In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Rechtsbestimmungen aus 2. Mose 22:23-23:15. Er erklärt, wie Gottes Gebote zu Gerechtigkeit, Gnade und dem Umgang mit Waisen, Witwen und Fremdlingen aufrufen. Der Sprecher betont, dass Gottes Anspruch an uns auch die Behandlung von Feinden und die Vermeidung von übler Nachrede umfasst, und zieht Parallelen zur Bergpredigt.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Mose 22:23-23:15
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:33] Hallo, Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite, heute mit Seite 87. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch deinen Geist in uns bewirken möchtest, dass wir andere so behandeln, wie wir selbst behandelt werden möchten. Wir möchten dich bitten, dass du durch deinen Geist jetzt zu uns sprichst, du uns dein Wort erklärst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[0:58] Wir sind in 2. Mose 22. Es geht gerade um die Rechtsbestimmungen, wenn Waisen und Witwen unrechtmäßig bedrückt werden.
[1:10] In Vers 23 steht: „Mein Zorn entbrennen, sodass ich euch mit dem Schwert umbringe, damit eure Frauen zu Witwen werden und eure Kinder zu Waisen.“
[1:21] „Wenn du meinem Volk Geld leihst, einem Armen, der bei dir wohnt, sollst du ihm nicht handeln wie ein Wucherer. Du sollst ihm keinen Zins auferlegen. Wenn du je das Obergewand deines Nächsten hältst als Pfand, sollst du es ihm wiedergeben bis zum Sonnenuntergang. Denn es ist seine einzige Decke, das Gewand, das er auf der Haut trägt. Worin soll er sonst schlafen? Wenn er aber zu mir schreit, so höre ich ihn, denn ich bin gnädig.“
[1:50] Gott zeigt hier sein Verständnis von Gnade und Gerechtigkeit. Er sieht nicht einfach nur kalte, mathematische Fakten und Zahlen. Er sieht die Not dessen, der vielleicht in einer schwierigen Situation ist. Und Gerechtigkeit besteht nicht nur darin, einfach das korrekt alles umzusetzen, sondern für den Nächsten da zu sein und vielleicht auch das eigene Recht zu verzichten, damit es dem anderen entsprechend gut geht.
[2:16] „Gott sollst du nicht lästern und einem Obersten deines Volkes sollst du nicht fluchen.“
[2:23] Wir sollen Respekt haben, auch gegenüber der Obrigkeit.
[2:26] „Den Ertrag deines Feldes und den Überfluss an der Kelter sollst du nicht zurückbehalten. Deinen erstgeborenen Sohn sollst du mir geben.“
[2:32] Wir haben schon an anderer Stelle gesehen, was das konkret bedeutet, zum Beispiel in 2. Mose 13.
[2:40] „Dasselbe sollst du tun mit einem Rind und einem Schaf. Sieben Tage darf es bei seiner Mutter bleiben. Am achten Tag sollst du es mir geben. Und ihr sollt mir heilige Leute sein. Darum sollt ihr kein Fleisch essen, das auf dem Feld von wilden Tieren zerrissen worden ist, sondern ihr sollt es den Hunden vorwerfen.“
[2:57] Unser heiliges Leben hat auch damit zu tun, was und wie wir essen. Unser Lebensstil sagt etwas aus über unsere Beziehung mit Gott, unser Leben in seiner Gegenwart.
[3:13] „Du sollst kein falsches Gerücht verbreiten. Reiche einem Gottlosen deine Hand, sodass du durch dein Zeugnis einen Frevel unterstützt.“
[3:22] Wir sollten uns ganz genau überlegen in unserer modernen Zeit, was wir in sozialen Medien weiterleiten, was wir verbreiten, ob wir wirklich völlig dahinter stehen können oder ob wir vielleicht Frevel unterstützen.
[3:34] „Du sollst nicht der Menge folgen zum Bösen und sollst vor Gericht eine Aussage nicht nach der Menge richten, um das Recht zu beugen.“
[3:42] Gott sucht nach Menschen, die zur Wahrheit stehen wie die Nadel zum Pol, die sich nicht nach der Mehrheit richten.
