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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die komplexe Familiengeschichte Jakobs, Leas und Rahels aus 1. Mose 29-30. Er zeigt auf, wie Jakobs Betrug an Laban und seine Kompromissentscheidungen eine Spirale von Eifersucht und schlechten Entscheidungen in seiner Familie auslösen. Die Folge betont, wie Gott die Benachteiligten sieht und wie menschliche Handlungen, selbst wenn sie als göttlich interpretiert werden, oft nur eigene Sünden sind. Eine Mahnung, Kompromisse zu vermeiden und Gottes Führung zu suchen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:34] Hallo Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Seite 33. Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass du unser Leben führst und wenn wir es dir in die Hände legen, uns auch wirklich zum richtigen Ziel bringst. Auch heute möchten wir unser Leben dir geben und ich bitte dich, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Im Namen Jesu, Amen.

[0:59] Wir sind in 1. Mose 29. Jakob ist bei Laban, hat sieben Jahre um Rahel gedient, nur um jetzt in der Hochzeitsnacht Lea untergejubelt zu bekommen. Vers 24: "Und Laban gab seine Magd Silpa seiner Tochter Lea zur Magd. Und es geschah am Morgen, siehe, da war es Lea. Und er sprach zu Laban: Warum hast du mir das getan? Habe ich dir nicht um Rahel gedient? Warum hast du mich denn betrogen?"

[1:34] Man sieht die schmerzhaften Folgen der Sünde erst dann richtig, wenn man selbst betroffen ist. Jakob hatte betrogen, aber jetzt wird er betrogen. Gott hat das nicht getan, um Gleiches mit Gleichem zu vergelten, sondern in Gottes Weisheit lässt er uns manchmal spüren, wie die Sünde sich anfühlt, damit wir erkennen, wie schwer unsere eigene Sünde gewesen ist, damit wir uns wirklich von ganzem Herzen an unseren Erlöser klammern, damit er uns davon reinigt.

[2:06] Laban antwortete: "Es ist nicht die Sitte in unserem Ort, dass man die Jüngere vor der Älteren gibt. Vollende die Hochzeitswoche mit dieser, so wollen wir dir jene auch geben für den Dienst, den du mir noch weitere sieben Jahre lang leisten sollst." Hättest du das gemacht? Zwei Frauen zu haben ist eigentlich nicht Gottes Wille gewesen. Hier scheint es so, dass die Liebe zu Rahel und der Wunsch, sie sofort haben zu wollen, so groß gewesen ist, dass Jakob einen Kompromiss eingeht, der noch schwerwiegende Folgen für sein Familienleben haben wird. Und Jakob macht es so und vollendete die Hochzeitswoche mit dieser. Er gab seine Tochter Rahel zur Frau und gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha zur Magd. So ging er auch zu Rahel ein und er hatte sie lieber als Lea und er diente ihm noch weitere sieben Jahre lang.

[3:01] Jakob hätte aus eigener Erfahrung wissen müssen, was es bewirkt, wenn einer vor dem anderen bevorzugt wird. Wusste das ja aus seiner eigenen Familie, von seinen Eltern. Als aber der Herr sah, dass Lea verschmäht war, eröffnete er ihren Mutterschoß. Rahel aber war unfruchtbar. Immer wieder sehen wir, dass Gott ein besonderes Auge auf die Benachteiligten hat, auf die, die schlechter behandelt werden, die weniger geliebt sind. Gott geht ihnen besonders nach und möchte ihr Leben glücklich machen. Und Lea wurde schwanger und gebar einen Sohn, den gab sie den Namen Ruben. Denn sie sprach: "Weil der Herr mein Elend angesehen hat, so wird mich nun mein Mann lieb gewinnen." Und sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn und sprach: "Weil der Herr gehört hat, dass ich verschmäht bin, so sollte mir auch diesen geben." Und sie gab ihm den Namen Simeon. Und sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn und sprach: "Nun wird mein Mann mir anhänglich sein, denn ich habe ihm drei Söhne geboren." Darum gab man ihm den Namen Levi. Und sie wurde noch einmal schwanger und gebar einen Sohn und sprach: "Nun will ich den Herrn preisen." Darum gab sie ihm den Namen Juda. Und sie hörte auf mit Gebären.

