Christopher Kramp beleuchtet in dieser Predigt die drastischen Konsequenzen des Ungehorsams gegenüber Gott, wie sie in 5. Mose 28 beschrieben werden. Er zitiert die biblischen Flüche, die das Volk Israel bei Abfall erwarteten, und zeigt deren buchstäbliche Erfüllung in der Geschichte. Kramp warnt eindringlich vor den zerstörerischen Auswirkungen der Sünde auf das individuelle Leben und ruft dazu auf, Gottes Stimme zu hören und umzukehren, um solche Leiden zu vermeiden.
Gott auf (m)einer Seite: 5. Mose 28:48-28:67
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 5. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit 5. Mose 28. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für dein Wort, das uns klare Wegweisung gibt und dass wir daran erkennen können, wie schwerwiegend die Folgen der Sünde sind. Deswegen möchten wir dich bitten, dass du heute zu unserem Herzen sprichst durch den Heiligen Geist und dass du uns bewahrst, bewusst gegen dich zu sündigen, dass wir ein bereitwilliges Herz bekommen durch deinen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu.
[1:06] Wir sind in 5. Mose 28, es geht um Segen und Fluch. Wir sind gerade bei der Beschreibung dessen, was passiert, wenn man gegen Gottes Gebote rebelliert, welcher Fluch dann auf ein Volk kommen würde, weil sie nicht mit bereitwilligem Herzen Gott gedient haben, als sie noch Überfluss gehabt haben.
[1:31] Es geht weiter in Vers 48: „Musst du deinen Feinden, die der HERR gegen dich senden wird, dienen in Hunger und Durst, in Blöße und in Mangel an allem. Und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis er dich vertilgt hat. Der HERR wird ein Volk aus der Ferne gegen dich aufbieten, vom Ende der Erde, das wie ein Adler daherfliegt, ein Volk, dessen Sprache du nicht verstehen kannst, ein Volk mit hartem Angesicht, das keine Rücksicht kennt gegen den Greis und mit den Knaben kein Erbarmen hat. Es wird dir die Frucht deines Viehs und die Frucht deines Landes verzehren, bis du vertilgt sein wirst, und dir nichts übrig lassen von Korn, Most und Öl, vom Wurf deiner Rinder und von der Zucht deiner Schafe, bis es dich zugrunde gerichtet hat. Und es wird dich bedrängen in allen deinen Toren, bis deine hohen und festen Mauern, auf die du in deinem ganzen Land vertrautest, gefallen sind. Ja, das wird dich bedrängen in allen deinen Toren in deinem ganzen Land, das der HERR, dein Gott, dir gegeben hat. Dann wirst du die Frucht deines Leibes essen, das Fleisch deiner Söhne und deiner Töchter, die der HERR, dein Gott, dir gegeben hat, in der Belagerung und Bedrängnis, mit der dich dein Feind bedrängen wird.“
[2:44] Zweimal hat sich diese ganze Prophezeiung buchstäblich erfüllt: einmal bei den Belagerungen der Babylonier Anfang des sechsten Jahrhunderts vor Christus, also ungefähr 800 Jahre, knapp 800 Jahre später, und dann noch einmal bei der endgültigen Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 nach Christus, über 1400 Jahre, nachdem Mose das hier aufgeschrieben hat.
[3:14] „Der verweichlichte und verwöhnte Mann bei dir wird dann missgünstig auf seinen Bruder blicken und auf seine geliebte Ehefrau, auf den Rest seiner Kinder, die er übrig behalten hat, so dass er keinem von ihnen etwas von dem Fleisch seiner Kinder gibt, das er essen muss, weil nichts übrig geblieben ist in der Belagerung und Bedrängnis, mit der dich dein Feind in allen deinen Toren bedrängen wird.“
[3:34] „Auch die verweichlichte und verwöhnte Frau unter euch, die so verweichlicht und verwöhnt ist, dass sie nicht einmal versucht hat, ihre Fußsohle auf die Erde zu setzen, die wird missgünstig auf ihren geliebten Ehemann und ihren Sohn und ihre Tochter blicken und auf ihre Nachgeburt, die zwischen ihren Beinen hervorkommt, und auf ihre Kinder, die sie gebiert. Denn sie wird dieselben vor lauter Mangel heimlich essen in der Belagerung und Bedrängnis, mit der dich dein Feind in allen deinen Toren bedrängen wird.“
[4:01] Wie schrecklich sind die letztendgültigen Folgen der Sünde! Die Undankbarkeit und der Götzendienst führten zu immer schlimmeren Sünden, dazu, dass Gott sich dann zurückgezogen hat und schlimme Feinde wie die Babylonier, ja, dann die Römer, das Volk Israel angegriffen haben. Und nachdem Gott sich zurückgezogen hatte, kein Retter mehr da gewesen ist und der Sünder sich selbst überlassen bleibt und solche schrecklichen Dinge dann passieren.
