In dieser Predigt beleuchtet Christopher Kramp 1. Mose 42:16-43:3, wo Josef seine Brüder prüft, um ihre Veränderung zu erkennen. Er zeigt auf, wie Gott uns durch Prüfungen hilft, unsere Sünden zu erkennen und zu bereuen, anstatt sie zu verdrängen. Die Predigt betont, dass Gottes Prüfungen keine Strafen sind, sondern Mittel, um unser Herz zu offenbaren und uns näher zu ihm zu bringen, auch wenn wir seine Absichten oft missverstehen.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Mose 42:16-43:3
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute mit Seite 50.
[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass dein Wort nicht nur zur Weltlage spricht, sondern auch zu uns persönlich und zu der Situation unserer Familien. Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch dein Wort sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:06] Wir sind in 1. Mose 42, und die Brüder von Josef sind nach Ägypten gekommen, um Korn zu kaufen. Josef hat sie erkannt, gibt sich selbst aber nicht zu erkennen, um sie zu prüfen. Vers 16: "Schickt einen von euch hin, damit der euren Bruder holt. Ihr aber sollt in Haft behalten werden, so sollen eure Worte geprüft werden, ob ihr wahrhaftig seid. Wenn aber nicht, dann seid ihr Kundschafter." So wahr der Pharao lebt! Und er setzte sie alle zusammen in Gewahrsam, drei Tage lang. Am dritten Tag aber sprach Josef zu ihnen: "Wenn ihr am Leben bleiben wollt, so tut nun dies, denn ich fürchte Gott: Wenn ihr aufrichtig seid, so lasst einen von euren Brüdern hier gebunden im Gefängnis zurück. Die anderen aber geht hin und bringt Getreide heim, um den Hunger eurer Familien zu stillen. Euren jüngsten Bruder aber bringt mir, damit eure Worte sich als wahr erweisen, und dann solltet ihr nicht sterben." Und sie handelten danach.
[2:04] Josef prüft seine Brüder, um zu sehen, ob sie sich geändert haben.
[2:17] Jesus, der ja hier durch Josef dargestellt wird, prüft uns, obwohl er uns genau kennt. Er prüft uns, damit wir selbst erkennen und auch die Menschen um uns herum, ob wir uns geändert haben oder immer noch sind wie früher. Prüfungen scheinen uns entgegengesetzt zu sein, sie scheinen uns feindlich zu sein, aber in Wirklichkeit sind sie Gottes Mittel, um zu zeigen, was wirklich in uns drin ist.
[2:49] In Vers 21: "Sie sagten aber zueinander: 'Wahrlich, wir sind schuldig wegen unseres Bruders, denn wir sahen die Drangsal seiner Seele, als er uns um Erbarmen anflehte. Wir hörten nicht auf ihn. Darum ist diese Drangsal über uns gekommen.'" Sie hatten es seit mehr als 20 Jahren verdrängt, aber nicht wirklich vergessen können. Diese Sünde kam jetzt wieder hervor und hatte sie voll im Griff. Wenn wir Sünden nicht bekennen, werden wir sie vielleicht verdrängen können, aber sie wird am Ende uns immer wieder festhalten.
[3:22] Und Ruben antwortete und sprach zu ihnen: "Habe ich euch nichts zugeredet und gesagt: 'Versündigt euch nicht an dem Knaben!'? Aber wir wollten nicht hören. Und seht, nun wird sein Blut gefordert." Was hat sich Ruben jetzt gewünscht? Damals entschied er, einzutreten für seinen Bruder. Er hatte zwar seine Stimme erhoben, aber auch nicht wirklich alles getan, was man hätte tun können. Und jetzt war es, so schien es, zu spät.
[3:50] Sie wussten aber nicht, dass Josef sie verstand, denn er verkehrte mit ihnen durch einen Dolmetscher. Und er wandte sich von ihnen ab und weinte. Kehrte aber wieder zu ihnen zurück und redete mit ihnen. Darauf nahm er Simeon von ihnen weg und band ihn vor ihren Augen. Und Josef befahl, dass man ihre Gefäße mit Getreide fülle und jedem sein Geld wieder in seinen Sack lege und ihnen auch Verpflegung mit auf die Reise gebe. Und so machte man es mit ihnen.
