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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt beleuchtet Christopher Kramp die Reaktion Moses auf die Stämme Ruben und Gad, die ihr Erbe jenseits des Jordans beanspruchen wollten. Er analysiert Moses‘ anfängliche Fehlinterpretation, die durch die traumatischen Erfahrungen der 40-jährigen Wüstenwanderung geprägt war. Die Botschaft ermutigt dazu, aus den Fehlern vergangener Generationen zu lernen und nicht vorschnell Abfall oder Rebellion zu wittern, wo lediglich unterschiedliche Perspektiven bestehen.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:03] Sie kamen herauf bis zum Tal Eschkol und sahen das Land. Sie machten das Herz der Kinder Israels abspenstig, sodass sie nicht in das Land ziehen wollten, das ihnen der HERR gegeben hatte. Und der Zorn des HERRN entbrannte zu jeder Zeit, und er schwor und sprach: „Fürwahr, die Männer, die aus Ägypten gezogen sind, von 20 Jahren an und darüber, sie sollen das Land nicht sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, weil sie mir nicht völlig nachgefolgt sind, ausgenommen Kaleb, der Sohn Jefunnes, der Kenisiter, und Josua, der Sohn Nuns. Sie sind dem HERRN völlig nachgefolgt.“ So entbrannte der Zorn des HERRN über Israel, und der ließ sie in der Wüste hin und her ziehen 40 Jahre lang, bis die ganze Generation aufgerieben war, die Böses getan hatte in den Augen des HERRN.

[0:44] Mose hatte so viel Abfall erlebt mit dem Volk, so viel Rebellion. So tief hatte sich diese Sache eingebrannt, dass sie damals so nahe an der Grenze des verheißenen Landes waren, wieder umkehren mussten, 40 Jahre lang in der Wüste im Prinzip verschwendet hatten wegen dem Unglauben, dass er hier sehr sensibel reagierte und glaubte, dass schon wieder — und es wäre ja kein Wunder gewesen nach all den Rebellionen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte — schon wieder der Geist der Rebellion sich breit macht. Und so sagt er: „Ihr seid anstelle eurer Väter aufgekommen, eine Brut von sündigen Männern, um die Zornesglut des HERRN gegen Israel noch größer zu machen. Denn wenn ihr euch von seiner Nachfolge abwendet, so wird er auch sie noch länger in der Wüste lassen, und ihr werdet dieses ganze Volk verderben.“ Mose wusste: Wenn die Israeliten schon wieder rebellieren, dann bleibt es nicht bei 40 Jahren Wüstenwanderung, dann wird es noch länger dauern, und noch eine Generation wird in der Wüste sterben.

[1:56] Das sollte uns deutlich machen, dass auch wir die Verantwortung haben, aus den Fehlern früherer Generationen zu lernen, dass wir nicht noch viele Jahre und Jahrzehnte in dieser dunklen Welt bleiben müssen, dass wir anders handeln als unsere Vorväter im Glauben, die — und so haben wir ja einige Zeugnisse dafür in den vergangenen 150 Jahren — schon so manche Gelegenheit verpasst haben, das gelobte Land, den Himmel einzunehmen.

[2:28] Da traten sie zu ihm und sprachen: „Wir wollen nur Schafhürden für uns und Herden hier bauen und Städte für unsere Kinder. Wir wollen uns zum Kampf rüsten und eilends heranziehen vor den Kindern Israels, bis wir sie an ihren Ort gebracht haben. Unsere Kinder sollen in den verschlossenen Städten bleiben, um der Einwohner des Landes willen. Wir wollen nicht heimkehren, bis die Kinder Israels jeder sein Erbteil eingenommen hat. Denn wir wollen nicht mit ihnen erben jenseits des Jordan und weiterhin, sondern unser Erbe soll uns diesseits des Jordan, gegen Sonnenaufgang, zufallen.“

[3:01] Sie wollten gar nicht rebellieren, sie wollten sogar mitkämpfen. Sie wollten nur an einer anderen Stelle erben, als es ursprünglich vorgesehen war.

[3:10] Auch uns kann es passieren, dass wenn wir viel mit Abfall in der Gemeinde vielleicht konfrontiert gewesen sind, wenn wir oft gesehen haben, wie Unglaube passiert, dass wir vielleicht auch überreagieren, wie hier Mose überreagiert hat in gewisser Weise, dass wir auch dort Abfall sehen, wo vielleicht gar kein Abfall wirklich vorhanden ist, sondern nur eine Meinung oder eine Position, die von unserem Denken bisher abweicht, aber die nach wie vor völlig mit dem HERRN und seinem Wunsch für die Gemeinde völlig übereinstimmt. Lasst uns lernen aus dieser Geschichte, nicht überall, wo von unserer persönlichen Meinung oder von unserer persönlichen Idee abgewichen wird, dass das nicht überall gleich sofort Abfall und Rebellion wittern.

[3:53] Da sprach Mose zu ihnen: „Wenn ihr das tun wollt, dass ihr euch vor dem HERRN zum Kampf rüstet, so zieht, wer unter euch gerüstet ist, über den Jordan vor dem HERRN, bis er seine Feinde vor seinem Angesicht vertrieben hat. Wenn dann das Land vor dem HERRN unterworfen ist, dann erst sollt ihr umkehren. So werdet ihr vor dem HERRN und vor Israel unschuldig sein, und dieses Land soll euer Besitz sein vor dem HERRN. Wenn ihr aber nicht so handelt, siehe, so habt ihr euch an dem HERRN versündigt, und ihr werdet erfahren, dass eure Sünde euch finden wird.“ Wir können nicht gegen Gott sündigen, ohne dass wir irgendwann mit den Konsequenzen unseres Tuns konfrontiert werden. Lasst uns gemeinsam beten: Lieber Vater im Himmel,

[4:34] bitte hilf uns doch, dass wir lernen, nicht überall, wo Menschen andere Meinung haben als wir persönlich, und wo Menschen Dinge anders tun, als wir dachten, dass man sie tun muss, dass wir nicht überall Unglaube und Abfall wittern, sondern dass wir verstehen, dass auch Menschen manchmal eine andere Position haben als wir, und trotzdem für dich kämpfen wollen. Ich möchte dich bitten, dass wir aus dieser Geschichte lernen dürfen, dass du uns mit deinem Heiligen Geist die Liebe und die Demut in unser Herz gibst, die wir brauchen, um auch mit Andersdenkenden umzugehen. Das bitten wir im Namen Jesu.


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