[0:00] Ein herzliches Willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir sind in der Lektion Nummer 6 im dritten Quartal 2020. Es geht ja darum, Freunde für Gott zu gewinnen. Und unsere sechste Lektion heißt unbegrenzte Möglichkeiten. In unserem Erk-Vers im 1. Korinther 12, mit dem wir uns ja heute auch ein bisschen beschäftigen wollen, mit dem 1. Korinther Brief, in Vers 11 heißt es dort im 12. Kapitel: Dies alles wirkt ein und derselbe Geist, der jedem persönlich zuteilt, wie er will.
[0:46] Also es soll heute so ein bisschen um die Gaben gehen, die Gott uns gegeben hat und uns geben will. Woher kommen diese Gaben? Was hat es damit auf sich? Das wollen wir uns gleich in der Bibel einmal angucken, denn das war unser Lektionsthema. Und bevor wir die Bibel aufschlagen und den ersten Vers hier lesen, lasst uns gemeinsam beten. Lieber Herr Jesus, wir möchten dir danken dafür, dass wir wieder gemeinsam studieren dürfen. Auch heute wollen wir dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir dein Wort in richtiger Weise verstehen können, damit es zum Segen wird für uns und durch uns auch für andere. Und dafür danken wir dir. Amen.
[1:24] Nun, dann gucken wir gemeinsam den 1. Korinther Brief und dort ins 12. Kapitel, denn dort geht es um diese Gaben. Im 12. Kapitel des 1. Korinther Briefes, dort lesen wir Vers 12 und Vers 13. 1. Korinther 12, 12 und 13. Paulus sagt: Denn gleichwie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des einen Leibes aber, obwohl es viele sind, als Leib eins sind, so auch der Christus. Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hineingetauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie. Und wir sind alle getränkt worden zu einem Geist.
[2:10] Und jeder Jünger Jesu hat auch Gottes Geist empfangen, denn ohne Gottes Geist könnten wir nicht einmal bekennen, dass Jesus der Christus ist. Also der Geist, der hat schon uns gewirkt, bevor wir uns zu Christus bekannt haben, aber er hat erst sozusagen in uns das Wollen und dann das Vollbringen geschafft. Also wir wurden überzeugt und überführt vom Heiligen Geist, zu Christus zu kommen. Nun, der Geist, der bewirkt nun vieles in uns. Er möchte uns zur Umkehr rufen, aber er möchte auch etwas machen, dass wir zum Segen für andere sind. Und so heißt es hier: Wir sind alle berufen, egal wer wir sind, ob Juden oder Griechen, Freie oder Knechte oder wo auch immer wir herkommen, aber wir sind berufen in den einen Leib. Also wir gehören zu Jesus Christus, zu seinem Körper.
[3:00] Und wie wir wissen, hat so ein Körper ja unterschiedliche Glieder und davon wird Paulus im Folgenden auch noch sprechen, dass diese Glieder alle zusammengehören, wenn sie doch auch alle sehr unterschiedlich sind, so wie wir unterschiedlich sind und doch zusammen die Gemeinde Jesu sind. Wir lesen mal weiter, ich Verse 18 bis 22 im Kapitel 12 des ersten Korintherbriefes, 18 bis 22.
[3:21] Nun aber hat Gott die Glieder jedes einzelne von ihnen so im Leib eingefügt, wie er gewollt hat. Wenn aber alles ein Glied wäre, wo bliebe der Leib? Nun aber gibt es zwar viele Glieder, doch nur einen Leib. Und das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht. Oder es Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht. Vielmehr sind gerade die scheinbar schwächeren Glieder des Leibes notwendig. Und die Glieder am Leib, die wir für weniger Ehre halten, umgeben wir mit desto größerer Ehre. Und unsere weniger Anständigen erhalten unsere größere Anständigkeit.
[4:00] Nun, Paulus spricht hier so ein bisschen von den Gliedern an einem Leib und zeigt, dass in der Gemeinde es so ist, dass da viele verschiedene Glieder sind und sie alle zusammen bilden erst den Leib. Während sie alle eins, wo bliebe der Leib? Also das meint, wären alle Geschwister genauso wie du, dann wäre das keine Gemeinde. Aber gerade diese Unterschiedlichkeit, die macht uns ja so besonders. Also der eine ist ein Auge, der andere ist eine Hand, der andere ist ein Fuß, der andere ist ein Haupt. Also diese Unterschiedlichkeit im Gefüge der Gemeinde macht uns zum Leib Jesu mit all den verschiedenen Dingen. Und das eine Glied hilft dem anderen. So ist es bei uns am Körper ja auch. Und so ist es interessant, dass so wie in meinem Körper die verschiedenen Organe und die Glieder zusammenarbeiten, das zu übertragen auf das Gemeindeleben. Alles ist unterschiedlich, aber alles soll zusammenwirken, damit der Leib ehrbar, anständig und gut funktioniert. Und bei uns selbst wissen wir das. Wir bemühen uns, dass wenn wir zum Beispiel verletzt sind, dass wir die Wunde stillen, der eine Hand der anderen helfen. Und so sollen wir auch in der Gemeinde sein.
[5:13] Nun, diese Gaben, wenn wir über diese Gaben sprechen, Gott macht ja einen zum Auge, den anderen zum Mund, den anderen zur Hand und so weiter. Wie entscheidet Gott das? Woher kommt das? Woher weiß ich, was ich bin? Darüber sollen ja die nächsten Themen, also die nächsten Tage, die wir behandelt haben, Aufschluss geben. Und am Montag ging es darum, wo diese Gaben herkommen. Und da gucken wir in 1. Korinther 12 in den 11. Vers. Denn dort sagt Paulus: Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der jedem persönlich zuteilt, wie er will.
