In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Kapitel 30 und 31 des 4. Buches Mose. Er beginnt mit den Gesetzen zu Gelübden und Eiden, die die Ernsthaftigkeit von Versprechen vor Gott unterstreichen. Anschließend widmet er sich dem Feldzug gegen die Midianiter, der als Gottes Rache für die Verführung Israels zur Sünde dient. Kramp betont die Notwendigkeit, Sünde radikal aus dem eigenen Leben zu entfernen und keine Kompromisse mit Versuchungen einzugehen.
Gott auf (m)einer Seite: 4. Mose 30:8-31:17
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 4. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 189.
[0:39] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danken, dass du durch deine Worte uns sprichst und uns zeigst, was Jesus für uns bedeutet, welches große Opfer er für uns getan hat, gebracht hat. Danke, dass wir jeden Tag daran denken dürfen. Und danke, dass du jetzt zu unseren Herzen sprechen möchtest durch deinen Heiligen Geist. Darum bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:05] Wir sind gerade im Vierten Mose 30 bei dem Gesetz über das Gelübde. Es geht gerade um eine Frau, die einen Mann geheiratet hat und dann ein Gelübde abgelegt hat.
[1:18] In Vers 8 heißt es: „Und ihr Mann hörte es und schweigt still an dem Tag, da er davon hört, so gelten ihre Gelübde und ihre Verpflichtungen, die sie auf ihre Seele gebunden hat, sollen bestehen.“
[1:28] „Wenn aber ihr Mann es ihr verwehrt an dem Tag, da er es hört, so macht er damit ihr Gelübde ungültig, das sie auf sich hat, und das unbedachte Versprechen, das sie auf ihre Seele gebunden hat. Und daher wird es ihr vergeben.“
[1:42] „Aber das Gelübde einer Witwe oder einer Verstoßenen, denn alles, was sie sich auf ihre Seele gebunden hat, soll für sie gelten.“
[1:50] „Und wenn sie im Haus ihres Mannes ein Gelübde abgelegt oder sich mit einem Eid, was auf ihre Seele gebunden hat, und ihr Mann hat es gehört und dazu geschwiegen und es ihr nicht verwehrt, so gelten alle ihre Gelübde und jede Verpflichtung, die sie auf ihre Seele gebunden hat.“
[2:05] „Wenn es aber ihr Mann an dem Tag, da es hört, ungültig macht, so gilt keines ihrer Gelübde oder der Verpflichtung ihrer Seele von dem, was über ihre Lippen gegangen ist; denn jemand hat es aufgehoben, und der Herr wird es ihr vergeben.“
[2:19] „Alle Gelübde und jeden Verpflichtungseid zur Demütigung der Seele, ihr Mann kann sie bestätigen und ihr Mann kann sie aufheben. Wenn er aber von einem Tag bis zum anderen dazu schweigt, so bestätigt er jedes ihrer Gelübde und alle ihre Verpflichtungen, die sie auf sich hat. Er bestätigt sie, weil er geschwiegen hat an dem Tag, da er es hörte. Sollte er sie aber erst später aufheben, nachdem er es gehört hat, so muss er ihre Schuld tragen.“
[2:45] „Das sind die Satzungen, die der Herr Mose geboten hat, zwischen einem Mann und seiner Frau und zwischen einem Vater und seiner Tochter, solange sie noch ledig im Haus ihres Vaters ist.“
[2:55] Was wir sehen können, ist, dass es Gott sehr darauf ankommt, dass wir nicht unbedacht und ohne Überlegung ihm etwas versprechen, was wir später gar nicht halten können oder halten wollen. Wir sollten uns sehr genau überlegen, was wir Gott versprechen, denn Gott ist eine reale Person, der das ernst nimmt, was wir ihm sagen, und so sollten wir zu dem stehen, was wir versprechen, und uns auch gut überlegen, ob das, was wir versprochen haben, wirklich das ist, was wir auch tun wollen.
[3:26] „Und der Herr redete zu Mose und sprach: „Nimm für die Kinder Israels Rache an den Midianitern; dann danach sollst du zu deinem Volk versammelt werden.“ Mose sollte bald sterben, aber eine Sache musste noch geklärt werden.
[3:37] Die Midianiter hatten durch die Verführung ihrer Frauen, die die Frauen an den Männern Israels durchgeführt hatten, das Volk in den Abfall getrieben, und diese Sache sollte noch bereinigt werden.
[3:51] Da redete Mose zu dem Volk und sprach: „Rüstet euch Männer zu einem Kriegszug, und zwar gegen Midian, dass sie die Rache des Herrn an Midian vollstrecken! Aus allen Stämmen Israels soll jeder 1.000 Mann zum Feldzug entsenden.“
[4:06] Das war ganz eindeutig nicht die Rache Moses, nicht die Rache des Volkes, es war Gottes Rache, die Israeliten sollten als Ausführende etwas über den Zorn Gottes erkennen und lernen, der sich über die ergießt, die andere noch zur Sünde verführen. Etwas, was in Gottes Augen ganz besonders schlimm, dramatisch ist.
