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Dieser Vortrag beleuchtet das Leben und Wirken von John N. Andrews, einem bedeutenden Pionier der adventistischen Bewegung. Er war ein brillanter Gelehrter, ein engagierter Prediger und der dritte Präsident der Generalkonferenz. Der Vortrag thematisiert seine frühen Bekehrung, seine Rolle bei der Annahme des Siebenten-Tags-Sabbats, seine Beiträge zur Gesundheitsreform und seine Mission in Europa. Andrews‘ intellektuelle Tiefe und sein unerschütterlicher Glaube werden anhand zahlreicher Beispiele und Zitate von Ellen White dargestellt.


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Serie: Es sei denn, wir vergessen

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Transkript

[0:25] Ganz herzliches Willkommen zu einem weiteren Teil unserer Reihe "Es sei denn, wir vergessen". Erweckt durch die Adventgeschichte. Wir möchten heute gerne über einen Mann sprechen, wo es immer noch einige Einrichtungen gibt weltweit unserer Kirche, die seinen Namen tragen. Und er war wahrscheinlich einer der Pioniere unserer Adventbewegung, die am meisten bewirkt haben in der Adventgeschichte. Sein Name ist John N. Andrews. Und ich habe den Vortrag betitelt mit dem Namen: "Der fähigste Mann in unseren Reihen". Das ist eine Aussage, die Ellen White über ihn gemacht hat, als Andrews nach Europa geschickt wurde. John N. Andrews war Präsident der Generalkonferenz von 1867 bis 1869. Und John N. Andrews war auch der erste offizielle, muss man dazusagen, adventistische Missionar. Ich möchte noch einmal gern mit einer Aussage beginnen, wenn wir in diesen Vortrag einsteigen, die eigentlich auch ein Gebet ist, was die Auswirkungen des Vortrages betreffen soll auf mein Leben. Die Aussage kommt aus dem Buch von Norma Jean Collins Hartwig, "Stories of Adventists", im zweiten Band. Und dort heißt es: "Während du die Leben dieser hingegebenen Männer und Frauen Gottes nochmals betrachtest, ist es meine sehnlichste Hoffnung, dass du dahin geführt wirst, dein eigenes Leben dem Dienst für Jesus, deinem besten Freund, der gestorben ist, damit du für immer mit ihm leben kannst, erneut zu widmen. Es ist mein Gebet für uns alle, dass wir auch in der Nachfolge unseres Herrn hingegeben sein werden, dass wir willig werden, zu tun, worum immer er uns bittet, und dorthin zu gehen, wo auch immer er uns hin sendet. Ich bete darum, dass jeder von uns standhaft bleibt, bis Jesus in den Wolken der Herrlichkeit kommt, um uns mit ihm nach Hause zu nehmen."

[2:31] John N. Andrews war Autor eines Buches, das ihm sehr viel Nachforschungen gekostet hat. Das Buch heißt "Die Geschichte des Sabbats". Und John N. Andrews war ein brillanter Gelehrter. Er war jemand, der aus der Schule irgendwann ausscheiden musste, weil seine Gesundheit schwach war. Aber John Andrews war jemand, der schon in jungen Jahren sich viele Dinge selber angeeignet hat. Wenn man ihn angetroffen hat, dann hat man John N. Andrews ständig angetroffen, oder oft mit einem Buch in der Hand. Und wenn immer er Zeit hatte, hat er versucht, den ein oder anderen Gedanken aus dem Buch in sein Gehirn aufzunehmen. Von John N. Andrews wurde gesagt, und das hat er selber auch bestätigt, dass er, wenn das Neue Testament, wenn es das einmal nicht mehr geben würde, wäre er fähig, das gesamte Neue Testament wiederzugeben und zu reproduzieren.

[3:34] Im Jahr 1829 wurde er geboren und im Jahr 1843 fand seine Bekehrung statt. Die Familie von John N. Andrews hat eine Versammlung besucht, wo sie gehört haben von der Wahrheit, dass Jesus bald wiederkommt. Und der Vater von John N. Andrews hat immer die Texte nachgeprüft, die sie gehört hat in der Versammlung. Und schließlich hat die Familie dann die Botschaft der Milleriten angenommen und sie wurden Milleriten, was zu der damaligen Zeit auch nicht immer einfach war. Und sie haben auch eine gewisse Portion Spott dadurch ertragen müssen.