[5:55] Also Paulus sagt hier, das ist der Geist Gottes, der diese Dinge in uns bewirkt. Er gibt uns also den Geist, er gibt uns die Gaben und er teilt uns so zu, wie er will. Die Frage ist ja, woher kommen diese Gaben? Also habe ich sie vielleicht von der Gemeinde bekommen oder sind die Eltern dafür verantwortlich? Formt das Leben mich so hin? Nun, das alles stimmt so ein bisschen. Aber was auf jeden Fall stimmt, ist, dass jede dieser Gaben von Gott kommt. Also er gibt uns diese Gaben, so wie er es möchte. Denn Gott weiß auch, in welche Gemeinde er dich und mich beruft und er weiß, welche Gaben dort gebraucht werden. Er weiß, auf welchem Kontinent du aufgewachsen bist, in welchem Land, in welcher Stadt, in welcher Umgebung, welche Menschen dort sind und er weiß, welche Gaben du brauchst. Gott teilt persönlich zu. Manchmal wünschen wir uns besondere Gaben, aber Gott weiß, welche Gaben wir wirklich brauchen. Jakobus 1, Vers 17, dieser berühmte Text heißt: Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab. Von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel. Also jede Gabe und alles, was gut ist in uns, jede gute Gabe kommt von Gott. Also können wir ihm dafür danken. Wenn du eine besondere Gabe hast und siehst in deinem Leben, vielleicht die Gabe, besonders gut mit Menschen zu sprechen, die Gabe, dass du vielleicht anderen handwerklich helfen kannst, oder dass du musikalisch bist, ein Künstler, oder welche Gabe auch immer du in deinem Leben entdeckst, du kannst Gott dafür danken. Denn die Bibel sagt, jede gute Gabe kommt von Gott herab.
[7:30] Interessanterweise wurde in unserer Lektion uns ein besonderes Gleichnis noch gezeigt und darauf wollen wir noch einmal kurz eingehen, denn in Markus 13 lesen wir davon. Markus 13, Vers 34. Das fand ich ganz, ganz interessant, dass in diesem Zusammenhang benutzt wurde. Markus 13, Vers 34. Es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reiste, sein Haus verließ und seinen Knechten Vollmacht gab und jedem sein Werk und dem Türhüter befahl, dass er wachen sollte.
[8:14] Nun, es wird hier verglichen, so wie es in der Gemeinde ist. Das heißt, wie jemand, der es verlassen hat und dann aber jedem im Haus seine Aufgabe zugeteilt hat. Er gab ihm Vollmacht und er gab jedem sein Werk. Und so ist es bei Christus auch. Christus ist in den Himmel aufgefahren und hat seiner Gemeinde ein Werk aufgetragen und er hat Vollmachten gegeben. Und auch bei so einem Gesinde in einem Haus, da sind es ja auch unterschiedliche Werke, die getan werden müssen. Der eine arbeitet hier, der andere arbeitet dort, aber alle arbeiten doch zusammen. Und das soll ja auch ein Symbol für die Gemeinde sein. Ich fand es sehr schön. Ich habe das noch nie vorher in diesem Zusammenhang gesehen, dass das hier so gebraucht wurde und ich finde das ein sehr, sehr schönes Gleichnis dafür. Christus hat seine Gemeinde zurückgelassen, hat aber jedem sein Werk zugeteilt und tut es auch immer noch. Auch uns sagt er immer noch, was wir tun sollen, wo wir für ihn arbeiten sollen.
[9:03] Also Gott selbst gibt die Gaben und Gott ist auch derjenige, der weiß, was in seinem Weinberg benötigt wird. In 1. Korinther 12, Vers 18, hatten wir gelesen, 12, Vers 18. 1. Korinther 12, Vers 18 natürlich.
[9:36] Nun aber hat Gott die Glieder jedes einzelne von ihnen so im Leib eingefügt, wie er gewollt hat. Also bezeichnenderweise hat Gott nicht nur jedem die Gabe so gegeben, wie er wollte, sondern er fügt auch noch die Glieder so in den Leib ein, wie er möchte. In anderen Worten, er hat dir und mir besondere Gaben gegeben. Jeder von uns hat eine bestimmte Gabe bekommen, entweder von Geburt an oder später im Leben. Das kann sich verschieden entwickeln, so eine Gabe. Das können auch Eigenschaften sein, die wir im Laufe unseres Lebens entwickeln, die Gott uns dann gibt. Aber jedem hat Gott etwas zugeteilt und dann hat er uns auch noch genommen und in den Leib der Gemeinde eingefügt. Vielleicht bist du genau in der Gemeinde richtig, in der du heute bist. Vielleicht hat Gott dich genau dahin geschickt, weil diese Gemeinde unbedingt deine Gabe braucht. Vielleicht hast du die Möglichkeit, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Vielleicht kannst du das Wort predigen. Vielleicht bist du ein Lehrer. Vielleicht bist du jemand, der anderen hilft, oder was auch immer Gott dir gegeben hat. Er hat dir diese Gabe gegeben und er hat dich mit seinem Leib verbunden an der Stelle, wo du stehst, um dort für andere zum Segen zu sein.
[10:43] Wir lesen Epheser 4, Vers 7 und 8. Jedem Einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Christus. Darum heißt es: Er ist emporgestiegen zur Höhe, hat Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben gegeben.
[11:02] Also die Gabe, die wir bekommen haben von Christus, die ist genau bemessen. Er weiß, wie viel jeder tragen kann. Er weiß, welche Verantwortung wir übernehmen können. Er weiß, wie fleißig wir sind. Er weiß, wie stark wir sind. Und so ist es so, wenn jemand sein Haus zurücklässt und sagt, ich komme in einer bestimmten Zeit wieder und er verteilt die Aufgaben an die Diener. Wie wird er die Aufgaben wohl verteilen? Nun, er wird die Aufgaben so verteilen, wie jeder sie tragen kann, wie jeder befähigt ist. Er wird dem, die richtige Aufgabe geben, der dafür auch das richtige Talent hat. Der eine ist ein Torhüter, der andere ist ein Koch, der andere ist ein Kämmerer, der andere ist ein Kammerdiener.
[11:49] Also es gibt verschiedene Aufgaben im Haus. Der eine passt auf Kinder auf und so weiter. Der andere kümmert sich um die Tiere. Ihr könnt euch bestimmt ganz viele Aufgaben vorstellen, aber jeder nach seinem Talent, damit jeder genau an dem Ort, wo er steht, auch am besten arbeiten kann. Und so hat Gott es mit uns auch gemacht. Er weiß, welche Gaben in der Gemeinde gebraucht werden. Er weiß, welche Gaben dort fehlen. Und er hat dir wahrscheinlich von Geburt an schon besondere Gaben mitgegeben, damit du diese Gaben in der Gemeinde einsetzt.
