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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp tief in 1. Mose 22 und 23 ein. Er beleuchtet Abrahams Gehorsam bei der Opferung Isaaks und wie Gott einen Widder als Ersatz bereitstellt – ein starkes Vorbild für den kommenden Erlöser Jesus. Zudem erfahren wir, wie Abrahams Demut und sein Glaube ihn zu einem „Fürsten Gottes“ machten, selbst in den Augen seiner Nachbarn, und wie er sich um seine Familie kümmerte, selbst im Tod Saras. Eine inspirierende Betrachtung über Gottes Treue und menschlichen Glauben.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit 1. Mose 22 und 23. Lasst uns gemeinsam beten. Herr, wir verstehen nicht immer, was in unserem Leben passiert, und manchmal können wir dir wirklich nur vertrauen, ohne zu wissen, wie alles ausgeht. Aber wir möchten dich bitten, dass du auch heute durch dein Wort sprichst, dass wir Gewissheit haben können, dass du alles wohl machen wirst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:00] Wir sind gerade mitten in 1. Mose 22, der dramatischen Geschichte, als Abraham seinen Sohn Isaak opfern soll, und er gerade dabei ist, es tun zu wollen. Wir lesen ab Vers 11: „Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu und sprach: ‚Abraham, Abraham!‘ Und er antwortete: ‚Hier bin ich.‘“ Übrigens gibt es zehn Stellen, wo Gott einen Menschen oder eine Stadt zweimal ruft. Wenn ihr mal Lust habt, könnt ihr diese Stellen suchen. Und es gibt übrigens auch eine Serie mit mir über dieses Thema. Er sprach: „Leg deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm gar nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast um meinetwillen.“ Es war offensichtlich für das gesamte Universum. Gott hat es ja vorher schon im Herzen von Abraham gesehen, aber jetzt war es sichtbar für alle, dass Abraham wirklich Gott so sehr mochte, so sehr mit ihm befreundet war, dass er glaubte, dass selbst wenn er seinen Sohn gibt, Gott nur das Beste für ihn wollte. Und damit hatte er etwas gezeigt von dem Herzen Gottes selbst, der bereit war, seinen Sohn für mich und für dich zu geben.

[2:22] „Da hob Abraham seine Augen auf und schaute, und siehe, da war hinter ihm ein Widder, der sich mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen hatte. Und Abraham ging hin und nahm den Widder und brachte ihn als Brandopfer dar anstelle seines Sohnes.“ Hier ist noch eine Lektion: In einer Gesellschaft, in der es viele Menschenopfer gab, wollte Gott noch einmal deutlich machen, dass jemand anderes für den Menschen sterben würde, dargestellt durch dieses Opfertier, seit den Zeiten von Adam und Abel, ein Hinweis auf den kommenden Erlöser, auf Jesus.

[2:56] „Und Abraham nannte den Ort: ‚Der Herr wird dafür sorgen.‘“ Hatte er nicht selbst gesagt: „Der Herr wird für ein Lamm sorgen“? Hier war kein Lamm, hier war ein Widder. Und Abraham verstand, dass Gott noch für ein echtes, also im geistlichen Sinne ein echtes Lamm sorgen würde, das die Sünde der Welt hinwegnehmen würde, wie Johannes der Täufer später sagt. So dass man noch heute sagt: „Auf dem Berg wird der Herr dafür sorgen.“

[3:22] „Und der Engel des Herrn rief ihm zum zweiten Mal vom Himmel und sprach: ‚Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der Herr, weil du dies getan und deinen Sohn, deinen einzigen, nicht verschont hast, darum will ich dich reichlich segnen und deinen Samen mächtig mehren, wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres. Und dein Same soll das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen. Und in deinem Samen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorsam warst.‘“ Dieselbe Verheißung, die seit 1. Mose 12 immer und immer wieder wiederholt wird. Jetzt schwört er bei sich selbst, weil es keine höhere Form gibt, um zu zeigen, wie ernst es ihm ist mit dieser Verheißung. Das könntet ihr vielleicht mal studieren, was es bedeutet, wenn Gott bei sich selber schwört. Es gibt im Hebräerbrief interessante Hinweise dazu.