[4:12] Eines Abends, nachdem sie die Botschaft der Milleriten angenommen hatten, war es so, dass John einen älteren Freund, einen Herrn namens Mr. Davis, begleitet hat. Und plötzlich gab es eine Gruppe von jungen Männern, die aufgetaucht sind. Und einer davon hat damit gedroht, dass er Mr. Davis mit seiner Peitsche schlagen wird. Und John N. Andrews hat zu der damaligen Zeit sich vor seinen Freund gestellt, vor Mr. Davis, und hat gesagt: "Die Bibel sagt uns, dass wir die Lasten gegenseitig einander tragen sollen." Und er hat gesagt: "Wenn du Mr. Davis schlägst, dann musst du auch mich schlagen."

[4:58] Nach der Zeit der großen Enttäuschung am 22. Oktober 1844 hat die Andrews-Familie Andrews in ihr Heim eine Familie aufgenommen, namens Toll. Das war eine Familie, die eigentlich alles gegeben hat, alles verkauft hat, um anderen zu helfen, die Botschaft weiterzugeben an andere, dass Jesus bald wiederkommt. Und die Tochter dieser Familie bekommt ein Traktat in die Hand von einem Mann namens Campell, wo es um den Siebenten-Tag-Sabbat geht. Und sie liest dieses Traktat. Ihr Name war Mary. Und sie kommt zu der Überzeugung, dass das Traktat die Wahrheit sagt. Und sie teilt das Traktat dann schließlich mit ihrem Bruder aus. Und sie sind beide von der Wahrheit überzeugt und beginnen dann nach ihrer besten Kenntnis, den ersten Sabbat zu halten.

[5:54] Mary gibt das Traktat dann auch John N. Andrews und bittet ihn darum, es zu lesen. John N. Andrews liest das Traktat und er ist dann schockiert, weil er sich fragt: "Ist es möglich, dass wir die ganzen Jahre den falschen Tag gehalten haben?" Als John N. Andrews dann die Texte vergleicht und wirklich Schriftstelle um Schriftstelle vergleicht, da kommt er auch zu dem Entschluss, dass der Siebenten-Tag-Sabbat eigentlich der wahre Ruhetag ist. Und so beginnen dann einige Menschen den Siebenten-Tag-Sabbat schließlich zu halten.

[6:35] John N. Andrews hatte einen Onkel namens Charles, der ein Kongressabgeordneter war. Und der John N. Andrews auch davon überzeugen wollte, das College zu besuchen und ein Anwalt zu werden. Und er hat auch gehofft, dass John N. Andrews vielleicht auch kommt als Abgeordneter. Und so machte er immer ein verlockendes Angebot. Er sagte: "Ich werde für deine Ausgaben, die du hast, wenn es um die Erziehung geht, werde ich aufkommen." John N. Andrews hat gemerkt, dass es seinem Onkel Charles dieses Angebot viel bedeutet. Und er wollte ihn nicht enttäuschen und nicht sofort nein sagen. Aber John N. Andrews hat auch Jesus lieb gewonnen. Und er hat den Sabbat akzeptiert, als er 15 Jahre alt war. Und er wollte gerne, dass andere auch von der Wahrheit erfahren, die er in seinem Leben kennengelernt hat. Also musste er am Ende hat er seinem Onkel Charles gesagt, dass er sein Angebot, das wirklich nett war, dass er es wirklich schätzt, aber dass er eigentlich eine höhere Abmachung hat, die er getroffen hat.

[7:48] Im Jahr 1850, das ist eines der Bilder aus den jungen Jahren von John N. Andrews. Ich weiß nicht, wie viele es davon gibt. Man kennt meistens Bilder aus seinen älteren Lebensjahren, wohl schon etwas älter war. Im Jahr 1850 beginnt John N. Andrews dann als Sabbat haltender Prediger Neuengland zu bereisen. Innerhalb von fünf Jahren war er völlig erschöpft wegen seinem intensiven Studium und wegen seinem schweren oder sehr intensiven Programm seiner Schreibarbeit und seinem Predigtdienst. Er hat seine Stimme verloren gehabt und hat auch sein Augenlicht geschädigt. Und John N. Andrews ging dann erst einmal um zu seinen Eltern, um seine Gesundheit praktisch sich wieder erholen zu können.