[12:12] Nun, die Frage nun ist, wann bekommt ein Mensch eigentlich diese Gaben? Also es heißt in der Bibel, Gott gibt jedem, so wie er möchte. Aber wann tut er das? Nun, der Vater selbst erwartet darauf, dass wir ihn fragen. Und der Vergleich ist so ein bisschen so wie irdische Eltern ihren Kindern gute Gaben zu geben, verstehen. So wird das mit uns auch machen. Wir lesen mal diesen Bibeltext dazu in Lukas 11, Vers 13. Lukas Evangelium, Kapitel 11, Vers 13.
[12:42] Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben, versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist den geben, die ihn bitten. Also wenn schon wir, du und ich, unseren Kindern die guten Gaben zu geben, verstehen, wie viel mehr wird Gott im Himmel, der Vater, der sich freut, uns Gaben zu geben, nur darauf warten, dass wir ihn danach fragen. Dass wir sagen: Herr, ich brauche den Heiligen Geist. Bitte gib mir die Gabe, damit ich diese Menschen dort erreichen kann. Bitte gib mir die Gaben, damit ich in der Gemeinde zum Segen werde. Bitte gib mir die Gaben, damit ich eine gute Hilfe in deinem Weinberg bin. Wie sehr freut sich der Vater darüber. Wie sehr freut ein irdischer Vater darüber, wenn das Kind sagt: Papa, bitte zeig mir, wie man die Teller abwäscht. Ich möchte eine Hilfe sein. Und der Vater wird mit Freude dem Kind zeigen, wie das funktioniert. Und er wird zugucken können, wie das Kind darin immer besser wird. Und er wird dem Kind dann auch andere Aufgaben geben im Haus. Und so sind beide froh, das Kind wie der Vater. Und Gott freut sich, wenn wir ihm bitten, wenn wir ihm sagen: Ich habe diese Aufgabe vor, aber ich habe das Gefühl, ich kann es nicht. Bitte hilf mir, denn ich möchte Frucht bringen. Dann wartet Gott nur darauf und freut sich darüber, uns diese Gaben zu geben.
[14:01] Aber es gibt eine Voraussetzung und die wollen wir uns eben angucken. In Apostelgeschichte 2 Vers 38. Apostelgeschichte 2 Vers 38. Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasst sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden. So werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
[14:22] Also Petrus sagt, tut Buße und lasst euch taufen, dann werdet ihr die Gabe des Geistes empfangen. Also es gibt hier scheinbar eine Voraussetzung. Um die Gabe des Geistes zu empfangen, sollen wir Buße tun und uns taufen lassen. Also das meint, ich soll von meinem sündigen Weg wegkommen und soll ein neues Leben anfangen, was ich ja durch die Taufe auch symbolisiere. Nun, warum ist das eine Voraussetzung? Man muss sich fragen, was würde denn passieren, wenn Gott uns die Gaben geben würde, ohne dass wir Buße tun, dass wir demütig sind und dass wir unser Leben verändern wollen zum Guten. Also wenn Gott einen Menschen, der in der Welt es alle möglichen Gaben gibt, dann kann es ganz schnell passieren, dass dieser Mensch sehr hochmütig wird, dass dieser Mensch keinen guten Charakter entwickelt, weil er sieht, dass er so gut ist, so reich beschenkt, vielleicht sieht er das nicht mal, vielleicht denkt er sogar, ich habe das alles selbst entwickelt und die anderen Menschen, die kommen nicht an mich ran. Das wäre eine Sünde, die wir aus dem Himmel kennen, als der Luzifer gefallen ist. Was bin ich schön, was bin ich herrlich, viel besser als die anderen. Ich muss angebetet werden und Gott bewahrt uns davor. Er wird uns nicht mit Gaben überhäufen, solange wir nicht in Demut zu ihm kommen, solange wir diese Gaben nicht tragen können. Denn um diese Gaben zu tragen, müssen wir nicht besonders selbstbewusst sein, sondern wir müssen besonders demütig zu Christus kommen. Dann sind wir in der Lage, diese Gaben zu tragen, die er uns gibt. Das ist genau andersherum, als die Welt es uns manchmal erklärt.
[15:56] Nun, wofür bekommen wir diese Gaben? Also wenn wir nun demütig zu Gott kommen und ihn darum bitten, sage ich: Ich möchte Menschen erreichen für dich, ich möchte für dich arbeiten, bitte hilf mir. Nun, zu welchem Zweck gibt Gott uns diese Gaben? Und dazu gehen wir wieder zurück in 1. Korinther 12, Vers 7. 1. Korinther 12 und dort Vers 7.
[16:14] Da sagt Paulus: Jedem wird aber das offensichtliche Wirken des Geistes zum allgemeinen Nutzen verliehen.
[16:27] Also Gott gibt uns diese Gabe, aber er möchte nicht, dass wir sie für uns selbst nur gebrauchen, denn dann würden wir daran kaputt gehen. Wir würden vielleicht hochmütig werden oder was auch immer mit uns passieren würde, aber wir würden daran nicht wirklich wachsen. Diese Gabe ist uns zum Segen gegeben und sie wirkt für uns nur zum Segen, wenn wir damit zum Segen für andere werden. Denn das war die Verheißung an die Kinder Abrahams und wir sind die geistliche Nachkommenschaft Abrahams: Ich will dich segnen und du sollst zum Segen sein. Also Gott gibt uns eine Gabe und wenn wir sie einsetzen für ihn, dann wird sie vermehrt, wird sie geschult, wird sie gestärkt. Und so ist die Gabe, die uns gegeben ist, zum allgemeinen Wohl da.
[17:25] Lass uns noch einmal zurückgehen in Epheser 4, 11-17. Und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer zur Zurüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus. Damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre, durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen, sondern wahrhaftig in der Liebe heranwachsen, in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus. Von ihm aus vollbringt der ganze Leib, zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun, nach dem Maß der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes, zur Auferbauung seiner selbst in Liebe.
