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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp führt in die ersten Kapitel des 3. Buches Mose ein, die sich ausführlich mit dem Opferdienst beschäftigen. Er erklärt die Bedeutung des Brandopfers, das vollständig verbrannt wurde, und zieht Parallelen zu Jesus als dem makellosen Opfer für unsere Sünden. Das Video beleuchtet, wie die alten Rituale uns heute noch lehren, unser ganzes Leben Gott hinzugeben und durch Jesus Zugang zu ihm zu finden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 112. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:41] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danken, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllen möchtest, dass wir ein Tempel des Heiligen Geistes sein dürfen. Wir möchten dich bitten, dass wir auch heute etwas von deiner Herrlichkeit verstehen können in deinem Wort. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:05] Wir beginnen heute ein neues Buch: 3. Mose. Wir haben 2. Mose beendet und gesehen, wie das Heiligtum, die Stiftshütte, trotz der Sünde Israels bei dem goldenen Kalb aufgrund der Gnade Gottes aufgebaut werden konnte, weil Gott dem Volk vergeben hat. Und wie dann, nachdem alles genau so gemacht worden war, wie Gott es befohlen hatte, die Herrlichkeit Gottes diese Stiftshütte erfüllt hat. Wir lesen jetzt in 3. Mose, Kapitel 1, ab Vers 1: "Und der Herr rief Mose und er redete zu ihm aus der Stiftshütte und sprach: Rede zu den Kindern Israels und sprich zu ihnen: Wenn jemand von euch dem Herrn eine Opfergabe darbringen will, so solltet ihr eure Opfergabe vom Vieh bringen, und zwar vom Rind und vom Kleinvieh."

[1:56] In diesem Buch und vor allem in diesen ersten Kapiteln geht es ganz besonders um den Opferdienst. Auf den ersten Blick möchten wir vielleicht denken, dass wir als Christen heute nicht mehr opfern, deswegen dieses Buch uns nichts zu sagen hat. Ganz im Gegenteil! Zum einen ist Jesus unser Opfer für unsere Schuld und unsere Sünden. Zum anderen zeigt auch das Neue Testament – ihr könnt sowohl bei Petrus als auch im Hebräerbrief Verse finden, die das aussagen –, dass auch wir heute noch geistliche Opfer bringen. Und so können wir sehr viel aus diesen Seiten lernen.

[2:31] "Ist eine Opfergabe ein Brandopfer vom Rind, so soll er ein makelloses männliches Tier darbringen. Zum Eingang der Stiftshütte soll er es bringen, damit es ihm wohlgefällig mache vor dem Herrn." Wie werden wir wohlgefällig vor Gott? Durch das Opfer! Es ist durch Jesus allein, durch das, was er für uns getan hat, dass wir wieder mit Gott in einer Beziehung leben können. "Und er soll seine Hand auf den Kopf des Brandopfers stützen, so wird es ihm wohlgefällig angenommen und für ihn Sühnung erwirken."

[3:11] Dieses Opfer sollte nicht einfach nur präsentiert werden. Nein, der Gläubige sollte seine Hand auf den Kopf des Opfers stützen, sollte sich also in gewisser Weise mit diesem Opfer identifizieren, sollte das, was ihn belastete, was ihn betraf, symbolisch auf das Opfer übertragen. Wer sich gewünscht hat, mit Gott wieder in Harmonie zu sein, wer gespürt hat, dass seine Sünde, seine Schuld, sein Versagen ihn von Gott trennt, wer vor Gott angenehm sein wollte, der sollte ein Opfer bringen und all das, was ihn betraf, auf dieses Opfer legen. Dürfen wir auch, egal was uns betrifft, egal wie es uns gerade geht, all das auf Jesus legen und durch ihn haben wir Zugang zu Gott.

[4:04] "Dann soll er das junge Rind vor dem Herrn schächten. Die Söhne Aarons aber, die Priester, sollen das Blut darbringen und es ringsum an den Altar sprengen, der vor dem Eingang der Stiftshütte steht." Es war eine blutige Angelegenheit. Derjenige, der das Opfer brachte, sollte es selbst schächten. Wir alle haben durch unsere Sünde real dazu beigetragen, dass Jesus gestorben ist. "Er aber soll dem Brandopfer die Haut abziehen und es in seine Stücke zerlegen. Und die Söhne Aarons, des Priesters, sollen Feuer auf dem Altar machen und Holz aufschichten über dem Feuer. Auf das Holz aber über dem Feuer, das auf dem Altar ist, sollen die Priester, die Söhne Aarons, die Fleischstücke legen, dazu den Kopf und das Fett. Seine Eingeweide aber und seine Schenkel soll er mit Wasser waschen, und der Priester soll das Ganze auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als ein Brandopfer, ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den Herrn."

[5:06] Ein Brandopfer wurde vollständig verbrannt. Es war auch ein Ganzopfer, auch so wurde es genannt. Alles sollte gegeben werden – ein Hinweis darauf, dass auch wir unser ganzes Leben Gott geben, so wie Jesus, unser Vorbild und unser Opfer, alles gegeben hat für uns. Interessant ist auch, dass sie die Eingeweide und die Schenkel waschen sollten, bevor sie dann verbrannt worden sind. Jemand könnte vielleicht sagen: "Wie unnütz ist das denn? Warum soll ich etwas waschen, was danach sowieso verbrennt?" Aber hier zeigt sich, dass oft tiefere Bedeutungen da sind und dass wir uns noch viele Gedanken machen müssen, was hier alles in diesen Bestimmungen vor sich geht. Eins ist sicher: Wir müssen Gottes Wort auch dann befolgen, wenn es uns vielleicht in unserem beschränkten menschlichen Denken nicht besonders sinnvoll erscheint.

[6:02] "Wenn aber seine Opfergabe vom Kleinvieh ist, so bringe er ein makelloses männliches Tier von den Lämmern oder Ziegen zum Brandopfer." Das Opfer sollte makellos sein, weil Jesus, unser Opfer, makellos war, weil er ohne Sünde war und gelebt hat. "Und er soll es an der nördlichen Seite des Altars vor dem Herrn schächten, und die Söhne Aarons, die Priester, sollen das Blut ringsum an den Altar sprengen." Ganz interessant, wenn man sich das Heiligtum vor Augen führt, was nicht, sagen wir, rechts neben dem Altar an der Ostseite, sondern nördlich oben ist, wenn man das ist sozusagen aus der Vogelperspektive anschaut, dort sollte das Brandopfer geschlachtet werden. "Er aber zerlege es in seine Stücke, und der Priester soll die samt dem Kopf und dem Fett auf dem Holz aufschichten über dem Feuer, das auf dem Altar ist. Aber die Eingeweide und die Schenkel soll er mit Wasser waschen, und der Priester soll das Ganze darbringen und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen. Es ist ein Brandopfer, ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den Herrn."

[7:07] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass Jesus alles gegeben hat für uns und dass das genau das ist, was du dir gewünscht hast, nämlich dass wir durch Jesus wieder mit dir in einer echten Beziehung leben können. Und wir möchten dich bitten, dass du uns die Kraft schenkst, das Wollen und Vollbringen, dass auch wir unser ganzes Leben als ein lebendiges Opfer dir zur Verfügung stellen heute an diesem Tag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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