[8:38] Während John N. Andrews insgesamt auf seinen Reisen war, da hat John N. Andrews es weder gescheut, durch die Hitze zu laufen, noch durch den kalten Winter. Und er hat öfter auch in Räumen geschlafen, die unbeheizt waren und wachte dann morgens auf, mit seinem Bart, der mit Eis bedeckt war.

[8:57] John N. Andrews war jemand, der die Botschaft der verkündigt hat, wirklich geliebt hat. Und er hat im Laufe seines Lebens hat er oft an der Nahrung gespart, weil er die Botschaft gerne verkündigen wollte und dort seine Energie hineingesetzt hat.

[9:14] Als John N. Andrews dann 20 Jahre alt war, hat er seinen ersten Artikel in der November-Ausgabe der Zeitschrift "Present Truth" beigesteuert. Im nächsten Jahr, als John N. Andrews dann nur 21 Jahre alt war, hat er dem Verlagskomitee von dem "Present Truth" beigetreten und bekam einer der führenden Schreiber dort.

[9:39] Im Jahr 1855 gab es eine Thematik, die die Adventisten beschäftigt hat, nämlich: Wie hält man den Sabbat eigentlich korrekt? Das heißt, von wann bis wann? Von der Urzeit her, sondern den Sabbat halten. Es war so, dass Ellen White und James White den Sabbat im Jahr 1846 angenommen haben, von Joseph Bates, der den Sabbat gehalten hat, nach der Seefahrerzeit, nämlich den Tag begonnen hat um sechs Uhr abends. Und es war aber so, dass Ellen White und James White den Sabbat dann bis 1855, nämlich neun Jahre, auch nach dieser Zeitrechnung gehalten haben.

[10:26] Schließlich war es aber dann, dass Unstimmigkeiten aufkamen und John N. Andrews, der ein brillanter Gelehrter war, beauftragt wurde, dass er sich mit diesem Thema beschäftigt und sein Ergebnis dann bei einer Konferenz in Battle Creek im Jahr 1855 kundtut. Das hat John N. Andrews getan und er hat erkannt aus der Heiligen Schrift, dass eigentlich der Sonnenuntergang die richtige Zeit ist, wann der Sabbat beginnt und von der man an den Sabbat halten soll.

[11:00] Die Familie Andrews hat einen Artikel entdeckt im "Review" im Jahr 1852 von James White, der vorgeschlagen hat, dass einige von den Gläubigen aus Neuengland sich überlegen können, ob sie nicht nach Europa gehen, um dort einmal selbst unterhaltende Arbeit zu tun, während sie auch Zeugnis ihren Nachbarn gegenüber ablegen sollten. Und so gab es dann schließlich einige Familien, die den Schritt gemacht haben und die umgezogen sind. Die Familie Andrews hat sich entschieden, ihre Farm zu verkaufen und sie sind dann schließlich auch in diese Gegend gezogen.

[11:42] Schließlich waren es so, dass es ungefähr 30 Gläubige gab, die sich in diese kleine Stadt namens Yverdon in Europa begeben haben. Und dort haben auch John N. Andrews und Angelina Stevens am 29. Oktober im Jahr 1856 geheiratet.

[12:00] Es war aber leider so, dass die Adventisten, die Adventgläubigen, muss man sagen, die sich damals versammelt haben, dass sie ihr Ziel eigentlich verfehlt haben. Dass sie hatten nämlich hauptsächlich Menschen für Christus zu erreichen.

[12:16] Es war dann so, dass sie ihre Energie darauf gesetzt haben, dass sie mehr und mehr Getreide und Mais anbauen, dass sie große Herden von Vieh hatten. Aber es war auch so, dass es mit ihrem geistlichen Zustand nicht allzu gut bestellt war.

[12:34] Schließlich war es dann so, dass am 9. Dezember Ellen White eine Vision hatte, in der ihr gezeigt wurde, dass die Brüder in Yverdon, dass sie Hilfe brauchen. Und Ellen White hat dann damals eine Reise unternommen mit James White auch zusammen über den Mississippi River zu einem Zeitpunkt, wo viele Menschen diese Reise nicht unternommen hätten, wegen dem Eis, das einbrechen konnte. Und es gab auch schon Menschen, die mit ihrem Wagen eingebrochen waren und die gerade so mit dem Leben davonkamen.

