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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über 4. Mose 14:15-38 beleuchtet Christopher Kramp die Rebellion Israels in Kadesch und Moses eindringliches Gebet für sein Volk. Er zeigt, wie Gottes Charakter der Gnade und Vergebung durch Moses Gebet hervorgerufen wird, aber auch, wie der Unglaube des Volkes zu einer 40-jährigen Wüstenwanderung führt. Die Botschaft betont die Bedeutung des Vertrauens in Gottes Verheißungen und die Konsequenzen, wenn man seinen Worten nicht gehorcht, während Kaleb und Josua als Vorbilder des Glaubens hervorgehoben werden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“, heute mit Seite 168. Lasst uns gemeinsam beten. Wir danken dir, dass wir durch dein Wort Trost und Kraft bekommen können. Erfülle uns mit einer Zuversicht, dass du uns den Sieg schenken kannst, so wie es auch Kaleb geglaubt hat. Sprich du jetzt durch dein Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:04] Wir sind in 4. Mose Kapitel 14. Das Volk rebelliert in Kadesch und will nicht in das Gelobte Land gehen, während Kaleb und Josua, Aaron und Mose für sie versuchen, Gott umzustimmen, und jetzt Mose zu Gott betet, der angedroht hat, der angekündigt hat, das Volk zu vernichten. Vers 15:

[1:26] „Und wenn du nun dieses Volk tötest wie einen Mann, so werden schließlich die Heiden sagen, die dieses Gerücht wirklich hören: ‚Weil der Herr dieses Volk nicht in das Land bringen konnte, das er ihnen zugeschworen hatte, darum hat er sie in der Wüste hingeschlachtet.‘“

[1:44] Der Unglaube des Volkes würde die Reputation Gottes unter den Heiden in Mitleidenschaft ziehen. Könnte es dann im Umkehrschluss sein, dass der Glaube des Volkes Gottes, die Treue, das Vertrauen, die Reputation Gottes unter den Heiden fördert?

[2:08] „So lasse nun die Macht des Herrn groß werden, wie du gesprochen und verheißen hast.“ Mose kannte die Macht, die Kraft Gottes, von der Paulus später den Römern sagt, dass das Evangelium ist: „Der Herr ist langsam zum Zorn und groß an Gnade. Er vergibt Schuld und Übertretung, obgleich er keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied.“

[2:34] Mose zitiert jetzt das, was Gott ihnen damals in 2. Mose 33 und 34 gesagt hatte, als es schon einmal kurz davor war, das Volk auszurotten.

[2:42] Als Gott deutlich machte: „Weißt du, ich möchte gar nicht schnell strafen. Ich möchte vergeben. Ich möchte gern das Beste für das Volk.“ Und Mose erinnert daran. Er betet mit der Verheißung, erinnert Gott in seinem Gebet an die Worte, an Gottes Worte selbst. Und das ist, wie wir beten dürfen, selbst in der größten Krise. Wir können Gott an seinen Charakter erinnern.

[3:05] Nicht, dass Gott das vergessen hätte, sondern wir wollen deutlich machen: Wir glauben dir, Gott, was du gesagt hast.

[3:10] Und auch noch etwas Interessantes: Indem Mose diesen Vers hier anwendet auf diese Generation der Israeliten, von der wir wissen, dass die zweite Generation das Land erobert hat, können wir sehen, dass dieser Vers nicht bedeutet, dass Gott eine Strafe verhängt über die zweite, dritte, vierte Generation. Ja, die nächste Generation hatte auch unter den Folgen der Sünde zu leiden. Sie mussten nämlich auch 40 Jahre durch die Wüste gehen, aber sie wurden nicht in der Weise bestraft, wie es die erste Generation gewesen ist.

[3:43] „Vergib nun die Schuld dieses Volkes nach deiner großen Gnade, wie du auch diesem Volk verziehen hast von Ägypten an bis hierher.“

[3:55] Und Mose bittet Gott, das Evangelium wieder anzuwenden und noch einmal zu vergeben. Da sprach der Herr:

[4:04] „Ich habe vergeben nach deinem Wort.“ Wir gesehen haben, waren die Worte Moses eine Wiederholung der Verheißung Gottes selbst.

[4:10] Auf der Grundlage des Wortes Gottes kann Gott und will Gott und wird Gott vergeben.

[4:17] „Aber so wahr ich lebe und die ganze Erde mit der Herrlichkeit des Herrn erfüllt werden soll.“

[4:25] Gott will, dass er nicht einfach nur vergeben möchte. Er schwört, dass es einen Zeitpunkt geben soll und wird, wo die gesamte Erde den wahren Charakter Gottes erkennen wird durch Gläubige, die ihm völlig vertrauen. Ihr könnt finden, dass in Habakuk 2 dieser Gedanke aufgegriffen wird und vor allem dann auch in Jesaja 60 und auch vor allem in Offenbarung 8. Ihr könnt die Textstellen dann selbst studieren.

