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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt zu 2. Mose 33 beleuchtet Christopher Kramp die Reaktion Gottes auf die Sünde Israels beim Goldenen Kalb. Er zeigt, wie Mose für sein Volk eintritt und Gott daraufhin seine Gegenwart zusagt, obwohl er zuvor seine Heiligkeit betonte. Die Botschaft unterstreicht die zentrale Bedeutung von Gottes persönlicher Präsenz im Leben der Gläubigen und verbindet Moses Fürbitte mit dem Wirken Jesu.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite, heute mit Seite 101. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für deine tiefe Liebe, die sich daran gezeigt hat, dass Jesus bereit war, auf alles zu verzichten, notfalls sogar auf sein ewiges Leben, damit wir Vergebung haben können. Ich möchte dich bitten, dass du heute uns die Schönheit und Tiefe des Evangeliums im Wort Gottes zeigst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:06] Wir beginnen heute mit 2. Mose 33. Mose hat sich verwendet, eingesetzt für das Volk Israel, das beim Goldenen Kalb so schwer in Sünde gefallen war und den Bund mit Gott gebrochen hatte. Wir lesen in 2. Mose 33, Vers 1: „Und der Herr sprach zu Mose: Geh, zieh von hier hinauf, du und das Volk, das du aus dem Land Ägypten herausgeführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen habe, indem ich sagte: Deinem Samen will ich es geben. Ich will aber einen Engel vor dir her senden und die Kanaaniter, Amoriter, Hethiter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben, in das Land, in dem Milch und Honig fließt. Denn ich will nicht in deiner Mitte hinaufziehen, weil du ein halsstarriges Volk bist. Ich würde dich sonst unterwegs vertilgen.“

[2:01] Gott sagt: Ich habe versprochen, euch dorthin zu bringen. Ich werde euch dorthin bringen lassen. Ich sende einen Engel, der wird sogar alle notwendigen Siege veranlassen, aber ich selbst kann nicht mitkommen, denn ich bin so heilig, ich würde bei einer Rebellion dafür sorgen, dass ihr in meiner Gegenwart vergehen würdet. Das ist ja das, was die Israeliten ahnten, als am Berg Sinai. Sie realisierten, dass die Heiligkeit des Gesetzes Gottes und ihre eigenen rebellischen Herzen nicht zusammenpassten und baten deswegen, der Meinung war, dass Gott aufhören sollte zu reden. Aber damit war das Problem nicht gelöst. Und jetzt sagen sie, wohin das führen würde: Sie würden Gott nicht in ihrer Mitte haben. Würde es dir ausreichen, einfach nur ans Ziel zu kommen, ohne die Gegenwart Gottes?

[2:53] Als das Volk diese harte Rede hörte, trug es Leid, und niemand legte seinen Schmuck an. Denn er hatte zu Mose gesprochen: „Sage den Kindern Israels: Ihr seid ein halsstarriges Volk. Wenn ich nur einen Augenblick in deiner Mitte hinaufzöge, so müsste ich dich vertilgen. Und lege deinen Schmuck ab von dir ab, so will ich sehen, was ich dir tun will.“ Dann rissen sich die Kinder Israels ihren Schmuck ab beim Berg Horeb.

[3:18] Interessant: In Kapitel 32 haben wir gesehen, wie sie ihren Schmuck abgerissen und ein Goldenes Kalb zu machen. Jetzt reißen sie ihren Schmuck ab, um deutlich zu machen, dass sie wirklich Buße tun, dass sie bereuen, dass sie es bewusst machen, dass sie falsch gehandelt haben.

[3:35] Mose aber nahm das Zelt und schlug es sich außerhalb des Lagers auf, fern vor dem Lager, und er nannte es Zelt der Zusammenkunft. Und so geschah es, dass jeder, der den Herrn suchte, zum Zelt der Zusammenkunft hinausgehen musste, das außerhalb des Lagers war.

[3:52] Gottes Plan war es gewesen, mit der Stiftshütte, die noch gebaut werden sollte, eigentlich inmitten des Lagers zu sein. Ist uns bewusst, dass wenn wir in Sünde leben, Gott nicht wirklich in der Mitte unseres Lebens sein kann?

[4:11] Und es geschah, wenn Mose hinausging zu dem Zelt, dann stand das ganze Volk auf, und jedermann stand am Eingang seines Zeltes und sah Mose nach, bis er in das Zelt hineingegangen war. Und es geschah, wenn Mose in das Zelt hineinging, so kam die Wolkensäule herab und stand am Eingang des Zeltes, und er redete mit Mose. Wenn das ganze Volk die Wolkensäule am Eingang des Zeltes stehen sah, dann standen sie alle auf und verneigten sich, jeder am Eingang seines Zeltes. Und der Herr redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet. Und er kehrte wieder ins Lager zurück. Aber sein Diener Josua, der Sohn und der junge Mann, wich nicht aus dem Zelt.

