihm leben, dass so wenn jemand zu mir kommt, ich von Jesus erzählen kann. Deswegen ist es wichtig, dass wir Erfahrungen mit Jesus machen. Die Menschen suchen nicht nur eine trockene Theorie, wann ist der richtige Tag zum Anbeten, wann enden die 2.300 Tage und Abend und Morgen, ist alles wichtig, aber was die Menschen suchen, ist Gott. Wenn wir ihnen erzählen können, was Gott in meinem Leben getan hat, wenn wir erzählen können, wie wir täglich mit ihm leben und wie unser Leben gesegnet ist, wenn es sichtbar ist, dass es Freude macht, mit ihm zusammenzuleben, dann hat auch die Verkündigung von theologischen Wahrheiten eine ganz andere Kraft.
[40:05] Ganz genau. Schlagt mal ein bisschen weiter zu Jeremia. Wir schauen noch Jeremia an. Jeremia 4, Vers 2. Und da schließt sich ein bisschen der Kreis zu Abram. Jeremia 4, Vers 2, schaut mal, dort heißt es, das ist ein Aufruf an Israel. In Vers 1 heißt es: „Wenn du umkehrst, Israel, spricht der Herr, wenn du zu mir umkehrst und wenn du deine Gräuel von meinem Angesicht entfernst, so brauchst du nicht mehr umher zu irren. Und wenn du in Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit schwörst, so wahr der Herr lebt, so werden sich die Heiden in ihm segnen und sich rühmen in ihm.“ Wann rühmen sich die Heiden in Gott? Was muss geschehen, damit die Heiden sich in Gott rühmen? Ja, wann werden sie sich in ihm segnen, in ihm rühmen? Was muss geschehen, Vers 1 und 2? Ja, das ist genau, aber was steht hier in diesen beiden Versen? Was muss mit dem Volk Israel geschehen? Sie müssen umkehren, sie müssen Buße tun und sie müssen in Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit schwören, weil das Problem der Israeliten war, sie haben zwar immer gesagt: „Ja, ja, der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn ist hier“ und haben dann einfach gesündigt. Und die Heiden werden nie kommen, wenn wir immer nur sagen: „Ja, ja, wir kennen die Wahrheit hier in die drei Engelsbotschaft, aber unser Leben im Alltag nicht davon durchdrungen ist.“ Wenn wir für den Sabbat kämpfen und die anderen Gebote brechen, dann können die Heiden nicht kommen. Wenn wir in Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit uns zu dem Herrn bekennen, dann, dann werden die Heiden kommen und sich rühmen in ihm.
[42:05] Wenn du umkehrst, erinnert euch daran, was haben wir gesagt, dass wenn wir im Licht wandeln, wir im Licht sind, nicht wahr, dann wird er uns reinigen von aller Sünde. Jetzt zum Schluss noch Sacharja, Sacharja Kapitel 2, Sacharja Kapitel 2 und dort Vers 15. Das ist jetzt nach dem Exil, hat sich nichts geändert am Plan Gottes. Sacharja 2, Vers 15, da geht es um die Wiederherstellung von Israel und Jerusalem. Wer mag denn mal lesen, Jeremias, Sacharja 2, Vers 15. Das ist eine außergewöhnlich interessante Prophezeiung, denn was sagt er hier über die Heiden? Sie werden nicht nur kommen, sondern sie werden dort wohnen und er sagt etwas, das muss eigentlich das Denken der Juden im Kopf gesprengt haben. Er sagt: „Sie sollen mein Volk sein.“ Gott sagt, es ist nicht so, dass ihr seid ein spezielles Volk und die Heiden kommen, so quasi kommen und gehen. Er sagt, wenn ihr das wirklich richtig durchzieht, wie ich mir das wünsche, wenn ihr wirklich von Herzen bekehrt seid und wenn es wirklich ein wiederhergestelltes Jerusalem gibt, dann werden die Heiden kommen, aber sie werden aufhören, Heiden zu sein, sie werden auch mein Volk sein. Und damit wird ganz, ganz, ganz, ganz, ganz deutlich, schon im Alten Testament war die Zugehörigkeit zum Volk Gottes nicht irgendwie ethnisch oder genetisch bestimmt. Gott plante schon Jahrhunderte bevor Jesus kam, dass die Heiden auch sein Volk sind, zwar im vollsten Sinne des Wortes.
