In dieser Folge von „Gott auf meiner Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Geschichten von Esau und Isaak aus 1. Mose 25 und 26. Er zeigt auf, wie Esau geistliche Segnungen verachtete und wie Isaak, trotz der Wiederholung der Fehler seines Vaters Abraham, durch Gehorsam und Vertrauen in Gott überreich gesegnet wurde. Die Predigt ermutigt dazu, Gottes Gebote ernst zu nehmen und ihm allein zu vertrauen, um Segen für sich und zukünftige Generationen zu empfangen.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Mose 25:32-26:23
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Mose, Bibel, BibelstudiumPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:34] Hallo, Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 28. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass wir jetzt dein Wort lesen, dass wir aus den Siegen und auch den Niederlagen der Menschen in 1. Mose etwas für unser Leben lernen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[0:55] Wir sind gerade in 1. Mose 25, der Geschichte mit Jakob und Esau, und es geht gerade um das Erstgeburtsrecht und das Linsengericht. In Vers 32 heißt es: "Esau sprach: Siehe, ich muss doch sterben; was soll mir denn das Erstgeburtsrecht? Jakob sprach: Schwöre mir zuvor! Und er schwor ihm und verkaufte so Jakob sein Erstgeburtsrecht. Da gab Jakob dem Esau Brot und das Linsengericht; und er aß und trank und stand auf und ging davon. So verachtete Esau das Erstgeburtsrecht."
Das Erstgeburtsrecht war ein geistlicher Segen. Auch wir können geistlichen Segen haben. Gott hat ganz viel Schönes für uns bereithält, aber wie oft verachten wir vielleicht diesen Segen, den Gott uns täglich schenken möchte? Vielleicht halten wir ihn für unwichtig und können keinen Nutzen für unser alltägliches Leben darin sehen. Wie oft verkaufen wir sozusagen das, was Gott uns schenken möchte, für irgendeine billige, kurzzeitige Freude und Spaß, ein Hobby, ein Genuss, der schnell wieder vergeht? Lasst uns nicht so sein wie Esau! Lasst uns schätzen, was Gott uns geben möchte.
[2:08] Es kam aber eine Hungersnot in das Land nach der vorherigen Hungersnot, die zu Abrahams Zeiten gewesen war. Und Isaak zog nach Gerar zu Abimelech, dem König der Philister. Damals war ja Abraham in 1. Mose 13 nach Ägypten gezogen. Aber jetzt lesen wir in Vers 2: "Da erschien ihm der HERR und sprach: 'Zieh nicht nach Ägypten hinab, sondern bleibe in dem Land, das ich dir nennen werde. Sei ein Fremdling in diesem Land, und ich will mit dir sein und dich segnen. Denn dir und deinem Samen will ich alle diese Länder geben und will den Eid bestätigen, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe, und will deinen Samen mehren wie die Sterne des Himmels und will deinem Samen alle diese Länder geben; und in deinem Samen sollen gesegnet werden alle Völker der Erde, weil Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und meine Rechte, meine Gebote, meine Satzungen und meine Gesetze gehalten hat.'"
Interessant, dass Gott hier ganz deutlich sagt, dass Abraham, der ihm folgte, ihm vertraute, ihm glaubte, mit all seinen Fehlern zu ihm kam, dass dieser Abraham auch ein gehorsamer Mann war, dass er die Gesetze, die Gebote Gottes hielt. Auch wir sind aufgefordert, mit Gott zu leben und seine Gebote, seine Satzungen, sein Gesetz ernst zu nehmen und auch wirklich einzuhalten. Dann kann unser Segen, den wir erleben, auch auf die nächste Generation weitergegeben werden.
[3:57] "So wohnte Isaak in Gerar. Und als die Leute des Ortes nach seiner Frau fragten, sprach er: Sie ist meine Schwester. Denn er fürchtete sich zu sagen: Sie ist meine Frau; denn er dachte, die Leute dieses Ortes könnten mich töten um Rebekkas willen, denn sie war sehr schön."