[3:49] „Du sollst auch den Armen nicht begünstigen in seinem Rechtsstreit.“
[3:52] Wir sollen auch das Recht nicht beugen, wenn wir der Meinung sind, dass wir jemandem besonders helfen wollen. Das Recht, die Gerechtigkeit muss immer der Wahrhaftigkeit verpflichtet sein.
[4:04] „Wenn du das Rind deines Feindes oder deinen Esel antriffst, der sich verlaufen hat, so sollst du ihm denselben auf jeden Fall wiederbringen.“
[4:14] Unsere Feinde haben ein Recht darauf, von uns gut behandelt zu werden.
[4:19] „Siehst du den Esel deines Feindes unter seiner Last erliegen, könntest du es unterlassen, ihm zu helfen? Du sollst ihm samt jenem unbedingt aufhelfen.“
[4:29] Auch freundlich und nett zu einem Feind zu sein, ist keine Option. Hier sehen wir, dass Gottes Anspruch im Alten Testament kein anderer ist als in der Bergpredigt, wo uns gesagt wird, dass wir die Feinde lieben sollen.
[4:42] „Du sollst das Recht eines Armen nicht beugen in seinem Rechtsstreit.“
[4:46] Wir sollen den Armen also nicht begünstigen, aber ihn auch nicht unterdrücken, sondern das tun, was wirklich recht und wahrhaftig ist.
[4:56] „Von einer betrügerischen Sache halte dich fern, und den Unschuldigen und Gerechten bring nicht um, denn ich spreche keinen Gottlosen gerecht.“
[5:06] Wenn wir durch Gott gerechtfertigt werden wollen, dann müssen wir uns von aller Gottlosigkeit auch freiwillig distanzieren und uns reinigen lassen von aller Gottlosigkeit.
[5:19] „Und nimm kein Bestechungsgeschenk an, denn das Bestechungsgeschenk macht die Sehenden blind und verkehrt die Sache der Gerechten. Und bedrücke den Fremdling nicht, denn ihr wisst, wie es dem Fremdling zumute ist, denn ihr seid Fremdlinge gewesen im Land Ägypten.“
[5:34] Wir sollten uns immer daran erinnern, wie es uns ging, als wir schlecht behandelt worden sind, sodass wir das nicht anderen antun.
[5:43] „Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seinen Ertrag einsammeln. Aber im siebten Jahr sollst du es brach liegen und ruhen lassen, damit sich die Armen deines Volkes davon ernähren können. Und was sie übrig lassen, das mögen die Tiere des Feldes fressen. Dasselbe sollst du mit deinem Weinberg und mit deinem Ölbaumgarten tun.“
[6:01] Die Menschen damals sollten nicht einfach nur Reichtum anhäufen, sondern sollten immer wieder auch etwas abgeben zugunsten der Armen.
[6:10] „Sechs Tage sollst du deine Werke verrichten, aber am siebten Tag sollst du ruhen, damit dein Rind und ein Esel ausruhen und es so der Magd und der Fremdling sich erholen können. Habt sorgfältig Acht auf alles, was ich euch befohlen habe. Und die Namen der fremden Götter sollt ihr nicht erwähnen, sie sollen gar nicht über eure Lippen kommen.“
[6:31] Wir sollen nicht nur keinen Götzendienst betreiben, sondern über die Götzen am besten gar nicht, überhaupt gar nicht reden.
[6:36] Vielleicht gibt es Dinge in unserem Leben, von denen wir wissen, dass sie verkehrt sind, und wir vermeiden vielleicht, sie zu tun, aber wir reden ständig davon. Auch das sollten wir nicht tun.
[6:44] „Dreimal im Jahr sollst du mir ein Fest feiern. Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen zur bestimmten Zeit im Monat Abib, wie ich es dir befohlen habe, denn in diesem Monat bist du aus Ägypten ausgezogen. Und man soll nicht mit leeren Händen vor meinem Angesicht erscheinen.“
[7:03] Lasst uns beten.
[7:07] Lieber Vater im Himmel, hilf uns, dass wir das Böse nicht nur nicht tun, sondern auch gar nicht darüber zu reden und es nicht durch Worte noch fördern, dass wir es auch nicht unterstützen in irgendeiner Art und Weise. Mach du uns gerecht durch das Blut, das Jesus für uns am Kreuz vergossen hat. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.
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