In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung des Schuldopfers und Brandopfers aus 3. Mose 5 und 6. Er erklärt, wie sowohl unbewusste als auch bewusste Verfehlungen gesühnt werden müssen und betont die Notwendigkeit echter Reue, die über das Minimum hinausgeht. Der Sprecher zieht Parallelen zum Neuen Bund, wo Jesus Christus als unser Priester die Sühnung für alle Sünden erwirkt, und hebt die beständige, niemals erlöschende Liebe Gottes hervor, symbolisiert durch das Feuer auf dem Altar.
Gott auf (m)einer Seite: 3. Mose 5:14-6:7
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 3. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:34] Hallo Freunde, willkommen zu „Gott auf einer Seite“, heute mit Seite 117.
[0:38] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir jeden Tag zu dir kommen können, auch wenn uns Schuld plagt, und dass du uns gerne vergibst. Wir danken dir, dass du auch heute durch dein Wort, durch deinen Heiligen Geist zu uns reden möchtest. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
[1:02] Wir sind in 3. Mose Kapitel 5 bei der Beschreibung des Schuldopfers.
[1:10] In Vers 14 lesen wir: „Und der Herr redete zu Mose und sprach: Wenn eine Seele eine Veruntreuung begeht und sich aus Versehen versündigt an dem, was dem Herrn geweiht ist, so soll sie dem Herrn ihr Schuldopfer bringen, nämlich einen makellosen Widder von der Herde im Wert von so vielen Silberschekeln, wie du schätzt, nach dem Schekel des Heiligtums als Schuldopfer.“
[1:35] Der Maßstab für die Schätzung war das Heiligtum, die Währung, die im Heiligtum galt. Der Maßstab für alles, was mit Schuld und Sünde zu tun hat, ist immer das Heiligtum Gottes.
[1:55] „Den Schaden aber, den er dem Heiligtum zugefügt hat, soll er erstatten und noch ein Fünftel davon dazufügen und es dem Priester geben. Und der Priester soll für ihn Sühnung erwirken mit dem Widder, das Schuldopfer, und es wird ihm vergeben werden.“
[2:13] Wer wirklich etwas gutmachen möchte, wer wirklich berührt ist vom Heiligen Geist, der wird gerne auch etwas mehr geben, als rein technisch-juristisch notwendig ist.
[2:24] „Und wenn eine Seele sündigt und irgendetwas von alledem tut, was der Herr verboten hat und man nicht tun soll, auch wenn sie es nicht gewusst hat, so ist sie dennoch schuldig und trägt ihre Schuld. Und sie soll dem Priester einen makellosen Widder von der Herde nach deiner eigenen Schätzung zum Schuldopfer bringen. Und der Priester soll für sie Sühnung erwirken wegen ihres Versehens, das sie unwissentlich begangen hat, und es wird ihr vergeben werden.“
[2:57] Wenn wir auch unwissentlich Sünde begangen haben und Schuld auf uns geladen haben, so muss trotzdem dafür ein Preis bezahlt werden. Jesus ist nicht nur für unsere bewussten Sünden gestorben, sondern auch diejenigen, die wir getan haben und es ist uns vielleicht überhaupt gar nicht bewusst gewesen. Es ist ein Schuldopfer.
[3:19] „Gewisslich ist sie an dem Herrn schuldig geworden. Und der Herr redete zu Mose und sprach: Wenn sich jemand versündigt und Untreue begeht gegen den Herrn, indem er seinem Nächsten etwas Anvertrautes oder etwas Hinterlegtes oder etwas Geraubtes ableugnet, oder wenn er seinen Nächsten übervorteilt, oder wenn er etwas Verlorenes gefunden hat und es ableugnet, oder einen falschen Eid wegen irgendetwas von alledem, womit sich ein Mensch versündigen kann. Wenn er nun sündigt und Schuld auf sich bringt, so soll er den Raub, den er verübt hat, oder das erpresste Gut, das er erpresst hat, oder das anvertraute Gut, das ihm anvertraut wurde, oder das Verlorene, das er gefunden hatte, zurückerstatten.“
[4:00] Hier geht es also auch um Dinge, die bewusst geschehen, die man gesehen hat, die man gemerkt hat, wenn man etwas Falsches getan und sich bewusst war, dass man hier etwas vorenthält oder etwas nicht anzeigt oder etwas ableugnet.
