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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf meiner Seite“ beginnt Christopher Kramp mit dem Buch 2. Mose. Er beleuchtet, wie die wachsende Zahl der Israeliten in Ägypten den Pharao beunruhigt und zu Unterdrückung führt, während Gottes Verheißung an Abraham sich erfüllt. Trotz harter Zwangsarbeit und dem Befehl zur Tötung männlicher Neugeborener zeigt sich Gottes Segen und die Treue der Hebammen. Die Botschaft ist klar: Gottes Segen bleibt bestehen, selbst wenn Menschen sich gegen sein Volk stellen.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 61. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du bist der Herr der Geschichte und doch sprichst du zu jedem Einzelnen von uns persönlich. Tu es auch jetzt durch dein Wort nach deiner Verheißung. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[0:55] Wir wollen heute mit einem neuen biblischen Buch beginnen, mit dem Buch 2. Mose. Und es beginnt in Kapitel 1, Vers 1: „Und dies sind die Namen der Söhne Israels, die nach Ägypten gekommen waren. Sie kamen mit Jakob, jeder mit seinem Haus: Ruben, Simeon, Levi und Juda, Issachar, Sebulon und Benjamin, Dan und Naftali, Gad und Ascher. Und die ganze Nachkommenschaft Jakobs betrug damals 70 Seelen. Josef aber war schon vorher in Ägypten. Und Josef starb und alle seine Brüder und jene ganze Generation.“

[1:34] „Aber die Kinder Israels waren fruchtbar, reichlich und mehrten sich und wurden so zahlreich, dass das Land von ihnen voll wurde.“

[1:42] Jetzt erfüllte sich die Verheißung, die Gott schon dem Abraham Jahrhunderte vorher gegeben hatte. Nicht alle Verheißungen erfüllen sich immer gleich, sofort. Gott hatte gesagt, dass Abrahams Same wie der Sand am Meer sein würde, und jetzt begann sich das so richtig zu entwickeln.

[2:03] „Da kam ein neuer König auf über Ägypten, der nichts von Josef wusste. Er sprach zu seinem Volk: „Siehe, das Volk, die Kinder Israels, ist zahlreicher und stärker als wir. Wohlan, lasst uns kluge Maßnahmen gegen sie ergreifen, dass sie nicht zu viel werden. Sie könnten sonst, wenn sich ein Krieg erhebt, womöglich zu unseren Feinden übergehen und gegen uns kämpfen und aus dem Land ziehen.““

[2:32] Eine Sache haben wir schon in 1. Mose sehr deutlich gelernt: Auf Gottes Verheißungen ist Verlass, aber auf die Versprechungen von Menschen – und seien sie Fürsten oder hier sogar Könige – ist kein Verlass. Schon in der nächsten Generation sind alle Bündnisverträge wieder vergessen. Wir haben das damals deutlich zum Beispiel bei Abraham, Isaak und Jakob gesehen. Auf Menschen ist kein Verlass, und das müssen auch die Israeliten hier erleben. Mit einer neuen Generation ändern sich plötzlich die politischen Gegebenheiten, und plötzlich sind sie Verfolgte in dem Land, in dem sie leben.

[3:11] „Darum setzte man Sklaventreiber über sie, um sie durch Lasten zu bedrücken. Und sie bauten dem Pharao die Vorratsstädte Pitom und Ramses. Je mehr sie aber das Volk bedrückten, desto zahlreicher wurde es und desto mehr breitete es sich aus, sodass ihnen vor den Kindern Israels grauste.“

[3:33] Ein Kirchenvater, Tertullian, hat einmal gesagt, dass je mehr die Christen verfolgt worden sind, desto mehr haben sie sich verbreitet im Römischen Reich. Eine ganz ähnliche Idee finden wir hier auch.

[3:48] „Darum zwangen die Ägypter die Kinder Israels mit Gewalt zum Dienst, und sie machten ihnen das Leben bitter mit harter Zwangsarbeit in Lehm und Ziegeln und mit allerlei Feldarbeit – lauter Arbeiten, zu denen man sie mit Gewalt zwang. Und der König von Ägypten redete mit den hebräischen Hebammen, von denen die eine Schifra, die andere Pua hieß. Und er sprach: „Wenn ihr die Hebräerinnen entbindet, so seht auf der Stelle nach: Wenn es ein Sohn ist, so tötet ihn. Ist es aber eine Tochter, so lasst sie leben.““

[4:21] „Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, was ihnen der König von Ägypten befohlen hatte, sondern sie ließen die Knaben leben.“

[4:27] „Der König von Ägypten rief die Hebammen und fragte sie: „Warum tut ihr das, dass ihr die Knaben leben lasst?“ Da antworteten die Hebammen dem Pharao: „Nun, hebräische Frauen sind nicht wie ägyptische. Sie sind lebhafter. Ehe die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie geboren.““

[4:46] Ich habe mich ja früher gefragt, wie das sein kann, dass diese beiden Hebammen für das ganze Volk Israels zuständig waren, von dem wir später erfahren, dass zur Zeit des Auszuges ja 600.000 Männer, zwei Millionen Menschen, das vermutlich in der Gesamtheit dort gewesen sind. Aber wenn man das Bevölkerungswachstum sich anschaut, dann waren es wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt hier wohl etwas mehr oder um die 50.000. Also eine ganz glaubwürdige Geschichte.

[5:16] Aber entscheidend ist, dass wir sehen, dass, obwohl Menschen sich gegen Gottes Volk stellen, Gott trotzdem segnet. Und das dürfen wir heute in unserem Alltag erfahren.

[5:28] Lasst uns beten. Lieber Vater, wir wissen nicht, wie Menschen sich zu uns stellen. Und manchmal werden wir schwer enttäuscht, aber dein Segen ist uns immer sicher. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen, dass du uns, wenn wir uns zu dir wenden, und dass du uns nicht verlässt. Im Namen Jesu. Amen.


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