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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ die Kapitel 23:22 bis 24:16 aus 5. Mose. Er analysiert verschiedene Anweisungen Moses an das Volk Israel, die von Gelübden und Eigentumsrechten bis hin zu Ehescheidung und sozialer Gerechtigkeit reichen. Kramp betont die zeitlosen Prinzipien hinter diesen Geboten und wie sie auch heute noch Relevanz für unser Leben haben, um Leid zu mindern und Gottlosigkeit einzudämmen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 227. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, es ist so wunderbar zu wissen, dass du uns von Herzen liebst und dass du dir wünschst, dass es uns gut geht, dass du jeden Tag uns zeigen möchtest, wie gerne du uns hast und was du für uns tun möchtest. Herr, danke, dass wir uns auch heute Zeit nehmen dürfen, über dein Wort nachzudenken. Wir bitten dich, dass du auch auf dieser Seite der Bibel zu unserem Herzen sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:11] Wir sind gerade in 5. Mose 23. Es gibt eine ganze Reihe von verschiedenen Anweisungen, die Mose dem Volk Israel für den Alltag gibt. Vers 22: "Wenn du dem Herrn, deinem Gott, ein Gelübde ablegst, du sollst es nicht säumen, es zu erfüllen; denn der Herr, dein Gott, wird es gewiss von dir fordern, und es würde eine Sünde für dich sein. Wenn es aber unterlässt, zu geloben, so ist es keine Sünde für dich. Was aber über deine Lippen gegangen ist, das sollst du halten und tun, so wie du es dem Herrn, deinem Gott, freiwillig gelobt hast, was du mit deinem Mund versprochen hast."

[1:48] Wir sollten uns sehr genau überlegen, was wir Gott versprechen; denn Gott ist eine reale Person. Er nimmt das für wahr, was wir ihm sagen. Er wünscht sich, dass wir auch zu unserem Wort stehen und dass wir nicht Dinge versprechen, die wir dann nie einhalten wollen.

[2:07] "Wenn du in den Weinberg deines Nächsten gehst, so darfst du Trauben essen, so viel du willst, bis du satt bist; aber du sollst nichts in dein Gefäß tun. Wenn du durch das Getreidefeld deines Nächsten gehst, so darfst du mit der Hand Ähren abstreifen; aber die Sichel solltest du nicht über das Getreidefeld deines Nächsten schwingen."

[2:26] Noch das ein sehr interessantes Prinzip, das eine sehr weise Ausgewogenheit hier beschreibt.

[2:31] "Wenn jemand eine Frau nimmt und sie heiratet und sie findet nicht Gnade vor seinen Augen, weil etwas Schändliches an ihr gefunden hat, und er ihr einen Scheidebrief schreibt und ihn ihr in die Hand gibt und sie aus seinem Haus entlässt, und sie verlässt dann sein Haus und geht hin und wird die Ehefrau eines anderen Mannes; und der andere Mann verschmäht sie und schreibt ihr auch einen Scheidebrief und gibt ihn ihr in die Hand und entlässt sie dann aus seinem Haus, oder wenn der andere Mann stirbt, der sie sich zur Frau genommen hatte, so kann ihr erster Mann, der sie entlassen hat, sie nicht nochmals zur Frau nehmen, nachdem sie verunreinigt worden ist; denn das wäre ein Gräuel vor dem Herrn. Und du sollst das Land nicht mit Sünde beflecken, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbe gibt."

[3:16] Gott hasst die Ehescheidung, und ihr könnt in Matthäus 19 einen Vers finden, der deutlich macht, dass das hier eigentlich auch nur Plan B ist wegen der Herzenshärte der Menschen, dass Gott einen ganz anderen Plan hatte auch in Bezug auf Ehescheidung. Aber hier sehen wir wieder das Prinzip, dass Gott auch in bestimmten Situationen dann noch Vorschriften gibt, um das Leid zu vermindern und um auch Gottlosigkeit einzudämmen. Gott gebietet hier nicht, sich scheiden zu lassen, sondern er sagt: Nur wenn es sowieso geschieht, dass Scheidung geschieht, dann sollen diese Prinzipien beibehalten werden, aufrechterhalten werden, um noch größeres Übel zu verhindern.

[3:59] "Wenn jemand kürzlich eine Frau zur Ehe genommen hat, so soll er nicht in den Krieg ziehen, und man soll ihm nicht auferlegen. Er soll ein Jahr lang frei sein für sein Haus und sich an seiner Frau erfreuen, die er genommen hat." Was für ein schönes Gebot, dass die Ehe und gerade auch das junge Verliebtsein sehr wertschätzt.

