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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Andacht zu 2. Mose 34 beleuchtet Christopher Kramp Gottes Charakter der Gnade und Barmherzigkeit, der Sünde vergibt, aber nicht ungestraft lässt. Er zeigt, wie Gott nach dem Sündenfall des Goldenen Kalbes einen neuen Bund mit seinem Volk schließt und verspricht, noch größere Wunder zu tun. Die Botschaft ist eine Ermutigung, dass Gott uns trotz unserer Untreue immer wieder eine neue, tiefgreifende Erlösung anbietet, die unser Leben verändern will.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 102. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du voller Güte bist, dass du gnädig bist, dass du dich über uns erbarmst und dass du dir wünschst, dass wir so viel, wie wir als Sünder und schwache Menschen überhaupt verstehen können, dass wir so viel wie möglich von deiner Herrlichkeit verstehen können. Danke, dass du unser Freund sein möchtest und danke, dass wir jetzt auch in deinem Wort deine Herrlichkeit sehen können. Sprich zu uns durch deinen Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:09] Wir beginnen heute mit 2. Mose 34. Mose hat Gott gebeten, dass er selbst, dass Gott mit dem Volk mitziehen wird und hat dann seine Herrlichkeit sehen wollen. Und Gott hat ihm gezeigt, dass sein Charakter, seine Güte und Barmherzigkeit seine Herrlichkeit darstellen. 2. Mose 34, Vers 1. Da heißt es jetzt: „Und der Herr sprach zu Mose: Hau dir zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren, damit ich die Worte darauf schreibe, die du auf den ersten Tafeln hattest, die du zerbrochen hast.“

[1:48] Gott sagt: „Ich werde es wieder herstellen.“ Das Gesetz, das durch die Sünde zerbrochen worden ist, werde ich wieder neu draufschreiben. „Und sei morgen bereit, dass du früh auf den Berg Sinai steigst und dort zu mir auf die Spitze des Berges trittst. Und dass niemand mit hinaufsteigt, dass niemand um den ganzen Berg her gesehen werde, dass auch keine Schafe noch Rinder gegen diesen Berg hin weiden.“ So wie damals bei der ersten Bekanntgabe der Zehn Gebote.

[2:16] Und Mose hieb zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren. Und er stand morgens früh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie es ihm der Herr geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seiner Hand. Da kam der Herr in einer Wolke herab und trat dort zu ihm und rief den Namen des Herrn aus.

[2:34] Der Herr kommt wieder auf den Sinai, schon in 2. Mose 19 und 20, wo damals die Zehn Worte ausgesprochen worden sind. Hier spricht Gott auch die Zehn Gebote aus, aber auf eine andere Art und Weise. Er beschreibt nämlich jetzt seine Wesenszüge, die die Grundlage des Gesetzes Gottes sind.

[2:57] „Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der Herr, der Herr, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue, der Tausenden Gnade bewahrt, Unschuld, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern bis in das dritte und vierte Glied.“

[3:21] Gott ist groß an Gnade. Und in dieser Geschichte offenbart sich, wie Gott Sünde vergibt, selbst wenn sie schwerwiegend gewesen ist, selbst wenn sie von Menschen begangen worden ist, die eigentlich Gott schon gut kannten. Gottes Gnade ist unglaublich groß. Aber Gott lässt die Sünde nicht ungestraft. Wenn er also dem Sünder vergibt, dann muss jemand anders die Sünde, die Strafe der Sünde auf sich nehmen. Und das ist er selbst in der Person seines Sohnes Jesus Christus.

[4:00] Dann neigte sich Mose schnell zur Erde und betete an und sprach: „Ach, Herr, wenn ich Gnade gefunden habe vor deinen Augen, so ziehe mein Herr in unsere Mitte, obwohl es ein halsstarriges Volk ist, und vergib uns unsere Schuld und Sünde und nimm uns an als dein Eigentum.“

[4:18] Die Grundlage der Vergebung ist nicht, dass das Volk plötzlich ein ganz neues Herz hat und deswegen Gott ihm vergeben konnte. Nein. Obwohl es noch halsstarrig und widerspenstig war, weil Gott so gnädig und so barmherzig und so voller Güte ist, deswegen zieht er weiter mit. Damit er das Volk führt und lehrt und durch seinen guten Geist verändern kann, wenn das Volk es zulässt.

[4:44] Da sprach er: „Siehe, ich mache einen Bund. Vor deinem ganzen Volk will ich Wunder tun, wie sie nicht gewirkt worden sind auf der ganzen Erde oder unter allen Völkern. Und das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll das Werk des Herrn sehen, denn furchterregend soll es sein, was ich mit dir tun will.“

[5:01] Gott sagt nicht: „Okay, ich versuche es noch mal. Ich werde noch mal ein bisschen was investieren, obwohl ich ein bisschen skeptisch bin.“ Nein, nein, nein, Gott sagt das nicht. Wir hätten vielleicht zurückgewichen. Gott sagt: „Ich werde einen Bund mit diesem Volk machen und ich werde Wunder tun, die noch gar nicht getan worden sind. Wunder, die größer sind, als ich sie aus Ägypten herausgeführt habe. Wunder, die größer sind als das Schilfmeer, das sich teilt.“ Noch größere Dinge will Gott tun, obwohl sie ihm untreu geworden sind. So handelt Gott mit uns, auch wenn wir ihm untreu geworden sind. Wenn wir uns zu Jesus wenden, seinen Dienst in Anspruch nehmen, wenn wir glauben, dass er für uns eintritt, dann tut Gott noch größere Wunder in unserem Leben als zuvor.