[4:16] „Auch alles, worüber er einen falschen Eid geschworen hat, soll er nach seinem vollen Wert zurückerstatten und noch ein Fünftel dazulegen, und zwar soll er es dem geben, dem es gehört, an dem Tag, da er sein Schuldopfer darbringt.“
[4:32] Gott wünscht sich, dass wir etwas noch zusätzlich geben. Echte Reue ist bei Gott erst dann wirklich Reue, wenn wir nicht kleinlich einfach nur exakt das wiedergeben, sondern wenn wir dem anderen noch etwas Gutes tun wollen.
[4:47] „Sein Schuldopfer soll er dem Herrn bringen zum Priester, einen makellosen Widder von der Herde nach einer Schätzung als Schuldopfer. Und der Priester soll für ihn Sühnung erwirken vor dem Herrn, und es wird ihm vergeben werden, was irgendwer getan hat von alledem, womit man sich schuldig machen kann.“
[5:09] Im Neuen Bund, wo Jesus unser Priester ist, gilt: Was immer wir für eine Sünde begangen haben, was immer für eine Schuld wir auf uns geladen haben, wenn wir zu Jesus kommen, wird er uns Sühnung erwirken für uns, und es wird uns vergeben werden.
[5:25] „Und der Herr redete zu Mose und sprach: Gebiete Aaron und seinen Söhnen und sprich: Dies ist das Gesetz vom Brandopfer. Das Brandopfer soll auf seiner Feuerstelle auf dem Altar die ganze Nacht bis zum Morgen verbleiben.“
[5:37] „Das Feuer des Altars soll auf ihm in Brand gehalten werden. Und der Priester soll sein leinenes Gewand anziehen und sein leinenes Beinkleid anlegen und soll die Asche abheben, zu welcher das Feuer auf dem Altar des Brandopfers verzehrt, und sie neben den Altar schütten, wie wir es schon in Kapitel 1, Vers 16 gesehen haben.“
[6:00] „Dann lege er seine Kleider ab und ziehe andere Kleider an und schaffe die Asche hinaus vor das Lager an einen reinen Ort, wie in Kapitel 4, Vers 12.“
[6:08] „Aber das Feuer auf dem Altar soll auf ihm brennend erhalten werden. Es soll nicht erlöschen. Darum soll der Priester Morgen für Morgen Holz darauf anzünden und das Brandopfer darauf zurichten, die Fettstücke des Friedensopfers darauf in Rauch aufgehen lassen. Ein beständiges Feuer soll auf dem Altar in Brand gehalten werden, es soll nie erlöschen.“
[6:34] Das Feuer, so haben wir schon an anderer Stelle im Zusammenhang mit 2. Mose 19 und dem ganzen Geschehen am Sinai gesehen, das Feuer ist ein Symbol für die Liebe Gottes. Dieses Feuer sollte niemals ausgehen, um deutlich zu machen, dass das Feuer der Liebe Gottes brennt und brennt. Und jeden Tag können wir uns dieser nicht versiegenden Quelle versichern, dieser Liebe, die immer weiter für mich und für dich brennt, auch heute an diesem Tag.
[7:10] „Und dies ist das Gesetz vom Speisopfer. Die Söhne Aarons sollen es vor dem Herrn darbringen vor dem Altar.“
[7:21] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass deine Liebe unveränderlich ist und dass wir jeden einzelnen Tag uns neu darauf besinnen können, dass du für uns da bist und uns liebst. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
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