[4:18] Als aber Rahel sah, dass sie dem Jakob keine Kinder gebar, wurde sie eifersüchtig auf ihre Schwester und sprach zu Jakob: "Schaff mir Kinder, wenn nicht, so sterbe ich!" Wie unvernünftig diese Worte sind! Weil wir unvernünftig sind, sind oft auch unsere Gedanken, wenn wir von Eifersucht und Parteigeist geprägt sind, wenn wir in unseren Familien streiten. Wie unvernünftig sind oft unsere Worte! Jakob wurde sehr zornig auf Rahel und sprach: "Bin ich denn an Gottes Stelle, der dir die Leibesfrucht versagt?" Sie aber sprach: "Siehe, da ist meine Magd Bilha, geh zu ihr ein, dass sie in meinem Schoß gebäre und ich doch durch sie Nachkommen erhalte." Wir haben diese Idee schon gesehen bei Abraham und Sara. Das war damals schon ein Fehler. Damals hatte Abraham noch überhaupt gar keinen Sohn. Jakob hatte schon vier und geht trotzdem auf diesen Fehler hier erneut ein.

[5:18] Und sie gab ihm ihre Magd Bilha zur Frau, und Jakob ging zu ihr ein. Bilha wurde schwanger und gebar dem Jakob einen Sohn. Da sprach Rahel: "Gott hat mir Recht verschafft und meine Stimme gehört und mir einen Sohn gegeben." Darum gab sie ihm den Namen Dan. Wie oft passiert es, dass wir glauben, dass Gott etwas getan hat, und es war eigentlich nur unser eigener Wille, unsere eigene Tat, ja sogar unsere eigene Sünde. Und Bilha, die Magd Rahels, wurde nochmal schwanger und gebar dem Jakob einen zweiten Sohn. Da sprach Rahel: "Kämpfe Gottes habe ich mit meiner Schwester gekämpft und habe auch gewonnen." Darum gab sie ihm den Namen Naftali.

[5:53] Man kann sich manchmal einbilden, dass Gott für einen kämpft, und in Wirklichkeit hat Gott mit der Sache gar nichts zu tun. Als aber Lea sah, dass sie aufgehört hatte zu gebären, nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie Jakob zur Frau. Und Silpa, Leas Magd, gebar Jakob einen Sohn. Da sprach Lea: "Ich habe Glück!" Und sie gab ihm den Namen Gad. Danach gebar Silpa, Leas Magd, dem Jakob einen zweiten Sohn. Da sprach Lea: "Wohl mir, die Töchter werden mich glücklich preisen!" Und sie gab ihm den Namen Asser.

[6:21] Ruben ging aus zur Zeit der Weizenernte und fand Alraunenfrüchte auf dem Feld und brachte sie heim zu seiner Mutter Lea. Da sprach Rahel zu Lea: "Gib mir einen Teil der Alraunenfrüchte deines Sohnes!" Sie antwortete: "Ist es dir nicht genug, dass du mir meinen Mann genommen hast, und willst du auch die Alraunenfrüchte meines Sohnes nehmen?" Rahel sprach: "Er soll dafür diese Nacht bei mir schlafen zum Entgelt für die Alraunenfrüchte deines Sohnes." Sünde führt zu einer Spirale von immer weiteren schlechten Entscheidungen, bis dahin, dass hier diese beiden gegenseitig sich ihren Mann Jakob abkaufen. Die Moral nimmt dann immer mehr ab in dieser Familie, und das fing mit einzelnen Kompromissentscheidungen an.

[7:07] Wie oft passiert es in unserem Leben auch, dass einzelne Kompromisse immer tiefer unsere Familie, unser Leben in den Strudel hinabziehen lassen? Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bewahre uns davor, dass wir Kompromisse machen und das uns dann immer weiter hineinziehen lassen in den Strudel der Sünde, sondern sprich zu uns und zeig uns den Ausweg aus den Problemen, mit denen wir vielleicht zu tun haben. Und wir danken dir, dass wir uns auf dich verlassen dürfen. Im Namen Jesu, Amen.


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