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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Dieses Video, Teil der Serie „Gott auf (m)einer Seite“, beleuchtet 1. Mose 32:21-33:14 und Jakobs transformative Begegnung am Jabbok. Christopher Kramp erklärt, wie Jakob von Angst und List zu einer tiefen Erkenntnis seiner Hilflosigkeit gelangt, die in einem Ringen mit Gott und einer neuen Identität als Israel mündet. Die Botschaft betont, dass wahre Segnung und Versöhnung nicht durch menschliche Strategien, sondern durch das Festhalten an Gott in völliger Abhängigkeit und das Empfangen Seiner Gnade geschehen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:19] [Musik]

[0:34] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Heute mit Seite 38.

[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Herr, es gibt Situationen im Leben, da wissen wir nicht ein noch aus, aber du hast tausend Wege, von denen wir nichts wissen. Wir möchten dich bitten, dass du dich jetzt durch dein Wort uns offenbart und wir von dir lernen dürfen, wie du wirklich bist. Im Namen Jesu. Amen.

[0:57] Wir sind gerade in 1. Mose 32, und Jakob fürchtet um sein Leben, weil Esau ihm entgegenzieht. Er versucht, mit Geschenken seinen Bruder gnädig zu stimmen.

[1:12] Es heißt in Vers 21: „Und ihr sollt sagen: Siehe, dein Knecht Jakob kommt auch hinter uns her.“ Denn er dachte: „Ich will sein Angesicht günstig stimmen mit dem Geschenk, das vor mir hergeht. Danach will ich sein Angesicht sehen; vielleicht wird er mich gnädig ansehen.“ Und das Geschenk zog vor ihm hinüber.

[1:32] Er aber blieb in jener Nacht im Lager. Er stand aber noch in derselben Nacht auf und nahm seine beiden Frauen und seine beiden Mägde samt seinen elf Kindern und überschritt mit ihnen die Furt Jabbok. Und dann nahm er sie und führte sie über den Fluss und ließ alles, was er hatte, hinübergehen. Jakob aber blieb allein zurück. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach.

[1:54] Es gibt diese Momente im Leben, da weiß man nicht mehr ein noch aus. Jakob war in dem Moment, er konnte nicht vorwärts, denn Esau kam. Er konnte nicht rückwärts, denn Laban hatte gesagt, er sollte nicht zurückkehren. Und jetzt kam noch, wie es schien, ein Feind und kämpfte mit ihm.

[2:13] Jakob dachte, er müsste sterben. Er hat gekämpft, und zwar die ganze Nacht. Ich weiß nicht, wie lange du aushalten kannst mit Kämpfen. Jakob kämpfte die ganze Nacht. Und als dieser sah, dass er ihn nicht bezwingen konnte, da rührte er sein Hüftgelenk an, so dass Jakobs Hüftgelenk verrenkt wurde beim Ringen mit ihm. Er kämpfte die ganze Zeit gegen jemanden, bis er plötzlich merkt, dass dieser jemand gar kein Feind ist, sondern Gott.

[2:41] Hast du schon mal lange, lange, lange Zeit gekämpft und gar nicht gewusst, dass du gegen Gott kämpfst?

[2:50] Und der Mann sprach: „Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an.“

[2:56] Wenn Jesus zu dir sagen würde: „Lass mich gehen“, wärst du verzweifelt, niedergeschlagen? Würdest du ihn einfach gehen lassen? Nicht so Jakob. Jakob aber sprach: „Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich!“

[3:10] Jakob hat verstanden, dass seine Hilflosigkeit das größte Argument ist, das er überhaupt vorbringen kann. All seine List, seinen Betrug, seine Täuschung, seine Cleverness – all das hatte ihm nur Fluch gebracht. Er wollte immer das Gute, aber auf eigene Wege. Und sein Leben war jetzt in einer großen Krise.

[3:40] Er wusste, dass er nur dann wirklich gesegnet ist, wenn Gott segnet, wenn Jesus. Er klammert sich an Jesus. Lieber Freund, liebe Freundin, egal wie dein Leben gerade ist: Klammer dich an den einen, der dich allein segnen kann. Und wenn du dich hilflos an ihn klammerst, wird er dich nicht abreißen können.

[4:01] Da fragte er ihn: „Was ist dein Name?“ Er antwortete: „Jakob.“ Da sprach er: „Dein Name soll nicht mehr Jakob sein, sondern Israel. Denn du hast mit Gott und Menschen gekämpft und hast gewonnen.“

[4:14] Ja, man kann Gott besiegen, nicht durch Stärke, nicht durch Klugheit, nicht durch gute Argumente. Man kann Gott besiegen durch die eigene Hilflosigkeit. Denn Gott wird niemals einem hilflosen Menschen die Hilfe versagen. Er wird niemals jemandem, der dringend Hilfe braucht, einfach ihn wegschicken. Wenn du deine Hilflosigkeit erkennst, wenn du weißt, ich brauche Jesus, wirst du ein Überwinder sein, denn er wird dir die Hilfe geben, die du brauchst.

