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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Bestimmungen des Jubeljahres in 3. Mose 25:17-41. Er erklärt, wie Gottes Gebote wirtschaftliche Fairness, soziale Gerechtigkeit und die Wiedereinlösung von Land und Personen sicherstellten. Der Sprecher zieht Parallelen zu modernen Wirtschaftsmodellen und betont die Rolle Jesu als den ultimativen Erlöser, der uns von aller Schuld befreit.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 144.

[0:39] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du alles wieder herstellen möchtest, uns und diese ganze Welt. Und wir danken dir, dass wir heute schon einen Vorgeschmack auf die Ewigkeit haben dürfen durch dein Wort. Und ich möchte dich bitten, dass du durch den Heiligen Geist uns sprichst, im Namen Jesu. Amen.

[1:00] Wir sind in 3. Mose 25 bei den Bestimmungen zum sogenannten Hall, ja, zum Jubeljahr. In Vers 17 lesen wir: „So soll nun keiner seinen Nächsten übervorteilen, sondern du sollst dich fürchten vor deinem Gott; denn ich, der Herr, bin euer Gott.“ Gott zu fürchten heißt also auch, den anderen fair zu behandeln. „Darum haltet meine Satzungen, bewahrt meine Rechtsbestimmungen und tut sie, so sollt ihr sicher wohnen in eurem Land.“ Wenn wir also Gottes Gebote befolgen und auch fair mit unseren Mitmenschen umgehen, dann dürfen wir die Verheißung in Anspruch nehmen, dass wir sicher wohnen dürfen. „Und das Land soll euch seine Früchte geben, dass ihr es bis zur Sättigung und sicher darin wohnt.“ „Und wenn ihr sagt: ‚Was sollen wir im siebten Jahr essen? Denn wir säen nicht und sammeln auch unseren Ertrag nicht ein?‘ So sollt ihr wissen: ‚Ich will im sechsten Jahr meinen Segen, meinen Segen gebieten, dass das Land den Ertrag für drei Jahre liefern soll, so dass, wenn ihr im achten Jahr säet, ihr noch vom alten Ertrag essen werdet, bis in das neunte Jahr, dass ihr von dem Alten essen werdet, bis sein Ertrag wieder hereinkommt.‘“ Manchmal können wir der Versuchung sein zu denken, dass, wenn wir wirklich uns ganz an Gottes Wort halten, dass wir Probleme bekommen, wirtschaftliche Probleme, dass wir vielleicht nicht wissen, wie wir unser Leben bestreiten sollen. Aber Gott verheißt hier, dass, wenn wir seinen Ordnungen folgen, dann müssen wir uns nicht Gedanken machen, ob wir überleben werden, sondern Gott hat verheißen, dass er uns extra segnen wird. Wir haben schon gesehen bei der Geschichte von dem Manna in 2. Mose 16, dass Gott extra gibt, damit wir unter keinen Umständen Mangel leiden, wenn wir seinen Geboten treu folgen.

[3:04] „Ihr sollt das Land nicht für immer verkaufen; denn das Land gehört mir, und ihr seid Fremdlinge und Gäste bei mir.“ Letztendlich gehört alles Gott. Und wenn man wirklich glaubt, dass Gott der Schöpfer von allem ist, dann ist er auch der eigentliche Eigentümer. Ein echter Glaube an den Schöpfer würde also viele Auswüchse des Kapitalismus heute verhindern. Und deswegen ist die Botschaft: „Betet den an, der gemacht hat Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen!“, noch eine Botschaft, die direkt in unsere kaputte Wirtschaft hineinspricht. „Und ihr sollt in dem ganzen Land, das euch gehört, jedem Einlösung des Landes zulassen.“ Es sollte also nicht hier erlaubt sein und dort verboten werden, sondern dieses Prinzip der Wiederherstellung im Jubeljahr sollte überall praktiziert werden. Interessant ist, dass Gott sagt: „Mir gehört das Land, ihr seid meine Gäste.“ Aber dann sagt er: „Das Land gehört euch.“ Gott gibt uns Eigentum. Er gibt uns verschiedene Gaben und Fähigkeiten, aber diese gehören letztendlich Gott, und wir sind seine Gäste. Wir wohnen bei ihm und sollen es auch zu seiner Ehre einsetzen. „Wenn dein Bruder verarmt und dir etwas von seinem Eigentum verkauft, so soll derjenige als Löser für ihn eintreten, der sein nächster Verwandter ist. Er soll auslösen, was sein Bruder verkauft hat.“ Der Löser, der Goel, ist der, der erlöst, der den Preis bezahlt, um jemanden in die Freiheit wieder zurückzuholen. Jesus ist bildlich vom Erlösungsplan her gesehen unser Erlöser, unser Löser. Und deswegen wurde er Mensch, deswegen wurde unser Bruder, damit er die Menschheit erlösen kann. „Und wenn jemand keine Löse hat, damit seine Hand so viel erwerben kann, wie zur Wiedereinlösung nötig ist, so soll er die Jahre, die seit dem Verkauf verflossen sind, abrechnen und für den Rest den Käufer entschädigen, damit er selbst wieder zu seinem Eigentum kommt.“ „Wenn er ihn aber nicht entschädigen kann, so soll das, was er verkauft hat, in der Hand des Käufers bleiben bis zum Jubeljahr. Dann soll es frei ausgehen, und er soll wieder zu seinem Eigentum kommen.“