[4:17] "Man soll niemals die Handmühle oder auch nur den oberen Mühlstein zum Pfand nehmen; denn damit nähme man das Leben zum Pfand."

[4:24] "Wenn jemand habhaft wird, dass er einen von seinen Brüdern unter den Söhnen Israels stiehlt und ihm zum Sklaven macht und ihn verkauft, so soll jener Dieb sterben. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte ausrotten."

[4:39] Diebstahl von Menschen ist eine schlimme Sünde, die nach Gottes Augen den Tod verdient hat.

[4:44] "Hüte dich vor der Plage des Aussatzes, indem du eifrig alles befolgst und tust, was dich die Priester, die Leviten, lehren. Wie ich es ihnen geboten habe, so sollt ihr es befolgen und tun." Wir haben insbesondere in 3. Mose eine ganze Reihe von Vorschriften dazu schon lesen können.

[5:00] "Denke daran, was der Herr, dein Gott, mit Miriam tat auf dem Weg, als sie aus Ägypten gezogen seid." Das bezieht sich auf die Geschichte in 4. Mose 12, als Miriam und Aaron gegen Mose gemurrt und rebelliert hatten, und Miriam dann sieben Tage lang aussätzig war. Die Israeliten sollten sich auch an die Ereignisse der jüngeren Geschichte erinnern. Sie sollten sich erinnern, wie Gott gewirkt hat und wie er auch gestraft hatte, welche Konsequenzen Sünde und Rebellionen hatten, damit sie daraus lernen. Auch wir sollten aus den Erfahrungen, die wir gemacht haben, in der Gemeinde lernen.

[5:35] "Wenn du deinem Nächsten irgendein Darlehen gewährst, so sollst du nicht in sein Haus gehen, um ihm ein Pfand abzunehmen. Du sollst draußen stehen bleiben, und der, dem du borgst, soll das Pfand dir herausbringen."

[5:49] Hier erkennt man ein Prinzip, das nicht nur dieser konkreten Situation vor einem Haus zu gelten hat, sondern grundsätzlich auch die Privatsphäre eines Menschen akzeptieren und sich auch, wenn man ein Recht hat, etwas zu fordern, nicht zu weit vorwagt und nicht zu sehr in diese Privatsphäre eindringt. "Ist er arm, so solltest du dich mit seinem Pfand nicht schlafen legen, sondern sollst ihm sein Pfand unbedingt wieder geben, wenn die Sonne untergeht, damit er in seinem Gewand schlafen und dich segne. So wird dir das als Gerechtigkeit gelten vor dem Herrn, deinem Gott."

[6:20] Gerechtigkeit ist nicht nur ein genaues Einhalten und Abrechnen. Gerechtigkeit bedeutet, die menschlichen Bedürfnisse und Notwendigkeiten höher zu achten als das eigene Recht.

[6:36] "Du sollst deinen armen und elenden Tagelöhner nicht bedrücken, er sei einer seiner Brüder oder deiner Fremdlinge, die in deinem Land oder in deinen Toren sind. Am gleichen Tag sollst ihm seinen Lohn geben, ehe die Sonne darüber untergeht; denn er ist arm und sehnt sich danach, damit er nicht wegen dir den Herrn anruft und es dir zur Sünde wird."

[6:57] "Die Väter sollen nicht für die Kinder getötet werden, und die Kinder sollen nicht für die Väter getötet werden, sondern jeder soll für seine Sünde getötet werden." Wir wissen, in Hesekiel 18 könnt ihr einen Vers finden, dass dieses Prinzip auch später wieder bekräftigt und bestärkt worden ist. Jeder steht alleine vor Gott. Niemand wird bestraft für die Sünden seiner Eltern oder Kinder. Wir alle haben einen eigenen Fall vor Gott zu verantworten und sind individuell vor unserem Schöpfer.

[7:31] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass dein Wort uns so viele interessante Prinzipien zeigt, von denen wir sofort sehen, dass wir sie im Alltag auf verschiedene Situationen anwenden können, auch wenn die konkreten Lebensumstände heute vielleicht andere sind als damals vor fast dreieinhalb Jahrtausenden. Lieber Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns an diese Prinzipien erinnerst, wenn wir in ähnliche, vergleichbare, analoge Situationen kommen, und dass wir dann durch deine Kraft und zu deiner Ehre das tun, was du gesagt hast, weil du uns dazu befähigen möchtest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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