[44:15] Und wenn wir in Sacharja sind, können wir noch zu Sacharja 8 gehen. Sacharja 8, den hast du schon gelesen, genau, das ist genau der Vers, den hatten wir schon. Ja, also man könnte Prophet an Prophet, Hosea, Jesaja, Jeremia, dann jetzt hier Sacharja. Im Grunde genommen sagt auch Daniel, das ist nicht ganz so deutlich, aber da wird ja sehr deutlich irgendwann, dass am Ende Jesus für sein Volk wiederkommt, obwohl das Volk Israel schon längst abgeschnitten ist. Also man sieht das an allen Ecken und Enden im Alten Testament und Offenbarung 21 nimmt letztlich diesen Faden wieder auf und sagt: All die Prophezeiungen, die scheinbar im Alten Testament auf taube Ohren gefallen sind, die scheinbar Jahrhunderte sich nicht erfüllt haben, weil die Israeliten einfach keine Anstalten gemacht haben, wirklich sich mit Gott so richtig zu verbinden und ihr Herz ihm zu geben. All diese Prophezeiungen werden sich erfüllen, die Heiden werden tatsächlich kommen und die Heidenvölker werden sein Volk sein. Das heißt ja in Vers 3, oder? In Offenbarung 21: „Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.“ Das ist ganz schön, es ist nicht nur ein Volk, es sind viele Völker, es sind Deutsche und Japaner und Amerikaner und Brasilianer und Juden und alle möglichen, aber es sind alle seine Völker, sein Volk. Die Heidenvölker gehören alle Gott.
[46:05] Die werden wir nächste Woche behandeln. Genau, zu denen kommen wir dann auch noch. Das ist mal ein extra Thema. Aber ihr seht, das Evangelium, wie es in der dreifachen Engelsbotschaft sich ausdrückt, das ewige Evangelium an alle Nationen, Völker, Stämmen und Sprachen, ist nichts Neues. Abraham hat es gepredigt, Mose hat es gepredigt, Jesaja, Jeremia, Hosea, Sacharja und am Ende sehen wir die Erfüllung. Wir sehen also, dass dasselbe Evangelium spitzt sich jetzt nur zu und wir leben, ihr Lieben, ich glaube, die meisten Propheten würden sich die Augen reiben, wenn sie sehen würden, wie viele Nationen heute an Jesus glauben, den Sabbat halten, auf die Wiederkunft warten. Ganz genau. Sein Volk ist auch in den in den verschiedensten Gegenden und Gruppierungen, wo die Bibel zwar als System, als Babylon beschreibt, aber in Babylon befindet sich sein Volk, das ist vollkommen recht. Und wisst ihr, die Propheten, die würden so sehr mit uns gerne tauschen vermutlich, wenn sie sehen könnten, wie auf dem ganzen Erdball Menschen, nicht zu Hunderten, zu Zehntausenden, sich dem ewigen Evangelium anschließen. Ich glaube, wir leben in spannenden Zeiten. Die größte Erfüllung aller Zeichen der Zeit, so wichtig es ist, den Blick auf Offenbarung 13 und 14 zu richten, die größte Erfüllung ist, wie zu dieser Zeit überall auf der Welt Menschen die dreifache Engelsbotschaft hören. Und das, sagt die Bibel, ist das Zeichen, das dazu führen wird, dass Jesus wiederkommt. Denn wenn dieses Evangelium vom Reich in der ganzen Welt gepredigt wird, dann kommt das Ende. Unsere oberste Priorität sollte sein, das Evangelium in die ganze Welt zu predigen. Alles andere ist sekundär.
[47:50] Wollen wir uns gemeinsam dem widmen, wollen wir Gott bitten, dass er unsere Herzen erfüllt, dass im Alltag sichtbar wird, dass wir mit Jesus leben. Und auch gemeinsam wieder knien für ein Abschlussgebet. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danken, dass du durch dein Wort immer und immer wieder zu uns redest. Danke, dass wir sehen können, dass das Evangelium zu allen Zeiten dasselbe gewesen ist und dass du schon immer die Menschen zu dir ziehen wolltest. Danke, dass du uns berufst, nicht weil wir besser oder klüger oder stärker sind, sondern damit wir etwas von deiner Gnade anderen weitergeben. Herr, vergib uns, wo wir manchmal einfach egoistisch die Wahrheiten für uns behalten haben und uns daran erfreut haben, ohne darüber nachzudenken, wie sehr andere sie noch benötigen. Schenk uns Weisheit, dass wir Wege finden, Menschen mit dir vertraut zu machen. Und wir möchten dich bitten, dass wir ein Segen sein können, so wie Abraham ein Segen gewesen ist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.