[13:10] Und als Ellen und James White dann schließlich in Yverdon angekommen sind und als sie Treffen abgehalten haben, dann war es so, dass sowohl John N. Andrews als auch Jane Loughborough sich erneut dem Werk Gottes geweiht hatten.

[13:32] Im Jahr 1864 wurde John N. Andrews bekam er noch mal ein praktisches einen praktischen Hinweis in Bezug auf ein Thema, das auch uns als Adventisten sehr wichtig sein sollte, nämlich in Bezug auf das Thema des gesunden Lebensstils. Zu dieser Zeit war sein ältester Sohn Charles, der sechs Jahre alt war, in einem relativ schlechten Zustand, nämlich er hatte ein verkümmertes linkes Bein und einen Fußknöchel, der beinahe steif gewesen ist. Und die Eltern haben sich dann entschieden, dass sie Charles an einen Platz bringen, wo er Wasseranwendungen bekommt und eine gesunde Ernährung. Und sie haben gemerkt, dass innerhalb von einiger Zeit, dass sich der Zustand so gut verbessert hat, dass innerhalb von 15 Wochen ihr Junge eigentlich am Laufen konnte, wie natürlich, wie ein gesunder.

[14:30] John und Angelina haben sich dann auch entschieden, dass sie bei sich zu Hause Veränderungen vornehmen, was den Lebensstil angeht. Nämlich sie haben sich entschieden, Lebensmittel wie Butter und Fleisch zu streichen von ihrem Speisezettel und ein "two meal system" anzunehmen, das heißt zwei Mahlzeiten am Tag.

[14:52] Das ist übrigens etwas, was nicht nur John N. Andrews allein praktiziert hat, was uns heutzutage, wo viele gar nicht darüber Bescheid wissen, dass manche unserer Pioniere das praktiziert haben. Sie haben natürlich auch viel Gemüse gegessen, viele Früchte. Und John N. Andrews hat auch ein Zeugnis abgelegt in Bezug auf den gesunden Lebensstil und welche Veränderung er dadurch erfahren hat.

[15:21] Ellen White schreibt über den Aspekt der Gesundheitsbotschaft und die Wichtigkeit darüber im Buch "Zeugnisse", Band 6, auf der Seite 99. Und sie sagt: "Ich sah, dass unser himmlischer Vater uns das Licht über die Lebensreform als einen großen Segen geschenkt, damit wir den Ansprüchen, die er an uns stellt, gerecht werden können und Gott durch unseren Körper und unseren Geist, die er uns gegeben hat, verherrlichen und am Ende ohne Fehler vor dem Thron Gottes stehen."

[15:57] Im Jahr 1864 gab es ein weiteres wichtiges Ereignis an für unsere Gemeinschaft, an dem John N. Andrews beteiligt war. John N. Andrews und seine Frau hatten insgesamt vier Kinder. Zwei sind leider gestorben. Aber im Jahr 1864, wir wissen, dass in den Vereinigten Staaten, dass auch die Bürgerkriegszeit war in den 1860er Jahren. Wurde John N. Andrews geschickt am zum Kommandeur der Militärpolizei. Dort hatte er eine Verabredung und John N. Andrews hat sich darum bemüht, dass die Adventisten den Nichtkämpferstatus bekommen und was ihm auch schließlich gelungen ist, aufgrund der großen Gaben, die Gott ihm gegeben hat. Und er hat verschiedene Gespräche damals geführt mit verantwortlichen Leuten im Umfeld von Präsident Lincoln.

[16:51] John N. Andrews war der dritte Präsident der Generalkonferenz. Er wurde im Jahr 1867 gewählt und wiedergewählt im Jahr 1868. Die erste adventistische Zeltversammlung, wir sehen hier ein Beispielbild, fand statt im Jahr 1868 in Michigan, in Wright. Da wurde auch in der Gemeindezeitung darauf aufmerksam gemacht. Und John N. Andrews hat den Menschen gesagt: "Das Wichtigste von allen, oder vor allem, bringt ein hungriges Herz mit." Und so war es so, dass die Menschen und die Geschwister damals gekommen sind mit verschiedenen Verkehrsmitteln, mit Pferdewagen, mit dem Zug zum Beispiel, mit der Postkutsche. Einige sind sogar einen Teil oder den ganzen Weg bis dorthin gelaufen.

