In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ tauchen wir tief in 1. Mose 30 und 31 ein. Christopher Kramp beleuchtet Jakobs schwieriges Verhältnis zu Laban, geprägt von Betrug und Ungerechtigkeit, und wie Jakob versucht, sich mit List zu behaupten. Doch inmitten menschlicher Fehler und familiärer Konflikte zeigt sich Gottes treue Fürsorge, der Jakob beschützt und ihn zur Rückkehr in seine Heimat anweist. Eine ermutigende Botschaft darüber, wie Gott auch in unseren unvollkommenen Beziehungen wirkt und für uns eintritt.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Mose 30:41-31:25
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:34] Hallo Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 35. Das ist gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir sind nun mal in ganz schwierigen Situationen und haben auch ganz katastrophale Familien- und Verwandtschaftsverhältnisse. Aber du willst dort, wo wir sind, das, was wir gerade auch durchmachen, uns helfen und bei uns sein. Sprichst du jetzt durch dein Wort zu uns im Namen Jesu. Amen.
[0:58] Wir sind gerade in 1. Mose 30, und Jakob versucht in diesem schwierigen Verhältnis mit Laban einen angemessenen Lohn zu erhalten. In Vers 41 heißt es: "Und es geschah jedes Mal, wenn die Zeit kam, wo die kräftigen Tiere brünstig wurden, legte Jakob die Ruten in die Tränken vor die Augen der Tiere, damit sie über den Ruten empfingen. Wenn aber die schwachen brünstig wurden, legte er sie nicht hinein. Laban hielten aber die schwachen und Jakob die starken."
[1:30] Jakob hat versucht, auch klug zu sein und mit List irgendwie den Laban auch zu überlisten. Und der Mann wurde außerordentlich reich und bekam viele Herden, Mägde und Knechte, Kamele und Esel. Er hörte aber die Reden der Söhne Labans. Sie sagten: "Jakob hat alles genommen, was unserem Vater gehört, und mit dem, was unserem Vater gehört, hat er sich all diesen Reichtum verschafft." Und Jakobs Angesicht war ihm gegenüber nicht mehr wie früher.
[2:01] Manchmal verändern sich Beziehungen. Vielleicht hast du es auch schon in deinem Leben erlebt. Da sprach der Herr zu Jakob: "Kehre zurück in das Land seiner Väter und seiner Verwandtschaft, und ich will mit dir sein." Vielleicht wenden sich Freunde von dir ab, vielleicht gibt es Probleme in der Verwandtschaft, dass Leute dir nicht wohlgesinnt sind. Aber Gott möchte immer bei dir sein.
[2:29] Und Jakob ließ Rahel und Lea zu seiner Herde aufs Feld hinausrufen und sprach zu ihnen: "Ich sehe, dass das Angesicht eures Vaters mir gegenüber nicht mehr ist wie früher, aber der Gott meines Vaters ist mit mir gewesen. Und ihr wisst, wie ich eurem Vater gedient habe mit meiner ganzen Kraft. Euer Vater hat mich betrogen und mir meinen Lohn zehnmal verändert. Doch hat es Gott nicht zugelassen, dass er mir schaden durfte."
[2:57] Es ist kein schönes Gefühl, wenn man betrogen wird. Und Jakob hat jetzt gelernt im Laufe dieser Jahre, was er selbst seinem Bruder und seinem Vater angetan hat. Wenn er sagte: "Die Gesprenkelten sollen dein Lohn sein", so warf die ganze Herde Gesprenkelte. Sagte aber: "Die Gestreiften soll der Lohn sein", so warf die ganze Herde Gestreifte. So hat Gott eurem Vater die Herde genommen und sie mir gegeben.
[3:22] Es geschah nämlich zu der Zeit, wo die Tiere brünstig wurden, dass ich meine Augen aufhob und im Traum schaute, und siehe, die Böcke, die die Herde besprangen, waren gestreift, gesprenkelt und gefleckt. Und der Engel Gottes sprach zu mir im Traum: "Jakob!" Und ich antwortete: "Hier bin ich." Er aber sprach: "Heb doch deine Augen auf und sieh, alle Böcke, welche die Schafe bespringen, sind gestreift, gesprenkelt und gefleckt. Denn ich habe alles gesehen, was Laban dir antut. Ich bin der Gott von Bethel, wo du den Gedenkstein gesalbt und wo du ein Gelübde abgelegt hast. Nun mache dich auf, gehe hinaus aus diesem Land und kehre zurück in das Land deiner Geburt."