[18:36] Das war jetzt bis Vers 16. Also Christus gibt uns unterschiedliche Gaben. Die einen macht er zu Propheten, die anderen zu Evangelisten, die anderen zu Lehrern und und und. Es wird hier beschrieben und er gibt uns das zur Erbauung und zum Segen der Gemeinde. Also ich soll diese Gabe in der Gemeinde einsetzen, egal ob ich Prediger bin oder ob ich Koch bin oder was auch immer, Musikant bin, was auch immer ich für eine Gabe habe, vielleicht bin ich handwerklich versiert, technisch geschickt, vielleicht bin ich ein guter Moderator oder was auch immer Gott mir gegeben hat. Ich soll diese Sachen in der Gemeinde einsetzen und dort werden meine Fähigkeiten dann auch verbessert, geschult, trainiert und sie sind dafür da, um die Gemeinde zu erbauen.
[19:14] Denn die Gemeinde läuft Gefahr, so heißt es hier in diesem Text, dass von außen irgendwelche Irrlehren hineinkommen, Strömungen, Strömungen in der Welt und die Gemeinde hin und her geworfen wird. Und um das zu festigen, soll es Leute geben, die ihren Platz in der Gemeinde kennen, um der Gemeinde zu helfen, die richtige Entscheidung zur rechten Zeit zu treffen, um der Gemeinde zu helfen, nicht untereinander in Streit zu kommen, um der Gemeinde zu helfen, vernünftige Musik anzubieten, um der Gemeinde zu helfen, im Wort Gottes fest zu sein, um der Gemeinde zu helfen, gemeinsam zu beten, um der Gemeinde zu helfen, motiviert zu sein für Missionsarbeit und und und.
[19:51] Also Gottes Geist gibt den Geschwistern Gaben und er möchte, dass die Geschwister diese Gaben in der Gemeinde einsetzen. Nun ist es am Anfang so, wenn ich noch jung bin und diese Gaben sind in mir drin und ich entdecke sie so nach und nach, dass sie noch sehr untrainiert sind. Und dafür ist die Gemeinde auch ganz hilfreich. Wenn ich also bestimmte Gaben in mir entdecke und sie in der Gemeinde schule und trainiere, wird diese Gabe mehr und mehr aufgebaut, wird größer werden und stärker werden und es immer mehr Menschen zum Segen werden. Dafür ist es da.
[20:27] Interessanterweise, ihr kennt vielleicht dieses Gleichnis von den Zentnern, die Talente, die Gott jedem gibt. Darüber schreibt Ellen White in Bilder vom Reiche Gottes auf Seite 267 und 268. Nicht nur die Gaben des Geistes sind mit Zentnern des Gleichnisses gemeint, sondern darüber hinaus alle Fähigkeiten auf weltlichem oder geistlichem Gebiet, die wir von Natur aus mitbringen oder uns angeeignet haben. Sie alle sollen im Dienst für Christus eingesetzt werden. Sobald wir seine Jünger werden, stellen wir ihm alles zur Verfügung, was wir sind und haben. Jesus gibt uns dann unser Geschenk geläutert und veredelt zurück, damit wir es zu seiner Ehre und zum Segen unserer Mitmenschen anwenden können.
[21:14] Das ist schon ziemlich fantastisch. Also Gott gibt uns eine Gabe, entweder von Geburt an ein Talent, das wir von Natur aus haben, das Gott uns schon im Mutterschoß gegeben hat, oder aber er führt uns einen Lebensweg, um bestimmte Dinge zu trainieren, also dass wir schon befähigt werden. Er gibt uns vielleicht einen scharfen Verstand, den er uns dann im Laufe des Lebens trainieren lässt. Sogar schon, bevor wir berufen werden in die Gemeinde hinein. Aber er wird den Menschen nicht mit so viel geistlichen Gaben überhäufen, dass er sie nicht tragen kann. Darüber hatten wir gerade gesprochen, damit der Mensch nicht zusammenbricht oder hochmütig wird und daran zugrunde geht. Gott hat uns aber schon jeden seit Kindheit auftrainiert. Also er hilft uns, bestimmte Gaben auszubauen, die er uns gegeben hat. Bestimmte Gaben gibt er uns unterwegs mit auf den Weg und manche Gaben gibt er uns erst später im Leben. Aber Gott gibt sie uns und wenn wir sie einsetzen für ihn, also das meint Ellen White mit, wir geben diese Gaben ihm zurück. Also wir setzen sie für ihn ein. Dann schreibt sie, werden diese Gaben geläutert und werden uns zurückgegeben. Sie werden also weiter verbessert und weiter geformt. Das möchte Gott für uns tun.
[22:26] Der Herr möchte seine Gemeinde zurüsten mit allen guten Gaben, damit der ganze Leib, also die ganze Gemeinde gesund ist. So wie wir unseren Leib gesund halten wollen, so möchte auch Christus unser Leib, der Gemeinde gesund ist. Nun hat Christus auch jedem in der Gemeinde seinen besonderen Platz zugewiesen. Also jeder hat irgendwo eine Stelle in der Gemeinde, wo er eingesetzt werden soll, wo seine Gaben trainiert werden sollen und wo er zum Segen für andere wird.
[22:55] Und die Frage ist, wie finde ich denn meinen Platz in der Gemeinde? Dazu hatten wir uns das Mittwochsthema angeschaut, was da hieß: Deine Gaben entdecken. Und da gucken wir mal eben rein. Nun generell können wir sagen, dass dein Platz in der Gemeinde am besten dort ist, wo du auch am besten für den Herrn arbeiten kannst. Also wenn du merkst, du hast Talent auf dem Gebiet, aber auf dem weniger, dann fang an dort zu arbeiten, wo du siehst, wo deine Stärken sind. Gott wird dir unterwegs noch andere Gaben geben, wenn du sie für ihn einsetzt. Er wird dich nicht überhäufen mit Gaben, damit du nicht daran kaputt gehst, damit du nicht hochmütig wirst wie der Teufel im Himmel, sondern er wird dir immer so viel geben, wie du tragen kannst. Umso demütiger ein Mensch ist, umso mehr er bei den Füßen Jesu ist, umso mehr Gaben bekommt er, damit er zum großen Segen werden kann für die Gemeinde.
