In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ analysiert Christopher Kramp 2. Mose 10:11-11:4. Er beleuchtet die anhaltende Weigerung des Pharaos, die Israeliten vollständig ziehen zu lassen, selbst nach den Plagen der Heuschrecken und der Finsternis. Die Predigt betont die Notwendigkeit einer vollständigen Hingabe an Gott und warnt vor Kompromissen, während sie gleichzeitig Gottes unerschütterliche Vergebung und Macht hervorhebt.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Mose 10:11-11:4
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 72.
[0:40] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, dann möchten wir danke sagen für dein Wort und wir bitten, dass du in unser Herz echte Gottesfurcht hineinbringst, dass unsere Sündenbekenntnisse nicht nur Eintagsfliegen sind, sondern dass wir wirklich verändert werden durch dein Wort. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[0:59] Wir sind in 2. Mose Kapitel 10. Der Pharao ist bereit, die Israeliten ziehen zu lassen, aber längst nicht alle. Als Mose sagt, dass das gesamte Volk samt den Kindern und allen, die es dort gibt, aus Ägypten ausziehen sollen, da ist der Pharao äußerst erbost. In Vers 11 heißt es: „Nicht so, sondern ihr Männer geht hin und dient dem Herrn, denn das habt ihr auch verlangt.“ Und man jagte sie weg vom Pharao.
[1:34] Der Pharao schlägt wie eine halbe Erlösung vor, aber die ist nicht akzeptabel. Gottes Erlösung ist für jeden und nur dann ist es die Erlösung, die Gott wirkt.
[1:42] Vers 12: Da sprach der Herr zu Mose: „Strecke deine Hand aus über das Land Ägypten, damit die Heuschrecken über das Land Ägypten kommen und alles Gewächs im Land auffressen samt allem, was vom Hagel übrig geblieben ist.“ Da streckte Mose seinen Stab über das Land Ägypten aus, und der Herr ließ einen Ostwind über das Land wehen den ganzen Tag und die ganze Nacht. Und am Morgen führte der Ostwind die Heuschrecken her, und die Heuschrecken kamen über das ganze Land Ägypten und ließen sich nieder im ganzen Gebiet von Ägypten, so überaus viele, dass etwas Derartiges zuvor niemals gewesen ist noch zukünftig sein wird.
[2:26] Es war total, was Gott hier tat, denn sie bedeckten die Fläche des ganzen Landes und verfinsterten das Land, und sie fraßen alle Bodengewächse und alle Baumfrüchte, die vom Hagel übrig geblieben waren, und ließen nichts Grünes übrig an den Bäumen und an den Feldgewächsen im ganzen Ägypten.
[2:41] Da ließ der Pharao Mose und Aaron schnell rufen und sprach: „Ich habe mich versündigt an dem Herrn, eurem Gott, und an euch.“ Der Pharao bringt erneut ein Schuldbekenntnis, nicht nur an Gott, sondern auch an Mose und Aaron, die er ja ständig täuscht. „Und vergib mir meine Sünde nur noch dieses Mal und betet zum Herrn, eurem Gott, dass er nur diesen Tod von mir abwende.“
[3:07] Vielleicht haben wir auch schon manchmal dieses Gefühl gehabt, dass Gott uns nur noch dieses eine Mal vergeben sollte, dann wird sich bestimmt alles ändern. Und vielleicht sind wir dann wieder zurückgefallen, weil uns, so wie dem Pharao, die Bereitschaft gefehlt hat, wirklich Gott zu folgen. Lasst uns die Geschichte hier als ein warnendes Beispiel haben, dass man das nicht ständig machen kann ohne erheblichen Schadens.
[3:33] Und er ging hinaus vom Pharao und betete zum Herrn. Da wendete der Herr den Wind um, dass er sehr stark aus dem Westen wehte und die Heuschrecken aufhob und sie ins Schilfmeer warf, sodass an allen Orten Ägyptens nicht eine übrig blieb.