[17:44] Damals war es so, dass die Zelte eigentlich die meisten nicht dafür geeignet waren, einmal stürmisches Wetter aufkam und es gab nur ein einziges Zelt, das nicht undicht war.

[17:58] Verschiedene Prediger, Verkündiger haben zu verschiedenen Zeiten gesprochen. John N. Andrews war einer der Hauptredner. Und am Abend, als dann die Versammlungen vorbei waren und die Menschen sich zurückgezogen haben zu ihren Schlafplätzen, da konnte man einen großen, bärtigen Mann sehen, der von Zelt zu Zelt geht und der die Menschen fragt: "An jedem Zelt, braucht ihr noch etwas? Ist alles in Ordnung?" Wenn die Leute gesagt haben: "Es ist alles in Ordnung", ging er weiter zum nächsten Zelt und hat sich um ihre Bedürfnisse gekümmert. Das war der Generalkonferenzpräsident zur damaligen Zeit, John N. Andrews, bei der ersten Zeltversammlung.

[18:40] Sicherlich einer der größten Beiträge, den John N. Andrews geleistet hat, aus literarischer Hinsicht, war ein Buch mit dem Titel "Die Geschichte des Sabbats". Wenn man es im Deutschen wiedergibt, hat es 342 Seiten. Und John N. Andrews hat hier sehr viel Arbeit hineingesteckt. Und er hat damals ein Bett bezogen in einer Nische des Redaktionsraums des "Review"-Büros. Und John N. Andrews hat gemerkt, dass er Zeit braucht im Gebet, die er mit Gott verbringt, damit er die Wahrheiten, so wie er sie geben kann, wie Gott es möchte. Und er hat sich umgeschaut nach einem Platz, den er verwenden kann. Und hat dann in einer Dachkammer, wo alte Ausgaben von Zeitschriften gelagert wurden, die nicht so gut beleuchtet war und auch nicht so gut belüftet, hat John N. Andrews den Platz gefunden, wo er Zeit im Gebet mit Gott verbringt, manchmal stundenlang, und darum gebetet hat, dass er Weisheit bekommt, um die Wahrheiten korrekt wiederzugeben, die die Welt seitdem erleuchtet haben, in Bezug auf die Geschichte des Sabbats.

[19:53] Im Jahr 1872 hat John N. Andrews mit Sicherheit einen der schwersten Verluste seines Lebens erlitten, nämlich seine Frau Angelina ist gestorben. Sie hat einige Zeit vorher einen Schlaganfall erlitten und verstarb dann schließlich. Und John N. Andrews hat dieser Verlust sehr schwer getroffen. Die Familie hatte zwei Kinder zu der damaligen Zeit gehabt. Und John N. Andrews hat etwas geschrieben, was ich glaube, jeder für seine Ehe wünschen kann. Er hat gesagt: "Ich bezeuge hiermit die Tatsache, dass sie ihr Möglichstes getan hat, um mir zu helfen im Dienst Gottes hinauszugehen. Sie hat sich nicht ein einziges Mal beklagt, als ich lange abwesend war. Während der gesamten Zeit unseres Lebens gab es zwischen uns niemals ein unfreundliches Wort, und in unseren Herzen existierte niemals ein ärgerliches Gefühl."

[20:49] Es wurde gesagt, das hier ist eine Bibel, die John N. Andrews benutzt hat. Es wurde gesagt, dass John N. Andrews, wenn das Neue Testament es nicht mehr geben würde, dann hat er selber gesagt, dann könnte er es wiedergeben.

[21:05] Schließlich war es so, dass John N. Andrews, der ein brillanter Gelehrter war, die Bibel in sieben Sprachen lesen konnte. Die Sprachen waren z.B. Deutsch, Italienisch, Englisch, natürlich Lateinisch, Griechisch, Hebräisch. John N. Andrews war wirklich ein sehr schlauer Kopf, der wirklich unter Gottes Segen stand und bereit war, seine Gaben im Dienst Gottes und für sein Werk einzusetzen.