[23:47] Nun, einige Gaben haben wir gerade gesehen, haben wir schon von Geburt an. Einige kommen im Laufe des Lebens dazu. Und es lohnt sich einmal innezuhalten, darüber nachzudenken, welche Gaben Gott dir gegeben hat. Wenn du über dein Leben nachdenkst, die Vergangenheit, über die Gegenwart, was kannst du besonders gut und was macht dir besonders viel Freude. Und darin mal zu suchen, ob du diese Dinge nicht anwenden kannst, um da für Gott zu arbeiten, in welchem Bereich auch immer. Vielleicht gibt es den Bereich in deiner Gemeinde schon, vielleicht muss er noch neu gemacht werden, neu geschaffen werden. Auf jeden Fall sollen wir unsere Gaben so einsetzen, wie sie am gewinnbringendsten sind für den Herrn. Denn in seinem Weinberg arbeiten wir ja.
[24:33] Gehen wir mal gemeinsam in den ersten Korintherbrief, diesmal ins erste Kapitel und lesen dort die Verse vier bis sieben. Erster Korintherbrief, Kapitel 1, vier bis sieben. Paulus sagt: Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus gegeben ist. Dass ihr in allem reich gemacht worden seid in ihm, in allem Wort und in aller Erkenntnis, wie denn das Zeugnis von Christus in euch gefestigt worden ist, so dass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gnadengabe, während ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet.
[25:06] Was für ein starkes Zeugnis. Paulus sagt: Ich bin so dankbar dafür, dass ihr in der Gemeinde hier in Korinth, dass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gnadengabe. Und wir wissen, die Korinther, die hatten viele Gnadengaben gehabt. Interessanterweise wissen wir auch bei den Korinthern, was die bewirkt haben. Die Gnadengaben an sich, die waren ja gut, dass sie die hatten, denn dadurch sollten sie die Gemeinde aufbauen. Das war ja eine schwierige Gemeinde in Korinth. Korinth war eine Hafenstadt und alle möglichen Völker kamen da zusammen. Diese Gemeinde war jetzt also irgendwo zwischen verschiedenen Kulturen und Mentalitäten, irgendwo dazwischen stand diese Gemeinde, zusammengesetzt aus Gliedern aller Herren Länder. Jetzt gibt es bestimmte Gaben, die Gott dieser Gemeinde gegeben hat. Unter anderem zum Beispiel auch die Sprachengabe. Das wissen wir aus den Korinther-Briefen. Also Gott gab ihnen die Sprachengabe, damit sie die Missionsarbeit machen können, damit sie sich mit den ganzen verschiedenen Völkern auch verständigen können.
[26:05] Und auch wissen wir, dass die Korinther diese Gabe manchmal missbraucht haben. Also sie haben die Gabe nicht dafür eingesetzt, um anderen zum Segen zu sein, sondern sie haben die Gabe manchmal eingesetzt, um einfach zu zeigen: Schau mal, ich bin von Gott befähigt, ich kann jetzt eine andere Sprache sprechen. Und das wirkte dann sehr hochmütig und die Gemeinde drohte darunter kaputt zu gehen, weil sie die Gaben, die sie hatten, nicht in Demut gebraucht haben zum Dienst am Nächsten, sondern weil sie hochmütig benutzt haben, um sich selbst zu hofieren. Und daran wäre die Gemeinde fast gestorben.
[26:35] Nun, wie ist es mit unserer Gemeinde heute? Was brauchen wir ganz nötig? Dazu ist es geschickt, mal bei Ellen White nachzulesen, was sie darüber schreibt über diese Gaben und was unsere Gemeinde am dringendsten braucht heute, um zu wachsen. Wir lesen dazu in dem Buch für die Gemeinde, geschrieben im ersten Band auf Seite 128.
[26:55] Eine Erweckung wahrer Frömmigkeit unter uns ist das Größte und Dringendste unserer Bedürfnisse. Danach zu streben sollte unsere wichtigste Aufgabe sein. Wir müssen uns ernsthaft darum bemühen, die Segnung Gottes zu empfangen. Nicht etwa, weil Gott nicht bereit wäre, seinen Segen über uns auszugießen, sondern weil wir noch nicht bereit sind, ihn zu empfangen. Unser himmlischer Vater gibt dem, die ihn darum bitten, den Heiligen Geist bereitwilliger als Eltern ihren Kindern Gutes geben. Aber es ist unsere Aufgabe, durch Demut, Bekenntnis, Reue und ernsthaftes Gebet die Voraussetzung zu schaffen, die es Gott möglich machen, uns seinen Segen zu geben. Eine Erneuerung kann nur als Gebetserhöhung stattfinden. Wenn die Menschen einen Mangel an Gottes Geist haben, können sie an der Verkündigung seines Wortes keinen Gefallen finden. Aber wenn die Kraft des Geistes ihre Herzen berührt, werden die Gespräche nicht wirkungslos bleiben. Wenn wir in der Kraft des Heiligen Geistes die Lehren des Wortes Gottes verkündigen und dabei das notwendige Feingefühl erhalten lassen, werden die Besucher unserer Versammlung eine wunderbare Erfahrung machen und wenn sie nach Hause gehen, einen guten Einfluss ausüben.
[28:07] Wie schön ist das? Also was wir brauchen in der Gemeinde ist eine Erweckung und eine Erweckung, sagt sie, kann nur hervorkommen aufgrund einer Gebetserhöhung. Und dann sollen wir die Dinge, die wir haben, richtig für Gott einsetzen. Und zwar so, unser Gemeindeleben soll so gestaltet sein, dass wenn wir dort predigen und singen und Gemeinschaft haben, dass wenn Leute von außen kommen, dass sie diesen Geist der Liebe sehen. Dass sie sehen, wie alle miteinander arbeiten, wie alle miteinander in Frieden zusammen sind, wie sich die Geschwister einander lieben. Und wenn die Gäste das sehen, dann werden sie davon tief beeindruckt werden im Herzen, werden nach Hause gehen und werden auch dort einen guten Einfluss ausüben.
