Veröffentlicht am
386 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beginnt eine neue Serie über das 5. Buch Mose (Deuteronomium). Er beleuchtet, warum dieses Buch für das Verständnis der Verzögerung beim Einzug Israels ins Gelobte Land entscheidend ist und welche Parallelen es zur heutigen Zeit und der Wiederkunft Christi gibt. Der Sprecher betont die Notwendigkeit, Gottes Wort nicht nur zu lesen, sondern auch zu verstehen und die Last der Führung im Glauben zu teilen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 198.

[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du dein Volk führst und bis zum Ende führen wirst. Danke, dass wir in deinem Wort so viel Ratschläge finden, wie wir uns vorbereiten können, auch auf die Wiederkunft. Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst, dass du unser Lehrer bist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:09] Wir wollen heute mit einem neuen Buch beginnen, mit 5. Mose, und ich sage wohl nicht zu viel, wenn ich sage, dass ich mich ganz persönlich sehr auf dieses Buch gefreut hab'. Ich glaube, es ist eines der allerwichtigsten und aller großartigsten, aller tollsten Bücher, die man überhaupt in der Bibel studieren kann. Ihr findet auf der OLB auch einige andere Vorträge zu diesem Buch, und wir wollen es jetzt in den nächsten Tagen und Wochen durch dieses Buch hindurch lesen und studieren.

[1:35] Das heißt in 5. Mose Kapitel 1, Vers 1: „Dies sind die Worte, die Mose zu ganz Israel redete auf der anderen Seite des Jordan in der Wüste, in der Araba, gegenüber Suf, zwischen Paran und Tofel und Laban und Hazerot und Di-Sahab.“ Elf Tage Reisen sind es von Horeb, also vom Sinai, auf dem Weg zum Bergland Seïr bis Kadesch-Barnea. Als die Israeliten aufgebrochen waren vom Berg Sinai, war es nur noch ein kurzes Stück bis zum Gelobten Land. Und es geschah im vierzigsten Jahr, im elften Monat, am ersten des Monats, dass Mose zu den Kindern Israels redete, und zwar alles so, wie es ihm der Herr für sie geboten hatte.

[2:17] Gleich hier am Anfang ist eine unglaublich wichtige Sache zu beobachten: Im zweiten Jahr der Wüstenwanderung waren sie aufgebrochen. Nur elf Tage Reisen war es bis zur Grenze, und doch finden wir sie im vierzigsten Jahr immer noch in der Wüste. Der Einmarsch in Kanaan hatte sich um Jahrzehnte verzögert. Und hier sehen wir schon, warum dieses Buch so wichtig ist für uns als Adventvolk, denn wir wissen aus der Inspiration, dass sich die Wiederkunft um viele, viele, viele Jahrzehnte auch in unserer Zeit verzögert hat.

[2:53] Das Buch 5. Mose beantwortet die Frage, warum kam es zu dieser Verzögerung und was können wir daraus lernen, damit wir jetzt endlich die Generation sind, die das Gelobte Land erreicht.

[3:07] Nachdem er sie von dem König der Amoriter, der in Heschbon wohnte, geschlagen hatte, dazu Og, den König von Baschan, der in Aschtarot und in Edre wohnte. Wir hatten schon in 4. Mose von diesen Geschichten gehört. Auf der anderen Seite des Jordan, im Land Moab, fing Mose an, dieses Gesetz auszulegen, und er sprach:

[3:25] Gottes Wort, Gottes Gesetz, muss nicht einfach nur gelesen, sondern verstanden werden. Mose beginnt hier, das Gesetz Gottes, seine Weisungen, seine Worte auszulegen, zu erklären. Wenn wir uns mit dem Wort Gottes beschäftigen, müssen wir Gott bitten, dass wir nicht nur Buchstaben lesen, sondern dass wir den Sinn und die Anwendung für unser Leben genau verstehen.

[3:52] Der Herr, unser Gott, redete zu uns am Berg Horeb und sprach: „Ihr seid lange genug an diesem Berg gewesen.“ Etwa elf Monate waren sie am Berg Sinai gewesen. Das war in Gottes Augen eigentlich Ausbildungszeit genug für die Eroberung von Kanaan.

[4:10] „Wendet euch nun und zieht weiter, dass ihr zu dem Bergland der Amoriter kommt und zu all ihren Nachbarn in der Araba, im Bergland und in der Schefela, zum Negev und zum Ufer des Meeres, in das Land der Kanaaniter und zum Libanon bis an den großen Strom, den Fluss Euphrat.“

[4:26] Gott wollte das Volk Israel schon im zweiten Jahr in das Gelobte Land bringen. „Siehe, ich habe euch das Land gegeben, das vorliegt. Geht hinein und nehmt das Land in Besitz, von dem der Herr euren Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, dass er es ihnen und ihrem Samen nach ihnen geben will.“

[4:49] Gott sagt: „Ich gebe euch das Land, geht hinein!“ Er beruft sich auf die Verheißungen, die schon die Väter Jahrhunderte vorher bekommen haben. Gott bittet uns, vorwärts zu gehen. Er sagt uns, dass er den Weg in unserem Leben und für uns als Gemeinde bahnen wird, und er erinnert uns an die Verheißungen, die er unseren Vorvätern im Glauben gegeben hat.

[5:11] „Ich sprach zu euch in jener Zeit und sagte: Ich kann euch nicht alleine tragen, denn der Herr, euer Gott, hat euch gemehrt, und siehe, ihr seid heute so zahlreich wie die Sterne des Himmels.“ Die Prophezeiung an Abraham, die Verheißung, hatte sich buchstäblich erfüllt. „Der Herr, der Gott eurer Väter, mache euch noch viele tausendmal zahlreicher, als ihr seid, und segne euch, wie er euch verheißen hat.“ Sie waren jetzt schon ungefähr zwei Millionen Israeliten. So sagt Mose: „Möge Gott euch zu zwei Milliarden machen.“

[5:42] „Wie kann ich aber allein eure Bürde, eure Lasten und eure Streitigkeiten tragen?“ Das Volk Gottes zu leiten, egal auf welcher Ebene, ist keine einfache Sache. Wie viel mehr muss es für Mose, der hier der alleinige Leiter gewesen ist, eine schwere Last gewesen sein, all die Streitigkeiten auch im Volk Gottes zu tragen. „Nehmt euch weise, verständige und erfahrene Männer aus euren Stämmen, damit ich sie als Häupter bei euch setze.“ Und sie haben mir geantwortet und gesprochen: „Das ist eine gute Sache, von der du sagst, dass du sie tun willst.“

[6:20] Gott möchte nicht, dass alle Last im Werk auf einer Person lastet. Er möchte, dass die Bürden verteilt sind, und er freut sich über jeden, der weise und erfahren ist und verständigt und mitträgt an der Last des Werkes Gottes.

[6:34] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass du Pläne für unser Leben hast und dass du auch mit uns durch die Wüste gehst, wenn es länger dauert, als du es eigentlich vorgehabt hast. Herr, lass uns lernen aus dem Buch 5. Mose, dass wir nicht weiter die Wiederkunft verzögern durch Unglauben, sondern dass wir lernen, dir zu folgen und dein Wort zu verstehen, wie du es gemeint hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2024 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.