[5:47] „Beachte genau, was ich dir heute gebiete. Siehe, ich will vor dir die Amoriter und die Kanaaniter vertreiben, sowie die Hethiter, die Perisiter, die Hiwiter und die Jebusiter. Schließe keinen Bund mit den Einwohnern des Landes, in das du kommst, damit sie dir nicht zum Fallstrick werden in deiner Mitte. Sondern ihr sollt ihre Altäre umstürzen und ihre Gedenksteine zerbrechen und ihre Ascherastandbilder ausrotten. Denn du sollst keinen anderen Gott anbeten, denn der Herr, dessen Name der Eifersüchtige ist, ist ein eifersüchtiger Gott.“

[6:16] Gott ist tatsächlich eifersüchtig, weil er uns tatsächlich liebt. Es tut ihm wirklich weh, wenn wir gegen ihn sündigen. Es tut ihm weh, wenn wir ihm misstrauen. Er ist eifersüchtig, wenn wir andere Dinge mehr lieben als ihn und sein Wort. Er ist ein realer Gott mit einer realen Liebe zu uns. Und wenn wir verstehen, wie sehr er uns liebt, wenn wir sehen, was er uns alles vergibt und wie er um uns kämpft, dann werden wir beginnen, ihn immer mehr so zu lieben, wie er uns auch liebt, sodass wir mit seiner Hilfe auch Sieger sein können über all das in unserem Leben, was Gott nicht gefällt.

[7:00] „Dass du nicht etwa einen Bund schließt mit den Einwohnern des Landes, und sie, wenn sie ihren Göttern nachhuren und ihren Göttern opfern, dich einladen und du dann von ihrem Opfer isst. Und dass du unter den Söhnen ihre Töchter zu Frauen nimmst und ihre Töchter dann ihren Göttern nachhuren und deine Söhne verführen, dass sie auch ihren Göttern nachhuren. Du sollst dir keine gegossenen Götter machen.“

[7:24] Das ist ja aus dem zweiten Gebot. Gott macht deutlich: „Ich vergebe euch. Ich fange neu mit euch an. Ich schließe den Bund erneut. Ich will noch Größeres tun, aber die Zehn Gebote, die Grundlage des Bundes, bleiben bestehen. Daran ändert sich nichts.“

[7:39] „Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage lang sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, um die bestimmte Zeit des Monats Abib, denn im Monat Abib bist du aus Ägypten ausgezogen. Alles zuerst Geborene gehört mir, auch alle männliche Erstgeburt unter deinem Vieh, seien es Schafe oder Rinder. Aber die Erstgeburt des Esels sollst du mit einem Lamm auslösen. Wenn du es aber nicht auslöst, so brich ihm das Genick. Aller Erstgeburt seiner Söhne sollst du auslösen. Man soll nicht leer erscheinen vor meinem Angesicht. Sechs Tage sollst du arbeiten und am siebten Tag sollst du ruhen, auch in der Zeit des Pflügens und Erntens sollst du ruhen. Und sollst das Fest der Wochen halten mit den ersten Dingen der Weizenernte und das Fest der Einsammlung an der Wende des Jahres.“

[8:23] All das hatte Gott den Israeliten schon einmal gesagt. Ihr könnt es nachlesen in 2. Mose 13, nach dem Auszug aus Ägypten. Als sie durch das Blut des Lammes an ihren Türpfosten, symbolisierend für den Kreuzestod Jesu, frei wurden aus der jahrhundertelangen, aus der jahrzehntelangen, aus der unglaublich langen Knechtschaft. Sie waren frei geworden. Damals hatte Gott diese Dinge gesagt. Indem Gott jetzt wieder diese Dinge so sagt, macht er deutlich: „Ich fange mit euch noch mal von vorne an. Ich behandle euch jetzt nach dem Goldenen Kalb, nach dieser Episode, so als wärt ihr gerade aus Ägypten ausgezogen, als wärt ihr gerade durch das Blut des Lammes erneut frei geworden.“ Ich behandle euch wie erneut Freigewordene, wie erneut Erlöste. Gottes Erlösung ist so gründlich, dass er mit uns will, wenn er wieder von vorne anfängt und uns führt und noch größere Dinge in unserem Leben tun möchte als jemals zuvor. Das möchte er in meinem Leben tun und auch in deinem.

[9:34] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen danken, dass du uns wirklich vergibst, so dass du uns deutlich machst, dass du uns behandelst, als wäre nichts gewesen, als hätten wir nicht gesündigt. Auch wenn wir natürlich manchmal Konsequenzen zu tragen haben, dürfen wir wissen, dass wir vor dir, vor deinem Thron, stehen dürfen mit weißen Gewändern, nicht weil wir so gut sind, sondern weil du so gnädig bist. Nicht weil du die Strafe ungestraft lässt, sondern weil du die Strafe auf Jesus selbst gelegt hast, der jetzt für uns eintritt. Dafür danken wir dir in seinem Namen. Amen.


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