[28:53] Es ist großartig, was Enveit hier schreibt. Also sie sind ein Vorbild für andere und geben ihnen Dinge mit, die sie in unserer Gemeinde beobachten. Weil wir unsere Gaben richtig einsetzen, dienen diese Gaben im Weinberg Gottes und retten Menschen.
[29:05] Und übrigens, vielleicht ganz persönlich mal, es lohnt sich sehr für dich und für mich, wenn wir in der Gemeinde in verschiedenen Feldern mitarbeiten, gerade am Anfang, wenn wir unsere Gaben noch nicht so kennen und gar nicht wissen, wozu hat Gott mich befähigt. Ich habe so ein paar Interessen und ich habe so ein paar Ideen, aber manche Dinge habe ich mir irgendwo anders abgeguckt. Und es ist so wie so Stars. Ich möchte auch so sein. Aber Gott hat uns zu Individuen gemacht. Also er hat uns ganz besondere Gaben gegeben. Und damit wir nicht darauf reinfallen, wie wir gerne selbst sein wollen, sondern damit wir verstehen, was Gott uns gegeben hat, ist es ganz, ganz hilfreich, in verschiedenen Feldern zu arbeiten in der Gemeinde. Mal damit zu arbeiten und mal damit zu arbeiten. Und wenn wir das machen, dann wird das dazu führen, dass wir irgendwo sehen: Hier habe ich großes Interesse, das macht mir Freude. Und nicht davon kaputt machen lassen, wenn vielleicht die Arbeit gut ist, aber das Umfeld nicht so passend. Wir müssen manchmal lernen, mit Geschwistern auszukommen, weil auch sie sind ja berufen aus ihrem Feld in der Welt in die Gemeinde Gottes. Und so haben sie auch ihren Charakter mitgebracht und wir haben unseren. Manchmal kommt es zu Reibereien, aber wenn es so ist, wir im gleichen Feld arbeiten, sollen wir füreinander beten. So wie Glieder an einem Leib sich untereinander unterstützen, so sollen wir es dann auch machen. Auch wenn es am Anfang nicht so gut klappt, sollten wir da nicht aufgeben und für den anderen beten. Und wenn beide füreinander beten, dann wird da auch ein Segen draus.
[30:40] Und in diesem Feld, in das du dann hineinkommst und dort arbeitest, wirst du feststellen, ob du diese Arbeit kannst, ob sie dir Freude macht und ob sie Gewinn bringt für den Weinberg Gottes. Denn wenn die Arbeit dir vielleicht Freude macht, aber kein Segen darauf liegt, dann ist es vielleicht manchmal gut, dir ein anderes Feld zu suchen im Weinberg. Arbeite eine Weile und guck, ob da Früchte kommen. Und wenn keine Früchte kommen, dann such dir ein anderes Feld und arbeite dort. Und so müssen wir manchmal die Arbeit wechseln. Aber Gott gibt uns immer das, was wir brauchen. Also wenn er mir ein Talent gibt für eine bestimmte Arbeit, aber diese Arbeit in der Gemeinde gerade nicht gemacht werden kann, und ich suche mir ein Feld, von dem ich meine, hier wird bestimmt mehr Frucht zu erwarten sein, und ich indemute Gott darum, bitte, das doch zu segnen und mir zu helfen, dass ich arbeiten kann, dann wird Gott mein Gebet auch erhören. Denn es geht darum, Frucht zu bringen im Weinberg Gottes.
[31:33] Nun, wie ist das denn so mit den Gaben in der Gemeinde, wenn wir dort hineingucken und gucken uns unsere eigene Gemeinde an? Haben einige Leute eigentlich mehr Gaben als andere? Also sind da einige Leute in der Gemeinde, die ich so ganz universell einsetzen kann? Eigentlich kann ich den für alles gebrauchen und den anderen weiß ich nicht genau, wo ich ihn hinschieben kann. Ist das so? Nun, es ist manchmal so. Woran liegt das? Also woran liegt das, dass einige Leute scheinbar mit Gaben überhäuft sind und du kannst sie als Gemeindeleiter einsetzen, du kannst sie als Diakon einsetzen, du kannst sie als Musiker einsetzen, du kannst sie als Prediger einsetzen, du kannst sie als alles einsetzen, als Sabbatschulleiter und, und. Ja, das ist vielleicht eine höfliche Art, um die Gemeinden, die Gäste zu begrüßen. Er kann vielleicht gut mit Leuten ins Gespräch kommen, er hat ein gutes Allgemeinwissen, er ist handwerklich vielleicht sehr versiert. Solche Leute gibt es. Aber man fragt sich, woher kommt das?
[32:31] Nun, Gott hat das mal gezeigt, er hat das seinen Jüngern erklärt. In Matthäus 25 spricht er davon. Wir lesen uns das mal durch und gucken, was dort passiert ist. In Matthäus 25 und wir lesen ein ganzes Stück, nämlich dieses besondere Gleichnis von anvertrauten Talenten. Matthäus 25, Verse 14 bis 30.
[32:57] Christus sagt: Denn es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reisen wollte. Seine Knechte rief und ihm seine Güter übergab. Dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem dritten eins. Jedem nach seiner Kraft. Und er reiste sogleich ab. Da ging der hin, welcher die fünf Talente empfangen hatte, handelte mit ihm und gewann fünf weitere Talente. Und ebenso der, welcher die zwei Talente empfangen hatte, auch er gewann zwei weitere. Aber der, welcher das eine empfangen hatte, ging hin, grub die Erde auf und verbarg das Geld seines Herrn.