[4:45] Jakob aber bat und sprach: „Lass mich doch deinen Namen wissen!“ Er antwortete: „Warum fragst du nach meinem Namen?“ Und er segnete ihn dort.

[4:52] Wenn ihr mal ein interessantes Studium machen wollt, dann studiert mal den Namen Israel. Und ihr werdet sehen, dass der Name der Name für den Messias, ja, für Jesus selbst ist. Er hat ihm seinen Namen gegeben, eine neue Identität gegeben, denn hier hat sich Jakob endgültig bekehrt.

[5:11] Jakob aber nannte den Ort Pniel, denn er sprach: „Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet.“

[5:19] Und die Sonne ging auf, als er über Pniel zog, und er hinkte wegen seiner Hüfte. Er war zwar jetzt behindert, aber er war errettet. Er hinkt auch an seiner Hüfte, aber er hatte ein neues Herz. Darum essen die Kinder Israels bis zum heutigen Tag die Sehne nicht, die am Hüftgelenk läuft, weil er Jakobs Hüftgelenk, die Hüftsehne, angerührt hatte.

[5:40] Und Jakob hob seine Augen auf und schaut, und Esau kam heran und vierhundert Mann mit ihm. Da verteilte er die Kinder auf Lea und auf Rahel und auf die beiden Mägde und stellte die Mägde mit ihren Kindern voran und Lea mit ihren Kindern danach und Rahel mit Josef zuletzt. Er macht also deutlich, wer die eigentliche Frau ist, die ihm wirklich seine Frau ist. Er selbst aber ging ihnen voraus und verneigte sich siebenmal zur Erde, bis er nahe zu seinem Bruder kam. Da lief ihm Esau entgegen, umarmte ihn, fiel ihm um den Hals und küsste ihn, und sie weinten.

[6:13] Jakob hatte sich vor Esau gebeugt, und jetzt brauchte er keine Angst mehr zu haben.

[6:21] Als aber Esau seine Augen erhob, sah er die Frauen und die Kinder und sprach: „Wer sind diese?“ Jakob antwortete: „Es sind die Kinder, mit denen Gott deinem Knecht begnadigt hat.“ Da traten die Mägde zu samt ihren Kindern und verneigten sich. Auch Lea kam herbei mit ihren Kindern, und sie verneigten sich. Danach kam Josef mit Rahel, und auch sie verneigten sich.

[6:40] Und Esau fragte: „Was willst du denn mit jenem ganzen Heer, dem ich begegnet bin?“ Jakob antwortete: „Ich wollte Gnade finden in den Augen meines Herrn.“ Esau antwortete: „Ich habe genug, mein Bruder. Behalte, was du hast.“

[6:51] Nicht die Geschenke, nicht die Klugheit, nicht die Strategie wird Beziehungen wiederherstellen, sondern die Gnade Gottes, wenn wir uns ganz Jesus übergeben.

[7:03] Jakob antwortete: „Nein, wenn ich Gnade vor deinen Augen gefunden habe, so nimm doch das Geschenk von meiner Hand. Denn deshalb habe ich dein Angesicht gesehen wie Gottes Angesicht, und du warst so freundlich gegen mich. Nimm doch den Segen, der dir überbracht worden ist, von mir an, denn Gott hat mich begnadigt, und ich bin mit allem versehen.“ So drängte er ihn, dass er es annehmen sollte.

[7:20] Und Esau sprach: „Lasst uns aufbrechen und gehen, ich will neben dir herziehen.“ Jakob aber antwortete: „Mein Herr weiß, dass die Kinder noch zart sind. Dazu habe ich säugende Schafe und Kühe bei mir. Wenn sie einen einzigen Tag übergetrieben würden, so würde die ganze Herde sterben. Mein Herr möge doch seinem Knecht vorausgehen. Ich aber will gemütlich hintenan ziehen, wie es das Vieh vor mir her und die Kinder gehen können, bis ich zu meinem Herrn nach Seïr komme.“

[7:49] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater, du möchtest, dass wir uns wirklich von ganzem Herzen bekehren. Und du möchtest, dass wir uns ganz auf dich verlassen, dass wir unsere eigene Hilflosigkeit erkennen. Und manchmal führst du uns in auswegslose Situationen, damit wir uns endlich ganz dir übergeben, damit Jesus uns umgestalten kann und uns zu einem echten Israeliten machen kann. Das bitten wir für den heutigen Tag. Im Namen Jesu. Amen.


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