[4:26] Da wurden aus den Tausenden Israels 1.000 von jedem Stamm ausgehoben, 12.000 für den Feldzug gerüstet, nicht die gesamte Armee, wie das noch bei Sihon und Og der Fall gewesen war, sondern nur eine Auswahl. Und Mose entsandte sie, 1.000 aus jedem Stamm, in den Feldzug, sie und Pinhas, den Sohn Eleasars, des Priesters, zum Heereszug mit den heiligen Geräten und den Lärmtrompeten in seiner Hand.
[4:51] Es war eine geistliche Sache. Der Priestersohn war dabei. Die heiligen Geräte sollten symbolisieren, dass Gott hier selbst Krieg führt, anders als wir uns vielleicht an den Feldzug, den die Israeliten dann ohne Bundeslade und ohne Gott gegen die Kanaaniter nach diesem nach den dramatischen Ereignissen Ereignissen bei Kadesch-Barnea durchgeführt hatten.
[5:18] „Und sie führten den Feldzug gegen die Midianiter, wie der Herr es Mose geboten hatte, und töteten alles, was männlich war.“
[5:25] „Sie töteten auch die Könige der Midianiter zusätzlich zu den von ihnen Erschlagenen, nämlich Ewi, Rekem, Zur, Hur und Reba, fünf Könige der Midianiter; auch Bileam, den Sohn Beors, erschlugen sie mit dem Schwert, der von dem wir vorgelesen hatten, dass er in seiner Heimat an den Euphrat zurückgekehrt war, jetzt offensichtlich wieder mitten unter ihnen weilte. Warum?
[5:47] „Und die Kinder Israels führten die Frauen der Midianiter und ihre Kinder gefangen weg und all ihr Vieh und alle ihre Habe und alle ihre Güter raubten sie und alle ihre Städte, ihre Wohnungen und all ihre Zeltlager verbrannten sie mit Feuer. Und sie nahmen alle Beute und allen Raub an Menschen und Vieh und brachten es zu Mose und Eleasar, dem Priester, und der Gemeinde der Kinder Israels, nämlich die Gefangenen und die Beute und das geraubte Gut in das Lager in die Ebenen Moabs, die am Jordan liegen, Jericho gegenüber. Und Mose und Eleasar, der Priester, und alle Stammesfürsten der Gemeinde gingen ihnen entgegen vor das Lager hinaus. Und Mose wurde zornig über die Befehlshaber des Heeres, die Obersten über 1.000 und die Obersten über 100, die vom Feldzug kamen. Und Mose sprach zu ihnen: „Habt ihr alle Frauen am Leben gelassen?
[6:34] Sie haben ja in der Sache des Peor durch den Rat Bileams die Kinder Israels vom Herrn abgewandt, sodass der Gemeinde des Herrn die Plage widerfuhr. Gerade die Frauen, die die Hauptverantwortung für den Abfall Israels hatten, die waren am Leben gelassen worden.
[6:52] Vielleicht hatten sich einige überlegt, dass sie diese Frauen noch dann als Frauen zu sich nehmen wollten.
[6:57] Aber Mose macht sehr deutlich: Das Problem der Versuchung, das Problem der Sünde muss hier personifiziert, symbolisch an den Frauen der Midianiter absolut ausgerottet werden. Wenn wir das geistlich übertragen, dann müssen wir uns die Frage stellen: Was sind die Dinge, die uns zum Fallen, zur Sünde verführen? Was sind die Dinge, die uns dahin leiten, dass wir uns von Gott abwenden in bestimmten Situationen? Und dann sollten wir uns sehr bewusst machen, dass genau diese Dinge aus unserem Leben ausgerottet werden müssen, ganz egal, ob wir das für sinnvoll erachten oder nicht. Wir dürfen keinen Kompromiss mit der Sünde oder mit der Versuchung schließen.
[7:36] Und interessant ist, dass wir hier sehen, dass Bileam, der das Volk nicht verfluchen konnte, der unbedingt gerne den Lohn des Königs von Moab haben wollte, der allerdings immer wieder das Volk segnete, weil Gott ihm das auftrug, dass er doch noch einen Weg fand, Gottes Volk Schaden zuzufügen, indem er nämlich diesen Ratschlag gab, das Volk zur Sünde zu verleiten. Er hatte in einer seiner Segenssprüche gesagt, im ersten Segensspruch, er würde gern den Tod der Gerechten sterben, und den Israeliten. Nun starb er den Tod der Gottlosen unter dem Zorn Gottes. Die Geschichte von Bileam ist ein trauriges Zeugnis, das passiert, wenn wir trotz vielmaligen Einschreiten Gottes uns gegen ihn entscheiden, weil wir weltlichen Gewinn suchen.
[8:27] „So tötet nun alles, was männlich ist, unter den Kindern, und tötet alle Frauen, die einen Mann im Beischlaf erkannt haben.“
[8:38] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir lernen, uns bewusst zu machen, was wir versprechen, und dass wir das, was wir versprechen, auch wirklich ernst nehmen und dann nicht brechen. Wir wissen, dass wir das nur durch deine Kraft allein tun können, und darum bitten wir dich auch für den heutigen Tag. Im Namen Jesu. Amen.
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