Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ die komplexen Kriegsgesetze aus 5. Mose 20 und 21. Er erklärt die Bestimmungen für den Kriegsfall, die Unterscheidung zwischen fernen und kanaanäischen Städten sowie überraschende Regeln zum Umweltschutz während Belagerungen. Abschließend wird das Ritual zur Sühnung eines unaufgeklärten Mordes behandelt, das die Verantwortung der Gemeinschaft unterstreicht.
Gott auf (m)einer Seite: 5. Mose 20:8-21:9
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 5. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute jetzt Seite 223.
[0:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr Danke sagen, dass du an unserer Seite kämpfst jeden einzelnen Tag. Herr, wir wissen vielleicht nicht, welche Kämpfe heute noch auf uns zukommen, und sicherlich werden es vielleicht Dinge sein, die zu groß für uns persönlich sind. Aber du bist größer als alle Probleme zusammengenommen und du möchtest uns helfen, du willst helfen jedem einzelnen von uns. Dafür danken wir dir. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch den Heiligen Geist zu uns sprichst. Im Namen Jesu. Amen.
[1:10] Wir sind in 5. Mose 20, es geht um die Bestimmungen für den Kriegsfall, Vers 8: "Und die Vorsteher sollen weiter mit dem Volk reden und sagen: Wer sich fürchtet und ein verzagt Herz hat, der gehe hin und kehre wieder in sein Haus zurück, damit er nicht auch das Herz der Brüder so verzagt mache wie sein Herz ist."
[1:30] Erinnern wir uns vielleicht an die berühmte Geschichte von Gideon, wo tatsächlich dieses Gesetz hier auf den Buchstaben hin befolgt worden ist. Und wenn die Vorsteher aufgehört haben, zu dem Volk zu reden, so sollen sie Heerführer an die Spitze des Volkes stellen.
[1:52] "Wenn du vor eine Stadt ziehst, um gegen sie Krieg zu führen, so sollst du ihr Frieden anbieten. Antwortet sie friedlich und öffnet sie dir die Tore, soll das ganze Volk, das darin gefunden wird, dir fronpflichtig und dienstbar sein."
[2:05] Nicht die Zerstörung der Menschen oder der Infrastruktur sollte das Ziel der Kriegsführung Israels sein, sondern immer zuerst das Anbieten des Friedens.
[2:14] "Wollen sie aber nicht friedlich mit dir unterhandeln, also verhandeln, sondern mit dir Krieg führen, so belagere sie. Und wenn der Herr, dein Gott, sie dir in die Hand gibt, sollst du alle ihre männlichen Einwohner mit der Schärfe des Schwertes schlagen. Aber die Frauen und die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, und allen Raub sollst du dir zur Beute nehmen und sollst essen von der Beute deiner Feinde, die der Herr, dein Gott, dir gegeben hat."
[2:39] "So sollst du es mit allen Städten machen, die sehr fern von dir liegen und nicht zu den Städten dieser Völker hier gehören." Es gab also einen Unterschied zwischen der allgemeinen Situation des Kriegführens, wie sie immer wieder auftreten konnte, und den Städten, die jetzt in Kanaan erobert werden sollten.
[2:54] "Aber den Städten dieser Völker, die der Herr, dein Gott, dir jetzt zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, sondern sollst unbedingt den Bann vollstrecken, nämlich an den Hethitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, so wie es der Herr, dein Gott, dir geboten hat, damit sie euch nicht lehren, alle ihre Greuel zu verüben, die sie für ihre Götter verübt haben, und ihr euch so versündigt an dem Herrn, eurem Gott."
[3:20] "Wenn du eine Stadt, gegen die du Krieg führst, lange Zeit belagern musst, um sie einzunehmen, so sollst du ihre Bäume nicht verderben, indem du die Axt daran legst. Du kannst davon essen und brauchst sie nicht abzuhauen. Ist denn der Baum des Feldes ein Mensch, dass er mit in die Belagerung einbezogen wird?"