[21:33] Im Jahr 1874 wurde dann mit John N. Andrews der erste offizielle Missionar unserer Gemeinschaft nach Europa geschickt. Es gab vorher schon mal eine Person namens Czechowski, der allerdings nicht von unserer Generalkonferenz ausgesandt wurde und der einiges an Arbeit geleistet hat in Europa, dessen der allerdings auch sehr viel verloren hat, muss man sagen.

[22:00] Im Jahr 1874 tritt John N. Andrews dann mit seinen beiden Kindern die Reise an nach Europa. Die zwölf Tage dauert und sie beziehen schließlich kommen erst einmal an im Hotel, wo sie im Haus eines Glaubensbruders, Amateur, wo sie dann schließlich Unterkunft finden. Und sie leben dort zwei Jahre in Neuchâtel.

[22:28] Eine sehr wichtige Mitarbeiterin von John N. Andrews war seine eigene Tochter Mary. Wurde 13 in England, bevor die Familie dann in die Schweiz gegangen ist. Und als sie sich in der Schweiz niedergelassen haben, sind sie sofort daran gegangen, sich an ihren neuen Aufgaben zu machen.

[22:50] Der Sohn von John N. Andrews, Charles, hat angefangen, sich mit dem Druckergeschäft zu beschäftigen und das zu lernen. Und Mary war jemand, die eine besondere Gabe hatte. Sie sprach die französische Sprache. Mary hat aufgesaugt wie ein Schwamm. Und es war dann schließlich so, dass sie die Probedruckseiten gelesen hat für die französische Zeitung "Der Zeichen der Zeit". Das war eine Aufgabe, eine zentrale Aufgabe, die John N. Andrews damals auch ausgeführt hatte. Und er hat viele, viele Artikel geschrieben. Und Mary hat die Probedruckseiten gelesen und sie hat sogar grammatische Fehler darin gefunden, die ein französischer Mann, ein Bruder aus Frankreich, übersehen hat.

[23:46] Die Andrews-Familie hat einen interessanten Pakt geschlossen, wenn es darum ging, Sprachen zu erlernen. Das ist auch ein Ratschlag, der heute sehr, sehr hilfreich ist, wenn man sich in einem anderen Land befindet und die Sprache lernen möchte, um an Gottes Botschaft weiterzugeben. "Wir verpflichten uns hiermit schriftlich, dass wir in unseren gemeinsamen Gesprächen nur die französische Sprache verwenden werden. Wir werden in der Furcht Gottes versuchen, diese Vereinbarung einzuhalten und bitten ihn um Hilfe, dass wir dies tun können. Es soll aber unser Vorrecht sein, die deutsche Sprache zu verwenden, wann immer wir ein Wort oder einen Satz davon sprechen können."

[24:31] Dass hier auf dem Bild sehen wir das erste Haus in Basel, das von John N. Andrews bewohnt wurde. Das wurde auch ihr ihr Hauptsitz, kann man sagen. Und in Basel im Jahr 1876 erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift "Der Zeichen der Zeit" auf Französisch.

[24:59] Drei Jahre nachdem sie in der Schweiz angekommen waren, bekam John N. Andrews eine Lungenentzündung. Und ein Arzt, der gerufen wurde, um ihn zu behandeln, als er sein Shirt hochgezogen hat, hat der Arzt ausgerufen: "Dieser Mann hungert sich zu Tode!"

[25:16] Es war so, dass John N. Andrews damals wirklich sich Essen verwehrt hat, oder die Familie hat von teilweise auch nicht...

[25:22] Die Familie hat teilweise auch nicht ganz gesunde Nahrung gelebt, um Mittel zu haben, um die Botschaft voranzubringen. Er und seine Kinder haben sich meistens von Weißbrot ernährt, von der lokalen Bäckerei, von Weizenschrot, Pudding, Kartoffeln und manchmal auch Kohl. Und sie haben das gemacht. Andrews hat Lebenskosten eingespart, um das Werk Gottes voranzubringen.

