In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Mose 24, die Geschichte von Abrahams Knecht auf der Suche nach einer Braut für Isaak. Er hebt Rebekkas außergewöhnliche Gastfreundschaft und die Gebetserhörung des Knechtes hervor. Die Botschaft ermutigt dazu, Gott in der Partnerwahl zu vertrauen, Dankbarkeit zu zeigen und Gottes Mission im eigenen Leben stets Priorität einzuräumen.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Mose 24:16-24:44
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:34] Hallo Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit 1. Mose 24. Lasst uns beten.
[0:39] Lieber Vater, manch einer ist auf der Suche nach einem Partner oder bewegt dieses Thema im Herzen. Und auch heute möchtest du durch dein Wort zu uns sprechen, und dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
[0:54] Wir sind in 1. Mose 24. Der Knecht von Abraham ist gerade in Aram-Naharaim, um eine Braut für Isaak zu suchen und hat sich einiges dazu überlegt. Gerade kommt eine junge Frau zum Brunnen, nämlich Rebekka. Wir lesen in Vers 16:
[1:17] Sie war aber ein sehr schönes Mädchen, eine Jungfrau, und kein Mann hatte sie erkannt. Und sie stieg zum Brunnen hinab und füllte ihren Krug und stieg wieder hinauf. Da lief der Knecht ihr entgegen und sprach: Lass mich doch ein wenig Wasser aus deinem Krug trinken! Und sie sprach: Trinke, mein Herr! Und sie ließ den Krug sogleich auf ihre Hand nieder und gab ihm zu trinken. Und als sie ihm zu trinken gegeben hatte, sprach sie: Auch deinen Kamelen will ich schöpfen, bis sie genug getrunken haben.
[1:51] Das ist keine kleine Aufmerksamkeit. Kamele trinken unglaublich viele Liter. Hier war jemand bereit, wirklich etwas zu investieren: Zeit und Kraft und Energie, um diesem Mann einen echten Gefallen zu tun.
[2:08] Und sie eilte und leerte den Krug aus in die Tränke und lief noch mal zum Brunnen, um zu schöpfen, und schöpfte für alle seine Kamele – man ja zehn Stück, wie wir letztes Mal gesehen haben. Und der Mann war erstaunt über sie.
[2:20] Er schwieg aber still, bis er erkannt hatte, ob der Herr seine Reise habe gelingen lassen oder nicht. Es lohnt sich am Anfang auch ein bisschen abzuwarten, zu beobachten, zu sehen, ob das nur eine Eintagsfliege ist oder ob da ein Prinzip dahintersteckt im Charakter des anderen.
[2:39] Und es geschah, als die Kamele alle getrunken hatten, da nahm er einen goldenen Ring, einen halben Schekel schwer, und zwei Armbänder für ihre Hände, zehn Schekel schwer, und sprach: Sag mir doch, wessen Tochter bist du? Haben wir im Haus deines Vaters Platz zum Übernachten?
[2:56] Sie sprach zu ihm: Ich bin die Tochter Betuels, des Sohnes der Milka, den sie dem Nahor geboren hat. Und sie sagte weiter zu ihm: Es ist auch viel Stroh und Platz bei uns und Futter bei uns und Platz genug zum Übernachten.
[3:10] Das Thema Gastfreundlichkeit ist irgendwie auch so ein roter Faden, der sich durch 1. Mose hindurchzieht.
[3:23] Da neigte sich der Mann und betete an vor dem Herrn. Er hatte darum gebetet, dass er die Richtige findet. Jetzt betet er und dankt dafür, dass er die Richtige gefunden hat. Wir sollten nicht nur bitten, wir sollten auch danken, wenn Gott Dinge in unserem Leben, auch in unserem Privatleben, so führt, dass wir sehen können: Er hat das Ganze inszeniert.
[3:43] Und sprach: Gelobt sei der Herr, der Gott meines Herrn Abram, der seine Gnade und Treue meinem Herrn nicht entzogen hat! Denn der Herr hat mich den Weg zum Haus der Brüder meines Herrn geführt.