[33:32] Nach langer Zeit aber kommt der Herr dieser Knechte und hält die Abrechnung mit ihm. Und es trat herzu, der, der die fünf Talente empfangen hatte, brachte noch fünf weitere Talente herzu und sprach: Herr, du hast mir fünf Talente übergeben. Siehe, ich habe mit ihnen fünf weitere Talente gewonnen. Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht. Du bist über wenigen treu gewesen. Ich will dich über vieles setzen. Gehe ein zur Freude deines Herrn. Und es trat auch der hinzu, der die zwei Talente empfangen hatte und sprach: Herr, du hast mir zwei Talente übergeben. Siehe, ich habe mit ihnen zwei weitere Talente gewonnen. Sein Herr sagt zu ihm: Recht so, so guter und treuer Knecht. Du bist über wenigen treu gewesen. Ich will dich über vieles setzen. Gehe ein zur Freude deines Herrn.
[34:21] Da trat auch der hinzu, der das eine Talent empfangen hatte und sprach: Herr, ich kannte dich, dass du ein harter Mann bist. Du erntest, wo du nicht gesät und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast. Und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Siehe, da hast du das Deine. Aber sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht. Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe? Dann hättest du mein Geld in Wechsel anbringen sollen. So hätte ich bei meinem Kommen das meine mit Zinsen zurück erhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die Zehntalente hat. Denn wer hat, dem wird gegeben werden, damit er Überfluss hat. Von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat. Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis. Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.
[35:16] Nun, Christus erzählt hier dieses Gleichnis von den verteilten Talenten. Und wir sehen, dass hier verschiedene Gaben vergeben worden sind. Der eine hatte derer fünf empfangen, der andere zwei, der andere eins. Und in diesem Gleichnis geht es jetzt darum, was machen sie mit den Talenten, die sie bekommen haben. Also derjenige, der die fünf hatte, hat diese fünf Talente eingesetzt. Die Gaben, die er hatte, benutzte er. Und das Resultat war, er bekam noch fünf weitere dazu. Also er gewann welche dazu. So ist es bei uns ja auch, wenn wir im Weinberg Gottes arbeiten, mit den Gaben, die wir haben, wir setzen sie für Christus ein, werden unsere Gaben veredelt, sagt Ellen White, und wir bekommen auch noch neue dazu. Also wer hat, dem wird gegeben werden. Wenn wir die Dinge einsetzen, die Gott uns gibt, so bekommen wir dazu.
[35:59] Genauso war es ja mit dem, der nur zwei Talente hatte. Auch ihm wird gesagt: Du warst über wenigen treu, du sollst über vieles gesetzt werden. Genau der gleiche Urteilsspruch, der auch bei dem mit fünf Talenten war. Also Christus hat jedem etwas zugeteilt, ebenso viel, wie er tragen kann. Der mit fünf hatte mit fünf gehandelt, der mit zwei hatte mit zwei gehandelt, aber am Ende war es der gleiche Urteilsspruch. Das, was du hattest, hast du richtig eingesetzt. Die Knechte haben nicht entschieden, wie viel sie nehmen. Sie haben nur die Entscheidung getroffen, mit dem, was sie haben, auch zu handeln, also damit etwas zu bewirken. Nur nicht der dritte Knecht. Der hatte eins, der hatte es wirklich am leichtesten von allen, denn er hatte eigentlich nur ein Talent und dieses Talent, das hätte er einsetzen können. Aber dieses eine Talent, selbst das hat er nicht eingesetzt, um damit Gewinn zu erwirtschaften, sondern er verbarg es.
[36:52] Mit welchem Argument eigentlich? Und wenn wir da genau hineinschauen, dann steht da: Der Knecht sagt, denn ich weiß, du erntest, wo du nicht gesät hast. Ich fürchte das nicht. Also dieser Knecht hatte keine gute Beziehung zum Herrn. Und hier wird etwas deutlich. Also dadurch, dass die Beziehung zu Christus fehlt, kann es sein, dass ich mein Talent eingrabe. Also damit einfach nichts mache. Ich sitze dann also in der Gemeinde. Ich habe vielleicht das Talent, zu predigen, zu musizieren, für Ordnung und Raum zu sorgen, mit Menschen zu sprechen. Ich habe vielleicht gesunde Beine und kann von Haus zu Haus Flyer verteilen oder irgendwas kann ich machen. Vielleicht wurde mir Geld gegeben, mit dem ich die Gemeinde unterstützen kann. Irgendwas hat Gott mir bestimmt gegeben. Wenn ich das aber nur einsetze, mich dann in die Gemeinde hocke und mir alles angucke, was so passiert, dann ist da kein Segen drauf. Wenn ich also nur beteiligt bin, aber nicht involviert bin, wenn ich nur irgendwie dazugehöre, aber nicht wirklich an der Arbeit teilnehme, dann ist da kein Segen drauf. Dann verschwende ich das Talent, das Gott mir gegeben hat.
[38:02] Und wenn ich es nicht einsetze, die Gemeinde braucht das Talent aber, was immer das ist, was wird Gott dann machen? Nach diesem Gleichnis nimmt er das Talent dem einen weg, der es nicht gebraucht hat und gibt es einem anderen, der schon viel hat. Also die Arbeit wird also übernommen von einem anderen. Und das passiert in unserer Gemeinde auch. Manchmal sehen wir diese Leute, die scheinbar alles können und die alles machen müssen, auch in der Gemeinde. Und warum tun sie das? Zum einen, weil Gott ihnen diese Gaben gegeben hat, weil sie demütige Menschen sind. Und so wurden diese Gaben obendrauf gelegt und sie können damit arbeiten. Aber zum anderen, vor allem deswegen, weil andere ihre Talente, ihre Gaben nicht benutzen. Wenn ich eins habe und es nicht benutze, wird es mir genommen werden und ein anderer bekommt es.
[38:46] So lange, bis ich demütig zu Christus komme und sage: Bitte, Herr, hilf mir, ich habe mein Talent nicht benutzt, ich möchte es für dich gebrauchen. Oder ich sage: Ich habe kein Talent mehr, mir wurde irgendwie alles genommen. Bin ich überhaupt noch nützlich in deinem Weinberg? Bitte hilf mir, dass ich arbeiten kann. Dann wird Gott mir auch Gaben geben, damit ich damit Frucht für ihn machen kann und Menschen gewinnen kann.