[25:53] Mary Andrews, seine Tochter. Hier sehen wir eine Ausgabe von der Zeitschrift "Zeichen der Zeit" im Französischen. Mary Andrews, seine Tochter, wurde leider auch krank. Sie begann irgendwann zu husten und als man zuerst hat man gedacht, das ist nur eine Erkältung, aber der Husten ging nicht weg. Und Elder Andrews, Jane Andrews, der besorgt war um die Gesundheit seiner Tochter, hat sie dann schließlich untersuchen lassen. Aber es wurde immer wieder die gleiche Diagnose gestellt von verschiedenen Ärzten in der Schweiz. Und sie haben gesagt, sie hat etwas, was wir heute als Tuberkulose bezeichnen. Und da gibt es eigentlich kein Heilmittel dafür.

[26:35] Im Jahr 1878 fand eine Generalkonferenz-Sitzung statt und Jane Andrews wurde eingeladen, dort zu sprechen. Und er schrieb damals James White und hat ihm um Erlaubnis gebeten, dass er Mary mitbringen kann auf seine eigenen Kosten hin. Und Jane Andrews hat eine der ersten Sachen, die er gemacht hat, als sie angekommen sind dann in den USA, er geht zum Battle Creek Sanatorium, wo wir damals einen Arzt hatten, der sehr bekannt und auch sehr begabt war, nämlich Dr. Kellogg. Aber Dr. Kellogg hat leider Jane Andrews auch keine andere Diagnose geben können. Und so gab es kein Heilmittel für Jane Andrews' Tochter Mary, die ihm so wertvoll geworden war, nicht nur als Tochter, sondern auch eine große Hilfe in seiner Arbeit, wenn es um Gottes Werk geht.

[27:34] Tag für Tag saß dann Jane Andrews am Bett seines sterbenden Tochter und Dr. Kellogg hat ihn gewarnt, dass er das nicht so tun sollte auf diese Weise, weil er auch Tuberkulose bekommen würde. Aber Jane Andrews hat gefühlt, dass es für ihn wichtig war, an der Seite seiner Tochter zu bleiben.

[27:58] Mary Andrews ist dann am 27. November des Jahres 1878 gestorben und war nur 17 Jahre alt. Jane Andrews wurde gewarnt, dass er auch Tuberkulose bekommen würde. Aber das sei an der Seite seiner Tochter war für ihn damals wichtiger gewesen.

[28:16] Jane Andrews war, als Mary gestorben war, für Wochenlang eigentlich niedergebeugt von Trauer gewesen. Und Ellen White hat ihm damals folgende Zeilen geschrieben: "Du wurdest mir mit niedergebeugtem Haupt gezeigt, als du Mary trauern zu ihrem letzten Heim in dieser Welt gefolgt bist. Dann sah ich wieder, herrlich liebevoll betrachtete ich sah den Lebensgeber erscheinen und deine Frau und Kinder mit unvergänglicher Herrlichkeit aus ihren Gräbern hervorkommen." Deine sympathisierende Schwester.

[28:57] Im April, am 15. April im Jahr 1879, hat Jane Andrews die Einweihungspredigt für das Debakel in Battle Creek gehalten. Und einige, die anwesend waren, haben gesagt und haben bezeugt, dass das eigentlich die kraftvollste Predigt war, die sie überhaupt von Jane Andrews gehört haben.

[29:19] Im nächsten Monat, im nächsten Monat ist Jane Andrews nach Europa zurückgegangen und hat sich in die Arbeit gestürzt mit großem Eifer. Einige Jahre, nachdem Jane Andrews dann nach Europa zurückgegangen war, begann auch er zu husten. Zuerst hat man gedacht, dass es nur eine Erkältung ist, aber der Husten ging nicht weg. Und schließlich war es so, dass ein Arzt die Befürchtungen bestätigt hat. Jane Andrews war auch an Tuberkulose erkrankt.

[29:53] Die Krankheit hat seinen Körper ziemlich mitgenommen und Jane Andrews hat erkannt, dass wenn Gott ihn nicht heilt, dass er nicht mehr lange leben würde. Er hat dann angefangen, so gut er nur konnte, an den Artikeln zu arbeiten oder sie zu bearbeiten für zukünftige Ausgaben der französischen Zeitschrift "Die Zeichen der Zeit". Jeder im Büro hat gewusst, dass wenn Jane Andrews die Artikel nicht fertigstellt, dann könnte es kein anderer machen.