[3:54] Und die Tochter lief und berichtete dies alles im Haus ihrer Mutter. Und Rebekka hatte einen Bruder, der hieß Laban. Und Laban lief rasch zu dem Mann draußen bei dem Brunnen.
[4:03] Als er nämlich den Ring und die Armbänder an den Händen seiner Schwester gesehen und die Worte seiner Schwester Rebekka gehört hatte, die sprach: So hat der Mann zu mir geredet!, da ging er zu dem Mann. Und siehe, der stand bei den Kamelen am Brunnen. Und er sprach: Komm herein, du Gesegneter des Herrn! Warum stehst du draußen? Ich habe das Haus geräumt und für die Kamele Platz gemacht.
[4:25] Manchmal muss man im eigenen Heim auch Platz machen, damit andere sich wohlfühlen können.
[4:31] So führte er den Mann ins Haus und säumte die Kamele ab und gab ihnen Stroh und Futter und Wasser, um seine Füße zu waschen und die Füße der Männer, die mit ihm waren. So ähnlich wie das Abraham auch mit den drei Männern gemacht hat in 1. Mose 18. Und scheinbar war diese Eigenschaft nicht nur die Eigenschaft von Rebekka, sondern auch die Eigenschaft ein wenig von Laban.
[4:54] Und er setzte ihm zu essen vor. Er aber sprach: Ich will nicht essen, bevor ich meine Sache vorgetragen habe. Er antwortete zur Rede.
[5:04] Wenn Gott uns einen Auftrag gibt, dann hat dieser Auftrag Priorität. Und alles, was sonst noch dazugehört – essen, trinken, schlafen – ist an zweiter Stelle. Zuallererst muss unsere Mission erfüllt werden.
[5:17] Er sprach: Ich bin ein Knecht Abrahams. Und der Herr hat meinen Herrn reichlich gesegnet, dass er groß geworden ist. Denn der hat ihm Schafe und Rinder, Silber und Gold, Knechte und Mägde, Kamele und Esel gegeben. Dazu hat Sara, die Frau meines Herrn, in ihrem Alter meinem Herrn einen Sohn geboren; dem hat er alles gegeben, was ihm gehört. Und mein Herr hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Du sollst meinem Sohn keine Frau nehmen von den Töchtern der Kanaaniter, in deren Land ich wohne, sondern zieh hin zum Haus meines Vaters und zu meinem Geschlecht, dort nimm meinem Sohn eine Frau.
[5:49] Ich aber sprach zu meinem Herrn: Vielleicht will mir die Frau nicht folgen? Da sprach er zu mir: Der Herr, vor dem ich wandle, wird seinen Engel mit dir senden und deinen Weg gelingen lassen, dass du meinem Sohn eine Frau aus meiner Verwandtschaft, aus dem Haus meines Vaters, nimmst. Nur dann sollst du von dem Eid entbunden sein, wenn du zu meiner Verwandtschaft kommst und sie dir diese nicht geben; dann bist du von dem Eid entbunden, den du mir geschworen hast.
[6:14] So kam ich heute zum Wasserbrunnen und sprach: Oh Herr, du Gott meines Herrn Abraham, wenn du doch Gelingen geben wolltest zu meiner Reise, auf der ich bin! Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserbrunnen. Wenn eine Jungfrau zum Schöpfen herauskommt und ich spreche: Gib mir doch aus deinem Krug ein wenig Wasser zu trinken!, und sie zu mir sagen wird: Trinke, ich will deinen Kamelen auch schöpfen!, so möge doch diese die Frau sein, die der Herr dem Sohn meines Herrn bestimmt hat.
[6:40] Es lohnt sich nicht nur, Prinzipien zu haben, sondern über diese Prinzipien auch ganz offen und transparent zu reden mit der Person, um die es geht, vielleicht auch mit der Familie, um die es geht. Gott führt uns auch dann, wenn wir ganz offen und ehrlich unsere Maßstäbe und Standards transparent machen.
[6:59] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du dich auch um unsere Partnerwahl kümmerst. Und bitte gib, dass wir auch verstehen, dass, wenn wir einen Auftrag haben, wir alles andere in unserem Alltag als zweitrangig betrachten und die allererste Priorität der Erfüllung deiner Mission zu geben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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