[3:47] Gott hat bisher jedes Gebet hier für den Pharao beantwortet. Jedes Mal, wenn der Pharao um Hilfe bat, hat Gott geholfen, obwohl Gott selbst wusste, dass der Pharao am Ende verloren gehen wird. Wenn Gott sogar dem Pharao immer wieder vergibt und seine Strafe zurückzieht, immer wieder hilft, können wir dann zweifeln, dass Gott uns helfen möchte, dass er uns vergeben möchte, dass er seine Macht auch für uns einsetzen wird? Gott wird für uns wirken.
[4:21] Aber der Herr verstockte das Herz des Pharao, so dass er die Kinder Israels nicht ziehen ließ. Wir haben schon in den vorigen Tagen gesehen, was hier eigentlich wirklich damit gemeint ist, dass die Sünde des Pharao sein Herz verstockt und dass Gott es vorhergesehen hat und ihn für diese Illustration besonders hier vorgesehen hat.
[4:41] Und der Herr sprach zu Mose: „Strecke deine Hand aus zum Himmel, damit es im Land Ägypten so finster wird, dass man die Finsternis greifen kann.“ Da streckte Mose seine Hand zum Himmel aus, so dass kam eine dichte Finsternis im ganzen Land Ägypten drei Tage lang, so dass während drei Tagen niemand den anderen sehen konnte noch jemand von seinem Platz aufstehen konnte. Aber alle Kinder Israels hatten Licht in ihren Wohnungen.
[5:07] Gott kümmert sich in der tiefsten Dunkelheit um sein Volk.
[5:11] Da ließ der Pharao Mose rufen und sprach: „Geht hin, dient dem Herrn! Nur eure Schafe und Rinder sollen hier bleiben. Lasst eure Kinder mit euch ziehen.“
[5:22] Das ist ein Kompromissangebot, bei dem der Pharao relativ weit geht. Aber jede Kompromiss-Erlösung ist keine wahre Erlösung. Wenn wir nur zu 90 Prozent dem Herrn gehören und mit zehn oder fünf Prozent dem Satan, dann sind wir immer noch gefangen.
[5:39] Mose sprach: „Du musst auch Schlachtopfer und Brandopfer in unsere Hände geben, dass wir sie dem Herrn, unserem Gott, darbringen können. Aber auch unser eigenes Vieh soll mit uns gehen und nicht eine Klaue darf zurückbleiben, denn davon müssen wir nehmen, um dem Herrn, unserem Gott, zu dienen. Auch wissen wir nicht, womit wir dem Herrn dienen sollen, bis wir dort hinkommen.“
[5:58] Aber der Herr verstockte das Herz des Pharao, so dass er sie nicht ziehen lassen wollte. Und der Pharao sprach zu ihm: „Geh hinweg von mir und hüte dich, dass du nicht mehr vor mein Angesicht kommst! An dem Tag, da du vor mein Angesicht kommst, sollst du sterben!“
[6:17] Jetzt scheint alle Tür zu sein, aber jetzt sind wir kurz vor der endgültigen Befreiung. Und Mose antwortete: „Du hast recht gesehen, ich werde dein Angesicht nicht mehr wiedersehen.“
[6:27] Und der Herr sprach zu Mose: „Ich will noch eine Plage über den Pharao bringen und über Ägypten bringen. Danach wird er euch ziehen lassen, und wenn er euch ziehen lässt, so wird er euch sogar ganz und gar fortjagen. Ja, so redet nun zu dem Volk, dass jeder Mann von seinem Nächsten und jede Frau von ihrer Nachbarin silberne und goldene Geräte fordern soll.“ Und der Herr gab dem Volk Gunst bei den Ägyptern, und Mose war auch ein sehr großer Mann im Land Ägypten in den Augen der Knechte des Pharao und in den Augen des Volkes. Und Mose sprach:
[7:05] „So spricht der Herr: Um Mitternacht will ich mitten durch Ägypten gehen.“
[7:10] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass wir uns nicht mit einer halben, dreiviertel oder neunzigprozentigen Lösung zufrieden geben, sondern dass wir nur die Erlösung für uns in Anspruch nehmen, die du uns anbietest: zu 100 Prozent. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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