[39:07] Nun, es gibt also unterschiedliche Art und Weisen, wie wir zu diesen Talenten kommen. Entweder wir haben sie von Geburt an, wir lernen sie im Laufe unseres Lebens irgendwann kennen und erlernen diese Dinge oder Gott gibt sie uns einfach ganz spontan. Vielleicht, weil es in der Gemeinde fehlt, weil es niemanden gibt, der zum Beispiel in der Gemeinde die Sabbatschule leitet. Es muss also jemand gefunden werden, weil es niemanden gibt, der in der Gemeinde von Haus zu Haus geht, weil es niemand gibt, der sich um Ordnung im Haus kümmert. Wenn ich darum bitte und sage: Herr, ich möchte der Gemeinde hier ein Segen sein, dann kann Gott mir diese Fähigkeiten geben und ich kann vielleicht plötzlich handwerklich sehr geschickt sein. Vielleicht kann ich in anderen Sprachen sprechen, vielleicht kann ich Geister unterscheiden, prophetisch reden, vielleicht werde ich ein Evangelist, ein Bibelarbeiter oder was auch immer. Also Gott teilt die Talente selber zu und es liegt ein sehr, sehr großer Segen darin, wenn du dein Talent einsetzt für den Herrn.
[40:03] Dazu möchte ich mal etwas vorlesen aus Bilder vom Reiche Gottes auf Seite 266, was Ellen White da schreibt. Sie schreibt: Ein Leben im Dienst für andere bringt uns in enge Verbindung mit Christus. Unsere Mitarbeit wird zum Bindeglied zwischen uns und Gott sowie unseren Mitmenschen.
[40:25] Also wenn wir unsere Talente einsetzen, mitarbeiten, dann werden wir dadurch eng mit dem Herrn verbunden. Und genau das ist es, was wir tun sollen. Wir sollen diese Dinge einsetzen, denn sie sind zum Segen für andere und wenn immer wir zum Segen für andere werden, werden wir selbst auch gesegnet. Und so verläuft unser Leben in eben den Bahnen, die Gott für uns vorgesehen hat. Wenn wir wissen wollen: Herr, was ist ein Weg für mein Leben, dann finde ich das am besten dadurch raus, indem ich einmal schaue, was habe ich denn, was kann ich denn, was hat Gott mir denn mitgegeben, welchen Segen habe ich denn empfangen und ihn dann einsetze. Dann werden sich Türen in meinem Leben öffnen, denn Gott wird dem, der seine Gaben einsetzt, mehr geben. Er wird dein Feld weitermachen, damit du für ihn arbeitest. Und ich wünsche mir, dass wir unsere Gaben einsetzen, die wir bei uns entdecken, dass wir sie in der Gemeinde zum Segen wirken lassen und auch Menschen außerhalb der Gemeinde ein Segen sind, dass wir die Dinge schulen, die wir haben. Und ich möchte einfach Mut machen. Trau dich, deine Gaben in der Gemeinde einzubringen und damit andere Geschwister zu entlasten.
[41:31] Denn entlastet werden müssen ganz, ganz viele von uns. Wie viele Geschwister in den Gemeinden sind überlastet, haben zu viel zu tun. Viele Dinge können nicht organisiert werden oder man findet keine Zeit dazu, obwohl genug Menschen da sind, aber viele Menschen nicht mitarbeiten und die Last auf eins in wenigen liegt. Und das soll nicht so sein. Der Körper hat mehrere Glieder bekommen und alle sollen mitarbeiten. Manche haben eine kleine Aufgabe, manche haben eine große Aufgabe. Es gibt Aufgaben, die sollen wir alle wahrnehmen, zum Beispiel das Gebet für die Gemeinde. Das ist etwas, das wir alle tun können und damit sind wir auch verbunden. Und in diesem Gebet, das wir tun, werden wir auch motiviert werden, in der Beziehung zu Christus, für ihn mehr zu arbeiten, für ihn mehr zu leisten, wenn wir kreativ werden, wenn wir Ideen haben, was wir tun können. Und wir sollten alle, die wir in der Gemeinde zusammengerufen worden sind von Christus und heute Teil dieses Leibes sind, jeder von uns ist ein Glied, sollten wir uns diesen Platz suchen in der Gemeinde, wo wir am besten für Gott arbeiten können. Möge der Herr uns dabei helfen, diesen Platz zu finden, damit wir alle viel Frucht bringen.
[42:38] Ich würde gerne noch mit einem Gebet enden. Unser lieber Herr Jesus, wir möchten dir dafür danken, dass du uns berufen hast in deine Gemeinde. Herr, wir sind keine vollkommenen Menschen. Wir sind Sünder und wir waren weit weg von dir. Wir waren in Rebellion und wir haben dich nicht gesucht. Aber du, Herr, bist uns nachgegangen, hast dich uns offenbart und hast uns in dein Leib eingefügt. Du hast uns zu Glied an deiner Gemeinde gemacht und möchtest heute, dass wir ein Segen für deine Gemeinde sind. Und Herr, das, was du uns gegeben hast, so viel Liebe, wie du uns gezeigt hast. Wir möchten dich bitten, dass wir diese Liebe auch unseren Geschwistern entgegenbringen können. Dass wir die Geschwister, die überlastet sind, entlasten können. Dass wir unseren Platz in der Gemeinde finden, damit auch wir durch diese Arbeit gestärkt werden und zu deiner Herrlichkeit leben. Wir möchten dich bitten, Herr, dass du uns hilfst, dass wir klar erkennen können, wo du uns gebrauchen kannst, damit unser Leben nicht sinnlos ist, sondern viel Frucht bringt und viele Menschen zu dir führt. Und dafür danken wir dir. Amen.
[43:51] Vielen Dank, ihr Lieben, dass wir das gemeinsam studieren konnten. Und ich denke, es ist ganz wichtig, dass wir auf diese Gaben aufmerksam sind. Jeder von uns kann dankbar sein dem Herrn für das, was er uns getan hat, für die Gaben, die er uns gegeben hat, für den Platz, an dem wir heute sind. Und lasst uns das nicht vergessen im Gebet. Und lasst uns den Herrn darum bitten, dass er uns eben die Gaben gibt, die wir brauchen, um dem Feld, wo wir heute stehen, viele Menschen für ihn zu gewinnen. Gottes Segen euch!
[44:20] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!