[4:10] Vers 19: „Und Abraham kehrte wieder zurück zu seinen Knechten, und sie machten sich auf und zogen miteinander nach Beerscheba. Und Abraham wohnte in Beerscheba.“ „Oder es geschah nach diesen Begebenheiten, da wurde Abraham berichtet: ‚Siehe, Milka, die Frau deines Bruders Nahor, hat auch Söhne geboren: Uz, seinen Erstgeborenen, und Bus, seinen Bruder, und Kemuël, den Vater Aram, und Kesed und Haso und Pildasch und Jidlaf und Betuël. Betuël aber zeugte Rebekka. Diese acht gebar Milka dem Nahor, Abrahams Bruder. Und seine Nebenfrau, mit Namen Reuma, gebar auch: Tebach und Gaham und Tahasch und Maacha.‘“

[4:50] Obwohl Abraham so ein Gott hingegebenes Leben führte, hat er sich trotzdem auch für die Belange seiner entfernteren Verwandten interessiert. Er war nicht völlig abgeschnitten von dem, was seine Freunde, Verwandten, Bekannten betraf. Er hat davon Notiz genommen. Das sollten wir in unserem Leben tun.

[5:09] „Und Sara wurde 127 Jahre alt. Das sind die Lebensjahre Saras. Und Sara starb in Kirjat-Arba, das ist Hebron im Land Kanaan. Da kam Abraham hin, um zu klagen um Sara und sie zu beweinen. Dann stand Abraham auf von seiner Toten und redete mit den Söhnen Hets und sprach: ‚Ich bin ein Fremdling und ein Einwohner ohne Bürgerrecht bei euch. Gebt mir ein Erbbegräbnis bei euch, dass ich meine Tote von meinem Angesicht entfernt begraben kann.‘“

[5:34] „Da antworteten die Söhne Hets dem Abraham und sprachen zu ihm: ‚Höre uns, mein Herr! Du bist ein Fürst Gottes mitten unter uns. Begrabe deine Tote in dem besten unserer Gräber. Niemand von uns wird dir sein Grab verweigern, damit du deine Tote begraben kannst.‘“ Seht, wie Abraham über sich selbst denkt: als Fremdling ohne Rechte. Und wie die Menschen dort über ihn denken: „Ein Fürst Gottes!“ Sie hatten eine viel höhere Meinung von ihm als er von sich selbst. Das ist das Kennzeichen eines jeden wahren Christen.

[6:02] „Da stand Abraham auf und verneigte sich vor dem Volk des Landes, vor den Hethitern, und redete mit ihnen und sprach: ‚Wenn es euer Wille ist, dass ich meine Tote vor meinem Angesicht entfernt begrabe, so hört mich und bittet für mich Efron, den Sohn Zohars, dass er mir die Höhle Machpela gebe, die ihm gehört und die am Ende seines Ackers liegt, um den vollen Betrag soll er sie mir zum Erbbegräbnis geben hier in eurer Mitte.‘“ Efron aber saß mitten unter den Hethitern. „Da antwortete Efron, der Hethiter, dem Abraham vor den Söhnen Hets, vor allen, die durch das Tor seiner Stadt aus- und eingehen, und sprach: ‚Nein, mein Herr, sondern höre mir zu! Ich schenke dir den Acker und die Höhle daran schenke ich dir dazu. Vor den Augen meines Volkes schenke ich sie dir. Begrabe deine Tote.‘“

[6:52] Wir haben heute gesehen, dass Gott sein Wort wahr macht in Jesus. Und wenn wir bereit sind, ihm unser ganzes Vertrauen hinzugeben, dann erkennen wir etwas über den Erlösungsplan, was kein anderer sonst verstehen kann. Und wir werden zu Menschen, die auch von anderen um uns herum als besondere Menschen wahrgenommen werden. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, gib, dass wir wie Abraham in den Ereignissen unseres Lebens deinen Erlösungsplan erkennen und dass wir so leben, dass wir keine hohe Meinung von uns selbst haben, aber dass andere uns sehr schätzen, weil sie dein Wirken in uns sehen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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