[4:56] Zwei Dinge können wir hier lernen: Gott möchte unser Freund sein. Er möchte uns keine Angst machen. Es zeigt uns nur, dass die Sünde es uns unmöglich macht, uns wohlzufühlen in seiner heiligen, reinen Gegenwart. Gott möchte unser Freund sein. Er möchte uns von Angesicht zu Angesicht letztlich begegnen. Mit der neuen Erde werden wir schlussendlich dieses Privileg auch haben werden. Das Zweite ist, dass Josua nicht aus dem Zelt wegwich. Er wollte so nah wie möglich bei Gott sein. Er wollte so viel von ihm erkennen. Er wollte diese Gemeinschaft mit Gott wirklich auskosten. Wie wichtig ist dir die Gemeinschaft mit Gott? Was bist du bereit, auch zeitlich vielleicht zu investieren, um Gemeinschaft mit Gott zu haben?

[5:44] Und Mose sprach zu dem Herrn: „Siehe, du sprichst zu mir: Führe das Volk hinauf! Aber du lässt mich nicht wissen, wen du mit mir senden willst. Und doch hast du gesagt: Ich kenne dich mit Namen, und du hast Gnade gefunden vor meinen Augen. Wenn ich nun Gnade gefunden habe vor deinen Augen, so lass mich doch deine Wege kennen, wissen und dich erkennen, damit ich Gnade finde vor deinen Augen. Und bedenke doch, dass dieses Volk dein Volk ist!“ Und er sprach: „Soll ich selbst mitgehen und dich zur Ruhe führen?“ Er sprach zu ihm: „Wenn du nicht selbst mitgehst, so führe uns nicht hier hinauf! Denn woran soll denn erkannt werden, soll erkannt werden, dass ich Gnade gefunden habe vor deinen Augen, ich und dein Volk, als daran, dass du mit uns gehst, so dass ich und dein Volk ausgezeichnet werden vor jedem Volk, das auf dem Erdboden ist?“

[6:33] Würde es dir reichen, Erfolg im Leben zu haben? Würde es dir reichen, gesund zu sein? Würde es dir reichen, vielleicht sogar missionarischen Erfolg in einer Gemeinde zu haben, aber Gott ist nicht gegenwärtig? Mose sagt: Es reicht uns nicht, nach Kanaan zu gehen. Das reicht uns nicht, nur Siege zu erleben, wenn du dich dabei misst. Lasst uns nicht damit zufrieden sein, einfach nur positive Dinge in unserem Leben zu erleben. Das Wichtigste von allem ist, dass Gott persönlich in unserem Leben präsent ist, in unserer Mitte, dass er mit uns geht. Nur das wird wirklich dazu führen, dass wir ein Licht in dieser Welt sind.

[7:12] Und der Herr sprach zu Mose: „Auch dies, was du jetzt gesagt hast, will ich tun; denn du hast Gnade gefunden vor meinen Augen, und ich kenne dich mit Namen.“

[7:21] Weil Mose für das Volk eintrat, hat Gott dem Volk nicht nur vergeben und die Strafe nicht ausgeführt, nein, er hat auch wieder seine Gegenwart dem Volk versprochen. Wenn Jesus für uns eintritt, dann werden wir nun nicht nur nicht bestraft, und wir diesen Dienst in Anspruch nehmen, sondern Gottes Gegenwart wird wieder möglich, obwohl wir so schwer gegen ihn gesündigt haben.

[7:49] Er antwortete: „So lass mich doch deine Herrlichkeit sehen!“ Der Herr sprach: „Ich will alle meine Güte vor deinem Angesicht vorüberziehen lassen und will den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Und wem ich gnädig bin, bin ich gnädig, und über wen ich Erbarmen habe, über den erbarme ich mich.“

[8:07] Das ist seine Herrlichkeit, das ist sein Charakter: Seine Gnade, sein Erbarmen, seine Freundlichkeit, seine Güte. So ist Gott. Und er sprach weiter: „Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht.“ Das ist offensichtlich nicht Gott der Sohn gewesen, mit dem Mose von Angesicht zu Angesicht geredet hat. Nein, dies war der Vater selbst.

[8:32] Doch sprach der Herr: „Jetzt ist ein Ort bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen. Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, so stelle ich dich in die Felsenkluft und will dich mit meiner Hand solange bedecken, dass ich vorübergegangen bin. Wenn ich dann meine Hand zurückziehe, so darfst du hinter mir her sehen, aber mein Angesicht soll nicht gesehen werden.“

[8:54] Lasst uns doch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass du selbst – und nicht nur Jesus – auch du selbst, dass du gnädig und barmherzig und von großer Güte bist, dass du gerne uns vergibst und dass du dankbar dafür bist, dass Jesus dieses Opfer für uns gebracht hat. Danke, dass wir wissen dürfen, wie dein Charakter ist. Und gib, dass wir über diesen Charakter nachdenken, damit wir ihm immer ähnlicher werden. Das bitten wir im Namen Jesu.


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