[5:25] „Wer ein Wohnhaus innerhalb einer ummauerten Stadt verkauft hat, soll Wiedereinlösungsfrist bis zur Vollendung des Verkaufsjahres, ein Jahr lang, besteht für ihn das Einlösungsrecht. Wenn es aber nicht gelöst wird bis zum Ablauf eines vollen Jahres, soll das Haus, das innerhalb der ummauerten Stadt ist, dem Käufer und seinen Nachkommen als unablässig verbleiben. Es soll im Jubeljahr nicht frei ausgehen. Dagegen sind die Häuser in den Dörfern ohne Ringmauern dem Feld des Landes gleich zu rechnen. Es besteht Einlösungsrecht, und sie sollen im Jubeljahr frei ausgehen.“ Es war also sicherer, Eigentum auf dem Land und in kleinen Dörfern zu haben als in einer großen Stadt. Schon hier sieht man, dass Gott den Menschen das Landleben attraktiv machen wollte. „Was aber die Levitenstädte betrifft, anbetrifft die Häuser in den Städten ihres Eigentums zu haben, die Leviten das ewige Einlösungsrecht. Und wenn jemand etwas von den Leviten erwirbt, so geht das verkaufte Haus in der Stadt seines Eigentums im Jubeljahr frei aus; denn die Häuser in den Städten der Leviten sind ihr Eigentum unter den Kindern Israels. Aber das Feld des Weideplatzes bei ihren Städten darf nicht verkauft werden; denn sie sind ihr ewiges Eigentum.“

[6:40] „Wenn dein Bruder neben dir verarmt und sich nicht mehr halten kann, so sollst du ihm Hilfe leisten, er sei ein Fremdling oder Gast, damit er bei dir leben kann.“ Die Israeliten sollten in dieser Hinsicht keinen Unterschied machen zwischen Israeliten und Ausländern. Sie sollten allen gerne helfen. „Du sollst keinen Zins noch Wucher von ihm nehmen, sondern sollst dich fürchten vor deinem Gott, damit dein Bruder neben dir leben kann.“ „Du sollst ihm dein Geld nicht aufgeben, dass ein Nahrungsmittel um einen Wucherpreis. Ich, der Herr, bin euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, um euch das Land Kanaan zu geben und euer Gott zu sein.“ Gott hat uns befreit, damit wir mit ihm leben. „Und wenn dein Bruder neben dir verarmt und sich selbst verkauft, sollst du ihn nicht Sklavenarbeit tun lassen.“ „Wie ein Tagelöhner und Einwohner ohne Bürgerrecht soll er bei dir gelten und dir bis zum Jubeljahr. Dann soll er frei von dir ausgehen und seine Kinder mit ihm, und er soll wieder zu seiner Familie zurückkehren und zum Eigentum seiner Väter kommen.“ Ja, es gab so etwas wie Schuldknechtschaft, aber diese sogenannten Sklaven oder verkaufte Menschen sollten, wenn sie Israeliten waren, keine eigentliche Sklavenarbeit tun. Auch hier sieht man, wie differenziert das Gesetz Gottes ist und wie fortschrittlich es auch für seine Zeit gewesen ist.

[8:10] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus unser Bruder geworden ist und auch jetzt als unser Bruder im himmlischen Heiligtum dient, damit er unser Löser, unser Erlöser sein kann, dass wir frei sein dürfen von aller Schuld. Danken wir im Namen Jesu. Amen. [Musik]


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