Das kommt uns nur allzu bekannt vor. Wir machen manchmal dieselben Fehler wie unsere Eltern, nur mit dem Unterschied hier, dass es in dem Fall von Isaak nicht mal eine Halbwahrheit war, sondern eine komplette Lüge. Wir sollten sehr vorsichtig sein mit den Fehlern, die wir tun, denn sie scheinen sich auf die nächsten Generationen weiter zu vererben, zu verbreiten.
Und es geschah, als sie sich längere Zeit dort aufhielten, da schaute Abimelech, der König der Philister, durchs Fenster und bemerkte, wie Isaak mit seiner Frau Rebekka vertraut scherzte. Da rief Abimelech den Isaak und sprach: "Siehe, sie ist doch deine Frau! Wie konntest du sagen: Sie ist meine Schwester?" Isaak antwortete ihm: "Ich dachte, ich würde vielleicht sterben um ihretwillen." Dieselbe Angst, die auch sein Vater gehabt hat, prägt auch den Sohn. Das, was uns Angst macht, kann möglicherweise auch unsere Kinder prägen. Und möglicherweise sind es Dinge, die uns in unserem Alltag, unserem Glaubensleben zu schaffen machen, Dinge, die wir teilweise auch von unseren Eltern mit übernommen haben. Es lohnt sich, das im Hinterkopf zu behalten.
[5:16] Abimelech sprach: "Warum hast du uns das angetan? Vielleicht hätte jemand vom Volk sich zu seiner Frau legen können, so hättest du eine Schuld auf uns gebracht." Da gebot Abimelech dem ganzen Volk und sprach: "Wer diesen Mann oder seine Frau antastet, der soll gewisslich sterben!"
Und Isaak säte in dem Land und erntete im selben Jahr hundertfältig. Das ist außergewöhnlich, selbst für den alten Orient. Denn der HERR segnete ihn. Mitten in der Hungersnot wird er über die Maßen gesegnet. Und wenn wir treu sind und dort bleiben, wo er es haben will, dann wird uns Gott segnen über die Maßen. Und der Mann wurde reich und immer reicher, bis er überaus reich war und hatte Schaf- und Rinderherden und eine große Dienerschaft. Darum beneideten die Philister ihn. Alle Brunnen aber, die die Knechte seines Vaters Abrahams zu seines Vaters Zeiten gegraben hatten, hatten die Philister verstopft und mit loser Erde gefüllt. Wir erinnern uns an Abimelech, hatte er mit Abraham einen Bund gemacht. Aber dieser Bund war nach einer Generation wieder vergessen. Wir sehen hier: Wirklich vertrauen können wir nicht den Herrschern und nicht den Menschen, nicht mal den Freunden, sondern wir können Gott vertrauen, ihm allein.
[6:20] Da zog Isaak von dannen und lagerte sich im Tal Gerar und wohnte dort. Und Isaak grub wieder auf die Wasserbrunnen, die sie zu Zeiten seines Vaters Abraham gegraben hatten und die die Philister nach Abrahams Tod verstopft hatten, und nannte sie mit denselben Namen, mit denen sein Vater sie benannt hatte. Auch gruben Isaaks Knechte im Tal und fanden dort einen Brunnen lebendigen Wassers. Aber die Hirten von Gerar stritten sich mit den Hirten Isaaks und sprachen: "Das Wasser gehört uns!" Da nannte er den Brunnen Esek, weil sie sich dort mit ihm gestritten hatten. Da gruben sie einen weiteren Brunnen, und um den stritten sie sich auch; darum nannte er ihn Sitna. Da brach er auf von dort und grub einen weiteren Brunnen, und um den stritten sie sich nicht; darum nannte er ihn Rehobot und sprach: "Nun hat uns der HERR weiten Raum gemacht, damit wir fruchtbar sein können im Lande." Von dort zog er hinauf nach Beerscheba.
[7:15] Lasst uns gemeinsam beten. Wir haben gesehen, dass wir manchmal dasselbe Falsche tun, was unsere Eltern getan haben, und haben auch gesehen, dass du nicht immer möchtest, dass wir das tun, was unsere Eltern getan haben, aber eben auch gesehen, dass die Treue unserer Eltern auch zum Segen für uns werden kann. Lasst uns lernen, in allen Lebenslagen zuallererst dir zu folgen, und dann wirst du uns überreich segnen. Im Namen Jesu. Amen.
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