[4:29] Gott hat schon Jahrhunderte im Voraus die Israeliten deutlich davor gewarnt, hat sich früh aufgemacht, wie er immer wieder auch im Buch Jeremia sagt, damit das nicht passieren muss.
[4:43] Wir ahnen nicht, du und ich, zu welchen schlimmen Dingen wir fähig sind, wie bösartig unser Herz ist, wenn der Geist Gottes sich zurückzieht.
[4:52] Lasst uns heute auf seine Stimme hören und nicht weiter auf dem Weg der Sünde gehen, wenn wir ihn begangen, beschritten haben, sondern sofort umkehren, damit uns solche Dinge nicht passieren.
[5:04] „Wenn du nicht darauf achten wirst, alle Worte dieses Gesetzes zu tun, die in diesem Buch geschrieben sind, so dass du diesen herrlichen und furchtgebietenden Namen, den HERRN, deinen Gott, fürchtest, so wird der HERR dich und deinen Samen mit außerordentlichen Plagen treffen, ja, mit großen und andauernden Plagen und mit bösen und andauernden Krankheiten.“
[5:22] „Er wird alle Seuchen Ägyptens über dich bringen, von denen du dich fürchtest, und sie werden dir anhaften. Dazu alle Krankheiten und Plagen, die nicht in dem Buch dieses Gesetzes geschrieben sind, der HERR wird sie über dich kommen lassen, bis du vertilgt sein wirst.“
[5:36] Mit anderen Worten: Diese Dinge sind exemplarischer Natur. Es gibt noch viele andere Dinge, die passieren können, die hier nicht ausdrücklich erwähnt sind.
[5:43] „Und ihr werdet als ein kleines Häuflein übrig bleiben, die ihr doch so zahlreich gewesen seid wie die Sterne des Himmels, weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorcht hast.“
[5:52] Das war die Verheißung Abrahams gewesen, dass seine Nachkommen so zahlreich werden sollten wie die Sterne des Himmels. Und Gott hatte die Verheißung erfüllt, und doch wurde sie dann wieder rückgängig gemacht wegen des Ungehorsams.
[6:04] Wenn Gott Verheißungen erfüllt und uns segnet, heißt das nicht, dass diese nicht wieder rückgängig gemacht werden können aufgrund unseres Ungehorsams.
[6:12] „Und wie der HERR sich euretwegen freute, euch Gutes zu tun und zu mehren, so wird er sich allerdings freuen, euch zu verderben und zu vertilgen. Und ihr werdet herausgerissen werden aus dem Land, in das du jetzt ziehst, um es in Besitz zu nehmen.“
[6:28] „Denn der HERR wird dich unter alle Völker zerstreuen, von einem Ende der Erde bis zum anderen. Und du wirst dort anderen Göttern dienen, die dir und deinen Vätern unbekannt waren, Göttern aus Holz und Steinen.“
[6:39] „Dazu wird unter diesen Heiden keine Ruhe haben und keine Rast in seinen Fußsohlen. Denn der HERR wird dir dort ein zitterndes Herz geben, erlöschende Augen und eine verzagte Seele.“
[6:49] In Offenbarung 14 finden wir einen Vers, der zeigt, dass dieser Fluch sich ganz am Ende auch im Kontext der dritten Engelsbotschaft zeigen wird für alle, die Gottes Gesetz und das ewige Evangelium ablehnen und ohne Gott leben.
[7:04] „Dein Leben wird vor dir an einem Faden hängen. Tag und Nacht wirst du dich fürchten und des Lebens nicht sicher sein. Am Morgen wirst du sagen: „Wenn es nur schon Abend wäre!“, und am Abend wirst du sagen: „Wenn es nur schon Morgen wäre!“, wegen der Angst, die dein Herz erschreckt, und wegen dessen, dass deine Augen ansehen müssen.“
[7:22] Sünde hat nicht nur Konsequenzen für unseren Berufsalltag, für unsere Gesundheit, für die Familie. Sünde zerstört unseren inneren Frieden, zerstört die Hoffnung und macht uns zutiefst unglückliche Menschen, die keine Sicherheit mehr haben.
[7:38] Lasst uns Gott bitten, dass er uns davor bewahrt.
[7:45] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir sehen dürfen, dass du dich früh aufmachst und lange Jahrhunderte im Vorhinein dein Volk gewarnt hast vor den Konsequenzen der Sünde.
[8:00] Herr, wir sehen oft nicht, wohin unsere Sünden uns führen werden, wenn wir dabei bleiben. Denn der Satan verführt uns, aber du siehst alle Dinge, wie sie wirklich sind. Und Herr, dass wir noch leben und dir dienen dürfen, ist allein deiner Gnade geschuldet. Und Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns durch deinen Geist bewahrst, dass du uns schnell zeigst, wenn wir auf einen Weg der Sünde treten wollen, dass das der falsche Weg ist, dass du uns davor bewahrst, dass wir diesen Fluch erleben. Das bitten wir im Namen Jesu von ganzem Herzen.
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