[4:55] „Keiner der Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Ägypten und in der Wüste getan habe, und die mich nun schon zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorcht haben, keiner soll das Land sehen, das ich ihren Vätern zugeschworen habe. Ja, keiner soll es sehen, der mich verachtet hat.“

[5:10] „Über meinen Knecht Kaleb, in dem ein anderer Geist ist und der mir völlig nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, das er gegangen ist, und sein Same soll das als Erbe besitzen.“

[5:25] Auch wenn fast das gesamte Volk abgefallen ist, Gott kennt jeden Einzelnen, in dem ein anderer Geist ist. Wenn du dich vielleicht nochmal fragst: „Was ist los mit all den anderen Gläubigen in meiner Gemeinde?“, wisse: Wenn du treu zu Gott stehst und erfüllt bist vom Heiligen Geist, kennt Gott dich. Und ja, es mag sein, dass wir noch ein weiteres Jahr und noch ein weiteres Jahrzehnt vielleicht durch die Wüste gehen müssen.

[5:47] Aber Gott kennt die Seinen. Er kennt diejenigen, die mit dem Geist erfüllt sind, die völlig nachfolgen, und sie werden das Land Kanaan erobern.

[5:57] „Aber die Amalekiter und Kanaaniter liegen im Tal. Darum wendet euch morgen und zieht in die Wüste auf dem Weg zum Roten Meer.“

[6:05] Und der Herr redete zu Mose und zu Aaron und sprach: „Wie lange soll ich diese böse Gemeinde dulden, die gegen mich murrt? Ich habe das Murren der Kinder Israels gehört, das sie gegen mich erheben.

[6:14] Darum sprich zu ihnen: ‚So wahr ich lebe, spricht der Herr: Ich will genauso an euch handeln, wie ihr vor meinen Ohren geredet habt. Eure Leichname sollen in dieser Wüste fallen, und alle eure Gemusterten, die ganze Zahl von 20 Jahren an und darüber, die ihr gegen mich gemurrt habt, keiner von euch soll in das Land kommen, bei dem ich meine Hand zum Schwur erhoben habe, um euch darin wohnen zu lassen, ausgenommen Kaleb, der Sohn Jefunnes, und Josua, der Sohn Nuns.‘“

[6:44] Gott gibt uns, was wir uns wünschen. Sie haben sich gewünscht, in der Wüste zu sterben, und Gott gibt ihnen genau das. Wir sollten uns sehr genau überlegen, was wir uns wirklich, wirklich wünschen.

[7:00] „Die Kinder aber, vor denen ihr gesagt habt, dass sie zum Raub würden, die will ich hineinbringen, und sie sollen das Land kennenlernen, das ihr verachtet habt.“

[7:08] Sie hatten sich hinter ihren Kindern versteckt, hatten ihre Kinder als Entschuldigung für ihre Rebellion gesehen. Aber Gott sagt: „Ich kann diese Kinder in das Land bringen, und sie werden es sehen, wenn ihr das auch nicht sehen wollt.“

[7:20] „Eure eigenen Leichname sollen in dieser Wüste fallen. Eure Kinder sollen in der Wüste 40 Jahre lang Hirten sein und eure Untreue hereintragen, bis eure Leichname in der Wüste aufgerieben sind. Entsprechend der Zahl der 40 Tage, in denen ihr das Land erkundet habt, so dass je ein Tag ein Jahr gilt, sollt ihr 40 Jahre lang eure Ungerechtigkeiten tragen, damit ihr erfahrt, was es bedeutet, wenn ich mich von euch abwende.“

[7:47] Dieser Vers ist recht bedeutsam auch für das Studium der Prophetie: Ein Tag steht für ein Jahr. Damit lassen sich eine ganze Reihe von wesentlichen, wichtigen Zeitprophezeiungen im Buch Daniel und der Offenbarung biblisch ausrechnen.

[7:58] „Ich, der Herr, habe es gesagt: Fürwahr, das werde ich an dieser ganzen bösen Gemeinde tun, die sich gegen mich zusammengerottet hat. In dieser Wüste sollen sie aufgerieben werden, und hier sollen sie sterben.“

[8:13] Was für eine Dramatik! Das Volk steht fast an der Grenze zum Gelobten Land, aber sie haben durch all die Zeichen und Wunder, durch all die Erfahrungen nicht gelernt, dass Gott sie so sehr liebt, dass er ihre Probleme lösen kann. Und weil sie das nicht lernen wollen, kann Gott sie nicht hineinbringen.

[8:31] Gott kann Wunder tun in unserem Leben noch und nöcher. Wenn wir diese Lektion nicht glauben, wird er uns nicht in den Himmel nehmen können.

[8:40] „Die Männer aber, die Mose gesandt hatte, das Land zu erkunden, und die wieder gekommen waren und die ganze Gemeinde dazu brachten, gegen ihn zu murren, indem sie das Land in Verruf brachten, diese Männer, die das Land in Verruf gebracht hatten, da starben an einer Plage vor dem Herrn.“

[8:56] Es ist eine fürchterliche Sache, anderen Menschen erklären zu wollen, dass Gott nicht zu seinem Wort steht. In einer solchen Haut möchte ich nicht stecken.

[9:06] „Josua jedoch, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, blieben am Leben von den Männern, die ausgezogen waren, um das Land auszukundschaften.“

[9:16] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, bitte erfülle uns mit dem Geist, den Kaleb gehabt hat, so dass wir dir ganz nachfolgen, so wie es Kaleb und Josua getan haben. Und wir danken dir, dass du uns so sehr liebst, dass du von Angesicht zu Angesicht mit uns reden möchtest. Und Herr, bewahre uns davor, dass wir deine Gnade gering schätzen, sondern lass uns immer darauf vertrauen, dass du mehr als genügend Kraft und Liebe hast, um uns ins Gelobte Land zu bringen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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