[3:40] Interessanterweise denkt Gott hier selbst in Bezug auf Kriegsführung immer noch an Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Statt eine Taktik der verbrannten Erde zu unterlassen, sollen die Israeliten sehr sorgfältig mit den Ressourcen umgehen und nicht alles einfach kurz und klein schlagen. Wir sollten also mit Überlegung Krieg führen und nicht einfach nur aus Aggression.
[4:00] "Nur die Bäume, von denen du weißt, dass man nicht davon isst, die darfst du verderben und umhauen und Bollwerke darauf bauen für die Stadt, die mit dir Krieg führt, bis du sie überwältigt hast."
[4:09] "Wenn man einen Erschlagenen findet in dem Land, das dir der Herr, dein Gott, gibt, um es in Besitz zu nehmen, und er auf dem Feld liegt und man nicht weiß, wer ihn erschlagen hat, also wenn es einen Mord gibt und der Fall nicht aufgeklärt werden kann, so sollen deine Ältesten und deine Richter hinausgehen und die Entfernung messen von dem Erschlagenen bis zu den Städten, die ringsum liegen. Und die Ältesten der Stadt, die am nächsten bei dem Erschlagenen liegt, sollen eine junge Kuh nehmen, mit der noch nicht gearbeitet wurde und die noch an keinem Joch gezogen hat. Und die Ältesten der Stadt sollen die junge Kuh hinabführen in das Tal eines immer fließenden Baches, wo weder gearbeitet noch gesät wird, und sollen dort der jungen Kuh bei dem Bach das Genick brechen."
[4:50] "Dann sollen die Priester hinzutreten, die Söhne Levis, denn sie hat der Herr, dein Gott, erwählt, dass sie ihm dienen und in dem Namen des Herrn segnen, und nach ihrem Ausspruch soll jede Streitigkeit und jede Körperverletzung geschlichtet werden. Und alle Ältesten dieser Stadt, die dem Erschlagenen am nächsten liegt, sollen ihre Hände waschen über der jungen Kuh, der bei dem Bach das Genick gebrochen worden ist, und sie sollen das Wort ergreifen und sprechen: Unsere Väter haben dieses Blut nicht vergossen, auch haben es unsere Augen nicht gesehen. Vergib deinem Volk Israel, das du, Herr, erlöst hast, und mache dein Volk Israel nicht mitverantwortlich für das unschuldige Blut, das in seiner Mitte vergossen wurde."
[5:31] So wird ihnen die Blutschuld vergeben werden. Die Israeliten sollten also keine Haltung einnehmen, die sagt: "Naja, ich bin es nicht gewesen, ich weiß nicht, wer es war, ignorieren wir es einfach." Nein, auch Dinge, die nicht aufgeklärt werden konnten, sollten trotzdem entsprechend behandelt werden, um einem solchen nicht gefundenen Mörder zu signalisieren, dass dieses Verhalten nicht toleriert und nicht akzeptiert wird.
[5:51] "So sollst du das unschuldige Blut aus deiner Mitte wegschaffen, denn du sollst das tun, was recht ist in den Augen des Herrn."
[6:04] Lasst uns gemeinsam bitten. Lieber Herr, du weißt, welche Kämpfe wir in unserem Leben zu kämpfen haben. Und Herr, manchmal glauben wir, dass es in unserer Kraft und unserer Macht und Stärke liegt. Aber nein, du sagst in der Geschichte von Gideon, auch in diesen Kriegsgesetzen, dass du derjenige bist, der den Sieg schenkst und dass wir vertrauen dürfen, dass es nicht in der Stärke der Anzahl unserer Armee liegt, sozusagen in der Stärke und Anzahl unserer Argumente oder unserer Ressourcen, sondern an deiner Gegenwart. Und darum bitten wir dich, dass du auch heute in unserem Leben gegenwärtig bist und uns den Sieg schenkst, egal mit was wir auch heute zu kämpfen haben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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