[30:29] Jane Andrews wurde immer schwächer und er wurde dann beobachtet, dass er am Tisch sitzt, zum Beispiel, das Essen steht vor ihm und was auch immer serviert wurde, und dass Tränen sein Gesicht heruntergelaufen sind. Und Jane Andrews zu sich selbst gemurmelt hatte: "Wenn ich doch nur mich selbst zwingen könnte zu essen, dann hätte ich die Kraft weiterzumachen."

[30:55] Die schließlich hat dann auch die Generalkonferenz hat natürlich auch erkannt im Zusammenhang dieser Dinge, dass John Andrews das Werk in Europa nicht mehr länger leisten kann und dass die Zeit kommen wird. Und sie haben dann einen anderen Mann bestimmt, namens Britney, um nach Basel zu gehen und die Arbeit zu übernehmen.

[31:18] Jane Andrews hat einen Brief an Julia Smit geschrieben und er hat ihm gesagt: "Lieber Jura, ja, momentan blicke ich dem Tod ins Angesicht. Es gibt eine Sache, die mich beunruhigt, welche ich dir in Form einer Bitte vorlege. Es wird dein Los sein, meinen Tod im Review zu erwähnen. Ich bitte dich, die einfachste und kürzeste Stellungnahme abzugeben, die möglich ist, und ich verlange von dir feierlich jedes Wort des Lobes wegzulassen."

[31:51] Im Jahr 1883 war Jane Andrews dann komplett bettlägerig und er starb am 21. Oktober desselben Jahres. Am Wochenende vom 19. bis 21. Oktober haben sich Arbeiter aus Europa, wenige, die unsere Kirche damals hatte, haben sich versammelt und sie kamen auch ab und zu in das Zimmer, wo Jane Andrews lag im Bett, um zu beten. Und bei einer dieser Gelegenheiten war es dann so, dass Jane Andrews in einem kaum vernehmbaren Flüsterton fragte, ob ihn jemand einen Stift bringen konnte und ein Stück Papier.

[32:37] Und manche haben sich bestimmt gefragt, was könnte er jetzt mit Papier und Stift wollen in dieser Situation, wo er doch von diesen Artikeln, die nicht vollendet waren, keinen dieser Artikel mehr seit Wochen bearbeitet hat. Jemand ging zu seinem Büro und brachte ihm schließlich dann einen Stift und ein Stück Papier. Mit der letzten Kraft, die er hatte, schrieb Jane Andrews folgende Worte auf das Papier: "Ich hinterlasse der europäischen Mission 500 Dollar."

[33:13] Als Jane Andrews im Sterben gelegen hat, da ist ihm dieser Gedanke wohl gekommen: Gibt es noch irgendetwas, was ich für das Werk Gottes tun kann?

[33:25] An diesem Nachmittag haben dann verschiedene der Arbeiter sich um das Bett von Jane Andrews versammelt und als sie gebetet haben, schaute jemand Jane Andrews an und sagte: "Er ist von uns gegangen."

[33:42] Jane Andrews ist gestorben, während sie gebetet haben. Wenn du und ich, wenn wir wüssten, dass wir morgen keinen weiteren Sonnenaufgang mehr sehen würden, wäre auch eine unserer letzten Gedanken: Gibt es noch irgendetwas, was ich für Gottes Werk tun kann?

[34:02] Jane Andrews war jemand, der enorme Talente geschenkt bekommen hat und große Intelligenz hatte. Jane Andrews war jemand, der sich für Gottes Sache bis zum letzten eingesetzt hat. Und mein Wunsch und Gebet ist es auch, dass diese Hingabe, diese Denkweise, die Jane Andrews gehabt hat: "Gibt es noch irgendetwas, was ich für Gottes Werk tun kann?" auch deine und meine Denkweise ist, nicht nur in vielleicht den letzten Momenten unseres Lebens, falls wir die Wiederkunft Jesu nicht lebend erleben, sondern auch an jedem Tag unseres Lebens.

[34:40] Gibt es noch irgend einen Lebensbereich, in dem ich mich mehr für Gottes Sache einsetzen kann? Gibt es noch irgendetwas in meinem Leben, das ich für Gottes Sache tun kann? Möge dieser Gedanke auch ein Leitfaden und ein Leitstern sein in deinem und meinem Leben, während wir darauf warten und uns einsetzen, dass Jesus Christus bald wiederkommt.


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