[4:18] Wie geht es Gott, wenn wir durch Schwierigkeiten des Lebens gehen und wir dann der Meinung sind, dass Gott uns jetzt deswegen bestraft, weil wir vor 20 Jahren diese und jene Sünde getan haben? Weint nicht Jesus genauso wie Josef hier weint, weil wir nicht erkennen, wer er wirklich ist?
[4:49] Vers 26: "Da luden sie ihr Getreide auf ihre Esel und gingen davon. Als aber einer seinen Sack öffnete, um in der Herberge seinem Esel Futter zu geben, da sah er sein Geld, und siehe, es lag oben im Sack. Und er sprach seinen Brüdern: 'Mein Geld ist mir zurückgegeben worden! Seht, es ist in meinem Sack!' Da verging ihnen der Mut, und sie sprachen zitternd einer zum anderen: 'Was hat uns Gott da getan?'"
[5:10] Als sie dann bei ihrem Vater Jakob ins Land Kanaan kamen, erzählten sie ihm alles, was ihnen begegnet war, und sprachen: "Der Mann, der Herr des Landes ist, redete hart mit uns und behandelte uns als Kundschafter des Landes. Wir sagten: 'Wir sind aufrichtig und wir sind keine Kundschafter. Wir sind zwölf Brüder, Söhne unseres Vaters. Einer ist nicht mehr, der jüngste aber ist gegenwärtig bei unserem Vater im Land Kanaan.' Da sprach der Mann, der Herr des Landes, zu uns: 'Daran will ich erkennen, ob ihr aufrichtig seid: Lasst einen eurer Brüder bei mir zurück und geht und nehmt mit, was ihr für eure Familien braucht, und bringt euren jüngsten Bruder zu mir, damit ich erkenne, dass ihr keine Kundschafter, sondern aufrichtig seid. Dann will ich euch euren Bruder herausgeben, und ihr könnt ungehindert im Land verkehren.'"
[5:49] Und es geschah, als sie ihre Säcke ausleerten, da hatte jeder seinen Beutel mit Geld in seinem Sack. Als sie und ihr Vater ihre Beutel mit Geld sahen, erschraken sie. Und ihr Vater Jakob sprach zu ihnen: "Ihr habt mich meiner Kinder beraubt! Josef ist nicht mehr, Simeon ist nicht mehr, und Benjamin wollt ihr mir nehmen! Dies alles ist über mich gekommen."
[6:11] Ruben sprach zu seinem Vater: "Du kannst meine beiden Söhne töten, wenn ich ihn dir nicht wiederbringe. Übergib ihn nur meiner Hand, ich will ihn dir wiederbringen." Er aber sprach: "Mein Sohn soll nicht mit euch hinabziehen, denn sein Bruder ist tot, und er ist allein übrig geblieben. Sollte ihm ein Unfall begegnen auf dem Weg, den ihr geht, so würdet ihr meine grauen Haare vor Kummer ins Totenreich hinunterbringen."
[6:32] Offensichtlich war dem Jakob das Leben von Benjamin wertvoller als das Leben von Simeon. Dieser Geistesunterschied war zwar immer noch da. Und hier wollte Ruben vielleicht seinen alten Fehler gutmachen, aber der Geist, in dem er das tat, war auch nicht wirklich besonders attraktiv. Er wollte seine eigenen Söhne töten lassen als Garantie, und Jakob ging darauf überhaupt gar nichts ein.
[7:02] Aber die Hungersnot lastete auf dem Land. Und es geschah, als sie alles Korn aufgezehrt hatten, das sie aus Ägypten hergebracht hatten, da sprach ihr Vater zu ihnen: "Geht und kauft uns wieder ein wenig Speise!" Aber Juda antwortete und sprach zu ihm: "Der Mann hat uns ernstlich bezeugt und gesagt: 'Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, wenn euer Bruder nicht bei ist!'"
[7:23] Diesen Juda haben wir zuletzt in 1. Mose 38 gesehen, als er beinahe seine Schwiegertochter verbrannt hätte. Jetzt werden wir ihn wiedersehen und werden sehen, was Gott in seinem Leben bewirkt hat.
[7:34] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns prüfst, auch wenn wir oft gar nicht verstehen, warum das der Fall ist, und auch wenn wir dich oft missverstehen und mehr glauben, dass es eine Strafe ist als ein Mittel von dir, unser Herz zu offenbaren. Gib, dass wir verstehen, dass wenn du uns prüfst, du dieselben Gefühle hast, ja, noch tiefere Gefühle als Juda für seine Brüder. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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