[4:05] Gott hat ihn gesehen. Er hatte gesehen, dass man ungerecht mit ihm umgeht. Hast du den Eindruck, dass Leute auch dich ungerecht behandeln? Vielleicht auf der Arbeit, vielleicht in der Familie? Gott sieht diese Ungerechtigkeit, und er möchte dafür sorgen, dass du trotzdem ein gutes Leben hast und gesegnet bist.
[4:27] Da antworteten Rahel und Lea und sprachen zu ihm: "Haben wir auch noch ein Teil oder Erbe im Haus unseres Vaters? Werden wir nicht von ihm angesehen, als wären wir fremd? Er hat uns ja verkauft und sogar unser Geld ganz verzehrt. Darum gehört auch all der Reichtum, den Gott uns an unserem Vater genommen hat, uns und unseren Kindern. So tu du nun alles, was Gott gesagt hat."
[4:48] Da machte sich Jakob auf und lud seine Kinder und seine Frauen auf Kamele. Da führte er all seinen Besitz und seine ganze Habe, die erworben hatte, seine eigene Herde, die er in Paddan-Aram erworben hatte, um zu seinem Vater Isaak in Kanaan anzuziehen.
[5:03] Laban aber war weggegangen, um seine Schafe zu scheren, und Rahel stahl die Teraphim, die ihrem Vater gehörten. Offensichtlich war das Thema Götzendienst auch in dieser Familie ein Problem. Also müssen wir feststellen, auch manchmal in unserem Leben, in unseren Familien, wenn wir noch so gläubige Familien haben in der Theorie, dass es da echte Probleme gibt, echte Probleme mit dem Gesetz Gottes auch in unseren Familien.
[5:35] Jakob aber täuschte Laban, den Aramäer, indem er ihm nicht mitteilte, dass er fliehen wollte. Ein Thema, das sich durch das Leben von Abraham, Isaak und Jakob zieht, dass sie immer wieder andere getäuscht haben. Abraham hat Abimelech getäuscht und schon den Pharao. Isaak hat Abimelech getäuscht. Jakob hat seinen Vater getäuscht, jetzt den Laban getäuscht. Wir sehen, wie sehr bestimmte Sünden von der nächsten Generation aufgegriffen werden und wieder weitergetan werden.
[6:07] Und er machte sich auf, entfloh mit allem, was er hatte, und setzte über den Euphrat und wandte sein Angesicht dem Bergland von Gilead zu. Am dritten Tag aber wurde Laban gemeldet, dass Jakob geflohen sei. Laban nahm seine Brüder mit sich und jagte ihm nach, sieben Tage Reiseweit, und er holte ihn ein auf dem Bergland von Gilead.
[6:27] Aber Gott kam nachts im Traum zu Laban, dem Aramäer, und sprach zu ihm: "Hüte dich davor, mit Jakob anders als freundlich zu reden." Gott kämpft für uns, selbst dann, wenn wir nicht alles richtig tun. Er kämpft für uns, selbst wenn wir Fehler begehen und wieder in unseren Schwächen, in unserer Schwachheit Dinge tun, die eigentlich nicht ganz richtig sind. Er möchte uns helfen, und er tut mehr, als wir verdient haben.
[6:54] Als nun Laban den Jakob einholte, hatte Jakob sein Zelt auf dem Berg aufgeschlagen. Da schlug auch Laban mit seinen Brüdern sein Zelt auf dem Bergland von Gilead auf. Lasst uns Gott danken, dass er für uns eintritt.
[7:08] Lieber Vater, wir sind es nicht wert, dass du für uns kämpfst. Zu oft haben wir dich enttäuscht, zu oft fallen wir in alte Muster zurück, und doch kämpfst du für uns zu deiner Ehre, weil du uns liebst und weil du uns verändern möchtest und uns nicht aufgibst. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen im Namen Jesu. Amen.
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